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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

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4 Kommentare zu “„Strunde hoch 4″ soll schneller fertig werden”

  1. Christoph Claes

    Der Turbokreisel Schnabelsmühle ist kein echter zweispuriger Kreisverkehr und in der hiesigen Ausführung für Radfahrer nicht wesentlich gefährlicher als ein normaler einspuriger Kreisverkehr.

    Zweispurige Kreisverkehre sind gefährlich, weil KFZ und Radfahrer nebeneinander fahren können. So kann der Kraftfahrer beim Ausfahren den neben ihm fahrenden Radfahrer leicht übersehen und überfahren. Dieses Nebeneinanderfahren ist bei einem Turbokreisel gar nicht möglich. Ein Spurwechsel innerhalb des Kreisverkehrs ist ebenso nicht möglich.

    Übliche Turbokreisel erlauben bei Einmündungen von verkehrsärmeren Straßen das Einfahren in eine schon vorhandene innere Spur, so dass diese Achse ebenso beachtet werden muss. Die Besonderheit bei „unserem“ Turbokreisel ist, dass bei jeder der drei „echten“ Armen eine Spur automatisch ausschert und insbesondere eine neue in der Mitte beginnt. Somit muss beim Einfahren in den Turbokreisel nur genau eine Spur beachtet werden, ganz genau wie bei einem einspurigen Kreisverkehr.

    Unter diesen Gesichtspunkten ist die Anordnung der Radwegbenutzungspflicht um den Kreisverkehr herum logisch nicht nachzuvollziehen. Vor allem auch, weil sehr viele Fahrstreifen gekreuzt werden müssen. Jede dieser Überquerungen stellt für sich einen Gefahrenpunkt dar, die in Summe sicherlich ein weit höheres Gefahrenpotential für Radfahrer haben, als das einfache Durchfahren des Turbokreisels.

    Um einen verbotenen Fahrstreifenwechsel innerhalb des Kreisverkehrs zu erschweren, sollte sinnigerweise die durchgezogene Linie im Inneren mit einer “baulichen, leicht erhöhten Fahrstreifentrennung” oder mit Markierungsnägeln ergänzen werden.

  2. Holger M.

    Eigentlich muss die Stadt doch nur das Planungsbüro fragen, welches den Entwurf für den “Turbo”-Kreisel erstellt hat. Schließlich ist dieses ja sogar Fördermitglied des ADFC-Köln und stellt auf seiner Homepage die Radverkehrsplanung in der Vordergrund. Auch die Planung des Driescher-Kreisels stammt aus diesem Hause.

    Auf die Radverkehrsunverträglichkeit habe ich den Rat schon vor dem Beschluss der Umsetzung hingewiesen – Hauptsächlich wurde dem Entwurf ja auch nur deshalb zugestimmt, weil es ihn schon gab und es auf Grund der Kanalbaumaßnahmen schnell gehen musste.

    Spannend ist auch der “unsichtbare” vierte Kreiselarm, welcher den Busverkehr von und zum Adenauerplatz leiten soll!

    Die Sicherheit eines Kreisverkehres entsteht durch seine Einfachheit und Minimierung der Konfliktstellen. – Bei diesem Kreisel wurde jedoch beides maximiert!
    So ist z.B. die Ein- und Ausfahrt hier an jedem Arm anders geregelt und der Bypass bringt einen weiteren Knoten hinzu.

    Auch wenn es formal nicht gestattet ist, Radverkehr durch mehrspurige Kreisverkehre zu führen, werde ich dies wohl ignorieren, da eine umlaufende Radverkehrsführung erwiesenermaßen die gefährlichste Art ist einen Kreisverkehr zu passieren.

  3. Carsten Vogt

    Ja, das scheint hinsichtlich des Radverkehrs eine “Lösung” zu werden, die man von der Stadt Bergisch Gladbach nicht anders erwartet hätte. Eine würdige Fortsetzung dessen, was man am Driescher Kreisel und an der unteren Hauptstraße vorgesetzt bekommen hat!

  4. artem gojdenko

    Diieser Turbokreisel ist pure Frechheit und Bestätigung der Ignoranz der Stadt gegenüber dem Radverkehr. Das zeigt, dass die Stadt den Radverkehr nicht als ein ernsthaftes Verkehrsmittel ansieht, sondern ein Freizeitvergnügen welches am Sonntag ausgelebt werden kann oder in einer kleinen Konzentration ganz nett zum Stadtbild passt. So entsteht bei mir der Eindruck, dass das Rad von der Stadt absichtlich von der Straße gedrängt und auf den handtuchbreiten Streifen neben den Fußgängerweg verbannt wird. Oder man malt ein paar Linien wie auf der Kölner Str. und meint, man hätte so dem Radverkehr einen gefallen getan und ignoriert dabei, dass der Autoverkehr dadurch nicht auf den 1,5m Sicherheitsabstand achten wird – nur weil da ein wenig Farbe auf dem Asphalt u sehen ist. Die Autogerechte Stadt, wie man Sie in den 60ern geplant hat, findet weiterhin großen Anklang bei der Stadt und den Stadtplanern. Das Auto bleibt die Priorität Nummer eins ein leichtes Umdenken ist nicht u erwarten und man braucht sich nicht zu wundern, dass hier kein Mensch Rad fahren möchte (außer in Refrath). Die Verkehrsalternativen sind einfach nur lachhaft oder gefährlich (man beachte die desaströsen Radwege und unmengen an Platz, welches für den ruhenden MIV zur Verfügung gestellt wird). Bergisch Gladbach ist im Bereich Radverkehr der absolute Totalausfall in NRW und ich befürchte es wird auch erstmal ganz lange so bleiben. Viel Spaß mit euerem Kreisel.

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