Gerd J. Pohl – Schauerliche Geschichten von Edgar Allan Poe – 30. September 2010
Spannend ging es zu im Bensberger Puppenpavillon, dessen kleiner Bühnensaal sich für knapp zwei Stunden in eine unheimliche „Grotte“ verwandelte. Und der Autor, um den sich bis heute viele Legenden ranken – schaute/hörte zu (bildlich). Denn sein Portrait prangte im schlichten Rahmen in unmittelbarer Nähe eines Totenkopfes. Und die Besucher verhielten sich ganz still – abwartend – .
Nein – er ist nicht wahnsinnig – der „Ich-Erzähler“ – so die Verkündigung. Doch schon nach kurzem Zuhören erkennt man: Die Kurzgeschichte „Das verräterische Herz“ (aus dem Jahre 1843) – nimmt kein gutes Ende. Aber – wie wird es sein – das Ende?
Was Sie über das Theater im Puppenpavillon Bensberg wissen müssen
Die Frage beschäftigt, während der gesamten Erzählung. Klopfen, rauschen, pochen – Gerd J. Pohl vermittelt überzeugend und mit großer Intensität – Gefühle. Die Geschichte um den alten Mann, der wegen seines vermeintlich bösen Auges – und zwar nur wegen seines wässrig-bösen Blicks – sterben soll. Denn nur deswegen wird er gehasst und beobachtet. Nein – er ist nicht wahnsinnig der Ich-Erzähler…. Und ein Herz hört nicht auf zu schlagen….
Foto: Helga Niekammer



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