<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
><channel><title>iGL Bürgerportal Bergisch GladbachG. Watzlawek</title> <atom:link href="http://in-gl.de/author/georg-watzlawek/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://in-gl.de</link> <description>Nachrichten, Termine, Tipps aus der Metropole des Bergischen Landes. Bürgerjournalisten tragen alles Wissenswerte aus Bergisch Gladbach, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Region zusammen. Machen Sie mit!</description> <lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 16:18:13 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>&#8220;Verlässlicher &#8216;Bürgermeister&#8217; des Kreises&#8221;</title><link>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-buergermeister-kreisf/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-buergermeister-kreisf/#comments</comments> <pubDate>Sun, 13 Nov 2011 22:05:54 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Kreis]]></category> <category><![CDATA[Parteien]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Bahndammtrasse]]></category> <category><![CDATA[Gerhard Zorn]]></category> <category><![CDATA[Landrat]]></category> <category><![CDATA[Porträt]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Zanders]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=27634</guid> <description><![CDATA[Gerhard Zorn ist ein Vollblutpolitiker, dem auf Kreis-Ebene niemand etwas vormacht. Nach mehreren Anläufen will der SPD-Mann jetzt endlich punkten und Landrat werden. Im Interview wird deutlich, dass er auf zwei Themen setzt - und seine Verlässlichkeit.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p><div
id="attachment_27657" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_3TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27657" title="Zorn_3TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_3TXT-300x244.jpg" alt="" width="200" height="164" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Die Stimmung ist völlig anders als vor zwei Jahren&quot;</p></div><p><a
title="Alle Beiträge über Gerhard Zorn" href="http://in-gl.de/schlagwort/gerhard-zorn/"><strong>Gerhard Zorn</strong></a> hat gute Laune. Kein Wunder, sein politischer Wunschposten rückt in greifbare Nähe. Die Wahl zum Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, da ist sich der SPD-Kandidat absolut sicher, wird erst am 5. Dezember im zweiten Wahlgang entschieden &#8211; und er wird sie gewinnen.</p><p>Warum, erklärt er <a
href="http://in-gl.de/?p=27616">im ausführlichen Interview mit dem iGL Bürgerportal</a> so:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8220;Ich habe viele Jahre politische Arbeit im Rheinisch-Bergischen Kreis geleistet, ich bin bekannt, ich habe Erfahrung in vielen Fragen, die den Kreis betreffen. Meine Chancen sind sehr gut, auch weil sich die Menschen über die Tatsache ärgern, dass wir überhaupt wählen müssen.&#8221;</em></p><p
style="text-align: left;">Tatsächlich hat Zorn drei Bundestagswahlkämpfe gegen CDU-Platzhirsch <a
href="http://in-gl.de/schlagwort/wolfgang-bosbach/">Wolfgang Bosbach</a> verloren, und auch bei der letzten Landratswahl gegen Noch-Amtsinhaber <a
title="Alle Beiträge über den Abgang von Rolf Menzel" href="http://in-gl.de/schlagwort/rolf-menzel/">Rolf Menzel</a> zog er den Kürzeren &#8211; allerdings relativ knapp in der Stichwahl. Unverdrossen versucht es der 46-jährige Jurist, der beim Landschaftsverband Rheinland arbeitet, jetzt ein weiteres Mal.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr</strong>
+ <a href="http://in-gl.de/?p=27616">Das Interview mit Gerhard Zorn - Wort für Wort  </a>
+ <a href="http://in-gl.de/schlagwort/gerhard-zorn/">Alle Beiträge über Gerhard Zorn</a> 
+ <a href="../2011/10/11/26-fragen-an-gerhard-zorn/">26 Fragen an Gerhard Zorn (SPD) </a>
+ <a href="http://in-gl.de/2011/10/29/portrat-gerhard-zorn-spd/">Wer ist Gerhard Zorn - ein Porträt</a></pre><p>Und dieses Jahr wittert der Politprofi einen Wechsel: &#8220;Die Stimmung ist völlig anders als vor zwei Jahren&#8221;, berichtet Zorn im bescheidenen SPD-Ladenlokal an der Mülheimer Straße von seinen zahlreichen Wahlkampfauftritten:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8220;Die Menschen merken, da kandidiert jemand, der Durchhaltevermögen hat, der Standvermögen hat, der sich engagiert, und der sagt: Ich bleibe sechs Jahre im Amt – wenn ich gewählt werde.&#8221;</em></p><p>Geschickt setzt Zorn auf traditionelle sozialdemokratische Themen (Bildung, Arbeit), und ganz offen greift er die Stimmung in der Bevölkerung auf, in der Menzels teurer Abgang mitten in der zweiten Amtszeit für viel Unmut gesorgt hat. <strong>&#8220;Zorn bleibt&#8221;</strong> lautet sein griffiger Slogan. Die Botschaft dahinter: Ihr kennt mich, ich kenne Euch &#8211; auf mich könnt Ihr Euch verlassen.</p><p>Und nebenbei macht Zorn so auch Front gegen seinen Konkurrenten <a
title="Alle Beiträge über Hermann-Josef Tebroke" href="http://in-gl.de/schlagwort/hermann-josef-tebroke/">Hermann-Josef Tebroke</a> (CDU), der bei einem Sieg ebenfalls mitten in der zweiten Amtszeit seinen Posten als Lindlarer Bürgermeister aufgeben würde.</p><div
id="attachment_27658" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_4TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27658" title="Zorn_4TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_4TXT-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Ich komme auch mit einer CDU-Mehrheit im Kreistag klar.&quot;</p></div><p>Dabei unterscheidet sich Zorn in den Inhalten auf den ersten Blick kaum von Tebroke. So teilen beiden überzeugend den Anspruch, als Landrat <strong>über die Parteien hinweg</strong> Kompromisse erzielen zu wollen. Aber was bei Tebroke Ausdruck einer überparteilichen, durchaus CDU-distanzierten Grundhaltung ist, ist bei Zorn pure Notwendigkeit: &#8220;Ich bin mir bewusst, dass ich einen Kreistag mit einer anderen Mehrheit vor mir hätte&#8221;, erklärt der SPD-Mann.</p><p>Aber er habe bewiesen, über die Parteigrenzen hinweg Kompromisse erzielen zu können. Zum Beispiel als langjähriger Fraktionschef der SPD im Kreistag, der traditionell von der CDU dominiert wird &#8211; und mit der Zorn auch im Falle seines Wahlsieges eng zusammenarbeiten müsste.</p><p>Gegen die allgemeine <strong>Politikverdrossenheit</strong> müsse jeder Politiker auf seine eigene Art angehen. Sein Rezept: Verlässlichkeit. Als &#8220;Bürgermeister&#8221; des Kreises, wie Zorn den Job in Gänsefüßchen beschreibt, werde er sich an seinen Aussagen messen lassen:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8220;Ich verspreche im Wahlkampf nicht eine Million dafür und hierfür. Ich verspreche, mich in bestimmten Bereichen zu engagieren. Ich verspreche, bei einer Wahl über die gesamten sechs Jahre im Amt zu bleiben. &#8220;</em></p><p>Und, noch einmal, mit Blick auf die Rolle des kommunalen Finanzaufsehers:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8220;Vorgaben, bei den freiwilligen Leistungen für Kinder und Bildung zu kürzen, wird es mit mir als Landrat nicht geben.&#8221;</em></p><div
id="attachment_27660" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_6TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27660" title="Zorn_6TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_6TXT-300x286.jpg" alt="" width="300" height="286" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Kürzungen bei Kindern und Bildung - nicht mit mir&quot;</p></div><p>Wie Tebroke sieht der nur unwesentlich jüngere SPD-Kandidat die Lösung der <strong><a
href="http://in-gl.de/schlagwort/finanznot/">kommunalen Finanznot</a></strong> auf höherer Ebene: die Kommunen müssten einfach höhere Schlüsselzuweisungen für die ihnen aufgetragenen sozialen Leistungen bekommen.</p><p>Doch während Tebroke diese Mittel von Bund und Land einfordert, nimmt Zorn das rot-grün regierte Land davon aus: Düsseldorf werde &#8220;sehr Kommunen-freundlich&#8221; regiert und stelle mehr Mittel denn je zur Verfügung. Und mit der Abkehr von der Regel, das Kommunen im Nothaushalt jedes Jahr auf&#8217;s neue zehn Prozent der freiwilligen Ausgaben kürzen müssen, habe Düsseldorf den Städten den ersehnten Handlungsspielraum zurück gegeben.</p><p>Wer mit beiden gesprochen hat, nimmt beim <strong>Thema Sparen</strong> dann doch deutliche Unterschiede war. Zorn, der beim Landschaftsverband für die Integration behinderter Kinder zuständig ist, wettert gegen Kürzungen zu Lasten der Kinder.</p><p>Tebroke, der vierfache Vater und Finanzwissenschaftler, wird dagegen ganz fuchsig, wenn er diejenigen kritisiert, die sich heute gegen Sparpläne auflehnen und Wohltaten versprechen &#8211; zu Lasten kommender Generationen.</p><pre><strong><a href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2-thumb.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-27046" title="TebrokeInterview_2 thumb" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2-thumb.jpg" alt="" width="95" height="95" /></a>Das sagt der Konkurrent:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/30/hermann-josef-tebroke-wort-fur-wort/">Hermann-Josef Tebroke - Wort für Wort</a>
<a href="%E2%80%9EErfrischend,%20konstruktiv,%20anders%E2%80%9C">Hermann-Josef Tebroke: "Erfrischend, konstruktiv, anders"</a>
<a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">2</a><a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">6 Fragen an Hermann-Josef Tebroke (CDU)</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/hermann-josef-tebroke/">Alle Beiträge über Hermann-Josef Tebroke</a></pre><p>Im Gespräch präsentiert sich Zorn, der gerne und laut lacht, als Mann der Mitte &#8211; und als Freund der Wirtschaft und des Mittelstandes. Im aktuellen Streit zwischen dem<a
title="Alle Beiträge zum Schicksal von Zanders" href="http://in-gl.de/schlagwort/zanders/"> Zanders</a>-Betriebsrat und der finnischen Konzernführung von M-real über die Zukunft der <strong>Gohrsmühle</strong> steht er natürlich auf Seiten der Belegschaft, der er durchaus zutraut, mit Hilfe der Gewerkschaften und der Landesregierung doch noch einen Investor zu finden. Alternative Überlegungen über einen Gewerbepark auf dem Geländer der Gohrsmühle schiebt er als verfrüht zurück.</p><div
id="attachment_26638" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/ZandersHammelrathZornTrillerpfeife.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26638" title="ZandersHammelrathZornTrillerpfeife" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/ZandersHammelrathZornTrillerpfeife-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a><p
class="wp-caption-text">Helene Hammelrath und Gerhard Zorn beim Zanders-Protest</p></div><p>Über den aktuellen Konflikt hinweg macht sich Zorn für die Interessen der Industrie gerade in Bergisch Gladbach stark. Nicht nur Zanders, sondern auch der Schoko- und Instantpulver-Riese<a
title="Alle Beiträge über das Unternehmen Krüger" href="http://in-gl.de/schlagwort/kruger/"> Krüger</a> müsse mit seiner Produktion in der Stadt gehalten werden. Und das, dran lässt Zorn keinen Zweifel, wird nur mit einem <strong><a
title="Alle Beiträge über die Bahndammtrasse" href="http://in-gl.de/schlagwort/bahndammtrasse/">Autobahnzubringer über die alte Bahndammtrasse</a></strong> gelingen.</p><p>Einwände, das Projekt sei unrealistisch und eigentlich längst tot, lässt er nicht gelten: Die Landesregierung habe Mittel für den ersten Bauabschnitt bis zur Kölner Straße bereitgestellt, damit müsse man jetzt einfach mal anfangen &#8211; auch wenn die Planung für den zweiten Bauabschnitt mit der eigentlichen Autobahnanbindung in den Sternen steht.</p><p>Wer immer noch über Alternativen nachdenke, so Zorn, der komme frühestens in 15 Jahren zu einem Ergebnis. Und dann, so seine Warnung, könnte auch Krüger längst Bergisch Gladbach verlassen haben. Gewerbe ohne vernünftige Infrastruktur, so sein Credo, wandert ab.</p><p>Seinen Wahlkampf betreibt Zorn, der seine Arbeit (und seine Bezüge) beim Landschaftsverband Rheinland vorübergehend auf 50 Prozent reduziert hat, einerseits ganz konventionell. Er absolviert eine Unmenge von Terminen, politischer wie gesellschaftlicher Art. Dabei kann er sich auf besondere Unterstützung verlassen: nicht nur NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, sondern auch SPD-Bundesvorsitzender Gabriel kommen für ihn in den Rheinisch-Bergischen Kreis.</p><div
id="attachment_27655" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_1TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27655" title="Zorn_1TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_1TXT-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Im 2. Wahlgang werden die Karten neu gemischt.&quot;</p></div><p>Ein wenig scheinen sich fast die Verhältnisse umzudrehen. Zorn, der Oppositionskandidat, tritt mit dem Selbstbewusstsein des Lokalmatadors auf &#8211; und kann es sich sogar leisten, auf Großplakate zu verzichten. Auch hier zeigt sich ein feines Gespür für Stimmungen: denn die Mammut-Plakate in der freien Landschaft werden von vielen Bürgern als Belästigung empfunden. Und die Wähler mit seinem Gesicht bekannt zu machen, kalkuliert Zorn, hat er nicht mehr nötig.</p><p>Statt dessen nutzt er intensiv die neuen sozialen Medien, ist <a
title="Zum Beispiel in der Gruppe &quot;Politik in Bergisch Gladbach&quot;" href="http://www.facebook.com/groups/politik.bergisch.gladbach/">bei Facebook</a> und Twitter unterwegs, hat gar eine schicke <a
title="Die App im Apple Store" href="http://itunes.apple.com/de/app/zorn2011/id473912625?mt=8&amp;ign-mpt=uo%3D4">App entwickeln lassen, ein Miniprogramm allein für &#8220;Zorn bleibt&#8221; auf dem angesagten iPhone</a>.</p><p>Dafür hat er zwar seine Fachleute, aber die Kommunikation betreibt er schon selbst, macht Zorn klar. Die Antworten bei Facebook könnten zwar schon mal ein paar Tage dauern, aber er beantwortet sie selbst. Und auch die Seiten des Bürgerportals verfolgt er persönlich: auf eine Frage, die bei uns aufgeworfen wurde, hatte er sich im Vorfeld des Interviews extra präpariert.</p><pre><strong><a href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/zorn-bleibt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-27626" title="zorn bleibt" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/zorn-bleibt.jpg" alt="" width="100" height="48" /></a></strong>+<a href="http://zorn.spd-rbk.de/"> Wahlkampfwebseite</a>
+ <a href="http://de-de.facebook.com/people/Gerhard-Zorn/100001220106334">Facebook</a>
+ <a href="http://twitter.com/#%21/zorn_bleibt">Twitter</a> + <a href="http://in-gl.de/schlagwort/finanznot/">Die Zorn-App</a></pre><p>Am Ende, da ist sich der Overather sicher, zahlt sich seine Ortskenntnis und lokale Bekanntheit aus. Der Rheinisch-Bergische Kreis ist zwar eine CDU-Hochburg, hat aber angesichts der geschlossenen Front von  christdemokratischen Bürgermeistern, Landtagsabgeordneten und auch dem Bundestagsabgeordneten eine Neigung für einen SPD-Mann. Und ein Linker ist Zorn beileibe nicht.</p><p>Am Ende, das weiß auch Zorn, kommt es auf die <strong>Wahlbeteiligung</strong> an. Je mehr Stammwähler die CDU mobilisieren kann, desto geringer die Chancen der SPD. Aber die Landratswahl findet zum ersten Mal ganz alleine statt, noch dazu mitten in der Vorweihnachtszeit. Da ist die Gefahr einer peinlich geringen Wahlbeteiligung nicht ausgeschlossen, auch eine Woche vor der Wahl wissen sehr viele Menschen immer noch nicht, worum es geht und wer eigentlich antritt.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="../2011/10/06/warum-der-landrat-und-seine-wahl-wichtig-sind/">+ Warum die Landratswahl wichtig ist - und wer antritt</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/gerhard-zorn/">+ 26 Fragen an Frank vom Scheidt (Grüne)</a>
<a href="../2011/10/22/26-fragen-an-jessica-seifert/">+ 26 Fragen an Jessica Seifert (Linke)</a></pre><p>Neben Zorn und Tebroke sind es (abgesehen vom Vertreter der rechtsextremen Partei proNRW) zwei Vertreter des linken Spektrums &#8211; die Zorn im ersten Wahlgang Stimmen abnehmen werden.  Das kann Zorns Laune aber nicht trüben:</p><p
style="text-align: center;"><em>&#8220;Es wird auf jeden Fall eine Stichwahl geben – und da werden die Karten neu gemischt.&#8221;</em></p><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br
/> <strong>Fotos:</strong> Werner Schmitz-Dietsch</p><p><strong>Was ist offen geblieben?</strong><br
/> Welche Fragen haben Sie an Gerhard Zorn? Was denken Sie über den SPD-Kandidaten?<br
/> Nutzen Sie bitte das Kommentarfeld unten &#8211; wir leiten die Fragen weiter.</p><pre><strong>Debattieren Sie mit - über Facebook</strong>
<a href="http://www.facebook.com/groups/politik.bergisch.gladbach/">+ Politik in Bergisch Gladbach - offene FB-Gruppe des Bürgerportals</a>
<a href="../2011/09/29/facebook-twitter-foursqure/">+ Wie/warum das Bürgerportal Facebook einsetzt</a></pre>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-buergermeister-kreisf/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Gerhard Zorn &#8211; Wort für Wort</title><link>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-wort-fur-wort/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-wort-fur-wort/#comments</comments> <pubDate>Sun, 13 Nov 2011 22:05:29 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Kreis]]></category> <category><![CDATA[Parteien]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Bahndammtrasse]]></category> <category><![CDATA[Gerhard Zorn]]></category> <category><![CDATA[Interview]]></category> <category><![CDATA[Landrat]]></category> <category><![CDATA[SPD]]></category> <category><![CDATA[Wahl]]></category> <category><![CDATA[Zanders]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=27616</guid> <description><![CDATA[Gerhard Zorn ist sich sicher, dieses Mal den Posten des Landrats für die SPD erobern zu können. Im ausführlichen Interview erklärt der Jurist, wie das gelingen soll - und was er dann vorhat.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Zorn, sie haben schon einige Wahlen gegen die CDU verloren. Was macht Sie dieses Mal so zuversichtlicht?<br
/> Gerhard Zorn:</strong> Stimmt, ich habe mehrfach kandidiert, war auch schon mehrfach sehr nah dran. Vor sechs Jahren gegen Rolf Menzel gab es eine Stichwahl, am Ende hatte er 51,4 Prozent, ich 48,6. Dieses Mal wird es wieder eine Stichwahl geben – und ich glaube, dieses Mal ist es umgekehrt.</p><div
id="attachment_27654" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_Aufm.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27654" title="Zorn_Aufm" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_Aufm-300x262.jpg" alt="" width="300" height="262" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Ich bleibe sechs Jahre – wenn ich gewählt werde.&quot;</p></div><p><strong>Was macht Sie so sicher?</strong><br
/> Ich habe viele Jahre politisch im Rheinisch-Bergischen Kreis gearbeitet, ich bin bekannt, habe Erfahrung in vielen Fragen, die den Kreis betreffen. Ich glaube, die Chancen sind sehr gut, auch weil sich die Menschen über die Tatsache ärgern, dass wir überhaupt wählen müssen.</p><p><strong>Dennoch, das Bergische Land ist traditionell eine CDU-Hochburg. Spüren Sie Wechselstimmung?</strong><br
/> Ich merke, dass es viel, viel Zuspruch für meine Kandidatur gibt. Die Stimmung ist völlig anders als vor zwei Jahren, als ich gegen den Amtsinhaber keine Chance hatte. Die Menschen merken, da kandidiert jemand, der Durchhaltevermögen hat, der Standvermögen hat, der sich engagiert, und der sagt: Ich bleibe sechs Jahre im Amt – wenn ich gewählt werde.</p><p><strong>Die CDU bietet einen Mann auf, der als Finanzwissenschaftler einen guten Hintergrund hat, der in Lindlar über die Parteigrenzen hinweg als Bürgermeister gute Arbeit geleistet hat. Ist Tebroke nicht womöglich in diesen Zeiten der bessere Mann?<br
/> </strong>Er ist ein respektabler Kandidat, keine Frage. Aber in der Frage stabiler Kommunalfinanzen unterscheiden wir uns nicht. Der Kreis hat drei Sparrunden hinter sich gebracht – und die habe ich als Chef der größten Oppositionsfraktion immer konstruktiv begleitet. Wir haben über 110 Stellen gestrichen, in den letzten zehn Jahren, wir haben Ausgaben Punkt für Punkt überprüft. Wir sagen nur an einer Stelle: keine Kürzungen bei Bildung und Kindern. Das war der Grund, warum wie in den letzten beiden Jahren den Etat abgelehnt haben. Aber: stabile kommunale Finanzen sind mir sehr wichtig, und man muss nicht Finanzwirtschaft studiert haben, um hier zu den richtigen Entscheidungen zu kommen.</p><pre><a href="http://in-gl.de/?p=27634">Für eilige Leser: Das Interview in der Kurzfassung, mit Einordnung</a></pre><p><strong>Die Aufgaben des Landrats sind diffus und komplex. Was reizt Sie an diesem Job?</strong><br
/> Ich mache seit 1992 Kreispolitik. Ich weiß, dass die Aufgaben des Kreises und damit auch des Landrats abstrakt sind für viele Menschen. Aber das sind <a
href="Die Aufgaben und Stellung des Landrates">wichtige Aufgaben</a>: der Landrat ist nicht nur Chef der Kreisverwaltung und der politische Kopf der Polizei. Er ist zuständig für den Öffentlichen Nahverkehr, die regionale Wirtschaftsförderung, Tourismus, Gesundheitspolitik, Bildung. Das sind spannende und wichtige Aufgaben. Deswegen würde ich gerne der “Bürgermeister” des Kreises werden.</p><p><strong>Was ist der Landrat eigentlich: Grüßaugust, Spitzenbeamter, Politiker?<br
/> </strong>Das ist die gleiche Frage wie bei den Bürgermeistern. Die einen kommen aus der Verwaltung, andere aus der Politik. Jeder hat Stärken und findet seinen Weg. Ich habe Verwaltungserfahrung, ich habe Erfahrung als Jurist. Ich glaube, dass ich alle Facetten abdecken kann: Ich kann die Verwaltung leiten – und den Kreis gut repräsentieren.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="../2011/10/06/warum-der-landrat-und-seine-wahl-wichtig-sind/">Warum die Landratswahl wichtig ist - und wer antritt</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/gerhard-zorn/">Alle Beiträge über Gerhard Zorn</a>
<a href="../2011/10/11/26-fragen-an-gerhard-zorn/">26 Fragen an Gerhard Zorn (SPD)</a>
<a href="../2011/10/19/frank-vom-scheidt/">26 Fragen an Frank vom Scheidt (Grüne)</a>
<a href="../2011/10/22/26-fragen-an-jessica-seifert/">26 Fragen an Jessica Seifert (Linke)</a></pre><p><strong>Wie würden Sie Ihren politischen Stil beschreiben?</strong><br
/> Ich bin gut darin, Menschen in den Dialog einzubinden. Ich möchte keine abgehobenen Entscheidungen, sondern die Betroffenen zu den Beteiligten des Entscheidungsprozesses machen, sie mitnehmen und unterschiedliche Meinungen zu einem gemeinsamen Weg zusammenführen.</p><p><strong>Und was den Umgang mit den politischen Gegner angeht?</strong><br
/> Ich bin mir bewusst, dass ich einen Kreistag mit einer anderen Mehrheit vor mir hätte. Aber bestimmte Beispiele zeigen, dass ich auch in einer solchen Situation Kompromisse erzielen kann.</p><h3>Guter Wirtschaftsstandort &#8211; und Naherholungsgebiet</h3><div
id="attachment_27659" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_5TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27659" title="Zorn_5TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_5TXT-300x246.jpg" alt="" width="300" height="246" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Der RBK ist ein starker Standort im Grünen.&quot;</p></div><p><strong>Der Rheinisch-Bergische Kreis ist ein kein Monolith. Auf welchen Nenner würden Sie den Kreis bringen, wenn Sie einen Untertitel formulieren müssten? Rheinisch-Bergischer Kreis, &#8230;</strong><br
/> &#8230; starker Standort im Grünen. Das beschreibt den Kreis gut. Wir haben eine guten Wirtschaftsstandort, wir sind beim Mittelstand gut aufgestellt, wir haben ausreichend Möglichkeiten, hier zu arbeiten. Und gleichzeitig sind wir ein interessantes Naherholungsgebiet.</p><p><strong>Was sind die drei Prioritäten, die Dinge, die für Sie am wichtigsten sind?</strong><br
/> Bildung und Kinder, Mittelstandsförderung und Tourismus, und die Umwelt und Landschaft zu erhalten, gleichzeitig aber mehr für die Energie zu tun – das sind zwar mehr als drei Punkte, aber alle sind mir wichtig.</p><p><strong>Das hört sich alles ähnlich an wie das, was auch Hermann-Josef Tebroke sagt. Das Burscheider Bündnis hatte Sie beide angehört und dann auf eine Empfehlung verzichtet, weil es keine Unterschiede erkennen konnte. Was unterscheidet Sie vom Kandidaten der CDU?<br
/> </strong>Ich nehme das erst mal als Kompliment, denn das Bündnis für Burscheid gehört zum Lager der UWG – und die haben im Kern immer verkündet, sie würden Tebroke aktiv unterstützen. Aber es gibt Unterschiede, etwa in der klaren Aussage, dass in den wichtigsten sozialen Fragen nicht gekürzt wird, und das sind für Bildung und Kinder. Da wo es möglich ist, wird es zu einer Ausweitung kommen, in Sachen Vorsorge, Gesundheitvorsorge und Hilfen für Familien, die Unterstützung brauchen.</p><p><strong>Aber Tebroke äußert sich sehr ähnlich, gerade in dem Punkt, dass präventive Leistungen im Jugendbereich nicht weiter gekürzt werden dürfen, &#8230;</strong><br
/> &#8230; aber die CDU hat es getan. Genau das war der Grund, warum wir den Kreishaushalt 2009 und 2010 abgelehnt haben.</p><pre><strong><a href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2-thumb.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-27046" title="TebrokeInterview_2 thumb" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2-thumb.jpg" alt="" width="95" height="95" /></a>Das sagt der Konkurrent:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/30/hermann-josef-tebroke-wort-fur-wort/">Hermann-Josef Tebroke - Wort für Wort</a>
<a href="%E2%80%9EErfrischend,%20konstruktiv,%20anders%E2%80%9C">Hermann-Josef Tebroke: "Erfrischen, konstruktiv, anders"</a>
<a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">2</a><a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">6 Fragen an Hermann-Josef Tebroke (CDU)</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/hermann-josef-tebroke/">Alle Beiträge über Hermann-Josef Tebroke</a></pre><p><strong>Der Landrat hat die Finanzaufsicht über die Kommunen. Noch-Landrat Menzel hatte zuletzt verkündet, mit dem Sparen müsse langsam Schluss sein, gerade bei den freiwilligen Leistungen. Gibt es tatsächlich neue Spielräume für die Kommunen?<br
/> </strong>Ich mache keinen Wahlkampf mehr gegen Herrn Menzel. Aber er hat in den letzten Jahren den Kommunen sehr viel an Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen abgefordert. Die rot-grüne Landesregierung hat jetzt aber die Spielräume vergrößert, hat insbesondere die Vorgabe gestrichen, dass jedes Jahr zehn Prozent der freiwilligen Leistungen gekürzt werden müssen. Das war auch völlig unsinnig, &#8230;</p><p><strong>Moment – diese Vorgabe gibt es gar nicht mehr?</strong><br
/> Das ist durch einen Erlass im Laufe dieses Jahres aufgehoben worden. Und damit ist die Möglichkeit der Kommunalaufsicht, die Vorgaben flexibler zu gestalten, vergrößert worden. Das heißt für mich, Vorgaben, bei den freiwilligen Leistungen für Kinder und Bildung zu kürzen, wird es mit mir als Landrat nicht geben – selbst wenn wir insgesamt noch zu weiteren Einsparungen kommen werden.</p><p><strong>Wenn bei Kindern und Bildung weniger gespart wird, bedeutet dies höhere Kürzungen in anderen Bereichen?</strong><br
/> Nein, dann muss man an der Stelle sagen: diese Ausgaben sind wichtig und wir müssen sie finanzieren. Aber wir haben bei den Kommunen in der Regel keine Ausgabenprobleme. Viele, viele Kommunen haben die Einsparungen schon hinter sich, haben ihre Haushalte sehr ausgequetscht.</p><div
id="attachment_27660" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_6TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27660" title="Zorn_6TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_6TXT-300x286.jpg" alt="" width="300" height="286" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Steuererhöhungen sind ein gefährliches Spiel.&quot;</p></div><p><strong>Aber wie können die Kommunen dann ihre Defizite abbauen?</strong><br
/> Wir müssen dafür sorgen, dass der Bund den Kommunen mehr für die sozialen Leistungen zur Verfügung stellt, das hat er im vergangenen Jahr getan durch den höheren Zuschuss zu den Wohnungskosten. Das hat auf Kreisebene sehr geholfen. Alle kommunalen Spitzenverbände fordern, dass das ausgeweitet wird. Diese Forderung ist auch richtig, da sind sich alle Kommunalpolitiker von SPD und CDU völlig einig.</p><p><strong>Aber die Forderung geht an den Bund, nicht das Land?</strong><br
/> Das Land hat den Kommunen bereits Mittel zur Verfügung gestellt. Das Land ist heute tatsächlich sehr kommunal-freundlich eingestellt.</p><p><strong>Können Kreis und Kommunen auf der Einnahmeseite etwas erreichen, gibt es Spielräume für Steuererhöhungen?</strong><br
/> Die einzige eigene Steuer des Kreises ist die Jagdsteuer, und die wird gerade abgeschafft. Der Kreis lebt im Wesentlichen von den Zuweisungen und der Kreisumlage.</p><p><strong>Und in den Städten und Gemeinden?</strong><br
/> Das müssen die Kommunen selbst entscheiden. Aber wenn man an der Stellschraube <a
title="Alle Beiträge zur Gewerbesteuer" href="http://in-gl.de/schlagwort/gewerbesteuer/">Gewerbesteuer</a> oder Grundsteuer dreht, dann gefährdet man bestehende Standorte und hat wenig Chancen, neue Unternehmen dazu zu bekommen. Das ist ein gefährliches Spiel.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong> <a href="http://in-gl.de/schlagwort/finanznot/">Alle Beiträge über die kommunale Finanznot</a></pre><p><strong>Zanders ist ein akutes Beispiel, wie ein alter  Industriebetrieb in die Knie geht. Liegt es am Standort Bergisch Gladbach – oder ist das ein aussterbender Wirtschaftszweig?</strong><br
/> Lübbe ist von hier nach Köln gezogen, <a
title="Alle Beiträge über Zanders" href="http://in-gl.de/schlagwort/zanders/">Zanders</a> reduziert ganz dramatisch die Zahl der Arbeitnehmer. Das liegt natürlich auch an der Lage der Papierindustrie. Aber das eigentliche Problem wird klar, wenn ich höre, dass Investoren hunderte Kilometer durch Deutschland fahren, dann aber auf dem Weg von der Autobahnabfahrt zur Gohrsmühle auf der Hälfte der Strecke umdrehen, weil dies Fahrzeit von der Autobahn bis zum Standort zu lang ist. Das ist der letzte Weckruf für Bergisch Gladbach, dieses Problem endlich zu lösen.</p><div
id="attachment_27658" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_4TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27658" title="Zorn_4TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_4TXT-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Wenn wir weiter zögern ist irgendwann auch Krüger weg.&quot;</p></div><p><strong>Wie?</strong><br
/> Die Zeit für parteitaktische Spiele ist vorbei. Nach dem Wahlkampf müssen die großen Parteien, die Landtagsabgeordneten, der Bürgermeister und der Landrat zusammen mit Bergisch Gladbachs Wirtschaft alles daran setzen, um die Zufahrt von der Autobahn zu verbessern – also den <a
title="Alle Beiträge über die Bahndammtrasse" href="http://in-gl.de/schlagwort/bahndammtrasse/">Zubringer über den alten Bahndamm</a> zu bekommen. Die Aussagen von Landesverkehrsminister Voigtsberger dazu sind klar: wenn alle das in Bergisch Gladbach wollen, ist eine Planung für den ersten Bauabschnitt bis zur Kölner Straße innerhalb von vier Jahren umsetzbar. Und die Mittel dafür sind im sogenannten vordringlichen Bedarf vorgesehen. Also lasst uns doch mit diesem ersten Bauabschnitt anfangen – und für den zweiten Bauabschnitt weiter kämpfen!</p><p><strong>Macht das Sinn, für einen Teilstück zig Millionen Euro auszugeben, ohne zu wissen, ob das Projekt überhaupt zu realisieren ist?</strong><br
/> Diese Trennung in zwei Abschnitte habe ich nicht herbeigeführt, das geht auf andere Mehrheiten in Bergisch Gladbach zurück. Der erste Bauabschnitt ist in der Planung vorgesehen, es gibt Geld dafür, da macht es keinen Sinn, zwanzig Jahre zu warten, bis man beide Bauabschnitte gleichzeitig umsetzen kann. Wir müssen jetzt den ersten Schritt gehen.</p><p><strong>Möchten Sie dafür mitverantwortlich sein, eine teure Trasse gebaut zu haben, die nirgendwohin führt?</strong><br
/> Wir müssen natürlich überlegen, wie wir die Verkehrssituation an der Kölner Straße hinbekommen. Das ist eine ganz zentrale Frage, schon beim ersten Bauabschnitt. Müssen Fahrbahnen verändert werden, muss man zu einer flexiblen Verkehrsführung kommen? Das kann geprüft werden, für den ersten Bauabschnitt. Zu glauben, man könne den zweiten Abschnitt noch in den ersten Teil hineinbekommen oder eine alternative Trasse finden, ist unrealistisch. Dann reden wir nicht über vier Jahre, sondern über 15 bis 20 Jahre, bis diese Fragen geklärt sind. Und dann hat sich Krüger vielleicht auch schon verabschiedet.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/zanders/">Alle Beiträge über Zanders</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/kruger/">Alle Beiträge über Krüger</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/bahndammtrasse/">Alle Beiträge über die Bahndammtrasse</a></pre><p><strong>Das ist ein gutes Stichwort. Reden wir nur über die Bedürfnisse von Zanders – oder ist der Autobahnanschluss auch für andere Unternehmen so wichtig?</strong><br
/> Krüger Senior hat ein klares Bekenntnis zum Standort Bergisch Gladbach abgelegt. Aber wir wissen alle nicht, wie das später mal mit seinen Nachfolgern sein wird. Letztlich entscheidet sich der Standort an den Fragen: Wo kann ich kostengünstig produzieren? Wo bin ich schnell mit meinen Produkten am Markt?</p><p><strong>Das heißt, wir reden hier über die beiden großen Unternehmen Zanders und Krüger.</strong><br
/> Klar.</p><div
id="attachment_27656" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_2TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27656" title="Zorn_2TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_2TXT-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Bergisch Gladbach darf kein Museum werden.&quot;</p></div><p><strong>Aber es sind nicht alle für die Bahndammtrasse. Es gibt Widerstand in der Bevölkerung, der mit Naturschutz und Anwohnerrechten argumentiert – und die Notwendigkeit bezweifelt. Wie wollen Sie diese Leute überzeugen, zwei Großunternehmen ausgerechnet in der Innenstadt zu fördern?<br
/> </strong>Wie haben diese Standorte nun einmal. Es ist ja richtig, dass man neue Gewerbegebiete so weit wie irgend möglich an die Autobahn bringt. Aber das reicht nicht. Wir können es uns nicht leisten, in Bergisch Gladbach und in Deutschland auf produzierendes Gewerbe völlig zu verzichten. Bergisch Gladbach hat einen noch funktionierenden Gewerbestandort im Zentrum – den will ich nicht ausbauen, aber erhalten. Und damit auch die Arbeitsplätze.</p><p><strong>Konzentriert man sich nicht zu stark darauf, Industrien zu erhalten, die sich überlebt haben? Papier wird einfach nicht mehr soviel benötigt wie früher &#8230;</strong><br
/> Aber wir wollen aus Bergisch Gladbach auch kein Museum machen. Noch werden Gespräche geführt, und ich hoffe, dass wir Zanders retten können. Aber selbst wenn wir am Ende zu einem gemischten Papier- und Gewerbepark am bisherigen Standort der Gohrsmühle kommen, dann braucht auch hier eine vernünftige Infrastruktur. Und die fehlt im Augenblick.</p><p><strong>Ist ein gemischter Papier- und Gewerbepark auf dem Gelände von Zanders das realistische Optimum?<br
/> </strong>Ich habe immer noch die große Hoffnung, dass der Betriebsrat die ihm vertraglich zugesicherte Möglichkeit nutzen kann, selbst nach Investoren zu suchen. Mit der wirtschaftlichen Beratung und mit der Unterstützung des Landes NRW kann er erfolgreich verhandeln. Das ist die erste Priorität. Alles andere muss man angehen, wenn diese erste Lösung nicht steht.</p><p><strong>Sie sagen, neue <a
title="Alle Beiträge über Gewerbegebiete" href="http://in-gl.de/schlagwort/gewerbegebiet/">Gewerbegebiete</a> gehören in Autobahnnähe. Auch Gladbachs Stadtverwaltung argumentiert, dass die bestehenden Gebiete nicht ausreichen und plant in Lustheide ein neues Gebiet – was bei den Anwohnern auf großen Widerstand trifft. Wie stehen Sie zu dem Projekt?</strong><br
/> Wir müssen uns jeden Standort einzeln ansehen. Wir müssen Lücken schließen, wir müssen gucken, was an der Autobahn vernünftig ist.</p><p><strong>Konkret <a
title="Alle Beiträge über das Gewerbegebiet Lustheide" href="http://in-gl.de/schlagwort/gewerbegebiet-lustheide/">Lustheide</a>?</strong><br
/> Hier gibt es eine mehrjährige Planung der Stadt, Wohnhäuser anzusiedeln. Dort  sind Menschen im Vertrauen hingezogen, dass kein Gewerbe stattfindet. Zudem sind die Planungen der Stadt eine Nummer zu groß. Für den vorhandenen Betrieb, der expandieren will, reicht eine einfache Erweiterung aus, aber die Ausdehnung bis in den Königsforst hinein scheint mir überdimensioniert.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
 <a href="http://in-gl.de/schlagwort/gewerbegebiet/">Alle Beiträge über den Bedarf an Gewerbegebieten</a>
 <a href="http://in-gl.de/schlagwort/gewerbegebiet-lustheide/">Alle Beiträge über das geplante Gebiet in Lustheide</a></pre><p><strong>Bei nationalen Rankings schneidet der Rheinisch-Bergische Kreis gut ab. Aber ausgerechnet bei Zukunftsfaktoren wie Innovation, Wettbewerb und Demographie sieht es nicht so gut aus. Wie zukunftsfest ist der Kreis?</strong><br
/> Wir sind auf einem guten Weg, es gibt Kooperationen mit den Schulen und der Wirtschaft, das müssen wir ausbauen. Wir brauchen eine vernüftiges Angebot für Familien mit Kindern. Da sind wir in Teilen des Kreises gut aufgestellt. Trotzdem gilt es, weitere Angebote für unter Dreijährige aufzubauen. Denn wir müssen etwas tun, um unsere gute Position zu halten. Das ist eine Aufgabe, die der Landrat mit den Bürgermeistern zusammen anpacken kann.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2011/02/07/krisen/">Warum der RBK krisenanfällig ist </a>
<a href="http://wegweiser-kommune.de/">Wegweiser Kommune - Bertelsmann-Stiftung</a></pre><p><strong>Was meinen Sie konkret? Wir stehen ja im Konkurrenzverhältnis zu Köln und Leverkusen. Wenn nun Unternehmen wie Lübbe wegziehen, statt aus den Zentren in den Speckgürtel zu kommt, bleibt dann nur die Perspektive einer Schlafstadt?</strong><br
/> Man muss etwas für die Infrastruktur tun, man muss den Mittelstand noch einmal stärken. Wir haben eine im Kern gute Wirtschaftsförderungsgesellschaft, auch die Existenzberatung ist stark. Wir müssen uns aber auch darauf einstellen, dass die Menschen älter werden – und das bedeutet, die Unternehmensnachfolge in den mittelständischen Unternehmen muss noch stärker in den Fokus rücken. Ich will den Wirtschaftsstandort RBK erhalten. Und da ist der Mittelstand ein wichtiger Teil, der hat mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze als Krüger und Zanders.</p><p><strong>Gibt es eine Art Zukunftsindustrie im RBK?<br
/> </strong>Wir haben es mal versucht mit der Gesundheitsindustrie. Und auch der Automotiv-Bereich ist wichtig und gut. Insgesamt bin ich aber froh, dass wir breit aufgestellt sind und nicht auf einen Zweig setzen.</p><p><strong>Eine Frage, die einem Leser am Herz liegt: Was wollen sie für den Tourismus tun, damit Familien mit Kindern ihren Urlaub hier verbringen?<br
/> </strong>Die Frage habe ich gelesen. Odenthal ist ein hervorragendes Beispiel, wo vieles funktioniert – und davon müssen wir lernen. Es gibt nicht nur den Wanderbus, den wir jetzt auch auf Kreisebene kopiert haben. Der ist immer voll. Es gibt innovative, neue Ideen. Ich kann mir in Altenberg Audioguides ausleihen, es gibt in Bergisch Gladbach Segway-Touren und den neuen Lyrikpfad an der Strunde. Das sind neue Ideen, die wir stärken müssen. Alle neuen Formen zusammenführen und auf Kreisebene besser vermarkten, da liegt noch Potenzial.</p><p><iframe
title="YouTube video player" frameborder="0" height="260" src="http://www.youtube.com/embed/K7fRIESb5SA?rel=0" width="425"></iframe></p><p><strong>Und das ist etwas, was der Landrat leisten kann?</strong><br
/> Das Vernetzen, das Werben, das ist seine Arbeit.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1316688840887.shtml">Mit dem Wanderbus ins Bergische Land </a>
<a href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1316688840887.shtml">Die Eröffnung des Lyrikpfades, </a><a href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1316688840887.shtml">KSTA </a>
<a href="http://in-gl.de/stadtfuhrer/wanderportal/">Das große Wanderportal für das Bergische Land</a></pre><p><strong>In der Bevökerung macht sich eine Politikverdrossenheit breit, dazu trägt die Bundespolitik bei, aber auch der lokale Parteistreit wie zum Beispiel beim Pflaster für Bergisch Gladbachs <a
title="Alle Beiträge zur Fußgängerzone" href="http://in-gl.de/schlagwort/fussgaengerzone/">Fußgängerzone</a>. Beobachten Sie das auch?</strong><br
/> Das wächst tatsächlich, das merken wir bei unseren Gesprächen im Wahlkampf. Da kann aber jeder nur seinen persönlichen Beitrag leisten.</p><div
id="attachment_27657" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_3TXT.jpg"><img
class="size-medium wp-image-27657" title="Zorn_3TXT" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/Zorn_3TXT-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Facebook-Anfragen beantworte ich selbst.&quot;</p></div><p><strong>In welcher Weise?</strong><br
/> Ich halte es für wichtig, dass man die Aussagen, die man trifft, glaubwürdig trifft. Dass man sich an dem messen lässt, was man verspricht. Ich verspreche im Wahlkampf nicht eine Million dafür und hierfür. Ich verspreche, mich in bestimmten Bereichen zu engagieren. Ich verspreche, bei einer Wahl über die gesamten sechs Jahre im Amt zu bleiben.</p><p><strong>“Zorn bleibt” – ist das ein Thema?</strong><br
/> Diese Wahl kostet 165.000 Euro – und das hat ziemlich viele Menschen enttäuscht. Dass Herr Menzel auf diesem Weg und mit diesem ganzen hin und her gegangen ist. Mein Versprechen gilt: Ich werde etwas für Bildung und Kinder tun, ich werde etwas für den Wirtschaftsstandort tun und ich werden mich mit ganzer Kraft sechs Jahre lang dafür engagieren, wenn ich gewählt werde.</p><p><strong>Sie sind bei den modernen Sozialen Medien wie Facebook und Twitter sehr aktiv. Machen Sie das selbst?</strong><br
/> Den Politikerauftritt finden Sie auch auf der Internetseite, da schreibt die Presseerklärungen schon der Pressesprecher.</p><p><strong>Aber wo es um die Kommunikation geht. Da antwortet jemand auf die Presseerklärung bei Facebook – wer antwortet darauf?<br
/> </strong>Ich. Das ist mir auch wichtig. Das kann zwar mal etwas dauern, aber das mache ich selbst.</p><pre><strong><a href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/zorn-bleibt.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-27626" title="zorn bleibt" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/11/zorn-bleibt.jpg" alt="" width="100" height="48" /></a></strong>+<a href="http://zorn.spd-rbk.de/"> Wahlkampfwebseite</a>
+ <a href="http://de-de.facebook.com/people/Gerhard-Zorn/100001220106334">Facebook</a>
+ <a href="http://twitter.com/#%21/zorn_bleibt">Twitter</a></pre><p><strong>Was ist Ihre Prognose: Wieviel Stimmen bekommen Sie im ersten Wahlgang?<br
/> </strong>38 Prozent, tippe ich.Ich weiß, dass ich im Lager links von der CDU die Stimmen mit anderen Bewerbern teilen muss. Aber es wird auf jeden Fall eine Stichwahl geben – und da werden die Karten neu gemischt.</p><p><strong>Das heißt, sie gewinnen die Stichwahl?</strong><br
/> Ja.</p><p><strong>Herr Zorn, wir danken für das Gespräch. </strong></p><p>———————————————————————————<strong><br
/> Fotos:</strong> Werner Schmitz-Dietsch</p><p><strong>Was ist offen geblieben?</strong> Welche Fragen haben Sie an Gerhard Zorn?<br
/> Nutzen Sie bitte das Kommentarfeld unten – wir leiten die Fragen weiter.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/11/13/gerhard-zorn-wort-fur-wort/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>„Erfrischend, konstruktiv, anders“</title><link>http://in-gl.de/2011/10/30/interviewtebroke/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/30/interviewtebroke/#comments</comments> <pubDate>Sun, 30 Oct 2011 20:54:44 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Kreis]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Hermann-Josef Tebroke]]></category> <category><![CDATA[Interview]]></category> <category><![CDATA[Landrat]]></category> <category><![CDATA[RBK]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=27048</guid> <description><![CDATA[Hermann-Josef Tebroke hat sich vom Finanz-Professor zum Lokalpolitiker entwickelt, ein Parteipolitiker wurde er nicht. Im Interview gibt sich der Landratskandidat der CDU als Pragmatiker, der die Verantwortung hoch hält und durch Kooperation Ergebnisse erzielt.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><span
class="drop-cap">S</span>ein politisches Credo formuliert <a
title="Alle Beiträge über den Landratskandidaten der CDU" href="http://in-gl.de/schlagwort/hermann-josef-tebroke/">Hermann-Josef Tebroke</a> pragmatisch: „Unabhängig davon, aus welcher Fraktion Vorschläge kommen: wenn die Argumente gut sind, dann sind sie ernst zu nehmen. Das ist Politik, die aus Verantwortung resultiert – und nicht aus parteipolitischen Schaukämpfen.“</p><div
id="attachment_26794" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_5.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26794" title="TebrokeInterview_5" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_5-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p
class="wp-caption-text">„Egal aus welcher Fraktion: wenn Argumente gut sind, sind sie ernst zu nehmen.“</p></div><p>Auf diese Basis hat der 47-jährige CDU-Politiker sein politisches Debüt als Bürgermeister von Lindlar gegründet. Jetzt geht der Finanzwissenschaftler einen Schritt weiter und kandidiert am 20. November für das Amt des Landrats des Rheinisch-Bergischen Kreises.</p><p><a
title="Das gesamte Interview im Wortlaut" href="http://in-gl.de/?p=27001">Im Gespräch mit dem iGL Bürgerportal Bergisch </a>Gladbach erläutert Tebroke seine politische Philosophie, seine inhaltlichen Ziele – und warum er auch als Seiteneinsteiger eine Chance gegen <a
title="Alle Beiträge über den Kandidaten der SPD" href="http://in-gl.de/schlagwort/gerhard-zorn/">Gerhard Zorn</a> hat.</p><p>Bei seinen programmatischen Zielen bietet Tebroke konventionelle Kost. Als Top-Prioritäten nennt er Bildung, eine Arbeitsplätze sichernde Wirtschaftsförderung, den Ausbau der Infrastruktur. Bei aktuellen Themen wie Bergisch Gladbachs <a
title="Alle Beiträge über den Autobahnzubringer" href="http://in-gl.de/schlagwort/bahndammtrasse/">Autobahnanschluss </a>oder der drohenden Schließung von <a
title="Alle Beiträge über Zanders" href="http://in-gl.de/schlagwort/zanders/">M-real Zanders</a> räumt er ein, sich noch nicht tief genug in die Materie eingearbeitet zu haben – und vermeidet  Festlegungen.</p><h3>„Was ehrlich sozial wäre“</h3><p>Sein Thema ist ein anderes: der drohende<a
title="Alle Beiträge über die Finanznot Bergisch Gladbachs" href="http://in-gl.de/schlagwort/finanznot/"> Finanzkollaps der Kommunen</a>, der sogar die kommunale Selbstverwaltung gefährden könne. Und die Frage, was ein Landrat dagegen unternehmen kann.</p><p>Im Interview scherzt Tebroke kurz, dass ein Landrat zum Glück nicht über Fragen wie den Euro-Rettungsschirm entscheiden müsse. Doch dann schiebt der frühere Professor der Finanzwirtschaft, mit Blick auf die Kommunen, ganz ernst nach: „Wenn wir den (Rettungsschirm) mal nicht brauchen &#8230;“</p><div
id="attachment_26792" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_3.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26792" title="TebrokeInterview_3" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_3-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p
class="wp-caption-text">„Das ist unsozial: sich für Maßnahmen zu entscheiden, die wir selbst gar nicht finanzieren – und sich dafür auch noch feiern zu lassen.“</p></div><p>Die Ursache der kommunalen Finanzkrise ist für Tebroke klar: die sogenannte <strong>„strukturelle Unterfinanzierung“</strong>: Land und Bund belasten die Städte und Gemeinden mit immer neuen gesetzlichen Aufgaben, überweisen aber nicht genügend Geld, um diese Aufgaben auch zu finanzieren. Das Ergebnis sind hohe Defizite in den Stadtkassen – und steigende Schulden.</p><p>Im Gespräch gibt sich der vierfache Familienvater ruhig und abgeklärt, aber an diesem Punkt regt er sich auf: Die Kommunen müssen soziale Wohltaten des Landes wie das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr umsetzen und dafür an anderer Stelle sparen – und werden dann als unsozial beschimpft.</p><p>Tebroke wörtlich:</p><p
style="text-align: center;"><em>„Die Frage ist doch: wer soll da solidarisch sein? Nicht wir! Die Zeche zahlen die künftigen Generationen. Das ist unsozial: sich für Maßnahmen zu entscheiden, die wir selbst gar nicht finanzieren – und sich dafür auch noch feiern zu lassen. Ehrlich sozial wäre es nur, wenn wir dafür keinen Kredit aufnehmen, sondern auf etwas verzichten, was wir uns heute leisten.“</em></p><p><strong></strong>Für eine solche Politik, da ist sich Tebroke sicher, gebe es bei den Wählern auch ein Grundverständnis, doch traue sich kaum jemand auf einen derart unpopulären Weg. „Das halte ich für unverantwortlich, und auch für verlogen“, urteilt der schmale Mann mit den ganz kurzen grauen Haaren.</p><h3>„Aus eigener Kraft können sich Kommunen nicht retten“</h3><p>Eine Rettung der Kommunen aus der Finanznot aus eigener Kraft hält der CDU-Mann nicht für möglich. Gerade im Rheinisch-Bergischen Kreis seien die Gewerbe- und Grundsteuern bereits relativ hoch, mit höheren Einnahmen sei hier also nicht zu rechnen. Da könne die Lösung nur sein, dass das Land NRW die Schlüsselzuweisungen an die Städte erhöht – und das verkorkste Gemeindefinanzierungsgesetz reformiert.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://in-gl.de/?p=27001">+ Tebroke Wort für Wort - das ganze Interview im Wortlaut </a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/29/portrat-hermann-josef-tebroke-cdu/">+ Wer ist Herman-Josef Tebroke? Ein Porträt</a>
<a href="../schlagwort/hermann-josef-tebroke/">+ Alle Beiträge über Hermann-Josef Tebroke</a></pre><p
style="text-align: left;">Ingesamt gibt sich Tebroke dennoch optimistisch: wenn Bund und Land zu ihren Hilfszusagen stehen und die gute Konjunktur anhalte, „ist da noch etwas zu reißen“.  Und es müsse gelingen, denn die Alternative, so Tebroke, sei eine Katastrophe: „Dann bekommen wir hier ganz viele kleine Griechenlands.“</p><h3>Bei den Pflichtausgaben gibt es noch viel zu holen</h3><p>Damit die Kommunen selbstbewusst auftreten können, müssten sie ihre Hausaufgaben erfüllen und ihre Haushalte konsolidieren, soweit wie möglich. Dabei strebt Tebroke einen Perspektivwechsel an: Bislang werde fast nur über die sogenannten<strong> freiwilligen Ausgaben</strong>debattiert. Doch diese machten nur wenige Prozent der Gesamtausgaben aus. Zudem seien hier Kürzungen, etwas bei der Jugendhilfe, kontraproduktiv und würden später zu höheren Ausgaben führen.</p><div
id="attachment_26795" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_6.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26795" title="TebrokeInterview_6" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_6-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a><p
class="wp-caption-text">„Was mir wichtig ist, passt zum CDU-Programm.“</p></div><p><strong></strong>Stattdessen drängt Tebroke, den großen Block der <strong>Pflichtausgaben</strong> stärker in den Blick zu nehmen. Zum Beispiel bei den Schulen würden gewaltige Summen bewegt. „Dort kommt es darauf an, WIE man die Aufgaben wahrnimmt. Da gibt es durchaus noch Potenziale“, mahnt Tebroke.</p><p>Er räumt ein, dass ein Landrat nur begrenzten Gestaltungsspielraum hat. Umso wichtiger sei es, zwischen den Kommunen zu koordinieren und auch zu moderieren.</p><h3>&#8220;Nicht jede Kommune kann jede Schulform anbieten&#8221;</h3><p>So fordert Tebroke mit Blick auf die Schulen, dass die Kommunen bei der Zukunftsplanung viel stärker miteinander kooperieren – und <a
title="Alle Beiträge über die Schulstandort-Debatte" href="http://in-gl.de/schlagwort/schulen/">Schulstandorte</a> unabhängig von Stadtgrenzen planen.</p><p>Der Landratskandidat warnt: „Wenn die Kommunen nicht rechtzeitig reagieren und ihre Schulkapazitäten entsprechend gestalten, dann hat das negative Auswirkungen auf die Haushalte in einer Größenordnung, die ganz unvergleichbar ist mit den zwei, drei Prozent an freiwilligen Ausgaben.“</p><pre><strong>Lesen Sie noch mehr:</strong>
<a href="../2011/10/06/warum-der-landrat-und-seine-wahl-wichtig-sind/">+ Warum die Landratswahl wichtig ist - und wer antritt</a>
<a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">+ 2</a><a href="../2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">6 Fragen an Hermann-Josef Tebroke (CDU)</a>
<a href="../2011/10/19/frank-vom-scheidt/">+ 26 Fragen an Gerhard Zorn (SPD)</a>
<a href="../2011/10/19/frank-vom-scheidt/">+ 26 Fragen an Frank vom Scheidt (Grüne)</a>
<a href="../2011/10/22/26-fragen-an-jessica-seifert/">+ 26 Fragen an Jessica Seifert (Linke)</a></pre><p>Angesichts des Schülerschwunds müssten sich die Kommunen eingestehen, in Zukunft nicht mehr jede Schulform anbieten zu können.</p><p>Bei fast jeder Frage wird deutlich, dass Tebroke sich eine unabhängige Ader bewahrt hat. In die CDU war er erst nach seiner Wahl zum Bürgermeister eingetreten. Und zwar, weil „das, was mir wichtig ist, zum Programm der CDU passt“ &#8211; und nicht etwa umgekehrt.</p><h3>Das Verantwortungsgefühl treibt Tebroke an</h3><p>Tebroke steht nach seiner Wiederwahl mit mehr als 80 Prozent der Stimmen mitten in der zweiten Amtszeit in Lindlar. Vor dieser Aufgabe laufe er nicht davon, der Übergang in Lindlar werde bei einem Wechsel ins Bergisch Gladbacher Kreishaus gut organisiert. Den Wahlkampf führt er quasi in seiner Freizeit, organisiert ihn weitgehend selbst – und trägt auch hier das Lindlarer Stadtwappen am Anzugsrevers.</p><p>In der <a
title="Warum der Landrat so wichtig ist - und wofür er zuständig ist" href="http://in-gl.de/2011/10/06/warum-der-landrat-und-seine-wahl-wichtig-sind/">Aufgabe des Landrats</a>, das wird im Gespräch deutlich, sieht Tebroke eine frische Herausforderung, die ihn sehr reizt. Er preist die „kommunale Familie“ und die Selbstverwaltung als hohes Gut, das durch die Finanznot gefährdet sei. Und er habe eine konkrete „Vorstellung davon, wie die Zusammenarbeit zwischen  Kommunen und Kreis aussehen könnte.“</p><p>Das klingt gestelzt, ist aber ernst gemeint. Getragen wird es von Tebrokes Verantwortungsgefühl – und von seiner Lust, sich mit voller Kraft auf etwas Neues zu stürzen.</p><h3>&#8220;Erfrischend, konstruktiv, anders&#8221; &#8211; gegen Betriebsblindheit</h3><div
id="attachment_26789" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_1.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26789" title="TebrokeInterview_1" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">„Ich bringe eine Sicht der Dinge mit, die als erfrischend, konstruktiv und anders wahrgenommen wird.“</p></div><p>Die Frage nach seiner Wahlchance gegen den gut vernetzten SPD-Kandidaten Gerhard Zorn beantwortet Tebroke zuversichtlich, aber alles andere als überheblich. Das Ergebnis sei schwer zu kalkulieren, weil Wahlbeteiligung und auch Landes- bzw. Bundestrend eine Rolle spielten.</p><p>Der Vermutung, dass der abrupte Wechsel von Noch-Landrat<a
title="Alle Beiträge über Rolf Menzel" href="http://in-gl.de/schlagwort/rolf-menzel/"> Rolf Menzel</a> (CDU), der mitten in seiner zweiten Amtszeit in die Privatwirtschaft geht, der CDU und ihrem Kandidaten schadet, weicht Tebroke geschickt aus.</p><p>Dennoch glaubt Tebroke an einen Sieg über Zorn, auch wenn er selbst im Rheinisch-Bergischen Kreis noch so gut wie unbekannt ist. Nebenbei wirft er das Wort „betriebsblind“ in den Raum, und argumentiert:</p><p
style="text-align: center;"><em>„Was ich mitbringe, ist eine andere Erfahrung und andere Kenntnisse, ein anderer Hintergrund. Ich bringe eine Sicht der Dinge mit, die als erfrischend, konstruktiv und anders wahrgenommen wird.“</em></p><p
style="text-align: left;">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br
/> <strong>Fotos:</strong> Werner Schmitz-Dietsch</p><p
style="text-align: left;"><strong>Was ist offen geblieben?</strong> Welche Fragen haben Sie an Hermann-Josef Tebroke?<br
/> Nutzen Sie bitte das Kommentarfeld unten &#8211; wir leiten die Fragen weiter.</p><pre><strong>Debattieren Sie mit - über Facebook</strong> <a href="http://www.facebook.com/groups/politik.bergisch.gladbach/">
+ Politik in Bergisch Gladbach - die offene FB-Gruppe des Bürgerportals</a> <a href="http://www.facebook.com/tebroke">
+ Hermann-Josef Tebroke bei Facebook </a> <a href="../2011/09/29/facebook-twitter-foursqure/">
+ Wie/warum das Bürgerportal Facebook einsetzt</a></pre><p><strong><br
/> </strong></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/30/interviewtebroke/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Hermann-Josef Tebroke &#8211; Wort für Wort</title><link>http://in-gl.de/2011/10/30/hermann-josef-tebroke-wort-fur-wort/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/30/hermann-josef-tebroke-wort-fur-wort/#comments</comments> <pubDate>Sun, 30 Oct 2011 20:49:19 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Kreis]]></category> <category><![CDATA[Parteien]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Hermann-Josef Tebroke]]></category> <category><![CDATA[Interview]]></category> <category><![CDATA[Landrat]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=27001</guid> <description><![CDATA[Im iGL-Interview erläutert Hermann-Josef Tebroke seine politische Philosophie, seine Ziele – und warum er auch als Seiteneinsteiger eine Chance sieht, Landrat des RBK zu werden. Das Gespräch im Wortlaut.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr Tebroke, es soll hier um Inhalte gehen. Aber zunächst sind wir auf die Person neugierig. Wie kommt man aus Bocholt über Bayreuth nach Lindlar, wie wird man als Finanzwissenschaftler Bürgermeister?</strong><br
/> Ich hatte früh verwandtschaftliche Beziehungen nach Lindlar. Für uns war es immer eine Tour in den Urlaub, den Onkel in Lindlar zu besuchen. 2001 haben wir für die Familie eine Standortentscheidung getroffen – und sind nach Lindlar gezogen. Und hier fühlen wir uns mit unseren vier Kindern ausgesprochen wohl, im Herzen den Bergischen Landes.</p><div
id="attachment_26791" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26791" title="TebrokeInterview_2" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_2-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Auch als Wissenschaftler interessiert man sich für die Frage, was in der Praxis abläuft.&quot;</p></div><p><strong>Und das Bürgermeisteramt?<br
/> </strong>2001 bekam ich das Angebot der Professur in Bayreuth. Ich habe dann von Lindlar aus in Bayreuth gearbeitet. Nach drei Jahren kam die Anfrage, ob ich mir vorstellen könne, Bürgermeister in Lindlar zu werden. Da kamen zwei Dinge zusammen: erstens die Perspektive einer beruflichen Tätigkeit in der Heimatstadt. Und dann interessiert man sich ja auch als Wissenschaftler für die Frage, was in der Praxis abläuft, nach 20 Jahren an der Uni.</p><p><strong>Was reizte Sie an der Lokalpolitik?</strong><br
/> Dass es ganz konkret wurde mit der Verantwortung – bis hin zum Schlagloch in der Straße. Hinzu kam die Chance, es mit Menschen aller Altersklassen, aus allen Branchen, zu tun zu haben. Ich fühlte mich eingeladen, eine neue Aufgabe, neue Herausforderungen zu übernehmen. Und wenn ich die Aufgabe als wichtig erachte, dann motiviert mich das – und so bin ich in der Kommunalpolitik gelandet.</p><p><strong>Nicht nur in der Kommunalpolitik, sondern auch in der CDU …</strong><br
/> … in die ich erst nach der Wahl eingetreten bin. Ich war Kandidat der CDU in Lindlar, aber parteilos. Darauf hatte ich auch bestanden, als ich von der Mitgliederversammlung aufgefordert wurde, erst einmal Parteimitglied zu werden.</p><p><strong>Wie ist Ihr Verhältnis zur CDU?</strong><br
/> Ich stehe der CDU und ihren Vorstellungen nahe. Das kann man an meinem Lebenslauf ablesen, und das habe ich auch durch meinen Beitritt deutlich gemacht. Ich habe festgestellt, dass das, was mir wichtig ist, zum Programm der CDU passt. Das beginnt beim Menschenbild, das dadurch geprägt ist, dass der Mensch zur Freiheit berufen ist – und zur Verantwortung für sich und für den Nächsten. Daraus ergeben sich viele Punkte, wie Subsidiarität, Natur, Umwelt, Schöpfung &#8230;</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/06/warum-der-landrat-und-seine-wahl-wichtig-sind/">Warum die Landratswahl wichtig ist - und wer antritt</a>
<a href="../schlagwort/hermann-josef-tebroke/">Alle Beiträge über Hermann-Josef Tebroke</a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">2</a><a href="http://in-gl.de/2011/10/15/26-fragen-an-hermann-josef-tebroke/">6 Fragen an Hermann-Josef Tebroke (CDU)</a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/11/26-fragen-an-gerhard-zorn/">26 Fragen an Gerhard Zorn (SPD)</a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/19/frank-vom-scheidt/">26 Fragen an Frank vom Scheidt (Grüne)</a>
<a href="http://in-gl.de/2011/10/22/26-fragen-an-jessica-seifert/">26 Fragen an Jessica Seifert (Linke)</a></pre><p><strong>Wie setzen Sie diesen Anspruch in der täglichen Arbeit um, wie würden Sie Ihren Politikstil definieren? In Lindlar hatte die SPD bei ihrer Wiederwahl ja noch nicht einmal mehr einen Gegenkandidaten aufgestellt &#8230;<br
/> </strong>Darüber habe ich mich gefreut, weil es eine Bestätigung war, wie ich mit dem sogenannten politischen Gegner umgehe. Für mich ist entscheidend, dass die Vertreter im Rat eine Lösung suchen – und nicht, dass sie bestimmte abgestimmte Aussagen treffen, die nur aus parteipolitischem Kalkül heraus formuliert werden. Unabhängig davon, aus welcher Fraktion sie kommen: wenn die Argumente gut sind, und wenn daraus Lösungsbeiträge resultieren, dann sind sie ernst zu nehmen. Das ist Politik, die aus Verantwortung resultiert – und nicht aus parteipolitischen Schaukämpfen.</p><p><strong>In der Realität ist es dann aber doch anders. Wie kommt man darüber hinaus?<br
/> </strong>Meine Intention ist es, gerade auch die Beiträge der Opposition ernst zu nehmen. Das führt zu besseren Lösungen. Das ist ja gerade das Spannende an der Kommunalpolitik, dass sie näher an den Menschen und an den Themen ist. Sie haben immer wieder Beiträge von Ratsmitgliedern, die aus dem eigenen Erfahrungswissen kommen. Wenn wir uns über die Sanierung von Schulgebäuden unterhalten, dann meldet sich eben der Dachdecker. Und dann ist es egal, ob es ein Roter, Gelber, Grüner oder Schwarzer ist. Wenn ich Verantwortung übernehme, dann erwarten die Bürger nicht, dass wir uns an die Köpfe kriegen. Es muss auch Streit geben – aber am Ende erwarten die Bürger eine Lösung.</p><p><strong>Noch einmal: wie würden Sie Ihren Politikstil nennen?</strong><br
/> Partizipativ, kooperativ, wie immer Sie das bezeichnen wollen. Aber der Bürgermeister und auch der Landrat müssen Moderationsfunktionen wahrnehmen, Meinungen zusammenführen.</p><p><strong>Jetzt wollen Sie den nächsten Schritt unternehmen, vom konkreten Amt als Bürgermeister zum diffuseren, komplexeren Amt des Landrates und Chef der Kreisverwaltung. Was reizt Sie?<br
/> </strong>Ich habe über sieben Jahre lang die kommunale Perspektive kennengelernt, bin da hineingewachsen. Dabei habe ich festgestellt, dass „kommunale Familie“ und Selbstverwaltung hohe Güter sind. Ich sehe aber, dass genau das gefährdet ist. Aber wenn interkommunal kooperiert wird, auch mit dem Kreis, dann ergibt sich daraus eine Chance. Und ich habe eine Vorstellung davon, wie die Zusammenarbeit zwischen  Kommunen und mit Kreis aussehen könnte.</p><div
id="attachment_26794" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_5.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26794" title="TebrokeInterview_5" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_5-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Wir müssen alles tun, um die Schulden abzubauen.&quot;</p></div><p><strong>Kommen wir zu den Inhalten. Was sind die drei wichtigsten Aufgaben, für die Sie als Landrat kämpfen wollen?</strong><br
/> Das wären die Weiterentwicklung eines umfassenden und abgestimmten Bildungsangebotes, eine Wirtschaftsförderung zur Sicherung der Arbeitsplätze und der behutsame Ausbau einer bedarfsgerechten Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation und nachhaltige Energieversorgung. Aber bei all dem dürfen wir die Finanzen nicht aus den Augen verlieren. Wir müssen alles tun, um die Haushalte zu konsolidieren und Schulden abzubauen.</p><p><strong>Wie wollen Sie das erreichen? Allzu weit reicht die Gestaltungsmacht des Landrates ja nicht, …  </strong><br
/> Klar, wir entscheiden nicht über das Ausmaß des Rettungsschirms …</p><p><strong>Welchen? Des kommunalen Rettungschirms?</strong><br
/> Wenn wir den mal nicht brauchen &#8230;</p><p><strong>Tatsächlich ist der Landrat finanzieller Oberaufseher mit engen rechtlichen Vorgaben. Wie groß ist sein Spielraum, den Kommunen etwa bei den Kürzungen der freiwilligen Ausgaben entgegen zu kommen?<br
/> </strong>Die Rolle ist unbestritten. Hier trägt der Landrat Verantwortung, hier hat er staatliche Aufgaben wahrzunehmen. Aber er hat Ermessensspielräume, und die kann er nutzen, mit den Kommunen.</p><p><strong>In welcher Hinsicht?</strong><br
/> Wir diskutieren permanent über die freiwilligen Aufgaben. Aber die Frage, ob man, und wenn ja welche freiwillige Leistungen man kürzt, ist nur das eine. Das andere ist, wie man die pflichtigen Aufgaben ausübt. Da sehe ich viel mehr Handlungsspielraum. Da müssten sich alle, Kreis und Kommunen, um Optimierung bemühen.</p><p><strong>Was meinen Sie konkret?<br
/> </strong>Viele Aufgaben der Jugendarbeit sind freiwillig – also sind die Kommunen gezwungen, dort zu sparen. Dabei sind diese Ausgaben oft absolut sinnvoll, weil sie präventiv sind, vor Ort wirken und hohe positive Effekte haben. Gleichzeitig machen die freiwilligen Ausgaben nur ein oder zwei Prozent des Budgets aus. Im Bereich der Pflichtaufgaben werden ganz andere Summen bewegt, etwa die Ausgaben des Schulträgers. Dort kommt es darauf an, WIE man die Aufgaben wahrnimmt. Da gibt es durchaus noch Potenziale.</p><p><strong>Nennen Sie ein Beispiel.</strong><br
/> Nehmen wir die demographische Entwicklung. Wenn wir hier die Lage fortschreiben, dann fliegt uns die gesamte Struktur um die Ohren. Wenn die Kommunen nicht rechtzeitig reagieren und ihre Schulkapazitäten entsprechend gestalten, dann hat das negative Auswirkungen auf die Haushalte in einer Größenordnung, die ganz unvergleichbar ist mit den zwei, drei Prozent an freiwilligen Ausgaben. Unsere Aufmerksamkeit muss viel mehr auf diese Fragen gerichtet werden.</p><div
id="attachment_26793" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_4.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26793" title="TebrokeInterview_4" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_4-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;In Zukunft kann nicht mehr jede Kommune jede Schulform anbieten.&quot;</p></div><p><strong>Was heißt das für die Schulformen?</strong><br
/> Darum sind diese Fragen so schwierig – weil sie bedeuten, dass in Zukunft nicht mehr in jeder Kommune jede Schulform angeboten werden kann. Wenn für uns die Qualität im Vordergrund steht, dann müssen sich die Kommunen abstimmen, welche Schule an welchem Standtort richtig ist. Die Eltern fragen doch: wo ist eine gute Schule für meine Kinder in erreichbarer Nähe. Da ist von sekundärer Bedeutung, ob diese Schule diesseits oder jenseits der Ortsgrenze steht. Da kann der Landrat über die Kommunalaufsicht, über die Schulaufsicht, schon einiges bewirken.</p><p><strong>Also geht es um Dinge wie die Zusammenarbeit zwischen Bergisch Gladbach und Rösrath bei einer weiteren Gesamtschule, den Standort der Sekundarschulen oder die Zukunft der Gymnasien.  Da muss man also auf höherer Ebene ansetzen?</strong><br
/> Ja. Und die Bereitschaft dafür ist da. Aber weil das Thema so schwierig ist, muss man es offen kommunizieren. Ich bin überzeugt, dass die Eltern das auch nachvollziehen, wenn man sagt, dass man den Austausch sucht.</p><p><strong>Den Landrat dürfen auch schon die 16-Jährigen wählen. Wie lassen sich Jugendliche motivieren, sich mit dem Thema Kreis und Landrat auseinanderzusetzen?<br
/> </strong>Der Zugang geht sicher nicht über das Gesundheitsamt. Die Jugendlichen fragen immer nach der Schullandschaft, nach den Verkehrsverbindungen, den offenen Jugendzentren. Darüber ergibt sich schon ein Zugang.</p><p><strong>Zum Beispiel über das Schülerticket. In Bergisch Gladbach erleben die Jugendlichen gerade, dass ihr Ticket unbezahlbar wird. In Lindlar haben Sie das Schülerticket kostenlos gemacht. Könnten Sie als Landrat den Bürgermeistern hier den Weg weisen?</strong><br
/> Es ist ja nicht so, dass der Landrat die Weisheit gepachtet hat und den Bürgermeistern erklärt, wie es geht. Ich sehe die große Chance in dem Austausch, das habe ich bereits an der Uni so praktiziert. Genau so sehe ich das im politischen Bereich. Heute hatten wir ein Gespräch mit einem Vereinsvorstand, der seine Sportanlage sanieren will – aber wir können das als Gemeinde nicht tun. Wenn dann beide Seite grummeln, kommt man nicht weiter. Wenn man Ideen austauscht, dann kommt man vielleicht auf einen Lösungsansatz, der beiden weiterhilft.</p><div
id="attachment_26796" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_7.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26796" title="TebrokeInterview_7" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_7-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Ich bin da ganz unideologisch.&quot;</p></div><p><strong>Zurück zum Schülerticket …<br
/> </strong>Da hatten wir eine Situation voller Widersprüche und Ungerechtigkeiten. Einige Schüler bekamen verbilligte Tickets, andere nicht. Da haben wir uns zusammengesetzt, nach einer ganz  neuen Lösung gesucht. Am Ende haben wir die Tickets en bloque gekauft und umsonst weitergegeben, zum Vorteil aller. Und dem öffenlichen Nahverkehr konnten wir auch noch einen Dienst erweisen, weil wir ihm mehr Nachfrage zugeführt haben.</p><p><strong>Sie sind ein Verfechter des öffentlichen Personen-Nahverkehrs?</strong><br
/> Ich bin da unideologisch. Natürlich genießt der ÖPNV den Vorzug, weil er tendenziell die Umwelt und das Verkehrsaufkommen entlastet. Trotzdem bin ich Realist: es gibt Bereiche in einer ländlichen Region, wo die Ergänzung durch den Individualverkehr nötig ist. Und da muss man dann unter Umständen auch Straßen erweitern, um Staus zu vermeiden – denn stehender Verkehr ist die größte Belastung, für Umwelt und Anwohner.</p><p><strong>In Bergisch Gladbach spielt der Streit über die Autobahnanbindung eine große Rolle. Wie ist Ihre Position in dieser Frage?<br
/> </strong>Ich weiß, dass darum seit Jahrzehnten gerungen wird. Ich bin aber noch nicht tief genug in der Diskussion, als dass ich das jetzt bewerten könnte. Es ist aber klar: wenn man attraktive Gebiete für Wohnen und für Gewerbe bieten möchte, dann spielt die Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Und wenn Unternehmen angesiedelt werden sollen, dann muss ihnen auch aufgezeigt werden, wie sie die Welt erreichen.</p><p><strong>Damit sprechen Sie Gewerbeansiedlungen an. Neue Gewerbegebiete stoßen häufig auf Widerstand der Anwohner, gleichzeitig gibt es große Industriebrachen – wie sie in Bergisch Gladbach akut beim Fall Zanders drohen. Wie stehen Sie zu dem Thema?</strong><br
/> Zanders ist eine ganz heiße Nummer, das wird eine große Herausforderung. Städtebaulich und wirtschaftspolitisch. Dabei verstehe ich Wirtschaftspolitik nicht als Industriepolitik – in dem Sinne, dass zum Beispiel ein Kreis bestimmte Industriezweige vorgibt. Ich halte es für wichtig, dass man einen Branchenmix realisiert, das macht einen Standort unabhängiger von der Konjunkturlage und stabilisiert die Beschäftigung.</p><p><strong>Welche Aufgaben hat dabei ein Landrat?</strong><br
/> Er kann in der Koordination eine wichtige Rolle spielen. Alle Entscheidungen, die eine Kommune trifft, wirken sich auf alle anderen Kommunen aus. Beim Verkehr, bei der Gewerbesteuer, bei den Arbeitsplätzen. Anstatt in Konkurrenzdenken zu verfallen, sollte den Kommunen klar sein, dass es besser ist, ein Unternehmen siedelt in der Nachbarschaft an, als dass es in eine ganz andere Region abwandert.</p><p><strong>Der RBK ist durch die Beziehung zu Köln geprägt: Attraktive Städte zum Wohnen, zum Leben. Inzwischen gehen die Unternehmen jedoch den umgekehrten Weg: zogen sie früher ins Umland, suchen sie heute wieder die Zentren, wie etwa der Verlag Bastei Lübbe. Wo ist da die Perspektive für eine Stadt für Bergisch Gladbach?</strong><br
/> Wir sollten uns dafür einsetzen, dass Gewerbe und Industrie bleiben. Wir sind nicht die Schlafstädte für Köln. Vielleicht ergibt sich eine Chance aus der Abstimmung mit einem Standort wie Köln-Mülheim oder Köln-Deutz. Wenn dort Vorteile locken, die wir nicht bieten können, würde ich mich da nicht auf einen ruinösen Kampf einlassen. Sondern überlegen: wie können wir erreichen, dass die Menschen, deren Arbeitsplätze nun in Mülheim liegen, sich hier wohl fühlen. Klar, dann sind wir beim Thema Schlafstädte. Aber lieber eine attraktive Schlafstadt, als völlig sterben.</p><div
id="attachment_26792" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_3.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26792" title="TebrokeInterview_3" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/TebrokeInterview_3-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Jeder, der eine Regressionsanalyse fährt, weiß doch, dass er die Plausibilität der Gewichtungsfaktoren testen muss.&quot;</p></div><p><strong>Bei den Kommunalfinanzen wird vor allem über die Ausgaben diskutiert. Sehen sie bei den Einnahmen Spielraum, etwa durch Steuererhöhungen?</strong><br
/> Bei den Gewerbesteuern sind wir hier in der Region ja durchaus auf einem nicht ganz niedrigen Niveau. Und wenn man die Hebelsätze zu hoch ansetzt, dann könnte das schnell den Standort belasten. Man kann sich über die Grundsteuern noch mal Gedanken machen, aber auch da bewegen wir uns ja eher im oberen Bereich.</p><p><strong>Wie ist eine Sanierung der Kommunalfinanzen dann denkbar?<br
/> </strong>Sanierungsbeiträge können nur über die Schlüsselzuweisungen kommen. Das Land verteilt Aufgaben an Kreis und Kommunen , alimentiert sie aber nur unzureichend. Wer die Musik bestellt, der bezahlt, heißt es ja eigentlich – nur hier wird das manchmal vergessen. Das hat zu einer strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen geführt. Und auch gegen das Gemeindefinanzierungsgesetz gibt es viele Einwände. Da sind so viele Inplausibilitäten in den Verteilungsregeln.</p><p><strong>Haben Sie dafür ein Beispiel?</strong><br
/> Die Mittelzuweisung für Schüler: ein Ganztagsschüler kostet eine Kommune viermal soviel wie ein Halbtagsschüler, das ist absurd. Das ist aus einer Regression abgeleitet. Aber jeder, der eine Regressionsanalyse fährt, weiß doch, dass er die Plausibilität der Gewichtungsfaktoren testen muss. Das ärgert mich kolossal. Denn es bedeutet gerade für Kommunen in ländlichen Bereichen einen erheblichen strukturellen Nachteil.</p><p><strong>Wie realistisch ist ihre Erwartung, dass das Gemeindefinanzierungsgesetz in absehbarer Zeit geändert wird?</strong><br
/> Das habe ich gelernt: Geduld und Beharrlichkeit spielen auch in der Politik eine große Rolle. Ich bin realistisch genug, dass ich weiß, dass so etwas nicht von heute auf morgen gelingt. Aber ich bin geduldig genug, das noch mal und noch mal auf Wiedervorlage zu nehmen. Und dann auch beharrlich genug, nicht nachzulassen, immer wieder die Probleme anzusprechen. Aber natürlich müssen die Kommunen auch zeigen, was sie zur Konsolidierung beitragen.</p><p><strong>Sehr optimistisch stimmt das nicht. Sie hatten das Wort Rettungsschirm in den Mund genommen – ist die Lage der Kommunen ähnlich der Lage Griechenlands?</strong><br
/> Wenn ich dieser Auffassung wäre, dann würde ich mich nicht auf so eine Position einlassen wollen. Ich glaube, dass da noch etwas zu reißen ist. Es gibt ja auch positive Anzeichen. Die Landesregierung sagt, dass sie eine Freundin der Kommunen ist. Und wenn der Bund für die Kosten im Sozialbereich 2014 mehr bereitstellt, dann sinkt die strukturelle Unterfinanzierung. Wenn dann der Konjunkturaufschwung weiter geht und die Kommunen bei der Kapazitätssteuerung vorsichtig agieren, dann kriegen wir das hin. Wir müssen das hinkriegen. Denn das, was gerade in Griechenland passiert, ist katastrophal. Besonders schlimm finde ich, wenn man so tut, als wäre man überrascht. Das kann ich nicht haben.</p><pre><strong>Debattieren Sie mit – über Facebook</strong>
<a href="http://www.facebook.com/groups/politik.bergisch.gladbach/">+ Politik in Bergisch Gladbach – die offene FB-Gruppe des Bürgerportals</a>
<a href="http://www.facebook.com/tebroke">+ Hermann-Josef Tebroke bei Facebook </a>
<a href="../2011/10/30/2011/09/29/facebook-twitter-foursqure/">+ Wie/warum das Bürgerportal Facebook einsetzt</a></pre><p><strong>Was regt Sie bei der Finanzkrise besonders auf, bezogen auf die Kommunen?</strong><br
/> Der Vorwurf, dass Sparen unsozial sei. Etwa dann, wenn soziale Wohltaten verteilt werden, uns aber keine Mittel an die Hand gegeben werden, das zu finanzieren &#8211; wie beim beitragsfreien letzten Kindergartenjahr. Wer dann sagt, das geht nicht, wird schnell als unsozial dargestellt. Aber die Frage ist doch: wer soll da solidarisch sein? Nicht wir! Die Zeche zahlen die künftigen Generationen. Das ist unsozial : sich für Maßnahmen zu entscheiden, die wir selbst gar nicht finanzieren – und sich dafür auch noch feiern zu lassen. Ehrlich sozial wäre es nur, wenn wir dafür keinen Kredit aufnehmen, sondern auf etwas verzichten, was wir uns heute leisten. Dafür gibt es bei den Wählern auch ein Grundverständnis – es wird nur als unpopulär nicht versucht. Das halte ich für unverantwortlich, und auch für verlogen. Wenn man das weitertreibt, dann hat man in der Tat irgendwann ein kleines Griechenland, weil eine nachfolgende Generation etwas nicht mehr bezahlen kann, was sie auch gar nicht entschieden hat.</p><p><strong>Sie treten als Quereinsteiger an, gegen einen SPD-Kandidaten, der den Kreis gut kennt und sehr gut vernetzt ist. Andererseits ist der Landratsposten traditionell ein Erbhof der CDU. Wie schätzen Sie selbst Ihre Chancen ein?</strong><br
/> Das Ergebnis wird auch von der Wahlbeteiligung abhängen. Es werden sich möglicherweise bundes- und landespolitische Stimmungslagen auswirken, was schwer zu kalkulieren ist. Dennoch rechne ich mir Chancen aus. Sonst würde ich auch nicht als Landrat kandieren.</p><p><strong>Was haben Sie, was Ihr Gegenkandidat Zorn nicht hat?<br
/> </strong>Ich weiß, dass Herr Zorn schon lange im RBK aktiv ist, viele Details und Entwicklungen kennt. Was ich mitbringe, ist eine andere Erfahrung und andere Kenntnisse, ein anderer Hintergrund. Zudem kann ich mich in neue Aufgabenstellungen hineinarbeiten und bringe eine Sicht der Dinge mit, die als erfrischend, konstruktiv und anders wahrgenommen wird. Ich erlebe, dass es immer wieder gut ist, Menschen einzubeziehen, die einen anderen Hintergrund haben, die noch nicht so verwachsen und verwurzelt sind in den Strukturen – und dann auch Veränderungsprozesse anstoßen. Da gibt es ja diesen Terminus „betriebsblind“.</p><p><strong>Wer zieht ins Kreishaus ein? Nicht repräsentative Umfrage von Anfang Oktober</strong></p> Note: There is a poll embedded within this post, please visit the site to participate in this post's poll.<p><strong>Der Abgang von Landrat Rolf Menzel mitten in der Legislaturperiode hat die allgemeine Politikverdrossenheit weiter geschürt. Fällt das auf die CDU, auf Sie zurück?</strong><br
/> Rolf Menzel hat immerhin sieben Jahre lang das Amt ausgeübt und sich aus bestimmten Gründen entscheiden auszuscheiden. Das gibt es in anderen Berufszweigen auch. Aber man sollte es so tun, dass hinter einem nicht alles zusammenbricht. Als ich aus der Universität ausgeschieden bin, bin ich noch zwei Jahre lang nach Bayreuth gefahren, um Prüfungen abzunehmen. Genauso sehe ich das jetzt bei meiner Person auch für Lindlar, da macht sich keiner aus dem Staub, sondern hat eine Entscheidung getroffen für eine andere Position.</p><p><strong>Dennoch, die Politikverdrossenheit nimmt zu &#8230;</strong><br
/> Stimmt, das ist ein schwieriger Punkt. Das hat mit Glaubwürdigkeit zu tun, mit dem Umgang der Politiker miteinander. Und da gibt es aktuelle Beispiele, wo nicht wertschätzend miteinander umgegangen wird. Daneben gibt es aber auch sehr viele positive Fälle. Ich habe viele stille Politiker kennen gelernt, die sich ernsthaft mit ihren Themen auseinandersetzen, ernsthafte Vorschläge machen und nicht immer auf die Trommel schlagen. Ich selbst habe, was ich bisher gemacht habe, immer zu 100 Prozent gemacht – weil ich von der Aufgabe überzeugt war. Das werde ich, wenn man mich wählt, auch als Landrat machen. Mit allem, was ich weiß und kann.</p><p><strong>Herr Tebroke, wir danken für das Gespräch.</strong></p><p>———————————————————————————</p><p><strong>Fotos:</strong> Werner Schmitz-Dietsch</p><p><strong>Was ist offen geblieben?</strong> Welche Fragen haben Sie an Hermann-Josef Tebroke?<br
/> Nutzen Sie bitte das Kommentarfeld unten – wir leiten die Fragen weiter.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/30/hermann-josef-tebroke-wort-fur-wort/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Haben Rommerscheids Frauen Pink Floyd drauf?</title><link>http://in-gl.de/2011/10/15/choryfeen/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/10/15/choryfeen/#comments</comments> <pubDate>Sat, 15 Oct 2011 21:01:35 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Heidkamp]]></category> <category><![CDATA[Musik]]></category> <category><![CDATA[Rommerscheid]]></category> <category><![CDATA[ChoryFeen]]></category> <category><![CDATA[handerCover]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=26164</guid> <description><![CDATA[Das Konzert des Rommerscheider Frauenchors Choryfeen mit der Band handerCover war ein gewagtes Experiment. 50 Frauen zwischen 14 und 74, sieben Rockmusiker - und ein ehrgeiziges Programm.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_27276" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen1-300X200.jpg"><img
class="size-full wp-image-27276" title="handercover choryfeen1 300X200" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen1-300X200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p
class="wp-caption-text">Die Choryfeen mit handerCover</p></div><p>Erst seit zwei Jahren gibt es den Frauenchor Choryfeen, der jeden Dienstag im CBT-Wohnheim Magaretenhöhe in Rommerscheid probt &#8211; doch die inzwischen knapp 50 Frauen zwischen 14 und 74 unter Leitung von Conny Jung trauen sich etwas: an diesem Samstag gaben sie ihr erstes richtig großes Konzert im Pfarrsaal der Gemeinde St. Josef in Heidkamp.</p><p>Und sie trällerten keine Standards, sondern wagten sich an solche musikalischen Brocken wie Pink Floyd. Mit Erfolg.</p><p>Allerdings hatten sich die Choryfeen kompetente Unterstützung geholt &#8211; die einschlägig bekannte Bergisch Gladbacher Band handerCover, die bereits im vergangenen Jahr bei ihrem Konzert im Bock mit Pink Floyd-Songs begeisterten.</p><div
id="attachment_26193" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen.jpg"><img
class="size-medium wp-image-26193" title="handercover choryfeen" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen-300x126.jpg" alt="" width="600" height="252" /></a><p
class="wp-caption-text">handerCover und die Choryfeen bei einer Probe</p></div><p>Im Pfarrsaal herrschte gleich familiäre Atmosphäre. Zwar dominierte die Fraktion der Ü40 &#8211; aber auch einige Jugendliche und eine große Truppe von Senioren hatte sich eingefunden. Die Choryfeen starteten auf der Bühne mit ein paar flotten, aber traditonellen Liedern.</p><p>Doch änderte sich die Atmosphäre schlagartig, als sich die Musiker von handerCover vor der Bühne gruppierten. Sie legten gleich mit dem Supertramp-Klassiker &#8220;Logical Song&#8221; los, dann folgten &#8220;Aquarius&#8221; aus dem Musical Hair, &#8220;Africa&#8221; von Toto, <a
title="Video; handerCover spielt Dreadlock Holiday" href="http://in-gl.de/2011/10/15/offener-brief-lustheide/">&#8220;Dreadlock Holyday&#8221; von 10CC</a>  &#8211; und &#8220;The Wall&#8221; von Pink Floyd. Und immer haben die Rockmusiker ein grandioses Backup &#8211; die 50 Choryfeen verleihen den Stücken Tiefe und Kraft.</p><p>Zwischendurch spielt handerCover auch mal ohne Chorbegleitung. Doch die Damen bleiben auf der Bühne (sitzen) &#8211; und swingen mit.</p><p>Die Stimmung im Saal ist grandios, frenetischer Beifall belohnt Band und Chor.</p><div
id="attachment_27278" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen0-300x200.jpg"><img
class="size-full wp-image-27278" title="handercover choryfeen0 300x200" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/10/handercover-choryfeen0-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p
class="wp-caption-text">Die Choryfeen</p></div><p>Als dritte (und leider letzte) Zugabe spielt handerCover &#8220;Dark Side of the Moon&#8221; von Pink Floyd. Zunächst intoniert Keyboarder Bernd Springwald das Thema alleine. Gerade bei den Senioren im Publikum recken sich die Hälse &#8211; wer spielt da eigentlich, was geht vor? Dann kommt Gitarrist Andreas Schmidt auf die Bühne, die anderen Bandmitglieder folgen. Die Choryfeen sitzen auf der Bühne, swingen begeistert mit &#8211; und stehen plötzlich auf, singen kraftvoll mit.</p><p>Ja. Die Rommerscheider Frauen haben Pink Floyd drauf. Und wie.</p><p>Fotos: handerCover</p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a
href="http://www.handercover.de/index.php?option=com_expose&amp;Itemid=38">Noch viel mehr Fotos vom Auftritt</a> auf der Homepage von handerCover<a
href="http://www.rommerscheider-choryfeen.de/"><br
/> </a></li><li><a
href="http://www.rommerscheider-choryfeen.de/">Die Website der Choryfeen</a></li><li><a
href="http://www.handercover.de/">Die Website von handerCover</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/10/15/choryfeen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>26 Fragen an Markus Walther</title><link>http://in-gl.de/2011/06/25/26-fragen-an-markus-walther/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/06/25/26-fragen-an-markus-walther/#comments</comments> <pubDate>Sat, 25 Jun 2011 21:00:07 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Literatur]]></category> <category><![CDATA[Rösrath]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[26 Fragen an]]></category> <category><![CDATA[Fragebogen]]></category> <category><![CDATA[Markus Walther]]></category> <category><![CDATA[Porträt]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=22282</guid> <description><![CDATA[Der Wahl-Rösrather Markus Walther widmet sich der kleinen Form: der Kurz- und Kürzestgeschichten, aber auch der Kalligraphie. Lernen Sie den Mann mit der "Kleinen Scheißhausgeschichte" in unserem Fragebogen näher kennen.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/Markus-Walther-Profil.jpg"><img
class="alignright size-medium wp-image-22356" title="Markus Walther Profil" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/Markus-Walther-Profil-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a><strong>Markus Walther</strong> wurde zwar 1972 in Köln geboren, aber seit fünf Jahren lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern &#8220;im Bergischen Rösrath&#8221;. Hier frönt er seinen Begabungen: Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich bald für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Neben dem Hobby der Malerei entwickelte sich dann jedoch das Schreiben.</p><p><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/GuteUndBoseNachtgeschichten.jpg"><img
class="alignleft size-full wp-image-22365" title="GuteUndBoseNachtgeschichten" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/GuteUndBoseNachtgeschichten.jpg" alt="" width="150" height="222" /></a>»Meine literarischen Wurzeln liegen in den Texten von Terry Pratchett, Douglas Adams aber auch Mark Twain, Isaac Asimov, Edgar Allan Poe und Stephen King&#8221;, sagt Walther. Dabei konzentriert er sich selbst auf die &#8220;Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte&#8221;. Das lässt sich auch an den Titeln seiner Bücher ablesen:  <a
href="http://www.din-a4-story.de/html/kleine_scheisshausgeschichten.html">“Kleine Scheißhausgeschichten”</a> oder <a
href="http://www.din-a4-story.de/html/gute_und_bose_nachtgeschichten.html">“Gute und Böse Nachtgeschichten”</a>.</p><p>Es sei immer wieder faszinierend, &#8220;wie viel Un/Sinn auf eine Buchseite passt&#8221;. Allerdings dürfe der Minimalismus niemals auf Kosten des Lesevergnügens gehen. Neben den eigenen Buchprojekten engagiert sich Markus Walther im Autoren-Forum <a
href="http://www.federfeuer.de/">www.federfeuer.de</a> als Moderator, schreibt für das Literatur-Portal <a
href="http://www.globaltalk.de/">www.globaltalk.de</a> die Kolumne „Reden wir über &#8230;“ und ist Initiator und Mitorganisator der jährlich stattfindenden „Langen Lohmarer Lesenacht“. Das Projekt <a
href="http://www.ben-e-fiz.din-a4-story.de/">www.ben-e-fiz.din-a4-story.de</a> ist in Planung</p><p><strong>Lernen Sie Markus Walther mit Hilfe unseres Fragebogens kennen. Nicht lange nachdenken, los geht’s.</strong></p><p><strong>Wie starten Sie in den Tag?</strong> Gaaaanz leise. Die andern schlafen noch.</p><p><strong>Was wollten Sie als Kind werden? </strong>Künstler</p><p><strong>Und was sind Sie geworden?</strong> Werbetechniker, Kalligraph und Schriftsteller</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
<a href="&lt;a href=&quot;http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/Markus-Walther.jpg&quot;&gt;&lt;img class=&quot;size-medium wp-image-22357&quot; title=&quot;Markus Walther&quot; src=">Die Website von Markus Walther</a>
<a href="http://www.gedanken-sind-frei.de/autoren/markus-walther-397/interviews/1/gsf-interview-mit-markus-walther-1520/">"Gedanken sind frei" im Gespräch mit Markus Walther</a>
<a href="http://twitter.com/Markus_Walther">Markus Walther bei Twitter</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/26-fragen-an/">Alle Fragenbögen: 26 Fragen an ...</a></pre><p><strong>Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?</strong> Zu mir nach Hause.</p><p><strong>Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden? </strong>In den Garten</p><p><strong>Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?</strong> Ins Bett</p><p><strong>Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?</strong><br
/> Lange schlafen. Noch länger frühstücken. Und dann mit meinen drei Mädels etwas unternehmen.</p><div
id="attachment_22357" class="wp-caption alignleft" style="width: 236px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/Markus-Walther.jpg"><img
class="size-medium wp-image-22357" title="Markus Walther" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/06/Markus-Walther-226x300.jpg" alt="" width="226" height="300" /></a><p
class="wp-caption-text">Markus Walther</p></div><p><strong>Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?</strong><br
/> Am liebsten Espresso und am Abend ein lecker Kölsch</p><p><strong>Was ist für Sie das größte Unglück? </strong>Familienleid</p><p><strong>Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?</strong><br
/> Das die Stadt sich immer noch ändert.</p><p><strong>Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?</strong><br
/> Die Bausünden (vor allem in Bensberg) aus Beton. Auch wenn es Leute geben soll, die so was angeblich schön finden.</p><p><strong>Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie &#8230;</strong><br
/> &#8230; verdammt lange darüber nachdenken.</p><p><strong>Mein großes Ziel ist es, …</strong> Familie, Beruf und Schriftstellerei in einem Einklang zu bewahren.</p><p><strong>Was ist Ihre Stärke?</strong> Einfühlungsvermögen</p><p><strong>Was ist Ihre Schwäche?</strong> Meine Erwartungen an alles und jeden</p><p><strong>Wie sind Sie als Chef?</strong> Einsam.</p><p><strong>… und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?</strong> Welche Mitarbeiter?</p><pre>Sie würden selbst gerne mal die 26 Fragen beantworten?
Sie kennen jemanden, den wir befragen sollten?
Melden Sie sich bei uns, Mail an info@in-gl.de</pre><p><strong>Worüber können Sie sich richtig aufregen?</strong> Über Besserwisser</p><p><strong>Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?</strong><br
/> „Such dir endlich einen Verlag.“ Das hat mir meine Frau geraten.</p><p><strong>Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Ihren Kindern erteilen?</strong><br
/> Bewahrt euch eure Fantasie und eure Träume!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/06/25/26-fragen-an-markus-walther/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>26 Fragen an Angelika Rheindorf</title><link>http://in-gl.de/2011/05/14/angelika-rheindorf/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/05/14/angelika-rheindorf/#comments</comments> <pubDate>Sat, 14 May 2011 14:20:06 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[26 Fragen an]]></category> <category><![CDATA[Angelika Rheindorf]]></category> <category><![CDATA[Fragebogen]]></category> <category><![CDATA[Porträt]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=20530</guid> <description><![CDATA[Ihr Lebenslauf, behauptet Angelika Rheindorf, gäbe nichts spektakuläres her. Dabei ist sie die ideale Kandidatin für den iGL-Fragebogen: Denn für Menschen interessiert sie sich sehr, geht ganz nah ran, fotografiert und schreibt es auf.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_20532" class="wp-caption alignright" style="width: 238px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-hoch.jpg"><img
class="size-medium wp-image-20532" title="rheindorf-hoch" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-hoch-228x300.jpg" alt="" width="228" height="300" /></a><p
class="wp-caption-text">Angelika Rheindorf</p></div><p><span
class="drop-cap">W</span>enn man Angelika Rheindorf nach ihrem Lebenslauf fragt, ziert sie sich ein wenig. Der sei völlig unspektakulär: Geboren in Köln Dünnwald,  Wurzeln  geschlagen in Bergisch Gladbach.  Oder, wie sie selbst sagt: &#8220;Ich passiere einfach. Ein  verzweifelter Arzt hat  mal zu mir gesagt: &#8216;Bei ihnen weiss man nie,   was sie als nächstes  tun&#8230;&#8217; Das hat mir richtig gefallen.&#8221;</p><p>Dabei ist Angelika Rheindorf der ideale Kandidat für unseren Fragebogen. Denn auch ihr geht es um die ganz normalen Bergisch Gladbacher, die sich bei einem näheren Blick als gar nicht so normal herausstellen und so viel zu erzählen haben. &#8220;Ich  liebe Menschen, ihre Falten, ihre Geschichten&#8221;, sagt die 55-Jährige selbst. Sie schaut ganz genau hin, fotografiert und schreibt, am liebsten Portraits.</p><p>Die Geschichten  veröffentlicht sie in der Bergischen Landeszeitung &#8211; oder auch mal in einem eigenen Buch. So gibt es eine Biografie von mir  mit dem Titel &#8220;&#8230;in den Himmel geh ich später&#8230;&#8221;.  Aber auch Schlagertexte, Gedichte und  Liebesbriefe, die sie für ein paar junge Leute verfasst hat &#8211; mit Erfolg!</p><div
id="attachment_20533" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-halm.jpg"><img
class="size-medium wp-image-20533" title="rheindorf-halm" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-halm-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p
class="wp-caption-text">Das Mutmach-Buch von Angelika Rheindorf</p></div><p><span
class="drop-cap">B</span>esonders am Herz liegt Angelika Rheindorf  das kleine Mutmachbuch &#8220;Es gibt immer einen Halm&#8230;&#8221; Zum Preis von &#8220;mindestens 5 Euro&#8221; kann man es bei ihr bestellen &#8211; der gesamte Erlös geht an  &#8220;Die Brücke&#8221;, das ambulante Hospiz Bergisch Gladbach im Diakonischen Werk e.V.</p><p>Sie musste sich vor einigen Jahren selbst sehr intensiv mit der Krankheit Krebs befassen &#8211; und hat Emotionen und neuen Lebenserfahrungen  aufgeschrieben, ergänzt durch Fotos von Karl-Josef Gramann.</p><p><strong>Lernen Sie Angelika Rheindorf mit Hilfe unseres Fragebogens kennen. Nicht lange nachdenken, los geht&#8217;s.</strong></p><p><strong><span
class="drop-cap">W</span>ie starten Sie in den Tag?</strong> Voller Pläne.</p><p><strong>Was wollten Sie als Kind werden?</strong> Mutter.</p><p><strong>Und was sind Sie geworden? </strong>Mumsi.</p><p><strong>Wohin laden Sie Kollegen/Geschäftspartner am liebsten ein?</strong> Zu mir nach Hause.</p><p><strong>Wohin gehen Sie gerne mit Familie/Freunden?</strong> Zu Familie und Freunden.</p><p><strong>Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?</strong> An den Rhein.</p><pre><strong>Lesen Sie mehr:</strong>
Kontakt zu Angelika Rheindorf:<a id="addr0">balduinmail@web.de</a>
<a href="http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1197256">Die Foto-Seite von Angelika Rheindorf</a>
Leseprobe: "Dem kannst Du trauen", Angelika Rheindorf porträtiert Röggelchen, <a href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1304632975747.shtml">BLZ</a>
<a href="http://www.hospiz-diebruecke.de/">Website von Hospiz - die Brücke e.V.</a>
<a href="http://in-gl.de/schlagwort/26-fragen-an/">Alle Fragebögen</a></pre><p><strong>Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?</strong><br
/> Ein bisschen Glück, ein bisschen Erfolg, ein paar Träume.</p><p><strong>Tee oder Kaffee; Bier oder Wein?</strong><br
/> Tee wenn ich krank bin, Kaffee wenn ich arbeite. Bier nur mit Limo und das einmal im Jahr, Wein gern mit Ambiente.</p><p><strong>Was ist für Sie das größte Unglück?</strong><br
/> Wenn sich etwas von meinem geliebten &#8220;Jetzt&#8221; in ein ungeklärtes &#8220;Vielleicht&#8221; verwandeln würde.</p><p><strong>Bitte ergänzen Sie: Bergisch Gladbach ist &#8230; </strong> Die Stadt in der ich seit 50 Jahren lebe</p><p><strong>Was ist Bergisch Gladbachs größter Pluspunkt?</strong><br
/> Der Wiedererkennungswert &#8211; er addiert sich in vielen Dingen.</p><p><strong>Was ist Bergisch Gladbachs größtes Problem?</strong><br
/> Ich werde Herrn Urbach später fragen.</p><p><strong>Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach frei hätten, würden Sie &#8230;</strong><br
/> - am Anfang der Fussgängerzone kostenlose Schuhschoner auslegen,<br
/> - den Goldesel aus dem Märchenwald in einen Echten verzaubern wollen,<br
/> - die Politiker mit guten Gedanken versehen.</p><p><strong> </strong></p><div
id="attachment_20536" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><strong><strong><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-kamera.jpg"><img
class="size-medium wp-image-20536" title="rheindorf-kamera" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/05/rheindorf-kamera-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></strong></strong><p
class="wp-caption-text">Ein Selbstporträt</p></div><p><strong>Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie &#8230;</strong><br
/> Heissluftballon fliegen und von oben fotografieren</p><p><strong>Was war Ihre größte Leistung?</strong><br
/> Mich selbst zu mögen</p><p><strong>Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?</strong><br
/> Ich hatte keine Niederlagen, es waren alles Lernprozesse. Fehler&#8230; Ich rede immer dazwischen.</p><p><strong>Mein großes Ziel ist es, &#8230; </strong>gut zu sein.</p><p><strong>Was ist Ihre Stärke? </strong>Mein Wille</p><p><strong>Was ist Ihre Schwäche?</strong> Meine Taille</p><p><strong>Wie sind Sie als Chef?</strong><br
/> Ich habe nicht das Zeug dazu. Wahrscheinlich würde ich die Gehälter verschenken, bevor alle gearbeitet haben.</p><p><strong>&#8230; und was würden Ihre Mitarbeiter sagen?</strong> Danke</p><p><strong>Worüber können Sie sich richtig aufregen?</strong> Über Ungerechtigkeit</p><p><strong>Welchen Ratschlag würden Sie Ihren Kindern erteilen?</strong><br
/> Du lebst nicht Dein Leben. Dein Leben lebt Dich.</p><p><strong>Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?</strong><br
/> Wo möchten sie gerne mal übernachten ? In der teuersten Suite in unserem Schloss.</p><pre>Sie hätten selbst Lust, unseren Fragebogen zu beantworten?
Dann los. Antworten aufschreiben, ein paar Zeilen zur Biographie
und ab damit an info@in-gl.de</pre>]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/05/14/angelika-rheindorf/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Das Projekt “Skatepark” nimmt Gestalt an</title><link>http://in-gl.de/2011/04/26/skatepark/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/04/26/skatepark/#comments</comments> <pubDate>Tue, 26 Apr 2011 20:23:36 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Sport]]></category> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Jugendliche]]></category> <category><![CDATA[Skatepark]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/2011/04/26/skate/</guid> <description><![CDATA[Zunächst mag sich der Plan unrealistisch anhören, aber vielleicht ist er es gar nicht: ein öffentlicher Skatepark an prominenter Stelle. Das Projekt läuft, ein Platz ist ins Auge gefasst.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p><a
title="Beitrag: Bürgerinitiative für Skater und mehr" href="http://in-gl.de/2011/04/19/buerger-initiative-fuer-skater-und-mehr/">Hier</a> war ja schon mal über die Idee berichtet worden: einen Skatepark für die Jugend, zentral gelegen, attraktiv und gut gepflegt. Die Idee war in der Facebook-Gruppe  <a
href="http://www.facebook.com/home.php#%21/home.php?sk=group_202567563100205&amp;ap=1">“Was macht eine Stadt lebenswert”</a> schon  <a
href="http://www.facebook.com/home.php#%21/home.php?sk=group_202567563100205&amp;ap=1">“Was macht eine Stadt lebenswert”</a> vordiskutiert worden, nun geht es um die ersten konkreten Schritte.</p><p>Denn auch wenn sich das Projekt in den Zeiten der öffentlichen Finanzknappheit zunächst utopisch erscheint, so ist es das gar nicht. Man muß es halt mal versuchen.</p><p>Beim Kick-off-Treffen (von einer Gründungsversammlung zu sprechen wäre leicht übertrieben) fand sich eine kleine, aber feine Gruppe (<a
title="RheinBergTV, Facebook-Profil" href="http://www.facebook.com/Uli.Weber.GL?ref=ts">Uli Weber</a>, <a
title="DJK SSV Ommerborn Sand, Facebook Profil" href="http://www.facebook.com/Uli.Weber.GL?ref=ts#!/profile.php?id=100001795758468&amp;sk=info">Gerd Langmak</a>, <a
title="Frau Wirrkopf, Adminstratorin &quot;Was eine Stadt lebenswert macht&quot;, Facebookprofil" href="http://www.facebook.com/Uli.Weber.GL?ref=ts#!/profile.php?id=100000975810253">Evelyn Barth</a>, <a
title="iGL Bürgerportal, Facebookprofil" href="http://www.facebook.com/Uli.Weber.GL?ref=ts#!/buergerportal">Georg Watzlawek</a>) ein, die ohne lange Vorreden die Ausgangslage analysierte, weitere Ideen und Anregungen einsammelte &#8211; und die nächsten Schritte plante.</p><h3>Das ist nun der Stand der Dinge:</h3><p><strong>Das Ziel ist klar:</strong> im Stadtzentrum soll an einem öffentlich einsehbaren Platz ein Skatepark entstehen, der mit dem Skateboard, dem  BMX-Fahrrad und auch mit Inlinern genutzt werden kann. Es geht nicht um eine Profianlage mit Halfpipe, sondern um ein Trainingsfeld für möglichst viele Jugendliche.</p><p><strong>Die Probleme:</strong> wie die Anlage in Odenthal gezeigt hat ist es schwer, eine solche Anlage in Schuss zu halten, Vandalismus und Vernachlässigung sind eine ständige Gefahr. Und allzuviel kosten darf weder Bau noch Unterhalt &#8211; denn die öffentlichen Kassen sind leer.</p><p><strong>Das Modell:</strong> Die Stadt stellt ein Gelände zur Verfügung, Sponsoren finanzieren die Grundausstattung, durch Bannerwerbung kommt Geld für den Unterhalt herein &#8211; und eine private Initiative in Form von Paten oder eines Fördervereins sorgt dafür, dass sich die Jugendlichen selbst daran beteiligen, den Skatepark in gutem Zustand halten. Alternativ könnte ein etablierter Verein diese Rolle übernehmen.</p><p><strong> </strong></p><div
id="attachment_19956" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><a
href="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/04/20110426-212212.jpg"><img
class="size-medium wp-image-19956" title="20110426-212212.jpg" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/04/20110426-212212-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></strong></strong><p
class="wp-caption-text">Das Parcour-Gelände: rechts die RheinBergGalerie, links die Bahngleise, geradeaus Busbahnhof und Marktkauf, im Rücken Kops.</p></div><p><strong>Die Chance:</strong> Die Stadtverwaltung plant ohnehin bereits ein Gelände für eine neue Trendsportart: <a
title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parkour">Parcour</a>. Dahinter verbirgt sich der gute alte Hindernislauf &#8211; allerdings mit ganz anderen Hindernissen und sehr viel mehr Akrobatik. Eine Sportart, die zum Beispiel auch schon von der <a
title="Video: Die neuen Trendsportarten bei der TS 79" href="http://in-gl.de/2010/10/06/video-ts79-trendsportarten/">Turnerschaft TS 79</a> angeboten wird.</p><p><strong>Das Gelände: </strong> Als Platz ist dafür die bislang ungenutze Brachfläche entlang der Bahngleise zwischen Busbahnhof und Kops, parallel zur Bahnhofstraße und der RheinBergGalerie vorgesehen (siehe Foto).  Wenn dieser Plan tatsächlich realisiert wird, dann wäre eine Skate-Anlage eine hervorragende Ergänzung &#8211; und auch die Stadtverwaltung scheint dieser Idee gegenüber nicht abgeneigt zu sein.</p><p><strong>Die nächsten Schritte:</strong> Uli Weber (RheinBergTV, alter Skateboard-Hase) hat sich bereits umgetan, Gespräche geführt und Möglichkeiten ausgelotet. Er bespricht das Projekt nun mit den Zuständigen in der Stadtverwaltung und klärt, ob es eine Chance für solch ein gemeinsames öffentlich-privates Projekt gibt.</p><p><strong>Was wir jetzt brauchen:</strong> Interessierte, die ihr Interesse auch bekunden</p><ul><li>Jugendliche, die sich öffentlich äußern und klar machen, warum ihnen ein solcher Skatepark wichtig ist &#8211; und was vielleicht ihr eigener Beitrag sein könnte; das ist vor allem wichtig, um der Verwaltung klar zu machen, dass es für das Projekt Bedarf gibt</li><li>Sponsoren, die einen kleineren oder größeren Beitrag oder eine Sachleistung spenden</li><li>Vereine, die sich eine Unterstüzung vorstellen könnten</li><li>Bürger, die einfach mitmachen wollen.</li></ul><h3>Kontakt:</h3><ul><li>hier über das Kommentarfeld</li><li>in der Facebook-Gruppe  <a
href="http://www.facebook.com/home.php#%21/home.php?sk=group_202567563100205&amp;ap=1">“Was macht eine Stadt lebenswert”</a></li><li>über Uli Weber, <a
href="http://www.facebook.com/Uli.Weber.GL?ref=ts">Facebook</a>, per E-Mail: redaktion@rheinberg.tv</li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/04/26/skatepark/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Rolf Menzel hegt Kölner Karrierepläne</title><link>http://in-gl.de/2011/02/23/rolf-menzel-karriereplaene/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/02/23/rolf-menzel-karriereplaene/#comments</comments> <pubDate>Wed, 23 Feb 2011 21:21:24 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Kreis]]></category> <category><![CDATA[Land]]></category> <category><![CDATA[Parteien]]></category> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[CDU]]></category> <category><![CDATA[Kreishaus]]></category> <category><![CDATA[Rainer Deppe]]></category> <category><![CDATA[RBK]]></category> <category><![CDATA[Rolf Menzel]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=16666</guid> <description><![CDATA[Landrat Rolf Menzel denkt darüber nach, zu seinen beruflichen Wurzeln zurück zu kehren - und verhandelt über den Spitzenjob bei der Kölner Abfallwirtschaft. Noch ist nichts beschlossen, aber ein Wechsel hätte für den Rheinisch-Bergischen Kreis Konsequenzen.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Die Kölner Lokalausgabe der Bildzeitung brachte den Ball am Mittwoch ins Rollen:</p><p>Favorit für die Nachfolge von <strong>Herbert Winkelhog</strong>, Sprecher der Geschäftsführung der <a
href="http://www.awbkoeln.de/metanavigation/unternehmen/das-management.html">Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe</a> (AWB), sei <strong><a
title="Alle Beiträge über Rolf Menzel" href="http://in-gl.de/schlagwort/rolf-menzel/">Rolf Menzel</a></strong>, seit 2004 Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises. Bereits im Dezember<a
href="http://www.bild.de/BILD/regional/koeln/aktuell/2010/12/29/awb-chef/herbert-winkelhog-im-fruehjahr-weg-eis-chaos-geht-weiter.html"> hatte Bild berichtet</a>, Winkelhog wolle mit dem Auslaufen seines Fünf-Jahres-Vertrages im Mai 2011 aufhören, aus privaten Gründen. Die AWB ist ein Tochterunternehmen der Kölner Stadtwerke und macht ein Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro.</p><p>Nun sei die rheinische<strong> CDU</strong> dabei, die Nachfolge für den lukrativen Posten hinter den Kulissen auszuhandeln &#8211; obwohl die Ratsfraktionen der klüngel-geplagten Stadt Köln vereinbart hatten, Personalentscheidungen von diesem Kaliber von professionellen Personalberatern vorbereiten zu lassen. Immerhin geht es bei den AWB um die Führungsposition eines 1400 Mitarbeiter starken Unternehmens.</p><p>Tatsächlich handelt es sich bei dieser Geschichte um mehr als ein Gerücht.</p><p>Das bestätigt Rolf Menzel schriftlich dem Bürgerportal, betont aber ausdrücklich, dass alles seinen geordneten Gang gehe und die Sache keinesfalls entschieden sei.</p><p
style="text-align: left;"><a
rel="attachment wp-att-16671" href="http://in-gl.de/2011/02/23/rolf-menzel-karriereplaene/rolfmenzel/"><img
class="alignleft size-full wp-image-16671" title="rolfmenzel" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/02/rolfmenzel.jpg" alt="" width="250" height="167" /></a><strong>Der Landrat wörtlich:</strong><em></em></p><p
style="text-align: center;"><em>„Es ist richtig, dass es Gespräche mit mir gegeben hat. Diese wurden über ein  Personalberatungsbüro  geführt. Aber eine Entscheidung ist für beide Beteiligten noch offen,  deshalb möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht äußern und  bitte hierfür um Verständnis.“</em></p><p>Tatsächlich ist Menzel für diese Stelle beruflich gut positioniert. Der   Diplom-Verwaltungswirt hatte zunächst in verschiedenen Kreisverwaltungen gearbeitet, wurde 1989 Beigeordneter der Gemeinde Kürten  und wechselte 1994  als  Geschäftsführer zur Bergischen Wertstoff-Sammelgesellschaft (BWS) in  Engelskirchen.</p><p>1995 wechselte er erneut in den öffentlichen Dienst als  Fachbereichsleiter für Finanzen in Leverkusen. Dort wurde er 1997 Geschäftsführer der  Abfallwirtschaftsgesellschaft Leverkusen (AWL). Die fusionierte 2002 mit dem  Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) zur AVEA, der Menzel ebenfalls als Geschäftsführer vorstand.</p><p>2004 nominierte ihn die CDU, der er seit 1994 angehört, zum Spitzenkandidaten für die  Kandidatur als Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, die er dann auch gewann. Im August 2009 wurde er für weitere sechs Jahre gewählt, seine Amtszeit dauert also eigentlich bis 2015. Doch nun denkt Menzel offenbar über die Rückkehr in einen kommunalen Wirtschaftsbetrieb nach.</p><p>Noch ist nichts entschieden. Doch für die Politik im Rheinisch-Bergischen Kreis hätte das weitere Konsequenzen. Denn, so berichtet erneut die Bildzeitung, für Menzels Nachfolge im Kreishaus stünde bereits sein Parteifreund<a
href="http://in-gl.de/schlagwort/rainer-deppe/"> Rainer Deppe</a> in den Startlöchern, bislang Landtagsabgeordneter für den Norden des Rheinisch-Bergischen Kreises.</p><p><strong>Rainer Deppe,</strong> der erst im vergangenen Jahr zum Landtagsabgeordneten wiedergewählt wurde, ist ein echter Multifunktionär. So ist er <a
href="http://www.rainer-deppe.de/kreistagsabgeordneter.html">Mitglied des Kreistages</a>, <a
href="http://www.rainer-deppe.de/vorsitzender-des-regionalrats-koeln.html">Vorsitzender des Regionalrates</a> und <a
href="http://www.cdurbk.de/">Kreisvorsitzender des CDU</a>. Entsprechend viele Posten könnten frei werden, sollte Menzel tatsächlich nach Köln gehen und Deppe am Rübezahlwald einziehen.</p><p>Derzeit dementiert Deppe solche Pläne, aber ganz offensichlich hält er sich eine Hintertür offen. Der <a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296683950548.shtml">BLZ</a> sagte er:</p><p
style="text-align: center;"><em>„Da ist überhaupt nichts  dran. Das ist auch derzeit überhaupt keine Frage, denn es muss ja  erstmal entschieden werden, ob Herr Menzel überhaupt nach Köln geht.  Wenn er unser Landrat bleibt, dann ist er auch unser CDU-Kandidat für  die Wahl 2015.“</em></p><p
style="text-align: left;">Gegenüber der <a
href="http://nachrichten.rp-online.de/politik/cdu-general-wittke-winkt-parlamentssitz-1.335927">Rheinischen Post </a>wollte Deppe<em> </em> sich nicht zu dem Bäumchen-Wechsel-Spiel äußern. Eher vieldeutig sagte er, er sei &#8220;immer mit Herz und Seele für den Rheinisch-Bergischen Kreis im  Einsatz&#8221;. Sollte er dennoch sein Landtagsmandat abgeben, stünde seine Nachfolgerin bereits fest:  Marie-Luise Fasse würde für die CDU nachrücken.</p><h3 style="text-align: left;">Weitere Informationen</h3><ul><li><a
href="http://www.rolf-menzel.de/default.aspx">Die persönlichen Website von Rolf Menzel</a></li><li><a
href="http://www.rbk-direkt.de/der-landrat.aspx">Landrat Rolf Menzel auf der Website des RBK</a></li><li><a
href="http://in-gl.de/schlagwort/rolf-menzel/">Alle Berichte über Rolf Menzel</a></li><li><a
href="http://www.rainer-deppe.de/">Die Homepage von Rainer Deppe</a></li><li><a
href="http://in-gl.de/schlagwort/rainer-deppe/">Alle Berichte über Rainer Deppe</a></li><li><a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296683950548.shtml">Wechselt der Landrat nach Köln?</a> BLZ, 24.2.2011</li><li><a
href="http://nachrichten.rp-online.de/politik/cdu-general-wittke-winkt-parlamentssitz-1.335927">Van Dinther rückt nach</a>, Deppe scheidet aus, RP 24.2.2011</li></ul><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p><p>Foto: CDU RheinBerg</p><div
id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 290px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;"><span
style="line-height: 115%; font-size: 14pt;"><span
style="font-family: Calibri;">„Es ist richtig, dass es Gespräche mit mir gegeben hat. Diese wurden über ein <span> </span>Personalberatungsbüro  geführt. Aber eine Entscheidung ist für beide Beteiligten noch offen,  deshalb möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt dazu nicht äußern und  bitte hierfür um Verständnis.“</span></span></div> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/02/23/rolf-menzel-karriereplaene/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>NCG: “Die Zahlen sind klar, ein Umzug ist nicht möglich”</title><link>http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/#comments</comments> <pubDate>Mon, 21 Feb 2011 14:19:11 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Hebborn]]></category> <category><![CDATA[Innenstadt BGL]]></category> <category><![CDATA[Nicolaus Cusanus Gymnasium]]></category> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[NCG]]></category> <category><![CDATA[Schulen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=16473</guid> <description><![CDATA[Der Offene Brief des Kollegiums des NCG hat die Debatte über die Schulstandorte befeuert. Jörg Schmitter erläutert, warum ein Umzug ins Kleefeld aus Sicht der Lehrer nicht funktionieren kann.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<div
id="attachment_16493" class="wp-caption alignleft" style="width: 240px"><a
rel="attachment wp-att-16493" href="http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/ncgwuerfel/"><img
class="size-full wp-image-16493" title="NCGWürfel" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/02/NCGWürfel.jpg" alt="&quot;Alea jacta sunt&quot; aber noch nicht für das Nicolaus-Cusanus Gymnasium" width="230" height="176" /></a><p
class="wp-caption-text">&quot;Alea jacta sunt&quot;  - aber noch nicht für das NCG.</p></div><p><strong>Jörg Schmitter</strong> hat nicht nur das NCG als Schüler besucht, sondern unterrichtet inzwischen auch selbst an der Schule, Latein und katholische Religion. Im Interview mit dem Bürgerportal nimmt er für die Kollegiumsinitiative Stellung zum <a
href="http://in-gl.de/2011/02/18/ncg/">Offenen Brief des Kollegiums an Rat und Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach</a>.</p><p
style="text-align: center;"><a
href="http://in-gl.de/2011/02/18/ncg/">(Hier finden Sie bereits eine sehr<br
/> detaillierte Diskussion zum Thema.)</a></p><p><em><strong>Bürgerportal: </strong>Im Offenen Brief kritisieren Sie den Stadtrat und die Verwaltung offen, werfen dem Schulträger sogar vor, sich seiner Verantwortung zu entziehen. Warum ist das Kollegium diesen Weg gegangen?</em></p><p><strong>Schmitter: </strong>Wir haben mit großer Sorge die öffentliche Debatte verfolgt und wollen mit dem Offenen Brief eindeutig Stellung beziehen. Daher hat eine Gruppe im Kollegium diesen Brief entworfen, der dann von 70 der 77 Lehrer des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums unterschrieben wurde. Die sieben anderen Kollegen bzw. Kolleginnen befinden sich derzeit in Elternzeit oder sind krank.</p><p><em>Die Debatte um den nächsten Schulentwicklungsplan hat sich plötzlich auf die Frage verengt, ob das NCG in das benachbarte Schulzentrum am Kleefeld umziehen sollte. Warum kommt diese Option nicht in Frage?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> In der Debatte heißt es jetzt pauschal, ein Umzug des NCG sei kein Problem. Dabei geht das schon allein aus räumlichen Gründen nicht.</p><p><em>Was meinen Sie damit konkret?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> <a
href="http://bit.ly/gWUjub">Das studentische Gutachten</a> geht von falschen Zahlen aus, nämlich von 25 Schülern pro Raum &#8211; bzw. vier Räumen pro hundert Schüler. Das ist aber nicht realistisch. Zum Beispiel bei der Differenzierung in der Stufe acht und neun, da brauchen wir für die vier Klassen bereits fünf bis sechs Räume. Und bei der Oberstufe schreiben die Vorgaben des Landes einen Durchschnitt von 19,8 Schülern pro Kurs vor, also brauchen wir da mindestens fünf Räume pro einhundert Schüler.</p><p><em>Wie sieht es bei der Vorlage der Stadtverwaltung selbst aus?</em></p><p><strong> </strong></p><div
id="attachment_16501" class="wp-caption alignright" style="width: 139px"><strong><strong><a
rel="attachment wp-att-16501" href="http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/schmitter/"><img
class="size-full wp-image-16501" title="Schmitter" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/02/Schmitter.jpg" alt="" width="129" height="200" /></a></strong></strong><p
class="wp-caption-text">Jörg Schmitter. Foto: ncg-online</p></div><p><strong>Schmitter:</strong> Da ist ein noch größerer Schnitzer passiert. Die Verwaltung hat die zehn Räume des Westtraktes mitgezählt. Der ist aber vor sechs Jahren abgerissen worden. Insgesamt hat die Stadt gar keinen Einblick in unsere Raumplanungen genommen, wie groß unsere Räume sind, wieviele Schüler hineinpassen.</p><p><em>Was heißt das für die Überlegungen, mit dem NCG ins Kleefeld umzuziehen?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> Dort gibt es ganz eindeutig zu wenig Räume für die Naturwissenschaften, nämlich nur drei, die zudem wohl auch renovierungsbedürftig sind. Wir haben dagegen acht frisch sanierte Räume für die Naturwissenschaften &#8211; und kommen auch damit nur knapp hin.</p><p><em>Ein weiterer Punkt ist die Aula &#8230;</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> &#8230; die für unsere kulturellen Aktivitäten notwendig ist. Und da finden ja nicht nur unsere eigenen Veranstaltungen wie die Kultursplitter nächste Woche wieder statt. Die Aula wird auch von Vereinen und selbst vom DBG genutzt. Der Multifunktionsraum im Kleefeld wäre dafür viel zu klein.</p><pre><strong>Mehr zum Thema</strong>
<a href="http://www.kultursplitter.de/index.php">Programm der Kultursplitter 2011</a>
<a href="http://in-gl.de/2010/06/18/musik-ncg/">Marode Schale, quicklebendiger Kern: Kultursplitter 2010</a></pre><p><em>Ein Tausch der Schulgebäude kommt also für Sie nicht in Frage?</em></p><p><strong>Schmitter: </strong>Das wäre auf jeden Fall ein schlechter Tausch. Wir verlassen zwar ein teilweise marodes Gebäude, ziehen aber in eine Schule, die dann auch schon an die 30 Jahre alt sein wird. Aber der Umzug ist aufgrund der räumlichen Fakten gar nicht möglich. Unsere Zahlen sind da sehr eindeutig. Und das ist in der letzten Sitzung des Schulausschusses ja wohl auch angekommen. Dort wurde eingeräumt, dass man die Zahlen des studentischen Gutachtens noch mal gründlich hinterfragen muss.</p><p><em>Der offenen Brief kritisiert auch die Informationspolitik der Stadt. Warum?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> Durch die Veröffentlichungen ist plötzlich der Eindruck entstanden, das NCG beanspruche Räume benachbarter Schulen, da gab es schon ein paar empörte Rückfragen. Tatsächlich möchten wir mit unserer Schule am jetzigen Standort bleiben! Und die Tatsache, dass die Überlegungen so frühzeitig lanciert wurden, hat die Eltern sehr verunsichert.</p><p><em>Das Kollegium schreibt außerdem, die Stadt werde ihrer Verantwortung als Schulträger nicht gerecht, was die Investitionen angeht. Was meinen Sie damit?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> Es gibt ja einen vierjährigen Investitionsplan der Stadt, wonach 2012 endlich mit der Sanierung des NCG begonnen werden soll. Bislang ist uns nicht bekannt, dass es da eine Rücknahme gibt. Aber wir haben natürlich die große Sorge, dass Umzugspläne beschlossen werden und es dann heißt, dass sich weitere Investitionen am jetzigen Standort nicht mehr lohnen.</p><pre><strong>Mehr zum Thema:</strong>
<a href="http://in-gl.de/2010/02/03/urbachs-investitionsplan/">Investitionsplan: Stadt verplant knappes Geld auf vier Jahre</a></pre><p><em> </em></p><div
id="attachment_16492" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><em><em><a
rel="attachment wp-att-16492" href="http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/ncg_esbroeckeltpausenhalle/"><img
class="size-medium wp-image-16492" title="NCG_esbroeckeltpausenhalle" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/02/NCG_esbroeckeltpausenhalle-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></em></em><p
class="wp-caption-text">Die abgesperrte Pausenhalle.</p></div><p><em>Die NCG-Gebäude gelten als marode, zum Teil sogar als baufällig. Wo sieht es besonders schlecht aus?<br
/> </em></p><p><strong>Schmitter: </strong>Wir werden seit mehreren Jahren vertröstet. Zuletzt mussten wir zurückstehen, weil kurzfristig die PCB-Sanierung des DBG dazwischenkam. Das war ja auch nachvollziehbar. De facto haben wir aber zum Beispiel eine offene Pausenhalle, die seit anderthalb Jahren mit einem Bauzaun abgesperrt ist. Trotz aller Versprechungen tut sich da gar nichts.</p><pre><strong>Mehr zum Thema</strong><a href="../2011/02/18/2011/02/17/2011/01/18/2010/10/01/urbach-interview/#Warum%20Schultoiletten%20stinken">
Warum die Toiletten stinken.</a>
BM Urbach zum Sanierungsfall Schule, 1.10.2010</pre><p><em>Dem NCG hängt in Bergisch Gladbach bei einigen Bürgern der Ruf nach, elitär zu sein, sich nur dem Leistungsgedanken zu verschreiben und nicht auf das Wohl des einzelnen Kindes zu schauen. Genau diese Vorwürfe kommen jetzt auch in Kommentaren zur aktuellen Debatte wieder hoch. Was würden Sie darauf antworten?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> Leistungen hoch zu halten finde ich zunächst einmal nicht schlecht. Klar, wir sind auf unseren überdurchschnittlichen Abi-Durchschnitt auch stolz. Aber Vorwürfe, wir würden nicht auf das Wohl des Kindes achten, muss ich entschieden zurückweisen. Ich kenne das NCG als Schüler und jetzt als Lehrer ziemlich gut &#8211; meine Schule finde ich in diesen negativen Kommentaren nicht wieder.</p><p><em>Wie soll es nun weitergehen?</em></p><p><strong>Schmitter:</strong> Wir wünschen uns eine konstruktive Debatte, der wollen wir uns gerne stellen.</p><p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br
/> Vollständige Transparenz:<br
/> Der Interviewer kennt das NCG, weil zwei seiner Kinder das Gymnasium besuchen.<br
/> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p><p><strong>Weitere Informationen:</strong><a
href="http://in-gl.de/2011/02/18/ncg/"><br
/> Der Offene Brief des NCG-Kollegiums im Wortlaut<br
/> </a><a
href="http://bit.ly/gWUjub">Der Entwurf des Schulentwicklungsberichts</a><br
/> <a
href="http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2011/pres_033_11.html">Bericht des statistischen Landesamtes zur Entwicklung der Schülerzahlen</a><a
href="../2011/02/18/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/"><br
/> Was aus den Schulen wird. Entwurf für einen Schulentwicklungsplan</a>, 18.1.2011<a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295433641188.shtml"><br
/> Einbruch bei Anmeldungen befürchtet,</a> KSTA 20.1.2011<a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295259816941.shtml"><br
/> Die große Schulwanderung</a>, KSTA 18.1.2011<a
href="http://www.ksta.de/html/artikel/1288741497977.shtml"><br
/> Schulschließungen sind schon absehbar, </a>KSTA 18.1.2011<a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741301882.shtml"><br
/> Schule als Verschiebebahnhof</a>, BLZ, 5.11.2010<a
href="../2011/02/18/2011/02/17/2011/01/18/2010/11/16/schul-standorte/"><br
/> Tagesordnung der Schulausschusssitzung, noch ohne Dokumente</a><a
href="../2011/02/18/2011/02/17/2011/01/18/2010/11/16/schul-standorte/"><br
/> Debatte: Was wird aus unseren Schulen?</a>, iGL vom 16.11.2010<a
href="../schlagwort/ncg/"><br
/> Alle Berichte über das Nicolaus-Cusanus-Gymnasium</a><br
/> <a
href="http://www.ncg-online.de/">Website des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums</a><br
/> <a
href="../2011/02/18/2011/02/17/2011/01/18/schlagwort/schulen/">Alle Berichte über unsere Schulen</a></p><p><strong>Zur Debatte über die Zukunft des NCG gibt es bereits eine breite Diskussion, und zwar beim Beitrag, der den Offnen Brief dokumentiert. <a
href="http://in-gl.de/2011/02/18/ncg/">Wenn Sie mitdiskutieren möchten, klinken Sie sich am besten HIER ein.</a></strong></p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/02/21/ncg-die-zahlen-sind-klar-ein-umzug-ist-nicht-moeglich/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Wo die Schüler fehlen (werden)</title><link>http://in-gl.de/2011/02/17/wo-die-schueler-fehlen/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/02/17/wo-die-schueler-fehlen/#comments</comments> <pubDate>Thu, 17 Feb 2011 19:28:32 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Soziales]]></category> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Wo]]></category> <category><![CDATA[Förderschule]]></category> <category><![CDATA[Gesamtschule]]></category> <category><![CDATA[Gymnasium]]></category> <category><![CDATA[Hauptschule]]></category> <category><![CDATA[Realschule]]></category> <category><![CDATA[Schulen]]></category> <category><![CDATA[Schülerzahlen]]></category> <category><![CDATA[Waldorfschule]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=16338</guid> <description><![CDATA[Neuer Stoff für die Debatte über Schulstandorte und den Bedarf an Gesamtschulen: Daten vom statistischen Landesamt konstatieren eine Schwindsucht der Gymnasien. Allerdings spielt das G8 eine Rolle.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Das statistische  Landesamt NRW hat die Schülerzahlen in den Klassen 5 bis 10 des Schuljahres 2009/2010 mit dem laufenden Schuljahr verglichen &#8211; und konstatiert einen drastischen Rückgang: Die Schulen verloren fast sieben Prozent ihrer Klienten &#8211; und das nur innerhalb eines Jahres. Damit bewegt sich der Rheinisch-Bergische Kreis im Schnitt des Landes und schneidet deutlich besser als etwa der Oberbergische Kreis ab.</p><p><strong>UPDATE 18.1.<br
/> Die Daten sind offenbar verzerrt, weil 2010/2011 erstmals der Effekt von G8 voll zu Buche schlägt &#8211; und die Gymnasien auf einen Schlag jede Menge Schüler verlieren. Also ein Sondereffekt. Mehr dazu in den sehr informativen Kommentaren von Hans Pütz unten.<br
/> </strong></p><p>Noch interessanter ist aber, wie das bei den einzelnen Schulformen aussieht:</p><table
border="1" cellpadding="5" summary="Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen in der Sekundarstufe I"><thead><tr
align="center" valign="middle"><th
colspan="5">Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen<br
/> in Nordrhein-Westfalen in der Sekundarstufe I</th></tr><tr
align="center" valign="middle"><th
rowspan="2">Schulform</th><th
colspan="2">Schuljahr 2009/10</th><th
colspan="2">Schuljahr 2010/11</th></tr><tr
align="center" valign="middle"><th>Schüler(innen)</th><th>Anteil</th><th>Schüler(innen)</th><th>Anteil</th></tr></thead><tbody><tr
valign="middle"><th
align="left"> Hauptschule</th><td
align="right">201 525</td><td
align="right">17,1%</td><td
align="right">188 055</td><td
align="right">17,1%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Realschule</th><td
align="right">316 411</td><td
align="right">26,8%</td><td
align="right">311 045</td><td
align="right">28,2%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Gesamtschule</th><td
align="right">192 605</td><td
align="right">16,3%</td><td
align="right">192 774</td><td
align="right">17,5%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Gymnasium</th><td
align="right">398 032</td><td
align="right">33,7%</td><td
align="right">338 958</td><td
align="right">30,8%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> sonst. Schulen im Bereich der Sek. I</th><td
align="right">71 744</td><td
align="right">6,1%</td><td
align="right">70 814</td><td
align="right">6,4%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left">Zusammen</th><td
align="right">1 180 317</td><td
align="right">100,0%</td><td
align="right">1 101 646</td><td
align="right">100,0%</td></tr></tbody></table><p>Und so sieht es im Rheinisch-Bergischen Kreis aus:</p><table
border="1" cellpadding="5" summary="Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen in der Sekundarstufe I"><thead><tr
align="center" valign="middle"><th
colspan="5">Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen<br
/> im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Sekundarstufe I</th></tr><tr
align="center" valign="middle"><th
rowspan="2">Schulform</th><th
colspan="2">Schuljahr 2009/10</th><th
colspan="2">Schuljahr 2010/11</th></tr><tr
align="center" valign="middle"><th>Schüler(innen)</th><th>Anteil</th><th>Schüler(innen)</th><th>Anteil</th></tr></thead><tbody><tr
valign="middle"><th
align="left"> Hauptschule</th><td
align="right">2 650</td><td
align="right">14,4%</td><td
align="right">2 441</td><td
align="right">14,1%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Realschule</th><td
align="right">5 469</td><td
align="right">29,7%</td><td
align="right">5 368</td><td
align="right">31,1%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Gesamtschule</th><td
align="right">1 941</td><td
align="right">10,5%</td><td
align="right">1 940</td><td
align="right">12,2%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> Gymnasium</th><td
align="right">7 253</td><td
align="right">39,4%</td><td
align="right">6 332</td><td
align="right">36,7%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left"> sonst. Schulen im Bereich der Sek. I</th><td
align="right">1 108</td><td
align="right">6,0%</td><td
align="right">1 171</td><td
align="right">6,8%</td></tr><tr
valign="middle"><th
align="left">Zusammen</th><td
align="right">18 421</td><td
align="right">100,0%</td><td
align="right">17 252</td><td
align="right">100,0%</td></tr></tbody></table><p>Man sieht schon einen deutlichen Trend, aber ganz brisant wird es, wenn man sich die Verlusten binnen eines Schuljahres in Prozent anschaut, aufgeteilt nach Schulformen:</p><p>Hauptschule                  – 7,9 %<br
/> Realschule                     – 1,8 %<br
/> Gesamtschule (Sek. I)     – 0,1 %<br
/> Gymnasium (Sek. I)       – 12,7 %<br
/> sonst. Sek. I-Schulen)    + 5,7 %  (Waldorf- und Förderschulen)<br
/> zusammen                     – 6,3 %</p><h3><div
id="attachment_16341" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a
rel="attachment wp-att-16341" href="http://in-gl.de/2011/02/17/wo-die-schueler-fehlen/schueler-2/"><img
class="size-thumbnail wp-image-16341" title="schüler" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/02/schüler-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p
class="wp-caption-text">Mitarbeiter der Schülerzeitung „BlackOut“, DBG</p></div><p>Daraus kann man ein paar Schlüsse ziehen:</h3><ul><li>Gymnasien: der Anteil der Schüler, die das Gymnasium besuchen, ist im RBK überdurschnittlich hoch, aber er sinkt auch rapide. Fast 13 Prozent weniger Schüler binnen Jahresfrist &#8211; das ist dramatisch.</li><li>Hauptschulen: hier ist der Anteil entsprechend niedrig, und sinkt noch weiter.</li><li>Realschulen: der Anteil liegt leicht über dem Landesschnitt, diese Schulform schrumpft langsamer als die beiden erstgenannten &#8211; und gewinnt damit sogar noch leicht an Marktanteil hinzu.</li><li>Gesamtschulen: diese Schulform ist im RBK krass unterdurchschnittlich vertreten, die Schülerzahl ist konstant (was bei Wartelisten auch kein Wunder ist), der Marktanteil steigt kräftig, soweit es die begrenzte Kapazität eben zulässt.</li><li>Sonstige Schulen: auf  die Waldorf- und Förderschulen entfallen immer noch sechs Prozent &#8211; und sie legen kräftig. Was merkwürdig ist, weil doch eigentlich immer mehr Schüler der Förderschulen in den &#8220;normalen&#8221; Schulen werden sollen.</li></ul><p>Daraus wiederum ließen sich treffliche Argumente für die politische Debatte über Schule und Schulformen ziehen. Aber das überlasse ich lieber Ihnen. Bitte benutzen Sie das Kommentarfeld.</p><h3>Weitere Informationen:</h3><ul><li><a
href="http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2011/pres_033_11.html">Der vollständige Bericht des statistischen Landesamtes</a></li><li><a
href="http://in-gl.de/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/">Was aus den Schulen wird. Entwurf für einen Schulentwicklungsplan</a>, 18.1.2011</li><li><a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295433641188.shtml">Einbruch bei Anmeldungen befürchtet,</a> KSTA 20.1.2011</li><li><a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295259816941.shtml">Die große Schulwanderung</a>, KSTA 18.1.2011</li><li><a
href="http://www.ksta.de/html/artikel/1288741497977.shtml">Schulschließungen sind schon absehbar, </a>KSTA 18.1.2011</li><li>Schulen müssen wandern, BLZ 18.1.2011 offline</li><li><a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741330804.shtml">Grundschulen sind nicht tabu</a>, BLZ, 10.11.2010</li><li><a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741301882.shtml">Schule auf Verschiebebahnhof</a>, BLZ, 5.11.2010</li><li><a
href="../2011/01/18/2010/11/16/schul-standorte/">Tagesordnung der Schulausschusssitzung, noch ohne Dokumente</a></li><li><a
href="../2011/01/18/2010/11/16/schul-standorte/">Debatte: Was wird aus unseren Schulen?</a>, iGL vom 16.11.2010</li><li><a
href="../2011/01/18/2010/10/01/urbach-interview/#Warum%20Schultoiletten%20stinken">Warum die Toiletten stinken.</a> BM Lutz Urbach zum Sanierungsfall Schule, 1.10.2010</li><li><a
href="../2011/01/18/schlagwort/schulen/">Alle Berichte über unsere Schulen</a></li></ul><p>Alle Beiträge über Schulen</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/02/17/wo-die-schueler-fehlen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Was aus den Schulen wird</title><link>http://in-gl.de/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/</link> <comments>http://in-gl.de/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/#comments</comments> <pubDate>Tue, 18 Jan 2011 20:43:45 +0000</pubDate> <dc:creator>G. Watzlawek</dc:creator> <category><![CDATA[Nicolaus Cusanus Gymnasium]]></category> <category><![CDATA[Stadt]]></category> <category><![CDATA[Marie-Curie-Realschule]]></category> <category><![CDATA[NCG]]></category> <category><![CDATA[Realschule Kleefeld]]></category> <category><![CDATA[Schulzentrum Ahornweg]]></category><guid
isPermaLink="false">http://in-gl.de/?p=14485</guid> <description><![CDATA[Für den künftigen Bedarf sind unsere Schulen zu groß, ihre Sanierung und Unterhalt zu teuer. Drei Schulen oder ein Schulzentrum werden überflüssig. Nun liegt eine Studie mit drei Szenarien vor.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich im November berichtet hatte wird in der Lokalpolitik hinter den Kulissen heftig über die Konsequenzen des Schülerrückgangs nachgedacht. Jetzt hat ein studentisches Projektteam der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Köln unter Betreuung des  Dozenten  Jens Walkowiak Überlegungen für eine  Veränderung der Schullandschaft in Bergisch Gladbach vorgelegt. Sie sollen in einen Schulentwicklungsplan für die nächsten 10 Jahre einfließen.</p><pre><strong>UPDATE 28.1.2011</strong>
Der <a href="http://bit.ly/gWUjub">Entwurf des Schulentwicklungsberichts</a> mit seinen 300 Seiten liegt jetzt
auch als pdf vor. Der Schulausschuss hat den Bericht in seiner Sitzung am
25.1. nur zur Kenntniss genommen, etzt beraten die Fraktionen, am 22.3.
ist erneut der Ausschuss dran.
UPDATE 18.2.2011
Das <a href="http://in-gl.de/2011/02/18/ncg/">Kollegium des NCG veröffentlicht einen Offenen Brief</a> an Rat und Verwaltung,
in dem es die Politik hart kritisiert. In den Kommentaren entbrennt eine
neue Debatte über die Zukunft des NCG - und der anderen Schulen</pre><h2>Die Kernaussage der Untersuchung:</h2><p
style="text-align: center;"><div
id="attachment_14502" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a
rel="attachment wp-att-14502" href="http://in-gl.de/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/ncg_eingang-3/"><img
class="size-medium wp-image-14502" title="ncg_eingang" src="http://in-gl.de/wp-content/uploads/2011/01/ncg_eingang1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p
class="wp-caption-text">Das NCG an der Reuterstraße</p></div><p>&#8220;Unter Betrachtung der für diesen Zeitraum (bis 2020) prognostizierten Schülerzahl, der benötigten Räumlichkeiten und des Sanierungsstandes der Gebäude kommt die Facharbeit zu dem Ergebnis, dass drei Schulen nicht über den Prognosezeitraum hinweg gehalten werden können.</p><p>Es ergibt sich außerdem die Möglichkeit, einen Schulstandort zu schließen.&#8221;</p><h2 style="text-align: left;">Die Stadtverwaltung schlussfolgert</h2><p
style="text-align: left;">(in ihrer Pressemitteilung von Dienstag zu dem Thema):</p><ul><li>Die bereits begonnene Konsolidierung der <strong>Hauptschulstandorte</strong> scheint also noch nicht beendet: Bereits im Jahr 2016 kann am Ahornweg die Zweizügigkeit nicht mehr gehalten werden, ab 2018 ist die Einzügigkeit nicht mehr gesichert. Bei der Hauptschule im Kleefeld  steht die Einzügigkeit ab dem Jahre2019 dauerhaft an. Damit ist der Erhalt der beiden Standorte bis zum Ende des Prognosezeitraums rechtlich nicht mehr möglich.</li><li>Auch bei den <strong>Realschulen</strong> zeichnen sich Veränderungen ab: Fünf Standorte gibt es heute noch, die dauerhafte Unterschreitung der Zweizügigkeit – sie ist rechtliche Grundlage für den eigenständigen Fortbestand &#8211; zuerst 2016 an der Marie-Curie-Schule eintreten. Drei Jahre später, im Jahr 2019, wird die Realschule im Kleefeld dauerhaft einen Zug eingebüßt haben und nur noch zweizügig existieren. Was nicht zur Schließung führt, aber Kapazitäten öffnet für Konsolidierungsmaßnahmen. Nicht gefährdet bis 2020 sind die Realschulen in der Kaule, in Herkenrath und an der Saaler Mühle.</li><li>Spitzenreiter der Elterngunst bei den Anmeldungen ist die <strong>Integrierte Gesamtschule Paffrath</strong>: Sie wird auch 2020 nach wie vor sechszügig betrieben werden können.</li><li>Auch die  Schülerzahlen an den <strong>Gymnasien</strong> legen im Prognosezeitraum eindeutig zu; verstärkt  werden könnte der Trend sogar noch durch die Aussetzung der verbindlichen Grundschulempfehlungen. In den Eingangsklassen ist lediglich beim Nicolaus-Cusanus-Gymnasium (NCG) ab 2019 die Dreizügigkeit gefährdet.</li></ul><p>Die Studenten  hatten bei den Eltern auch die Präferenzen für die einzelnen  Schulformen abgefragt. Danach ist die Rangfolge klar: Gymnasien und  Realschulen werden bevorzugt, Hauptschulen spielen keine Rolle &#8211; und  auch für eine weitere Gesamtschule neben der IGP gibt es keinen echten  Bedarf.</p><h2 style="text-align: left;">Schließen, abreißen, verkaufen</h2><p
style="text-align: left;">Im weiteren erörtert  der Berichte drei Varianten, mit weitreichenden Rochaden im gesamten Stadtgebiet:</p><ol
style="text-align: left;"><li
style="text-align: left;">Marie-Curie-Realschule und Hauptschule Ahornweg  werden aufgelöst.  In das frisch renovierte Gebäude zieht das  NCG. Das marode NCG-Gebäude (Sanierungsstau: 12 Mio. Euro) an der  Reuter Str. wird aufgegeben.</li><li>Das NCG wird zum ausgebaut und nimmt die Realschule  Kleefeld mit  auf. Die Hauptschule Kleefeld wird mit der Hauptschule Ahornweg  zusammengelegt. Das Schulzentrum Kleefeld würde  aufgegeben.</li><li>Die Haupt- und Realschulen der Stadt (Ahornweg, Kleefeld,  Marie-Curie) werden am Ahornweg zusammengelegt. Ins Kleefeld zieht das  NCG.</li></ol><p>Diese Konzepte liegen jetzt auf den Tischen der Mitglieder des Schulausschusses, der am 25. Januar darüber beraten wird.</p><p
style="text-align: left;"><strong>Weitere Informationen:</strong></p><ul
style="text-align: left;"><li><a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295433641188.shtml">Einbruch bei Anmeldungen befürchtet,</a> KSTA 20.1.2011</li><li><a
href="http://www.rhein-berg-online.ksta.de/html/artikel/1295259816941.shtml">Die große Schulwanderung</a>, KSTA 18.1.2011</li><li><a
href="http://www.ksta.de/html/artikel/1288741497977.shtml">Schulschließungen sind schon absehbar, </a>KSTA 18.1.2011</li><li>Schulen müssen wandern, BLZ 18.1.2011 offline</li><li><a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741330804.shtml">Grundschulen sind nicht tabu</a>, BLZ, 10.11.2010</li><li><a
href="http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1288741301882.shtml">Schule auf Verschiebebahnhof</a>, BLZ, 5.11.2010</li><li><a
href="../2010/11/16/schul-standorte/">Tagesordnung der Schulausschusssitzung, noch ohne Dokumente</a></li><li><a
href="../2010/11/16/schul-standorte/">Debatte: Was wird aus unseren Schulen?</a>, iGL vom 16.11.2010</li><li><a
href="../2010/10/01/urbach-interview/#Warum%20Schultoiletten%20stinken">Warum die Toiletten stinken.</a> BM Lutz Urbach zum Sanierungsfall Schule, 1.10.2010</li><li><a
href="../schlagwort/schulen/">Alle Berichte über unsere Schulen</a></li></ul> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://in-gl.de/2011/01/18/was-aus-unseren-schulen-wird2/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: enhanced (User agent is rejected)
Database Caching 18/25 queries in 0.028 seconds using disk: basic

Served from: in-gl.de @ 2012-05-25 00:49:44 -->
