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2 Kommentare zu “Presseschau 25.1.2013”

  1. Dingenskirchen

    “Der zuständige Verwaltungsmitarbeiter und Stadtbaurat Stefan Schmickler vertraten eine entgegengesetzte Position: ‘Laternenmasten mit LED-Leuchten zu bestücken, wäre nach heutigem Technikstand nicht vorteilhaft’.”

    Was eine für den damaligen Stand der Technik absolut zutreffende Aussage ist.

    Im Übrigen sollten die Superhirne noch einmal zum Taschenrechner greifen:
    “der Einsatz von LED-Technik soll die Energiekosten von 800.000 auf 500.000 Euro pro Jahr senken, die Wartungskosten sollen sich durch die Investition in Höhe von 10,5 Millionen Euro um 200.000 Euro pro Jahr reduzieren.”

    Investitionen: 10.500.000 €
    jährliche Einsparungen: 500.000 €
    Man hat die Investitionen also nach 21 Jahren schon wieder draussen! Genial!

    Wäre es eventuell sinnvoller, bei Leuchten, die ohnehin ersetzt werden müssen, aktuelle Technik, sprich: LED, einzusetzen, und bei allen anderen zunächst gar nichts zu tun? Die Technik ist zwar nicht mehr ganz, aber noch ziemlich am Anfang und wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich weiterentwickeln. Die Leuchten werden immer besser, immer günstiger und auch die Lebensdauer entwickelt sich positiv.

  2. Schlade

    Schön, dass jetzt auch der Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung ein Licht aufgeht! Vor drei Jahren noch gab es laut Protokoll des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr vom 14.01.2010 ein flammendes Plädoyer der Stadtverwaltung für Natrium-Hochdruck-Leuchten.

    Mehrere sachkundige Bürger und Ausschussmitglieder brachten schon damals die LED-Technik ins Spiel. Ein CDU-Politiker äußerte sich kritisch darüber, “sich jetzt gegen eine LED Technik zu entscheiden, obwohl diese die Zukunft der Beleuchtung sei und man sich mit dem Projekt für die nächsten 35 Jahre festlegen würde.”

    Der zuständige Verwaltungsmitarbeiter und Stadtbaurat Stefan Schmickler vertraten eine entgegengesetzte Position: “Laternenmasten mit LED-Leuchten zu bestücken, wäre nach heutigem Technikstand nicht vorteilhaft”.

    Hätte die Stadt das Geld gehabt, so wäre vermutlich noch vor zwei, drei Jahren in großem Stil in eine Technik von gestern investiert worden – und das in der Luxusversion, mit Steuerungsnetz, individueller Dimmbarkeit und automatischer Info über defekte Leuchtköpfe.

    Fragt sich, ob man 2010 nicht längst hätte den raschen Fortschritt der LED-Technik vorhersehen können. Ein möglicher Grund für das Beharrungsvermögen: Noch 2009 hatte Bergisch Gladbach mit dem Natrium-Hochdruck-Luxusleuchten-Konzept beim Bundeswettbewerb “Energieeffiziente Stadtbeleuchtung” einen respektablen zweiten Platz erzielt. Vielleicht hat man gerade wegen dieser Belobigung ein wenig den Blick für die Fortschritte in der Lichttechnik verloren.

    Ob in der Diskussion der Aspekt “Lichtverschmutzung” jemals eine Rolle gespielt hat? Gefördert durch das Umweltbundesamt aus Mitteln des Bundesumweltministeriums hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) von Juli 2008 bis Februar 2011 ein Projekt zur Modernisierung und Sanierung der Stadtbeleuchtung durchgeführt (unter dem Stichwort “Stadtbeleuchtung” auf den Internetseiten des NABU umfassend dokumentiert). Das Projekt zeigt, dass Lichtplanung viel mehr sein kann als eine schlichte Straßenbeleuchtung. Licht kann städtische Highlights in Szene setzen (vgl. Leuchtendes Rheinpanorama in Köln) sollte aber auch unter dem Aspekten Lichtverschwendung und ökologischer Verträglichkeit geplant werden. Auch hier gilt: Weniger ist mehr!

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