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2 Kommentare zu “Belehrungen statt Informationen – oder gar Optionen”

  1. Lothar Esser

    Bauland ist schön, für den der bauen möchte, jedoch nicht so schön, für den der da schon wohnt. Das weiß jeder, der mal neben einer Baustelle gewohnt hat.

    Ich verstehe nur nicht, warum sich Politik und Städteplanung auf der einen Seite völlig im Klaren über die eh schon unzureichende Verkehrssituation in Bergisch Gladbach sind, dennoch 3.000 neue Haushalte und damit geschätzte zusätzliche 6.000 Autos auf die gleichen maroden, zu engen und zu komplex vernetzten Straßen schicken will. Das ist ungefähr so, als würde ein Kardiologe einem Patienten mit Verschluß der Herzkranzgefäße, der kurz vor einem Infarkt steht als Therapie fettes Essen, verstärktes Rauchen und massiven Genuß von Alkohol verschreiben.

    WAS SOLL DAS???

    Dazu kommt, dass man vor ca. 4 Jahren eine riesen Aktion rund um die Zusammenlegung von 2 Realschulen gemacht hat, andere Schulen verlagern und dafür dann Umbauen wollte und das NCG ganz dicht machen wollte. Das ganze begründete man mit einer negativen demografischen Entwicklung.

    Nun, kaum 4 Jahre später, wollen uns die gleichen Politiker, die gleichen Planer weis machen, dass die demografische Entwicklung SO positiv (!!) ist, dass man nun auf einmal 3.000 neue Haushalte benötigt?

    Viel Interessanter aber: die mit diesen ca. 3.000 neuen Haushalten kommenden ca. 2.200 Kinder müssen irgendwo in eine Kita, eine Grund-, Haut-, Real- oder sonstige weiterführende Schule gehen. Es fehlen aktuell 30% Kita Plätze und die Grundschulen platzen aus allen Nähten. Dies hat zur Folge, dass Schüler Busfahrten quer durchs Stadtgebiet in Kauf nehmen müssen – oder erfahrungsgemäß von den “Helikopter-Eltern” gebracht werden. Hieraus folgert, dass ein Elternteil morgens zur Arbeit fährt (denn die Arbeitsplätze gibt es nicht in Bergisch Gladbach…), eines die Kinder zur Schule fährt. 6.000 zusätzliche Autos, die den Stadtkern mindestens 2 mal täglich belasten.

    Schaut man dann auf die restliche Infrastruktur, so stellt man fest, dass zumindest in einigen dieser Gebiete (Nussbaum z.B.) auch die Versorgungs-infrastruktur der Bürger mit Dingen des täglichen Bedarfs nicht fußläufig zu erreichen ist. Die Folge: Beschaffungsfahrten über den ganzen Tag verteilt.

    Daher stellt sich mir die Frage: Wieviel Wohnraum könnte bzw. wird schon aktuell durch z.B. die Sanierung, den Um- oder Ausbau bestehender Wohngebiete mit intakter und ausreichender Infrastruktur (Märchensiedlung Heidkamp z.B.) geschaffen? Vor dem Hintergrund, dass im letzten Jahr in NRW 900.000 Menschen verstorben, aber nur 200.000 neu geboren wurden müsste dies doch eigentlich ausreichen – oder? Warum muss die Stadt wachsen? Nur damit mehr Geld in die Kassen kommt wird die Wohnqualität im Stadtgebiet nachhaltig gestört. Jede größere Wiese ist Teil der “Klima-Anlage” der Stadt (Morgentau => Verdunstung etc.) und trägt zur Klima-Verbesserung bei. Jede versiegelte Fläche verhindert das nicht nur, sie produziert auch aktiv Umweltbelastungen durch Verkehr, Heizung etc.

    Daher auch mein Aufruf: Wehrt euch! Macht Eingaben bei der Stadt und zwingt damit die Stadt, zuzuhören!!

  2. Rolf Havermann

    Zunächst ein Kompliment für 5 Stunden Bergischer Löwe, ich habe es nur 2 1/2 Stunden geschafft. Wie schon zu einem anderen Beitrag geäußert, teile ich nicht die wenig guten bis negativen Eindrücke in dieser Größenordnung. Ich habe sowohl im Forum Gewerbegebiete als auch an den Ständen Einwürfe der Bürger gehört, die aufgenommen und notiert wurden als auch in Gesprächen zu den Einzelthemen lebhaft und nachhaltig diskutieren können. Insgesamt wird von einer Bürgerbeteiligung gesprochen, zu der ja zunächst einmal die Information gehört, an was sich die Bürger beteiligen sollen. Insofern scheint mir die Erwartung, in diesen 6 Stunden mit den Mitarbeitern von Stadt und Planungsbüro über Lösungen zu diskutieren, doch ein wenig blauäugig. 2018 wird der FNP veranschiedet werden. Bis dahin haben wir Bürger Zeit, uns zu äußern, Besseres vorzuschlagen, zu protestieren, wofür es zahlreiche Möglichkeiten gibt.

    Bei all den subjektiven Bedenken, die in diesem Erlebnisbericht auftauchen, fehlt die Erkenntnis, nun das zu tun, wozu die Bürgerschaft aufgefordert ist und damit zur Mitwirkung wird. Jede Bürgerin, jeder Bürger sollte jetzt nicht nur in öffentlichen Foren sondern direkt an die Stadt auf dem dafür vorgesehenen Formular auf der Internetseite ihre/seine Bedenken und Vorschläge äußern. Wenn es eine normale Mail oder ein Brief wird, sollte man sich den Erhalt von der Stadt in der entsprechenden Abteilung im Rathaus Bensberg, wo auch weitere Informationen zu erhalten sind, bestätigen lassen. Nur dann werden die schriftlichen Beiträge der Bürger gelesen und bearbeitet. Ich denke, gerade die weiteren Bemühungen der Bürger, in großer Zahl alle Bedenken mitzuteilen und Vorschläge für ein besseres Bergisch Gladbach als im FNP vorgesehen, zu machen, ist die Art der Bürgerbeteiligung, die auch etwas bewirken wird.

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