Gesundheit, und Leben retten mit Defibrillator

Gesundheit,

ja um die Gesundheit dreht sich alles in dieser Zeit. Gesundheitstage usw. und in jeder Zeitschrift stehen zig  Seiten über die Gesundheit, „Schlaganfall und Herzinfarkt“, usw., was auch vollkommen richtig ist. Leider wissen die wenigsten, was bei einem solchen Fall zu tun ist.

Noch schlimmer: sie wissen nicht wo z.b. ein Defibrillator hängt, der Leben retten kann. Im Fall eines plötzlichen Herztodes hilft nur eine schnelle Defibrillation. Eine Defibrillation (Elektroschockbehandlung) hilft bei Herzkammerflimmern (habe ihn schon selber einige Male einsetzen müssen). Selbst das Warten auf den Notarzt kann schon zu lange sein.

Nach meiner Frage in Banken, Geschäften, Apotheken in Bergisch Gladbach wusste keiner, wo so ein lebenswichtiges Gerät zu finden ist. Nicht mal in einem Gebäude, in dem das Gerät tatsächlich vorhanden ist, konnten mir Beschäftigte dies mitteilen. Nicht nur das, sie wussten auch  nicht, wo welche Feuerlöscher (teilweise mit unzweckmäßigem Löschmitteln) vorhanden sind, und wie sie bedient werden. Dass Fluchtwege verstellt sind, ist ja schon leider normal. Nein  bis auf wenige Ausnahmen wusste niemand Bescheid.

Dies trifft auch für öffentliche Ordnungspersonen zu – keiner wusste wo ein Defibrillator in GL versteckt ist! Wo ist er nun? Er befindet sich, gut behütet bei der Info in der RheinBerg Galerie.

Die sollte wirklich bekannt gemacht werden, finde ich.

Update

Dank der Hilfe verschiedener Sponsoren, hier beim Defribillator der Turnerschaft, konnten einige Geräte angeschafft werden.

Folgende Defi-Standorte konnten wir mit Hilfe unserer Leser bislang identifizieren, leider gibt es auch beim Kreisgesundheitsamt keine Übersicht (weitere Hinweise sind willkommen):
+ Turnerschaft TS 79 im Langemarckweg, im Hauptgebäude rechts
+ Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg in der Eingangshalle
+ Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, im Foyer neben der Hausmeisterloge gegenüber dem Lehrerzimmer
+ Gymnasium Herkenrath
+ Krüger
+ Rheinberg-Galerie, an der Infotheke
+ Kreishaus Gronau, im Foyer
+ Kreishaus “Am Rübezahlwald”, im Foyer

Weitere Informationen:

  • Wo in der Bergisch Gladbach gibt es Defis (Facebook)
  • Machen Sie mit beim Defi-Verzeichnis für BGL – siehe Kommentare unten

  • Feuerwehrbeamter a.D.

    12 Kommentare zu “Gesundheit, und Leben retten mit Defibrillator”

    1. PS

      Plötzlicher Herztod und Frühdefibrillation ist zur Zeit in aller Munde. Und das ist gut so. Wenn man mit so einem Gerät nur ein Menschenleben retten kann, hat sich die Anschaffung schon gelohnt. Schade das so viele Firmen, Schulen, Arztpraxen, Banke oder andere öffentliche Gebäude sich da so schwer tun. Schaut mal auf www. definetz.de Hier findet man alles was man zu diesem Thema wissen muss. Eine Superseite. Deutschlandweit und mittlerweile sogar schon in Zusammenarbeit mit dem ESQH.

    2. Friedrich Nölle

      Das Thema “Auffinden von Defibrillatoren” ist wirklich ein wichtiges. Unser gemeinnütziger Verein hat sich u.a. das Thema auf die Fahnen geschrieben und das inzwischen bundesweit wohl größte Verzeichnis der in Deutschland aufgestellten AEDs erstellt. Wir übernehmen und überprüfen auch gerne die Hinweise auf dieser Seite und würden uns, gerne parallel, zukünftig Hinweise erbitten. Unser Ziel ist es, auf einen Blick für jeden Ort die Aufstellungsorte für Defibrillatoren anzuzeigen. Mehr Informationen unter http://www.definetz.de.

    3. Bastian S.

      Zu dem Beitrag von Uli Weber:
      “bei Atem-/Herzstillstand zu beatmen und zwar bis zum Eintreffen des Notarztes”
      Das ist so nicht ganz korrekt. Der Patient wird bearbeitet, bis der Notarzt oder die RTW-Besatzung übernommen hat und sagt, dass man aufhören kann. Beim Eintreffen der Hilfskräfte einfach aufzustehen und die Übergabe zu machen hat für den mühsam aufrecht erhaltenen Kreislauf fatale Folgen und alle Mühe könnte umsonst gewesen sein.

      “Zur Not kann auch die Herzmassage ausgesetzt werden, da diese geübt und ausdauernd erfolgen muss und sehr kräftezehrend ist”
      Das ist so wie Sie es formulieren falsch. Wer die Herzdruckmassage nicht ausführt, weil sie ihm zu anstrengend ist oder Angst hat, sie falsch machen zu können, könnte sich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar machen! Man darf aufhören, wenn jemand anders übernimmt oder man so weit am Ende der eigenen Kräfte ist, dass man im nächsten Moment daneben liegen würde.

      Worauf im Zweifelsfall verzichtet werden kann ist die Beatmung, wenn keine Hilfsmittel (Beatmungsbeutel/-maske oder eins der praktischen Beatmungstücher) zur Verfügung stehen. Der Körper verbraucht bei der Atmung nur einen Bruchteil des in der Atemluft vorhandenen Sauerstoffs. Wenn man dann zum Beispiel einen Obdachlosen reanimieren muss, dem man nicht den den eigenen Mund auf den seinigen drücken möchte, kann es bei schnelllem Eintreffen der Rettungskräfte auch genügen, den Kreislauf mit der Herzdruck-Massage aufrecht zu erhalten. Immer bedenken: Eigenschutz geht vor! Es nützt nichts, wenn man jemanden reanimiert und sich dadurch selber eine Hepatitis einfängt.

      “Den “Defri” sollte eine 2. Person besorgen und anlegen. Ist Narrensicher, wenn man sich traut im Notfall auch das Hemd des Patienten zu öffnen!”
      Genau, da braucht man keine Hemmungen zu haben! Das einzig Falsche, was man tun kann, ist garnichts zu machen!

      “Wichtig ist erst “112″, dann Vitalfunktionen prüfen, ggf, beatmen/Herzmassage/Defri.”
      Erst Vitalfunktionen prüfen, dann mit der HLW beginnen, ein anderer setzt den Notruf ab und wieder ein anderer holt den Defi. Der Zeitraum zwischen dem Einsetzen des Kreislauf-Stillstands und dem Beginn der Herzmassage müssen möglichst klein gehalten werden.

      “ggf. Hilfsperson zur Wegbeschreibung verdonnern”
      Das ist ganz wichtig! Beispielsweise in engen Siedlungen (z.B. Engelsgut/Weizenfeld in Hebborn) ist das nötig.

      Als Laie ein Kammerflimmern zu erkennen halte ich für unmöglich. Im Zweifelsfall beim Kreislaufstillstand (keine Atmung/kein Puls) sofort mit der HLW beginnen.

    4. Werner Schmitz-Dietsch

      In den Kreishäusern Gronau und “Am Rübezahlwald” hängt jeweils im Foyer ein “Defi”. Das
      teilte der Kreis auf meine Anfrage mit. Das Kreisgesundheitsamt hat keine Liste aller Standorte.

    5. Jörg Schmitter

      Im NCG hängt der Defibrillator leicht erreichbar im Foyer neben der Hausmeisterloge gegenüber dem Lehrerzimmer. Im übrigen gibt es am Haupteingang ein entsprechendes Hinweisschild.

    6. Uli Weber

      weitaus wichtiger ist es bei Atem-/Herzstillstand zu beatmen und zwar bis zum Eintreffen des Notarztes. Zur Not kann auch die Herzmassage ausgesetzt werden, da diese geübt und ausdauernd erfolgen muss und sehr kräftezehrend ist. Den “Defri” sollte eine 2. Person besorgen und anlegen. Ist Narrensicher, wenn man sich traut im Notfall auch das Hemd des Patienten zu öffnen!

      Wichtig ist erst “112”, dann Vitalfunktionen prüfen, ggf, beatmen/Herzmassage/Defri. Weitermachen bis der Notarzt kommt, ggf. Hilfsperson zur Wegbeschreibung verdonnern. Habe auf diese Art leider schon 2x Leben retten müssen/dürfen. Im Notfall habe ich nur noch Erlerntes angewendet, zum Denken blieb nicht viel Zeit!

    7. Wirrkopf

      Ich werde mal bei uns in der Grundschule fragen. ;)

    8. Huusmeister

      Tatsächlich gab es bei der Facebookgruppe ein paar gute Hinweise. Also fassen wir zusammen:
      + Es gibt Defibrillatoren in (allen?) Schulen, auf jeden Fall im NCG und im Gymnasium Herkenrath, bei Krüger, in der RheinBergGalerie. Aber wo genau hängen die Dinger?
      + Vielleicht bekommen wir ja ein detailliertes Verzeichnis für Bergisch Gladbach zusammen?
      + Außerdem sollte man sich rasch einen deutschen Namen oder Abkürzung für die Dinger einfallen lassen, sonst ist der Patient tot, bevor man es richtig ausgesprochen hat,
      + Und den Wikipedia-Link tragen wir nach.

      Aber jetzt erst mal her mit weiteren Hinweisen. In welchen Schulen, Betrieben, öffentlichen Einrichtungen, Sporthallen, etc, gibt es Defis – und zwar wo ganz genau?

      Nachtrag (danke für die Hinweise):
      + Turnerschaft TS 79 im Langemarckweg, im Hauptgebäude rechts
      + Albertus-Magnus-Gymnasium in Bensberg in der Eingangshalle
      + Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, im Foyer neben der Hausmeisterloge gegenüber dem Lehrerzimmer
      + Gymnasium Herkenrath
      + Krüger
      + Rheinberg-Galerie, an der Infotheke
      + Kreishaus Gronau, im Foyer
      Kreishaus “Am Rübezahlwald”, im Foyer

    9. Jörg Schmitter

      In der Facebookgruppe wurde es ja schon von anderen erläutert, aber auch ich will hier noch einmal klarstellen, dass diese Defibrilatoren tatsächlich sehr sicher sind. Wir hatten im NCG ein kurze Einführung von 10 Minuten, die ein Kollege durchgeführt hat, der als Rettungssanitäter tätig war. Diese Einführung ist hilfreich, aber nicht notwendig, denn eine Computerstimme aus dem Gerät erklärt jeden Schritt genau und wenn man nicht entsprechend reagiert, erkennt das Gerät dies auch und erläutert alles noch einmal. Hat man die Elektroden angelegt, ist der Defibrilator auch in der Lage zu erkennen, ob überhaupt ein lebensbedrohliches Kammerflimmern vorliegt oder nicht. In ersten Fall bekommt man deutlich mitgeteilt, dass das Ausllösen des Elektroschocks unterbleiben kann/muss. Wahrscheinlich ist es am Ende wie bei jeder Situation, in der Erste Hilfe nötig ist. Man muss den ersten Schritt tun und den inneren Schweinehund überwinden. Ich jedenfalls fühle mich in dieser Hinsicht in meiner Schule sicherer als an vielen anderen Orten.

    10. Wirrkopf

      Habe gerade im Beitrag bei facebook gelesen und den Link zu Wikipedia gefunden, wo die Funktion erklärt wird. Diesen Link zu Wiki sollte man vielleicht hier im Beitrag noch ergänzen. Dann kommen solche Fragen und Bedenken wie meine nicht mehr. ;)

    11. Wirrkopf

      Hmmm… ich überlege gerade, ob man als Ersthelfer in der lage ist, ein Herzflimmern zu diagnostizieren. Sollte ich vielleicht noch mal einen Erste-Hilfe-Kurs belegen? Ich meine, einmal vernommen zu haben, dass z.B. Herzmassage bei Herzflimmern nicht das Gelbe vom Ei ist. Und dann mit dem Defilli… dingsbums?

    Bitte tragen Sie das Ergebnis ein, dann lassen wir Sie rein. *

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