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Wir engagieren uns für das Naherholungsgebiet rund um die Diepeschrather Mühle - und gegen den geplanten Kletterpark.

14 Kommentare zu “Kundgebung gegen den Kletterpark – für den Naturschutz”

  1. Thomas

    Das alles klingt von beiden Seiten doch sehr über- bzw.untertrieben. Der Teufel liegt im Detail. Der Lern, der von den Bäumen in großer Höhe ausgeht, verbreitet sich bis zu 10 km Entfernung. Die Geräusche von Seilrutscgeb sind sehr laut, wenn einfache Seilegenutzt werden. Mittlerweile gibt es aber auch sehr gute leise Seile! Aus Kostengründen werden oft noch einfache Karabiner genutzt. Hier passieren in jeder Saison sehr schwere Unfälle. Sichere sogenannte kommunizierende Karabiner gibt es mittlerweile als Standard. Hier sollte der Betreiber verpflichtet werden das beste Material einzusetzen. Toiletten ohne Strom kann man sich auch kaum vorstellen. Ein InvestitionProjekt wegen der minimalen StraßenAbnutzung zu bekämpfen ist im Egoismus muss kaum zu übertreffen. Die oben eingestellten Zeichnungen sind eine polemische Übertreibung, die die Gegner in ein sehr emotional geladenes Bild stellen. Statt gegen das Projekt sollten die Gegner die Probleme konkret benennen. Wenn es Park- Probleme geben sollte, kann man Anwohnerparkens einführen. Wenn es Lärn-Probleme geben sollte, kann man Betriebsstillstand-Zeiten verlangen. Wenn es Verkehrsbelastungs-Probleme Geben sollte, dann kann man die Straße für den Verkehr teilweise sperren. Hört auf alles und jedes zu bekämpfen sondern packt die Probleme an.

  2. Björn

    Ich bin auch für den Schutz der Natur aber finde einen Kletterwald im Diepeschrather Wald unkritisch, da dort die Infrastruktur vorhanden ist. Der Kletterwald wird das vorhandene Angebot gut ergänzen. Aber das Projekt Baumhotels in Odenthal im Hochseilgarten K1, welches vom Kölner Stadt-Anzeiger ständig beworben wird, finde ich sehr kritisch. Da sollen bis zu 6 Menschen pro Baum übernachten können. Was für eine Last für die Bäume. Wie soll man diese Anlage über Nacht kontrollieren?

    Hier ein Link dazu:
    http://www.ksta.de/campus/ausstellung-fh-koeln-uebernachten-in-der-natur,15189650,22043748.html

    Ist schon komisch, dass die Zeitung den geplanten Kletterwald in Bergisch Gladbach als kritisch bezeichnet, obwohl bekannt ist, dass die Inhaberin der Zeitung selber einen Kletterwald in Odenthal betreibt und jetzt sogar Hotels plant, die in den Bäumen installiert werden sollen.
    Wo bleiben hier die Naturschützer oder wird darüber nicht berichtet?
    Desweitern wurde nicht in deren Zeitung berichtet, dass über 1000 Unterschriften gegen den Kletterwald in Odenthal gesammelt wurden und große Demos stattgefunden haben.
    Knapp ein Zehntel der Bevölkerung in Odenthal war gegen den Kletterwald aber er wurde trotzdem realisiert.

    Hier ein Link dazu von einer Seite, die die Bürger aus Odenthal selbst erstellt haben:
    http://www.unser-odenthal.de/?tag=dorfgemeinschaft-eikamp-ev

    Ich habe den Eindruck, dass die Zeitungsinhaberin versucht Attraktionen nach Odenthal zu holen und deren Proteste zu verschweigen und bei uns den geplanten Kletterwald schlecht zu reden und Proteste der Bürger in den Focus zu stellen. Die Zeitung ist unglaubwürdig und ich dachte immer, die müssen neutral sein?

    Warum übt die Zeitung Druck gegen unsere Verwaltung aus und hat nicht die Bürgerinteressen in Odenthal verfolgt!

    Björn

  3. Anwohner Diepeschrath

    die Kommentare lesen sich ja alle ganz nett. Zum einen wird auf daauf verwiesen, dass nicht alle Anwohner dagegen sind : “die Gegner des Vorhabens sind nicht gegen Kletterparks per se. ” um doch im letzten Satz zu erwähnenö, dass der Kletterpark (Der Kletterwald sollte auf keinen Fall genehmigt werden) nicht genehmigt werden soll. Was soll der der geneigte Leser denn nun glauben? Also ja nee jetzt oder nee nee halt. komisch. Weiter oben hat noch ein eifriger Schreiber dagestellt dass: “Über kurz oder lang heißt es dann doch wieder, es wird ein weiterer Mc Doof gebaut oder andere Gastronomie.”. Nun gut wer Sport macht und sich zwischen Bäumenlang hangelt der wird doch wohl zum nach fleißigen besteigen der Flora sich etwas stärken dürfen, selbstredend natürlich Fastfood. Es sollte dann natürlich darauf geachtet werden das ebenjenes grauenergendes Schnellrestaurant auf der Gladbacher Seite steht… wg. der Gewerbesteuer.
    Das die schöne neue Straße die von den Anwohnern bezahlt wurden ist wird anschließend “von den Touris” zerfahren. Nun gut, wenn ich als Anwohner die Straße mitzahlen muss, dann möchte ich natürlich auch, dass nicht jeder da lang fährt. Bei geschätzten (?) 18000 Menschen die den Park evtl. im Jahr besuchen -wären dass bei einer geschätzten Öffnungszeit von 9 monate (?) 270 Tage. 66 Besuche pro Tag, dann rechnen wir noch Schlechtwetter ab und so weiter so fort . In diesem Sinne könnte ja eine Maut für Diepeschrath erhoben werden…

    wie sollen denn die lieben Kleinen ihren Spielplatz weiterhin unbesorgt nutzen können, wenn über ihnen und um sie herum so ein Tohuwabohu herrscht? Meiner einer hat auch 2 liebe Kleine , die sich über den Diepeschrather Spielplatz freuen und dort auch Ihre ersten Klettererfahrungen gemacht haben . Ich bin mir sicher, dass sich die lieben Kleinen über die Hinterlassenschaften an einem Sommerwochenende mehr fürchten müssen, als über eine rauschende Seilbahn …

    Eine Demo anzusetzten ist sicherlich richtig, und hat sicherlich auch seinen Mehrwert. 70 Personen finde ich persönlich dann doch überschaubar, aber mein Gott Montagnachmittag ist doch ein guter Termin, da haben bestimmt viele Menschen auch Zeit und müssen nicht arbeiten oder ähnliches.

    So viel Spass beim disktuieren und mal schauen wo die Reise hingeht

  4. Ulrich Eschbach

    Hallo Michael, hallo Oli,

    noch einmal: die Gegner des Vorhabens sind nicht gegen Kletterparks per se. Diese haben viele Vorteile, die unbestritten sind. Die Standortfrage ist beim Diepeschrather Vorhaben das Entscheidende – Kletterwälder andernorts, z.B. in Frankreich kann und möchte ich nicht beurteilen. Ein Kletterwald ist hier in Diepeschrath am falschen Ort.

    Ich denke der Vergleich zum Phantasialand soll lediglich zum Ausdruck bringen, dass ein Naherholungsgebiet als Objekt des gewerblichen Tourismus herhalten soll – Parallele zum Phantasisaland ist durchaus die Tatsache, dass auch dort Alternativen für Ausbaupläne, denen nun weitere 16 ha Wald zum Opfer fallen werden, ebenfalls nicht ausreichend geprüft wurden.

    Der Bebauungsplan ist in der Tat 30 Jahre alt – die Kölner Brücken, die „von unseren Vätern“ erbaut wurden, sind inzwischen auch marode. Auch dort muss etwas getan werden. Vor 30 Jahren gab es auch keine FFH-Schutzgebiete und die umliegenden Naturschutzgebiete existierten auch noch nicht. Deshalb muss man nach drei Jahrzehnten Sachverhalte auch einmal neu beurteilen.

    Der Erfolg einer Bürgerinitiative ist zum Glück nicht nur von der Zahl der Unterschriften abhängig. Ich kenne z.B. eine Bürgerinitiative aus Starnberg, die mit 170 Unterschriften ein durchaus vergleichbares Projekt mit ähnlich schlechten Verkehrsbedingungen verhindern konnte. Abgesehen davon sind 70 – 100 Teilnehmer bei Schnee und Eis m.E. eine respektable Beteiligung an einer Demo.

    Ich vertrete nach wie vor die Auffassung, dass 18.000 Besucher eine eher konservative Schätzung darstellen. Die Mehrzahl der Betreiber – inbesondere im großstädtischen Einzugsbereich warten hier mit deutlich höheren Zahlen auf: ein Betreiber mit drei Kletterparks im Ruhrgebiet beispielsweise mit über 30.000 Besuchern pro Park. Da ist also noch viel Luft (oder Autoverkehr) nach oben !!! http://www.tree2tree.de/de/presse/159-boom-der-hochseilgaerten-branche-waechst-weiter.html

    Das Parken ist sicherlich ein Problem, aber noch gravierender ist der Verkehr auf dem Weg hin zu den Parkplätzen. An „guten Tagen“ ist der Diepeschrather Weg bereits heute eine verkehrstechnische Katastrophe. Wie soll das erst mit in der Spitze weiteren 170 Besuchern pro Tag werden? Ich mag es mir nicht vorstellen.

    Der Kletterwald sollte auf keinen Fall genehmigt werden. Er dient nicht vorrangig dem Freizeitangebot für Bergisch Gladbach sondern soll Besucher aus dem weiteren Umland anlocken. Dafür ist Diepeschrath die falsche Lokalität !!!

  5. Michael

    Hier das Wichtigste zur Demo:

    1. Es wurde protestiert gegen ein Phantasialand in Hand
    –> Phantasialand hat über 2 Millionen Besucher, der Kletterwald rechnet mit ca. 18.000 Besuchern
    –> Phantasialand ist ein Freizeitpark mit Achterbahnen usw., der Kletterwald ist eine Sportart, ohne CO2 und Strom

    2. Es wurde gegen den Bebauungsplan demonstriert, der vor 30 Jahren aufgestellt wurde.
    –>Der Bebauungsplan wurde von unseren Vätern aufgestellt, um die Freizeitanlage zu schützen und um solche Anlagen wie den Kletterpark genau dort zu errichten.

    3. Die Naturschützer haben 500 Unterschriften gegen das Projekt KIetterwald Bergisch Gladbach gesammelt.
    –> In Odenthal wurden über 1000 Unterschriften bei gerade einmal 15.000 Einwohnern gesammelt. Bei deren Demo kamen über 70 Leute.

    4. Die Naturschützer sprechen von 80.000 Besuchern damit eine Wirtschaftlichkeit gewährleistet wird.
    –> Die Wirtschaftlichkeit ist Sache des Investors und wurde nach meiner Kenntnis von der Stadt geprüft. Die geplante Gästeanzahl von 18.000 ist realistisch, da die Konkurrenzsituation nicht mehr zulässt. Nach meinen Recherchen ist das eine realistische Zahl
    Hier ein Link dazu:
    http://www.muehlacker-news.de/muehlacker_artikel,-Tag-und-Nacht-in-den-Wipfeln-10000-Besucher-im-Kletterwald-_arid,382366.html

    5. Der Verein fürchtet ein wildes Parken im Stadtteil Hand.
    –> Die Kletterer werden wohl kaum wild im Stadtteil Hand parken, da auf die Gasterrasse ca. 200 Autos passen und nur 38 für den Kletterpark geplant sind.

    Ich hoffe die Infos haben einigen Interessierten weiter geholfen!

    Der Kletterpark sollte errichtet werden, um das Freizeitangebot in Bergisch Gladbach zu erweitern!

    Michael

  6. Oli

    Hallo Leute,

    Die Bedenken kann ich nachvollziehen sind aber unbegründet.

    Es gibt Kletterparks seit über 25 Jahre in Frankreich und die Bäume stehen alle noch.

    Der Kletterpark ist eine Sportart wie jede andere und wird hier völlig überbewertet und mit einem Freizeitpark verglichen.

    Die Mehrheit ist doch für einen Kletterpark laut Kölner Stadt-Anzeiger über 70 Prozent.

    Ich denke eher das nur die direkten Anwohner nicht wollen das der Kletterpark entsteht.

    Meine Familie freut sich auf jedenfall, da wir oft in Frankreich klettern waren und begeistert sind.

    Endlich macht die Stadt was für die Freizeit der Einwohner und nicht nur Gewerbegebiete usw. .

    Grüße
    Oli

  7. Manuela Bodengesser

    Nachtrag:

    Vom ganzen Lärm und dem hohen Verkehrsaufkommen ganz zu schweigen, finde ich es unmöglich, dass man die Anwohner der Breslauer Str. zum wiederholten Male für den neuen Strassenbelag bezahlen lässt und die Strasse dann von den Kletterpark-Touris wieder schön zerfahren wird !

    Gruß

    M. Bodengesser

  8. Manuela Bodengesser

    Ich kann leider nicht an der Demo teilnehmen, da ich aus Gründen der Schwangerschaftskomplikationen wochenlang liegen muss aber ein paar kleine Anmerkungen möchte ich hier kurz hinterlassen:

    1. Es wurde von Anfang an gesagt, es würde keine zusätzliche Gastronomie für den Kletterpark benötigt – das ist lachhaft, denn die Preise in der Diepeschrather Mühle sowie deren Essensangebot entsprechen keinesfalls der Vorstellungen von Familien mit Kindern und im übrigen kann wohl kaum eine alte Grillhütte, die man erst Mieten muss, den Anforderungen eines so großen Planungsvorhabens gerecht werden. Über kurz oder lang heißt es dann doch wieder, es wird ein weiterer Mc Doof gebaut oder andere Gastronomie.

    2. Die sogenannte Gasleitung hinter den Wohnhäusern der Breslauer Str. War jahrzehntelang gefürchtet und Tabu für irgendwelche Bauvorhaben. Nun sollen darauf massenhaft Autos und Busse parken? Vom ganzen Müll und anderen Hinter(n)lassenschaften mal ganz abgesehen.

    3. Die Hinteren Gartengrundstücke der Wohnhäuser der Breslauer Str. Waren als Bauland immer verboten (auch wegen der Gasleitung) aber dahinter darf es dann jetzt so richtig losgehen? Es war ja schon nicht nachvollziehbar, dass plötzlich das Neubaugebiet da hinten erlaubt wurde.

    4. Wie wollen die denn den Kletterpark in den Wald integrieren ohne massenhaft Bäume zu beschädigen und wie wollen sie ein große Kyrill-Schneise mit einbinden? Da kommen doch dann massenhaft Pfähle hin, das kann einem doch keiner erzählen.

    5. wie sollen denn die lieben Kleinen ihren Spielplatz weiterhin unbesorgt nutzen können, wenn über ihnen und um sie herum so ein Tohuwabohu herrscht?

    Viel Erfolg bei der Demo – nur schade, dass solche Dinge meist eh schon beschlossene Sache sind, bevor der Bürger, der dort direkt wohnt es mitbekommt…immer dasselbe.

    Gruß

    M. Bodengesser

  9. Jochen Albert

    Ich kann ja die Menschen verstehen die wg. des zukünftigen (?) Kletterwaldes in Diepeschrath Ihre bedenken haben , sei es wegen der Lautstärke , sei es wg. dem zu erwartenden Verkehr. Auch ich selber wohne in der Nähe des Diepeschrather Waldes und ja ich denke es könnte zusätzlich Verkehr durch “meine Straße ” geben.
    Das bei guten Wetter die Parksituation schon heute doch sehr schwierig ist. Leute parken wortwörtlich mitten im Wald oder machen einen eigenen Parkstreifen auf. Zum einen lassen sich die Wildparker doch relativ einfach begrenzen – an den Stellen wo Autos parken können – stehen dann halt Baumklötze oder einfach ganz banal Absperrpfosten, dann müssen die Menschen halt laufen. Desweiteren gibt es ja immer noch die Möglichkeit Halteverbotschilder aufzustellen und Knollen zu verteilen.
    Der Parkplatz der heutzutage ausgeschildert ist muss großräumiger ausgeschildert werden. Zu – und Abfahrt über die Heinrichstrünker Straße – auf einer Seite wird der Parkplatz dicht gemacht – so dass alles nur an einer Seite raus kann. Menschen die in den Kletterpark wollen werden voaussichtlich gut zu Fuß sein. Gäste für das Restaurant haben immer noch die Möglichkeit die entsprechenden Parkplätze zu benutzen.
    Desweiteren sollte vom Investor die Zahlmit 18000 Gästen jährlich noch hinterfragt werden ….
    Mit freundlichen Grüßen, Jochen Albert

  10. Ulrich Eschbach

    Hallo Herr Völkel,

    ich trage auch gerne noch ein paar Fakten bei…

    Sehr wohl gibt es zahlreiche Schadensfälle an Bäumen in Kletterparks. Es gibt hierzu eindeutige Erhebungen, die eindrucksvoll die Auswirkungen der unnatürlichen Belastung der Tragbäume dokumentiert. Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass die Schäden für die Betreiber völlig unerwartet eintraten. Dies können Sie gerne einmal nachlesen unter http://www.marcwilde.de/fileadmin/marcwilde/Dokumente/06_Baeume_sind_das_Kapital_des_Kletterwaldes.pdf

    Die schwerwiegenden Bedenken, die der Bergische Naturschutzverein gegen das Projekt aufgeführt hat empfehle ich Ihnen ebenfalls als begleitende Lektüre: http://www.bergischer-naturschutzverein.de/pdf/RBN-Klettergarten-Diepeschrath.pdf
    Demgegenüber ist die von Ihnen angeführte artenschutzrechtliche Untersuchung denkbar ungeeignet, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für den Kletterwald auszustellen – oder denken Sie dass z.B. die Begutachtung eines Teils der Fauna in den Wintermonaten ernsthaft zu belastbaren Ergebnissen führt?

    Weiterhin wird sich noch heraustellen müssen, wie viele Besucher tatsächlich mit dem Fahrrad (oder gar zu Fuß?) anreisen würden – ich bin da eher skeptisch, was eine z.B. eine umweltfreundliche Inanspruchnahme des ÖPNV anbetrifft. Denn entgegen Ihrer Annahme ist das Vorhaben durchaus als Touristenmagnet konzipiert, dass auch Besucher aus der weiteren Umgebung anziehen soll. Allein Bergisch Gladbach wird wohl kaum auf Dauer die erforderlichen 18.000 Besucher pro Jahr beisteuern können.

    Die von Ihnen aufgezählten Vorteile eines Kletterparks wie Bewegungsanreiz für Kinder, Förderung von Teamgeist etc. kann ich bestätigen. Allerdings macht ein Kletterwald an dieser Stelle insbesondere auch aus verkehrstechnischer Sicht einfach keinen Sinn. Dies hat Herr Steinbüchel im vorangegangenen Post auch herausgearbeitet.

    Die von Ihnen aufgeführten Vorteile für die Stadt (Arbeitsplätze: das dürften überwiegend geringfügig Beschäftigte sein) bzw. das Grünflächenamt (eher ein Armutszeugnis für die Stadt, dass nur auf dem Wege des gewerblichen Tourismus eine Naherholungsanlage in einem akzeptablen Zustand gehalten werden kann) halte ich nicht für besonders stichhaltig.

    Mit freundlichen Grüßen

    U. Eschbach

  11. Christian Völkel

    Hallo,

    hier sind ein Paar Fakten:

    Vorteile Kletterwald:

    – Der Kletterwald ist für die Umwelt unproblematisch: Strom wird nicht benötigt, Bäume werden nicht beschädigt, Anreise mit dem Fahrrad oder zu Fuß wegen einer guten Erreichbarkeit möglich, lange Autoreisen bleiben erspart oder werden gekürzt. Somit wird CO2 eingespart.

    – Der Kletterwald ist keine touristische Attraktivität , sondern bietet den Einwohnern aller Altersklassen der Stadt Bergisch Gladbach eine weitere Möglichkeit die Freizeit aktiv und erholsam zu verbringen, wodurch die Wohnqualität gesteigert wird

    – Der Zusammenhalt, Teamgeist und Selbstbewusstsein der Kindern, Jugendlichen, Familien, Schulklassen und Gruppen werden durch das kooperative Handeln und das gemeinsame Klettererlebnis im Freien gestärkt

    – Der Mensch wird näher an die Natur gebracht

    – Steigender Stress auf dem Arbeitsplatz, eintönige Bürotätigkeiten, zu wenig Bewegung erhöhen die Gefahr an Burnout zu erkranken, was ein sehr wichtiges und aktuelles Thema auch im Arbeitsministerium ist. Der Kletterwald bietet die Möglichkeit nicht nur körperlich, sondern auch geistig zu trainieren, um den täglichen Stress entgegenzuwirken.

    – In der heutigen Zeit, wo viele Kinder den größten Teil ihrer Freizeit vor dem Computer oder Fernsehen verbringen, was zu wenig Bewegung und einem Aufenthalt in geschlossenen Gebäuden führt, schafft der Kletterwald einen idealen Ausgleich.

    – Das Bundesministerium für Gesundheit stellt fest: „15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig oder fettleibig.“ Durch die vermehrte körperliche Aktivität lässt sich der Trend zu Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen verringern oder sogar stoppen.

    – Es macht nicht nur viel Spaß, den Wald „von oben“ zu erleben, sondern trainiert auch Körper und Geist. Gefördert werden Mut, Ausdauer und Geschicklichkeit, was das Selbstvertrauen stärkt und eigene Grenzen aufzeigt.

    Vorteile für die Naherholungsanlage:

    – Entlastung des Grünflächenamtes bei der Pflege der Naherholungsanlage: Aufstellung von weiteren Mülleimern und ihre Entleerung, der Müll wird in der gesamten Naherholungsanlage gesammelt sowie auf den Parkplätzen

    – Die vorhandene Freizeitanlage bleibt weiterhin kostenlos und für jeden begehbar

    – Die Verkehrssicherheit wird durch die regelmäßigen TÜV-Abnahmen gewährleistet

    – Die Rettungswege werden im Gegensatz zu der heutigen Zeit frei bleiben, da das Personal des Kletterwaldes dafür sorgen wird.

    – Es werden feste Sanitäranlagen installiert, die auch von den Besuchern des Spielplatzes genutzt werden können, was einen hygienischen Zustand der Anlage deutlich verbessert

    – Durch die Nachbesserung der Parkplätze auf der Gastterrasse mit der Errichtung der senkrechten Parkplätze werden die Autos ordnungsgemäß geparkt, wodurch viel weniger Platz auf der Gastterrasse benötigt wird

    – Die Autos werden vom Aufsichtspersonal des Kletterwaldes auf die Gastterrasse gelenkt. Der Diepeschrather Weg wird somit frei zugänglich bleiben.

    – Schaffung von Arbeitsplätzen

    Was wurde für die Realisierung des Projektes durchgeführt:

    – Es wurde ein Lärmgutachten von einer renommierten Firma aus Köln durchgeführt, wo klar festgestellt wurde, dass keine Lärmbelästigung stattfindet

    – Eine artenschutzrechtliche Untersuchung hat stattgefunden, für die eine bekannte Spezialistin aus dem Raum Köln beauftragt wurde. Die Ergebnisse haben belegt, dass keine Bedenken vorhanden sind.

    – Es wurde ein Landschaftspflegerischer Begleit-plan aufgestellt. Der Plan sieht vor eine Ausgleichsmaßnahme zu schaffen. Es wird eine Neuanpflanzung durchgeführt mit einer anschließenden 30- jährigen Pflege. Das bedeutet, das neue Baume entstehen und somit die Natur und Umwelt gefördert wird. Die Kosten einer solchen Maßnahme betragen bis zu 20.000 € und werden vom Betreiber der Anlege finanziert.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Christian

  12. Wirrkopf

    Ein Stück weiter baut der Inhaber der Diepeschrather Mühle noch ein Hotel. Die Arbeiten dafür wurden schon begonnen. Gegenüber der Diepeschrather Mühle ist der Spielplatz und die Grillhütte, die im Sommer auch stark besucht werden. Auch die Reitanlage wird gut besucht und sorgt für PKW-Verkehr auf den schmalen Straßen. Mit einem zusätzlicher Kletterpark dürfte dann das Gefühl von “Wald” endgültig verlorengehen und mit der Ruhe dort wäre es vorbei. Für das, was dann dort an Autoverkehr durchrauscht, dürfte die Straße zu schmal sein.

    Ich bin auch dagegen, einen solchen Park dort zu bauen, kann aber leider nicht an der Demo teilnehmen.

  13. Helga

    Was sagen eigentlich die jüngeren Leute zu einem Plan “Kletterpark an der Diepeschrather Mühle”? (Wobei ich ausdrücklich nicht unterstellen möchte, dass nur Jugendliche klettern gehen!) Würden sie eine solche Freizeitgestaltung in ihrem Wohnort nicht begrüßen? Wo bleibt dann eine Gegendemo FÜR einen Kletterpark?

  14. Dirk Steinbüchel

    Gegen die geplante Kletteranlage in Diepeschrath hat die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen erhebliche Bedenken. Diese sehen wie folgt aus:

    1. Wir halten das erstellte Artenschutzgutachten für nicht ausreichend. In diesem wurde lediglich ein evtl. Fledermausbestand ernsthaft untersucht. Das Vorkommen von Vögeln, Amphibien und schützenswerten Pflanzen wurde nicht ernsthaft geprüft.

    2. Das Artenschutzgutachten hätte nach unserer Auffassung im dafür zuständigen Umweltausschuss beraten werden müssen.

    3. Durch den vorhandenen Spielplatz ist das Verkehrsaufkommen im Bereich Diepeschrather Weg bei gutem Wetter bereits heute sehr hoch. Durch falsches Parken ist der Diepeschrather Weg im Bereich des Spielplatzes oft nur einspurig zu befahren. Die seitens des Investors kalkulierten ca. 18.000 Kletterwaldbesucher pro Jahr, werden zu einer weiteren Verschärfung der Verkehrssituation führen.

    4. Der Planbereich ist umgeben von drei Naturschutzgebieten. Die geplanten Anlagen rücken näher an diese Naturschutzgebiete heran als der heutige Spielplatz. Hierdurch ist mit einer Störung der Naturschutzgebiete zu rechnen.

    5. Die Befestigungen des Seilparcours behindern die hierfür verwendeten Bäume in ihrem Wachstum.

    Vor dem Hintergrund der hier angeführten Bedenken, hat unsere Fraktion im Planungsausschuss vom 27.02.2013 den Antrag der SPD auf Änderung des Bebauungsplans (Nr.: 1411 Diepeschrath) ausdrücklich unterstützt.

    Dieser Änderungsantrag, der die Baugenehmigung für den Kletterwald hätte verhindern können, wurde jedoch mit den Stimmen von CDU, FDP und Freien Wählern abgelehnt.
    Immerhin wird das Thema im Beschwerdeausschuss am 14.März noch einmal sehr umfassend diskutiert.

    Dirk Steinbüchel
    Planungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

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