Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

Hinter diesem Pseudonym stecken die Administratoren des iGL-Bürgerportals. Wir wählen es immer dann, wenn wir keine persönlichen Beiträge posten. Getreu Kaczmareks Motto: Ich pass auf, dass hier alles rund läuft. Huusmeister, alles fess em Griff. Huusmeister, alles schön paletti . . .

13 Kommentare zu “Kahlschlag bei der Kinder- und Jugendarbeit?”

  1. sachkundiger Bürger

    Die Forderung nach Finanzierung der Jugendarbeit aus den Sitzungsgeldern ist Populismus. Dann könnte man auch fordern, dass die Jugendsozialarbeiter kostenlos arbeiten sollten. Ziemlich unsinnig, oder?
    Die Tätigkeit in den Räten und Ausschüssen der Städte und Gemeinden ist eine ehrenamtliche Aufgabe und die Sitzungsgelder können lediglich den Aufwand abdecken, der durch diese entsteht. Ich selbst bin seit Jahren sachkundiger Bürger und verbringe oft mehrer Stunden in der Woche nur für das Lesen der Unterlagen. Diese Vorbereitungszeit ist notwendig und dafür gibt es kein Sitzungsgeld. Häufig gibt es Termine, bei denen es kein Sitzungsgeld gibt. Bei vielen dieser Termine entstehen mir Kosten, die mir keiner erstattet (Spesen, Anfahrt, Zeit, Material, …). Bei der Arbeit in den Ausschüssen würde ich ohne das Sitzungsgeld und die Kostenerstattung sogar noch drauf zahlen.
    Da ich nicht zu den reichen Bürgern in dieser Stadt gehöre, wären meine Kinder ziemlich sauer, wenn ich ihr Geld in die ehrenamtliche Arbeit für die Stadt stecken würde, statt in ihre Ausbildung.
    Es kann und darf nicht sein, dass nur noch die Politik machen können, die es sich leisten können auf ihre Sitzungsgelder zu verzichten. So würde der Stadtrat zu einem Organ von abgehobenen mildtätigen Mitmenschen, die entweder aus Langweile mitarbeiten oder weil sie Geld haben. Für die anderen würde Politik zum Luxus werden,

  2. Lutz-E. Bohr

    Lieber Herr Urbach,
    ich habe selbst 32 Jahre hauptamtlich Jugendarbeit gemacht und in dieser langen Zeit immer wieder gegen Kürzungen gekämpft. Machen wir so weiter, dann ist bald die Talsohle erreicht und die Kinder ud Jugendlichen stehen total auf der Straße!
    Sie wollen wissen, woher das Geld kommen soll: ich stimme dem Schreiber zu, weiter oben: Sitzungsgelder streichen, dh. auf freiwilligen Verzicht zu Gunsten gezielt der Jugenadarbeit plädieren. Ginge das etwa nicht? Die ISG sollte für die Jugendarbeit 200.000.– € zur Verfügung stellen! Der Rathausplatz kann das verkraften.
    Ich wünsche Ihnen den Mut und die Ausdauer für unkonventionelle Schritte.
    Erwartungsvoll grüßt Sie
    Lutz-E. B o h r

  3. Willy Bartz

    Es ist eher traurig, dass die offene Jugendarbeit als freiwillige Leistung definiert wird. Dies ist nicht nur nach meiner Ansicht falsch, sondern auch nach der Ansicht der JuLis in Rhein-Berg. Wir werden diesbezüglich am Dienstag allen Fraktionen des Bergisch Gladbacher Stadtrates und dem Herrn Bürgermeister einen Vorschlag in Form eines Antrags überreichen, womit der offene Jugendarbeit mehr als eine viertel Million € zur Verfügung gestellt werden könnte.

    Denn freiwillige Leistungen können erhalten bleiben, wenn man an anderen Stellen des Haushaltes diese Gelder einspart. Hierfür haben wir JuLis bereits ja schon in unserer Pressemitteilung einen Vorschlag gebracht.

    Liebe Grüße
    euer Willy
    Kreisvorsitzender der JuLis In Rhein-Berg

  4. Mario Duretek

    “Während im Bereich der Jugend gekürzt wird, bleiben die Vergütungen für Ratsmitglieder, Fraktionen und stellvertretende Bürgermeister unangetastet.”…”Würden die Ratsmitglieder auf die Sitzungsgelder verzichten und die Gelder für sachkundige Bürger, stellvertretenden Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende und deren Stellvertreter halbiert, ließe sich eine Summe von 241.220 Euro einsparen und für die Jugendarbeit verwenden.”
    Na da haben wirs doch. Das Problem scheint lösbar zu sein wenn man denn wirklich will.
    Fehlt nur das noch jemand den Link für das öffentliche Voting hier posted. Ich wage voraussagen sagen zu können wie das Ergebnis Ausfallen würde. ^^

  5. Thomas Klein

    Wer hinhörte und hinsah stellte seit der letzten Wahl fest, dass die Weisheit des Alters gepaart mit jungem Aktionismus und sozialer Verantwortung all denen im Rat und den Ausschüssen den Spiegel vorhält, die vergessen haben, was sie versprachen und worauf das Fundament dieses Staates und auch dieser Stadt steht: auf der Jugend. Übrigens – bei der BfBB finden sich durchaus junge Mitglieder ohne gefärbte Haare, wie Die Linke. ebenso reife Jahrgänge zu bieten hat.

    Wie ein Theaterstück ist das Leben, nicht wie lange, sondern wie gut es gespielt wurde, darauf kommt es an. Seneca

  6. Thomas Berschbach

    Sehr geehrter Herr Urbach,

    nein, ich denke nicht, dass Geschäftsessen oder ähnliches mit öffentlichen Mitteln gegeben werden. Aber bestimmt eine große Zahl der Bürger denkt dieses – und das wäre zu widerlegen… Und nicht nur mit “Nein, wir haben dies nicht gemacht…”!!!

    Hier geht es nicht um Geschäftsessen oder Ähnliches, sondern einfach nur um die Zukunft der Jugendarbeit. Und die ist auf gut Deutsch “am verrecken”…

    Und mit Ihrer Aussage: “Nein, an keiner Stelle wird mehr Geld mit “vollen Händen” herausgegeben”, haben Sie mein Urteil nicht ganz erkannt. Es WURDE über Jahrzehnte Geld ausgegeben, welches anscheinend nicht verfügbar war. Jetzt ist es nicht mehr da – und wer muß es aufbringen und dafür büßen – die “Kleinen”.

    Leider kenne ich auch keinen Weg aus dieser Misere – aber, Herr Urbach, es muss nicht sein, dass wir immer nur an den Schwächsten der Gesellschaft sparen. Und die Schwächsten sind nunmal unsere Kinder, da sie keine Lobby, keine Partei, kein Nichts haben – außer ihren Eltern! Also heißt es, diese zu Verteidigen – und das versuche ich auf diesem Weg! Als Vater!

    Es ist eigentlich Egal, wo zuviel Geld ausgegeben wurde oder wo in Sachen Finanzen geschlurt wurde. Es geht um unsere Kinder – und da ist eigentlich alles egal…..!!!

    …und wenn die IG Stadtmitte 200.000 Euro für eine Neugestaltung hat… Vielleicht wäre es doch Werbeträchtiger, diese 200.000 Euro in die Jugendarbeit zu geben….

    Denn, Kinder und Jugendliche sind die Kunden der Zukunft…!!!

    Lieber Herr Urbach,
    es wäre nett, mit Ihnen ein Gespräch über das oben genannte Thema, wie Angeboten, zu haben, … nur was bringt noch ein Gespräch, wenn die Fakten klar auf dem Tisch liegen…. Morgen (nein, inzwischen heute), wird abgestimmt – und das Ergebnis ist doch klar… Es wird in Ihrem Interesse abgestimmt werden….

    Schauen Sie meinem “Kleinen” in die Augen – und vielen anderen…
    Viel Spaß dabei…

    Mit freundlichem Gruß
    Thomas Berschbach

  7. Lutz Urbach

    Lieber Herr Berschbach,

    ja denken Sie denn, es würde noch Geschäftsessen oder eine Wahlparty mit öffentlichen Mitteln geben?
    Natürlich NICHT!

    Und die ISG Stadtmitte hat avisiert, 200.000 Euro für die Neugestaltung der Fußgängerzone aufzubringen. Im Fall einer 90/10-Förderung ist das Thema dann erledigt.

    Nein, an keiner Stelle wird mehr Geld mit “vollen Händen” herausgegeben.

    Wir können uns sehr gerne darüber einmal im Gespräch austauschen. Auch mir tun die – leider rechtlich notwendigen – Kürzungen im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit weh! Wenn Sie einen Ausweg kennen, dann bin ich dankbar!

    Herzliche Grüße,

    Lutz Urbach

  8. Thomas Berschbach

    “Manche Dinge sind schwer zu verstehen, aber gar nicht zu ändern.” Zitat Lutz Urbach.
    …und manche Dinge sind gar nicht zu verstehen, aber mit ein wenig gutem Willen sicherlich zu ändern.
    Offene Kinder- und Jugendarbeit sind “freiwillige Aufgaben” der Kommune, aber sicherlich gehören diese freiwilligen Aufgaben mit zu den Wichtigsten, welche die Kommune zu leisten hat. Es gibt viele Dinge, auf die man verzichten könnte, so z.B. wehende Fahnen vor dem Rathaus, eine neu gestaltete Fußgängerzone, hier und da mal ein “Geschäftsessen/Wahlparty etc.” mit Parteikollegen und vieles mehr. Dieser “Kleinkram” würde schon so einiges Einsparen und ist bestimmt sinnvoller einzusetzen.
    Sparmöglichkeiten gibt es für die Stadt bestimmt eine Menge. Aber was passiert, wenn Herr Urbach z.B. an der Fußgängerzonen-Neugestaltung sparen würde? Ärger mit der Interessengemeinschaft Bergisch Gladbach? Mit Sicherheit ja. Die Einzelhändler hier haben eine Lobby, die den Kindern und Jugendlichen in der Stadt abgeht. Der Gegenwind wäre bei Einsparungen in der Fußgängerzone bestimmt härter als bei Einsparungen in der Jugendarbeit. Und somit wird der einfachere Weg beschritten. Das Geld, welches hier verprasst werden soll, könnte die Jugendarbeit in Bergisch Gladbach retten.
    Und dann der “Trost”: die Betreuung an den Ganztagsschulen. Bis diese mal vernünftig Ausgebaut ist, gehen bestimmt noch viele Jahre ins Land. Bisher sind die Ganztagsschulen doch nicht mehr, als eine Kinder- und Jugend-Verwahranstalt. Die Angebote dort sind rar bis garnicht vorhanden.
    Es ist eben, wie es schon immer war – die Politik und Wirtschaft wirft das Geld mit vollen Händen für jedlichen Unsinn raus, bis das Faß leer ist. So seit Jahrzehnten geschehen. Dann muß gespart werden, immer zuerst an den Kindern und Jugendlichen. Eben an der Gruppe der Gesellschaft, welche am allerwenigsten etwas für die Mißwirtschaft der Erwachsenen kann.
    Das ist das schöne an Kindern – unserer Zukunft – sie sind lieb anzuschauen, niedlich, manchmal auch frech – und wenn sie ruhig sind und nichts sagen, sich nicht wehren, weil sie nicht können, dann sind sie uns am liebsten. Und dieses wird schamlos ausgenutzt.
    Eine Frage bleibt nun noch offen, Herr Urbach, haben Sie noch ein Gewissen, können Sie den Kindern und Jugendlichen in die Augen sehen und ihnen persönlich erklären, warum gerade ihr Kinder- und Jugendzentrum geschlossen werden soll?
    Dann sollten Sie vielleicht morgen die Initiative ergreifen und den Kindern in die Augen schauen.
    Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschus Bergisch Gladbach
    Ratssaal des Rathauses Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz 1,
    Bergisch Gladbach Bensberg
    Dienstag, 29.06.2010 ab 17 Uhr

  9. Tomas M. Santillan

    Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschus Bergisch Gladbach
    Ratssaal des Rathauses Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz 1,
    Bergisch Gladbach Bensberg
    Dienstag, 29.06.2010 ab 17 Uhr

    Themen unter anderem:
    Kürzungen in der Jugendarbeit – Konzept zur Förderung der Offenen Jugendarbeit 2011

    Antrag der Fraktion DIE LINKE. (mit BfBB) vom 09.03.2010, vorhandene Kindertagesstätten zu erhalten und keine weiteren zu schließen, wie zuletzt die Kindertagestätte “Lauter Pänz”, welche durch die Stadt geschlossen wurde.

    Der Ausschuss tagt öffentlich und jede Bürgerin und jeder Bürger und natürlich auch Jugendliche können den öffentlichen Teil der Sitzung als Zuschauer und Zuhörer verfolgen.

  10. Gerd J. Pohl

    Ja, der Bürgermeister hat absolut Recht mit seinen Ausführungen, und doch gibt es da noch eine Fülle von Aspekten, die zumindest diskussionswürdig sind – nicht zuletzt die Frage, ob die “Freiwilligen Leistungen” nicht dringend überdacht und die Prioritäten korrigiert werden müssten. Das wäre allerdings keine kommunale Angelegenheit – Lutz Urbach glaube ich sofort, dass ihm nothaushaltsmäßig die Hände gebunden sind und er persönlich lieber anders agieren würde. Das ändert nur an den aktuellen Problemen der Jugendlichen nichts, denen weitere der ohnehin knappen Angebote der Offenen Jugendarbeit abhanden kommen mit allen negativen Auswirkungen, die ich in einem früheren Kommentar bereits umrissen habe. Gut und richtig, dass der Bürgermeister in diesem Zusammenhang auf die Vomm-Nachfolge anspricht, denn so wird eine echte Schwierigkeit deutlich: Es kämpfen ganz unterschiedliche und doch in einem Boot sitzende Parteien um “ihr” Stück am bröckelnden Kuchen der freiwilligen Leistungen, eine hat Angst, dass ihr die andere etwas wegnimmt. Ich bin mal gespannt, wer hier die lauteren Proteste vorzubringen vermag – und wie die Politik auf die unterschiedlich starke Lobby reagieren wird. Ganz persönlich halte ich die Wiederbesetzung der Stelle von Dr. Vomm für ebenso unerlässlich wie eine möglichst breite Förderung der Jugendarbeit. Könnte kulturelle Jugendarbeit nicht auch im größeren Umfang Bestandteil der Aufgaben der Villa Zanders … ach, ein blödsinniger Gedanke wahrscheinlich – vergessen wir ihn! Nein, lieber Lutz Urbach, Bürgermeister möchte ich zur Zeit wirklich nicht sein ;-)

  11. Doro

    In Bergisch Gladbach haben wir bisher keine einschneidenden Kürzungen im sozialen Bereich vornehmen müssen – ganz im Gegensatz zu den meisten anderen großen Städten (siehe Köln), wo sich schon Aktionen gegründet haben, die “Keine Kürzungen für Kurze” oder ähnlich heißen.
    Wie Lutz Urbach (der selbst ganz sicher am wenigsten bei Kinder und Jugendlichen sparen “möchte”) schon erklärt hat (siehe oben), werden wir aber künftig laut Kommunalaufsicht 10% jährlich bei den “freiwilligen” Leistungen im Sozialbereich kürzen müssen.
    Angesichts der Tatsache, dass Jüngere durch Ganztagsschule immer mehr Angebote in der Schule am Nachmittag haben werden, müssen wir sehen, dass unbedingt die Abendangebote für ältere Jugendliche z.B. im Q1 erhalten bleiben!
    Doro

  12. Lutz Urbach

    Manche Dinge sind schwer zu verstehen, aber gar nicht zu ändern.

    Offene Kinder- und Jugendarbeit ist rein rechtlich gesehen eine “freiwillige Aufgabe”. Das bedeutet für eine Kommune im Nothaushalt, dass von den Ausgaben für diese Aufgabe jedes Jahr 10 Prozent gekürzt werden müssen. Im ersten Jahr also 10% von 100% Ausgangsbasis – dann bleiben 90 % übrig.
    Im zweiten Jahr dann 10% von den restlichen 90% – dann bleiben 81% übrig.
    Im dritten Jahr dann 10% von den restlichen 81% – dann bleiben knapp 73% übrig.

    Nach drei Jahren muss also mehr als ein Viertel gekürzt werden. Das ist schrecklich, aber da kann auch der Kreis als Aufsichtsbehörde nichts ändern – das ist geltendes Recht.

    Und für den Nothaushalt kann ich ebenso wenig wie mein Vorgänger, der Kämmerer oder die Verantwortlichen der Jugendarbeit!

    Was bedeutet das aber im Ergebnis für die offene Jugendarbeit?

    Es macht nach Auffassung der Fachkolleginnen und Fachkollegen keinen Sinn, jetzt den Rasenmäher jedes Jahr 10% weiter nach unten zu stellen und immer kürzer zu mähen. Die Pflanzen sind dann nachher alle nicht mehr lebensfähig!

    Da macht es nur Sinn, Teile der Jugendarbeit so auszustatten, dass sie auch für die kommenden Jahre lebensfähig und gut funktionstüchtig sind. Das geht aber dann – weil wir eben in so erheblichem Maße sparen müssen – nur, wenn wir an anderen Stellen Einrichtungen nicht mehr bezuschussen.

    Die Idee ist die, drei zentral gelegene und gut erreichbare Einrichtungen zu stärken, indem dort Personalzuschüsse sogar erhöht werden.

    Eine Frage, die ich öfter gestellt bekomme: Könnt ihr denn nicht woanders sparen?
    Eine gute Frage. Jeden Cent, den wir in der formal freiwilligen Aufgabe “Offene Kinder- und Jugendarbeit” nicht sparen, den müssen wir bei einer anderen freiwilligen Aufgabe zusätzlich sparen. Aber dann lesen Sie mal den Kommentar von Herrn Rausch vom Stadtanzeiger (18. Juni 2010) zur – seiner Meinung nach – unbedingt notwendigen Nachbesetzung der Museumsleiterstelle in der Galerie Villa Zanders…
    Zitat:
    “Eine pauschale Sparvorgabe von mindestens 25 Prozent binnen drei Jahren wird dem (Pflege der Kunstwerke) nicht gerecht, vielmehr muss die Stadt einen Mindeststandard für Kultur definieren, den sie nicht unterschreiten kann.”

    Ein Trost bleibt:
    Der Vorschlag sieht vor, die Betreuung an unseren Ganztagsschulen (eine Pflichtaufgabe) deutlich auszubauen. Das entspricht aber auch den veränderten Realitäten in unserer Gesellschaft!

    Herzliche Grüße,

    Ihr
    Lutz Urbach

  13. Charlotte

    Lutz Urbachs Wahlversprechen sind nicht die warme Luft wert, mit denen er sie ausgesprochen hat. Die Stadt schließt Kindergarten und Jugendeinrichtungen!

    Da bleiben einem die Worte im Hals stecken. Seit Monaten erzählt uns der neue Bürgermeister der CDU und FDP etwas davon, dass er besonders für die Kinder etwas tun will, und gerade mal ein halbes Jahr nach seiner Wahl kommt der Kürzungshammer bei Kindern und Jugendlichen. Als wäre die Schließung eines Kindergartens in Bensberg durch die Stadt nicht schon genug, jetzt wird auch bei anderen Jugendeinrichtungen gespart.

    Lutz Urbach hat “wahl”- versprochen nicht nur die Stadtmitte zu fördern. Das Gegenteil ist nun zentrale Aktivität seiner Politik. Die Jugendarbeit in den Stadtteilen wird endgültig erledigt. Das FreSch in Schildgen rechnet mit der Schließung der Einrichtung, während die Händler in der Fußgängerzone Bergisch Gladbach mit wertvollen und millionenschweren Renovierungen beglückt werden sollen. Dort sollen mehr als 11.000.000 Euro für eine neue chice Fußgängerzone und einen hübschen Wandelpark verballert werden, und dann dürfen die Kinder und Jugendlichen in Schildgen und anderen Stadtteilen auf dem Trockenen sitzen. Auch bei Sportvereinen und Sporteinrichtungen, die besonders für junge Menschen wichtig sind, soll der Rotstift angesetzt werden,… und der Stadtrat feiert mit Sekt und Lachsschnittchen.

    Das war auch bei SPD Bürgermeister Klaus Orth nicht anders. Schon kurz nach seinem Amtsantritt wurde zuerst bei der Jugendarbeit gekürzt und die damalige Koalition im Stadtrat aus CDU und SPD haben das durch den Stadtrat gestimmt. Bei der Wahl hatten sie noch etwas anderes versprochen. Damals sind sogar die jugendpolitischen Sprecher der Jungen Union und CDU, Jusos und SPD eingeknickt und haben im Stadtrat für die Kürzungen gestimmt. Wahrscheinlich glaubt Urbach, dass die Bürger sich bis zu nächsten Wahl nicht mehr an die Kürzungsorgie erinnern werden. So dachte wohl auch Orth. Dabei vergessen alle, dass die Jugendlichen und Kinder, bei denen heute gekürzt wird, schon bei der nächsten Bürgermeisterwahl die neuen Wähler sind. Klaus Orth wurde abgewählt.

    Auch die Vertreter von der angeblichen Kinder- und Jugendpartei Kiditiative haben vergessen, wer sie gewählt hat. Deren längst erwachsenen Vertreter im Stadtrat haben nichts mehr mit Jugendlichkeit zu tun und denken jeden Tag darüber nach, wie sie dem CDU-Bürgermeister in den Allerwertesten kriechen können. Sie stimmen in allen Fragen mit CDU und FDP ab. Die Kiditiatve hat der millionenschweren Umgestaltungen der Stadtmitte längst zugestimmt. Anscheinend ist es ihnen egal, dass dafür bei Kinder- und Jugendlichen gestrichen wird. Die Stadtmitte wird schöner und je mehr offene Jugendeinrichtungen geschlossen werden, desto mehr können kommerzielle Angebote profitieren. Das jugendpolitische Konzept der KIditiative scheint darin zu bestehen, das man Jugendliche in der neuen schönen Stadtmitte mit möglichst viel Alkohol abfüllt und deren Taschengeld in die eigene Tasche steckt. Komisch, das die Kirche ihnen dabei auch noch behilflich ist.

    Die neuen linken Stadtratsvertreter haben sich mit den Senioren von der BfBB zusammengetan und auch die junge Zeit der Grünen ist längst vorbei. Graue Haare breiten sich in den Fraktionszimmern aus.

    Man darf gespannt sein, wie sich die alten Damen und Herren im Stadtrat verhalten. Bei der nächsten Wahl bekommen diejenigen meine Stimme, die bei den Abstimmungen im Stadtrat zu ihren Worten stehen. Da sollte man ganz genau hinhören und hinsehen!

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