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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

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2 Kommentare zu “Jugendliche plädieren für bezahlbaren Wohnraum”

  1. Daniela Berntges

    Wie man heute im Kölner Stadt-Anzeiger lesen kann, bin ich nicht die einzige Leserin, der dieser Artikel übel aufgestoßen ist. Aus meiner Sicht wurden hier 5 Jugendliche instrumentalisiert. Allein schon die Vermarktung des Artikels mit der Überschrift “fordern Wohnraum” passt doch “zu perfekt” in das Vorhaben der Stadt, sich an der Bebauung von Landschaftsschutzgebieten und anderen schützenswerten Grünflächen für die Naherholung zu bereichern. Die Stadt lässt auch regelmäßig Unternehmer für ihren FNP in der Öffentlichkeit sprechen und merkt nicht, dass diese lächerlichen PR-Kampagnen den Bürger noch wütender machen.

    Wie auch im heutigen Leserbrief eines Herrn Krämers, den ich nicht kenne, steht, kommen die 4600 Eingaben bzw Kritikpunkte der Bergisch Gladbacher in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung gar nicht vor. Da fühlen sich die Bürger erneut für dumm verkauft. Wer fällt denn auf solche PR- Veranstaltungen und Parade – Interviews für den FNP rein, wenn einem der Lebensraum weggenommen wird? Zumal die ganze Stadt dagegen ist!

    Hier ein paar Fotos von einer Fläche, welche die Stadt zerstören will:
    https://www.facebook.com/Naherholungsgebiet.Nussbaum/
    So eine Idylle muss man doch für die nächsten Generationen erhalten! An dieser Meinung der Bevölkerung können alle Manipulationsversuche auch nichts ändern.

  2. L. Esser

    Liebe Jugend,

    ich kann eure Sichtweise zwar verstehen, aber leider sieht die Realität anders aus… Mehr Wohnungen heißt nicht billigere Wohnungen, denn wie schon der Mietspiegel für Bergisch Gladbach (und alle anderen Städte) klar aufzeigt: Neue Wohnungen sind IMMER teurer als ältere. Wo in Bergisch Gladbach man allerdings 13 Euro zahle soll ist mir höchst unklar, zumal das auch weit über dem Mietspiegel liegt und somit nicht legal ist. Der Mietspiegel für Bergisch Gladbach liegt bei maximal ca. 11€, über diesem darf der Vermieter maximal 10% drüber liegen => 12,10€. Der Durchschnitt der Mieten liegt aber WEIT darunter. Meine Frau und ich vermieten selbst, sind Mitglied bei Haus und Grund und kennen auch viele andere Vermieter. Das Bild das euch hier gezeichnet wird entspricht leider nicht wirklich der Realität…

    Es werden zudem jetzt schon pro Jahr zwischen 300 und zuletzt 600 neue Wohneinheiten im Stadtgebiet geschaffen. Im Schnitt der letzten 20 Jahre sind so locker geschätzt 6.000 – 10.000 Wohneinheiten (Wohnungen, Häuser etc.) entstanden. Sind die Mieten deswegen gesunken oder die Grundstückspreise? Nein, ganz im Gegenteil… Als ich meine erste Wohnung 1992 bezogen habe, haben wir 6,00DM (heute 3€)/m² im Altbau bezahlt. Gleiche Wohnungen würden heute etwa 8 – 9 € kosten – trotz zig tausend neuer Wohnungen und Häuser. Wo bitte ist da der positive Einfluß zu sehen von Bauen auf den Mietpreis? Grundstücke haben noch vor 20 Jahren in Nussbaum um die 200DM gekostet, wir liegen jetzt bei ca. 400€, also dem 4-fachen. Trotz zusätzlicher Siedlungen (Nussbaumer Wiese, Nussbaumer Bungert, Steinerne Kreuz usw. usw. usw). Wo also ist die lenkende Wirkung, die Herr Urbach hier sieht? Sie existiert nicht, ganz im Gegenteil: Neue Wohnräume ziehen in erster Linie zusätzliche Menschen in die Stadt. Es ist genau umgekehrt wie man euch glauben machen will: es gibt diesen massiven Siedlungsdruck nicht, der entsteht erst, wenn mehr Wohnraum da ist…

    Mit Stadt ist aber hier wahrscheinlich Köln gemeint, da zahlt man in der Tat je nach Stadtteil deutlich mehr, teilweise sogar bis 15 oder 16€. Das ist immer noch gut, in München werden teilweise über 25€/m² gezahlt, Berlin und Stuttgart sind ähnlich teuer, Frankfurt auch. Köln ist da noch moderat…

    Und bitte lasst euch von Herrn Urbach und anderen keinen “Bären aufbinden”: die “älteren” sind nicht gegen eine Bebauung sondern gegen einen Raubbau an den Erholungsgebieten der Stadt. Was Herr Urbach und der FNP wollen, ist schlicht und ergreifend mehr Gebiete ausweisen anstatt bestehende Gebiete besser zu nutzen, da diese Strategie für die Stadtkasse deutlich lukrativer ist. Da ist dann das Bürgerwohl nicht so wichtig, Naturschutzgebiete mit nomadischem Wildbestand werden umbaut, wodurch dort der Tierbestand abwandert und die Biotope ihren Charakter verlieren. Hauptsache, die Stadtkasse klingelt.

    Ihr habt ja selbst auch erkannt, das “höher Bauen”, also Verdichtung der Fläche das Thema sein kann. Es gibt aber auch andere Bereich und auch viele Städtische Brachflächen, die Herr Urbach nicht angehen will. Warum ist klar: hier würde er bzw. die Stadt keine zusätzlichen 25% Flächen von den Bürgern abkassieren und diese dann höchst bietend verkaufen können…

    Sprecht daher gerne auch uns mal an, die wir uns intensiv mit dem Thema ebenfalls beschäftigt haben und immer noch beschäftigen. Schonen der Ressourcen und gleichzeitig Wohnraum schaffen müssen keine Widersprüche sein, auch wenn das die Stadtplanung und Herr Urbach euch so einimpfen möchten. Hört euch doch einfach auch mal die Argumente der Gegenseite an und schaut mal, ob wir wirklich gegen eine Bebauung sind.

    Konrad, Rolf, ihr kennt mich ja. Kommt doch einfach mal rum und wir sprechen drüber :-)

    LG

    Lothar Eßer

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