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><channel><title>iGL Bürgerportal Bergisch GladbachEngelbert Manfred Müller</title> <atom:link href="http://in-gl.de/author/engelbertmanfred/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://in-gl.de</link> <description>Nachrichten, Termine, Tipps aus der Metropole des Bergischen Landes. Bürgerjournalisten tragen alles Wissenswerte aus Bergisch Gladbach, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Region zusammen. Machen Sie mit!</description> <lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 16:18:13 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Ein Brunnen mehr oder weniger</title><link>http://in-gl.de/2012/05/24/ein-brunnen-mehr-oder-weniger/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/05/24/ein-brunnen-mehr-oder-weniger/#comments</comments> <pubDate>Thu, 24 May 2012 16:13:39 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Brunnen]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=35997</guid> <description><![CDATA[Er war zum Schluss arg ramponiert, das Wasser floss manchmal nur spärlich - aber er war für viele Kinder ein Ort zum Spielen mitten in der Stadt. Ein Ort für Ideen und  Phantasien. Nun ist er fort. Ein Nachruf. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Ein-Brunnen-mehr-oder-weniger-bearbeitet.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-35998" title="Ein Brunnen mehr oder weniger bearbeitet" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Ein-Brunnen-mehr-oder-weniger-bearbeitet.jpg" alt="" /></a>Die beiden Kinder schauten fassungslos auf den grauen Fleck.</p><p>Genau hier hatte <a
href="http://in-gl.de/2012/05/10/wer-kennt-mich-noch/">ihr Brunnen</a> gestanden, sorgfältig aus rötlichem Pflaster gemauert, eine Schnecke, die nach oben spitzer wurde, bis zu der Stelle, wo der silberne Strahl aus dem Loch hervorsprudelte. Der Strahl, der sich dann in die Kurve legte, um sich von Terrassenstufe zu Terrassenstufe in ein immer tieferes Bett zu graben, bis er in einem unteren Loch verschwand. Aber was lagen dazwischen für sie für Welten!</p><p>Als sie voriges Jahr mit Papi an dem flachen Strand in Griechenland waren, hatten sie sich ähnliche Gebilde im feuchten Sand gebaut. Und ihre Bauten, Vulkane, Burgen, Mauern, Häuser, wuchsen organisch aus der Umgebung wie hier der Brunnen aus dem gepflasterten Boden. Kein Sand hier, sondern die Pflastersteine als Schuppen eines riesigen endlosen Schuppentiers, auf dessen Rücken sich die Menschen in der Fußgängerzone bewegten.</p><p>Seit Jahren war das Pflaster an verschiedenen Stellen schadhaft, weil die Stadt es nicht mehr pflegte. Aber der gepflasterte Brunnen war intakt. Manchmal floss allerdings nur wenig oder gar kein Wasser daraus hervor. Man wusste nicht warum.</p><blockquote><p>„Papi, was ist das? Wo ist unser Brunnen geblieben?“</p></blockquote><p>Der große Mann mit dem kahl rasierten Schädel schaute auf die notdürftig  asphaltierte Fläche, der man ansah, dass sich vor kurzem an dieser Stelle noch etwas anderes befunden hatte, und rieb sich sein massiges Kinn.</p><blockquote><p>„Ja, weg!“</p></blockquote><p>Seine Stimme war mehr aggressiv als ironisch. Die Kinder schauten sich empört um.</p><blockquote><p>„Das sehen wir auch. Aber wo? Und warum?“</p></blockquote><h2 align="center">***</h2><div
id="attachment_34942" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Fußgängerzone-schnecke-brunnen.jpg"><img
class="size-medium wp-image-34942" title="Fußgängerzone schnecke brunnen" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Fußgängerzone-schnecke-brunnen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">So sah der Brunnen zum Schluss aus.</p></div><p>Noah und Lisa begleiteten seit einiger Zeit ihren Vater gerne, wenn er in die Stadt zum Einkaufen fuhr. Den Spielplatz mit seiner kurzen Rutsche und den kleinen Schaukeln waren sie schon leid. Aber jetzt hatten sie vor ein paar Tagen den Brunnen entdeckt. Er war eigentlich nicht zum Spielen gedacht, eignete sich aber wunderbar für ihre Ideen und  Phantasien.</p><p>Papa holte sie immer nach dem Einkaufen im Supermarkt hier wieder ab. Er hatte ihnen aus Papier kleine Schiffe gefaltet, die sie in dem Brunnen schwimmen ließen.</p><blockquote><p>„Schau mal, meins segelt jetzt ganz ruhig voran.“</p><p>„Hm. &#8211; Haben wir überhaupt Segelboote?“</p><p>„Was denn sonst?“</p><p>„Es könnten ja auch Dampfschiffe sein.“</p><p>„Aber man sieht doch überhaupt keinen Dampf. Und dann könnten sie auch leicht in Brand geraten. Für den Dampf braucht man doch Feuer.“</p><p>„Wirklich? Na gut, dann sind es eben Segelboote.“</p></blockquote><p>Noah mit seinem blonden Wuschelschopf schob sein Papierschiffchen geduldig weiter, wenn es in einer Stufe des Brunnens hängenblieb, weil der Wasserstand zu niedrig war. Lisa aber schüttelte den Kopf, als sie feststellte, dass sich ihr Schiffchen langsam auflöste, weil sie es immer wieder berühren oder anschieben musste.</p><blockquote><p>„Sollten wir nicht etwas anderes als Schiffchen benutzen? Was hältst du von Streichhölzern? Die würden auch bei geringem Wasserstand weiter schwimmen.“</p><p>„Au ja“, meinte Noah, das wären dann Wikingerschiffe.“</p><p>„Oder Kanus von Indianern.“ Lisas Augen träumten schon von abenteuerlichen Fahrten auf dem Mississippi oder dem Colorado.</p><p>„Aber das war doch eine ganz andere Zeit.“</p><p>„Ist doch egal. Übrigens: Ich habe vor kurzem gehört, dass die Wikinger Amerika entdeckt haben, lange vor Kolumbus.“</p><p>„O.K. Aber wo kriegen wir Streichhölzer her?“</p></blockquote><p>Sie schauten sich um, als ihr Blick auf das Haus mit der strahlenden goldenen Sonne gegenüber fiel. Dort standen Tische und Stühle vor einem Cafe auf der Straße.</p><blockquote><p>„Schau mal, der mit der Pfeife!“</p></blockquote><p>Die Kinder sahen einen älteren Mann mit Bart an einem der Tische sitzen, eine Tasse Kaffee vor sich auf dem Tisch und in einem dicken Buch lesend.</p><blockquote><p>„Entschuldigung, haben Sie nicht ein paar Streichhölzer für uns?“</p></blockquote><p>Der Mann schaute auf, als wenn er aus einer weit entfernten Welt käme und sah sie erstaunt durch seine kleine Brille an.</p><blockquote><p>„Was? Wozu wollt ihr denn Streichhölzer? Ihr raucht doch nicht etwa schon?“</p><p>„Nein, was denken Sie? Wir brauchen sie als Schiffchen für den Brunnen da.“</p></blockquote><p>Sie wiesen auf ihren Spielplatz in ihrem Rücken.</p><blockquote><p>„Ach so, das kann ich verstehen. Mal sehen, was ich habe.“</p></blockquote><p>Er kramte einen violetten Lederbeutel aus der Tasche seiner Jacke, die über der Stuhllehne hing. Nachdem er den Reißverschluss aufgezogen hatte, zog er eine Streichholzschachtel hervor, die mit einer emaillierten Platte verziert war. Die Kinder sahen, dass auf der glänzenden roten Fläche ein blauer Vogel dargestellt war. Er öffnete sie und gab Lisa einen Gegenstand von einer eigenartigen Form, kaum dicker als ein Streichholz.</p><blockquote><p>„Aber, aber … das ist doch ein Indianerkanu“,</p></blockquote><p>stammelte das Kind verwirrt.</p><blockquote><p>„Genau“,</p></blockquote><p>erwiderte der Mann und schmunzelte. Dann nahm er einen zweiten Gegenstand aus der Schachtel und gab ihn Noah. Der schaute den Mann an, als wenn er ein Außerirdischer wäre.</p><blockquote><p>„Ein Wikingerschiff“,</p></blockquote><p>entfuhr es ihm.</p><blockquote><p>„Gefallen sie euch nicht?“</p><p>„Doch, doch“,</p></blockquote><p>riefen beide gleichzeitig.</p><p>Dann eilten sie flugs zu ihrem Brunnen. Die beiden Boote schwammen perfekt. Als sie sich in der Mitte des Brunnens befanden, wo sie in einer Mulde etwas länger verweilten, begegneten die bärtigen Wikinger Noahs Indianern mit riesigen Federbüschen auf dem Kopf und auf dem Rücken, die aus Lisas Kanu stiegen. Sie umarmten sich, setzten sich an ein Feuer, von dem blauer Rauch aufstieg und rauchten die Friedenspfeife miteinander.</p><p>Noah schielte zu dem Mann, der wieder in sein Buch vertieft dasaß, während ein blaues Wölkchen aus seiner Pfeife zu den goldenen Strahlen der Sonne auf der Hauswand und dem blauen Himmel aufstieg, so dass man sein Gesicht nur verschwommen sah.</p><blockquote><p>„Ist das ein Zauberer?“ kam es trocken aus Noahs Kehle.</p><p>„M-m. Die haben doch spitze Hüte wie Merlin.“</p><p>„Stimmt.“</p></blockquote><h1 style="text-align: center;"> ***</h1><p>Und das war jetzt alles vorbei! Papa erzählte den Kindern von einem Brief, den er vor kurzem an die Stadt geschrieben hatte. Die Kinder wussten auch, <a
title="Alle Beiträge zum Umbau der Fußgängerzone" href="http://in-gl.de/2012/05/10/wer-kennt-mich-noch/">dass die Fußgängerzone neu gestaltet</a> werden sollte. Man hatte schon angefangen, ein neues Pflaster zu verlegen, nicht so schön wie das alte, aber angeblich sauberer und für Frauen mit spitzen Stöckelabsätzen weniger gefährlich.</p><p>Papa hatte schon befürchtet, dass sie den Brunnen abreißen würden. Deshalb fragte er die Stadtverwaltung in seinem Brief, was damit geschehen würde. Vielleicht würde er ja doch stehen bleiben. Deshalb hatte er den Kindern noch nichts von seiner Sorge gesagt. Er bekam nie eine Antwort auf seine Frage. Er wusste aber, dass der andere Brunnen, der neu geplante vor dem Bahnhof, auch nicht gebaut worden war. Weil die Stadt angeblich kein Geld hatte.</p><blockquote><p>„Was machen wir denn jetzt?“</p></blockquote><p>Die Kinder hatten Tränen in den Augen.</p><blockquote><p>„Müssen wir mal sehen“,</p></blockquote><p>sagte der Vater, hängte sich die beiden Einkaufsbeutel über die Schultern und fasste an jeder Seite eins seiner Kinder an der Hand.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/05/24/ein-brunnen-mehr-oder-weniger/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Wer kennt mich noch?</title><link>http://in-gl.de/2012/05/10/wer-kennt-mich-noch/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/05/10/wer-kennt-mich-noch/#comments</comments> <pubDate>Thu, 10 May 2012 21:29:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Brunnen]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=34941</guid> <description><![CDATA[Es gibt Städte, die sind stolz auf ihre Brunnen. Bergisch Gladbach gehört offenbar nicht dazu. Der nicht nur bei Kindern beliebte Schneckenbrunnen ist aus der Fußgängerzone verschwunden. Wohin?]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_34942" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Fußgängerzone-schnecke-brunnen.jpg"><img
class="size-medium wp-image-34942" title="Fußgängerzone schnecke brunnen" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/05/Fußgängerzone-schnecke-brunnen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Der gute alte Schnecken-Brunnen</p></div><p>Ah, mehr Leute, als ich dachte. Dabei ist es ziemlich sicher, dass es mich gar nicht mehr gibt. Auf jeden Fall sieht man mich nicht mehr. In der Öffentlichkeit. Ob vielleicht an einem verborgenen Ort, das weiß man nicht. Vielleicht ja auch im Garten eines Honoratioren, oder wie man die nennen will, die mehr wissen als die anderen.</p><p>Als bei der Stadtverwaltung nachgefragt wurde nach meiner Zukunft, erfolgte keine Antwort, so dass man schon das Schlimmste befürchten konnte. Warum sollte es mir auch besser gehen als dem zwar versprochenen, aber noch gar nicht existierenden am Bahnhof?</p><p>Wenn der Pech hat, wird er das gleiche Schicksal erleben wie ich. Hätte ich doch einen Sponsor gefunden wie der auf dem Marktplatz, dann hätte ich nicht nur eine Existenz, sondern zusätzlich auch noch Wasser. Aber so viele Leute, die in dieser Stadt zu wenig Gewerbesteuer zahlen, um dann nachher mit ein paar Peanuts als die großen Wohltäter auftreten zu können, gibt es vielleicht auch wieder nicht.</p><p>Also keine Chance? Meine Form entsprach wohl auch nicht mehr dem Zeitgeist. Die Form einer Schnecke! Wo bleibt denn da die allseits begehrte Schnelllebigkeit? Von der für die Neugestaltung der Innenstadt geforderten Geradlinigkeit ganz zu schweigen.</p><p>Und aus Beton hätte es sowieso keinen Ersatz für mich gegeben. Dazu wäre ich auch zu stolz gewesen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es mich ja doch noch –irgendwo. Oder?</p><p>Vielleicht weiß einer der Leser etwas über mich.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/05/10/wer-kennt-mich-noch/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Gehören sie nicht auch zur Fußgängerzone?</title><link>http://in-gl.de/2012/04/23/gehoren-sie-nicht-auch-zur-fusgangerzone/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/04/23/gehoren-sie-nicht-auch-zur-fusgangerzone/#comments</comments> <pubDate>Mon, 23 Apr 2012 16:37:06 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Soziales]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=33237</guid> <description><![CDATA[Wer Augen hat zu sehen und Ohren hat zu hören, kann in der Innenstadt nicht nur einkaufen. Dort trifft man Menschen, die einer ganz anderen Seite unserer Gesellschaft angehören.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wer Augen hat zu sehen und Ohren hat zu hören, kann in unserer Innenstadt nicht nur einkaufen, sondern auch Menschen begegnen. Manchmal Menschen, die einer ganz anderen Seite unserer Gesellschaft angehören als der, in der man selber lebt. Die man vielleicht sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Hier aber kann man direkt mit ihnen sprechen. Und dabei gegenseitige Vorurteile abbauen. Wenn man es denn will.<br
/> <a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/frauen-fußgängerzone.jpg"><img
class="alignleft size-medium wp-image-33238" title="frauen fußgängerzone" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/frauen-fußgängerzone-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Fotografieren lassen wollten sich nur 2 von ihnen, obwohl sie insgesamt 15 waren. Warum? Weil sie Angst hatten? Angst vor wem? Auf jeden Fall konnte man sich nett mit ihnen unterhalten.</p><p>Sie treffen sich im sogenannten Rondellchen, werden von manchen Leuten gefürchtet, von anderen verachtet. Aber warum eigentlich?</p><p>Weil sie Zeit haben, die vielen von uns fehlt? Dabei ist es doch so: Sie hätten gerne weniger Zeit, wenn sie dafür Arbeit hätten. Und sie würden sich gerne wie viele von uns lieber im eigenen Garten treffen, wenn sie denn einen hätten.</p><blockquote><p>„Mit einem von den Polizisten, die hier manchmal auftauchen, verstehen wir uns gut. Der hat Verständnis für uns.“</p><p>„Wissen Sie eigentlich, dass wir hier den Platz immer sauber halten? Wir säubern ihn zusätzlich zu der städtischen Reinigung.“</p><p>„Es wäre schön, wenn bei der Neugestaltung der Innenstadt ein Dach über dieser schönen Bank errichtet würde, ein einfaches Dach. Aber an so etwas denken wohl moderne Architekten nicht.“</p></blockquote><p>Hier findet die Kommunikation statt, die an vielen Stellen in unserer Gesellschaft fehlt. Noch haben sie ja auch eine Bank, eine halbkreisförmige, bei der sie sich beim Reden gegenseitig in die Augen schauen können, eine kommunikative Bank sozusagen.</p><p>Aber wie lange noch? Im Zuge der Geradlinigkeit und Offenheit, die die Prinzipien der Neugestaltung der Stadt sind, werden vielleicht auch diese Menschen mit ihrer Bank aus unserer Innenstadt verschwinden, nicht nur die vielerlei Arten von Bäumen, die wir hatten. Es sei denn, wir wollen es anders. Und setzen es durch.</p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a
href="http://in-gl.de/schlagwort/fussgaengerzone/">Alle Beiträge zur Umgestaltung der Innenstadt</a></li><li><a
href="http://in-gl.de/author/engelbertmanfred/">Alle Beiträge des Autors</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/04/23/gehoren-sie-nicht-auch-zur-fusgangerzone/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Was unterscheidet Washington von Bergisch Gladbach?</title><link>http://in-gl.de/2012/04/14/washington-bergisch-gladbach/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/04/14/washington-bergisch-gladbach/#comments</comments> <pubDate>Sat, 14 Apr 2012 08:59:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Musik]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Straßenmusiker]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=32727</guid> <description><![CDATA[Ein unbekannter Musiker spielt an einem öffentlichen Ort. In Washington D.C. - oder in Bergisch Gladbach. Manche hören zu, wenige spenden Geld, keiner erkennt das Geheimnis.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_32728" class="wp-caption alignleft" style="width: 190px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/Where-did-the-good-man-go-thumb.jpg"><img
class=" wp-image-32728 " title="Where did the good man go thumb" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/Where-did-the-good-man-go-thumb.jpg" alt="" width="180" height="180" /></a><p
class="wp-caption-text">Where did the good man go? Musiker in der Gladbacher Fußgängerzone</p></div><h3 align="center">Was unterscheidet Washington von Bergisch Gladbach?</h3><h3 align="center"></h3><h3 align="center">Nichts!</h3><h3 align="center">Oder?</h3><p>Wenn man eine Antwort auf diese knifflige Frage erhalten will, sollte man sich die folgende Präsentation anschauen:</p><div><p><object
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style="font-family: arial; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; font-size: 11px; line-height: normal; font-size-adjust: none; font-stretch: normal;"></div></div><p>5 Minuten darüber nachdenken und dann vielleicht einen Kommentar schreiben, wenn man Lust dazu hat.</p><p>Und wer wissen will, wer der Musiker auf dem Foto oben ist, <a
href="http://in-gl.de/2012/03/30/auch-sie-gehoren-zu-unserer-fusgangerzone/">der wird hier fündig.</a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/04/14/washington-bergisch-gladbach/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Diesiger Aprilnachmittag im Lerbacher Park</title><link>http://in-gl.de/2012/04/04/diesiger-aprilnachmittag-im-lerbacher-park/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/04/04/diesiger-aprilnachmittag-im-lerbacher-park/#comments</comments> <pubDate>Wed, 04 Apr 2012 18:37:14 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Literatur]]></category> <category><![CDATA[Sand]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=32610</guid> <description><![CDATA[Zum Ausatmen in politisch angespannter Landschaft lohnt sich immer ein Spaziergang durch den schönen Lerbacher Schlosspark. Dieses Gedicht könnte dazu inspirieren.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_32611" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_6163.jpg"><img
class="size-medium wp-image-32611" title="IMG_6163" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/04/IMG_6163-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">.</p></div><p
align="center">Sonnenscheibe</p><p
align="center">mit fließenden Rändern,</p><p
align="center">und milder Dunst</p><p
align="center">steigt aus den Wiesen.</p><p
align="center">.</p><p
align="center">Der Teich haucht Blasen,</p><p
align="center">goldne Kreise.</p><p
align="center">.</p><p
align="center">Bugwellende Enten,</p><p
align="center">aufleuchtende Lichter,</p><p
align="center">in Ruhe verschwindend.</p><p
align="center">.</p><p
align="center">Und Schwäne ziehn groß ihre Bahn.</p><p
align="center">Der Karpfen gründelt,</p><p
align="center">mit wedelnder Spitze des Schwanzes</p><p
align="center">ein trüber Gefährte des Falters.</p><p
align="center">.</p><p
align="center">Kirschblüten</p><p
align="center">und Purpurmagnolie,</p><p
align="center">mit Efeu bedeckt,</p><p
align="center">der Sternenmagnolien</p><p
align="center">süßduftende Pracht.</p><p
align="center">.</p><p
align="center">Ein Kiosk, noch leer,</p><p
align="center">mit schiefernem Dach,</p><p
align="center">von kommenden Festen</p><p
align="center">er träumt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/04/04/diesiger-aprilnachmittag-im-lerbacher-park/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Auch sie gehören zu unserer Fußgängerzone</title><link>http://in-gl.de/2012/03/30/auch-sie-gehoren-zu-unserer-fusgangerzone/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/03/30/auch-sie-gehoren-zu-unserer-fusgangerzone/#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Mar 2012 18:48:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=32523</guid> <description><![CDATA[Die Investmentbanken, die Prozente, und die Straßenmusikanten. Wie Alan Moorhouse, der sein Leben als Englischlehrer wieder einmal mit dem Leben als Straßenmusikant getauscht hat. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/03/straßenmusiker.jpg"><img
class="alignleft size-full wp-image-32524" title="straßenmusiker" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/03/straßenmusiker.jpg" alt="" width="133" height="166" /></a>Die Investmentbanken, die Prozente, aber auch die <strong>Straßenmusikanten</strong>. Wie zum Beispiel der Folkrockmusiker Alan Moorhouse, der ein mehrjähriges Leben als Englischlehrer an deutschen Schulen wieder einmal mit einem Leben als Straßenmusikant getauscht hat.</p><p>Eigene Texte, die Geschichten aus seinem Leben erzählen, eine mitreißende eigene Musik und ein unverwüstlicher Humor, der Mut machen kann, unsere Welt nicht nur als eine Ansammlung von Krisen, Kriegen und Stress zu sehen.</p><p>Zu erleben in unserer Gladbacher Fußgängerzone –wenn man es denn will -und wenn man ihn lässt. Die städtische <strong>Verordnung zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit </strong>(Das Wort darf man sich auf der Zunge zergehen lassen!) erließ unser Rat im Frühjahr 2012(!) und gönnt ihm leider nur noch 30 Minuten an einer Stelle. Er wird also in eine Hektik gezwungen, die er uns eigentlich nehmen wollte.</p><p>Wir müssen aufpassen, dass man uns nicht noch mehr nimmt, in unserer bis vor kurzem lebenswerten und liebenswerten Gladbacher Innenstadt, wo man so ganz nebenbei -wenn man wollte, kostenlos- einen gesundheitsfördernden Blick über den Zaun der Alltagsroutine werfen konnte.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/03/30/auch-sie-gehoren-zu-unserer-fusgangerzone/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Krisensitzung als Motto für das Jahr 2012?</title><link>http://in-gl.de/2012/01/15/krisensitzung-mott-2012/</link> <comments>http://in-gl.de/2012/01/15/krisensitzung-mott-2012/#comments</comments> <pubDate>Sun, 15 Jan 2012 16:34:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=29838</guid> <description><![CDATA[Weil wir vielleicht noch etliche davon erleben werden? Aber wer "sitzt" dabei "Krise"? Und wie? Und zu welchem Zweck und für wen? Tausend Fragen und vielleicht doch wenigstens eine Antwort.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/01/krisensitzung.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-29839" title="krisensitzung" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2012/01/krisensitzung.jpg" alt="" width="556" height="393" /></a><br
/> Weil wir vielleicht noch etliche davon erleben werden? Aber wer &#8220;sitzt&#8221; dabei &#8220;Krise&#8221;? Und wie? Und zu welchem Zweck und für wen? Und wer sitzt auf dem Bild und wozu? Und was haben die beiden Sitzenden auf dem Foto zu tun mit den Personen in den Krisensitzungen? Aussitzen, Nachsitzen, Sitzstreiken, Absitzen, Sitzkomfort, Sitzkissen, Sessel? Was steckt eigentlich hinter all dem Euro- und Wirtschaftsgekrisele? Welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Wer ist der Kaiser, der seine neuen Kleider zeigt? Tausend Fragen und vielleicht doch wenigstens eine Antwort am Ende des Textes.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2012/01/15/krisensitzung-mott-2012/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Mord am Bahnhof</title><link>http://in-gl.de/2011/11/21/mord-am-bahnhof/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/11/21/mord-am-bahnhof/#comments</comments> <pubDate>Mon, 21 Nov 2011 21:56:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Lindlar]]></category> <category><![CDATA[Literatur]]></category> <category><![CDATA[Wandern]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Linde]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=28160</guid> <description><![CDATA[Bei einer Wanderung rund um Linde entdeckt man nicht nur eine wunderbare Landschaft, sondern hat mitunter auch merkwürdige Begegnungen. Wandern Sie mit - durch einen Bergischen Krimi der besonderen Art.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_28231" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/kapelle-waldbruch-gro%C3%9F.jpg"><img
class="size-medium wp-image-28231" title="kapelle waldbruch groß" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/kapelle-waldbruch-gro%C3%9F-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><p
class="wp-caption-text">Pestkapelle in Waldbruch</p></div><p><span
class="drop-cap">V</span>on der Pestkapelle aus dem Dreißigjährigen Krieg mit ihren beiden weithin sichtbaren schlanken Pappeln sahen sie unter sich die saftiggrüne Wiese, die schräg nach unten zu der Serpentinenstraße im Wald führte. Auf der Wiese waren sie erstaunt über die zahlreichen frisch aufgeworfenen Maulwurfshügel, die man von weitem nicht sah. Die ganze Wiese war durchlöchert.</p><p>Die grüne Pracht bei näherem Hinsehen nur Schein! Hinter dem letzten Haus des Weilers führte sie ein Weg in den Buchenwald hinein. Hier umfing sie das, was sie suchten, Stille und eine Natur, wie sie vor Jahrhunderten kaum anders ausgesehen haben mochte.</p><p>Nur hinter sich hörten sie, halb im Unterbewussten, eine unsympathische quakende Stimme aus dem letzten Haus:</p><p
style="padding-left: 30px;">“Wo bleiben sie denn? Jetzt müssten wir doch langsam mal was hören.“</p><p>Verwandte, Bekannte, die zu irgendetwas unterwegs waren? Zum Einkaufen? Kinder vielleicht, die nicht pünktlich waren?</p><p>Dann umfing sie der Herbstgeruch des Waldes, der Geruch nach nassem, faulenden Laub und Matsch im gedämpften Licht, dann eine Stinkmorchel, der Ruf einer krächzenden Krähe, das saftige Grün von Moospolstern und die wohltuende Bewegung des Ausschreitens. Auf dem Weg Haufen von Eicheln und Bucheckern. Als sie nach einiger Zeit aus dem Wald heraustraten auf eine Wiese, kam die Sonne hinter den Wolken hervor und ließ die Herbstfarben goldbunt aufleuchten. Rechts wurde eine riesige Wiese von einer bewaldeten Kuppe bekrönt, um die der Weg herumführte.</p><p>Dabei hatten sie auf geringer Höhe einen erstaunlichen Panoramablick: Eifelberge graublau, davor die markanten Spitzen des Siebengebirges und die Rheinebene, hinter der die vier Quellwolkentürme der Braunkohlenkraftwerke wie aus überdimensionalen Lokomotiven aufstiegen. Man konnte sie aber auch für Gewitterwolken über der Karibik halten.</p><p>Im Norden dann die Türme von Wermelskirchen, weit davor die Ortschaft Linde mit ihrem spitzen Kirchturm, die wenigen Häuser von Breidenbach mit seinem dunklen Burggebäude und seiner Pestkapelle und das breit hingelagerte Lindlar mit seinen beiden Kirchen und den oberhalb liegenden Steinbrüchen. Nur auf zwei, drei Höhen verlor die Landschaft ihre scheinbare Unberührtheit durch Handytürme.</p><div
id="attachment_19567" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/04/wandern.jpg"><img
class="size-medium wp-image-19567 " title="wandern" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/04/wandern-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Wanderstrecke im Bergischen Land</p></div><p><span
class="drop-cap">W</span>ie vor ihnen aufgefaltet lag die Landschaft da, ein endloses Aneinander von grünen Wiesen und bunten Wäldern. Warum fanden sie das schön? Sie merkten, dass sie einerseits Teil sein wollten von dieser Endlosigkeit, andererseits aber auch ihre Herren oder zumindest Betrachter.</p><p>Stellte das Nomadenleben das eigentliche menschliche Leben dar, mit immer wechselnden Blicken? Schließlich waren die Menschen im Laufe ihrer Entwicklung die meiste Zeit Nomaden gewesen. Tief atmeten sie die frische Luft ein, genossen die Sonnenstrahlen auf ihren Körpern und vergaßen die Sorgen, die sie in der letzten Zeit geplagt hatten, die Sorgen um Kinder, Arbeit und die eigene Beziehung zueinander.</p><p>Dann führte der Weg wieder bergab, über weite Wiesen, durch einen engen Weiler, an einer weiteren Pestkapelle vorbei, schräg hinunter wieder in Richtung Wald.</p><p>Eine Weide mit Schafen fand ihre Fortsetzung im Wald. Mittelalterlich wirkte der dadurch.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Aber fressen Schafe denn auch Eicheln?“ meinte Monika.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Sieht so aus. Ich weiß es aber nicht. Auf jeden Fall scheint hier jemand die alte Tradition, den Wald als Weide zu benutzen, wieder aufleben lassen zu wollen.“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ja, merkwürdig.“</p><p>Dann folgte ein Stück langweiliger gleichförmiger Fichtenwald. Licht war nur noch spärlich vorhanden. Der Weg wurde matschiger, und es roch kaltfeucht.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2010/10/19/wandern-delling-linde/">Noch eine Wanderung: Von Delling nach Linde und zurück</a>
<a href="http://in-gl.de/stadtfuhrer/wanderportal/">Wandern im Bergischen Land: das Wanderportal</a>
<a href="http://in-gl.de/stadtfuhrer/wanderportal/wandern-in-lindlar/">Wandern rund um Lindlar</a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/20/wanderportal/">Wandertipps - Ihre Mitarbeit ist gefragt</a></pre><p>Er musste jetzt wieder an die Firma denken. Die Arbeit wurde merkwürdigerweise nicht weniger, obwohl ein wichtiger Kunde gerade verstorben und ein anderer in Konkurs gegangen war. Was hatte sein Freund es doch gut! Der war jetzt seit einem Jahr in Pension und freute sich offensichtlich seines Lebens. Gut, er selber war ja zehn Jahre jünger. Aber ob er in zehn Jahren noch bei gleichen Bedingungen in Rente gehen könnte?</p><p><span
class="drop-cap">E</span>s ging ja auf vielen Ebenen bergab. Schlecht ging es ihnen zwar nicht, aber man musste sich schon Sorgen machen. Und Monika mit ihren vielen Krankheiten oder Wehwehchen. Jetzt hatte sie auch noch diese schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung bekommen, die sie manchmal doch sehr in ihrer Arbeitskraft beeinträchtigte. Immerhin war sie es, die ihn immer wieder dazu brachte, sich zu solchen Wanderungen aufzuraffen. Er wusste ja, wie gut die ihnen beiden taten.</p><p
style="padding-left: 30px;"> „Schau dir die wunderbare Lage dieses Hofs an! Sollen wir uns nicht auch so etwas zulegen?“ rief sie ihm zu und zeigte auf ein Fachwerkgehöft, das vor ihnen auf einer Wiese am Waldrand lag.</p><p>Naja, die Lage war ja schön, auf einer Art erhöhten Terrasse oberhalb des Flusstals, auf der einen Seite von einem tief eingeschnittenen Siefen, auf der anderen von weiten Wiesen begrenzt. Und unterhalb lag die unbenutzte Bahntrasse mit säuberlich geschnittenem Rasen.</p><p>Alles sah sehr sauber aus. Aber zu sehr modernisiert. Die Fenster waren größer, als sie ursprünglich gewesen waren, als sie in den Proportionen noch den Proportionen der Wände entsprachen. Die zwei Linden vor der Haustür waren bis auf zwei Stümpfe, die von Töpfen mit Tagetesblumen geschmückt waren, gekürzt. Anstelle des halbrunden Türsteins zierte langweiliges Verbundpflaster den Boden vor dem Eingang. Und dann die hässliche Satellitenschüssel und die überdimensionierte Zufahrt mit ihren Laternen!</p><div
id="attachment_9472" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCN0622-e1287489531298.jpg"><img
class="size-medium wp-image-9472" title="Viadukt Linde" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCN0622-e1287489531298-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p
class="wp-caption-text">Das Viadukt über die Lindlarer Sülz</p></div><p>Nach der Karte führte <a
title="Die ehemalige Sülztalbahn" href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BClztalbahn#Abschnitt_Immekeppel_.E2.80.93_Lindlar">die Bahntrasse</a> wenig später über den Viadukt auf die andere Talseite. Ob man da aber wirklich gehen konnte, und vor allem – durfte? War das nicht Privatgrund?</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ich klingle mal und frage“, meinte Wolfgang zu seiner Frau. Obwohl er Radio zu hören meinte und ein Auto vor der Tür stand, öffnete niemand.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Komisch, die gehen doch hier nicht zu Fuß irgendwohin.“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Wieso, wir gehen doch auch zu Fuß.“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Das ist doch was anderes. Wir wandern. Aber die wohnen hier.“</p><p>Auf einmal beschlich ihn ein merkwürdiges Gefühl. Hier stimmt irgendwas nicht. Ein Unglück? Oder ein Verbrechen. Er musste immer mehr an ein Verbrechen denken, obwohl er doch gar keinen Anhaltspunkt dafür hatte. Oder war das nur seine leicht depressive Stimmung, in der er sich schon mehrere Tage, wenn nicht Wochen befand? Vielleicht auch eine gewisse Langeweile, die ihn oft bei solchen Wanderungen befiel, zu denen er ja eigentlich gar keine Lust hatte. Vielleicht musste diese Langeweile Gedanken an Verbrechen produzieren, damit sein Leben wieder etwas Farbe erhielt?</p><div
id="attachment_28232" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/s%C3%BClztal-viadukt.jpg"><img
class="size-medium wp-image-28232" title="sülztal viadukt" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/s%C3%BClztal-viadukt-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Das Viadukt von der Straße aus</p></div><p><span
class="drop-cap">E</span>s war ja nicht nur seine Steuerberatungspraxis, die ihm Sorgen bereitete. Mit Monika verstand er sich zwar gut, und sie waren eigentlich ein perfektes Team, aber im Bett klappte es seit längerer Zeit auch nicht mehr so richtig, weder bei ihm noch bei ihr. Oder war das auch nur durch die Sorgen um den Betrieb bedingt?</p><p>Hinzu kamen ja auch noch die Sorgen um ihre Kinder. Aber was hieß schon Kinder? Sie waren ja alle drei schon über zwanzig. Aber Sorgen machte man sich ja doch. Der Älteste hatte zwar jetzt endlich eine Stelle, doch so sicher war sein Pianistenjob ja auch nicht. Und dann die Scheidung des zweiten Sohns! Klar, die Entscheidung war richtig gewesen. Aber er litt ja doch darunter. Und die Tochter mit ihren drei Kindern? Ihr Mann verdiente zwar gut, aber sicher war seine Stelle auf die Dauer auch nicht. Aber was war heute schon sicher! Vielleicht stimmte es ja wirklich, was sein Schwiegersohn vor kurzem zu ihm gesagt hatte:</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ihr hattet es doch früher gut. Ihr fingt zwar klein an, aber es ging immer nur aufwärts.“</p><p>Damals hatte er sich etwas über diese Bemerkung geärgert, weil sie ihm ungerecht erschien. Diese jungen Leute konnten sich doch Dinge leisten, an die er als junger Mann im Traum nicht denken konnte. Nun aber merkte er selber, was es für ein Gefühl war, wenn es nicht mehr aufwärts ging, oder wenn es sogar abwärts zu gehen drohte. Aber vor allem: dieses Gefühl der Unsicherheit! Oder bildete er sich das alles nur ein?</p><p>Wenn er richtig überlegte: Abstriche hatten sie an ihrem Lebensstandard bisher noch nicht zu machen brauchen. Demnächst würden sie ja wieder eine Fernreise unternehmen, nach Thailand dieses Mal. Vier Wochen lang. Also ging es ihnen doch nicht schlecht. Auf der anderen Seite: Er freute sich gar nicht so richtig auf diese Reise. Oder wurden sie einfach langsam alt?</p><p>Während er noch grübelte, machte die Trasse eine leichte Biegung nach rechts, und nach einem verrottenden Signalmast mit seinem komplizierten Gestänge und seinen verrosteten Gewichten erblickten sie den Beginn des Viadukts. Sie beugten sich über das Geländer, und fast wäre ihm schwindlig geworden, als er die Höhe des Viadukts über Straße und Fluss feststellte. Nur ein wenig mehr nach vorne gebeugt, und alles wäre vorbei. Die Sorgen um den Betrieb, der Kummer mit den Kindern, die trostlosen Abende. Aber es könnte ja auch alles mit einer endlosen quälenden Krankheit enden. Ach, Blödsinn, was er sich da zusammendachte!</p><div
id="attachment_9471" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCN0620.jpg"><img
class="size-medium wp-image-9471" title="Bahnhof Linde Lok" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2010/10/DSCN0620-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Alte Lok am stillgelegten Bahnhof Linde</p></div><p><span
class="drop-cap">A</span>uf der anderen Talseite lagen noch die Schienen auf der Trasse. Zwischen ihnen wuchsen junge Haselnuss- und Birkenschößlinge. Manchmal ragte ein morscher Ast quer über die Geleise. Die Schwellen trugen an den Enden dichte Kappen aus Moos.</p><p>Nach einigen weiteren verrosteten Signalanlagen erschien hinter Gebüsch der verlassene Bahnhof, Fachwerkgebäude mit Schieferdächern und davor die malerische Dampflok mit Kohlenwagen, die noch in den 60er Jahren die Strecke befahren hatte, wie eine Tafel vor dem Eingang zum Bahnhofsgelände erklärte. Ein Stück Industriegeschichte, das jetzt in seiner Verlassenheit recht romantisch wirkte, weil es eingebettet war in Wald und Gebüsch, die die Geleise an vielen Stellen schon vollkommen überwuchert hatten.</p><div
id="attachment_28233" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/bahnhoflindel.jpg"><img
class="size-medium wp-image-28233" title="bahnhoflindel" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/bahnhoflindel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Bahnhof Linde</p></div><p>Ihm schoss durch den Sinn, dass die Fürsten in der Barockzeit und später sich mit Absicht Ruinen in ihre weitläufigen Gartenanlagen setzen ließen. Hatten die damals schon ein Gefühl für Nostalgie, oder haftete dieser Einheit von Menschenwerk und Natur einfach eine besondere Ästhetik an? Eine besondere Ästhetik besaß auf jeden Fall die Technik der damaligen Zeit. Sogar die gusseisernen Geländer auf der Brückentrasse wiesen noch Verzierungen auf, wie ja viele Fabrikgebäude von damals mit romanischen, gotischen oder barocken Stilelementen in Backstein oder Stahlbeton geschmückt waren.</p><p><span
class="drop-cap">W</span>ar das heute nicht abhanden gekommen? Oder dachte man damals nur so, weil man der Gegenwart entfliehen wollte? So eine Art Eskapismus. Also eigentlich krankhaft. Vielleicht auch auf so was wie Depression zurückzuführen. Oder kann diese Haltung Depressionen erst richtig fördern? Vielleicht zeigte sich in dem Eskapismus im Grunde eine Art Todessehnsucht wie in der Kunst der Romantik? Auf den Gemälden von Caspar David Friedrich war das ja ganz deutlich zu sehen. Diese blattlosen knorrigen Bäume, diese einsamen Mondlicht-Landschaften.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Sollen wir nicht mal klingeln? Vielleicht ist ja jemand da, der uns eine Führung machen kann“, riss ihn seine Frau aus seinen Gedanken.</p><p>Kaum hatte sie das ausgesprochen, als hinter zwei mächtigen Buchen zwei schwarz gekleidete Männer hervortraten und sie ansprachen:</p><p
style="padding-left: 30px;">„Es gibt keine Führungen mehr. Der Alte ist jetzt tot. Und sein Sohn hat kein Interesse mehr an Führungen.“</p><p>Es waren zwei Motorradfahrer, deren schwere Maschinen unter den Buchen sie übersehen hatten, weil ihre Aufmerksamkeit nur auf das nostalgische Bahnhofensemble gerichtet war.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ja, wenn ich tot wäre, hätte ich da auch kein Interesse mehr dran“, meinte Wolfgang.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ist ja schon blöde, dass man dann an nichts mehr Interesse hat. Ich glaube, ich überlege mir das doch noch mal mit dem Sterben“, versuchte Wolfgang zu witzeln. Etwas gezwungen lachten die Motorradfahrer mit ihm.</p><p>Als sie weitergingen und Bahnhof und Motorradfahrer in ihrem Rücken lagen, tadelte Monika ihn:</p><p
style="padding-left: 30px;">„Du hast mal wieder gar nicht zugehört. Nicht der Tote hat doch kein Interesse, sondern sein Sohn, haben die gesagt. Wo bist du wieder mit deinen Gedanken?“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Die zwei Motorradfahrer kommen mir sehr merkwürdig vor. Unsympathische Gesichter. Sie warteten offensichtlich darauf, dass wir verschwänden. Und was suchten die eigentlich da?“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ach, du spinnst. Womöglich legst du dir schon wieder einen Krimi im Geiste zurecht.“</p><p><span
class="drop-cap">A</span>ls sie die Talstraße überquert hatten, passierten sie eine einfache Schenke neben einem ehemaligen Mühlengebäude. Der hier breit und langsam fließende Mühlenbach wurde jetzt an Wochenenden von einem Anglerverein benutzt, wie aus einem Schild neben dem verfallenen Gebäude hervorging. Vor der Schenke fegte die Wirtin in weißer Schürze den Vorgarten von Blättern leer.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ach, die öffnen erst am Nachmittag. Sonst hätte ich jetzt gerne ein Glas Bier getrunken“, äußerte Monika leise.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ein Glas Bier können Sie jetzt auch haben“, antwortete die Wirtin, die sie doch gehört hatte.</p><p>So nahmen sie an einem der wenigen gescheuerten Tische Platz und ließen sich ihre Gläser auf den Tisch stellen. Als sie der Wirtin von ihrer Wanderroute erzählten und auf den hässlich modernisierten Brückenhof vor dem Viadukt zu sprechen kamen, hakte diese ein und meinte:</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ja, da gibt es auch schon Auseinandersetzungen mit den Nachbarn. Vor allem mit denen von Obermühlen. Das ist ein Bauernhof gleich oberhalb von hier. Das heißt, Bauernhof ist er heute nur noch zum Teil. Die Alten betreiben noch ein bisschen Landwirtschaft. Aber die jungen Leute haben eine Firma für Computersoftware in dem Haus nebenan. Sie legen aber großen Wert darauf, dass in ihrem Weiler und auch in der ganzen Gegend hier alles äußerlich so bleibt, wie es einmal war. Und der Makler im Brückenhof will alles umkrempeln. Man munkelt sogar, dass er hier einen Golfplatz bauen lassen will. Auf jeden Fall hat er schon mehrere Häuser und Grundstücke in der Flussaue und an den Hängen aufgekauft. Die in Obermühlen hassen ihn regelrecht.“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Und Sie, hassen Sie ihn auch?“ fragte Wolfgang.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ach, wissen Sie, geliebt wird er in der ganzen Gegend von niemandem. Wenn er mir aber viel Geld bieten würde für unser Grundstück, dann wüsste ich nicht, wie ich mich verhalten würde“, erwiderte die Wirtin.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ist der Makler eigentlich von hier?“ wollte Wolfgang wissen.</p><p>Ja, er sei schon von hier, wie sein Vater auf dem Brückenhof geboren. Aber dann habe er längere Zeit im Ausland gelebt. USA oder Kanada. Und als er zurückgekommen sei, habe er offensichtlich Geld gehabt, so dass er auf dem Hof des Vaters alles umkrempeln konnte. Der Vater gab dann auch die kleine Landwirtschaft auf und habe sich nur noch um die Pflege des alten Bahnhofs und das Bahnhofsgelände gekümmert. Beide gehörten zu seinem Grund und Boden. Er wollte immer so eine Art Museum daraus machen. Der Sohn, hieß es, wolle den Bahnhof aber abreißen oder in den geplanten Golfplatz einbeziehen.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Verrückt so was, oder?“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Auf jeden Fall leben also beide“, warf Wolfgang gespannt ein.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ja, natürlich leben beide. Warum fragen Sie?“</p><p>Wolfgang und seine Frau schauten sich bedeutungsvoll an.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ach, ich meine nur.“</p><p>In Gedanken versunken verließen sie die Wirtschaft und das Flusstal. Hatten sie da bei den beiden Motorradfahrern irgendetwas falsch verstanden? Aber beide? Oder waren das Spinner oder einfach merkwürdige Spaßvögel, die ihnen einen abstrusen Streich spielen wollten? Bei Wolfgang verstärkte sich die Meinung, dass da etwas nicht stimme. Das roch nach Kriminellem. Aber es hatte ja wenig Sinn, mit Monika darüber zu reden. Die würde ihn nur wieder als Phantasten bezeichnen. So hing jeder seinen eigenen Gedanken nach.</p><p><span
class="drop-cap">J</span>etzt ging es über eine große Wiese wieder bergauf. Die dichte Wolkendecke hatte sich in viele einzelne Wolken aufgelöst, und hin und wieder huschte auch mal ein Sonnenstrahl hervor. Ein leichter angenehmer Wind hatte sich erhoben. Auf der Wiese vor Betreten des Waldes stand ein Pony mit aufrechter, wehender Mähne auf der Weide.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Wolltest du nicht immer so sein wie dieses Pony, von kühnem, ungezähmtem Geist?“ fragte Wolfgang seine Frau plötzlich.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Ja, das stimmt“, antwortete sie. „Aber warst du nicht sogar mal eins?“</p><p>Er grinste und murmelte etwas Unverständliches in seinen grauen Bart.</p><p>Der Wald öffnete sich auf eine Wiesenlandschaft am Hang, die ringsum von den jetzt wieder goldgelb leuchtenden Buchenwäldern umrahmt war. Vor ihnen lag Obermühlen mit seinen beiden Fachwerkhäusern wie eine ungestörte Idylle. In dem ersten Haus schien die junge Familie des Computermenschen zu wohnen. Man sah es an dem Spielzeug vor dem Haus und der Kinderwäsche, die auf der Leine im Garten hing. Ein paar Pferde und etwa sechs Kühe auf den Weiden, ein Stück entfernt der traditionelle zweirädrige Anhänger mit dem zylinderförmigen Zinkbehälter, an dem sich die Kuhtränke befand. Die Kühe hatten sogar Hörner!</p><p><iframe
frameborder="0" height="350" marginheight="0" marginwidth="0" scrolling="no" src="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=linde&amp;aq=&amp;sll=51.016779,7.330627&amp;sspn=0.006331,0.021136&amp;vpsrc=6&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Linde+Lindlar,+Oberbergischer+Kreis,+Nordrhein-Westfalen&amp;ll=51.019331,7.320777&amp;spn=0.006695,0.021136&amp;t=h&amp;z=14&amp;output=embed" width="425"></iframe><br
/> <small><a
style="color: #0000ff; text-align: left;" href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=embed&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=linde&amp;aq=&amp;sll=51.016779,7.330627&amp;sspn=0.006331,0.021136&amp;vpsrc=6&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Linde+Lindlar,+Oberbergischer+Kreis,+Nordrhein-Westfalen&amp;ll=51.019331,7.320777&amp;spn=0.006695,0.021136&amp;t=h&amp;z=14">Größere Kartenansicht</a></small></p><p>Die einfache Asphaltstraße endete schon ein Stück vor dem ersten Haus und mündete in einen Weg, der aus altem Grauwackepflaster bestand. Keine Hunde liefen ihnen bellend entgegen, dafür aber zwei heftig zischende Gänse, die die Fremden mit zornig vorgerecktem Hals zu vertreiben suchten. Das zweite Haus war ein stattliches Fachwerkhaus mit angebautem Stall, der mit grün gestrichenen Brettern verkleidet war. Rechts und links befanden sich weitere Schuppen aus grauschwarz gewordenem Holz. Wenn nicht ein Auto da gestanden hätte, hätte das Ganze vor hundert oder mehr Jahren kaum anders ausgesehen.</p><p>„Und wie harmonisch alles in die Landschaft eingebettet ist“, dachte Wolfgang. Wenn er dieses Anwesen besitzen würde, würde er sicher auch diesen raffgierigen, für Schönheit unempfindlichen Makler hassen. Überhaupt Makler! Eine unnötige Spezies Mensch. Eigentlich regelrechte Schmarotzer. Aber was würde er machen, wenn er in der Lage der Leute in dieser Gegend wäre? Sicher, verkaufen würde er nicht. Nur dann würden andere verkaufen, und zum Schluss säße man da wie auf einer Insel. Das ist dann ja auch kein normales Leben mehr. Und sein ganzes Leben kämpfen um so eine Idylle? Vor allem: wie kämpfen? Vor Gericht? Wenige Chancen wahrscheinlich. Da kann man sich schon vorstellen, dass einer sich seine Gerechtigkeit selber herstellt, bis hin zu Mord und Totschlag. Mord und Totschlag? Da waren ja wieder diese Gedanken! Von Beginn an hatte er auf dieser Wanderung „gerochen“, dass hier etwas stank. Immer wieder kam er auf Mordgedanken. Ja, aber wer sollte denn hier wen ermorden, und warum?</p><p><span
class="drop-cap">P</span>lötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Der Computermensch hatte die schwarzen Motorradtypen beauftragt, den Makler und vielleicht auch dessen Vater umzubringen, um einen Golfplatz in dieser Gegend zu verhindern! Du bist ja verrückt. Nur weil du eigentlich gar keine Lust zum Wandern hast, und dich das alles langweilt, denkst du dir solche Geschichten aus. Monika hat schon Recht. Vielleicht war das auch nur ein Ablenkungsversuch von seinen eigenen Problemen. Und doch kam er immer wieder auf diese Gedanken zurück.</p><p
style="padding-left: 30px;">„Schau mal zurück! Das sieht ja wieder herrlich aus“, riss ihn Monika wieder aus seinem Brüten.</p><p>Tatsächlich, hinter dem tiefen Flusstal zog sich ein weiter grüner Hang hinauf, bekrönt von den Dächern von Linde mit seinem spitzen Kirchturm. Und davor in paradiesischer Ruhe die Häuser von Obermühlen, jetzt in hellem Sonnenschein. Wie auf einem Gemälde von Ludwig Richter. Aber der hatte ja damals schon Idyllen gemalt, die der Wirklichkeit nicht mehr entsprachen. Immerhin war damals die Industrielle Revolution schon mitten im Gange.</p><p>Aber warum sollte er sich eigentlich nicht an dem Anblick solcher Schönheiten erfreuen? Die Geschichte ging zwar weiter, aber es wurden ja auch Naturschutzgebiete und Nationalparks errichtet, den Menschen zur Freude und zur Erholung. Wie gut ging es ihnen doch eigentlich, bei aller Arbeit und allen Sorgen. Und ausspannen musste man eben auch mal, wie sie es gerade taten. Monika hatte Recht. Sie hatte eigentlich die gesündere Einstellung zum Leben, war realistischer als er. Er musste immer wieder irgendwo die perfekte Welt suchen, und wenn das nicht klappte, wurde er depressiv oder vermutete Verbrecher am Werk.</p><p><span
class="drop-cap">J</span>etzt kamen sie wieder aus einem Waldstück heraus und wanderten über einen grasbewachsenen Weg, der auf beiden Seiten in eine Wiese überging, waagerecht, nur im Hintergrund von bunten Herbstwäldern begrenzt. Und jetzt öffnete sich auf der linken Seite der Wald zu einem Waldtal, das endlos erschien, aber hinten wunderbar den Blick auf den verwunschenen Kessel von Breidenbach eröffnete mit Burg und Kapelle. Wunderbar!</p><p>„Ist das ein Leben!“ rief er auf einmal, wie er es früher öfter spontan auf Wanderungen getan hatte, genauso wie sein Freund, der wegen Schwierigkeiten mit den Knien solche Wanderungen gar nicht mehr unternehmen konnte. Was war er selber doch eigentlich für ein Glückspilz, dass er das noch konnte! Er war ja auch im Grunde kerngesund, wenn man von den paar Wehwehchen absah, die sowohl ihn als auch Monika ab und zu plagten. Spontan umarmte er sie und gab ihr einen Kuss.</p><p>„Na also“, meinte sie nur. „Jetzt hast du doch wieder Spaß am Wandern.“</p><p><span
class="drop-cap">A</span>ls sie kurz darauf ihr Ziel, die Kapelle mit den zwei hochragenden Pappeln oben am Horizont vor sich sahen, begannen sie beide „Droben stehet die Kapelle“ zu singen, mit dem anschließenden Damdadamdam des Schlagzeugs, wie es auf einer ihrer Lieblingsplatten von einer Kölner Popgruppe ertönte. Lachend gingen sie das letzte Stück des Wiesenwegs weiter, bis sie im Wald wieder die Straße erreichten, an dem Haus, hinter dessen Hecke sie beim Beginn der Wanderung die quakende Stimme gehört hatten.</p><p>Sie waren schon fast vorbei, als sie auf der Einfahrt einen Polizeiwagen stehen sahen und einen der Polizisten fragen hörten:</p><p
style="padding-left: 30px;">„Und die beiden Motorradfahrer wollen Sie wirklich nicht gesehen haben und kennen Sie auch nicht?“</p><p
style="padding-left: 30px;">„Nein, das habe ich Ihnen doch schon zweimal gesagt“, antwortete die unsympathische quakende Stimme.</p><p>Wolfgang und Monika schauten sich mit erstarrenden Blicken an.</p><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p><p>Wo gehen Sie im Bergischen Land wandern? Was sind Ihre (Geheim-)Tipps? Machen Sie mit und berichten Sie über das Wanderland Bergisches Land im Bürgerportal. Sie können sich selbst <a
href="../mitarbeit/registrieren/">hier anmelden und Beiträge schreiben</a> – oder uns Ihre Texte/Hinweise per Mail schicken:<strong> info@in-gl.de</strong></p><p>&nbsp;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/11/21/mord-am-bahnhof/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Neues aus Schilda</title><link>http://in-gl.de/2011/10/26/neues-aus-schilda/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/26/neues-aus-schilda/#comments</comments> <pubDate>Wed, 26 Oct 2011 19:54:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=26843</guid> <description><![CDATA[Eine Riesentafel erklärt uns Bürgern, dass wir nun eine neue Fußgängerzone bekommen. Dass auch diese Tafel Geld kostet, das wir nicht haben - geschenkt. Aber warum an diesem Ort?]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
align="center"><strong>Neues aus Schilda</strong></p><p
align="center"><strong>oder</strong></p><p
align="center"><strong>Was kostet das? Wer bezahlt das? Wer hat das bestellt?</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Mit offenem Mund standen die Bürger vor der Stadtbücherei und sahen zu, wie eine Riesentafel installiert wurde, die uns erklärte, dass <a
title="Alle Beiträge zur Fußgängerzone" href="http://in-gl.de/schlagwort/fussgaengerzone/">die Fußgängerzone neu gestaltet</a><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/Schilda-fussgaengerzone-200x250.jpg"><img
class="alignleft size-full wp-image-26962" title="Schilda fussgaengerzone 200x250" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/Schilda-fussgaengerzone-200x250.jpg" alt="" width="200" height="250" /></a> werden soll.</p><p>Hatten wir davon nicht schon mal was gehört?</p><p>Der Informationswert der Tafel war der einer Gummibärchenreklame, nur nicht so lustig.</p><p>Alle erinnerten sich daran, dass die Stadt sich im Nothaushalt befindet. „Peanuts!“ ruft nun vielleicht der, der das bestellt hat. Aber: Noch nie gehört, dass Kleinvieh auch Mist macht?</p><p>„Das ist nicht mal so teuer wie ein Papierkorb in der neuen Fußgängerzone.“</p><p>Papierkorb in welcher Stadt?</p><p>„In Bergisch Gladbach natürlich.“</p><p>Aha! Also wie in Schilda, wo ein Papierkorb 1000 € kostet.</p><p>Der Gipfel aber dieses neuen Schildbürgerstreichs: Das Schild steht an einer Stelle, wo gar keine Neugestaltung der Fußgängerzone stattfindet. Es behindert dafür den Zugang zum Informationskasten der Friedensgruppe und dem der Grünen. Zufall? Absicht? Oder Freudsche Fehlleistung?</p><p>Alles etwas wirr, oder? Naja, schließlich bin ich auch ein Bürger von Schilder-Schilda.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/26/neues-aus-schilda/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Auch er gehört zur Fußgängerzone</title><link>http://in-gl.de/2011/10/18/punker-fussgaengerzone/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/18/punker-fussgaengerzone/#comments</comments> <pubDate>Tue, 18 Oct 2011 08:56:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Literatur]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=26438</guid> <description><![CDATA[Die Fußgängerzone besteht nicht nur aus Pflastersteinen, alten oder neuen. Sie ist auch die Heimat von Menschen, reichen und armen. Eine literarisch-fotografische Annäherung.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/Punker-in-der-Fu%C3%9Fg%C3%A4ngerzone.jpg"><img
class="aligncenter size-full wp-image-26448" title="Punker in der Fußgängerzone" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/Punker-in-der-Fu%C3%9Fg%C3%A4ngerzone.jpg" alt="" width="553" height="390" /></a></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/18/punker-fussgaengerzone/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Wurde der Müll wirklich durchgedreht?</title><link>http://in-gl.de/2011/10/06/wurde-der-mull-wirklich-durchgedreht/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/06/wurde-der-mull-wirklich-durchgedreht/#comments</comments> <pubDate>Thu, 06 Oct 2011 09:03:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Fußgängerzone]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=25517</guid> <description><![CDATA[Der Streit über die Fußgängerzone zeigt: Zu einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung gibt es keine Alternative. Aber man muss sie auch erst nehmen - und den "Müll" gründlich durchdrehen. ]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p
style="text-align: left;" align="center">Im <a
title="Presseschau 26.9.2011" href="http://in-gl.de/2011/09/27/presse-166/">Stadtanzeiger vom 26.9.</a> lernten wir, dass „Gedanken und Kritik der Öffentlichkeit“, in Architektensprache übersetzt, „durchgedrehter Müll“ heißt. Leider ist Architektensprache nicht immer so deutlich. Wenn sie zum Beispiel bei der Neugestaltung der Strundequelle einen Ausdruck wie „Inwertsetzung“ benutzt. Als hätte dieser Ort bis dahin keinen Wert gehabt.</p><div
id="attachment_25570" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/l%C3%B6we-mit-himmel.jpg"><img
class="size-medium wp-image-25570" title="löwe mit himmel" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/l%C3%B6we-mit-himmel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Noch sieht unsere Fußgängerzone so aus.</p></div><p>Aber ausreichend „durchgedreht“ wurde dieser „Müll“ offensichtlich nicht. Deshalb kam manche Kritik aus der Bevölkerung und aus dem Rat auch etwas spät, was die Geduld eines Architekten und vielleicht auch mancher „handlungsorientierter“ Politiker offensichtlich stark strapaziert hat.</p><p>Aber gibt es eine Alternative zu einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung, will man nicht einer engstirnigen Betondemokratie das Wort reden, nach dem Motto: Mehrheitsbeschluss ist Mehrheitsbeschluss, und wir haben ja schließlich Politiker gewählt, damit sie für uns handeln?</p><p>Und genau da hakt es: bei einer rechtzeitigen, praktikablen, transparenten und konkreten Information der Öffentlichkeit. Da ist es nicht damit getan, dass man eine Infobox an der S-Bahn einrichtet und eine Internetseite mit dem schönen Namen „Stadt gestalten“.</p><p>Nein, die „Box“ muss jederzeit einsehbar sein, nicht nur 2 Stunden in der Woche. Und sie muss wirkliche, verstehbare und konkrete Informationen enthalten, nicht nur ein schönes Modell der Stadt, auf das einige Leute aus der Verwaltung so stolz sind, dass ihnen Tränen der Rührung in die Augen treten, wenn sie es präsentieren.</p><p>Da müsste man rechtzeitig sehen können, welche Bäume in der Fußgängerzone gefällt oder ersetzt werden sollen.</p><p>Da müsste rechtzeitig und deutlich zu sehen sein, dass die Bänke an der Strundequelle zum Sitzen nicht geeignet sind, weil zu kalt und ohne Rückenlehne.</p><div
id="attachment_25572" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/20111005-200448.jpg"><img
class="size-medium wp-image-25572" title="20111005-200448.jpg" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/20111005-200448-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p
class="wp-caption-text">Wie die Fußgängerzone nach den Plänen mal aussehen soll</p></div><p>Und dort und auf der Internetseite müssten rechtzeitig und langfristig alle relevanten Entscheidungstermine zusammengestellt sein, damit man sich als Bürger darauf einrichten kann. Und gestellte Fragen und Anregungen von Bürgern und vor allem Ratsmitgliedern –wenigstens kurz- zu beantworten, müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Und es würde sich auch lohnen, weil sich letztlich die Planungsprozesse nicht in die Länge ziehen würden, weil Einsprüche rechtzeitiger kämen.</p><p>Also: In Zukunft den „Müll“ nicht verachten, sondern ihn verantwortungsbewusst und gemeinsam „durchdrehen“, Herr Architekt, Damen und Herren Politiker und Damen und Herren von der Verwaltung!</p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a
href="http://in-gl.de/schlagwort/fussgaengerzone/">Alle Beiträge zur Fußgängerzone</a></li><li><a
href="http://www.stadtgestalten-gl.de/">Die Seite der Stadt: stadt:gestalten</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/06/wurde-der-mull-wirklich-durchgedreht/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Juli im Bergischen Land</title><link>http://in-gl.de/2011/07/02/juli-im-bergischen-land/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/07/02/juli-im-bergischen-land/#comments</comments> <pubDate>Sat, 02 Jul 2011 09:37:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Engelbert Manfred Müller</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=22411</guid> <description><![CDATA[Wie man im Juli die Üppigkeit der Natur im Bergischen Land erleben kann, in dem vor Millionen von Jahren einmal ein tropisches Klima herrschte, das durch unsere zivilisierte Welt hindurch scheinen kann.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<h3>Juli</h3><p>Manchmal will der alte Urwald</p><p>durch die Planquadrate brechen,</p><p>wenn in der Luft, im Dampf von Asphalt</p><p>schwanger, Bremsen lästig stechen.</p><p>Wenn Engelshaar am faulen Bache</p><p>im dunklen Schlamm den Schierling süßt</p><p>und Gift des Fingerhuts nach Rache</p><p>schreit und Brombeerdornen grüßt,</p><p>aus denen zierlich sich die schlanken</p><p>Geißblattblüten rüberranken</p><p>mit ihrem scharfen Jungfernduft.</p><p>Und der ihn riecht, der gilt als Schuft.</p><p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/juligedicht.jpg"><img
class="alignleft size-medium wp-image-22579" title="juligedicht" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/juligedicht-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Und dichte Nesselbüsche drängen</p><p>durch schiefen Stacheldraht hindurch</p><p>und wollen nackte Haut versengen.</p><p>Im Schneckenschleim läuft schnell ein Lurch.</p><p>Bussarde kreisen über Moder.</p><p>Sie können sich noch nicht entschließen,</p><p>ob sie auf Ratten, Mäuse oder</p><p>Motorradrallyes runterschießen.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/07/02/juli-im-bergischen-land/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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