Ungefähr 1280 t Gewicht, 240 m Höhe und 220 m Länge und eine Schaufelleistung von 240.000 m³/ Tag , das entspricht etwa dem Volumen eines 50 m Schwimmbeckens in 15 Minuten. Steht man als Mensch vor einem der Schaufelradbagger in einem Tagebau, dann bleibt auch als Kritiker des Braunkohlentagebaus nichts anderes übrig, als staunend in die Höhe zu schauen und den Koloss aus Stahl zu bewundern.
Aber schon der Blick zur Seite offenbart neben den zahlreichen Gerätschaften zum Abtransport der kostbaren Kohle auch die Mondlandschaft, die das Gerät hinterlässt.
Die negativen Folgen des Bergbaus für Mensch und Umwelt sind auch in Nordrhein-Westfalen offensichtlich. Der Braunkohlenbergbau im Rheinland zerstört nicht nur wertvolle alte Landschaften und raubt Menschen ihre Heimat, sondern er verursacht auch sogenannte Bergschäden an Gebäuden.
Die Schäden sind dabei keineswegs auf die unmittelbare Tagebauumgebung beschränkt, sondern treten in der gesamten Region auf – bis nach Aachen, Köln, an den Rand der Eifel und an den Niederrhein. Daher ist davon auszugehen, dass über die bekannten Schadensfälle hinaus hunderte, wenn nicht tausende Gebäude durch den Braunkohlenbergbau in Mitleidenschaft gezogen werden, ohne dass die Betroffenen dies damit in Verbindung bringen.
RWE ist nach dem Bundesberggesetz zwar verpflichtet, für die Beseitigung der Schäden aufzukommen, doch die Praxis sieht anders aus: Betroffene führen einen zermürbenden Kampf mit dem Konzern um die Anerkennung als Bergschäden.
Lernen Sie dieses Phänomen zwischen technischem Wunderwerk und Ausbeutung von Mensch und Natur aus nächster Nähe kennen, bei einer Tagesexkursion der Grünen am 8. Oktober
Veranstaltungsablauf
12:00 Uhr Bustreffpunkt Bergisch Gladbach Busbahnhof
Anreise zum Tagebau erfolgt mit einem Reisebus
12:15 Uhr Bustreffpunkt Bensberg Busbahnhof
Im Bus: Filmvorführung
„Wer anderen eine Grube gräbt …“
D 2008, 30 min Film von Holger Lauinger und Daniel Kunle (Im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)
13:30 Uhr Vortrag im Besucherzentrum von RWE
Jörg Kerlen
RWE Power AG, Leiter Regionale Kontakte/Energiepolitik
14:00 Uhr Busexkursion durch den Tagebau mit einzelnen Ausstiegspunkten
16:30 Uhr Informationsvortrag zum Thema Bergschäden
Dipl.-Ing. Peter Immekus
Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V.
ca. 17:30 Uhr Rückreise
ca. 18:30 Uhr Ankunft in Bensberg
ca. 18:45 Uhr Ankunft in Bergisch Gladbach
Anmeldung (es sind nur begrenzt Plätze vorhanden): robert.schallehn@gruene-gl.de
Teilnahme ist kostenlos



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