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7 Kommentare zu “Neuborner Busch: BI wehrt sich gegen Krüger-Pläne”

  1. Guenther Humbach

    Wie man neuerdings lesen kann, will die Krüger-Gruppe den Busch auf Vorrat erhalten. Erst in fünf Jahren soll gebaut werden. Doch was ist, wenn wirtschaftliche oder vielleicht auch andere Gründe das Verwaltungsgebäude nicht möglich machen. Die Stadt, Kreis und Regierung muss sich fragen lassen ob dies nicht eine leichtfertige Umgangsweise mit dem Landschaftsschutz ist. Übrigens steht in der städtischen Satzung für die Vergabe von Bauland , dass nach Erwerb innerhalb 2 Jahren gebaut werden muss. Der Umgang der Behörden mit der Natur und dem berechtigten Anspruch der Menschen auf eine gesunde Umwelt lässt sehr zu wünschen übrig.
    Günther Humbach

  2. Guenther Humbach

    Ich bin der Meinung die späte Einbringung des Krüger BV in den F-Plan trägt eindeutig die Handschrift des ausgeschiedenen Baudezernenten. Schon bei dem Hochregallager vor Jahren war ihm jedes Mittel recht um zum Ziel zu kommen. Sein Ausscheiden aus der Verwaltung ist mir verständlicher geworden. Mit der Unterstützung durch den Rat hat er auch diesmal wieder leichtes Spiel. Traurig, traurig wie verkümmert das Recht der Bevölkerung ist, welche doch nur in einem gesunden Umfeld leben.

    Günther Humbach

  3. Schmitz,Rolf-Albert

    Die BI Neuborner Busch wird am Donnerstag 07.12. aufzeigen, dass der Neuborner Busch durch mehrere Rechtssysteme als Grünbrücke geschützt ist. Der Landesentwicklungsplan vom 08.Feb. 2017 sagt auf S.8.”Bei Nutzungskonflikten ist den Erfordernissen des Umweltschutzes Vorrang einzuräumen”; und weiter S.1 9.” Die Sicherung der ausgleichenden Funktionen des Freiraumes für angrenzende städtische Siedlungsräume über regionale Grünzüge und andere Frischluftkorridore ist raumplanerisch erforderlich”.
    Der LEP fordert in seiner Verordnung vom 08.02.17 weiter: Zur siedlungsräumlichen Gliederung sind im Regional Plan ( der Regierungspräsidenten) regionale Grünzüge als Vorranggebiete festzulegen.Sie sind auch als siedlungsnahe Freiflächen für freiraumorientierte Erholungs-, Sport- und Freizeitnutzung zu schützen( LEP Kap. 7.1-5).
    Auch das Bundesbaugesetz setzt im § 35 große Hürden vor einer Bebauung im Außenbereich einer Gemeinde.
    Unter raumrechtlichen Gesichtspunkten ist eine Bebauung von Krüger in einem Grünzug gesetzlich in NRW nicht möglich. Es wird sich zeigen , ob das Konzern Krüger vorhandene Gesetze und Verordnungen ändern lassen kann?
    Rolf-Albert Schmitz
    BI Neuborner Busch

  4. Friedrich Schober

    Wenn Krüger Parkfläche braucht, können sie ihren existenten Parkplatz auf die gleiche Methode erweitern wie das vor Jahren das nicht sehr weit davon entfernt liegende Kaufland gemacht hat. Einfach ein weiteres Stockwerk über den Parkplatz bauen. Voila – Parkfläche verdoppelt, keine Erdbewegungen in Naturschutzgebiet und der Parkplatz ist auch viel näher an den Hauptgebäuden.

  5. Nobby Nick

    Krüger mutiert zum Global Player, das Industriegebiet Zinkhütte wurde für mittelständische Unternehmen konzipiert. Das Zanders Gelände steht teilweise leer und die digitale Technik erlaubt es das die Verwaltung nicht neben der Produktion stehen muss.
    Hier geht es doch wieder um Macht, gell Herr Urbach.

  6. Lothar Esser

    Man kann ja verstehen, dass man ortsansässigen Großunternehmern – und ein solcher ist die Firma Krüger ja – die Möglichkeit der Expansion geben möchte. Wie Herr Havermann aber schon geschrieben hat: vorhandene Brachflächen nutzen und alternative Konzepte in Erwägung ziehen, sollte Vorrang vor der Vernichtung von Wäldern und Biotop-Flächen haben.

    Konstruktive Vorschläge wie den schon öfter gemachten der Fraktion “DIE GRÜNEN”, hier die Dachflächen der Hallen umzugestalten zu Parkflächen und die dadurch frei werdenden Parkflächen für Produktions-Erweiterungen oder im aktuellen Fall für ein Verwaltungsgebäude zu nutzen, wurden nicht mal im Ansatz im Rat überhaupt beraten sondern – so zumindest mein Kenntnisstand – sofort abgeschmettert. Warum? Tja – da kann man nur spekulieren…

    Krüger hat hier in Bergisch Gladbach viel Gutes getan und tut es noch, speziell für die Jugend durch die Unterstützung der Vereine. Man hat im Gegenzug damals unter unserer damaligen Bürgermeisterin ihnen erhebliche Zugeständnisse gemacht und Landschaftsschutzgebiete geopfert zur Erweiterung der Produktion. Hat das Krüger von der Abwanderung abgehalten? Nein. 3/4 der Mitarbeiter sind heute schon nicht am Standort Bergisch Gladbach. Ich denke, hier liegt auch die Sorge der Ratsmitglieder.

    Dennoch sollte ein Kompromiss immer beiden Seiten weh tun. Bisher sehe ich, dass Krüger bekommt was sie wollen und die Bürger anstatt Frischluft mehr Kakao, Kreuter-Tee oder andere Gerüche in der Luft haben und wichtige Waldflächen verlieren.

    Den Vorschlag, die Parkplätze auf die Dächer zu verlegen halte ich – sofern technisch machbar – für eine sehr gute Variante. Oder einen Anreiz für mehr ÖPNV-Nutzung für die Mitarbeiter?

  7. Rolf Havermann

    Der Wille der Fa. Krüger, der per “Bürgerantrag” die Verwaltung lange vor der Politik erreichte, war da schon in Düsseldorf mindestens angekündigt und auf wohlwollende Entscheidungen der Landesverantwortlichen abgeklopft. Der Stadtrat bekam erst kurz vor der letzten FNP-E. – Ausschusssitzung Kenntnis davon (vielleicht Teile desselben auch früher?) und winkte den Antrag mit den Stimmen der GroKo und der FDP durch.

    Dass letztere solche Anträge befürwortet, war zu erwarten, ist doch die FDP nichts anderes als ein Industrieanhängsel. Dass aber CDU und SPD ohne weiteres 11,5 ha Wald abholzen lassen wollen, obwohl Krüger bereits über große Brachflächen in seinem Besitz auf dem eigenen Gelände verfügt, lässt auch bei diesen Parteien an deren Tauglichkeit, die Zukunft der Stadt im Bürgersinn gestalten zu wollen, heftig zweifeln. Es scheint tatsächlich blauäugig zu sein, von den beiden großen Parteien im Stadtrat Einsehen mit der Bevölkerung zu erwarten, obwohl sie Verständnis für die Belange der Bürgerschaft vorgaukelt und auch die Vorträge des BBi-GL vor ihren Fraktionen damals positiv bewertete.

    Aber, wie leider schon oft erlebt, interessiert bestimmte Politiker, die dann ihre Fraktion auf den eigentlich nicht vorhandenen gleichnamigen Zwang verpflichten, nicht mehr ihr Wort von gestern oder vorgestern. Krüger hat gehustet und der größte Teil des Rates bekommt Grippe. Wie oft eigentlich machen sich bestimmte Ratspolitiker – die Verwaltungsspitze sowieso – zu Erfüllungsgehilfen von Krüger? Bis der ganze Wald, der an Krüger grenzt, abgeholzt ist oder geht es dann in den Königsforst?

    Rolf Havermann
    BBi-GL – Presse

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