Förderbescheid und Baugenehmigung liegen schon vor, nur am Betreibervertrag mangelte es bislang: Die Realisierung der Radstation am Bergisch Gladbacher S-Bahnhof hatte sich seit der ersten Vorstellung in der Öffentlichkeit im Jahre 2008 immer wieder verzögert, auch wegen finanzieller Beschränkungen im Nothaushalt. Nun hat die Stadtverkehrsgesellschaft (SVB) den Knoten durchschlagen.

Der Aufsichtsrat billigte das vorgelegte Betreiberkonzept und beauftragte die städtische GmbH, die Finanzierung sicherzustellen, den Grundstückskauf zu tätigen und den Vertrag mit dem Betreiber abzuschließen. Damit verfügt Bergisch Gladbach zukünftig über einen leistungsfähigen Stützpunkt für den Radverkehr und weitere flankierende Serviceleistungen im Herzen der Stadt, mit idealer Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Einkaufsmöglichkeiten der City.

Als Vertragspartner konnte der Verein Kölner Fahrrad-Netzwerk e.V. gewonnen werden. Aufgrund seiner Struktur sowie der bestehenden engen Beziehungen zum Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), der bereits eine Reihe von Radstationen in ganz Deutschland betreibt und Rechteinhaber des Begriffs „Radstation“ ist, hält die Stadtverkehrsgesellschaft den Verein für bestens geeignet, die Einrichtung wirtschaftlich zu betreiben und zum Anlaufpunkt für alle Fahrradfahrer/-innen werden zu lassen.

Ein entscheidender Knackpunkt, warum nicht schon früher ein Vertrag zustande kam, ergab sich aus den Anforderungen des Zuwendungsbescheides der Bezirksregierung: Das von Bergisch Gladbach zunächst favorisierte Modell sah mehrere Betreiber vor. Dies wurde vom Fördermittelgeber nicht akzeptiert. Nun wird das Fahrradnetzwerk einziger Partner.

Die Bezirksregierung gab bereits schriftlich ihr Placet zum Konzept. Damit stehen 362.000 Euro als Landeszuschuss zum Bau zur Verfügung. Die SVB rechnet mit Gesamtkosten für Grunderwerb und Baumaßnahme in Höhe von 700.000 Euro.

Das Kölner Fahrradnetzwerk hat der SVB bereits einen tragfähigen Finanzierungsplan vorgelegt. 256 überdachte Fahrrad-Stellplätze werden künftig komfortable und sichere Abstellmöglichkeiten bieten, zusätzlich sorgt eine einladende Servicestation für Pflege und Reparaturen, und ein Anlauf- und Informationspunkt soll den Überblick über die Möglichkeiten umweltfreundlicher Mobilität in Stadt und Region ermöglichen, inklusive Tourismus- und Nahverkehrsangeboten.

Es besteht auch Interesse, Carsharing-Partner dort anzudocken und entsprechende Stellplätze bereitzuhalten.

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Der Zugang zur Radstation soll rund um die Uhr möglich sein. Das Konzept sieht vor, für Dauerkunden ein Chipkartensystem zum Einstellen und Abholen der Fahrräder anzubieten. Ansonsten sind Tickets über die Servicestation oder über einen Kassenautomaten erhältlich, der auch bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglicht. Eine Besetzung mit Personal ist für mindestens 50 Stunden pro Woche vorgesehen, Samstag und Sonntag inklusive.

Dort können dann auch Fahrräder und E-Bikes ausgeliehen, Teile und Zubehör erworben sowie Pflege- und Reparaturarbeiten in Auftrag gegeben werden. Kunden, die ihr eigenes E-Bike mitbringen, finden hier eine Ladestation für schlappe Akkus. Auch Unterhaltung und Reinigung des Grundstücks übernimmt das Fahrradnetzwerk. Eigentümerin von Grundstück und Aufbauten bleibt weiterhin die SVB.

Die Geschäftsführung der SVB hat dem Aufsichtsrat vorgeschlagen, mit dem Kölner Fahrrad-Netzwerk e.V. einen Betreibervertrag über 12 Jahre abzuschließen. Letzte Abstimmungen sind noch mit dem Vertragspartner vorzunehmen. In einer der kommenden Aufsichtsratssitzungen wird der unterschriftsreife Vertragsentwurf noch einmal vorgelegt.

Damit steht die Ampel endgültig auf Grün für die Bergisch Gladbacher Radstation: Gemeinsam mit dem Architekturbüro Voigtländer sollen die Baupläne noch einmal dem neuesten Stand angepasst werden; im Frühjahr 2014 sollen dann die Gewerke ausgeschrieben und möglichst umgehend auch mit dem Bau begonnen werden.

Pressestelle Stadt BGL

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