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TV Refrath gewinnt gegen Bundesliga-Primus

Ehrung durch Bürgermeister Lutz Urbach, Foto: Heinz Kelzenberg

„350 Zuschauer – hohes Niveau – zu ersten Mal Bischmisheim geschlagen“ – das sind die Fakten zum 15. Spieltag, an dem der TV Refrath seine Titelambitionen für dieses Jahr ein weiteres Mal unter Beweis stellte.

Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit freuten sich alle Zuschauer in der Halle in erster Linie über die gewonnenen Punkte, die den TVR auf sicherem „Final-Four-Kurs“ halten. Doch für die Mannschaft, allen voran die Coaches Denis Nyenhuis und Daniel Winkelmann, aber auch Teamchef Heinz Kelzenberg fühlte sich dieser 4:3-Erfolg noch etwas spezieller an. Kelzenberg: „Wir haben zum ersten Mal gegen den BCB gewonnen und es hat sich angefühlt, dass wir dies auch schaffen können, wen beide Teams komplett sind.

Nach wie vor sieht Kelzenberg den Titelverteidiger aus dem Saarland als Favoriten um die Deutsche Meisterschaft, doch weiß er seit heute: „wie nah wir dran sind, wenn am Ende alles passt“.

Die Herrendoppel der Refrather waren durch den Ausfall von Sam Magee weit deutlicher geschwächt als beim BCB durch den Ausfall von Marvin Seidel. Die beiden starken Paarungen der Saarländer ließen jedenfalls den Refrathern keine Chance und holten zwei von drei Doppelpunkten. Relativ chancenlos war der BCB im Damendoppel – zu stark und eingespielt agierten Chloe Magee und Carla Nelte an diesem Abend.

Nichts zu holen an diesem Abend war auch für die 28-jährige Irin gegen ihre Gegnerin Olga Konon. Durch Knieschmerzen leicht gehandicapt ging Magee nicht bis ans Äußerste und hatte an diesem Abend keine realistische Siegchance. „Die sehe ich jedoch bei einem erneuten Aufeinandertreffen, wenn Chloe schmerzfrei ist“, so Heinz Kelzenberg, der mit ansehen musste, wie sein Team nach eineinhalb Stunden mit 1:3 ins Hintertreffen geriet.

Es folgten zwei äußerst dramatische Begegnungen, allen voran das 2. Herreneinzel zwischen Lars Schänzler und dem in Bestform agierenden Zweitligaspieler Matthias Deininger. Der 21-jährige, sonst so konstante Refrather, tat sich an diesem Abend sehr schwer mit der Spielweise seines

Gegners und kam mehr und mehr in Bedrängnis. Nach abgewehrten Matchbällen konnte Schänzler aber das Match mit 14:12 im 5. Durchgang für sich entscheiden.

Deutlich eher fertig war das gleichzeitig begonnene Mixed, bei dem an der Seite von Carla Nelte kurzfristig Sam Magee durch Fabian Holzer ersetzt werden musste. Heinz Kelzenberg: „Fabian hat in dieser und in der vergangenen Saison vorzügliche Mixed gespielt und mit Carla lediglich das Hinspiel in Saarbrücken hauchdünn verloren. Daher waren wir durchaus optimistisch, obwohl mit den beiden Deutschen Meistern im Doppel Peter Käsbauer und Isabel Herttrich zwei Hochkaräter auf der anderen Seite standen. Obwohl Bischmisheim im abschließenden Satz fünf Matchbälle abwehren konnte, hießen die Sieger schließlich verdientermaßen Holzer/Nelte. Heinz Kelzenberg: „Die Leistung von Fabian Holzer ist nicht hoch genug zu bewerten, ihm gebührt heute mein allergrößter Respekt“.

In dem Wissen, dass aus einem 1:3 ein 3:3 geworden war und der Sieg seines Clubs nun auf seinem Schläger liegen würde, ging abschließend Fabian Roth gegen den 8 Jahre älteren Routinier Dieter Domke auf den Court. Nur in einem Satz konnte Domke dem jungen Refrather gefährlich werden und als um 21:30 Uhr der erste Matchball von Roth auf der gegenüber liegenden Seite liegen blieb, war in der Halle Steinbreche kein Halten mehr.

Team und Zuschauer feierten gemeinsam den denkwürdigen Sieg, der deswegen etwas Besonderes war, weil ganz viele der anwesenden Zuschauer live miterlebt hatten, wozu das Team von Heinz Kelzenberg im Stande ist. Der Refrather Vereinschef geriet anschließend ins Schwärmen: „Das ist sicherlich die stärkste Refrather Mannschaft, die es je gab und die es vielleicht in den nächsten zwei, drei Jahren geben wird. Dies trifft auf unseren heutigen Gegner allerdings so nicht zu. Bischmisheim ist verwundbar und daher sind wir gierig und zuversichtlich, die sich bietende Chance zu nutzen. Ja, wir wollen Deutscher Meister werden“.

Auf das sich aktuell sehr schnell drehende Personalkarussell angesprochen, äußert sich der TVR-Chef: „Wir haben drei Abgänge und werden dafür vier neue Spieler verpflichten. Auch wenn Fabian Roth nicht zu ersetzen sein wird, bin ich absolut zuversichtlich, dass wir in der kommenden Saison nicht nur eine starke, sondern auch eine attraktive Mannschaft haben werden. Die Namen werden in den nächsten Wochen verkündet“.

Vor dem Match gegen Bischmisheim wurden die Deutschen Meister des TV Refrath, Carla Nelte und Fabian Roth von Vereinsseite sowie von Bürgermeister Lutz Urbach geehrt. Das zahlreiche Publikum belohnte die beiden Ausnahmespieler für ihre Verdienste mit außergewöhnlich lautstarkem Applaus.

Bereits am Sonntag tritt der TV Refrath zum nächsten Bundesligaspiel an – Gegner ist um 17 Uhr im Ambiente der folgenden „German Open“ der 1.BV Mülheim. Heinz Kelzenberg: „Das wird eine schwere Aufgabe, denn nur wenn Mülheim gegen uns punktet, sind sie in den Playoffs dabei, sonst sind sie raus“.

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