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Peter Baeumle-Courth, wohnhaft in Moitzfeld, beruflich tätig an der FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft). Mehr unter baeumle-courth.eu oder im Blog blog.baeumle-courth.eu.
Seit 2004 Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach; seit Juni 2014 (3.) stellvertretender Bürgermeister.

2 Kommentare zu “Konsequent: Kinoerweiterung in Bensberg”

  1. Schwarzleserin

    Als hätte man in Bensberg nicht schon genug Bausünden verbrochen, wollen Grüne, CDU und die FDP noch einen weiteren unübersehbaren Betonklotz in die Stadt setzen. Wie schön war doch früher diese Stadt? Leider kann ich nur hilflos zusehen, wie der Raum über der Steintr. mit Werbe- und Kinoplakaten verschandelt wird. Niemand wird zukünftig das Kino übersehen und bald ist auch jeglicher Rest bergischer Vergangenheit und Tradition aus dem Stadtbild getilgt.

    Sehr ärgerlich finde ich die Position der Bündnisgrünen. Langsam entwickelt sich die Truppe um Günter Ziffus und Peter Beaumle-Courth zu einem Haufen städteplanerischer Chaoten, die ihre alten grünen Ziele längst verraten haben.

    Die Grünen haben sich beim Thema Ökologie und Stadtplanung längst von den Linken und der SPD überholen lassen.

  2. Tomas M. Santillan

    Grundsätzlich ist ein schönes Kino in Bensberg eine Bereicherung des Stadtteils. Mit einer Erweiterung werden viele Menschen nach Bensberg gelockt, die statt nach Köln oder Leverkusen dann nach Bensberg ins Kino gehen werden. Mit 800 Sitzplätzen könnte es sich zu einem Magneten in der Region entwickeln.
    Deshalb war bei den ersten Plänen für die Erweiterung auch ein zusätzliches Parkhaus vorgesehen. Dieser Plan ist aber vom Tisch. Bei dem zu erwartenden Zuschauerstrom werden die meisten Besucher wohl mit dem PKW kommen. Das Kino soll auch tagsüber betrieben werden.

    Das vorgelegte Verkehrs- und Parkplatzkonzept der Stadt ist völlig unzureichend. Schon jetzt ist zu bestimmten Zeiten die Parkplatzsituation in Bensberg so schlecht, dass sie sich negativ auf den Einzelhandel auswirkt. Die Kunden fahren dort einkaufen, wo sie schnell und leicht arkplätze finden. Mit der Erweiterung des Kinos könnte sich diese Situation weiter verschlechtern. Die Auswirkungen des Parksuchverkehrs auf die Anwohner und auf die Umwelt sind nicht zu unterschätzen.

    Trotz dieser Bedenken hat der Planungsausschuss mit den Stimmen von CDU, FDP und GRÜNE einem beschleunigten Verfahren für die Planung zugestimmt. Damit verzichtet der Stadtrat auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung und verkürzt die Fristen der Bürgerbeteiligung erheblich.

    Neben den positiven Auswirkungen auf Bensberg, gibt es auch negative Aspekte der Erweiterung, welche durch das beschleunigte Verfahren nun einfach übergangen werden sollen. Statt durch eine “Verkürzung und zu Beschleunigung” das Verfahren zu entdemokratisieren, sollten die Verwaltung lieber ein durchdachte Konzept für die Entwicklung von Bensberg vorlegen. Dieses Konzept muß Aspekte des Einzelhandel, Kultur, Wohnen, Verkehr und Umwelt nachhaltig berücksichtigen, statt wilden Aktionismus zu fördern und Umweltverträglichkeitsprüfungen auszuschlieesen. Wir benötigen ein umfassendes Konzept für die Entwicklung in Bensberg. Stattdessen konzentriert sich die Verwaltung und Bürgermeister Lutz Urbach auf die weitere Entwicklung der Stadtmitte, in der in den nächsten Jahren mehr als 15 Millionen Euro verbaut werden sollen.

    Städtebaulich ist der Kinobau über die Straße für Bensberg eine Katastrophe. Auch wenn eine kleine Mehrheit sich positiv zum Bau über die Straße geäußert hat, so hat sich auch ein erheblicher Teil der Anwohner gegen den häßlichen Bau ausgesprochen. Eine Verschärfung der Parkplatzprobleme könnte dem Einzelhandel nachhaltig schaden. Die positiven Effekte durch die Kinogänger, welche eigentlich nicht zum Einkauf nach Bensberg kommen, könnte aber auch negative Auswirkungen haben.

    Tomás Santillan, Ratsmitglied DIE LINKE. (mit BfBB)

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