Hinter diesem Pseudonym stecken die Administratoren des iGL-Bürgerportals. Wir wählen es immer dann, wenn wir keine persönlichen Beiträge posten. Getreu Kaczmareks Motto: Ich pass auf, dass hier alles rund läuft. Huusmeister, alles fess em Griff. Huusmeister, alles schön paletti . . .

4 Kommentare zu “Die Zukunft der Stadt”

  1. rodra

    Welche Zukunft ? Durch die aktuelle Vorgehensweise der Fraktionen CDU und FDP z.B. hinsichtlich der massiven Erhöhung der Elternbeiträge für einen Kindergartenplatz wird der Zuzug von jungen Familien zukünftig rückläufig sein und der notwendige demographische Wandel ausgebremst werden. Da ist der Tellerrand über den Herr Urbach schauen möchte noch nicht in Sichtweite. GL benötig u.a. ein familienfreundliches Konzept mit konkurrenzfähigen Elternbeiträgen. Die umliegenden Städte und Kommunen haben dies bereits erkannt.

  2. Klaus Willutzki

    Ohne vernünftige Verkehrsanbindung macht die Ausweitung von Gewerbeflächen amS definitiv keinen Sinn. Ob der Ausbau von Gewerbeflächen die Lösung der finanziellen Probleme ist, wage ich zu bezweifeln. Würde dies eher als ein Puzzlestein betrachten, der in ein Gesamtkonzept gehöret. Mir graut es davor, wenn hier sinnfrei Natur geopfert wird, nur damit ggf. der ein oder andere Euro mehr ins Stadtsäckel gespült wird. Letzlich glaube ich auch nicht, dass diese Rechnung auf geht. Gerade die Waldrandzonen und die sog. grünen Oasen, machen die Stadt inkl. der Vororte doch so attraktiv. Nicht umsonst kommen doch auch viele Großstädter in Randgbiete, um ein wenig an der Natur zu schnuppern.
    Ist es nicht eher so, dass allen Kommunen Geld fehlt, weil in der Bundespolitik etwas gehörig schief läuft und das Ergebnis aus dem Länderfinanzausgleich für die Selbstverwaltung der Gemeinden schon lange nachbesserungswürdig ist? Es ist mir Rätsel, wieso bei den vielen Staatseinnahmen so wenig dort ankommt, wo das Geld auch fleißig eingesammelt wird. Zugegeben, ist es schwer den vielen Interessenvertretungen gerecht zu werden, aber letztlich ist zu bemerken, und das ist meiner Ansicht nach unstrittig, dass das Geld ungerecht verteilt wird. Zum allgemeinen Teil wieder zurück zu BGl.:

    In Sachen Zukunftsausrichtung, würde ich es verstehen, wenn ein Fokus auf den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gelegt wird, um einerseits das Gebiet für das Gewerbe und anderseits auch für den Bürger attraktiver zu machen bzw. den Einzugskreis zu vergrößern. Alles andere, wird dann sowieso folgen. So wie ich das aber bisher verfolge, scheint ja gerade die Autobahnanbindung politisch nicht durchsetzbar/zu finanzieren sein. Von daher ist die Frage, inwieweit die Planung auch einen Plan B hergibt. Ggf. wäre es ja auch sinnvoll sich von der Wachstumsstrategie zu verabschieden und das Vorhandene zu festigen. Fragen über Fragen….., da schließe ich mich dem letzten Absatz von Frau Tübker gerne an.

    Nicht zu vergessen, die desolate Finanzsituation an unseren Kindergärten & Schulen. Ist aber auch ein anderes Thema……

  3. Js

    Ohne die Autobahnanbindung ist GL tot. Wenn dann noch überall hässliche Gewerbeparks entstehen und Wald abgeholzt wird hat die Region den letzten Charme verloren.

  4. Birgitte Tüpker

    Gestern wurden die Ergebnisse des ISEK-Projektes in einer Abendveranstaltung vorgestellt. Viele schöne Worte schmückten die aufgestellten Tafeln zu den verschiedenen Themen und Stadtteilen. Schön, wenn das alles so umgesetzt werden könnte, wie es dort stand.

    Baurat Schmickler machte deutlich, dass wir Bürger uns demnächst darauf einstellen müssen, auch die letzten grünen Oasen und Waldrandzonen der Gewerbeansiedlung zu opfern. “Ja zum Gewerbestandort Bergisch Gladbach”, müssten wir sagen. Bergisch Gladbach muss neue Flächen zur Verfügung stellen, um für neue Gewerbeansiedungen attraktiv zu sein.

    Mir fiel die Verlagsgruppe Bastei-Lübbe ein und ich dachte darüber nach, warum die noch mal nach Köln ausgewandert war??? War da nicht was in den Kölner Nachrichten, ach ja: “Der Verlag hatte sich zuvor über die mangelnde Unterstützung am alten Standort Bergisch-Gladbach beklagt. Insbesondere das tägliche Verkehrschaos in der Stadtmitte der östlichen Nachbarstadt stieß den Verlagsverantwortlichen sauer auf.”

    Tatsächlich lässt sich das aus den Worten von Geschäftsführer Schierack damals heraushören: „Die Verkehrsanbindung ist eine Katastrophe.“ Bergisch Gladbach habe dem Unternehmen mehrere alternative Flächen angeboten, letzlich aber keine Chance gegen den Medienstandort Köln gehabt.”

    Und da – Gott sei Dank – am Ende der Veranstaltung sprach ein Herr aus der Planungsgruppe vom VCD, dessen Namen ich leider nicht kenne, es aus: Bevor man die Ansiedlung von weiterem Gewerbe plane, müsse man erst mal über die Verkehrsanbindung nachdenken. (Ich applaudiere innerlich.) Und da sei nicht mehr viel Neues machbar. Deshalb bleibe nur der Weg, die vorhandenen Strukturen zu verbessern. Die Zweigleisigkeit der S-Bahn, der katastrophale Zustand am Gronauer Kreisel seien Dinge, um die man sich zuerst kümmern müsse. (Danke! Danke! Danke!)

    Schmickler hielt dagegen, man müsse jetzt planen, damit man in guten Zeiten loslegen könne. Finge man erst in den guten Zeiten an zu planen, wären die dann schon wieder vorbei, bevor man loslegen könne. Also: Erst mal abholzen, dann nachdenken. Und hinterher über neue Bausünden ärgern.

    Man kann nur hoffen, dass die Gladbacher Politik und Verwaltung sich den Tipp des Planungsbüros Dortmund zu Herzen nimmt. Herr Schulten gab den weisen Rat, eine klare Linie zu verfolgen. Ein Rat, der allerdings eine breite Interpretationsrate beinhaltet.

    Ich hoffe, Bergisch Gladbach besinnt sich irgendwann auf seine wahren Werte. Eine Großstadt wie Köln wird es nie sein, eine Industriestadt wie Leverkusen zum Glück auch nicht. Was hat Bergisch Gladbach eigentlich (außer Bausünden) noch zu bieten und wie können wir die vorhandenen Resourchen für die Zukunft nutzen und sie durch neue Angebote ergänzen, die sich harmonisch in vorhandene Strukturen einbinden, ohne sie zu zerstören? Was ist der richtige Weg? Gewerbe oder Tourismus? Größenwahn in Form von Malls und überdimensionierten Kinoprojekten oder das Besinnen auf etwas Besonderes, Spezielles, was es beim großen Nachbarn Köln so nicht gibt? Eigentlich ganz einfach.

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