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Schonfrist für Biker im „Nutbush Forest“

Der Sprungturm im Hintergrund darf stehen bleiben; nur damit machen die Erdrampen im Vordergrund Sinn.

Der Verein Dirt Stylers und das Bauamt der Stadt haben einen Kompromiss erzielt: Nachdem die meisten Holzaufbauten und Rampen im Nussbaumer Wald verschwunden sind dürfen die Mountainbiker die Strecke weiter benutzen. Sogar der Sprungturm darf zunächst stehen bleiben und ist wieder in Betrieb – eine entsprechende Abrissverfügung setzte die Stadt nach einem Gespräch an einem Runden Tisch aus. 

Dabei handelt es sich aber, das betont ein Sprecher der Stadt, nur um eine vorläufige Duldung. Für eine Legalisierung muss der Verein, der rund 80 Biker vertritt und eine anerkannte Jugendarbeit betreibt, einen Antrag auf einen Bebauungsplan stellen. Diese Bauleitplanung ist jedoch ein sehr langwieriger und mühevoller Prozess.

Für die Biker war es zunächst wichtig, ihre Arbeit im Wald fortsetzen zu können. Daher hatten sie nach der Ordnungsverfügung, die sich gegen die illegalen Holzbauten im Wald richteten, rasch einen großen Teil davon entfernt und den Parcours durch reine Sandrampen ergänzt.

Der Sprungturm ist den Sportler besonders wichtig – weil nur mit seiner Hilfe genügend Sprung für die zum Teil spektakulären Sprünge der Biker gewonnen werden kann. Im sogenannten „Nutbush Forest” trainieren auch Wettbewerbsfahrer aus der ganzen Region.

Die Sorge um diese weithin bekannte und von allen Beteiligten geschätzte Anlage hatte zu einer Solidarisierung anderer Waldnutzer und Fahrradaktivisten geführt, eine von einem Vater initiierte Online-Petion hatte innerhalb kurzer Zeit Tausende Unterschriften gesammelt.

Für die weitere Nutzung hatte die Stadt einige Auflagen erteilt. So muss der Verein für die Haftung bei möglichen Unfällen oder Schäden haften, was er ohnehin über entsprechende Sportversicherungen sicher stellt. Zudem muss die Nutzung des Sprungturms beaufsichtigt werden; auch das gehört zur Routine des Vereins.

Bei dem Gespräch am Runden Tisch waren auch Vertreter des Rheinisch-Bergischen Kreises anwesend, daher dürften einem weiteren Betrieb vorerst nichts mehr im Wege stehen. Der Verein hatte schon vor einigen Wochen angekündigt, sich nun um eine Legalisierung der Anlage auf dem Behördenweg zu kümmern. 

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