Die lebende Bibliothek. Foto: Caritas

Viele Menschen sind in ihrem Alltag häufig Vorurteilen ausgesetzt. Es ist leicht, eine Meinung über andere zu haben, aber: entspricht die eigene Vorstellung auch der Realität? Wie wäre es, mal mit diesen Menschen zu sprechen, statt immer nur über sie?

Die „lebende Bibliothek” bietet die Gelegenheit dazu. Diese spannende Aktion der Caritas findet am Montag von 12 bis 18 Uhr in der Eingangshalle des Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach statt.

Die lebende Bibliothek funktioniert tatsächlich wie eine klassische Bibliothek: Menschen leihen sich für die Dauer von maximal 30 Minuten ein Buch und lesen es – nur dass in diesem Fall die Bücher echte Menschen sind und das Lesen hier ein Gespräch unter Vier-Augen bedeutet.

Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Geschichte, mit unterschiedlichen Berufen, Hobbies oder Weltanschauungen – also Menschen, die im Alltag oftmals Stereotypen und Vorurteilen ausgesetzt sind, stellen sich für die Veranstaltung als Buch und damit den Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Im Dialog gibt es somit authentisches Erfahrungswissen aus erster Hand.

Wenn Sie also schon immer mal wissen wollten, wie man träumt, wenn man blind ist, wie man als Polizist die Welt sieht oder wie man Homosexualität und Kirche gemeinsam lebt, dann kommen Sie am 7. November zwischen 12 und 18 Uhr in die Eingangshalle des Marienkrankenhauses in Bergisch Gladbach und leihen eines unserer spannenden Bücher.

Diese „Bücher” stehen zur Ausleihe bereit:

„Ich bin Schutzmann aus Leidenschaft!  – auch wenn der Ton auf der Straße immer rauer wird.“

Früher selbst ein „Flüchtling“, hilft sie heute ihrerseits Geflüchteten.

„Denn ich weiß, was sie durchmachen!“ Nach über 4 Jahrzehnten wusste ich endlich: „Ich bin eine Frau!“

Und plötzlich Almanya. Erfahrungen aus  der Gastarbeitergeneration.

Stress, Lautstärke, Aggression – als Busfahrer braucht man ein dickes Fell: „Ich setze auf Prävention!“

„In den Augen des Schöpfers sind alle Seine Kinder gleich.“ – Der Glaube der Bahá’i.

Moralische Lehre, seelische Kraft, Streben nach  Wahrheit – das ist das Versprechen des Won-Buddhismus

„Es war immer was da, was nicht passte!“

„Für viele bin ich die Polizistin mit Migrationshintergrund, aber ich sehe mich einfach als kölsches“ Mädchen.“

Flucht aus Danzig. Die Geschichte einer Odyssee in der Nachkriegszeit.

Teilnehmer der lebenden Bibliothek. Foto: Caritas

Das Projekt lebende Bibliothek wird vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. in Kooperation mit dem FIM (Fachdienst Integration und Migration der Caritas RheinBerg), der Aktion neue Nachbarn des Erzbistums und des Projekts vielfalt. viel wert. der Caritas RheinBerg organisiert. Es soll damit Begegnung geschaffen, und ein Beitrag zu einer gelingenden Vielfaltsgesellschaft geleistet werden.

Hinweis der Redaktion: Falls Sie am Montag dabei sind und anschließend an einer kurzen Umfrage teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte: info@in-gl.de

Zbick

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations)

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