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Tomás M. Santillán lebt seit seinem ersten Lebensjahr in Bergisch Gladbach Refrath. Er ist lokaler Ansprechpartner für ATTAC, und Specher der Bürgerinitiative "Bürgerinnen und Bürger gegen TTIP - GL", die sich gegen die Freihandelabkommen TTIP & CETA engagiert. Bekannt wurde Tomás M. Santillán durch sein Engagement als Antragsteller des Bürgerentscheid gegen des Cross-Border-Leasing 2003 und seine Kandidaturen als Bürgermeister und für den Landtag NRW. Von 2009-2014 vertrat er DIE LINKE als Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Bergisch Gladbach. Seit 2015 ist er fraktionsloses Ratsmitglied für DIE LINKE. und umweltpolitischer Sprecher der LINKSFRAKTION im Landschaftverband Rheinland (LVR). Lokal ist er für die DIE LINKE Basisgruppe "Kommunalpolitik" Bergisch Gladbach aktiv und engagiert sich in unabhängigen Intiativen und lokalen Bürgerprojekten.

2 Kommentare zu “Stadt weist Brandopfer aus Notunterkünften”

  1. Tomas Santillan

    Das Verhalten des Eigentümers der Schloßstr. 16 steht auf einem anderen Blatt, über das man durchaus reden sollte, doch uns geht zunächst um die 35 Menschen, die von dem Brand betroffen sind. Sie sprechen von “sozial schwach”, meinen aber sicherlich wirtschaftlich schwach, denn die Menschen, die ich aus dem Haus kennengelernt haben, sind keineswegs “sozial schwach”, sondern sie verhalten sich untereinander sehr solidarisch und helfen sich gegenseitiig. Tatsächlich wurde ein Teil der Mieten in der Schloßstr. 16 von Jobcenter und Sozialamt getragen. Ob dies 90% waren, kann ich ihnen nicht sagen, aber wir sind uns doch sicher einige darin, dass man diese Menschen nicht einfach in die Obdachlosigkeit schicken kann, denn sie haben diese Situation, die durch den Brand entstanden ist, nicht selbt verursacht. Allein unsere humanistische und christliche Moral fordert uns auf, zu helfen.
    Ich arbeite auch für meinen Lebensunterhalt und ich kann gut verstehen, dass so mancher sich ungerecht behandelt fühlt, doch finde ich es unangemessen den betroffenen Menschen aus der Schloßstr. 16 zu unterstellen, sie würden sich täglich im Forumpark besaufen und sich nicht um ihre Lage kümmern. Es mag sein, dass der eine oder andere sich in seiner Not in Alkohol flüchtet und wir sind uns sicher darin einig, dass dies nicht de richtige Weg sein kann, doch muss ich diese Pauschalisierung zurückweisen, denn das stimmt einfach nicht.
    Ich kann nicht beurteilen, inwieweit die Menschen aus der Schloßstr. 16 für ihr “Schicksal selbst verantwortlich sind”. Die Menschen, die ich dort kennengelernt haben (nicht nur zwei), haben so unterschiedliche Lebenswege hinter sich, dass ich auch nicht darüber urteilen will, wie es zu ihrer jetzigen Lage gekommen ist. Krankheit, persönliche Rückschläge, Ungerechtigkeit, Angriffe, Gewalt, … Ich sehe zuerst den Menschen und seine Not und breche nicht den Stab über sie, sondern will helfen.
    Sie wissen sicher, dass es nicht einfach ist eine auskömmliche Arbeit zu finden. Solange es immer noch mehr arbeitssuchende Menschen gibt als offene Stellen, zieht ihre Kritik nicht. Denn wie bei der “Reise nach Jerusalem” bleiben in der jetzigen Situation am Arbeitsmarkt leider immer Menschen am Rande stehen, die niemand haben will. So ist es dann auch bei der Wohnungssuche. Da dürfen wir als Soildargemeinschaft nicht einfach zuschauen, sondern müssen helfen, soweit wir können. So benötigen wir mindestens genug bezahlbaren Wohnraum, in denen Menschen mit geringen Einkommen leben können. Hier geschieht zu wenig und auch mit dem Geld, was die Stadt für eine Wohnung bezahlt, kann man kaum eine Wohnung finden.
    Übrigens geht einer von den zweien in unserem Brief angesprochenen Personen einer täglichen Arbeit nach und auch die andere Person nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Wie sie selbst gut wissen, ist das nicht so einfach. Manchen fällt es leicher und manchen eben schwerer. Hier gilt: “Die Starken müssen den Schwachen helfen!”.

  2. Andes

    Ich finde es nicht besonders gut, das Sie Herr Tomás M. Santillán die Stadt und die Verwaltung so unter Druck setzen. Man sollte vieleicht auch darüber nachdenken warum diese Personen in der Schlossstraße gewohnt haben. Der Eigentümer ist nach meinen Informationen nur darauf bedacht Mieten zu kassieren. Die werden zu 90 Prozent von den Steuerzahlern bezahlt. ( Die Stadt übernimmt die Mieten da es sich hierbei um Sozial Schwache handelt ) Wenn die Stadt Notunterkünfte bereit stellt sollten gerade diese Leute es akzeptieren.
    Ich arbeite jeden Tag dafür, meine Familie über Wasser zu halten. Das heißt- ich gehe nicht jeden Tag in den Forumpark und trinke meine 5, 6, 7 0der wer weiß wieviel Bier. Ich arbeite dafür das es uns gut geht!!!
    ich möchte es nicht schlecht reden, aber ich denke das ich hier das ausspreche was viele Bergisch Gladbacher denken. man muß auch an sich selber arbeiten und nicht nur hoffen das man immer Hilfe bekommt. Die Politik die Sie damit betreiben ist nicht das was wir haben wollen. Nicht jeder der in der Schlossstraße gewohnt hat ist für sein Schiksal verantwortlich aber leider die Mehrheit. Deshalb sollten gerade diese, das annehmen was die Stadt Bergisch Gladbach zur Verfügung stellt.
    Politik kann man auch anders machen. Denken Sie daran!!
    Liebe Grüße ein gebürtiger Bergisch Gladbacher

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