In einen Trommelröster aus den USA wird der Kaffee schonen geröstet

Lennart Altscher in Kolumbien. Hier kommt ein Teil seines Kaffees her

Der klassische Filterkaffee als Wachmacher, in der Mittagspause einen Cappuccino, und der Espresso bildet den perfekten Abschluss – wir lieben das Heißgetränk aus der braunen Bohne! Rund 160 Liter Kaffee trinken wir hierzulande im Durchschnitt. Damit ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen – sogar noch vor Bier und Mineralwasser.

Wahrer Genuss kommt aber leider viel zu selten auf. Wer kennt es nicht? Handelsüblicher Kaffee schmeckt oft bitter, fad und sorgt für Sodbrennen. Doch das geht auch anders! Mit diesen fünf Tipps gelingt auch Ihnen der perfekte Kaffee.

1. Bohnen vom Kleinröster

Ein gutes Grundprodukt ist die wichtigste Voraussetzung! Beim Griff ins Supermarktregal erhalten Sie fast immer einen Kaffee aus industrieller Röstung, bei der die Bohnen für gerade mal drei bis vier Minuten bei hohen Temperaturen um die 500 Grad geröstet werden. Das ernüchternde Ergebnis in der Tasse: Durch die starke Röstung schmeckt der Kaffee oft verbrannt und bitter, man erhält einen Einheitsbrei ohne viele Aromen.

Greifen Sie stattdessen lieber zu Bohnen von Kleinröstereien! Hier werden qualitativ hochwertige Rohkaffees noch im traditionellen Trommelröster bei niedrigen Temperaturen für rund 20 Minuten veredelt. Beim Langzeitröstverfahren können sich die Aromen im Kaffee so viel besser entfalten. Bohnen vom Kleinröster sind daher eine gute und richtige Wahl!

In einen Trommelröster aus den USA wird der Kaffee schonend geröstet

2. Frische Röstung

Für den optimalen Genuss empfehlen sich Bohnen aus frischer Röstung, wie es Sie beim Kleinröster zu kaufen gibt. Sein geschmackliches Optimum erreicht der Kaffee nämlich in den ersten Wochen nach der Röstung. Optimalerweise verbrauchen Sie ihn daher bis maximal drei Monate nach Röstdatum.

Bei handelsüblichem Kaffee ist dies häufig gar nicht erst möglich: Aus der Großröstanlage wird der Kaffee erst von Lager zu Lager transportiert, ehe er im Laden steht und schließlich monatespäter in der heimischen Tasse landet.

Tipp: Werfen Sie einmal einen Blick auf das MHD Ihres Kaffees aus dem Supermarktregal und rechnen Sie 24 Monate rückwärts – für gewöhnlich können Sie so das Röstdatum ermitteln.

3. Selbst mahlen

Am besten mahlen Sie Ihre Bohnen kurz vor der Zubereitung selbst. Unsere Erfahrung zeigt, dass bei gemahlenem Kaffee bereits wenige Tage ausreichen, um eine Vielzahl der Aromen und Geschmacksstoffe verschwinden zu lassen. Kaffeeprofis verweisen sogar darauf, dass bereits 15 Minuten nach dem Mahlen Aroma verloren geht.

Daher gilt: Je frischer gemahlen, desto besser! Die angebrochene Bohnenpackung im Anschluss luftdicht verschließen und trocken lagern.

Den Mythos, dass Kaffee sich am besten im Kühlschrank aufbewahren lässt, vergessen sie am besten ganz schnell – im Kühlschrank nimmt Ihr Kaffee nämlich Feuchtigkeit und Fremdgerüche auf.

4. Sauber zubereiten

Egal ob Vollautomat, Siebträger oder Filtermaschine: Achten Sie darauf, Ihre Kaffeemaschine regelmäßig zu reinigen. Eine verdreckte Maschine sorgt schneller als einem lieb ist für einen muffigen Geschmack in der Tasse.

Wer es ganz genau nimmt, verwendet zudem gefiltertes Wasser für die Zubereitung. Nicht nur ein besserer Geschmack ist die Folge, Ihre Maschine verkalkt auch nicht so schnell!

5. Zeit nehmen

Kaffee ist ein Genussmittel. Nehmen Sie sich daher Zeit – für die Zubereitung und den bewussten Genuss. Statt per Knopfdruck mit der Kapselmaschine bereiten Sie Ihren Kaffee doch einfach mal wieder wie zu Großmutters Zeiten per Handfilter zu. Das ist völlig unkompliziert, sauber in der Zubereitung und aktuell wieder voll im Trend. In Kombination mit guten, frisch gemahlenen Bohnen wirklich eine klasse Sache!

Tipp: Übergießen Sie den gemahlenen Kaffee nicht mit kochendem Wasser, da die Aromen im Kaffee sonst schnell verbrennen und ein bitterer Geschmack entsteht – nach dem Aufkochen einfach eine Minute warten und das Wasser anschließend in kreisenden Bewegungen übergießen.

Diese fünf Tipps zeigen: Die Kombination aus einem hochwertigen Grundprodukt und einer bewussten Zubereitung sind die wichtigsten Vorrausetzungen für eine leckere Tasse Kaffee. Perfekter Kaffeegenuss ist nicht kompliziert. Probieren Sie es aus!

Genießen Sie Ihre perfekte Tasse Kaffee. Ihr Lennart Altscher

Quimbaya ist eine bio-zertifizierte Kaffeerösterei in Bergisch Gladbach. Der Fokus liegt auf handwerklich und nachhaltig produzierten Spezialitätenkaffees aus den besten Anbaugebieten der Welt. In der kleinen Manufaktur werden die Bohnen noch im klassischen Trommelröster bei schonenden Temperaturen veredelt, was einen aromatischen und bekömmlichen Genuss in die Tasse bringt. Der Rohkaffee wird dabei vorzugsweise aus fairem Handel und von kleinen Kaffeeproduzenten und Kooperativen bezogen.

Werksverkauf:
samstags 10 – 14 Uhr
Buchholzstr. 73,
51469 Bergisch Gladbach
Fon +49 (0)173 1576488
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Lennart Altscher

ist Gründer und Röstmeister der Quimbaya Kaffeerösterei. Sein Handwerk erlernte er in einer Rösterei in Luxemburg, ergänzt durch Weiterbildungen zum Thema Spezialitätenkaffee. 2015 bereiste er das Kaffeeursprungsland Kolumbien, um Erfahrungen in Anbau, Ernte und Aufbereitung des Rohkaffees zu...

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