Die Mobilstation in Bergisch Gladbach. Foto: Regionale 2025 Agentur Gmbh

Der Lenkungsausschuss der Regionale 2025 hat den sogenannten A-Status an zwei Projekte verliehen: Der „Innovation Hub Bergisches RheinLand“ und die „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis“.

Nach einem mehrstufigen Qualifizierungsprozess werden diese beiden Projekte zur Umsetzung empfohlen, auch die Finanzierung ist gesichert. Nach Angaben im Vorfeld sollten gleichzeitig zwei neue Projekte den B-Stempel („gut konkretisiert mit weiterem Qualifizierungsbedarf”) und zwölf weitere Vorhaben den C-Stempel („tragfähige Idee mit solider Ausgangssituation und Potenzial”) erhalten. Die Regionale 2025 macht aber keine Angaben, welche der insgesamt rund 150 eingereichten Ideen das sind.

„Wir freuen uns, dass wir bereits frühzeitig im Regionale-Prozess zwei strukturpolitisch wichtige Projekte zur Realisierung empfehlen konnten. Beide Projekte können nun in die Umsetzung einsteigen und dienen gleichzeitig als Vorbild für andere Projektträger, Projektideen einzureichen“, betont Jochen Hagt, Vorsitzender des Lenkungsausschusses.

Mobilstationen in RheinBerg

Ziel ist der Aufbau von Mobilstationen in jeder Kommune des Rheinisch-Bergischen Kreises. Damit entsteht ein Netz von 21 Mobilstationen, die als Verknüpfungspunkte an zentral gelegenen Orten den Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsträger vereinfachen.

Durch das modulare Bausteinsystem werden die Mobilstationen in jeder Kommune bedarfsgerecht ausgestattet. Zu den einzelnen Bausteinen gehören Informationsstelen, Mitfahrbörsen, Mitfahrerbänke, Fahrradboxen und Fahrradständer, Pedelec-Verleih, E-Carsharing sowie Park & Ride-Anlagen.

„Eine funktionierende Mobilitäts-Infrastruktur ist in jeder Kommune ein wichtiges Thema und eine große Herausforderung. Die Entscheidung des Lenkungsausschusses ist für den gesamten Kreis eine hervorragende Nachricht, weil die Bürgerinnen und Bürger in Zukunft schneller und multimodaler im Kreis unterwegs sein können“, sagte Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Das Projekt wurde vom Rheinisch-Bergischen Kreis initiiert, der Pilotregion für die Mobilstationen ist.

Projektpartner sind alle acht kreisangehörigen Kommunen (Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath, Rösrath und Wermelskirchen), die beiden lokalen Verkehrsunternehmen wupsi GmbH und Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) sowie der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS) und der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR).

Als Vorreiterprojekt ist das Vorhaben „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis“ in das verbandsweite Entwicklungskonzept Mobilstationen des NVR eingebunden. Perspektivisch sind Mobilstationen in der gesamten Gebietskulisse der Regionale 2025 geplant und sollen auch in den Kreisen Oberberg und Rhein-Sieg etabliert werden.

Das Projektvorhaben hat sich erfolgreich am Projektaufruf „KommunalerKlimaschutz.NRW“ des Landes NRW beteiligt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 5,58 Mio. Euro.

Der Innovation Hub Bergisches RheinLand soll in der Halle 51 auf dem Steinmüller-Gelände in Gummersbach aufgebaut werden. Foto: Korthaus GmbH

„Innovation Hub Bergisches RheinLand“

Der „Innovation Hub Bergisches RheinLand“ (IHBR) etabliert auf dem Steinmüllergelände in Gummersbach ein Innovationszentrum, das neueste Forschung vom Campus Gummersbach der TH Köln mit den Innovationsbedarfen der regionalen Wirtschaft verknüpft.

Er unterstützt regionale Unternehmen und Organisationen bei den Herausforderungen der digitalen Transformation und Industrie 4.0. Gleichzeitig erzeugt der IHBR ein herausragendes Umfeld für Studierende und Fachkräfte, indem er Highend-Arbeitsplätze in der Region schafft. Ziel ist es, die Mitglieder des Hubs zu vernetzen und gemeinsam relevante Digitalisierungsprojekte und Prototypen zu realisieren.

Dabei kommen konkreten Projektimpulse und Bedarfe aus der Wirtschaft. Der IHBR beinhaltet eine Modellfabrik in Kombination mit einem IT-Lab, um übergreifende Lösungen umsetzen zu können. In einem Showroom werden Lösungen für die digitale Welt demonstriert. Die enge Kopplung an Forschung und Lehre wird durch Initiierung einer Stiftungsprofessur „Digitalisierung und Industrie 4.0“ erreicht. Damit bietet der IHBR ein ergänzendes Angebot zu den bestehenden Digital Hubs in Köln und Bonn.

„Mit dem IHBR wollen wir ein bedeutendes Forschungs- und Innovationszentrum im Bergischen RheinLand verankern, von dem die ganze Region profitiert. Mit dem A-Status der Regionale 2025 machen wir einen großen Schritt in Richtung Realisierung“, sagt Bernhard Opitz, Geschäftsführer der Firma Opitz Consulting Deutschland GmbH, die gemeinsam mit der TH Köln Campus Gummersbach Initiator des Projekts und Gründer des Trägervereins Innovation Hub Bergisches RheinLand e.V. sind.

Bereits jetzt haben über 25 öffentliche Institutionen und Unternehmen eine finanzielle Beteiligung an der Trägerstruktur zugesagt.  Projektpartner sind die IHK zu Köln und Bonn/Rhein-Sieg und der Oberbergische Kreis. Standort des IHBR ist die Halle 51 auf dem Steinmüller-Gelände in Gummersbach.

Das Projekt hat sich am EFRE-Projektaufruf „Regio.NRW – Innovation und Transfer“ beteiligt und wurde im Februar 2019 vom Gutachtergremium der Landesregierung zur Förderung empfohlen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 6,4 Millionen Euro.

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Regionale 2025: Mehr als die Summe aller Projekte

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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