Das Wichtigste auf einen Blick

Inzidenz: GL 217 / RBK 200 / NRW 171 / D 165
Impfquote: RBK 19,0 / NRW 20,4 / D 19,8 (17.4.)

Montag, 19.4.
Hürden für Öffnung der Schulen
Für Intensivplätze fehlt Personal
178 Fälle von Freitag bis Sonntag
SPD verschärft Kritik an Landrat
Inzidenz kontinuierlich über 200
11.437 Fälle bundesweit, Inzidenz +3

Sonntag, 18.4.
Kreis meldet keine Fallzahlen
19.185 Fälle bundesweit

Samstag, 17.4.
Zahl der Intensivpatienten verdoppelt
74 weitere Fälle, Inzidenz sinkt
23.804 Fälle bundesweit

Freitag, 16.4.
Kreis setzt Notbremse ab Montag in Kraft
Inzidenz (seit gestern) über 200

+ 19:20 NRW setzt Hürden für Öffnung der Schulen in Rhein-Berg +

Mit einer Änderung der Coronabetreuungsverordnung hat die Landesregierung die Schulen in 15 Städten und Kreisen mit einer Inzidenz von 200 oder mehr offiziell in den Distanzunterricht geschickt. Darunter ist auch der Kreis Rhein-Berg, hier hatte der Kreis diesen Schritt aber schon am Freitag selbst verfügt.

Allerdings gilt die Landesregel – auch über diese Woche hinaus – solange, bis die Inzidenz drei Tage lang unter 200 liegt. Damit, so NRW Schulministerin Yvonne Gebauer, nehme NRW schon die Regeln des neuen bundesweiten Infektionsschutzugesetzen vorweg. Dort soll der Grenzwert allerdings nicht bei 200, sondern bei 165 liegen.

Das Bürgerportal berichtet nicht nur über Corona, sondern über alles, was in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis relevant ist: Lokalpolitik, Kultur, Wirtschaft, Sport, Vereine. Hier kommen Sie zu unsere Startseite. Und hier können Sie unseren täglichen kostenlosen Newsletter per Mail bestellen.

+ 18:35 Für mehr Intensivbetten fehlen die Pfleger:innen +

Nach wie vor stehen die Klinken unter hohem Druck, ausreichend Intensivbetten für Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen, ohne andere lebenswichtige Behandlungen stark zu reduzieren. Dabei zeigt sich deutlich, dass das Personal der Engpass ist. Die beiden GFO-Kliniken (MKH und VPH) haben am Wochenende durch interne Verschiebungen von Personal zwei weitere Intensivplätze geschaffen, insgesamt sind es jetzt 20. Platz und Ausstattung für mehr Plätze wäre vorhanden, aber keine Pfleger:innen.

„Wir brauchen in der Pflege auf der Intensivstation jetzt auch mehr Personal, weil die Versorgung von COVID-Patienten komplexer, der Aufwand für die einzelne Pflegekraft höher und der Betreuungsbedarf im Vergleich zu einem nicht-Covid-Patienten auf Intensiv größer ist,” erläutert Anja Edelhoff, Pflegedirektorin der GFO Kliniken Rhein-Berg.

Die Personalknappheit ist auch der Grund, warum die Zahl der Betten, die im Intensivregister DIVI für Rhein-Berg gemeldet werden, schwankt: dort erscheinen nur die Betten, die EVK, MKH, VPH und das Krankenhaus Wermelskirchen als verfügbar und mit Personal hinterlegt melden. Da gebe es jetzt keine Spielräume mehr, „der Markt mit gut ausgebildeten Fachkräften ist leergefegt”, sagt GFO-Pressesprecher Jörg Zbick.

DIVI weist derzeit für Rhein-Berg 40 Intensivbetten aus, davon sind 35 belegt, davon 13 mit Coronapatienten – die immer jünger werden und oft vier bis sechs Woche auf der Station versorgt werden müssen.

+ 17:30 Kreis: technische Probleme verursachten Daten-Lücke +

In einer Pressemitteilung hat die Kreisverwaltung Serverprobleme als Grund dafür genannt, dass am Samstag keine Fälle an das Landeszentrum Gesundheit übermittelt worden waren. Dafür, dass am Wochenende keine aktuellen Daten durch die Pressestelle des Kreises veröffentlicht wurden, habe es „technische Gründe” gegeben.

Nach dem Rückzug bzw. der Krankmeldung der bisherigen Pressesprecher:innen des Krisenstabs hatte Landrat Santelmann ihre Aufgaben in die Pressestelle der regulären Kreisverwaltung verlegt. Die ist am Wochenende nicht besetzt.

+ 16:14 Kreis meldet für das Wochenende insgesamt 178 Fälle +

Nach einigen Ausfällen am Wochenende hat die Kreisverwaltung jetzt die Corona-Daten für das Wochenende vervollständigt. Demnach wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis am Freitag 74, am Samstag 20 und am Sonntag 84 weitere Infektionen erfasst; insgesamt 178.

Auf die 7-Tage-Inzidenz hat das keine Auswirkung; sie wird vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) berechnet und derzeit mit 199,5 ausgewiesen. Das arbeitet auf Basis der Daten des Gesundheitsamtes, dennoch gibt es bei den Zahlen immer noch zum Teil erhebliche Differenzen.

Von den Fällen am Sonntag wurden 30 in Bergisch Gladbach verzeichnet, 5 in Burscheid, 2 in Kürten, 9 in Leichlingen, 3 in Odenthal, 11 in Overath, 13 in Rösrath und 11 in Wermelskirchen.

Insgesamt wurden von Freitag bis Sonntag in Bergisch Gladbach 65 Fälle registriert. Die Inzidenz stieg am Freitag bis auf 229 und liegt jetzt bei 217.

Die Grafik oben zeigt die kurzfristige Entwicklung in der 3. Welle, die folgende zeigt den gesamten Verlauf der Pandemie seit März 2020:

Im Vergleich zu Freitag gelten laut Kreisverwaltung 108 weitere Personen als genesen, 1087 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.425 Personen in Quarantäne, das sind 32 mehr als vor dem Wochenende.

Zur Zahl der Patienten in den Krankenhäusern macht der Kreis keine Angaben, laut DIVI Intensivregister werden in den vier Kliniken im Kreis 13 Coronapatienten auf der Intensivstation betreut, davon werden acht invasiv betreut. Aktuell sind fünf der 40 derzeit verfügbaren Betten als verfügbar gemeldet, zwischenzeitlich war die Kapazität völlig erschöpft.

+ 14:19 SPD kritisiert Landrat als entscheidungsschwach +

Nun hat nun auch die SPD auf unsere Anfrage zum Krisenmanagement von Landrat Stephan Santelmann (CDU) reagiert. Die Tatsache, „dass der Kreisdirektor, die Pressesprecherin des Krisenstabes und andere im Krisenstab aktive den Landrat darum gebeten haben, aus dem Krisenstab auszuscheiden” sei Beleg für Differenzen zwischen Landrat und Krisenstab, schreiben Fraktionschef Gerhard Zorn und Kreisvorsitzender Marcel Kreutz.

Die ausführliche Stellungnahme der SPD und der anderen Fraktion im Kreistag sowie die Chronologie der Ereignisse rund um die Notbremse finden Sie hier.

Die Entscheidung des Landrats auf Druck von Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein (SPD), zunächst die Notbremse auszusetzen, sei bei einer Inzidenz von unter 80 dennoch richtig gewesen. Dass Santelmann an dieser Marschroute festhielt, als die Inzidenz auf 200 zuging, sei dagegen „unverantwortlich”. Der Landrat zeige sich handlungsschwach, kritisiert die SPD. Falsch sei auch Santelmanns Plan, jetzt das Krisenmanagement neu zu organsieren. Die Krise, so Zorn und Kreutz, „sitzt tief – in der Spitze der Kreisverwaltung”.

+ 12:55 Musikschule setzt Arbeit im Netz fort +

Die Städtische Max-Bruch-Musikschule folgt den allgemeinbildenden Schulen und bietet Online-Unterricht an. Die Lehrkräfte setzen sich jeweils mit ihren Schülern in Verbindung. Alle Infos zu den städtischen (kulturellen) Einrichtungen im Lockdown finden Sie hier.

+ 11:10 CDU stellt sich hinter Landrat Santelmann +

Notbremse ja, nein, doch, Krisenstab aufgelöst: Der Zickzack-Kurs von Landrat Stephan Santelmann bei der Bekämpfung von Corona stößt bei der Opposition im Kreistag auf grundsätzliche Kritik. Dagegen verteidigt ihn die CDU in allen Punkten, die verbündeten Grünen halten sich bedeckt. Wir dokumentieren die Positionen – und zeichnen die Chronologie nach.

+ 10:56 Jahrgänge 48 /49 können sich ab Mittwoch zur Impfung anmelden +

Das Landesgesundheitsministerium lädt zwei weitere Jahrgänger in der Altersgruppe über 70 zur Impfung ein: ab Mittwoch (21.4.) können sich die Jahrgänge 1948 und 1949 zu Impfung anmelden; auch sie können ihren Lebenspartner unabhängig vom Alter anmelden. Die Buchung erfolgt über die bekannten Kanäle: online über www.116117.de sowie telefonisch über die 0800 116 117 01. Auf für die älteren Jahrgänge ist die Terminbuchung weiterhin offen. Den gesamten Impffahrplan finden Sie hier.

+ 8:10 Testzentrum Steinbreche öffnet heute +

Mit der Eröffnung des Corona-Testzentrum in der Steinbreche in Refrath wird heute eine Lücke in der Versorgung mit Schnelltests geschlossen. Das Testzentrum wird von zwei lokalen Apothekern, den Inhabern der St. Johannis Apotheke und der Linden Apotheke, gemeinsam betrieben. Geleitet wird das Testzentrum von Charlie Röttgen, dem Inhaber von Charlies Karnevalsshop, teilen die Apotheker Frank Klingauf und Karl-Alfred Scholz mit.

Das Testzentrum ist zunächst montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet; Getestete erhalten nach ca. 15 Minuten Wartezeit ihr Ergebnis als ausgedrucktes Zertifikat. Auf der Website www.testzentrumrefrath.de kann man Termine für die kostenlosen Bürgertests reservieren.

+ 6:32 Landeszentrum meldet für Rhein-Berg 101 Fälle +

Das Landeszentrum Gesundheit meldet am frühen Morgen für den Rheinisch-Bergischen Kreis 101 weitere Corona-Fälle. Damit steigt die Inzidenz um 25 auf 199,5 Fälle je 100.000 Einwohner.

Die 101 Fälle verteilen sich auf die vergangenen Tage; der Kreis hat das Meldeverfahren umgestellt und rechnet die Fälle jetzt rückwirkend dem Tag zu, an dem das Labor den Fall als positiv gemeldet hat. In der Regel handelt es sich dabei nur um geringfügige Verschiebungen; am Samstag hat der Kreis gar keine Fälle gemeldet.

Mit den aktuellen Zahlen hat das LZG jetzt auch die 7-Tage-Inzidenz rückwirkend neu berechnet. Damit liegen auch die offiziellen Werte seit fünf Tagen bei mindestens 200 (siehe Grafik oben).

+ 6:20 RKI erfasst 11.437 weitere Fälle +

Das RKI meldet für Sonntag 11.437 Neuinfektionen, die 7-Tage-Inzidenz steigt von 162,3 auf 165,3. Zudem sind 92 weitere Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben.

In NRW erhöht sich die Inzidenz um vier auf 171 Fälle je 100.000 Einwohner.

+ 6:00 Guten Morgen +

Der Liveblog startet. Für Sie heute im Dienst: Holger Crump und Georg Watzlawek.

Hier beginnt der Liveblog von Sonntag, 17.4.2021

+ 18:30 Kreis stellte Verfahren für Datenmeldung um +

Laut Lagezentrum des Kreises gehen die Korrekturen der Inzidenzwerte durch das Landeszentrum Gesundheit am Samstag (s.u.) auf eine Umstellung auf ein neues Meldeverfahren zurück, teilt Landrat Stephan Santelmann auf Anfrage mit.

Bislang wurde die Fälle einfach dem Tag zugeordnet, an dem sie dem LZG gemeldet wurden. Jetzt werden die Fälle jeweils dem Tag zugerechnet, an dem das Labor das Ergebnis mitgeteilt hatte. Da das Labordatum einige Tage zurück liegen könne werden die Daten rückwirkend korrigiert,

+ 17:00 Click & Collect: So reagieren Händler in GL auf Notbremse +

Weite Teile des Einzelhandels bleiben ab Montag geschlossen. Viele Einzelhandelsgeschäfte bieten ihre Waren deshalb für Selbstabholer an: „Click and Collect” nennt sich das Konzept. Dabei zeigt sich der lokale Handel sehr erfinderisch. Das Bürgerportal listet auf, wer in Bergisch Gladbach was anbietet – und nennen die Kontaktmöglichkeiten.

+ 14:23 Steinmeier-Rede zu Nachlesen und Anschauen +

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in einer Gedenkfeier an die fast 80.000 Menschen erinnert, die am Coronavirus gestorben sind. In seiner Rede sprach sprach er den Angehörigen und Erkrankten Mut zu – und rief die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. Das Gedenken war besonders den Hinterbliebenen gewidmet, die ihre Angehörigen nicht begleiten durften und denen wichtige Rituale der Trauer verwehrt blieben.

Sie können die ganze Rede hier nachlesen, ein Video der gesamten Gedenkfeier, bei der auch Angehörige von Corona-Opfer zu Wort kamen, können Sie zum Beispiel in der ZDF-Mediathek anschauen.

+ 9:43 Intensivstationen: „Mit dem Rücken zur Wand”

Seit dieser Woche sind die Intensivstationen der drei Krankenhäuser in Bergisch Gladbach voll belegt. Stellvertretend erläutern die ärztlichen Direktoren der GFO Kliniken Rhein-Berg, warum diese dritte Corona-Welle die Intensivstationen vor ganz neue Belastungen stellt. Davon betroffen sind vor allem Patienten, die eine schwere Operation benötigen. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

+ 9:15 Kreis stelle Datenmeldung am Wochenende ein +

Der Rheinisch-Bergische Kreis hat am Sonntag keine Daten an das Landeszentrum Gesundheit NRWgemeldet. Daher wird die Zahl der Neuinfektionen mit 0 ausgewiesen, die offiziell und automatisch berechnete Inzidenz in Rhein-Berg sinkt damit auf 174. Auf die Notbremse, die in Rhein-Berg ab Montag gilt, hat das zunächst keine Auswirkungen.

Am Samstag hatte der Kreis zwar Daten gemeldet, gleichzeitig aber offenbar auch viele Fälle der vorhergehenden Tage. Daher hatte das Landeszentrum die Werte für die 7-Tage-Inzidenz erheblich korrigiert (siehe unten).

Das Datenloch am Wochenende ist eine Folge der Umstrukturierung des Pandemie-Managements im Kreishaus. Landrat Stephan Santelmann will den Krisenstab schrittweise auflösen und dessen Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung integrieren. Der erste Schritt war die Auflösung einer eigenen Informationseinheit des Krisenstabs (BUMA Bürger- und Medieninformation); ihre Aufgabe hat die Pressestelle der Kreisverwaltung mit übernommen. Sie ist in der Regel am Wochenende nicht besetzt.

+ 9:03 RKI erfasst 19.185 weitere Corona-Fälle +

Das RKI hat für Samstag 19.185 Corona-Neuinfektionen gemeldet, vor einer Woche waren es 1.300 weniger. Zudem wurden 67 Todesfälle, vor einer Woche waren es 104.

Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, weil am Wochenende weniger getestet wird – und einige Gesundheitsämter am Wochenende keine Zahlen übermitteln. Dazu gehört zu ersten Mal auch der Rheinisch-Bergische Kreis (siehe oben).

Die 7-Tage-Inzidenz stieg bundesweit von 160,7 auf 162,3.

In NRW stieg die Inzidenz um drei auf 167 Fälle.

Am Freitag hatte der Kreis die Lockerung der Notbremse wieder zurückgenommen, damit müssen ab Montag die Geschäfte über den täglichen Bedarf hinaus geschlossen bleiben. Die Schulen bleiben – mit Ausnahme der Abschlussklassen – im Distanzunterricht. Alle Details finden sie weiter unten, die neuen Regeln in diesem Beitrag.

Hier beginnt der Liveblog von Samstag, 16.4.2021

+ 15:10 Impfquote in Rhein-Berg unter Landesschnitt +

Zum ersten Mal weist der Rheinisch-Bergische Kreis in seinem Statistik-Dashboard eine Impfquote aus. Sie lag demnach gestern bei 17,5 Prozent, als Quelle gibt der Kreis die KVNO an. Landesweit lag die Impfquote bereits bei 19,7 Prozent. Insgesamt sind im Kreis bisher 49.588 Personen wenigstens einmal geimpft worden, knapp 16.000 sind bereits vollständig geimpft.

+ 13:43 Zahl der Intensivpatienten fast verdoppelt +

Über die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern gibt es keine Angaben. Das DIVI Intensivregister meldet auf den Intensivstationen der Kliniken in RheinBerg 15 Coronapatienten, sieben mehr als am Vortag. 37 der insgesamt 39 Intensivbetten seien belegt, 38 Prozent davon von Corona-Patienten.

+ 13:31 Inzidenz in Bergisch Gladbach bei 219 +

Grafik: Hilger Müller

Auf der Basis korrigierte Daten (siehe unten) ist die Inzidenz im gesamten Rheinisch-Bergische Kreis auf 197 zurückgegangen, nachdem sie am Donnerstag (unbemerkt) bereits den Wert von 219 erreicht hatte. In Bergische Gladbach geht die Inzidenz aktuell leicht von 224 auf 219 zurück.

Auch in Wermelskirchen liegt die Inzidenz über 200, in Odenthal wird der Schwellenwert gerade erreicht.

+ 13:10 Gesundheitsamt weist 74 Fälle aus +

Das Gesundheitsamt weist in seinem Dashboard für Freitag im Rheinisch-Bergischen Kreis 74 Neuinfektionen aus. Davon entfallen 28 auf Bergisch Gladbach, 6 auf Burscheid, 3 auf Kürten, 6 auf Leichlingen, 0 auf Odenthal, 8 auf Overath, 10 auf Rösrath und 13 auf Wermelskirchen.

Die Zahl der akut Infizierten gibt der Kreis mit 1040 aus, am Vortag waren es 1017. In Quarantäne befinden sich 1587 Personen, am Vortag waren es 1.393.

Die schrittweise Auflösung des Krisenstabs und die Eingliederung seiner Aufgaben in die Kreisverwaltung ist für die Pressearbeit bereits vollzogen werden – und zwar in den „Regelbetrieb”. Das heißt, dass es am Wochenende keine Pressemitteilung mit den aktuellen Daten und Entwicklungen gibt. Die Daten finden sich nur im Dashboard.

+ 9:50 LZG korrigiert Statistiken erneut – 220 schon erreicht +

Das Landeszentrum Gesundheit hat wie bereits gestern seine Daten für den Rheinisch-Bergischen Kreis ein weiteres Mal erheblich korrigiert. Demnach hatte die 7-Tage-Inzidenz bereits am Mittwoch (14.4.) die 200er Grenze deutlich überschritten (siehe Grafik oben). Zunächst war der Wert mit 195 angegeben worden, gestern korrigierte das LZG auf 206 und heute ein weiteres Mal auf 212.

Auch die Inzidenz für Donnerstag (15.4.) wurde nachgebessert: an diesem Tag (an dem der Krisenstab abends über die Notbremse beriet), lag die Inzidenz nicht wie bislang bei 206, sondern schon bei 219 – bevor er am Freitag auf 197 zurückging.

Auch die Zahl der täglich erfassten Fälle wurde angepasst und weicht inzwischen erheblich von den zuvor gemeldeten Zahlen ab. Eine offizielle Erklärung für die Korrekturen gibt es bislang nicht, wir haben den Kreis um eine Erläuterung gebeten.

Bekannt ist allerdings, dass es zu Ostern und in den Tagen danach einen erheblichen Rückstau bei der zeitnahen Meldung der Daten an das LZG gab. Zudem hat der Landrat in dieser Woche begonnen, den Krisenstab abzubauen und seine Aufgaben in die normalen Strukturen der Kreisverwaltung zu integrieren.

Die lokalen Nachrichten, kompakt auf den Punkt, schicken wir Ihnen frei Haus. Morgens um 7:05 per Mail im kostenlosen Newsletter „Der Tag in GL“, oder auf Facebook oder Instagram.

+ 9:32 Landeszentrum Gesundheit meldet 67 Fälle in Rhein-Berg +

Für Freitag hat das Landeszentrum Gesundheit im Rheinisch-Bergischen Kreis weitere 31 Corona-Infektionen registriert, hinzu kommen allerdings 36 Nachmeldungen. Damit werden insgesamt 67 Fälle ausgewiesen.

Da die Fallzahl vor einer Woche, zum Teil aufgrund von Nachmeldungen, sehr hoch war, reduziert sich die 7-Tage-Inzidenz um neun auf 197 Fälle je 100.000 Einwohner. Auf die Entscheidung, ab Montag die Notbremse im vollen Umfang greifen zu lassen (siehe unten) hat das keine Auswirkungen.

+ 9:20 23,805 Neuinfektionen – Sieben-Tage-R-Wert steigt weiter +

Das RKI hat für Freitag 23.804 Neuinfektionen erfasst, vor einer Woche waren es 24.097. Zudem wurden 219 neue Todesfälle verzeichnet, zuvor waren es 246. Die Inzidenz erhöhte sich minimal von 160,1 auf 160,7.

Der Sieben-Tage-R-Wert erhöhte sich von 1,18 auf 1,24. 

In NRW stieg die Inzidenz um zwei auf 165 Fälle.

Hier beginnt der Liveblog von Freitag, 15.4.2021

+ 17:14 Land erlässt Allgemeinverfügung für Schulen +

Nach vielen Anfragen und Beschwerden von Kommunen knapp unter oder über einer Inzidenz von 200 über die unklaren Regeln des Schulministeriums (s.u.) hat das Land NRW eine Allgmeinverfügung erlassen, womit in 13 Städten und Kreisen der Präsenzunterricht für zunächst die kommende Woche weiter ausgesetzt wird. Dazu gehört auch der Rheinisch-Bergische Kreis.

+ 16:55 DRK eröffnet Testzentrum in der östlichen Innenstadt +

Der Second Hand-Laden des DRK an der Hauptstraße gegenüber der Gnadenkirche wird zu einem Testzentrum umfunktioniert. Ab Montag bekommt man dann auch hier einen der kostenlosen Bürgertests. Mehr Infos dazu hier. Alle Teststellen im Kreis-Rhein-Berg finden Sie hier.

+ 15:43 Nächtliche Ausgangssperre in Köln +

Die Stadt Köln führt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ein. Das sei ein gravierender Eingriff, aber unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.  Ab Samstag dürfen die Kölner ihre Wohnungen zwischen 21 und 5 Uhr nur mit einem wichtigen Grund verlassen. Der Krisenstab geht davon aus, dass auch alle Supermärkte um 21 Uhr schließen. Zudem gilt in Parks und Grünanlagen ganztägig ein Verbot für Alkohol, Shishas und Grillen. Die Inzidenz liegt in Köln derzeit bei 162.

+ 14:12 Bürgermeister Stein begrüßt Kehrtwende +

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Frank Stein begrüßt die Entscheidung des Kreises „uneingeschränkt”. Er hatte sich am 7. April zunächst für die Aufweichung der Notbremse durch die Testoption stark gemacht, aber jetzt sei die Lage eine andere. Daher sei es für ihn „absolut nachvollziehbar, dass der Anstieg der Inzidenzwerte in der aktuellen Dynamik keine Alternative zu den nun getroffenen Verschärfungen zulässt.“

+ 13:06 Kreis setzt Notbremse ab Montag in Kraft +

„Aufgrund des stark weiter steigenden Infektionsgeschehens” mit Inzidenzwerten von über 200 hat der Kreis Rhein-Berg beim Land um die Genehmigung gebeten, die Lockerung der Notbremse ab Montag außer Kraft treten zu dürfen. Zudem wurde entschieden, dass die Schulen für wenigstens eine weitere Woche im Distanzunterricht bleiben. Alle Infos zu den neuen Regeln finden Sie in diesem Beitrag.

+ 13:00 Inzidenz in Bergisch Gladbach steigt auf 224 +

Grafik: Hilger Müller

Die aktuellen Fallzahlen haben die Inzidenz nicht nur im Kreis, sondern inzwischen in fünf der acht Kommunen über 200 getrieben. An der Spitze liegt Wermelskirchen mit 230, Bergisch Gladbach mit 224 Fälle je 100.000 Einwohner knapp dahinter. Damit hat sich die Inzidenz innerhalb von nur zwei Wochen verdreifacht, der Spitzenwert der 2. Welle (233, am 1. November 2020) ist fast erreicht.

+ 12:56 Gesundheitsamt meldet 110 Fälle +

Das Gesundheitsamt hat für Donnerstag im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis 110 weitere Corona-Fälle bestätigt, drei mehr als das LZG sie am Morgen gemeldet hatte. In dieser Zahl sind aber auch Fälle von den Tagen zuvor enthalten, wie aus den LZG-Daten hervorgeht (s.u.).

Von den 110 Fälle wurde gezählt 43 in Bergisch Gladbach, 3 in Burscheid, 5 in Kürten, 19 in Leichlingen, 8 in Odenthal, 12 in Overath, 9 in Rösrath und 11 in Wermelskirchen.

Es gelten 84 weitere Personen als genesen, 1.017 sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.393 Personen in Quarantäne, das sind 252 weniger als am Vortag.

Laut Gesundheitsamt sind 52 Corona-Patienten in einem der vier Krankenhäuser im Kreis in stationärer Behandlung, davon acht in intensivmedizinischer Betreuung und sieben an Beatmungsplätzen. Diese Zahlen liegen leicht unter dem Vortag.

+ 12:40 Ministerium: Schulen bei drei Tagen über 200 geschlossen +

Der Interpretationsstreit, wer wann über eine Schulschließung bei hoher Inzidenz entscheidet, ist voll entbrannt. NCG-Direktor Seven Hees spricht im WDR von Chaos. Die Anfragen des Bürgerportals im Bildungsministerium dringen nicht durch. Der WDR berichtet auf Basis eigener Informationen aus dem Ministerium, dass die Inzidenz in einem Kreis zunächst drei Tage über 200 liegen müsse. Dann könne der Kreis in Absprache mit dem Ministerium eine Schulschließung verfügen.

+ 10:45 LZG korrigiert Daten: 200er Grenze gestern überschritten +

Das Landeszentrum Gesundheit korrigiert seine Daten kontinuierlich, in der Regel ist das aber nur in geringem Umfang nötig. In der vergangenen Nacht hat das LZG jedoch 41 Fälle für den Rheinisch-Bergischen Kreis am Vortag nachgetragen. Daher war die 7-Tage-Inzidenz bereits mit den Fällen von Mittwoch über die Marke von 200 gestiegen, und nicht erst am Donnerstag.

Die folgende Tabelle zeigt die korrigierten Werte für die 7-Tage-Inzidenz in Rhein-Berg an:

Beim Ergebnis ändert sich nichts: Von den heute früh gemeldeten 107 Fällen gehören 41 zum Vortag und „nur” 66 zum Donnerstag. Auf Basis dieser Zahlen verändert sich die aktuelle Inzidenz nicht, sie war nur schon früher erreicht worden.

Allerdings hat sich damit die Datenbasis für die Sitzung des Krisenstabs gestern Abend verändert: demnach wusste der Krisenstab bereits, dass die Inzidenz im Kreis über 200 liegt.

+ 9.53 Hausärzte können zwischen Astrazeneca und Biontech wählen +

Die Arztpraxen dürfen selbst entscheiden, welchen Impfstoff sie verimpfen wollen. Sie können bei der Bestellung der Vakzine entscheiden, welche geliefert werden sollen, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit. Die Praxen haben die Wahl zwischen 18 und 30 Dosen Biontech- und 10 bis maximal 50 Dosen Astrazeneca.

+ 9:22 Landrat entscheidet über Schul-Schließung +

Städte und Kreise mit einer Inzidenz über 200 sollen laut Gesundheitsministerium Gebauer die Schulen für den Präsenzunterricht schließen und nur noch eine Notbetreuung anbieten. Für Abschlussklassen könne es Ausnahmen geben. Konkret läuft das aber offenbar anders: Auf Nachfrage des WDR erklärte das Gesundheitsministerium, dass die Schließung nicht automatisch erfolgen müsse – sondern im Einzelfall vom Kreis entschieden und immer mit dem Ministerium besprochen werden. Die einschlägige Schulmail vom 14.4. lässt Details offen.

Der Krisenstab des Kreises hatte gestern Abend mit Landrat Stephan Santelmann über weitere Maßnahmen beraten; Anfragen zu den Ergebnisses wurden bislang nicht beantwortet.

+ 6:32 Inzidenz steigt in Rhein-Berg auf 206 +

Für Donnerstag hat das Landeszentrum Gesundheit in NRW weitere 107 Fälle gezählt. Damit steigt die 7-Tage-Inzidenz ein weiteres Mal deutlich um 15 auf jetzt 206 Fälle. Mit diesem Wert wird auch der Höchstwert der zweiten Welle (197) deutlich überschritten.

In Bergisch Gladbach war die Inzidenz schon gestern auf 211 gestiegen.

Bei Inzidenzwerten über 200 sollen in NRW die Schüler:innen (mit Ausnahme der Abschlussklassen) nicht in den Präsenzunterricht zurückkehren. Der Krisenstab hatte gestern Abend über weitere Maßnahmen beraten, Ergebnisse wurden bislang nicht veröffentlicht.

+ 6:23 RKI meldet 25.831 Neuinfektionen +

Das RKI hat für Donnerstag 25.831 Neuinfektionen erfasst, knapp 400 mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz wird unverändert mit 160 angegeben. 247 weitere Menschen starben. Der 7-Tage-R-Wert wird mit 1,18 angegeben.

In NRW erhöhte die die Inzidenz um vier auf 163.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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