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Wie lahm ist Ihr Internet?

Wir hatten unsere Leser gebeten, die Download-Geschwindigkeiten ihrer Internet- Verbindungen zu testen. Die Ergebnisse finden Sie auf der Karte – und sie sind erstaunlich. Je nachdem, wo man wohnt, muss man sich häufig mit einem Schneckentempo abfinden. Aber schon wenige Straßen weiter können Spitzengeschwindigkeiten von 150 Mbit möglich sein. (Mit einem Klick auf das Kästchen in der Karte oben links können Sie die Rangliste öffnen).

Das hängt natürlich auch vom gewählten Vertrag ab. Und der Technik, Spitzengeschwindigkeiten sind nur mit Kabelverbindungen möglich. Letztlich entscheidet aber der genau Wohnort: denn auch die neuen Glasfaserkabel reichen immer nur bis zu den Verteilerkästen, das letzte Anschlussstück bis zu den Häusern ist und bleibt ein Kupferkabel. Je weiter weg vom Verteilerkasten, desto mehr Tempo geht verloren.

Einer unserer Leser kommentiert:

Habe derzeit volles Brett 150 MBit. Demnächst zwei Straßen weiter nur noch 6 MBit von der Telekom angeboten. NetCologne ist da dann doch eher der Favorit mit bald 50 MBit in Paffrath.“

Und die Beschwerden kommen nicht nur aus abgelegenen Ortsteilen. Ein weiterer Kommentar:

In der Stadtmitte ist es mit wirklich schnellem Internet auch noch nicht sonderlich weit her. 18 Mbit sind bei uns mit VDSL rauszuholen. Da wäre durchaus noch Luft nach oben…“

Darunter leiden nicht nur Privatleute, sondern auch Unternehmen und Selbständige. Ein Leser schreibt:

1,6 MBit in Herkenrath – für nen Außendienstler mit Homeoffice ne Vollkatastrophe.“

Wie schnell ist Ihr Internet? Schreiben Sie uns, wir tragen die Daten zusammen.
Hier im Kommentarfeld, per Mail (info@in-gl.de) oder auf Facebook #gl1net.
Bitte nennen Sie Stadtteil und möglichst Straße, Anbieter und Technik (Kabel, DSL, …).
Hinweise, wie Sie ihren Wert ermitteln können, finden Sie hier.

Telekom und Netcologne haben angekündigt, in Paffrath, Sand, Nußbaum, Herkenrath, Moitzfeld und Bensberg im kommenden Jahr ihr Glasfasernetz weiter auszubauen, Netcologne will zudem die Verteilerstationen mit einer Technik ausstatten, die auch den Verkehr über die Kupferkabel beschleunigt. 100 Mbit sollten dann in diesen Stadtteilen möglich sein.

Andere Stadtteile schauen jedoch in die Röhre. Zum Beispiel in Schildgen, wo gerade mal 1,6 Mbit ankommen, und in allen anderen nicht genannten Stadtteilen sind keine Investitionen ins Netz geplant. Zwar gibt es ein Projekt des Rheinisch-Bergischen Kreises mit der Telekom für Breitband-Anschlüsse, davon profitieren aber nur die Gewerbegebiete West, Zinkhütte und Frankenforst.