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In Lückerath entsteht eine Siedlung für Flüchtlinge

Wohncontainer. Foto: Immanuel Giel/Wikimedia

Wohncontainer in Mutterstadt. In Lückerath sollen moderne Module  aufgebaut werden, die nicht ganz so trist  aussehen. Foto: Immanuel Giel/Wikimedia

Die Stadt hat den Standort für die nächste Flüchtlingsunterkunft gefunden: Auf dem CarPark-Gelände werden 50 Container-Module errichtet. Damit entsteht die bislang größte Notunterkunft in Bergisch Gladbach, die über einige Jahre hinweg genutzt werden kann.

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Auch im neuen Jahr wird die Zuweisung von Flüchtlingen nach Bergisch Gladbach anhalten; daher setzt die Stadtverwaltung die Einrichtung von Notunterkünften konsequent fort. Der nächste, große Schritt: In einer hochwertigen Container-Siedlung an der Bensberger / Gladbacher Straße in Lückerath sollen ab dem Frühjahr bis zu 500 Flüchtlinge einziehen.

Die direkten Anwohner wurden am Freitag per Postwurfsendung informiert, die Pressestelle bestätigte die Pläne auf Anfrage. Am 12. Januar sollen alle Nachbarn und Interessierte bei einer weiteren Bürgerversammlung ihre Fragen stellen können. Mit 500 Bewohnern wird die neue Siedlung noch einmal deutlich größer als die Einrichtung in Katterbach, wo nach Fertigstellung der dritten Halle 390 Menschen unterkommen können.

Auf dem Gelände des früheren belgischen CarParks

Der Standort ist das Grundstück des sogenannten CarParks an der Grenze zwischen Gladbach und Bensberg, direkt neben der Grube Cox. Das Areal war über Jahrzehnte von der belgischen Armee für ihren Fuhrpark genutzt worden. Inzwischen wurde dort die Senioreneinrichtung „Wohnpark Lerbach” gebaut; dahinter liegt an der kleinen Helene-Stöcker-Straße eine neue Wohnsiedlung. Ein Viertel des Grundstücks liegt aber noch brach, das jetzt von der Meleghy gepachtet, durch einen Sichtschutzwall abgetrennt und mit den Containern bebaut werden soll.

Karte Lückerath 600

Foto: Screenshot Google Maps

Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr hatte schon am 3. November in nichtöffentlicher Sitzung den Ankauf der entsprechenden Container beschlossen, die erste Lieferung wird nach Angaben der Stadtverwaltung im Februar erwartet. Mit den Erschließungsarbeiten und dem Gießen der Fundamente wird bereits jetzt begonnen. Die Erfahrungen in Paffrath hatten gezeigt, dass dafür einige Zeit benötigt wird.

Stadt strebt eine gewisse städtebauliche Qualität an

Im Gegensatz zur dreistöckigen Bauweise in Paffrath sollen die Container in Lückerath nur zwei Etagen hoch gestapelt werden, die ganze Anlage hat eine L-Form. Ziel sei eine möglichst hohe städtebauliche Qualität. Denn obwohl es sich um Notunterkünfte handelt können die Container für selbständige Wohnformen genutzt werden – und das über bis zu zehn Jahre hinweg.

Neben den unterschiedlich ausgestatteten Standardcontainern für Familien und kleinen Gruppen gibt es  Container mit sanitären Anlagen, Küchen und Aufenthaltsräumen. Die Siedlung setzt sich aus zehn Modulen zusammen, die jeweils 50 Menschen eine Bleibe bieten. Auch diese Einrichtung soll vom DRK betreut werden.

Bürgerversammlung am 12. Januar

In bewährter Weise wird Bürgermeister Lutz Urbach am Dienstag, 12. Januar 2016, 18 Uhr bei einer Informationsveranstaltung gemeinsam mit Experten der Stadtverwaltung Rede und Antwort stehen. Diese Bürgerversammlung findet im Foyer des Otto-Hahn-Schulzentrums an der Saaler Mühle statt. Für die Senioren im Wohnparks Lerbach gibt es eine eigene Informationsveranstaltung.

Die Zuweisung von Flüchtlingen durch das Land hält auch in Bergisch Gladbach nach wie vor an, allein in den beiden vergangenen Wochen kamen 172 Personen hier an. Derzeit hat die Stadt knapp 1500 Menschen in der Regelzuweisung untergebracht; in den Erstaufnahmen in Sand und in der Feldstraße stehen weitere 340 Betten zur Verfügung, die derzeit aber nicht ganz ausgelastet sind.

Die Bezirksregierung hat angedeutet, im nächsten Jahr kleinere Notunterkünfte in Turnhallen schließen und eigene, größere Einrichtungen aufzubauen. Dabei handelt es sich aber nur um Unterkünfte in der Erstaufnahme.

Offiziell rechnet die Stadt für das kommende Jahr im Durchschnitt immer noch mit 2200 Flüchtlingen. Fachbereichsleiterin Beate Schlich hatte im Sozialausschuss aber bereits deutlich gemacht, dass man sich intern auf mehr, womöglich sehr viel mehr neue Bewohner einstellt.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

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