Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

12 Kommentare zu “Experimentierfeld Stationsstraße”

  1. Marcus Zimmermann

    Die Stationstraße, der Busbahnhof und alles was darum liegt ist falsch geplant worden. Und das nicht erst seit gestern sondern schon Anfang der 2000er Jahre.

    Wenn man von der Gohrsmühle in die Stationstr. einfahren möchte steht da ein Verkehrszeichen ” Vorfahrt achten” ( auf dem Kopf stehendes Dreieck ). Dieses besagt jeder Verkehrsteilnehmer aus dem Kreisverkehr hat Vorfahrt, jeder. Danach kommt ein Zebrastreifen und noch ein Kreisverkehr und ein Zebrastreifen. An der Poststraße kommt schon wieder ein Zebrastreifen. Dann kommt die Bodenschwelle und eine Querungshilfe aber kein Zebrastreifen. Fußgänger glauben aber das sie diese einfach wie in der Fußgängerzone überqueren können. Auch mit 20 km/h bin ich schnell genug um diesen Personen ins Krankenhaus zu befördern. Ich Frage mich ob das jeder möchte. Ich nicht. Geht denn jeder einfach bei sich Zuhause auch einfach über die Straße?
    Sieht man sich die Situation an dem provisorischen Parkplatz und vor dem Marktkauf an ist sie auch nicht viel schöner. Dieser Bereich ist Fußgängerzone und ausser für Radfahrer und Taxen eigentlich gesperrt. Trotzdem befindet sich dort ein Parkplatz für Motorräder. Wie sollen die da hin kommen? Autofahrer fahren da auch ohne Rücksicht auf Verluste. Die Ordungsbehorde sieht sich nicht zuständig weil “Fliessender” Verkehr. Obwohl sie in der Lage wären dieses zu ändern. In anderen Städten ist dieses auch möglich. Polizei hat dann andere Aufgaben zu bewältigen.

  2. Markus Abendroth

    Wie wäre es denn mit einer Fußgängerbrücke, die direkt aus der Rheinberg Galerie über die Straße auf den Busbahnhof führt ? Damit könnte man einen Teil der Fußgänger sicher umleiten.

  3. Mike Gürgens

    Sehr geehrte Parteien, sehr geehrte Verwaltung,
    Sie brauchen ein Experiment für die Stationsstraße, ideal für den Schreibtisch zum ausprobieren, ohne unnötige Arbeitszeit und Materialaufwand zu betreiben. Man nehme ein Glas, ein Eimer, einen Trichter und ein paar Locher… Stellen sie die Locher neben das Glas. Füllen sie den Eimer mit Wasser und schütten sie dieses in das Glas. Ok es läuft zwar viel daneben aber der Eimer ist recht schnell leer. Wenn der Eimer leer ist, bewegen sie die Locher Das gleiche machen sie nun mit dem Trichter und schütten das Wasser vorsichtig dadurch in das Glas. Dauert zwar länger aber sie haben es kontrolliert gebündelt. Danach dürfen sie die Locher wieder bewegen ;-)

  4. artem gojdenko

    Meiner Ansicht nach, wäre das Wiederaufstellen von Ampelanlagen definitiv ein Rückschritt, wenn wir bedenken, dass diese Stadt rasant wächst und attraktiver für Menschen werden soll. Der Bereich um den es hier geht ist ein besonders wichtiger für den Fußverkehr in der ganzen Stadt, neben der Fußgängerzone in der Innenstadt. Das Dichtmachen der Stationsstraße für den motorisierten Durchgangsverkehr (natürlich ausser für Taxen, Busse, Einsatzfahrzeuge) hört sich für mich spannend an und es würde mich interessieren aus Sicht eines Stadtplaners mit Erfahrung, mit welchen Auswirkungen man an der Stelle rechnen müsste für den Autoverkehr. Meiner laienhaften Einschätzung nach, als Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer, ist es keine Hauptverkehrsschlagader und es aktuell Alternativen existieren (ob diese auf eine lange Sicht praktikabel sind, müsste natürlich ausgiebig geprüft werden vor der Schließung der Straße)

  5. Rolf Havermann

    Hier sind viele, auch gute Ideen zu lesen, aber keine Lösung. Die besteht m.E. nur in der Schließung der Straße für den motorisierten Verkehr. Alle anderen Vorschläge werden die Probleme nicht wirklich lösen:

    – Fußgänger und Rad- wie Autofahrer haben weitgehend verlernt, aufeinander Rücksicht zu
    nehmen.
    – Die Situation “Bahnhof” favorisiert die Fußgänger bei welcher Lösung auch immer.
    – Das ganze Areal ist auto-untauglich.
    – Wieder einmal kann die Verwaltung keine wirkliche Lösung bieten sondern wie so oft nur
    Stückwerk, weil es kein vernünftiges Verkehrskonzept für die Stadt gibt.

  6. Oliver Wuttke

    „Will eigentlich wieder eine Fußgängerampel“ ist etwas kurz gefasst.

    Das Problem des Rückstaus ist aktuell der Zebrastreifen sowie die Fußgänger, die sich nicht an den Vorrang der Autos/Busse halten und blind auf die Straße laufen.
    Beim Zebrastreifen ist dies natürlich anders. Durch die hohe Anzahl der Fußgänger erzeugt es hier eine extreme Verzögerung, da immer nur wenige Autos passieren können, wenn sie mal passieren können.

    Daher unsere Idee, den Zebrastreifen zu entfernen und durch eine anforderungsgesteuerte Fußgängerampel zu ersetzen. Hier sollte eine Mindestgrünphase (z.B. 90 Sek) für die Autos vorgesehen werden, damit nicht bei jeder Anforderung sofort auf Rot gewechselt wird und damit das gleiche Problem wie beim Zebrastreifen auftritt.

    Da in diesem Bereich 20 km/h als Höchstgeschwindigkeit gelten, können die, die nicht warten wollen, weiterhin an anderen Stellen die Straße queren, natürlich unter Beachtung des Vorrangs der Kfz.
    Evtl. sollte hier eine Verringerung auf 15 km/h geprüft werden, um das Unfallrisiko noch weiter zu minimieren.

    Zusammengefasst: Ideen, wenn man den Platz nicht in einen Shared-Space umgestalten will oder den Verkehrsfluss über den Tunnel leitet:

    – Anforderungsgesteuerte Fußgängerampel anstatt Zebrastreifen
    – Mindestgrünphase für Kfz
    – Evtl. Countdown zur Information der wartenden Fußgänger
    – Evtl. LED-Streifen (rot/grün) am Boden zur Verdeutlichung und als Service für Smartphone-Süchtige.
    – Verringerung der zul. Höchstgeschwindigkeit auf 15 km/h zur Verringerung der Unfallgefahr.
    – Hinweisschilder (stehend oder auf dem Boden), dass Kfz Vorrang haben.

    Somit wären wichtige Anforderungen erfüllt:
    – Gefahrloser Übergang für Personen, die sich im Straßenverkehr nicht sicher fühlen oder aufgrund von Handicap auf eine Ampel angewiesen sind.
    – Verringerung des Rückstaus Richtung Driescher Kreisel.
    – Verringerung der Unfallgefahr am Zebrastreifen und im weiteren Verlauf bei der Querung im fließenden Verkehr.

    Oliver Wuttke
    mitterechts/LKR Fraktion

  7. Rainer Lingmann

    Es stimmt, dass die Örtlichkeit signalisiert, dass man hier mit Fußgänger rechnen muss, die die Straße betreten. Und durch die Schwellen wird hier ja auch langsam gefahren.

    Rein rechtlich ist es aber anders, haben hier die Autos Vorrang wie an jeder Straße ohne Zebrastreifen, Ampel oder Spielstraßenschild.

    Und das “auf Augenhöhe” wird von auch gerade von Fußgängern ignoriert. Mir sind hier schon Fußgänger direkt vor’s Auto gelatscht, und zwar ohne zu gucken, sondern weil sie ein vermeintliches Recht durchsetzen wollen (wenn auch auf Kosten ihrer Knochen).

    Die Lösung wäre sehr einfach: Die Stadt stellt zwei Spielstraßenschilder (https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrsberuhigter_Bereich) auf, dann haben Fußgänger Vorrang, dürfen die Autos aber nicht unnötig behindern und Autos müssen Schrittgeschwindigkeit fahren.

  8. EM

    In der Schule lehrt die Polizei den Kindern die Straße möglichst an Zebrastreifen oder Ampeln zu queren. An mehrspurigen Straßen sollen die Kinder sogar freundliche Autofahrer ignorieren und das Angebot ablehnen. Hintergrund: derf folgende Autofahrer könnte die Situation falsch einschätzen und das wartende Auto überholen und dann knallt es!

    Hier in dieser Straße ist aber plötzlich alles anders. Die Erwachsenen gehen teilweise wirklich ohne zu schauen über die Straße, da es an einer Regelung fehlt. Tolles Vorbild!

    Im Grunde herrscht hier eine große Rücksichtnahme zwischen Fußgängern und Kraftverkehr. Teilweise wohl zu viel, wie der Pressesprecher der Stadt in einem Artikel des Kölner Stadtanzeigers bemängelte. Dadurch entsteht dann der Stau. Zum Glück scheint es wenige Unfälle zu geben.

    Die Vielzahl der Querungen auf dem kurzen Stück Straße müssen ja zwangsläufig zu einer Reduzierung des Verkehrsflusses führen! Aber ganz ehrlich: Es fehlt verkehrsplanerisch seit Jahrzehnten ein (gutes) Verkehrskonzept für Bergisch Gladbach.

    Bergisch Gladbach ist gewachsen. Die Problematik Verkehr (ob Rad- oder Autoverkehr) ist dabei gefühlt nie berücksichtigt worden.

  9. Huusmeister

    Durch die Tempo-20-Schilder und die Erhöhung der Straße wird deutlich gemacht, dass es sich hier um einen „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich” handelt. Die Idee: alle Verkehrsteilnehmer auf Augenhöhe, verständigen sich gegenseitig über Vorfahrt. Das funktioniert am Übergang zur Fußgängerzone auch gut, weiter runter in Richtung Driescher Kreisel nicht. Aber stimmt schon: Die Stadtverwaltung hat es immer wieder versäumt, die Regeln für Fußgänger und Autofahrer klar zu machen.

  10. Rainer Lingmann

    im Bereich des Übergangs zur “Fußgängerzone sind Autofahrer und Fußgänger gleichberechtigt”

    Wie kommen Sie darauf? Es gibt dort kein Verkehrszeichen, das das signalisiert, weder Zebrastreifen noch Spielstraßenschild.

  11. Mike Gürgens

    Naturgemäß ist an einem Bus/ S- Bahnhof, inmitten einer Innenstadt, mit sehr viel Fußverkehr zu rechnen. Im Gegensatz zu Frau Barth sehe ich die Faulheit und das Kompromisslose handeln und Denken des Kraftverkehrs hier als das größere Übel. Frau Barth hat es schon richtig erkannt. Das Problem wird sich durch die Barrieren und Lenkung nicht ändern. Die Massen an Menschen werden dann gebündelt geleitet und durch den engen Bereich geführt. Es werden dadurch aber nicht weniger Fußgänger. Man bekommt dann einen weiteren Menschenstau, der dann an den Zebrastreifen den Rest des Verkehres lahm legt. Die Stationsstraße gehört nach Zufahrt der Rhein Berg Galerie für den Durchgangsverkehr gesperrt. Dann fällt der Druck für Busse, und Taxis weg. Rettungskräfte, Feuerwehr und Co. haben ein wesentlich besseres Durchkommen zu ihren Einsatzorten. Die Linke hat Recht. Sobald die Passage aufgewertet wird und das Stadthaus steht erhöht sich das Fußgänger Aufkommen noch weiter.

  12. Evelyn Barth

    Asche auf mein Haupt: Der Mensch ist faul. Von Natur aus. Ich bin ja der reine Busfahrer und Fußgänger und wenn ich an der Stationsstraße aus der RheinBerg-Galerie rauskomme … Nun ja, glaubt mal bitte keiner, dass ich zu einem der Zebrastreifen nach rechts oder links laufe um dort die Straße zu überqueren, wenn mein Bus direkt gegenüber steht. Ich weiß nicht, wie viele Menschen an der Stelle die RheinBerg-Galerie verlassen, aber ich bin bestimmt nicht der einzige Mensch, der das tut.

    Ich habe kürzlich mal eine Weile beobachtet, wie das an den Zebrastreifen und dem großen Übergang an der Fußgängerzone läuft und ich glaube, dass einfach von beidem zu viel ist: Zu viele Autos UND zu viele Fußgänger. Aber grundsätzlich klappt es.

    Barrieren werden das Problem nur an die erlaubten Übergänge verschieben, aber vermutlich nicht lösen. Dann steht der Verkehr genau so wie jetzt, nur an anderen Stellen und da halt länger als jetzt.

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