Die Aufarbeitung der Probleme einiger Fahrzeuge der Bergisch Gladbacher Feuerwehr mit ihren Radmuttern wird immer komplizierter – offenbar weil es sich weder der Fahrzeughersteller (Daimler AG) noch die Feuerwehr leisten wollen, einen Fehler einzugestehen.

Zur Erinnerung: am 9. Januar blockierte die Hinterräder eine Rettungsfahrzeuges der Feuerwehr bei einer Krankenfahrt, weil alle Radmuttern eines Reifens verschwunden waren. Daraufhin wurde bekannt, aber nie zweifelsfrei geklärt, dass ähnlichen Vorfälle auch bei anderen Fahrzeugen im Kreis RheinBerg registriert wurden. Meldungen, die Feuerwehr sei das Opfer eines Anschlages geworden, machten die Runde.

Inzwischen konzentriert sich die Ursachenforschung jedoch vor allem auf die Frage, was bei dem konkret betroffenen Fahrzeug eigentlich geschehen ist: war es ein Materialfehler, für den der Hersteller Daimler verantwortlich wäre? Oder war es ein Wartungsfehler, für den die Feuerwehr einzustehen hätte?

Etwas voreilig hatte Daimler den Fehler der Feuerwehr zugeschoben, dabei waren jedoch Fahrzeuge verwechselt worden. Inzwischen hat der Hersteller aber das richtige Fahrzeug untersucht, am Donnerstag gab es eine große Krisenrunde aller beteiligte. Das Ergebnis: Nichts genaues weiß man nicht. Aber wir suchen weiter. Und passen auf.

Offiziell liest sich das in einer Pressemitteilung der Feuerwehr so:

Im Nachgang zur Begutachtung des betroffenen Rettungswagens durch den Fahrzeughersteller kam es am 06.02.2014 zu einem sehr konstruktiven Gespräch zwischen Vertretern der Daimler AG, Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden, Vertretern des Amtes für Feuerschutz und Rettungswesen des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie dem kommissarischen Leiter Rettungsdienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach Herrn Marlon Konertz. I

In diesem Gespräch entschuldigte sich die Daimler AG ausdrücklich für die nicht zutreffende Aussage vom vergangenen Wochenende.

Ziel des Gespräches war es, der Ursache für die Probleme an den Rädern der Rettungswagen auf den Grund zu gehen – jedoch konnte eine konkrete Ursache für den Schaden an dem betroffenen Rettungswagen der Feuerwehr Bergisch Gladbach nicht zweifelsfrei identifiziert werden.

Weiterhin wurde zwischen den Beteiligten ein Vorgehen abgestimmt, was die Sicherheit der Rettungswagen der Feuerwehr Bergisch Gladbach und die des Rheinisch-Bergischen Kreises gewährleistet.

Hierzu zählt unter anderem, dass alle Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Feuerwehr Bergisch Gladbach zusätzlich kurzfristig einer besonderen Untersuchung durch den Fahrzeughersteller unterzogen werden. Weiterhin erhalten alle Fahrzeuge so genannte Radmutterindikatoren, die optisch anzeigen, sollte sich eine Radmutter gelöst haben. An der Ursachenforschung wird unterdessen durch den Fahrzeughersteller weitergearbeitet.

Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen sieht die Feuerwehr Bergisch Gladbach den sicheren Betrieb ihrer Rettungswagen gewährleistet.”

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.