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2 Kommentare zu “Das steht in den 4420 Eingaben, das sagt die Stadt”

  1. Lothar Eschbach

    Lustig kann ich das leider nicht mehr finden lieber Herr Lothar Esser und Karneval ist auch vorbei.

    Mit dem vorliegenden Dokument wird doch tatsächlich im Auftrag der Stadtverwaltung einer Stadt im Nothaushalt auf Kosten der Bürger von einem beauftragten Unternehmen eine Strategie umgesetzt und schriftlich formuliert, wie man die Wünsche der Bürger am sichersten ignorieren kann. Das ist an Arroganz, Ignoranz und Selbstüberschätzung kaum noch zu überbieten, so kommt es bei mir an.

    Es wird den Bürgern (Einwendern) indirekt an vielen Stellen bestätigt, dass sie für solche Planungsarbeit schlicht nicht qualifiziert (zu blöd) sind. Leider haben die Bürger das Gesamtkonzept nicht verstanden oder aber die erhobenen Einwendungen sind bereits durch bestehende Gesetze abgedeckt, was die Bürger wieder nicht übersehen haben (konnten). Ebenso wird auf weitere Konzepte verwiesen, deren Wirkung der Bürger bei seinen Einwendungen leider nicht oder aber nicht richtig antizipiert hat, er lebt halt im Jetzt. Sollte dann noch etwas übrigbleiben, dann ist der einzelne hervorgebrachte Einwand mit dem Allgemeinwohl abzuwägen. Den kann man also dann auch streichen (vergessen).

    Außerdem unterliegen die Bürger (Einwender) grundlegender Fehleinschätzungen, z. B. hier: weil eine Bebauung an der Autobahn mehr Lärm abhält, als die Bäume und abgesehen davon dadurch die Stadtmitte entlastet wird. Ja logisch, so hatte ich das noch gar nicht gesehen.

    Nun verstehe ich auch die Ausweisung der Gewerbefläche besser. 55 ha Gewerbefläche entlang der A 4 und über Moitzfeld Richtung Spitze, da ist noch Platz. Das ist dann nach Gemeinwohlgesichtspunkten ausgewogen auf die Stadt verteilt. Schon mal auf die Karte gesehen?

    Die Stadtteile Lustheide, Refrath, Frankenforst, Bensberg, Bockenberg, Moitzfeld, Herkenrath entwickeln sich dann wenigstens schon mal in Richtung Gladbach-Standard, was Gewerbe und Wohnen anbelangt, gleiche Struktur für alle, Gemeinwohl eben. Das abgesehen von den generellen Verkehrsverhältnissen ausgerechnet dieser Teil der Stadt mit der A 4 und dem geplanten sechsspurigen Ausbau bereits heute eine ganz besondere Last trägt, auch unter Berücksichtigung des Flugverkehrs, was Emissionen anbelangt, das bleibt schlicht unberücksichtigt.

    Die Strategie, durch schnellschreibende „Externe“ (Subunternehmer) alle am Prozess Beteiligten mit Papier zu „erschlagen“, die sollte hier und diesmal nicht aufgehen und endlich beendet werden. Warum macht die Verwaltung diese Planungsarbeit nicht selbst? Die Bürger lassen ihre Stellungnahmen auch nicht von Subunternehmern schreiben und sind überwiegend nicht im “Nothaushalt”. Wo ist die Management Summary dieser umfangreichen Dokumente, selbstverständlich mit Hinweis auf Wichtiges und Wesentliches, also entscheidungsrelevantes, die den überwiegend berufstätigen Stadträten und den anderen Beteiligten die Arbeit erleichtert.

    Die Bürger zahlen also auch noch zusätzlich für das, was viele nicht wollen. Mehr Sarkasmus geht nicht. Leider gibt es die Bürger nur einmal, auch zu den Wahlterminen.

    Das wird zu den Wahlterminen schwer zu vermitteln sein.

  2. L. Esser

    Lustig. ISEK2030 wird da bemüht, wo es passt, ansonsten aber als “unvebindlich” abgelehnt. Aha.

    Verkehr ist schlimm und wird durch zusätzliche Bebauung schlimmer. Aber nicht so schlimm. Denn 8% fahren ja demnächst mehr mit dem Fahrrad. Auch im Winter? Bei Regen, Eis und Schnee? Aha.

    Zanders hat man nicht gewußt, obwohl Bürgermeister ja schon seit Jahren dran ist. Man weiß noch nicht was da raus kommt – obwohl der Bürgermeister sich damit rühmt, dass man schon lange an Konzepten dafür arbeitet und alles auf Hochtouren läuft. Aha.

    Landschaftschutz ist wichtig. Bauen ist wichtiger. Aha.

    Klimaschutz ist auch wichtig – nur nicht wenn er in potentiellen Wohngebieten erfolgt. Dann ist er wieder nicht so wichtig. Oder wenn doch, muss das halt der Bebauungsplan klären. Aha.

    Lärmschutz ist total wichtig und kann durch Bebauung besser dargestellt werden als durch Natur. Soso.

    Gelesen hat man die Eingaben zwar, aber die Bürger haben einfach nicht verstanden, was man so plant. Aha.

    Ist auch alles nicht soooo genau geplant, eigentlich alles noch offen, wird noch angepasst, kommt eh ganz anders und wird gemonitort. Na dann…

    Es werden 2 Jahre betrachtet um die Prognose für 20 Jahre zu machen. Das hat natürlich Hand und Fuß. Dass in den 2 Jahren von den 2.000 zusätzlichen Bürgern in der Stadt wohl auch einige aus dem Asylverfahren kommen, die a) nicht unbedingt in der Stadt bleiben und b) u.U. sogar wieder in ihre Heimatländer abwandern – äh – naja – das kann man nicht berücksichtigen…

    Das der Grundstücksmarkt in Bergisch Gladbach jahrzehntelang auf gleichem Niveau geblieben ist und völlig unterbewertet war, dann durch einen mittels nahezu 0-Zins ausgelösten Bauboom sich die Nachfrage erhöht und ein Nachhol-Potential da ist – das wird ignoriert. Ebenso, dass sich diese Entwicklung schlagartig umkehren wird, sobald die Zinsen wieder steigen. Was das bedeutet, kann man in Spanien sich anschauen… Reihenweise Insolvenzen, Privatinsolvenzen und Leerstände… Muss man ja nix draus lernen, warum auch.

    Ich finde, die Stadt hat sich hier unfassbar viel Mühe gemacht um zum falschen Ergebnis zu kommen. Schade.

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