Martin Wiegelmann

Jurist, aufgewachsen im Ruhrgebiet, wohnt seit 1989 im Rheinland und seit 1996 mit seiner Familie in Bergisch Gladbach.

3 Kommentare zu “Denn sie wissen hoffentlich, was sie tun …”

  1. Martin Wiegelmann

    Nachdem ich heute ganztägig keine Möglichkeit hatte, Stellung zu beziehen, möchte ich dies jetzt nachholen.
    Streitpunkt ist, ob der von Herrn Mumdey in der Folie gezeigte Schuldendienst in Höhe von 4.001 TEUR derjenige der Stadt ist oder ob dieser auch den von der Bäder GmbH zu zahlende Zinsaufschlag (392 TEUR) enthält. Das ist natürlich ein wichtiger Unterschied.

    Da ich als Nichtmitglied der Entscheidungsgremien keinen Einblick in die Kalkulationsunterlagen hatte, habe ich nur die öffentlich gewordenen Informationen verwenden können. Diese möchte ich nochmals benennen.
    1. Festzinssatz für 3 Darlehen
    2. Laufzeit der Zinsfestschreibung bei allen drei Darlehen
    3. Die Tatsache, dass 2. Darlehen nach 5 Jahren getilgt sein sollte.
    4. Die Info, dass nach 10 Jahren mit ca. 3,7% Zins gerechnet wurde
    5. Die Info, dass die Restschuld nach 20 Jahren ca. 30 Mio. EUR betragen würde (=38%)

    Der anfängliche Tilgungssatz wurde nicht veröffentlicht, ließ sich nur herleiten anhand der Angaben zur Annuität. Hinsichtlich der Annuität wurde in dem Artikel des Bürgerportals vom 12.3.14 „Stadtwerke: Kämmerer hält an rascher Tilgung fest“ http://in-gl.de/2014/03/12/stadtwerke-kaemmerer-haelt-an-rascher-tilgung-fest/ zunächst von einem „Einsatz von 4,5 Mio. EUR für Zins und Tilgung“ gesprochen.
    Später erfolgte seitens der Redaktion eine Aktualisierung, ich zitiere:
    „AKTUALISERUNG: Wir hatten zunächst auf der Basis der mündlichen Informationen von Jürgen Mumdey geschrieben: Für Zins und Tilgung stehen 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Summe hatte Bürgermeister Urbach vorgegeben, sie entspricht der von der Belkaw zugesicherten Mindestdividende; daran habe sich auch durch den Rechenfehler nichts geändert.
    Inzwischen hat sich die Kämmerei allerdings noch einmal gemeldet und stellt klar: ‚Die Mindestdividende hat sich natürlich verändert durch die Steuerschuld, die abgezogen werden muss. So wäre es richtig: Für Zins und Tilgung werden 4,5 Millionen Euro benötigt. Diese Summe hatte Bürgermeister Urbach vorgegeben. Dieser Betrag liegt nach neuer Berechnung über dervon der Belkaw zugesicherten Mindestdividende, soll aber weiterhin als Grundlage für das dem Rat vorzuschlagende Finanzierungsmodell dienen.’
    (Anmerkung: 4,5 Mill. Euro beziehen sich auf die Ebene Bädergesellschaft, die Stadt selbst zahlt nur 3,9 Mill. Euro.)
    Die Tilgung soll möglichst rasch erfolgen, um künftigen Generationen keinen übergroßen Schuldenberg zu hinterlassen.“

    Von daher lag es für mich nahe, mit einer Annuität von durchschnittlich 3,9 Mio. zu rechnen (am Anfang lag diese sogar leicht über 4 Mio. EUR).
    Unter Einbeziehung des höheren Zinssatzes ab dem 11. Jahr ergab sich dann auch prompt auf die vom Kämmerer avisierte 38%-Restschuld am Ende des 20. Jahres.

    Vor dem Hintergrund der obigen Darstellungen erstaunt es doch sehr, warum die Stadt nunmehr anstelle von 3,9 Mio. EUR jetzt angeblich nur noch 3,6 Mio. EUR benötigt und der Aufwand bei der Bäder GmbH nicht bei 4,5 Mio. EUR, sondern nur bei 4 Mio. EUR p. a. liegen soll. Beide Informationen stammen von Herrn Mumdey.
    Nun frage ich mich: WELCHE AUSSAGE STIMMT DENN JETZT?

    Ich habe die neuen Angaben des Herrn Mumdey versucht zu plausibilisieren und es fällt folgendes auf: Durch Reduzierung der anfänglichen Tilgungssätze kann man die Annuität auf 3,6 Mio. EUR drücken, zum Ende der 20 Jahre beträgt die Restschuld dann aber 33 Mio. EUR und dies nur, wenn man KEINE Zinssteigerung nach 10 Jahren einbaut. Wird diese mit 3,7% angesetzt, steigt die Restschuld gar auf 38 Mio. EUR und ist entspricht damit bei weitem nicht mehr dem von Herrn Mumdey genannten Betrag (30 Mio. EUR).

    Insgesamt gehe ich daher weiterhin davon aus, dass meine Berechnungen richtig sind oder die Berechnungen aufgrund einer falschen Angabe zur Restschuld nach 20 Jahren in die falsche Richtung gelenkt wurden.

    Freundlicherweise hat sich Herr Mumdey für ein Gespräch angeboten. Ich freue mich darauf und werde hierüber berichten.

  2. HG Ullmann

    Was spricht denn, Ihrer Auffassung nach, dagegen,
    den Berechnungen von Herrn Wiegelmann zu vertrauen,
    Frau Schlösser?

  3. Susanne Schlösser

    Warum sollten wir Bürgerinnen und Bürgern Ihnen und Ihren Berechnungen vertrauen?????

Bitte tragen Sie das Ergebnis ein, dann lassen wir Sie rein. *

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