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Peter Müller diskutiert mit Bürgerinitiative Schildgen

Prof. Mängel und Peter Müller bei der Diskussion in Haus Rheindorf

Der Vorsitzende des Vereins Haus und Grund gilt als Verfechter des Entwurfs für den Flächennutzungsplan. In der Diskussion in Schildgen zeigte sich jedoch, dass Peter Müller eine differenzierte Haltung vertritt.

In der Gaststätte Rheindorf in Schildgen fand am Donnerstag ein Diskussionsabend mit Peter Müller, dem Vorsitzenden von Haus und Grund Rhein-Berg e.V. statt. Anlass war das Interview mit Müller im Kölner Stadt-Anzeiger zum Thema Flächennutzungsplan. Darin hatte sich Müller zu einem klaren Unterstützer des Vorentwurfes des Flächennutzungsplanes erklärt.

Hinweis der Redaktion: Der Autor des Beitrags ist einer der Initiatoren der Bürgerinitiative Schildgen.

Zu diesem Abend eingeladen hatte Prof. S. Mängel, Mitglied bei Haus und Grund und seit 40 Jahren Schildgener Bürger. Rund 50 Bürger waren der Einladung gefolgt.

Der Abend begann mit einem Vortrag von Dr. Benno Nuding von der Bürgerinitiative Schildgen. Er berichtete über die angespannte Verkehrssituation im Bereich Schildgen  und die Folgen der geplanten massiven Bebauung in Schildgen, Katterbach und Nussbaum auf den Verkehr. Weiterhin wurde auf die Notwendigkeit (und im Vorentwurf auch garantierten) Erhalt der regionalen Grünzüge eingegangen. Dabei wurde nicht nur auf den Erhalt der Natur, sondern auch auf die innerstädtische Klimafunktion dieser Gebiete hingewiesen.

In seiner Erwiderung erklärte Peter Müller, dass er sich von dem Autobahnzubringer über dem Bahndamm von der A4 ins Stadtzentrum Bergisch Gladbach auch eine Entlastung für den Verkehr im Raum Schildgen erhoffe.

Über das Ausmaß der geplanten Neuausweisung von Wohngebieten zeigte er sich allerdings überrascht – und kam zu dem Schluss, dass hier zu massiv geplant würde. Hier versprach Müller, soweit ihm möglich, auf die Politik einzuwirken.

Potenzialflächen in Schildgen und Katterbach. Die dunkelroten Flächen werden von der Stadt als geeignet eingestuft

Es folgte eine lebhafte Diskussion mit den Besuchern der Veranstaltung. Hierbei wurde unter anderem von Mitgliedern von Haus und Grund kritisiert, dass die Bebauungspläne nicht im Interesse der hier schon wohnenden Immobilienbesitzer stünden.

Nach 90 Minuten endete ein Abend, der durchaus kontroverse Diskussionen hervorbrachte. Auf Seiten der Bürgerinitiative konnte festgestellt werden, dass Peter Müller eine Nachdenklichkeit und Diskussionsbereitschaft zeigte, die sonst in Gesprächen mit Lokalpolitikern oft vermisst wird.

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