Ein Kommentar zu “Gesucht: Nachhaltige Energieversorgung”

  1. Tomás M. Santillán

    Ich kann ihrem Beitrag zu 100% zustimmen!

    Bei der Entscheidung des Stadtrats über die Kriterien und die deren Bewertung habe ich für meine Fraktion (DIE LINKE./BfBB) beantragt, dass die Nachhaltigkeit ein deutlich höheres Gewicht bekommt. Doch leider stimmte lediglich meine Fraktion für diesen Vorschlag, während alle anderen Fraktionen und Ratsmitglieder von SPD, CDU, FDP, KID, FWG und auch von den GRÜNEN diesen Vorschlag nicht unterstützt haben.

    Dieses rächt sich nun, denn mit Speck fängt man Mäuse. Während einer der drei Anbieter über ca. 80% der Kunden beliefert, haben alle anderen Modelle von Stadtwerken heute noch 0 Kunden. Selbst für einen Strommarkt-Laien ist leicht nachzuvollziehen, wer von diesen Anbietern die höchsten Gewinne innerhalb der nächsten 5-10 Jahre versprechen kann.
    Bei einer Neugründung würde man mindestens 5 Jahre benötigen, um 30-40% der Verbraucher gewinnen zu können, um Grundversorger zu werden. Das Ziel ist aber realistisch. Und selbst dann wäre das alteingesessene Versorgungsunternehmen, noch mit 30-40% mit im Markt und würde die möglichen Gewinne der Stadtwerke noch in 10 Jahren deutlich schmälern. Hinzu kommt, das “neuen Stadtwerke ohne Kunden” sich neue Kunden nicht nur über Sympathie, sondern hauptsächlich über den Preis gewinnen und von dem alten Anbieter abwerben müssen. Auch das verringert den möglichen Gewinn.
    Der alte Anbieter macht sein Geschäft mit überteuerten und zu hohen Preise und kann deshalb auch so hohen Gewinnerwartungen aussprechen. Es war also schon vorher klar, welchen Anbieter die 70% Bewertung der “Wirtschaftlichkeit” begünstigt würden. Insofern ist der gesamte Kriterienkatalog sicher eine Hilfe bei der Entscheidung aber trotzdem sehr fragwürdig. Hinzu tritt, dass die Stadt Bergisch Gladbach bei einem der drei Angebot nur über eine Minderheitenbeteiligung verfügen würde.

    Tatsächlich aber würde ein stärkerer Wettbewerb um die Energiekunden dem Verbraucher mehr nutzen, denn dann würden die Bürgerinnen und Bürger für ihren eigenen Haushalt Kosten einsparen können, statt mit überteuerten Strom-, Gas- und Wasserpreisen, die Kasse des Stadtkämmerers und der Politiker aufzubessern. Außerdem könnte man ökologische und soziale Ziele in den Mittelpunkt stellen, ohne dabei auf eine vernünftige und solide Wirtschaftlichkeit der Stadtwerke zu verzichten.

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