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CDU will Refrather Flohmarkt zähmen

13 mal im Jahr ist der Parkplatz Steinbreche in Refrath ein Flohmarkt. Die meisten Besucher kommen mit dem Auto – und da der Parkplatz belegt ist, wird geparkt, wo Platz ist. Die Polizei ist nicht zuständig, das Ordnungsamt am Wochenende nicht sonderlich gut besetzt – und die Anwohner sind sauer.

Das war der Anlass für die CDU, einen Antrag an den zuständigen Ausschuss für Umwelt, Klima und Verkehr zu richten. Der Vorschlag von Fraktionschef Peter Mömkes und dem CDU-Sprecher im Verkehrsausschuss, Lennart Höring:

  • Flohmärkte auf öffentlichem Grund und Boden (wie an der Steinbreche) darf es nur noch in Verbindung mit Stadtteilfesten geben.
  • Flohmärkte auf Privatgrundstücken (wie bei Knauber in Bensberg, Obi in Paffrath und Hammer an der Mülheimer Straße) gibt es nur noch, wenn die Veranstalter ein schlüssiges Verkehrskonzept vorlegen.

Der Fraktionschef der Linken sieht bereits schwarz für alle Flohmärkte:

Inzwischen liegt eine Stellungnahme der Verwaltung vor, die das für keine gute Idee hält. Eine Koppelung der Flohmärkte zum Beispiel mit dem Kirschblütenfest in Refrath würde das Verkehrschaos nur vergrößern. Zudem könnte der Refrather Trödel nur noch ein oder zweimal im Jahr stattfinden, was für die Stadt Mindereinnahmen bedeuten würden – derzeit nimmt sie allein in Refrath 18.000 Euro ein.

Und was die Flohmärkte auf dem Geländer der Baumärkte angehe – da hat es nach Angaben der Verwaltung allenfalls bei den Obi-Veranstaltungen mal Beschwerden gegeben. Daher die klare Empfehlung der Beamten an den Ausschuss: ablehnen.

Inzwischen hat auch die CDU-Fraktion eingesehen, dass sie mit ihrem Antrag nicht durchkommt. So sei die Koppelung mit dem Kirschblütenfest tatsächlich nicht zu Ende gedacht worden, räumt Höring ein. Daher werde der Antrag nicht in der ursprünglichen Form in den Ausschuss eingebracht werden: „Wir wollen keinen Flohmarkt kaputt machen.“

Aber Höring bleibt dabei: eine Lösung für die Beschwerden der Anwohner in Refrath müsse gefunden werden. Welche, das ist offen.

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Foto: flickr/cvknet

Hinter diesem Pseudonym stecken die Administratoren des iGL-Bürgerportals. Wir wählen es immer dann, wenn wir keine persönlichen Beiträge posten. Getreu Kaczmareks Motto: Ich pass auf, dass hier alles rund läuft. Huusmeister, alles fess em Griff. Huusmeister, alles schön paletti . . .

4 Kommentare zu “CDU will Refrather Flohmarkt zähmen”

  1. jens schröters

    Vielen Dank für das Update, Herr Baeumle-Courth.
    Ein schönes Beispiel dafür wie wichtig die Liberalen für unsere Gesellschaft wirklich sind.
    Mit bestem Gruß….

  2. Peter Baeumle-Courth

    Zum Glück haben wir aktuell keine absolute CDU-Mehrheit in Bergisch Gladbach! Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass gestern im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr der Antrag der CDU *keine* Mehrheit fand. Denn auch die FDP konnte diesem recht eigenwilligen Ansinnen nicht folgen.

  3. jens schröters

    Ich selbst bin einer von den betroffenen Anwohnern die sauer sind wenn Flohmarkt ist.
    Ich bin aber auch sauer wenn ich mit dem Bike fahren will und just in dem Moment beginnt es zu regnen. Außerdem bin ich sauer wenn ich beim Bäcker anstehen muss, ein Knöllchen bekomm und und und.
    Aber auf die Idee das Verbote und noch mehr Reglementierungen mein Leben bereichern würden.
    Darauf bin ich noch nie gekommen.

    Ich halt es für mehr als bedenklich wenn eine Partei wie die CDU sich ganz offensichtlich zum Vorreiter einer immer intoleranteren Gesellschaft entwickelt und meint alles und jeden Reglementieren zu müssen nur weil man aus allzu Menschlichen gründen heraus für einen Moment ungehalten über die Situation war/ist. Denn mehr wie eine Momentaufnahme ist das Ärgernis einer verstopften Straße nicht.

  4. Tomás M. Santillán

    Floh- und Trödelmärkte in Bergisch Gladbach sind nicht nur einfache Märkte, sondern auch Anziehungspunkte für viele Menschen in dieser Stadt. Bei allen diesen Märkten handelt es sich um klassischen Trödel und es sind nur vereinzelt Anbieter mit Neuware dabei.
    Sicher muss man Rücksicht auf die Anwohner in Refrath nehmen und dazu Überlegungen anstellen. Doch müssen dieses für alle Events und Veranstaltungen gelten. Ein Reduzierung der Maßnahmen auf Floh- und Trödelmärkte reicht nicht aus und wäre eine Ungleichbehandlung. Sicher muss man auf Verkehrsprobleme achten, doch andere Veranstalter wie z.B.: Kirmes zum Schützenfest in Refrath oder Schildgen oder das Kirschblütenfest müssen solche “schlüssigen Verkehrskonzepte” nicht vorlegen, obwohl die gleichen Probleme auftreten.
    Die Verwaltung hat dargelegt, dass es an anderen Orten, an denen Trödel- und Flomärkte durchgeführt werden, keine nennenswerten Probleme auftreten, da diese Märkte fast immer an Sonntagen stattfinden und der Verkehr an diesen Tagen deutlich reduziert ist.
    Die von der CDU vorgeschlagenen Maßnahmen würde das Aus für die gewachsenen Trödelmärkte in der Stadt bedeutet und damit ein Verlust für die Bürgerinnen und Bürger.

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