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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

3 Kommentare zu “Bergisch Gladbachs Einwohnerzahl steht in den Sternen”

  1. kwuelliwamm

    Die kommunalen Einwohnerregister haben nun mal immer “Karteileichen”, weil sich nicht alle Menschen in der Kommune abmelden. Dazu kommt noch, dass sich einige Menschen auch nicht anmelden. Das ganze wird noch komplizierter durch Hauptwohn- und Nebenwohnsitze. Von daher kann ein kommunales Einwohnerregister nie fehlerfei sein.
    Folglich sind die Angaben der Statistischen Landesämter auch nie fehlerfrei.

    Ein halbwegs fehlefreies Register wäre evtl. ein bundesweites Zentralregister. Allerdings wäre dies vermutlich auch nicht ganz fehlerfrei, weil die Bewegungen von und ins Ausland auch nicht immer ganz korrekt zu erfassen sind. Außerdem ist das politisch überhaupt nicht mehrheitsfähig.

    Zwar ist der Zensus 2011 eine Schätzung, aber nach SpiegelOnline (Stellungnahme des Statistischen Bundesamtes) scheinen selbst Vollzählungen nicht bessere Fehlerwerte als der beim Zenus 2011 angestrebte zu haben und Vergleiche mit der Qualität von Zensusergebnissen anderer Staaten (Kanada, UK) zeigen dort z.T. deutlich höhere Fehlerwerte.
    Daher ist es fraglich, ob eine Vollzählung (statt Schätzung) tatsächlich mehr gebracht hätte (außer dass sie deutlich teurer gewesen wäre).

  2. Ernst-Otto Sommerer

    Ohne Kenntnis der Hintergründe in Bergisch-Gladbach, aber als ehemaliger Leiter des Stat. Amtes einer großen Stadt in NRW, eingebunden in die Zählung, aber jetzt im Ruhestand. Die Meldeämter “verwalten” die Einwohner, d. h. nehmen An- und Anmeldungen an, verzeichnen Geburten und Todesfälle. Das können sie nur, wenn der Bürger sich i. a. R. meldet. Manches Mal gibt es amtl. Abmeldungen, wenn bspw. jemand ohne Abmeldung “verschwunden” ist (z. B. ins Ausland). Alle diese Bevölkerungsbewegungen werden dem Stat. Landesamt mitgeteilt, aber nicht alle können dort (zeitnah) verarbeitet werden. Auch stellen sich in den kommunalen Einwohnermeldeämtern durchaus auch Fehler ein – menschlich, nur die Maschinen können die in der Statistik nicht mehr korrigieren . . . Manche Bürger sind auch doppelt gemeldet – warum auch immer.

    Ein Abzug aus dem Einwohnermelderegister ist deshalb immer nur annähernd richtig, eine Zählung auch nur, weil sich dort andere Fehler einschleichen können. Und vergleichen darf man das eine mit dem anderen nicht (auf der Ebene der einzelnen Datensätze), weil das BVerfGE 1983 es ausdrücklich verboten hat, statistische Daten an die Register rückzuübermitteln – aus gutem Grund!

    Die jetzige Zählung hat auf der Basis der Einwohnerregisterangaben eine Anzahl von Adressen in den einzelnen Städten überprüft, ob diese mit den Meldungen zum Stichtag übereinstimmen. Abweichungen wurden dann hochgerechnet und damit Zahl des Einwohnerregisters korrigiert. Diese Art von Stichprobe und ihre Verwertung war neu und es war festgelegt worden, dass es (jetzt wird es fachstatistisch) “nur zu einer Abweichung von +/- 0,5 % von der Grundgesamtheit kommen dürfe, bei einer Wahrscheinlichkeit von 95 %”. Offensichtlich sind die ex-post ermittelten Abweichungen in sehr vielen Fällen höher.

    Da auch mir bekannte leitende Mitarbeiter von Stat. Landesämtern die Stichprobenmethode weder verstehen, noch erst recht nicht erklären können, darf man gespannt sein, wie sich die Verwaltungsgerichte aus der Affäre ziehen werden.

    Ich hoffe, aus dieser kurzen Zusammenfassung wird klar, dass nicht die Meldeämter eine belastbare Statistik führen (können). Diese haben andere Aufgaben. Es ist die amtliche Statistik (Bund und Länder), die hier verantwortlich sind. Alles andere wäre allein schon wegen der finanziellen Zuweisungen schon fatal.

  3. Engelbert M. Müller

    Mir ist nicht klar, wieso die Statistik der städtischen Meldeämter Fehler aufweisen (müssen). Vielleicht können zu dieser Frage ja einmal Vertreter unserer Verwaltung Stellung nehmen. Oder sonst jemand, der es wissen kann oder muss und diese Onlinezeitung liest.
    Engelbert Manfred Müller

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