Das Jugendamt bietet ab April Eltern von chronisch kranken und behinderten Kindern Plätze in einer integrativen Kindertagespflegestelle an. Die Kinder werden von einer erfahrenen examinierten Kinderkrankenschwester, die zusätzlich eine 160stündige Ausbildung als Tagesmutter absolviert hat, in familiärer Atmosphäre betreut. Bis zu fünf Plätze können belegt werden, berichtet die Stadtverwaltung auf ihrer eigenen Website.
Demnach stehen für die Kinder in einem eigenen Haus zwei Zimmer zur Verfügung, ein Spiel- und ein Ruheraum. Zum Haus gehört ein großer Garten mit viel Platz zum Spielen, hinter dem sich direkt ein Wald anschließt. Ein Kater und sieben Hühner gehören ebenfalls zum Haushalt.
Die Tagesmutter verfügt über ein eigenes pädagogisches Konzept, in dem Rituale, altersgerechte Spielangebote, Musizieren und Naturerleben eine zentrale Rolle einnehmen. Eine vollwertige und altersgemäße Ernährung wird ebenfalls geboten.
Mögliche Behinderungen und Einschränkungen der Kinder können sein:
- geistige oder körperliche Behinderungen
- Störungen des Hör- und Sehvermögens
- Neurologische Erkrankungen, z.B. Krampfanfälle, die medikamentös eingestellt sind
- Kinder mit Down-Syndrom
- Verhaltensauffälligkeiten
- Essstörungen
- Hauterkrankungen, z.B. Neurodermitis
- Stoffwechselerkrankungen, z. B. PKU oder Diabetes
- Mukoviszidose u.a.
Neben einer guten, fachlich versierten Beobachtung des Kindes kann die Tagesmutter beispielsweise Medikamente verabreichen, Inhalationen, Einreibungen und Diäten geben oder auch krankengymnastische Übungen ausführen. Hierzu erstellt die Tagesmutter eine ausführliche Pflegeanamnese, um die erforderlichen täglichen Maßnahmen auszuführen. Voraussetzung für diese umfassende Betreuung ist eine besonders gute Zusammenarbeit mit den Eltern.
Die Gruppengröße (maximal 5 Kinder) richtet sich nach Art und Grad der Behinderung oder Erkrankung des Kindes. Die Betreuung und Pflege soll sich gut in den gemeinsamen Alltag aller anwesenden Tageskinder integrieren lassen, damit es zu einer Bereicherung aller Beteiligten wird. Die Kinder lernen voneinander, unterstützen und fördern sich gegenseitig.
Kontakt: Fachberaterin des Jugendamtes Ilona Bogdal-Klumpe, 02202 142807
Quelle: Homepage der Stadtverwaltung


Kommentare