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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

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4 Kommentare zu “Lutz Urbach stößt an „Grenzen des Machbaren””

  1. Erwin Kasuppke

    Herr Urbach,

    noch einmal: Schauen Sie sich die Hallen mal von innen an. Dort kann man sich ein paar Stunden aufhalten, wenn man dort zu tun hat. Dort dauerhaft Menschen wohnen zu lassen, ist schon allein aufgrund der beim Betrieb von Prüfeinrichtungen (da werden zum Beispiel Belastungsversuche an Straßenaufbauten und Betonteilen durchgeführt – das geht nicht ohne Dreck, und den bekommen Sie auch nicht so einfach wieder raus) auftretenden Schmutzbelastung nicht möglich.
    In einer Turnhalle habe ich komplett andere, viel sauberere Bedingungen.
    Außerdem bleibt die Frage, wie Sie die Sicherheit der Menschen dort sicherstellen wollten. Ich verrate es Ihnen: solange die Gerätschaften in den Hallen stehen, ist das schlichtweg nicht möglich. Wollen Sie ernsthaft vorschlagen, die Maschinen in den Königsforst zu stellen, dort vergammeln zu lassen, die Hallen kernsanieren und zu Wohnzwecken ausbauen zu lassen, und den Forschungsbetrieb der BASt auf lange Zeit unmöglich zu machen?
    Zahlen Sie der BASt später die Neuanschaffung der Geräte?

    Schlagen Sie doch etwas noch besseres vor: auch die Büro-Räumlichkeiten der BASt genügen aktuellen Standards nur bedingt. Vielleicht sollte der komplette Laden an den Hauptsitz des übergeordneten Ministeriums umziehen – nach Berlin. Sie könnten die Räumlichkeiten übernehmen, Ihr Büro in einer der angeblichen Luxus-Hallen aufschlagen, und in den Büros können Flüchtlinge untergebracht werden. Die WC-Dichte dürfte insgesamt sogar ausreichend sein, die Anzahl der Duschen wäre etwas sehr knapp bemessen, aber man könnte vielleicht in die Labor-Räume noch einige einbauen.
    Besonderes Bonbon: Mit der Aktion wären Sie gleich noch ein paar derzeit in Bergisch Gladbach wohnende lästige Steuerzahler los.

    Im Ernst: Ihr Vorschlag ist nicht sinnvoll. In den Hallen der BASt finden Sie ähnliche Bedingungen vor wie in jenen von G+H Isover. Und dort würde auch niemand, der einigermaßen bei Trost ist, Menschen unterbringen wollen.
    Und die in der BASt vorhandenen Duschen reichen vielleicht aus, um einer kleinen (einstelligen) Anzahl an Nutzern zur Verfügung zu stehen, für “sehr viele Menschen” würde das aber nicht reichen.

  2. Sahler

    Ich kenne Städte, die schon viel mehr Flüchtlinge seit 3 Monaten unterbringen statt nur auf die anderen zu schimpfen. Was ist in Bergisch Gladbach eigentlich mit dem leer stehenden Flügel des ehemaligen Lübbe-Hauses. Das steht doch leer oder? Im gesamten Stadtgebiet stehen unglaublich viele unbewohnte Häuser. Ist da die Task Force schon aktiv geworden?

  3. Lutz Urbach

    Was für ein Quatsch! Waren die Turnhallen nicht genutzt? Und was ist dann wichtiger; Schulkinder oder Werkstätten und Prüfeinrichtungen?

  4. Erwin Kasuppke

    “In der BASt in Bensberg könnte der Bund sehr viele Menschen versorgen”

    Was für ein grotesker Blödsinn! Vielleicht sollte der Bürgermeister sich den Laden mal aus der Nähe anschauen. Den Tag der offenen Tür im Frühsommer hat er zwar verpasst, aber er bekäme sicherlich eine exklusive Führung. Und der Betreiber dieser Plattform, der diesen Unsinn ungeprüft übernimmt und sich die ziemlich exklusive und mit großem Realitätsabstand ausgestattete Meinung des Herrn Urbach zueigen macht, könnte gleich mal mitkommen.

    Ja, die BASt verfügt über Hallen. Die stehen aber nicht einfach so in der Gegend herum, die werden genutzt. Es gibt Werkstätten, es gibt Prüfeinrichtungen. Und dort wird – auch wenn Herr Urbach den Gedanken für abwegig hält – gearbeitet.

    Einige der Hallen dürfen (tlw. zeitweise) nicht von jedem betreten werden. Entweder, weil sich aufgrund der Gefahren, die von den dort vorhandenen Maschinen und Prüfeinrichtungen ausgehen, nur entsprechend unterwiesenes Personal dort aufzuhalten hat. Oder, wie im Falle der FTVA, weil schützenswerte Geheimnisse der Automobilindustrie berührt sind (die BASt ist eine der akkreditierten Institutionen, in denen NCAP-Crashtests durchgeführt werden. Gelegentlich lassen Autohersteller dort Prototypen gegen die Wand fahren. Wenn das der Fall ist, werden die Schlösser der entsprechenden Halle ausgetauscht, und es haben nur noch eine Handvoll Leute Zugang).
    Und ja: es gibt sanitäre Einrichtungen auf dem BASt-Gelände. Dass diese für “sehr viele Menschen” geeignet wären, möchte ich bezweifeln.

    Unterm Strich: Der Vorschlag ist vollkommen absurd. Mit der gleichen Begründung (“riesiges Gelände mit vielen Hallen und Duschen”) könnte man auch dafür werben, Flüchtlinge bei der Firma Krüger unterzubringen. Oder bei G+H Isover.

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