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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

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12 Kommentare zu “Flüchtlingskriminalität in Bergisch Gladbach: Fakten”

  1. Artem Gojdenko

    Danke für den objektiven Artikel, Herr Walzlawek! Leider wird die meisten Leute, die grundsätzlich gegen Fremde sind, auch das beste Argument nicht überzeugen und die eigene Meinung hinterfragen.

  2. Beckermann

    Füchtlingskriminalität: Ich finde den Watzlawek Artikel sehr hilfreich und als gute Hilfe, sich eine faktenbasierte Meinung zu bilden.
    Selbst wenn die Kriminalitätsrate bei Migranten aus verschiedensten Gründen höher sein sollte als in der Durchschnittsbevölkerung, sollten wir extrem vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen. Wenn die Zahl der Flüchtlingsbedingten Einsätze und Anzeigen bei 1% liegt, ist unser Polizei-System offensichtlich noch nicht überfordert. Trotzdem muss natürlich jeder Einzelfall bedauert und verfolgt werden und es werden sicher noch weitere Vorfälle folgen. Eine Forderung nach kompletten Aufnahmestop für GL darf man daraus nicht ableiten. Irgendwann ist natürlich eine Grenze erreicht, die von der Politik und der Verwaltung definiert werden muss. Aber in sozialen Netzenzu suggerieren, dass die meisten Flüchtlinge kriminell seien, ist Volksverhetzung. Für eine sachliche Diskussion brauchen wir diese ungeschönten Zahlen der Polizei und es wird ja m.E. auch nichts Relevantes zurückgehalten.
    Bitte weiter so mit dieser Art der Berichterstattung!

  3. Barricada

    @Watzlawek
    Ich arbeite täglich mit Datenbanken. Und wenn ich dort eine Teilmenge X aus einer Gesamtmenge heraus betrachte, dann kann ich diese Gesamtmenge auch stets bennen. Wenn das bei der Polizei offensichtlich nicht der Fall ist, müssen Sie das schon entsprechend erläutern.

    Es ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass die Zahl von 72 Anzeigen keine Bezugs- sowie keine Vergleichsgröße besitzt und damit auch überhaupt keine Aussagekraft.

  4. Barricada

    Sehr geehrter Herr Watzlawek,

    Ich merke schon: Sie möchten hier krampfhaft etwas darstellen, was diese Zahlen einfach nicht hergeben.

    Wenn das Auswertungstool der Polizeipressestelle aus technischen Gründen nur 200 Anzeigen ausgibt und 72 davon auf Flüchtlinge entfallen, ergibt das natürlich 30%.

    Denn dann ist nicht nur die tatsächliche Gesamtzahl aller Anzeigen viel höher, sondern auch die Zahl der auf Flüchtlinge entfallenden Anzeigen.

    Logisch, nicht wahr?

  5. Barricada

    Es mag ja sein, dass hier ein Faktencheck abgebildet wird. Allerdings sollte man sich auch genau anschauen, mit welchen Fakten bzw. Daten hier jongliert wird um zu dem offensichtlich gewollten Ergebnis zu gelangen, Flüchtlinge seien nicht krimineller als Inländer.

    So wird etwa schon im Text genannt, dass die Polizei Schlüsselwörter wie “Notunterkunft” etc. nur nennt, wenn es für den Sachverhalt von Bedeutung ist. Das dürfte wohl auf die allerwenigsten Einsätze zutreffen – oder ist die Nationalität bei einem “gewöhnlichen” Diebstahl, Einbruch oder einer Körperverletzung von Bedeutung? Wohl kaum. Die Zahl von 69 Einsätzen im Zusammenhang mit Flüchtlingen kann daher nur einen Bruchteil der tatsächlichen Zahl abbilden und ist völlig Nichtssagend.

    Das selbe gilt für die Anzahl der Anzeigen – was sagt mir diese, wenn hier Fälle auch mehrfach abgebildet werden oder schon das Stellen eines Asylantrags eine solche auslöst? Im Text lese ich von 72 Anzeigen im Zusammenhang mit Flüchtlingen – aus einer Gesamtmenge von 200. Wenn ich die Zahlen als belastbar betrachten würde (was ich wie gesagt nicht mache) könnte man ja eher zu gegenteiligem Ergebnis kommen: 72 von 200 – über 30% aller Anzeigen stehen im Zusammenhang mit Flüchtlingen.

    Was ich damit sagen möchte: Mit diesen Fakten lässt sich keine Aussage darüber treffen, ob Flüchtlinge nun außergewöhnlich kriminell sind oder nicht. Das Problem liegt in der Erfassung der Daten, weil nicht jedes Ereignis im Zusammenhang mit Flüchtlingen auch als solches gekennzeichnet wird. Vermutlich muss es das auch nicht – denn ein Einbruch bleibt ein Einbruch, egal ob er von einem Flüchtling, EU-Ausländer oder von einem Inländer begangen wurde.

    Das fehlen belastbarer Daten führt aber nun mal auch dazu, dass die Aussagen befreundeter Polizisten, Nachbarn etc dann doch wieder die glaubwürdigste Quelle darstellen. Deshalb sollte man auch solche Artikel besser unterlassen – die Presse hat in den letzten Wochen und Monaten schon genug Vertrauen verspielt.

  6. j.h.schröters

    Die Probleme der DDR2.0 sind dieselben wie beim Original. Dass man sich darüber wundert ist für einen ehemaligen DDR Bürger nicht wirklich verwunderlich.
    Jeder klardenkende Mensch würd erwarten dass bspw. der Häuptling der Bullen immer auch selbst ein Bulle sein sollt. Ist irgendwie ein Gebot von Qualität. Nein weit gefehlt. In der DDR2.0 wird Polizeipräsident wer ein Parteibuch hat. Natürlich eins aus dem Zentralkomitee. Schließlich geht es längst nichtmehr darum wer der beste ist und den Job am besten macht, schließlich ist Recht und Ordnung, dessen durchsetzen, keine Parteiideologische Frage in einem “Rechts Staat” . Nein es geht darum wer einem Politisch gewogen ist und beim Rechtsbruch und dem durchsetzen parteiideologischer Zielsetzungen von oben herab behilflich ist bzw. beim Vertuschen unangenehmer Tatsachen.
    Das nunmehr niemand mehr Vertrauen hat in irgendeine Institution war auch das Hauptproblem der Sozis in der Original DDR. Bald drauf ist dann seinerzeit der Laden auseinandergeflogen. :-))

  7. Huusmeister

    Das mag jeder selbst beurteilen. Der Originaltext (der verlinkten) Polizeimeldung lautet:
    „Als sie den 18-Jährigen auf das bestehende Rauchverbot hinwies, flog ihr schon im Eingangsbereich des Schlafsaals die erste Krücke entgegen.Davon unbeeindruckt, setzte die 30-Jährige Bergisch Gladbacherin das Gespräch fort und wurde bei einer Drehbewegung des 18-Jährigen mit ausgestreckter zweiter Krücke erneut fast getroffen. Daraufhin informierte die Bergisch Gladbacherin die Polizei, die eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung aufnahm.”

  8. Schmitz, Viola

    Der Sachverhalt zu der Attacke mit den Krücken wird hier verharmlost.

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