Die Bezirksschülervertretung RheinBerg hat die Schließungen der Schulen begrüßt. Sie kritisiert aber, dass das Land zuvor die Digitalisierung nicht ausreichend betrieben habe – und sorgt sich um die Abitur-Prüfungen.

„Was wir jetzt brauchen, ist Zeit. Eine weitere rasante Ausbreitung des Corona Virus zu verhindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der auch wir Schülerinnen und Schüler, verantwortungsvoll etwas beitragen können,“ sagt Torben Krauß aus dem Bezirksvorstand der Schülervertreung.

Digitalisierung verschlafen

Besonders für Schülerinnen und Schüler, die in diesem oder im nächsten Jahr Prüfungen schreiben, könnten die Schulschließungen noch nicht absehbare Folgen haben. „Eine Verschiebung des Abiturs wäre der Super-GAU, eine große Enttäuschung für uns alle,” sagt Krauß. 

Durch den Schulausfall fehle es an inhaltlicher Vorbereitung auf die anstehenden Prüfungen. Nicht an allen Schulen seien digitale Angebote vorhanden, etabliert und getestet. Die an vielen Stellen noch nicht richtig umgesetzten Digitalen Angebote werden jetzt deutlich spürbar.

„Besonders bei uns in Nordrhein-Westfalen sind digitale Angebote Mangelware,“ sagt Felix Naal aus dem Bezirksvorstand: „Wir hoffen, dass die Landesregierung und der Schulträger erkannt haben, wie wichtig es ist, dass digitale Lernangebote in Zukunft umgesetzt werden” 

Fairness bleibt auf der Strecke

Schulen mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten könnten die Schülerinnen und Schüler besser, in der unterrichtsfreien Zeit, besonders im Hinblick auf die anstehenden zentralen Prüfungen vorbereiten. Damit alle Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung für die unterrichtsfreie Zeit erhalten, erwarte die Bezirksschülervertretung schnell umgesetzte Konzepte des Landes: „Wir hoffen auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Nordrhein-Westfalen.”

BSV RheinBerg

Die Bezirksschülervertretung ist die Stimme aller Schüler im Rheinisch-Bergischen Kreis. Kontakt: bsvrheinberg@gmx.de

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2 Kommentare

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  1. Sehr geehrter anonyme Leserin, nein, das ist kein Journalismus. Unser Konzept ist es, neben den eigenen journalistischen Beiträgen der Redaktion den lokalen Institutionen, Einrichtungen und Vereinen ein Plattform zu bieten, für eigene Beiträge. Nicht ungefragt, sondern auf Bitten der jeweiligen Akteure, in diesem Fall der Bezirksschülervertretung.