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Stadt quartiert erneut 80 Flüchtlinge in Sand ein

Flüchtlinge in der Erstaufnahme Bergisch Gladbach: Per Bus wurden die Flüchtlinge aus Dortmund nach Sand gebracht.

Mit Bussen werden die Flüchtlinge von Unterkunft zu Unterkunft gekarrt. Damit will sich Bergisch Gladbach eigentlich nicht abfinden – aber die Bezirksregierung ist kompromisslos.

Aktualisierung 29.9.: Am Montag kamen 35 Flüchtlinge in Bergisch Gladbach an, die wie geplant in Katterbach untersucht und dann nach Sand gebracht wurden.

Ursprünglicher Artikel: Fakten im Überblick:

  • Am Montag sollten 80 Flüchtlinge zur Erstaufnahme eintreffen; sie werden in Katterbach registriert und anschließend in der Turnhalle in Sand untergebracht.
  • Die Zelte in Katterbach werden nach und nach durch die Regelzuweisungen gefüllt; alleine am Dienstag sollen 20 Menschen kommen.
  • Die bereits in Sand untergebrachten 52 Flüchtlinge aus der Regelzuweisungen werden jetzt in Katterbach einquartiert.
  • Die Bezirksregierung hat den Vorschlag der Stadt abgelehnt, 150 Flüchtlinge in der Erstaufnahme unterzubringen und im Gegenzug vorerst keine Regelzuweisungen zu bekommen
  • Die Flüchtlinge der ersten Generation in Sand wurden nur für eine Woche in Neuss unter miesen Bedingungen zwischengeparkt und heute erneut auf diverser Kommunen verteilt

Wir dokumentieren die Presseerklärung der Stadt:

Bergisch Gladbach wird wieder Standort für erstaufgenommene Flüchtlinge. Die Bezirksregierung Köln hat für heute die Ankunft von 80 Personen angekündigt, die im Wege der Erstaufnahme untergebracht werden müssen. Mit dem Eintreffen wird am Nachmittag gerechnet. Die Stadt Bergisch Gladbach übernimmt in Amtshilfe für die Landesbehörden die amtliche Registrierung und die Gesundheitsuntersuchung der Flüchtlinge und bringt sie so lange in eigenen Notunterkünften unter, bis sie im Rahmen der Regelzuweisung auf andere Kommunen aufgeteilt werden.

Urprünglich hatte Bürgermeister Lutz Urbach der Bezirksregierung die neue Notunterkunft in Katterbach (zwei Großzelte mit Platz für 150 Personen) als Erstaufnahmestation angeboten, allerdings unter der Bedingung, dass dann eine Atempause bei den Regelzuweisungen (Zuweisung bereits registrierter und medizinisch untersuchter Personen, die auf Bescheidung ihres Asylantrags warten) gewährt wird.

Dies mochte die Bezirksregierung nicht garantieren, so dass man jetzt übereinkam, dass nur 80 Personen erstaufgenommen werden müssen, dafür die Regelzuweisungen aber weiterlaufen. Für morgen (Dienstag) sind 20 Personen angekündigt.

Turnhalle in Sand wieder voll belegt

Um eine klare Trennung zwischen Flüchtlingen im Erstaufnahme- und Zuweisungsverfahren zu gewährleisten, bringt die Stadt Bergisch Gladbach die 80 Neuankömmlinge in der Turnhalle Sand unter, womit diese wieder ausgelastet ist.

Mit dem Betrieb ist weiterhin das Deutsche Rote Kreuz – Kreisverband Rhein-Berg – beauftragt. Die in Sand bereits untergebrachten, regulär zugewiesenen 52 Personen werden mit Hilfe von 20 ehrenamtlichen Einsatzkräften des Löschzuges Stadtmitte nach Katterbach umgesiedelt.

Für die amtliche Registrierung sorgen städtische Mitarbeiter, die ärztliche Untersuchung wird von einem freiwilligen Team unter der Leitung von Dr. René Drouven geleistet. Die hierfür erforderliche mobile Untersuchungseinheit hat das Rote Kreuz gemietet und vor Ort gebracht. Allerdings nicht nach Sand, sondern nach Katterbach, weil hier ursprünglich die Erstaufgenommenen untergebracht werden sollten. Dort bleibt sie jetzt nach Auskunft des DRK auch stehen, da in der Kürze der Zeit ein Ortswechsel mit dem sperrigen Sattelauflieger nicht mehr möglich ist.

Die Flüchtlinge werden also aus der zuweisenden Zentralaufnahmeeinrichtung zunächst nach Katterbach gebracht, nach dem Medizincheck dann per Bus nach Sand chauffiert und dort auf ihre Schlafplätze eingewiesen.

Die 150 Plätze der Notunterkunft Katterbach stehen somit zunächst vollständig für Flüchtlinge in Regelzuweisung zur Verfügung; seit Freitag ist der Standort einsatzbereit. Das DRK wurde auch hier mit dem Betrieb beauftragt. Die notwendigen Einrichtungsgegenstände wie Betten, Trennwände und Verstaumöglichkeiten für persönliche Habe sind vor Ort.

1010 Flüchtlinge

Bildschirmfoto 2015-09-28 um 19.36.20Das DRK sorgt für warme Mahlzeiten und auch z.B. für Kleidung, Spielsachen und Hygieneartikel – in gewohnt zugewandter und liebevoller Betreuung, wie sie bereits in der Sander Turnhalle dankbar angenommen wurde. Für die Sicherheit in der Einrichtung wurde auch hier ein Wachdienst engagiert.

Weitere Möglichkeiten der Flüchtlingsunterbringung werden laufend durch die städtische „Task Force“ geprüft. Nach aktuellem Stand befinden sich ca. 930 regulär zugewiesene Flüchtlinge in Bergisch Gladbach; zusammen mit den jetzt Erstaufgenommenen steigt die Zahl also auf 1010 Flüchtlinge.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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