Die Gäste waren als Tabellenzweiter nach Gladbach angereist und trugen viel zu einem hochklassigen Frauenspiel bei. Das reichte aber nicht, um der hochmotivierten FFC Elf Paroli zu bieten.
Von Beginn an spielten beide Teams offensiv und engagiert. Bergisch Gladbach kam dabei zu den besseren Torchancen, zunächst fehlte jedoch das Glück. Allein das Duo Barbara Spessert, diesmal auf der Spielmacherposition und Außenverteidigerin Carolin Berthold hatte vier hochkarätige Chancen. Berthold scheiterte an Pfosten und Latte, Spessert verfehlte einmal das Tor und fand einmal in der Gästekeeperin die Bessere. Als auch noch Ester Frank kurz vor der Halbzeit freisthend verzog, dachte man auf Seiten der Löwinnen schon an die Pechsträhne der letzten Wochen.
Fortuna hatte aber in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs ein Einsehen, und so war es Susanne Beer, die eine durch Esther Frank erzwungene Situation per Kopf zur Führung der Fink- Elf verwandeln konnte. Leider verletzte sich die Gäste-Torhüterin in dieser Situation und musste ausgewechelt werden. Mit der Führung zum so oft zitierten “psychologisch günstigen Zeitpunkt” ging es in die Kabienen.
Der Wille der FFC Elf, die wahrlich wie Löwinnen auftraten, brachte Co- Trainer Helmut Mathias dazu, den ersten Durchgang die beste Halbzeit der Saison zu nennen. Man hatte einen starken Gegner immer wieder bearbeitet und stand defensiv sicher wie lange nicht mehr. Dazu trug auch Keeperin Manuela Stüßer bei, die ein nahezu fehlerloses Spiel machte. Vor allem aber die taktische Disziplin, die Trainer Fink lobte und der unbedingte Wille der Mannschaft sorgten für dieses positive Erlebnis.
Nach der Pause zunächst ein Rückschlag: Svenja Stein musste veretzt den Platz verlassen. Nur kurze Zeit später gelang der Abwehrchefin Anne Frieler ein wahrer Kunstschuß: Fast von der Mittellinie landete ihre Flanke direkt im Tor der Hennerferinnen.
Jetzt spielte es sich noch leichter und vieles gelang der Mannschaft. Der Gegner ließ nun auch mehr zu und haderte allzuoft mit der Leistung des Unparteiischen, die auch von Gladbacher Seite nicht unkritisiert blieb. Fußballerisch nutzten nun vor allem die offensiven Außen des FFC die sich bietenden Räume. So war es kein Zufall, dass Sarah Valder gleich zweimal fast identische Treffer erzielte. Jeweils von halblinks aussen konnte sie den Ball zum 3-0 und 4-1 verwandeln. Ein Doppelpack der jüngsten FFC-Spielerin, der den zwischenzeitlichen 3-1 Gegentreffer vergessen ließ.
Im Gleichklang kommentierte das erfolgreiche Trainergespann nach dem Schlußpfiff die Leistung ihrer Elf:
“Eine wirklich geschlossene Leistung unserer Mannschaft, die die taktischen Vorgaben optimal umgesetzt hat. So haben wir dem starken Gegner keine Chance gelassen, das Spiel zu gewinnen. Auf diese starke Leistung, vor allem vor der Pause können wir stolz sein.”
FFC: M. Stüßer, C.. Berthold, A. Frieler, C. Baulig (75. L. Handwerker), A. Scigala, S. Valder, M. Renner, S. Stein (51. J. Hembach), E. Frank, B. Spessert, S. Beer
Tore:
1-0 Beer 45.
2-0 Frieler 48.
3-0 Valder 69.
3-1 86.
4-1 Valder 89.
Zuschauer: 63 an der Stresemannstraße


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