Trio farfarello begeistert auf der Waldbühne

Mit einem Instrumentalmix aus osteuropäischer Folklore, Rock- und klassischen Elementen hat das Trio farfarello ein mitreißendes Konzert auf der Waldbühne von Pütz-Roth gegeben, im Rahmen der neuen „Open Stage”-Reihe. Eine Performance der Gruppe Neun sorgt allerdings für Diskussion. Schauen Sie selbst.

„Gerade  in den  aktuell  eingeschränkten Zeiten sind wir froh, die Waldbühne Pütz-Roth und deren Infrastruktur für die Kunst zur Verfügung stellen zu können“, sagt David Roth anlässlich der ersten Open-Air Veranstaltung in 2020.

David Roth und Mani Neumann

Er betont weiter: „Für uns ist es nicht ungewöhnlich, an diesem Ort,  der ein Friedhof  ist,  Konzerte  und Veranstaltungen umzusetzen, so  den Ort der Trauer auch mit Glück zu füllen.“ Der Abend startete mit einer Performance der Gruppe Neun, bevor das Trio farfarello die Bühne in positive  Schwingung versetzte. 

Absolut passend dazu der Titel des Konzertes: „Dem Glück auf der Spur“. In diesem Rahmen präsentierte die Gruppe Neun am 25. Juli das Trio farfarello. Musiker, die seit 40 Jahren in der Musikszene ein Begriff sind. Mit einem vor Energie und Lebenslust sprühenden Auftritt feierten sie an diesem Abend ihr 40jähriges Bühnenjubiläum.

Ohne Unterbrechung faszinieren Mani Neumann (Geige, Piano und Blockflöte), Ulli Brand (Gitarre) und Bassist Urs Fuchs als dynamisches Trio die Bühnen Deutschlands. 20 Tonträger, über 5000 Konzerte und die Zusammenarbeit mit Musikern unterschiedlicher Nationalitäten haben farfarello zu einer Institution für multinationale, kulturübergreifende Musik gemacht. 

Mani Neumann: 2020 ist nicht nur das Jahr in dem Corona uns lähmt, es ist auch das Jahr unseres 40jährigen Bestehens. Vor allem aber ist es das Beethoven-Jahr. Und deshalb haben wir uns gedacht, wir müssen den Komponisten mit auf die Bühne bitten, was wir jetzt auch tun.“ 

Sanft gestaltete sich der musikalische Einstieg in Beethovens wohl bekannteste Komposition „Freude schöner Götterfunken“ um dann in einen Wasserfall von sprühenden Instrumenten einzutauchen. Da erreichte dann auch der Applaus der rund 300 Gäste sogar die Baumwipfel. 

Geiger Mani scheute nicht den Kontakt mit dem Publikum. Servierte sein pulsierendes Gitarrenspiel auch außerhalb der Bühne, verschwindet plötzlich um dann wieder rasant auf der Bühne zu agieren.

 Sprühend  auch die Interpretation „Säbeltanz“ des Komponisten Chatschaturjan. Der Geigenbogen rast über die Saiten und die Gitarristen entlocken ihren Instrumenten nicht weniger heiße Tonlagen. Drei  perfekte Musiker on Tour. Davon konnten sich die Zuhörerinnen und Zuhörer  – nicht nur bei deren Solointerpretationen –  überzeugen.

Die Virtuosität handgemachter Instrumentalmusik aus osteuropäischer Folklore, Rock- und klassischen Elementen entfesselte zu Beginn der 1980er Jahre die nachhaltige Karriere dieser außergewöhnlichen Band. Ihr neues Album der Band trägt den Titel ZeitZone.

Hier begeben sich die Musiker auf eine musikalische Reise durch die eigene Geschichte. Sie treffen klassische und folkloristische Einflüsse in 14 neuen instrumentalen Werken auf moderne Grooves. Mit der klassischen Triobesetzung (Urs Fuchs am Bass), ergänzt mit Perkussion (José Cortijo) und Schlagzeug (Ulf Stricker) und durch die Zusammenarbeit mit Streichquartett und großem Sinfonieorchester sind auf dem neuen Album vielschichtige Arrangements entstanden. 

Die Performance! 

Die Performance zum Thema „Krieg und Frieden“ wurde von der Gruppe Neun präsentiert. David Roth unterstützt die Aktivitäten der Gruppe Neun seit nunmehr 3 Jahren. Die Gruppe Neun e.V. ist ein Kunst- und Kulturverein im Bergischen Land mit Sitz in Overath. 

Die Vorführung beginnt…

Aus den Lautsprechern schallt die Stimme von Rio Reiser. Seine Komposition  „Der Krieg“ bildet den Einstieg in das Thema Krieg und Frieden, mit dem man sich hier auf eigenwillige und  verstörende Art auseinandersetzt, die bei Anwesenden Fragen, auch Unverständnis aufwirft.  

Ein weißer Vogel  in Freiheit und Frieden unterwegs gleitet zu Klängen von Otto Dix (Indigo) und auch  Diary of Dream (Daemon)  über die Bühne, breitet seine großen Schwingen aus.  Er büßt an diesem Abend  seine Freiheit ein, wird des Geldes wegen verkauft, kommt in Gefangenschaft, wird angebunden,  erlebt in Folge Fesselungen, schwebt trostlos gefangen mit roten Seilen gefesselt auf der Bühne.

Doch dann – die Wende.  Rote Stricke am Körper werden entknotet, die Flügel  kommen wieder in Bewegung. Der Befreier lächelt. Er hat sich zum Friedvollen orientiert. Das Wesen befreit, das er zuvor des Geldes willen an einen Daemon (Fesselungskünstler – Gast auch dem Verein für angewandte Seilkunst) ausgeliefert hatte.

Den weißen Vogel der Freiheit und des Friedens hat Isabelle Casel in Bewegung gesetzt. Sie sagt  in dem Zusammenhang: „Wir müssen ein System finden, dass  Menschen davor bewahrt,  sich selbst oder der Natur bzw. der Welt zu schaden.   Um Krieg zu überwinden müssen wir begreifen was er bedeutet.“

Das die Art der Performance „Krieg und Frieden“ das Publikum verunsicherte ist nachvollziehbar. Die Szenen des an Stricken hängenden weißen Wesens setzten Gedanken an  das Sado-Maso-Millieu frei. Die mit roten Seilen vom „Daemon“  zelebrierte Fesselung bringt man mit den Begriffen sexistisch und frauenfeindlich in Verbindung.

Die hier präsentierte Interpretation der Thematik „Krieg und Frieden“ war eine aufreibende „Vorspeise“, die ein perlend positives Konzert entspannte.

Weitere Infos: Website farfarello, Veranstaltungen Pütz-Roth

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Good Vibes: Graffiti-Kunst mit positiver Schwingung

Auf dem Refrather Kirchplatz haben Jugendliche ein Graffitiprojekt des Krea Jugendclubs umgesetzt. In den vergangenen Sommern war es dort zu Vandalismus gekommen. Das Graffiti „Good Vibes“ soll nun eine freundliche Atmosphäre vermitteln. Jetzt wurde das Ergebnis vorgestellt.

Der Schriftzug „Good Vibes“ ziert mit farbenfrohen Motiven die Mauer auf dem Refrather Kirchplatz. In den Sommerferien wurde hier ein Graffitiprojekt für Jugendliche aus Bergisch Gladbach umgesetzt, das vom Krea Jugendclub und dem Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach organisiert wurde.

Good Vibes bedeutet gute Schwingungen, aber auch positive Energie, ebensolche Gefühle und Ausstrahlung. Die Idee zu “Good Vibes” stammt von der 15jährigen Teilnehmerin Emma Novak.

Die Jugendlichen haben sich für dieses Motiv entschieden, da sie es wichtig finden, dass auf einem öffentlichen Platz (Kirchplatz), auf dem sich mehrere Generationen treffen, eine gute Stimmung und freundliche Atmosphäre ist. Daher haben sie sich auch für freundliche Farben und Motive, wie etwas das Friedenszeichen (Peace), entschieden.

Foto: Helga Niekammer

„Wir sind froh, dass die Jugendlichen die Chance dazu bekommen haben, einen so prominenten Platz nach ihren eigenen Vorstellungen mitzugestalten“, freut sich Kirchenvorstand Egon Plattner von der Gemeinde St. Johann Baptist.

An insgesamt fünf Terminen hatten neun Jugendliche aus Bergisch Gladbach mit Unterstützung der beiden Dozenten Puya Bagheri und Lukas Domke die Möglichkeit, den Ort nach ihren eigenen Vorstellungen umzugestalten.

Dozent Puya Bagheri verweist auf die intensive Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. Gemeinsam entwickelten sich die Ideen zum Projekt, man ergänzte sich bei der Gestaltung, hatte trotz allem auch die Chance sich auf Flächenbereichen selbst zu verwirklichen. Zwei Ebenen, die eine wichtige Verbindung eingehen, so die Dozenten.

Organisiert wurde das Projekt durch den Krea Jugendclub (Leitung Sigrid Brenner), der seit vielen Jahren eine Graffitigruppe hat, in dem regelmäßig gemeinsam gesprayt wird.

Foto: Helga Niekammer

Die Finanzierung erfolgte durch Fördermittel des Landesprogramms „Wertevermittlung, Demokratiebildung und Prävention von sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

Zwar ist der Kirchplatz an St. Johann Baptist ein beliebter Treffpunkt für Familien, Kinder und Jugendliche, allerdings kam es im Sommer 2018 und 2019 vermehrt zu Lärmbelästigungen und Vandalismus. Daraufhin hat die Kirchengemeinde die Arbeitsgemeinschaft Kirchplatz gebildet, die sich um kreative Lösungen bemüht hat.

Nach Absprache mit Boris Graue und Martina Sussenburger vom Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach kam man zu dem Entschluss, den Platz positiv nutzen zu wollen: „Wir wollten den Ort als attraktiven Treffpunkt für alle Menschen erhalten, statt durch Abschreckung und Kontrolle Menschen fernzuhalten.

So entstand die Idee zum Graffitiprojekt“, sagt Martina Sussenburger vom Jugendamt. Von der Idee waren Kirchenvorstand, die AG Kirchplatz und auch Michael Müller, der Eigentümer der Wand, sofort begeistert. Ebenso ist man es auch vom nun weitaus abgeschlossenen Projekt.

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich selbst ein Bild von der neu gestalteten Wand zu machen. Die Jugendlichen, die Kirchengemeinde, der Krea Jugendclub, das Jugendamt und alle Beteiligten freuen sich besonders über positive Rückmeldungen zu ihrer Arbeit. 

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Beeindruckende Kunstwerke aus dem Krea-Jugendclub

Im Krea/Krea-Jugendclub fand eine Kunstwoche statt, in der beindruckende, authentische Arbeiten von Jugendlichen entstanden. Bei „Art4You” konnten die Künster ihren Ideen freien Lauf lassen. Die Gruppe in „Anno 1800″ ließ eine Modellbaustadt entstehen.

Vier Jungs und vier Mädels präsentieren mit strahlenden Gesichtern ihre Arbeiten, die sie in dem Kursus Art4You im Verlauf der Ferienaktion Krea/Krea-Jugendclub (13.7. bis 17.7.) geschaffen haben. Eine beeindruckende Kunstwoche, in der authentische Werke entstanden und visualisiert wurde, was in den Köpfen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorging.

Dozent Gregor Zootzky sagt: „Das war die coolste Kindergruppe, die ich je hatte”. In dieser Kunstwoche sprudelten die Ideen von begeisterten Kindern und Jugendlichen und nahmen als Malereien, Zeichnungen, Drucken, Tonarbeiten, Stein- und Holzskulpturen Gestalt an.

Simon zeichnete Naruto-Figuren mit Superkräften, die er anschließend mit Linoldruck umsetz. Er freut sich über die vielen Materialien und vor allem die Freiheit, das nicht alle das Gleiche tun müssen. Man kann hier vieles versuchen und auch mal was falsch machen“, stimmt Jana zu und Hanna und Bo fühlen sich wohl unter den „netten Menschen”.

Paul lässt genüsslich Farben auf die Leinwand träufeln, es entstehen „Bilder mit Charakter und Mischmasch“, Fantasiewesen aus Harry Potter, ein blaublütiger Pandabär von Martha, Tonarbeiten und ein Schiff als Pappmodell. Luca beschäftigt sich mit graffiti-characterizing und zeichnet aus der Fantasie interessante Köpfe in schwarz/weiß auf seine Leinwand.

Ebenso vielschichtig gestaltete sich die Arbeit zum Projekt „Vom Computerspiel zum Modellbau – Anno 1800“.

Ein Workshop der speziell auf die Interessen von Jungen ausgerichtet wurde. Sieben Schüler starteten hier mit Eifer und viel Phantasie in die Umsetzung eines Strategiespiels rund um eine Stadt. Doch bevor die Stadt virtuell auf dem Bildschirm erscheinen konnte, war Handarbeit angesagt.

Häuser, Bäume, Straßen, Autos etc. wurden aus Pappe und anderen Materialien gefertigt und auf Plattformen installiert. In dem Projekt spielte man gemeinsam am PC ein Aufbaustrategiespiel und versuchte darin eine Gesellschaft zu erschaffen, in der die simulierten Bürger ein weitgehend sorgenfreies Leben führen können.

Dozent Ralf Kietz beschreibt das Medien- und kreativitätspädagogische Projekt im Krea-Jugendclub – Vom Computerspiel zum Modellbau so:

Anno 1800 ist ein Aufbaustrategie und Wirtschaftssimulation. Spielende haben die Aufgabe eine Stadt zu vergrößern, zu industrialisieren und zu expandieren. Das Setting zur Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts angelegt, also dem Übergang von ländlichen Strukturen hin zu einer urbanen Gesellschaft.

Das grundlegende Spielziel in Anno 1800 ist immer das gleiche. Vergrößere deine Stadt, stelle deine Bevölkerung zufrieden und achte auf dein Geld. Denn neben der reinen Aufbaustrategie werden Spielende hier auch mit einer eigenen Wirtschaft konfrontiert. Jedes Gebäude hat laufende Kosten, die Bewohner*innen besitzen ein eigenes Vermögen, was sie ausgeben wollen und es kann auch Handel mit anderen aufstrebenden K.I. Städten betrieben werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ferienaktionen kommen aus dem Einzugsbereich Bergisich Gladbach, aber auch aus dem nahen Kölner Raum.

Kinder und Jugendliche waren sich einig: „Solch eine Ferienfreizeit machen wir gerne wieder.”

Gefördert wurden die Aktionen durch das Landesjugendamt des LVR-Rheinland

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Weltmeister Style: 5 Jungs produzieren Musikvideo

Im Rahmen des Sommerferienprogramms der KREA haben Janis, Paul, André, Clemens und Leon einen Song komponiert, eingesungen und dazu noch ein cooles Video produziert. Schauen Sie selbst.

Bei den Aktivitäten rund um den KREA Kulturrucksack 2020 haben 5 Jungs den Song „Weltmeister-Style” feat. Janis, Paul, André, Clemens & Leon selbst komponiert und dazu ein cooles Video gemacht.

In dem Projekt wollten sie zeigen, was sie über Motivation beim Fußball denken. Kurz entschlossen haben sie dazu diesen Song geschrieben und produziert unter der Leitung von Music-Coach Philipp Godart. 

Es handelt sich um ein Projekt der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach und dem Krea-Jugendclub mit freundlicher Unterstützung des Kultur-Rucksack NRW.  Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) und das Kulturbüro Bergisch Gladbach.

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20 Kinder wurden beim „Krea-Kultur-Sommer 2020“ kreativ

Mit beschränkter Teilnehmerzahl, aber großer Produktivität, fand die Kultur-Woche der Kreativitätsschule in Refrath in der ersten Ferienwoche statt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Leider konnten nur weitaus weniger Kinder als in den Jahren zuvor am „Krea-Kultur-Sommer 2020“ teilnehmen. Bedingt durch die besonderen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen starteten nur 20 Kinder und Jungendliche in die Kulturwoche, also halb so viele Kids wie in den vergangenen Jahren. Trotz der Auflagen wurde es eine beeindruckende Kultur-Woche, die den Kids die Möglichkeit gab, gemeinsam ihre kreativen Stärken zu zeigen. 

Sie können die Bilder mit einem Klick groß stellen und sich dann per Pfeiltasten durch die Galerie bewegen

Jungen und Mädchen machten begeistert mit in den Workshops, offenen  Ateliers und Urban Dance. Die Dozentinnen und Dozenten Caroline, Malu, Arnold und Lorenzo (Atelier) sowie Daniel (Tanzgruppe) freuten sich am Freitag gemeinsam mit den Kindern über eine gelungene Präsentation.

Zahlreiche Familienmitglieder und Freunde besuchten die Präsentation. Sie lobten die vielfältigen Werkarbeiten und spendeten intensiven Applaus für die Tanzperformance.

Die im Kultur-Sommer entstandenen Kunstwerke sind absolut authentisch und stark im Ausdruck. Es gibt 3-D Bilder, wo aus dem selbstgestalteten Hintergrund Figuren und Objekte heraustreten. Rund um Blumen, Tiere, Flugzeuge, Formen gab es Geschichten zu sehen und zu erleben. 

In der Tanzgruppe entwickelten die „Black and white girls“ eine dynamische Tanz– und Bewegungschoreographie. Die Gruppe überzeugte mit den jeweiligen Stärken der Mädchen, die sich in einer mitreißenden Choreografie präsentierten. 

Bei der Abschluss-Präsentation auf dem Außengelände (Abstand und frische Luft garantiert) zeigten die Teilnehmenden, was sie mit viel Fleiß und Kreativität in dieser Woche erarbeitet haben. Die einzelnen Stationen wurden von den Kids gestaltet und inszeniert. 

Die geschaffenen Kunstwerke konnten die kleinen Künstlerinnen und Künstler mit nach Hause nehmen. In der Krea blieb nur ein gemeinsam gestaltetes großflächiges Detail-Kunstwerk, das man vorsichtig ins Haus transportierte.

An dieser Arbeit wurde täglich gemeinsam gewerkelt, bevor man in die einzelnen Gruppen startete. Das Ergebnis wird an einer großen Wand einen Ehrenplatz erhalten, versprach André Eigenbrod, stellvertretender Leiter der Kreativitätsschule Bergisch Gladbach e.V. Ein Dank ging auch an alle Aktiven, die mit geholfen haben, diese Kultur-Sommer-Woche so erfolgreich zu gestalten.

Gefördert wird das Kulturprojekt durch den Landschaftsverband Rheinland.

Kontakt: www.krea-online.de  




Bensbergs neues „Schlosslädchen“ setzt auf regionale Produkte

An diesem Donnerstag eröffnet Ursula Wintgens mit ihrem bekannten „Multi-Kulti-Team” ihren zweiten Rewe-Markt – im Erdgeschoss der neuen Bensberger Schlossgalerie. Wir haben uns das „Schlosslädchen” schon angeschaut – und einige Besonderheiten entdeckt.

„Wir sind stolz auf unser „Schlosslädchen“  sagt Kauffrau Ursula Wintgens, die am Donnerstag in der Bensberger Schlossstraße im Erdgeschoss der neuen Schlossgalerie einen weiteren Rewe-Markt eröffnet.

Ursula Wintgens mit ihrem bewährten bunten Team

Sie legt viel Wert auf ein ausgewogenes Angebot regionaler Produkte. Das bezieht sich unter anderem auf Fleisch, Getränke, Backwaren, Spirituosen, Eier und mehr. Wer sich im neuen attraktiven Supermarkt umschaut entdeckt ein umfassendes Waren-Angebot, dass nach modernen, großzügigen Konzepten präsentiert wird – und interessante historische Ansichten von Bensberg.

Zur Eröffnung des „Schlosslädchen“ gratulierte bereits die Interessengemeinschaft Bensberger Handel und Gewerbe. Die Vorstandsmitglieder Wolfgang Krauss, Christian Walter (Bensberger Bank) und Georg Daubenbüchel (Tisch + Trend) wünschten einen guten Start und weiterhin viel Erfolg.

Ursula Wintgens mit Georg Daubenbüchel

Ursula Wintgens schenkten sie  ein filigranes Kästchen-Objekt. Gestalterisch hat hier Wolfgang Krauss die Ansicht der Baustelle „Schlossgalerie“  mit Grundsteinlegung und einer Bemerkung zum immer verzögerten Baubeginn gestaltet, inklusive  Bagger und einer Klappkarte.  Geschenkgutscheine der IBH werden im Schlosslädchen auch entgegengenommen.

Im Hintergrund: Wolfgang Krauss, Ursula Wintgens, Christian Walter

Verbunden mit den besten Wünschen der IBH  gab es aber auch Blumenarrangements. So den besonders großen Rosenstrauß, den der Vater von Ursula Wintgens im Arm hielt.

Er war schon am Mittwoch aus den Niederlanden nach Bensberg gekommen. Der Vater der Geschäftsfrau  wollte sich in Ruhe im großzügigen Ladenlokal umsehen, auch den technischen Bereichen inspizieren. Beispielsweise die moderne Anlage für die Rückgabe von Pfandflaschen, die den Kunststoff vor Ort zerkleinert.

Viel Arbeit und Koordination ging der Eröffnung voraus. Nach ursprünglicher Planung hätte sie bereits vor vielen Monaten stattfinden sollen. Das hieß auch: immer wieder neue Planungen rund um die Einstellung neuer Teammitglieder. 

Auf 1260 Quadratmeter wirkt jetzt ein „Multi-Kulti-Team“, wie es sich im ersten Markt von Ursula Wintgens am Sattlerweg längst bewährt hat.

40 neue Arbeitsplätze sind entstanden. Fünf Mitarbeiter sind aus dem Team am Sattlerweg umgezogen. Damit bietet Wintgens 72 Menschen einen abwechslungsreichen und sicheren Arbeitsplatz.

In beiden Märkten werden zwei junge Nachwuchskräfte ausgebildet. Die Führung des jeweiligen Marktes übernimmt eine Doppelspitze: Im Sattlerweg Tina Schneider und Kristof Takarics und in der Schlossstraße Marc Raabe und Jacqueline Schaul. Geöffnet ist der Markt täglich von 7 bis 22 Uhr.

Wintgens und ihr Team sind weit über die Stadtgrenzen hinaus für soziales Engagement bekannt.  „Unser Engagement ist keine Eintagsfliege“ sondern ein andauernder Prozess, meine persönliche Lebensaufgabe, betont die engagierte Geschäftsfrau.

Ihr ist es wichtig, Werte und Einstellungen an das Team und die Mitmenschen weiterzugeben. Aktuell freut sich die mit über 15 Auszeichnungen belohnte Kauffrau auf einen verdienten Urlaub.

Ein Tipp noch für die Kundinnen und Kunden, ganz abseits vom Einkauf: Schauen Sie sich den kleinen Kinder-Kaufmannsladen unter der Plexiglocke an: Hier sieht man, wie ein Lebensmittelmarkt Mitte der 50er Jahre bestückt  war. Zierliche Verpackungen, bei denen nicht nur das Maggi-Fläschchen Erinnerungen wecken dürfte, bei Oma und Opa.

Dieses kleine  Modellgeschäft ist das Geschenk einer Freundin an Ursula Wintgens. „Es macht Spaß und entspannt die Gedanken“ das hier zu betrachten, freut sich Ursula Wintgens.

Sie verrät auch: Ihr Lieblings-Bensberg-Archiv-Foto im Schlosslädchen ist das mit den flotten Herren mit ihren Rädern, die der Bensberg-Kulisse doch richtig gut stehen. Siehe Beweisfoto! Die historischen Foto-Aufnahmen stammen allesamt aus dem Stadtarchiv Bergisch Gladbach.

Seit mehr als 20 Jahren führt Ursula Wintgens bereits den Rewe-Markt auf dem Sattlerweg 8, auch bekannt als „Lädchen“. Mit ihrem neuen Markt, liebevoll „Schlosslädchen“ genannt, versorgt sie und ihr Team  jetzt auch die Bensberger Innenstadt. 

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Kasper, Klausmann, kölsche Tön: Bensberg macht sich für Puppenpavillon stark

Kölsche Lieder, Geschichten aus dem alten Köln, ein ausgebüxter Bergischer Löwe,  das kleine  Hummellofant, Sonnenschein und viel Applaus gab es am Sonntag im Klausmann. Hier startete in fröhlicher Runde ein Benefizkonzert  zur Rettung des Puppenpavillons.

Das Konzert zur Rettung des Puppenpavillons veranstaltete der  Refrather karnevalistische Freundeskreis  De Mählwürm. Mike Müller, mit erst 17 Jahren bereits Prinz im letzten Refrather Dreigestirn und aufstrebender Mundartsänger, präsentierte in seinem ersten Soloauftritt absolut gelungen einen Reigen  kölscher Lieder. 

Sie können die Fotos in der Galerie mit einem Klick groß stellen und mit dem Pfeil rechts weiter wandern. Fotos: Helga Niekammer

Alle Künstler traten ohne Honorar auf. Gastronom Jan Gyr stellte den gemütlichen Biergarten des Bensberger Gasthauses Klausmann kostenlos zur Verfügung.

Kölns Urgestein Heribert Malchers, 26 Jahre lang Intendant des Hänneschen-Theaters begeisterte mit fröhlichen kölschen Geschichten rund um den Friseur im Hause und plauderte auch aus dem Nähkästchen über seine Begegnungen mit Willy Millowitsch in dessen Theater er einst als Schauspieler wirkte.

Derweil blinzelten die in Körbchen gebetteten kleinen, niedlichen Hummellofanten in den Biergarten.  Dieses gehäkelt und gewerkelte Spielzeug  (jedes Teil ein Unikat) konnte gegen eine Spende erworben werden. Gefertigt  wurde das Phantasie-Tierchen  mit viel Engagement von der Frauen-Runde „De Mählwürm“.

Wie es zum Hummelofant kam und was er verkörpert, dieses Geheimnis lüftete Gerd J. Pohl mit seinem Vortrag „Die Hummel“, den  Beobachtungen zur ermatteten Hummel und einem starken Rüssel.

Überraschend tauchte an diesem Nachmittag im Biergarten der Bergische Löwe auf.  Der König der Tiere hatte seinen ursprünglichen Platz auf dem Gladbacher Bürgerhaus verlassen. Will sich jetzt besonderen Aufgaben zuwenden, ließ Pohl verlauten. Es geht da wohl um Heimatkunde, ein Filmprojekt, oder so. Nah warten wir mal ab, bis das Geheimnis völlig gelüftet wird.

DANKE sagt Gerd J. Pohl, Leitung Puppenpavillon:

Mich hat der gestrige Abend extrem bewegt. Ein solch geballtes Zeichen der Wertschätzung, Freundschaft und Solidarität berührt die Seele. Für dieses Erlebnis ein liebes “Vergelt’s Gott!” – und auch für die Spendensumme von 628,80 €, die meine kühnsten Hoffnungen übertroffen hat und unserem Förderverein eine enorme Hilfe ist in dieser schwierigen Zeit. Besonderen Dank an alle, die gestern aktiv dabei waren und den Abend mit ungeheurem Elan und Fleiß vorbereitet haben.

Höchst erfreulich auch, dass eine ganze Reihe von Persönlichkeiten aus der Bergisch Gladbacher Politik anwesend waren, darunter die Bürgermeisterkandidaten Christian Buchen und Frank Stein, der Leiter des Fachbereichs für Schule, Sport und Kultur, Dettlef Rockenberg, und als Stadtratsmitglieder (soweit ich sie in der Menge entdecken konnte) Annette Glamann und Sascha Keimer.

Eure Teilnahme war mir ein ganz, ganz wichtiges Zeichen, dass Euch die Kultur in dieser Stadt wichtig ist, und ich bitte Euch von Herzen, Euch auch zukünftig für die freie Szene stark zu machen. Insbesondere diejenigen unter uns, die von ihrer künstlerischen Arbeit leben, stehen derzeit nicht selten vor einem Scherbenhaufen und brauchen DRINGEND Eure schützende Hand.

Glücklich über die großartige Hilfe sind auch Paschalis Lüders und Tobias Naudi (Vorstand Theater im Puppenpavillon). Sie betonen: „Bensberg braucht das Theater“. Wir sagen: „Herzlichen Dank für diese tolle Unterstützung.” Insgesamt kamen 620 Euro für den Förderverein zusammen.

Hinweis der Redaktion: Informationen, wie Sie den Förderverein des Theaters im Puppenpavillon und andere Bergisch Gladbacher Künstler unterstützen können, finden Sie in unserem Spendenportal sowie auf zusammenhalt.gl.

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Bensberger Mauerbau schreitet rasch voran

SCHLOSSTREPPE prangt in Versalien auf hellem Stein. Der Schriftzug schmückt eines der steinernen Elemente, die in leichtem Bogen von der Schlossstraße hoch zum Alten Markt führen – und die neue Mauer an der künftigen Freitreppe bilden.

Die in der Vergangenheit stark umstrittenen Stützmauer besteht aus insgesamt 19 riesigen Betonelemente, davon sind am Dienstag bereits 18 mit Hilfe des starken Krans und ebensolchen Facharbeitern in Position gebracht worden. Das letzte noch fehlende Element soll am Mittwoch geliefert und eingebaut werden.

Sie können sich mit den Pfeiltasten links und rechts in den Fotos durch die Galerie klicken.

Seit Ostern hatten die Arbeiten an der für die Eröffnung der Schlossgalerie dringend nötigen „Schlosstreppe“ geruht. Zunächst mussten alle Teile vor Ort sein, dann konnte der teure Riesenkran anrücken und die Teile zügig verbauen.

Als nächstes soll jetzt die Verlegung der Treppenstufen folgen. Es ist damit zu rechnen, dass auch dieser Arbeitsgang  die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zieht. Der „Mauerbau“ jedenfalls war „großes Kino“ vor blauem Himmel. 

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„Desinfektion, Maske, Abstand – und die gute Laune nicht verlieren“

In Bensberg und Refrath sind viele Inhaber am ersten Tag der Wiedereröffnung mit dem Besuch der Kunden zufrieden. Dass es weiterhin viele Einschränkungen gibt, störe nicht groß, Optimismus ist das Gebot der Stunde.

„Es läuft ruhig an und wird sich einspielen“, sagt Hermann-Josef Wagner, Inhaber von Foto Wagner. Als Vorstandsmitglied der IG Refrather Handel steht er mit den anderen Händlern im direkten Kontakt. Dass Feste, wie z.B. das Kirschblütenfest ausfallen, sei ein harter Schlag.

Grundsätzlich aber sei die Händlerschaft optimistisch, die Krise zu bewältigen. Wagner lobt die Entscheidungen der NRW-Regierung ausdrücklich: sie habe schlimmere Folgen verhindert.

Hermann-Josef Wagner im Fotomedientreff Wagner

In Refrath und Bensberg, wie auch in der Gladbacher Innenstadt, waren die Geschäfte für Bekleidung, Schuhe, Parfüm und viele anderen Waren zum ersten Mal seit fast fünf Wochen wieder offen.

Mode Röhr in Refrath

Hier folgen viele Kunden dem Ratschlag, in den Geschäften eine Maske zu tragen. Ob es in der Schlange beim Bäcker war, im Modegeschäft oder am Bankschalter, die Masken waren vertreten.

In Weyer’s Bistro hat Wirtin Manuela Jünger die Zeit genutzt, die Gaststätte zu renovieren, auch der Biergarten ist schon hergerichtet. Jünger hofft sehr, dass auch die Gastronomen bald wieder ihre Tore öffnen dürfen – auch wenn es dafür noch keinerlei Signale gibt.

Manuela Jünger

Der Punkt „Sicherheit“ spielte bei allen wieder geöffneten Geschäften eine große Rolle. Abstand halten, Desinfektion nutzen,  gesonderte Ein/Ausgänge benutzen, abwarten bis man eingelassen wird. So dürfen in zahlreichen kleineren Ladenlokalen nur zwei Personen gleichzeitig einkaufen. 

Geschäfte mit einer größeren Fläche haben auch ein bestimmtes Limit an Kundschaft, die gleichzeitig im Laden sein darf, betont Ulrike Haeger von InterSport Haeger in Bensberg. Hier passieren die Kunden am Eingang eine Sicherheitssperre. Desinfektionsmittel für die Hände stehen bereit.

Das Team von Haeger trägt gelbe Westen. Auf denen wird signalisiert: „2 Meter Abstand“ einhalten.  Ulrike Haeger ist Mitglied der Interessengemeinschaft Bensberger Händler (IBH). Auch sie ist zuversichtlich, dass sich die Änderungen einspielen und die Kunden ihr Einkaufsverhalten anpassen und man gemeinsam diese große Aufgabe stemmt. 

Susanne und Frank Kramm (Die Einkleider) aus der Nikolausstraße haben ihr Schaufenster zur Wartezone mit Sitzkissen erweitert. „Hier wartet man doch mit bester Sicht, freute sich auch Olaf Schmiedt, Vorstand der Bensberger Bank.

Die Einkleider selbst sind sich einig: „Desinfektion, Gesichtsmasken, zwei Meter Abstand – aber trotzdem die gute Laune nicht verlieren“, das ist wichtig.




Ein stiller Tag in Bensberg

Unsere Fotoreporterin Helga Niekammer hat den sonnigen Tag genutzt, um das Leben in Bensberg in Zeiten von Corona zu dokumentieren. Natürlich mit dem gebotenen Abstand zu den Menschen. Aber das war nicht schwer. Schauen Sie selbst.

Sie können mit den Pfeilen durch die Bilder klicken, auf dem Handy einfach wischen. Ein Klick stellt die Bilder groß.




Heidkamper Kinderdreigestirn verteilt Strüßjer an SeniorInnen

Kinderdreigestirn Heidkamp mit Laura Feldhoff (Wohnpark) und einer glücklichen Bewohnerin 

Die BewohnerInnen im Wohnpark Lerbacher Wald freuten sich am Aschermittwoch über einen liebenswerten Besuch: Das Kinderdreigestirn des Bergisch Gladbacher Ortsteils Heidkamp war zu Gast und hatte farbenfrohe Präsente im Gepäck.

Dabei handelte es sich um zwei große Trageboxen voller Strüßjer, die im Haus verteilt wurden. Über diesen bunten Frühlingsgruß freuten sich die Damen und Herren sehr und waren auch ganz begeistert über den karnevalistischen Besuch. Die Kinder erzählten ohne Scheu, dass ihnen die Karnevalszeit viel Freude bereitet hätte.

Bedauert haben die Kinder, dass der Karnevalszug in Bergisch Gladbach am Sonntag abgesagt werden musste. Das wiederum brachte mit sich, dass die vielen Strüßjer nicht unters Volk gebracht werden konnten. Ein Glück für die Bewohner und Bewohnerinnen im Wohnpark. So wurden sie überrascht und reichlich mit Blumen beschenkt.

Jungfrau Mia, Bäuerin Luisa und Prinz Nik besuchten in Begleitung von Laura Feldhoff (Wohnpark Lerbacher Wald)  all jene, die sich in den schönen Aufenthaltsräumen die Zeit vertrieben. Später klopften man an die Türen der Seniorinnen und Senioren, die nicht in geselliger Runde angetroffen wurden.

Die Freude über solch einen überraschenden Besuch mit Blumenstrauß im Gepäck war überall groß. Dem kleinen Dreigestirn machte die Runde durch den Wohnpark sichtlich Freude. Die Kinder waren begeistert dabei, vom Erdgeschoß bis zur oberen Etage, und wurden überall mit einem dicken Dankeschön und freundlichem Lächeln verabschiedet.




Dieser Kalender dient der Familie gleich doppelt

Eva Breuer, Inhaberin von WHY PR, Kita-Leiterin Gerda Münch, Katholische Kindertagesstätte St. Johann Baptist, Ingrid Mendel, Katholische Kindertagesstätte St. Maria Königin, und Karl-Alfred Scholz, Inhaber der Linden Apotheke in Refrath

Mit dem „Familienplaner 2020“ hat die Linden Apotheke einen Volltreffer gelandet. Viele Familien kauften den Kalender, der Erlös ging jetzt als Spende an die beiden Refrather Kitas. Dabei gab es Neuigkeiten zur Zukunft des Projekts.

Der „Familienplaner 2020“ der Linden Apotheke ist bunt, fröhlich und praktisch in der Nutzung: Kinder und Eltern können hier ihre Termine notieren, sodass die ganze Familie den Überblick behält. Finanziert hat das Projekt Karl-Alfred Scholz, Inhaber der Linden Apotheke in Refrath.

Die Kalender waren zum Preis von 5 Euro zu kaufen, aus dem Erlös kam eine Spendensumme von 2140 Euro zusammen. Dieser Betrag wurde jetzt mit einem symbolischen Scheck an die Leiterinnen der Refrather Kitas St. Johann Baptist und St. Maria Königin übergeben.

Dabei überraschte Apotheker Scholz mit der Nachricht: „Wir planen, dieses erfolgreiche Projekt auch für das kommende Jahr gemeinsam mit allen Refrather Kindergärten umzusetzen“.

Weiter sagte er: „Unser Kalender-Projekt macht viel Freude. Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen mit dem gemeinsamen Ziel, etwas Gutes für die Kinder zu tun. Mein besonderer Dank gilt denBergisch Gladbacher Unternehmerinnen Eva Breuer von WHY PR und Imke Simons von Limarys Designs, die sich intensiv für das Gelingen dieses Projekts eingesetzt haben.“

Die Linden Apotheke besteht seit 35 Jahren in Refrath. Gegründet wurde sie 1985 von dem Apotheker Heinrich Frizen. 2007 begann Karl-Alfred Scholz seine Arbeit als Pharmazeut in der Linden Apotheke, die er 2015 als Inhaber übernahm. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Linden Apotheke.




Feuer im Elysium: Oliver Buslau stellt neuen Krimi vor

Oliver Buslau mit den Inhaberin der Buchhandlung Funk, Birgit Jongebloed und Pia Pat

Ein ausverkauftes Haus verzeichneten Pia Patt und Birgit Jongebloed in der Buchhandlung Funk  bei der Premierenlesung mit Oliver Buslau. Der Autor stellte seinen brandneuen Beethovenkrimi vor: „Feuer im Elysium“.

Oliver Buslau schreibt Bergische Krimis, historische Romane und Sachbücher über klassische Musik. Er ist Journalist und spielt Bratsche im Sinfonieorchester Bergisch Gladbach.

Für die Lesung „Feuer im Elysium“ gab es so viele Anmeldungen, dass das Team der Bücherei im Vorfeld der Veranstaltung noch flott weitere Stühle besorgte. „Man rückte einfach was zusammen“ an diesem Krimiabend und lauschte den Worten rund um die berühmte 9. Sinfonie von Beethoven.

Der Kriminalroman spielt in den 1820er Jahren, in einer Zeit voller politischer und gesellschaftlicher Umbrüche. Hauptfigur ist Sebastian Reiser, Bediensteter eines Adligen, Verwalter dessen Schlosses, und nach einem mysteriösen Todesfall plötzlich mittellos. Detailreiche Beschreibungen des damaligen Lebens, der städtischen Architektur und der historischen Hintergründe machen das Zeitgeschehen nachfühlbar. Erschienen ist „Feuer im Elysium“  im Emons-Verlag.

Pia Patt und Birgit Jongebloed (Chefinnen der Buchhandlung) verraten, dass sie bereits Tage vor der Lesung die 9. Sinfonie von Beethoven summten. Sie sind begeistert über die so erfolgreiche Premierenlesung, die vom Bensberger Weinlädchen (Ulrich Zeuge) mit einem edlen Tropfen „untermalt“ wurde.

In der Reihe der Lesungen findet in der Buchhandlung Funk am Dienstag, 3. März, um 19.30 Uhr eine weitere Veranstaltung statt. Melanie Raabe stellt ihren Kriminalroman „Die Wälder“ vor.

Am Mittwoch, 18. März, 18.30 Uhr,  trifft sich der Literaturkreis. Gelesen wird: „Gesang der Ffledermäuse“ von Olga Tokarczuk.




Böhms Bauten im Spiegel der Zeit

Unsere Fotografin Helga Niekammer begleitet die Gebäude, die Gottfried Böhm in GL geschaffen hat, seit vielen Jahren. Zum 100. Geburtstag des Architekten und Bildhauers ist sie tief in ihr Archiv eingetaucht – und hat viele Fotos gefunden, auf denen der Bergische Löwe, das Rathaus Bensberg, die Kirche Herz Jesu und das Kinderdorf Bethanien die Hauptrolle spielen. 

Bürgerhaus Bergischer Löwe

1980 wurde der Neubau – Bürgerhaus Bergischer Löwe – eröffnet. Der alte Teil des Bergischen Löwen ist von Architekt Gottfried Böhm in das neue, multifunktionelle Haus integriert worden. Zum 30-jährigen Jubiläum stellte der Kölner Aktionskünstler HA Schult seine Trash-People in, vor und auf dem Bergischen Löwen aus. Geschätzte 10.000 Besucher flanierten an drei Tage (16. Bis 18.7.2010) über den Konrad-Adenauer-Platz.

Rathaus Bensberg

Der Neubau des Rathauses Bensberg entstand in den 60er Jahren auf dem Gelände der Burgruine des alten Schlosses aus dem Mittelalter. Bemerkenswert ist die gelungene Einbindung der vorhandenen Mauerreste und erhaltenen Türme in den Neubau. So gelang  Architekt Gottfried Böhm  die Schaffung eines Ensembles, bei dem sich Alt und Neu zu einem Ganzen verbinden.

Kinderdorf Bethanien

Anfang der 1960er Jahre kauften die Dominikanerinnen von Bethanien das Gelände in Refrath und ließen durch den Architekten Gottfried Böhm ein Kinderdorf für insgesamt 100 Kinder errichten.
Die ringförmig angeordneten Bauten gliedern sich in zwei Radiale um einen zentralen Kirchplatz. Die Bethanien Kinderdörfer sind katholisch geprägte Einrichtungen und nehmen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlicher Herkunft und Hintergrund auf.

Herz-Jesu-Kirche in Schildgen

Die heutige Herz-Jesu-Kirche in Schildgen wurde im Jahr 1960 erbaut. Architekt: Gottfried Böhm. .. Das Bauwerk basiert auf einem Vorgängerbau aus dem Jahr 1929. Dieser als Basilika ausgeführte Bau hatte einen Westbau mit 2 Türmen. Dieser wurde im Zuge des Umbaus  1960 zurückgebaut.  Dieser Kirchenbau ist eines der bekanntesten Beispiele aus Böhms Serie von „sakralen Hofhäusern“, bei denen die eigentlichen Kirchengebäude hinter hohen Mauern verborgen liegen.


Im Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag von Gottfried Böhm  finden in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt, die sich mit den Arbeiten des Architekten beschäftigen. Das ganze Programm zu der Reihe finden Sie hier.

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Bensbergs Stadtgarten wird jetzt schnell Realität

Fotos: Helga Niekammer

Mit einem ersten Spatenstich hat am Montag die Umgestaltung des sogenannten Stadtgartens in Bensberg begonnen. Aus den Wiesen am Vinzenz Pallotti Hospital soll eine bürgernahe Naherholungsfläche werden – ohne tiefe Eingriffe in die Natur.

Diese Wiesenflächen sind ein Ort mit langer Tradition, wo Generationen ihre Freizeit verbracht und die Natur genossen haben“, sagte Bürgermeister Lutz Urbach. Das Gelände solle eine Freizeitfläche bleiben, die entwickelt wird – aber sehr sorgsam und unter ökologischen Aspekten.

Die Aufwertung des Stadtgarten ist ein Schlüsselprojekt im Rahmen des Integrierten Handlungskonzept (InHK) Bensberg, das aus Städtebaufördermittel von Bund und Land zu 70 Prozent gefördert wird. Die Stadt muss knapp ein Drittel der geschätzten Gesamtkosten von rund 540.000 Euro tragen. Hinzu kommen die Unterhaltungskosten von rund 20.000 Euro pro Jahr.

Bürgermeister Lutz Urbach, Wolfgang Heimann (VPH), Alexander Nix (Landschaftsarchitekt), Volker Oberreuther, (Projektingenieur), Harald Flügge (Baurat), Wolfgang Honecker (Stadtplanungschef)

Dass es in Bergisch Gladbach überhaupt einen Stadtgarten gibt, war selbst für die Bensberger weitgehend unbekannt. Für diejenigen, die die Flächen schon immer für ihre Spaziergänge nutzten, waren es einfach die Wiesen am Vinzenz Pallotti Hospital (VPH). Dabei sind die ersten Gestaltungsideen für die 11,6 Hektar große Fläche zwischen VPH, Kardinal-Schulte-Haus, Klausenberg und Weyerhardt, mehr als 50 Jahre alt.

Einige Anwohner fürchten jetzt, das Projekt könne mit dem neuen Wegenetz zu tief in die Natur eingreifen und die Idylle vor ihrer Haustür beeinträchtigen. Mit dem neuen Freizeitangebot könnte womöglich Autoverkehr angelockt werden.

Christian Nollen (rechts) erläutert das Konzept

Dem hält die Stadt ein  Leitbild  der „sanften Naherholung“ entgegen. Die Eingriffe in Natur und Landschaft sollen so gering als möglich gehalten werden. Christian Nollen, Leiter von Stadtgrün, versteht das Projekt als Herzenangelegenheit. Im Gespräch mit den Anliegern versprach er: „Diese Anlage ist keine zweite Saaler Mühle.” Die Ausstattung sei anders gewählt: „Wir wollen nicht ganz Bergisch Gladbach hierhin einladen.”

„Wer den Schwester-Matthia-Weg bereits gegangen ist, der weiß, dass es sich mit dieser Grünfläche um einen einzigartigen Naturraum hier in Bensberg handelt”, betonte Bürgermeister Urbach. „Hier hat man die einmalige und wunderschöne Blickbeziehung zwischen dem Stadtkern von Bensberg und der Kölner Bucht“, unterstrich Urbach. Und weiter: „Natürlich könnte auch alles so naturnah bleiben, aber wir haben festgestellt, dass die Bürgerinnen und Bürger solche Freiflächen auch nutzen möchten.”

Mit einem Fitness-Parcours, einer Boule-Bahn, einem Waldspielplatz und kleineren Spielflächen werde das Areal erlebbar gemacht. Auch ökologisch habe die neue Anlage etliches zu bieten, betont die Stadtverwaltung. So würden neue Bepflanzungen angelegt und der Anteil an Blühwiesen deutlich erhöht.

2017 gab es erste konkrete Gedanken, den Stadtgarten aufzuwerten. Vom Entwurf, der Beteiligung der Bürgerschaft, der Beplanung der Flächen bis hin zur fertigen Ausschreibung der Maßnahme vergingen zweieinhalb Jahre. Schon in diesem Sommer soll der Umbau abgeschlossen sein.

Für die anstehenden Arbeiten wurde ein lokaler Betrieb des Garten- und Landschaftsbaus beauftragt. „Dies gewährleistet einen reibungslosen Bauablauf und eine qualitativ hochwertige Arbeit“, sind sich die Experten Volker Oberreuther und Christian Nollen der Abteilung StadtGrün sicher.

Das Stadtgarten-Projekt wurde unter der Federführung von StadtGrün konzipiert und umgesetzt. Landschaftsarchitekt Alexander Nix hat die Pläne erstellt.

Wichtig ist den Akteuren die Kooperation mit den Anliegern. So entstand das Konzept für den Fitness-Parcours gemeinsam mit Physiotherapeut Frank Heimann. Der Mit-Geschäftsführer der Reha Training GmbH mit Sitz in Leverkusen arbeitet am Standort Vinzenz-Pallotti-Hospital.

Ein natürlich anmutender Spielplatz mit Spielepfad, Balancierstämmen und Klettermöglichkeiten wird im Waldrandbereich im Süden des Stadtgartens angelegt. Picknickbänke unter Gehölzgruppen werden zu einem Ort der Begegnung der unterschiedlichen Kulturen. Darüber hinaus gibt es Bestrebungen, einige Flächen durch Schaf-Beweidung zu pflegen.

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Der erste Spatenstich für Bensbergs Stadtgarten

Sommeridylle: Der Schwester-Mathia-Weg schlängelt sich durch die Wiesen des Stadtgartens, der ein neues Gesicht bekommt

Beschaulich liegt das Gelände des Stadtgartens unterhalb des Vinzenz-Pallotti-Hospitals. Die großen Wiesenflächen mit insgesamt 11,6 Hektar bilden einen einzigartigen Naturraum. Nun weicht diese Beschaulichkeit einer vorrübergehenden Bautätigkeit: Bis Juni 2020 soll der Stadtgarten Bensberg entstehen.

Am Montag setzt Bürgermeister Lutz Urbach symbolisch den Spaten an, um den Startschuss für die Umgestaltung der Wiesen an der Vinzenz-Pallotti-Straße zu geben.

Interessierte Bürger sind eingeladen, am Montag (20. Januar) um 14 Uhr dabei zu sein. MitarbeiterInnen der Abteilung StadtGrün stehen für Gespräche bereit. Treffpunkt: Ecke Schwester-Mathia-Weg/Vinzenz-Pallotti-Straße.

Die Maßnahme „Aufwertung Stadtgarten“ ist ein Schlüsselprojekt im Rahmen des Integrierten Handlungskonzept (InHK) Bensberg. Erste Gestaltungsideen bestehen bereits seit dem Jahre 1965.

Die Fläche erhält ein Wegenetz und ein Freizeitangebot. Dem Leitbild „sanfte Naherholung“ folgend, werden die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering als möglich gehalten.

Die Fläche erhält ein Wegenetz und ein Freizeitangebot. Dem Leitbild „sanfte Naherholung“ folgend, werden die Eingriffe in Natur und Landschaft so gering als möglich gehalten.

Die Pläne im Detail finden Sie in dieser Beschlussvorlage für den Stadtrat.

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Hüttenzauber: Fünfstellige Summe für den guten Zweck

Der Weihnachtsmarkt in Bensberg, der Hüttenzauber in der Schlossstraße, ist gleichzeitig eine große Spendenaktion. Auch in diesem Jahr kann Hüttenwirt Eddi Stoffel einige großzügige Spender begrüßen. 

1000 Euro spendete das Unternehmernetzwerk „Best of Bergisch“ für die Tafel, die in Bergisch Gladbach und Bensberg aktiv ist. Im Rahmen des Bensberger Hüttenzaubers überreichten die Vertreter des Netzwerkes, Heinz-Peter Buschmann und Jan Heinecke (Foto oben), einen großen Scheck mit der stolzen Summe an Eddi Stoffel, der sich herzlich für diese großzügige Geldspende bedankte.

Noch einen weiteren Gast begrüßten Ulrike Haeger und Eddi Stoffel an diesem Abend. Mit der ganzen Familie war Box-Europameister Sergej Wotschel zum „Team Wotschel“  in die Schloßstadt gekommen. Im Gepäck hatte er Weiß/Rot/Schwarze Boxhandschuhe, die mit in die aktuelle Abend-Verlosung gingen, die insgesamt rund 500 Euro einbrachte.

Wie jeden Abend addierte Eddi Stoffel auch am 18. Dezember die im Verlauf des Hüttenzaubers aktuell erreichte Spendensumme. Stattliche 11.106 Euro konnte er bereits notieren.

Ein Glückwunsch auch an Otto Rautenberg, der die Boxhandschuhe mit nach Hause nehmen konnte. Sergej Wotschel trug sie am 8. März 2018 in der Kongresshalle in Bochum bei einem starken Aufbaukampf.




BürgerInnen spenden für Herzenswünsche

Karl-Heinz Hartwig, Gerhard Altmann, Horst Gellert, Marlis Sauer, Wünschebär, Paul Falk, Renate Schwenteck  

Ganze 4150 Euro kamen für das Bergische Wünschemobil zusammen, bei der  „l´art privé”, bei einem runden Geburtstag oder einfach nur so. Die Spenden ermöglichen Fahrten für kranke oder trauernde Kinder.

Im Glanz des schön geschmückten Weihnachtsbaumes in der Lobby des Grandhotels Schloss Bensberg nahm das Projekt „Bergisches Wünschemobil“ einen symbolischen Betrag in Höhe von 4150 Euro entgegen.

Zu verdanken ist dies dem privaten Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Die Spenden sollen Fahrten mit dem Wünschemobil für lebensverkürzend erkrankte oder trauernde Kinder finanzieren.

Paul Falk, Gründer der Initiative Hits fürs Hospiz e.V., bedankte sich herzlich bei den Spenderinnen und Spendern, die es möglich machen, das noch mehr Herzenswünsche erfüllt werden können.

Marlis Sauer hatte im Rahmen der Kunst-Aktion „l´art privé” im Basement 26 für den guten Zweck gesammelt. Durch die Verdoppelung der Summe durch die Gellert-Stiftung aus Bergisch Gladbach kamen 1000 Euro zusammen.

Kunstsammler Gerhard Altmann hatte im Rahmen der l´art privé Arbeiten zum Verkauf frei gegeben, deren Erlös für das WünscheMobil bestimmt war. Hier kamen 650 Euro zusammen.

Aus Remscheid reiste Renate Schwenteck in die Schloßstadt. Sie hatte im General Anzeiger vom WünscheMobil erfahren und sich entschlossen, an ihrem runden Geburtstag ein Sparschwein für den guten Zweck aufzustellen. Die stolze Summe von 1500 Euro kam hier zusammen.

Karl-Heinz Hartwig unterstützt die Arbeit des Wünschemobils wiederholt mit 1000 Euro. Bereits im Jahr 2018 überreichte er dem Verein eine Geldspende in gleicher Höhe. Der Bergisch Gladbacher engagiert sich seit langem unter anderem auch für die Tafel und das Bensberger Kinderheim.




St. Nikolaus fehlen die Wetterhähne

Fotos: Helga Niekammer

Die Kirche St. Nikolaus in Bensberg bekam in dieser Woche Besuch, der sich in die luftigen Höhen wagte. Seither fehlen die Wetterhähne, weitere Konsequenzen werden folgen. 

Höhenerprobte Fachleute stiegen mit der Hilfe eines hoch ausladenden Krans in die Lüfte, hinauf bis zu den Wetterhähnen der Kirche. Diese wurden dann aus Sicherheitsgründen abmontiert, weil sie dem Druck des Windes nicht mehr wirklich Stand halten können.

Das Gotteshaus wurde vor rund 30 Jahre letztmals saniert. So ist es nicht verwunderlich das in 2019 der ein oder andere Winkel einer Überholung bedarf, sagt Pfarrer Andreas Süß.

Mit dem jetzt anstehenden Thema der Kirchen-Sanierung werde sich der Kirchenvorstand befassen.




Eisenbahner zeigen Modellbahn-Ausstellung im Advent

Der Eisenbahn-Club Bergisch Gladbach e.V. veranstaltet am kommenden Wochenende wieder die Advent-Fahrtage im Clubheim in der Mülheimer Straße 180. Das Clubheim ist an diesen Tagen jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, über eine Spende freut sich der Verein.

Umfangreiche Umbauten an den Anlagen sind Schwerpunkte, die dieses Jahr gezeigt werden. Dabei präsentieren sich die Märklin und die Spur 1 Anlage mit den größten Veränderungen. Es ergibt sich so die seltene Gelegenheit tiefere Einblicke in den Modellbau zu erhaschen, wie z.B. 3D-Druck oder Anlagenplanung. Die Besucher können sich auf eine große Auswahl an Zügen freuen und sich überraschen lassen, welche Züge diesmal die Station Duckterath passieren, durch Bodenheim oder nach Spitze fahren.

Wer Lokführer sein möchte, kann dieses Jahr wieder die Playmobil Anlage im Außenbereich nutzen und die Züge selber steuern. Dieses Angebot gilt besonders für die kleinen Kinder, aber auch die erwachsenen Kinder dürfen hier gerne spielen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf unserer Internet-Seite www.ecgl.de oder auf Facebook.

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Kunst der Abwägung: Hitzige Debatte unter Bäumen

Auch dieser Baum soll gefällt werden

Beim Baum-Rundgang in der Schlossstraße sind kontroverse Meinungen aufeinander geprallt. Die Stadtverwaltung appelliert, nicht die komplette Umgestaltung der Schlossstraße kaputt zu diskutieren.  

Für die Verwaltung verteidigte Wolfgang Honecker, Leiter Stadtplanung, das Konzept für die neue Schlossstraße. Man könne seinem Plädoyer die Überschrift „Die Kunst der Abwägung“ geben, kündigte er vor rund 80 Teilnehmern an. Und das umfasst die Klimabelange, aber eben auch viele funktionale Belange, die diese für Bensberg so wichtige Straße erfüllen müsse.

Elisabeth Sprenger, die Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen, legte Wert darauf, dass in diesem Konflikt nicht Klimaschützer gegen Gegener argumentierten. Beim Klimaschutz seien doch alle weitgehend einer Meinung.

Elisabeth Spreger hofft auf einen Konsens

Ausgerechnet Christian Nollen, der neue und engagierte Leiter von Stadtgrün, sorgt für eine besonders hitzige Debatte, gleich beim ersten Baum. Der sei – im Gegensatz zu einigen anderen – durchaus vital. Aber das werde nicht zwangsläufig dazu führen, dass dieser Baum stehen bleibe. Auch er spricht von einer Abwägung verschiedenster Kriterien.

Christian Nollen, Leiter von StadtGrün

Das proviziert lautstarken Protest einiger Bürger, die das nicht akzeptieren wollten, die Argumentation grotesk nennen.

Daraufhin stellt Nollen klar, worum es bei dieser Begehung gehe: Die Verwaltung wolle Einblicke in den Zustand der Bäume geben und ihre Pläne erläutern. Aber nicht mit den Bürgern um den Erhalt einzelner Bäume feilschen. Der Plan für die Umgestaltung sei entschieden, der Spielraum für Änderungen gering.

Die Stimmung droht aus dem Ruder zu laufen, einige Bürger fühlen sich „verschaukelt“ und bezeichneten die Begehung als Alibi-Aktion.

Stadtplaner Honecker erinnert an eine voran gegangene, ebenfalls sehr emotionale Diskussion – bei der es nicht um Bäume ging, sondern um Parkplätze. Diese Parkplätze seien wichtig für den Ort, damit die Schlossstraße  auch weiterhin eine Einkaufsstraße bleibe. Auch in diesem Zusammenhang habe die Stadt nicht alle Wünsche erfüllen könne.

Die Kunst der Abwägung bestehe  darin, alle Belange zu so guten Kompromissen zu führen, dass alle möglichst weit berücksichtig werden, aber dass auch das Gesamtkonzept überlebt.

Der Baum rechts soll bleiben

Honecker wiederholt die Bilanz der Verwaltung: 34 Bäume werden gefällt, 57 neu gesetzt. Das sei immerhin so viel, wie Stadtgrün sonst in einem Jahr schaffe. Und das aus Fördermitteln, die es vorher nicht gab. Zudem seien viele der 34 Bäume krank. Aber, so wenden die Kritiker ein, 57 junge Bäume könnten die 34 alten, überJahrzehnte gewachsenen Bäume, nicht aufwiegen.

Insgesamt, so Honecker, sei die Klimabilanz der gesamten Maßnahme Schlossstraße nicht schlecht: Die neue Treppenanlage führe zu einer Entsiegelung der Fläche von fast 300 Quadratmetern. Und direkt neben der Treppe werde es ein begrüntes Beet mit Bäumen und mit Sträuchern geben.

Die Bäume am Wendehammer sollen fallen

Honecker macht klar: Wenn die Bürgerschaft weiterhin das Projekt so bekämpfe wie bisher, dann könne die komplette Umgestaltung der Schlossstraße gefährdet werden. Denn die Fördergelder seien an den Entwurf gebunden, der den Wettbewerb gewonnen hatte.

Bei aller Kritik gibt es auch Zuspruch für die Verwaltung: Ein jüngerer Bensberger dankt Planern und Stadt dafür, dass  er mit seiner Familie bald in einer so gut geplanten und zukunftsgerichteten Stadt wohnt.

Dagegen kritisiert Friedrich Bock, von der Firma Garten- und Landschaftsbau Bensberg, die geplante Monokultur bei den Bäumen.

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Die „Dabbelju Manufaktura” präsentiert ganz viel Refrath

Britta Winnat hat mit der „Dabbelju Manufaktura“ im Siebenmorgen ein Geschäft eröffnet, in dem Vielfalt Programm ist. Und wo Refrath immer im Mittelpunkt steht.

In dem hellen Ladenlokal gibt es schöne und ausgefallene Dekoartikel,  besondere Spirituosen, ebenso Pesto und  köstliche selbstgefertigte Schokolade (Dicke Trumm), ganz ohne Konservierungsstoffe. Auf regionale Zusammenarbeit  und Nachhaltigkeit legt die Inhaberin  großen Wert.

Und auch die Publikationen rund um den Bürger- und Heimatverein Refrath  sind mit ganz viel Blickfang vertreten. Hier gibt es auch den Refrath-Kalender für 2020.

Immer wieder werden Kundinnen und Kunden den Bezug zur Refrath entdecken. Sei es das Jufferngeheimnis (Lakritzsorte), die Kippekausener Mottenkugeln (keine Sorge, die Mottenkugeln sind eine süße Köstlichkeit) oder das Steinbrecher Prinzenkissen

Optisch ganz nah an Refrath sind  ebenfalls die kunstvollen Motive, die Winnat gestaltet. Auf kleinformatigen, farbenfrohen Bildern entdeckt man unter anderem auch die Refrather Skyline. Ebenso die alte und neue Kirche und das historische Gebäude Steinbreche.

Nicht zu vergessen – die drei Juffern. Diese wurden fürs neue Motiv  modernisiert. Beschwingt und fröhlich wirken sie mit ihren Sonnenschirmen – tänzeln hinweg! Nicht ist geblieben von der  starren Grundhaltung der Statue, die im Park an der Steinbreche ihren Platz hat.

Die Nachfrage nach den Refrath-Motiven ist groß. Britta Winnat fertigt die Arbeiten im heimischen Atelier, nicht im Ladenlokal. Der Farbgeruch wäre zu intensiv, sagt Winnat, die als Fan des 1 FC Köln auch  den Ziegenbock Hännes  künstlerisch verewigt hat.

Dabbelju Manufaktura ist nichts für den schnellen Einkauf im Vorbeigehen, sondern eher eine kleines Schatzkästlein mit Blickerlebnis!

Dabbelju Manufaktura
Siebenmorgen 41, 51427 Bergisch Gladbach
Tel: 0176-32596517
Mail: dabbelju@winnat.de

Öffnungszeiten:
Montags geschlossen (Produktionstag)
Dienstag bis Freitag 10.00 Uhr  bis 18.30, Samstag 10 Uhr bis 14.30 Uhr




12 Kitas gestalten Refrather Familienplaner

Barbara Watermeyer (Waldorf Kindergarten), Gerda Münch (Kita St. Johann Baptist), Karl-Alfred Scholz (Linden Apotheke), Rebecca Klein (Kita St. Maria Königin), Bettina  Kurz (Kita Wilde 13)

Farbenfrohe Motive schmücken die Staffeleien, die im Ladenlokal der Refrather Linden Apotheke die Blicke auf sich ziehen. Präsentiert werden Zeichnungen, die im „Familienplaner 2020“ der Refrather Kitas veröffentlicht sind.

Rodelnde Kinder, fröhliche rote Käfer, Blumen, Fuchs und Hase, Schnecke und auch ein Regenbogen haben einen Platz im Kalender gefunden. Praktisch ist an diesem Familienplaner: hier können  bis zu 5 Familienmitglieder Termine notieren.

Mädchen und Jungen hatten im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts aller 12 Refrather Kindergärten und Kindertagesstätten und der Linden Apotheke rund dreiMonate fleißig für die Kalenderblätter zu Buntstiften und Malkasten gegriffen. Immerhin ging es darum, ein schönes Kalender-Monatsmotiv zu entwerfen.

Die Idee zur Umsetzung des Familienkalenders hatte Karl-Alfred Scholz. Der Inhaber der Linden Apotheke, Siebenmorgen 39, stellte gemeinsam mit allen Refrather Kitas dieses Charity-Projekt auf die Beine. Die Linden Apotheke gibt es seit fast 35 Jahren in Refrath. Sie wurde 1985 von dem Apotheker Heinrich Frizen gegründet.

Karl-Alfred Scholz, seit 2015 Inhaber der Linden Apotheke: „Unser Kalender-Projekt, gemeinsam mit den Refrather Kindergärten umgesetzt, macht so viel Freude. Ich bin überzeugt, dass daraus etwas richtig Tolles entstehen kann. Alle Beteiligten haben an einem Strang gezogen mit dem gemeinsamen Ziel, etwa Gutes für die Refrather Kinder zu tun.“

Der offizielle Verkaufsstart des Kalenders war der 18. September . An diesem Tag veranstaltete die Linden Apotheke eine Vernissage, auf der die Originale der kleinen Nachwuchskünstler präsentiert wurden. Während vor der Apotheke fleißige Helfer die Popcorn-Maschine fütterten gab es im Laden leckere Drinks, Kunst und angeregte Gespräche.

Fabritius Siegbert, der „Außendienst”-Mitarbeiter der Linden Apotheke, der den Refrather*innen schon seit vielen Jahren die Medikamente nach Hause liefert, und Gundolf Heringhaus, Privatier und engagierter Opa aus der Kita St. Johann Baptist

Helfer für die Realisation des Projekts zu finden war einfach, denn Eva Breuer von WHY PR, selbst Mutter eines Kita-Kindes, war sofort Feuer und Flamme. Sie hat die komplette Organisation der Bilder, Spendenkonten und Kommunikation mit den Kitas übernommen.

Auch die Grafikerin Imke Simons von LIMARYSgrafik hat sofort eingewilligt und war für die grafische Umsetzung des Planers zuständig. Die Galerie Hugo hat abschließend noch die attraktive Rahmung der Original-Kalenderblätter gespendet.

Der Verkaufserlös des Kalenders, der in der Linden Apotheke und den Kindergärten gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro zu erwerben ist, kommt zu 100 Prozent den Refrather Kitas zugute. Das Projekt wurde komplett von der Linden Apotheke finanziert.




Mutbürger mit bissigem Mund und schönen Erinnerungen

Dinge, die man angeblich nicht sagen darf, hat Kabarettist Ferdinand Linzenich für sein Programm „Vorsicht bissiger Mund” angekündigt. Doch besonders gut kommt er beim Publikum an, wenn er in Kindheits-Erinnerungen schwelgt. 

Mit einer gehörigen Portion Ironie spricht Kabarettist Ferdinand Linzenich aus, „was man nicht mehr sagen” darf. „Vorsicht bissiger Mund“ heißt sein Programm, das im Januar Premiere hatte und am 14. Oktober im Bergischen Löwen nochmals serviert wurde.

Obwohl Monate seit der Premiere „Satirische Bekenntnisse eines Mutbürgers“  vergangen sind, war der Abend nicht weniger scharf gewürzt.

Ferdi, so nennen ihn seine Fans schlüpft zum Auftakt des Programms in das  Deutschland-Fahnen-Sakko mit ergänzend schicker Krawatte. Sobald das Licht der Scheinwerfer ihn einfängt, startet das lebhafte Bühnenprogramm.

Bissig schon der Einstieg in die Programmebene: Kann man in Deutschland ein Patriot sein, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden oder aus der linken herausgeworfen zu werden? Und wie steht es denn um unsere Nationalhymne. Vielleicht auch mal was Neues?

Linzenich hat sich Gedanken gemacht wählt den Titel „Ein bisschen Spaß muss sein“ und kommentiert „denn den versteht hier ja eh keiner mehr“. Applaus folgt!

Meine Sitz-Nachbarin verrät mir: Ich liebe die Beiträge rund um Ferdis Leben/Alltag einst und heute. Erzählungen aus seiner Kindheit – als die Welt noch anders in Ordnung – war.

Und zugegeben, diese Programmelemente füttern die Lachmuskeln. Begeisterung über Begriffe wie Gilb, Priel, Persil und Dr. Oetker. Wie sah es in der guten alten Zeit für die Jugend aus? Was war erlaubt, was nicht?

Verbote Jungs: Blaue Briefe, Widerworte und lange Haare. Verbote Mädchen: Blaue Briefe,  Widerworte, kurze Haare! Heute hingegen dürfen Kinder alles außer sich ungesund ernähren, alleine zur Schule gehen und nach der mittleren Reife einen Handwerksberuf erlernen.

Die musikalische Gestaltung der Kabarett-Reise durch viele Themenbereiche – Emanzipation, Alltag, Politik, Nachdenkliches, Multi-Kulti, Bürokratismus und mehr – begeisterte die Gäste. Texte: Thomas Brückner & Ferdinand Linzenich, Musik Didi Hamann.

Grandios – Ferdinand Linzenich in der Rolle des geschickten Gastronomen in dem Sketch „Multikulti beim Italiener“ Ebenso überzeugend die gesangliche Darbietung (mit geändertem Text) der Eröffnungsarie aus dem Barbier von Sevilla .

Musikalisch auch die Zugabe: „Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen. Ihr bleibt ein Teil von meinem Leben, weil ich mir sicher bin, dass wir uns Wiedersehn“.

Wiedersehen kann man Ferdinand Linzenich in Bergisch Gladbach im Bürgerhaus Bergischer Löwe bereits am Sonntag, 1. Dezember im Rahmen einer Matinee /Weihnachtslesung, die um 12 Uhr beginnt.




Duo Pascal zu Gast im Hospiz des Vinzenz Pallotti Hospitals

Kölsche Lieder und Evergreens stimmte das Duo Pascal am Sonntag leiser an, als es sonst der Fall ist. Sie waren auf Einladung von Hits fürs Hospiz in die Bensberger Klinik gekommen.

„Es ist für uns ein ganz besonderer Auftritt”, sagen die Musiker Paschalis Lüders und Konrad Mäurer übereinstimmend, bevor sie den musikalischen Nachmittag im Hospizzentrum des Vinzenz Pallotti Hospitals mit dem Höhner-Titel „Hey Kölle du bes e Jeföhl“ eröffneten.

Das kleine Konzert im Aufenthaltsraum und Pavillon des VPH ist eines von vielen, zu dem in der Reihe „Hits fürs Hospiz“ eingeladen wurde. Vereinsvorstand Andreas Stammler dankte dem Duo Pascal für das Gastspiel, das im Rahmen der Senioren-Kulturwoche stattfand.

Noch bis zum 22. September werden in dieser Reihe verschiedene Veranstaltungen/Kurse im Raum Bergisch Gladbach angeboten. Die Gesamtkoordination für das umfangreiche Programm haben Kulturbüro und Seniorenbüro der Stadt übernommen.

Die Bergisch Gladbacher Musiker (Paschalis Lüders Gesang und Konrad Mäurer Gitarre) sind seit sechs Jahren musikalisch unterwegs. Sie begeistern immer wieder mit ihrem breit gefächerten Repertoire, das zum Mitsingen ermuntert. Dafür gibt es stets viel Applaus. Das war auch an diesem Sonntag so, als helle Sonnenstrahlen irgendwie auch die Musik beflügelten.

Die Seniorenkulturwoche geht in die Verlängerung

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Lauter und stiller Protest vor dem Ratssaal in Bensberg

Im Rathaus tagt der Umweltausschuss, draußen treffen sich ganz unterschiedliche Klimaschützer: einige laute Jugendliche mit Megaphonen, deutlich mehr Erwachsene mit einer Klangschale. Ein Fotoreportage. 

Zunächst kamen die Jugendlichen der Fridays for Future-Bewegung, zu einer angemeldeten Kundgebung. Mit lauter Energie verkündeten sie unter anderem „Hoch mit dem Klimaschutz, runter mit der Kohle“.

Gundula Ludwig aus Moitzfeld hatte dagegen eine Kundgebung für den Erhalt der Bäume auf der Schlossstraße angemeldt. Sie lässt leise eine Tonschale surren – um der Bäume zu gedenken. Aber ihr ist es wichtig, dass sie und ihre älteren Mitstreiter das selbe Ziel verfolgt, wie die Jugendliche. Der Protest ist unterschiedlich, die Sorge um das Klima eint sie.

Einige der Demo-Teilnehmer bedauerten, dass die Ausschussmitglieder im Saal blieben: „Es ist schade, dass keiner von denen in der Sitzung mal zu uns rausgekommen ist. Wir hätten gerne z.B. gehört: „Wir haben Verständnis für euer Anliegen.”

Allerdings hatte der Ausschussvorsitzende Christian Buchen und Vertreter anderer Parteien schon vor der Sitzung Kontakt aufgenommen – und eine Unterschriftenliste der Jugendlichen entgegen genommen, die die Ausrufung eines Klimanotstandes fordern.

Einzelne Ausschussmitglieder haben auch zwischendurch die Sitzung verlassen, um sich das Spektakel anzuschauen, auch ein Mitglied der Verwaltung ging raus, um Kontaktdaten auszutauschen.

Im Saal wurde – trotz des hereindringenden Lärms der Jugendlichen – über Stunden hinweg ernsthaft über die Klimakrise beraten und entschieden. Aber das ist eine andere Geschichte.




Keine Hundewiese, sondern Treffpunkt für Jung und Alt

Mit einer bunten Infoveranstaltung hat die Kampagne begonnen, mit der bis zu 100.000 Euro und die Wünsche der Anwohner für den neuen Mehrgenerationenpark in Refrath gesammelt werden sollen. Eine Aktion, an der sich der ganze Stadtteil beteiligt.

Zentral und nicht zu übersehen leuchtet ein bunter Briefkasten auf der Wiese im Park an der Wilhelm-Klein-Straße in Refrath. Hier können die Bürger ab sofort Zettel mit Ideen, Anregungen und Fragen zur Gestaltung der Grünfläche einwerfen.

Den Briefkasten haben Kinder mit einem kreativem Einsatz während der Informationsveranstaltung der Interessengemeinschafft „Mehrgenerationenpark“ geschaffen. Damit startete offiziell die Spendenaktion für den geplanten Park (Spendenkonto siehe unten).

Die Holzpfähle für das Gerüst der Briefkasten-Halterung rammte mit Energie und viel Schwung Christian Nollen ein, der Leiter der Abteilung StadtGrün. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit den Refrather Vereinen. Sein Ziel ist es, den Park multifunktional zu machen: Zu unterschiedlichen Zeiten soll der Park für unterschiedliche Nutzer interessant gestaltet sein – und intensiv genutzt werden.

Breites Engagement

Für die öffentlich zugängliche Gestaltung der Parkanlage engagieren sich der Bürger- und Heimatverein Refrath, der Refrather Gartenbauverein und die Stadtverwaltung.

Hermann Liebing, der Initiator des Projektes, ist zufrieden:Der Erhalt der grünen Oase sei gesichert.

Jetzt geht es zügig weiter. Ideen zur Gestaltung kommen in den Briefkasten, Geldspenden können auf ein Spendenkonto eingezahlt werden, das der Bürger- und Heimatverein eingerichtet hat.

Gesucht: Gute Ideen und 100.000 Euro

Christopher Schmitt, Leiter der Arbeitsgruppe „Park Wilhelm-Klein-Straße“ und Mitglied im Bürger- und Heimatverein kann bereits gute Nachrichten verkünden: Das Spendenkonto meldet schon jetzt die stolze Summe von mehr als 5000 Euro. Privatleute, aber auch Unternehmen haben sich engagiert, beteiligen sich auch finanziell an dem Projekt. Bis zum Ziel der Spendensammlung ist es aber noch ein Stück, rund 100.000 Euro sollen zusammenkommen.

Parallel zur Spendensammlung arbeiten auch die Abteilung StadtGrün zusammen mit dem Fachbereich 5 (Jugend und Soziales) an den weiteren Schritten.

Achim Culmann (Galerie-Werkstatt No. 16) hat es übernommen, die Tafel zu gestalten, auf der Spender, die es möchten namentlich genannt werden.

Wie der Mehrgenerationenpark aussehen könnte, zeigen die Wünsche der Refrather. So stand auf bunten Zetteln unter anderem zu lesen: Kletter-Mikado, Hollywood-Schaukel, Fußballtor, Hochbeet, Wasserschöpfbecken, Wildblumenwiese, Boule Bahn (gibt es auch jetzt schon auf dem Gelände), bespielbare Kunst.

Eine Spaziergängerin, die mit ihrem kleinen Hund die Veranstaltung besuchte, hat auch ganz gezielte Wünsche: „Bitte nicht alles zupflastern mit Spielgeräten und Bänken. Viel Grün und Wege erhalten und den Ständer mit Hundekot-Tüten nicht vergessen.”

Spendenaktion: „Aus Hundewiese wird ein Treffpunkt für Jung und Alt“
des Bürger- und Heimatvereins und der Stadtverwaltung.
Kontakt: Christopher Schmitt, Mail: park@bhv-refrath.de
Spendenkonto: Bürger- und Heimatverein Refrath e.V.
Stichwort: Mehrgenerationenpark
Kreissparkasse Köln:
DE55 3705 0299 0313 5777 25

Bei Spenden bis 100 Euro gilt gegenüber dem Finanzamt der Überweisungsträger als Beleg. Die Spender sollen daher neben ihrem Namen auch ihre Adresse im Verwendungszweck eintragen. Bei Spenden ab 100 Euro wird eine Spendenbescheinigung ausgehändigt. Alle Spenden fließen uneingeschränkt in den Erhalt und die Entwicklung der Grünfläche an der Wilhelm-Klein-Straße.




handerCover überzeugt mit neuen Stimmen im Klausmann

HanderCover im Klausmann ist ein Sommerklassiker: Zum 7. Mal spielte die lokale Band bei strahlendem Sommerwetter in einer Wohlfühl-Umgebung vor netten Gästen ein rundum gelungenes Konzert – mit zwei ganz neuen Stimmen. 

„handerCover bei uns, das ist doch schon Tradition“, freute sich Wirt Jan Gyr, der seiner Mitarbeiter-Truppe für den Einsatz rund um Bewirtung und Organisation der Veranstaltung dankte.

Zum Open Air im Klausmann zog die Band ihr vielfältiges musikalisches Register, was schnell viel Applaus mit sich brachte und die Gäste zum Mitsingen animierte.

Susanne Meyer (Foto oben) und Sven Miebach (Foto unten) gaben am Sonntag ihren Einstand in der Band. Sie überzeugten mit starken Stimmen. Hier stimmt die Chemie, der Einklang, merkten die Zuhörerinnen und Zuhörer schnell und spendeten der Band den oder anderen Sonderbeifall für einen stimmigen Auftritt.

Mitsingen – sehr gerne – stelle sich am Sonntag ebenfalls heraus. Das klappte dann nicht nur bei dem Titel „Whats up“  von der Band 4 Non Blondes. In „Bewegung pur“ brachte der Song Sledgehammer in die große Schar der Gäste.

Romantisch hingegen wurde es als Julie Fremerey „Ihr“ Lied zum  eigenen Hochzeitstag für den Liebsten an ihrer Seite anstimmte. Es war der Song „Man with child in his eyes“, den  Kate Bush im Alter von 16 Jahren für ihre erste Liebe komponiert hat. Bei diesem Song leuchteten Handylampen auf und strahlten mit der Sonne um die Wette.

Was für ein schönes Konzert am letzten Sonntag im August!

DIE BAND: Je nach Anlass kann handerCover auf seine eingespielten Gastmusiker an Trompete, Posaune, Querflöte, Gesang und Bluesharp zurückgreifen. Auf Wunsch bietet handerCover  das komplette Entertainment – Sound- und Lichtanlage, Veranstaltungstechniker und DJ – aus einer Hand. Ob im kleinen oder größeren Rahmen, ob Privatparty oder Firmenevent, handerCover hat das passende Programm. Mehr Infos gibt es auf der Website der Band.

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Zur Autoshow bietet Bensberg viele Attraktionen

Museumsleiterin Sandra Brauer mit Wolfgang Krauss, Bernhard Wolf und Georg Daubenbüchel von der IBH

Die Bensberger Autoshow hat Tradition. Seit 2013 ist sie alle zwei Jahre ein Magnet für alle, die sich über neue Autotrends informieren wollen. Am Wochenende steht erstmals die alternative Mobilität im Zentrum des vielfältigen Straßenfestes.

Die Show am 31. August und 1. September in der Bensberger Schlossstraße bietet vielfältige Einblicke in neue Techniken und Innovationen – wie den Hybrid-Antrieb und Elektromotoren, kündigt Georg Daubenbüchel als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bensberger Handel und Gewerbe e.V. (IBH) an.

Aber auch darüber hinaus fährt Bensberg eine Menge auf: Am Samstag steht die Talk-Show „Loss mer schwade“ auf dem Programm, das Bergische Museum steuert am Sonntag einen PS-getriebenen Aktionstag bei – und in der Schlossstraße 16 wurde gerade eine weitere attraktive Kunstausstellung eröffnet. Es gibt ein Late-Night-Shopping, ein Streetfood-Festival und viel Musik.

Wie immer organisiert der Optiker Berhard Wolf die Autoshow für die IBH, mit hohem Engagement, großem Zeiteinsatz und Gespür für ein rundes Programm. Aus der Verantwortung für die anderen Schlossstadtfest hat sich der Optikermeister zurückgezogen, aber diese Autoshow ist sein Projekt. Gespräche laufen, wer künftig die Feste der IBH organisiert, sagte Wolf am Rande des Pressegesprächs im Bistro am Schloss.

Die Diskussion über die Gestaltung der Schlossstraße spielte kurz eine Rolle: Der geplante „Stadtplatz” unterhalb der Schlossgalerie sei für kleinere Events geeignet, ohne dass dafür die Schlossstraße für den Verkehr gesperrt werden müsse, sagte Daubenbüchel. Der Handel sehe dieser Nutzung mit Freude entgegen und hoffe, dass ein positives Miteinander verstärkt umgesetzt werde – so wie es bei der Autoshow praktiziert werde.

Buntes Programm für das Wochenende

Im Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe startet am Sonntag der Familien-Aktionstag „Allerlei PS“ (Wagenbau, Schmiedekunst, Lokomobile, Traktoren) von 11 bis 17 Uhr. Sandra Brauer (Museumsleitung) begrüßt die Zusammenarbeit mit der IBH, die erstmals in so einer perfekten Ergänzung stattfindet und freut sich auf künftige Planungen.

Ein sehenswertes Ziel in Bensberg, Schlossstraße 16, bietet die Ausstellung der Gruppe KiR (Künstler in Rösrath). Mit der Ansage ALL-IN stellen rund 30 Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeiten vor von Malerei über Bildhauerei zur Collage, Fotografie, Objekt und Installation.

„Loss mer schwade“, startet am Samstag um 16 Uhr mit Moderator Stefan Jung. Er begrüßt in der einstündigen Runde auf der Bühne bei Intersport Haeger und Optik Wolf u.a. Kultkicker Ansgar Brinkmann, der nach seiner aktiven Fußballer-Karriere inzwischen auch Buchautor geworden ist. Der sogenannte „weiße Brasilianer“ hat einen Unterhaltungswert und wird einige Anekdoten aus seiner kuriosen Karriere zu erzählen haben. „Die Zuschauer können sich auf weitere Überraschungen freuen“, so Organisator Markus Krücken, der das Format im Juni 2016 gründete.

Autoshow und Late-Night Shopping

Kleine Flitzer, Nobelkarossen, Sportwagen – aber auch Oldtimer – parken an beiden Tagen in der Zeit von 11 bis 18 Uhr in der Schlossstraße. Zubehör- und Tuningangebote runden das technische Programm ab. Fachkundige Ansprechpartner lokaler Autohäuser stehen für eine Beratung zur Verfügung.

Das Late-Night Shopping startet am Samstagabend und rundet das Eventwochenende ab, in das auch die Bensberger Gastronomie eingebunden ist.

Die IBH präsentiert am Samstag bis 18 Uhr zusammen mit der Bensberger Bank und der Kreissparkasse Köln die Bensberger Geschenkgutscheine.

„Streetfoodfestival“ und viel Musik

Als besonderes Highlight präsentiert die IBH erstmals ein großes „Streetfoodfestival“. 25 ausgesuchte Food Trucks und Garküchen präsentieren kulinarische Highlights aus aller Herren Länder.

Untermalt wird die Veranstaltung von Live-Musik. Für den Fall das Petrus schlechtes Wetter schickt, ist der Aufbau von Zelten vorgesehen. Die Stände findet man im Bereich des unteren Wendehammers in Richtung Bensberger Bank.

Mehr Informationen gibt es auf der Website „Bensberg entdecken” der IBH und auf der Seite des bergischen Museums.

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Startschuss für Mehrgenerationenpark in Refrath

Für den Mehrgenerationanpark in Refrath setzen sich Vereine, Bürgerinnen und Bürger und Vertreter der Stadt ein.

Der Bürger- und Heimatverein Refrath startet eine Spendeaktion, um die Grünfläche an der Wilhelm-Klein-Straße in einen Mehrgenerationenpark umgestalten zu können. Dazu gibt es Anfang September eine Infoveranstaltung – und später ein großes Fest. 

Am Nachmittag des 4. September (ab 16:30 Uhr) bietet die Interessengemeinschaft Mehrgenerationenpark interessierten BürgerInnen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Vor Ort im kleinen Park an der Wilhelm-Klein-Straße sind Ansprechpartner aus den Reihen des Bürger- und Heimatvereins, des Obst-und Gartenbau-Vereins, sowie Vertretern der Stadt und weiteren engagierten Mitstreitern.

Es gibt etwas zu Essen und zu Trinken, die Kinder dürften an diesem Nachmittag im Park viel Freude haben. Sie können sich an der Piraten-Hüpfburg vergnügen und austoben.

Der Mehrgenerationenpark wurde durch Politik und Grünflächenamt befürwortet. Die Gesamtkosten dürften bis zu 98.000 Euro betragen, einen Teil davon wollen die Refrather durch Spenden herein bekommen.

Das Konzept für den Park beinhaltet unter anderem ein kleines Wegesystem. Ein neuer Baum soll wieder einen zentralen Platz bekommen, da das frühere Prachtstück leider einem Sturm zum Opfer fiel. Weiter sind vorgesehen Bänke, bespielbare Kunst, eine Mehrgenerationenschaukel und angrenzend eingerichtete Fahrradboxen.

Für die Umsetzung dieses Projektes werden ab sofort Spenden erbeten. Es handelt sich um eine Initiative von Hermann Liebing unter der Führung des Bürger- und Heimatvereins Refrath, des Obst- und Gartenbauvereins Refrath und dem Grünflächenamt der Stadt sowie des städtischen Jugendamtes.

Ansprechpartner ist Christopher Schmitt vom Bürger- und Heimatverein. Kontakt:
park@bhv-refrath.de

Spendenkonto: „Park“
Bürger und Heimatverein bei der Kreissparkasse Köln:
DE55 3705 02990313 5777 25

Bei Spenden bis 100 Euro gilt gegenüber dem Finanzamt der Überweisungsträger als Beleg. Bei Spenden ab 100 Euro wird eine Spendenbescheinigung ausgehändigt. Alle Spenden fließen uneingeschränkt in den Erhalt und die Entwicklung der Grünfläche an der Wilhelm-Klein-Straße.

21. September: Großes Fest in Refrath

Die Refrather Vereine, Organisationen und Kirchengemeinden feiern am Samstag, 21. September ein gemeinsames Fest. Präsentiert werden die in Refrath zur Verfügung stehenden Angebote.

Unter der Leitung des Bürger- und Heimatvereins Refrath startet das Programm von 10 bis 17 Uhr im und um das Bürgerzentrum Steinbreche, im Bürgerpark und auf Teilen des Marktplatzes. Die Gäste erwartet ein vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen mit Kinderprogramm, Sport, Musik, Gesang, Begegnung, Karneval, Garten, Besinnung und vielem mehr.

Mit dabei sind unter anderem: Bürger- und Heimatverein Refrath, Obst- und Gartenbauverein, SV Refrath, TV Refrath, Pfadfinder, evangelische Kirchengemeinde, katholische Kirchengemeinde, Deutsches Rotes Kreuz, freiwillige Feuerwehr, KG für uns Pänz, Förderverein Refrather Karneval, Krea, Flüchtlingsinitiative . Die Leitung der Veranstaltung hat der Veranstalter Veedelsevent.

Hier soll ein attraktives Freizeitangebot umgesetzt werden, das alle Altersklassen begeistert.

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Kunst im TBG: Letzte Vernissage mit Wehmut & Zuversicht

Lutz Urbach, Manuele Klein, Karsten Panzer, Odo Rumpf

finde & suche“ lautet der Titel der 58. Ausstellung der Reihe „Kunst im Technologiepark”. Und wie es aussieht, bildet die Präsentation mit den Arbeiten von Manuele Klein und Odo Rumpf den Abschluss einer seit 19 Jahren bestehenden Serie.

Die Vernissage zu Wochenbeginn  wurde von der Sonne verwöhnt. Das weitläufige Außengelände des TBG war in schönes Licht getaucht, bereichert mit den starken Gestalten – Schrottobjekte – des Kölner Künstlers Odo Rumpf.

Odo Rumpf vor dem Objekt Jupiter

Jupiter, Venus und Saturn hatten die grüne Wiese erreicht. Mit ihren rostigen Ebenen, Rädern, Scheiben, Drähten sind die bizarren Gestalten „gelandet“ und bieten den aus Indonesien stammenden Betonskulpturen – mit religiösem Hintergrund – ein Podest mit Weitblick.

Das Objekt Radio B von Odo Rumpf

Im Foyer von Haus 31/Bergisches Haus gibt es weitere Objekte von Odo Rumpf. Rost und Technik (Radio/Computer von einst) bauen eine spannende Brücke zum Thema „finde & suche“.

Großformatig und auf den ersten Blick ganz klar in ihrer Aussage wirken zahlreiche der Arbeiten die Manuele Klein im Haus 31 und im Foyer der TBG-Verwaltung und bei den Technologen (Haus 7) zeigt.

Werke von Manuele Klein im Foyer der TBG-Verwaltung

Die Künstlerin widmet sich vorrangig den Farben Schwarz und Weiß in einer universell gültigen Bildersprache. Nur der erste Blick vermittelt: Ich habe alles erkannt. Setzt man sich intensiver mit den Arbeiten auseinender zeigt sich, dass die hier vermittelte Ordnung der Formen einen großen Spielraum für die Phantasie bieten.

Abstraktion von Manuele Klein im Haus 31 im TBG

Immer wieder ziehen unterschiedlich eingebrachte schwarz strukturierte, gradliniege Ebenen die Aufmerksamkeit auf sich, obwohl doch das Weiß dominiert.

Sebastian Jansen, BEOS AG

Die Verbindung Kunst und Technik hat den TechnologiePark bereichert, so Sebastian Jansen, von der BEOS AG Niederlassung Rhein-Ruhr und zuständig für den TechnologiePark Bergisch Gladbach. Ein absolutes „Aus“ sieht er für diese Verbindung nicht, ist in der Zukunft offen für neue Ideen und Konzepte.

Kurator Karsten K. Panzer, der 58 Ausstellungen im TBG koordinierte, will im 70ten Lebensjahr noch einmal andere Wege gehen. Deshalb hat er die Zusammenarbeit mit dem TechnologiePark eingestellt, sagt er in seiner Ansprache.

Erstmals in 20 Jahren trug er nicht das vertraute künstlerische Schwarz sondern ein weißes Outfit. Dies symbolisierte die Befreiung von der Kunst, sagt er. Melancholie und Trauer verspürt der Macher über den Abschied vom eigenen Atelier und das Ende des Atelierhauses A24. Diese kulturelle Institution in Stadt und Region musste wegen bautechnischer Belange geschlossen werde.

„Gemeinsam hoffen wir, so Panzer, dass durch die Hilfe von Kultur, Politik und Wissenschaft diese Lücke alsbald geschlossen werden kann.“ Einen Dank richtet der Kurator an die wechselnden Eigentümer des TBG für die stete Unterstützung in Sachen Kunst. Ebenso an die treuen Gäste, die Unternehmen, die gezeigt haben, dass die Kunst „Arbeit und Ästhetik“ erfolgreich verbinden kann.

Bürgermeister Lutz Urbach eröffnete seine Ansprache mit einem lachenden und weinenden Auge. Viele Jahre haben Kunst und TechnologiePark miteinander gewirkt, so Urbach. Leider fehlt im Moment die Zukunftsperspektive. Der Bürgermeister hofft trotz allem, dass es im TBG noch weitere Aktionen in Sachen Kunst geben wird.

Für den stetigen Einsatz dankte er Kurator Karsten K. Panzer herzlich und stellt in den Vordergrund, mit wie viel Mühe die Zusammenstellung einer Präsentation verbunden ist.

Lutz Urbach: „Ich habe mich im Atelierhaus A24 stets wohl gefühlt und habe erlebt, wie intensiv sich Karsten Panzer für seine Künstlerinnen und Künstler eingesetzt hat, auch für diejenigen, die in der Reihe Kunst im Technologiepark ausgestellt haben.

Applaus gab es im Verlauf der Vernissage für die Musiker Bernt Laukamp (Posaune) und Tobias Weindorf (E-Piano), die mit perlenden Tönen die sommerliche Stimmung untermalten.

Die Ausstellung „finde & suche“ wird bis zum 10. Oktober gezeigt und kann werktags von 9 bis 18 Uhr im TechnologiePark, 51429 Bergisch Gladbach (Moitzfeld), Friedrich Ebert Straße 75, besucht werden.
Online-Katalog

Ein Hinweis zur Präsentation „finde & suche“: Ursprünglich war vorgesehen (im Flyer angekündigt) dass der Künstler Hannes Lorenz seine Stein-Stelen (Sonnenfinger) im Rahmen der Ausstellung im Außengelände des TBG präsentiert. Versicherungstechnische Fragen sind laut Angaben von Kurator Karsten K. Panzer, der Grund dafür, dass man Abstand von der Präsentation genommen hat.

Tipp: Die Sonnenfinger von Hannes Lorenz kann man am Sonntag, 7. Juli, im Rahmen der Aktion „Offener Garten“ in 51429 Bergisch Gladbach/Bensberg, Overather Straße 53 von 11 bis 18 Uhr anschauen. Ein Besuch in dem wunderschönen, blühenden Garten entführt in eine kleine Märchenwelt.




Ein „ScherbenGericht“ voller Schönheit und Gefahren

Maria Schätzmüller-Lukas. Im Vordergrund das Ballerina-Kleid des Objektes Tütü, im Hintergrund ein Gemeinschaftswerk mit Manuele Klein.

Das „ScherbenGericht“  ist angerichtet, beinhaltet meist „scharfe“ Objekte der Künstlerin Maria Schätzmüller-Lukas und ist in unmittelbarer Nähe des Eingangs zur Refrather Galerie Schröder und Dörr platziert.

Filigran, strahlend, harmonisch –  bei Berührung gefährlich  – wirken zahlreiche der Arbeiten der  Künstlerin Maria Schätzmüller-Lukas, die für ihr Schaffen Kraft aus der Ruhe der Natur schöpft. Doch diese Ruhe bringt in die Werke keine platte Schönheit, sie zeigt vielmehr Exponate mit spitzen Details wie Nägel oder Tunnelwege, deren Zugang mit scharfen Eiszapfen geschützt  zu sein scheint.

Objekt: ScherbenMeer

Immer wieder kommt das Spitze, das Scharfe in den Fokus der Arbeiten der im Bergischen Land wirkenden Künstlerin.

Ausstellungsbesucher im Gespräch vor Stuhl und Scheibe

Maria Schätzmüller-Lukas zaubert Licht in durchschnittene Steine, verbindet die Sucht  „rauchen“  im Werk „Tütü“ elegant  mit dem schwebenden Kleidchen der Ballerina. Zeigt dieses  gespickt mit Zigarettenstummeln.

Tütü – das obere Element spiegelt sich im Unterteil der Arbeit

Eine Szene die aufgefangen wird in Spiegelungen auf dem Boden der Galerie, wo die ergänzende Ebene des Objekts ihren Platz hat. Die Arbeit ist eine Leihgabe hat die stattlichen Maße von 210x120x120 cm und besteht aus den Materialen Stoff, Glas, Blei, Wasser.

Ebenso  verbergen sich in der Kunstreihe „Stühle“  geheime Botschaften, verborgene  Ebenen. Diese Stühle sind absolut nicht zu besetzen. Sie führen zu Erstaunen, Irritation, Unbehagen, vielleicht auch (je nach Sicht der Betrachter) zum Schmunzeln.

Scharfe Metalle verleiden die Lust, hier Platz zu nehmen. Spitze Nägel  stecken in der Sitzfläche. Ihre Köpfe sind verziert mit bunten Glassteinen, signalisieren Schönheit, auf den ersten Blick.

So verbindet sich in der Arbeit der Glaskünstlerin Kreativität mit Aggression und zwar vom Feinsten, betont Kunsthistorikerin Marise Schreiber in ihrer Einführung. Sie eröffnet mit ihren Erläuterungen neue Sichtweisen auf die Exponate.

Objekt Steine

Schwebende Glasscheiben, eine Perücke, geschaffen aus Glas, Metall und Haaren, eine Handtasche, aus der grauer Sand quillt, Kippen-Girlanden,  gestaltete Glasscheiben (Zusammenarbeit mit Manuele Klein und  Maria Schätzmüller-Lukas) begeistern ebenso wie  drei Pyramiden-Szenen mit ihrem Lichtspiel.

Zur Person: Maris Schätzmüller-Lukas wurde 2008 mit der Goldmedaille für Skulpturen Joinville Art Expo ausgezeichnet. Sie war Meisterschülerin bei Professor Berger, FH-Köln, absolvierte dort das Studium der Freien Bildhauerei. Die Ausbildung zur Kunstglaserin machte sie bei F.H. Lauten in Kürten.

Objekt: Perücke

Die Ausstellung wird präsentiert bis zum 28. Juli 2019

Galerie Schröder und Dörr, Wingertsheide 59, 51427 Bergisch Gladbach

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 11 bis 14 Uhr. Telefonischer Kontakt: (02204) 6 41 70

www.schaetzmueller-lukas.de




Lehrreicher Tag der Verkehrssicherheit bei der BASt

Die Simulation eines Unfalls mit Rettungseinsatz lockte viele Besucher an

Wenn die BASt – Bundesanstalt für Straßenwesen – zum Tag der Verkehrssicherheit in die Brüderstraße einlädt, erwartet die Gäste ein spannendes, lehrreiches und anschauliches Programm. Eine Fotoreportage.

Der Einladung auf das Gelände der BASt in Frankenforst folgten am Samstag viele Interessierte aller Altersstufen. Wie in den vergangenen Jahren war die Demonstration eines Fahrzeugcrashs mit anschließendem Rettungseinsatz ein Zuschauermagnet.

Schon 30 Minuten vor einem Crash-Test versammelten sich viele Gäste hinter der sicheren Absperrung, in gebührender Entfernung zum Unfallort. Sie erlebten bei der Vorführung, welche Folgen ein Crash und wie intensiv die Retter im Einsatz sind, um Verunglückten schnelle Hilfe zu leisten.

Im Verlauf des Programms gab es zahlreiche Möglichkeiten in Sachen Verkehrssicherheit Informationen zu sammeln. Einen nicht unwesentlichen Teil bildete auch der Bereich zukunftsweisende Technik. So beispielsweise die Info zu Elektrokleinfahrzeugen und Assistenzsystemen für Fahrräder.

Wichtige virtuelle Einblicke gab es für Radfahrer/Autofahrer in der Demonstration: Was sehen Autofahrer, was Radfahrer, wenn sie sich im Straßenverkehr begegnen.

Groß war das Interesse am Dummy-Museum, das im Hauptgebäude der BASt zu finden war. Hier gab es intensive Einblicke zur Entwicklung von Crash-Dummys, mit denen ab Mitte der 60er Jahre geforscht wurde.

Wie sich die Technik im Verlauf der Jahrzehnte rund um die Testreihen (Ergebnisse) verändert hat, erklärte Helge Böhme von der BGS Böhme & Gehring GmbH. So erfuhren interessierte Gäste auch, dass zwischen den Messwerten, die ein Dummy aus dem Jahre 1985 lieferte und denen neuesten Datums Welten liegen. Dank der digitalen Technik kann man heute sogar auslesen, wie sich Unfallfolgen auf einzelne menschliche Organe auswirken.

Der bundesweite Tag der Verkehrssicherheit fand in 2019 zum 15. Mal statt. Ausgerichtet wurde er in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und vielen Partnern. Insgesamt gab es rund 50 Informations- und Aktionsstände, die neben technischen Informationen auch beste Unterhaltung für Jung und Alt boten.

Sogar „Max der kleine blaue Laster“ war mit von der Partie. Er parkte in einem gemütlichen Zelt, wo eine Märchenfee zu Gast war. Sie hatte für die Mädchen und Jungen sehr schöne Geschichten im Gepäck! Außerdem gib es für die Kleinen eine Bastl-Info. Die kleinen Faltblätter können bei der BASt bestellt werden. Sie informieren in kindgerechter Weise über Autos, Straßen, Tunnel oder Verkehrszeichen.

Darüber hinaus wurde am Samstag das neue Internetportal www.hilfefinder.de freigeschaltet. Diese Plattform soll Verkehrsunfallopfern, deren Angehörigen, Zeugen und Helfern eine erste Anlaufstelle sein. Hier können sie sich umfassend zum Thema psychische Unfallfolgen informieren.

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat das Portal in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) und der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) entwickelt.

Mehr Informationen gibt es auf der Website der BASt.




Die Schlossstadt lässt sich verzaubern

Das Bensberger Schlossstadtfest stand in diesem Jahr unter dem Motto „Bensberg ist bezaubernd“. Und damit hatte die IBH nicht zu viel versprochen, schauen Sie selbst. 

Die Zauberer und auch eine Hexe mit scharfem Blick brachten die Festgäste zum Staunen. Gaukler Walter Andes verzauberte mit seinen Künstlern im Gefolge (Dag Kleffmann, Attila, Gerd Grunewaldt, André Blake, Hans Dillenberg, Ulrike) die zahlreichen Gäste des Schlossstadtfestes.

Walter Andes: „In einer wissenschaftlich aufgeklärten Zeit, in der es kaum noch Raum für Geheimnisse oder Wunder gibt, wo rational denkende Menschen nur noch glauben wollen, was sie auch sehen – ist es wichtig ein Gegengewicht zu setzen – mit der Zauberkunst.“

An diesem Wochenende stellten auch die Bensberger Geschäfte ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Kunsthandwerker und externe Händler ergänzten das Programm. Karussel, Rutschbahnen, Hüpfburgen und vieles mehr begeisterte die Kinder, aber auch die Erwachsenen – beim Zuschauen.

Mehr als  150 Stände von Händlern, Geschäftsleuten  und Vereinen schmückten die Schlossstraße. Im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags waren auch die ortsansässigen Händler eingebunden. Gute Adressen um den zuvor erworbenen Geschenkgutschein einzulösen, den die IBH Bensberg präsentiert  und zum Schlossstadtfest zusammen mit der Bensberger Bank und der Kreissparkasse Köln anbietet.




Eltern fürchten, dass die Kita „Arche Noah” untergeht

Einem Aufruf zu einer Demonstration besorgter Mütter und Vätern, die um die Kita Arche Noah in Refrath bangen, sind viele Eltern, Kinder, Großeltern und Nachbarn gefolgt. Die Evangelische Gemeinde nimmt als Träger ausführlich Stellung zu den Problemen vor Ort.

Gegen 15 Uhr startete die Demo an der Kita in Kippekausen.  Dabei hatten die Demonstranten viele Transparente, auf denen beispielsweise zu lesen war: „Unsere Arche geht unter“ oder „Gelb-Rote Karte für den Kita-Träger“.

„Bereits seit einem Jahr bewege sich diese Kita in Richtung Untergang“ sagten Eltern-Vertreter. Sie verweisen auf eine starke Fluktuaktion, der Beschäftigten. Selbst längjährige Mitarbeiterinnen hätten gekündigt. 

Die integrative Kindertagesstätte „Arche Noah“ im Familienzentrum E.N.G.E.L. ist eine Einrichtung der evangelischen Kirchengemeinde Bensberg. Kinder im Alter von 4 Monaten bis 6 Jahren werden in den integrativen Tagesstättengruppen, Kindergartengruppen und Spielgruppe betreut.

Die stetigen Wechsel der Betreuerinnen und Betreuer seien zuletzt für die Kinder eine große Belastung gewesen, erzählt ein Vater. Kaum seien die Kleinen mit einer Person vertraut, komme schon wieder ein Wechsel.

Die Erzieherinnen und Erzieher, die noch in der Arche Noah wirken, gäben ihr Bestes, so die einhellige Meinung der Eltern. Die Probleme hätten mit dem Wechsel der Leitungsposition vor einem Jahr angefangen. Neue Strukturen hätten für Unruhe im Team gesorgt und zu den Abgängen geführt. 

Die Eltern wünschen für ihre Kinder wieder stabile Zeiten. An dem vom Träger angebotenen Sonder-Kündigungsrecht des Kitaplatzes haben sie kein Interesse. Gesprächen würden sich die Leitung und der Träger der Kita verweigern.

Während sich die Demo am Mittwoch sammelt und in Bewegung setzt, tagen im Besprechungsraum der „Arche Noah“ die für das Haus Verantwortlichen (Träger, Leitung), erzählt eine Mutter. Sie hoffte, wie andere Eltern, dass sich im Zusammenhang mit dem Treffen der Verantwortlichen vor Ort spontan ein erhellendes Gespräch unter den Betroffenen gesucht wird. Dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung.

Allerdings bezog die Evangelische Kirchengemeinde später in einer ausführlichen Pressemitteilung Stellung. Sie bedauert „die schwierige Situation”. Die Situation habe sich durch Erkrankungen verschärft, neue Mitarbeiter zu gewinnen sei sehr schwierig. Zur Zeit arbeite man an Notfallpläne sowie an einem Konzept zur Kommunikation und zum Beschwerdemanagement. 

Gemeinsam mit dem Jugendamt sei entschieden worden, die Gruppenstärke der Kita im neuen Kindergartenjahr von vier auf dre Gruppen zu senken. Damit reduziere sich die Anzahl der zu betreuenden Kinder von derzeit 70 auf zukünftig 52 Kinder.

Dokumentation: Stellungnahme der Evangelischen Gemeinde Bensberg
Pressemitteilung der Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg zur Demo der Eltern

Die Ev. Kirchengemeinde Bensberg ist Träger von 2 Kindertagesstätten sowie des mehrfach vom Familienministerium mit dem Gütesiegel Familienzentrum als hervorragend zertifizierten Familienzentrums E.N.G.E.L. Die Fragen der Eltern beziehen ausschließlich auf die Integrative Kindertagesstätte Arche Noah.

Der Träger bedauert die schwierige Situation in der Kindertagesstätte Arche Noah sehr.

Nach einer Zeit der Vakanz wurde im Mai 2018 die Leitungsstelle neu besetzt. Als unmittelbare Reaktion auf die Neubesetzung haben 3 Mitarbeiterinnen das Haus verlassen.  Diese Stellen konnten alle neu besetzt werden, allerdings dauerte die Neubesetzung vor dem Hintergrund des allgemein bekannten Fachkräftemangels im pädagogischen Bereich bis in den Dezember 2018. In diesem gesamten Zeitraum ist es nicht zu Gruppenschließungen gekommen, was in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass die neue Leitung mit einem sehr hohen Engagement in den Gruppen tätig war.

Bereits seit Ende 2017 hat sich der Träger, vertreten durch das Presbyterium, intensiv mit der Vereinheitlichung von QM Maßnahmen sowie der Einführung von einheitlichen Qualitätsstandard in der pädagogischen Arbeit beschäftigt.  Kernprozesse sollten überprüft werden und gemäß Qualitätshandbuch evangelischer Kindertagesstätten in Köln angepasst werden. Wir haben dieses Vorhaben im Vorfeld intensiv mit Mitarbeitern und Eltern besprochen. Im Rahmen eines Elternabends im Oktober 2018 wurden die Maßnahmen seitens der Eltern ausdrücklich begrüßt, teilweise sogar eingefordert.

Unmittelbar nach diesem Elternabend haben wir mit einer Team-Coachingmaßnahme durch eine auf Kindertagesstätten spezialisierten Fachberatung begonnen, um dem Team langfristig damit die Arbeit und das Zusammenwachsen zu erleichtern. Mehrere gemeinsame Termine wurden durchgeführt. Das zeigt den hohen Grad der Motivation und Verantwortung für die neue Situation, die beim Presbyterium der Kirchengemeinde vorhanden ist.

Ab Januar 2019 waren alle Mitarbeiterstellen vollumfänglich und qualifiziert besetzt.

Im Februar 2019 wurde der Elternrat durch Trägervertreter sowie den externen Coach hinsichtlich der konkret bis zum Sommer geplanten QM-Maßnahmen in 8 Kernprozessen unterrichtet. Dieses wurde seitens der Elternvertreter ausdrücklich begrüßt.

Im Februar kam es leider zu einer Verschärfung der Situation, als mehrere Mitarbeiterinnen parallel und für uns unerwartet erkrankten. Das Presbyterium hat ständig über Stellenanzeigen oder Mundpropaganda neue Kräfte gefunden, befristet eingestellt und eigene Kräfte aus der zweiten KiTa in die Arche abgestellt. Damit konnten wir, um Eltern und Kinder, sowie die Kolleginnen zu unterstützen den Personalstand zahlenmäßig im pädagogischen wie gesetzlich erforderlichen Rahmen halten. In enger Absprache mit Jugendamt und Landesjugendamt wurden zeitlich befristet weitere Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebes vereinbart. Es kam auch in diesem Zeitraum nicht zu Gruppenschließungen, allerdings wurden Eltern gebeten, sofern Fremdbetreuungszeiten nicht zwingend erforderlich seien, Kinder früher abzuholen. Diese Maßnahme wurde am 14. Februar, im Rahmen eines Elternabends, gemeinsam mit den Eltern beschlossen.

Parallel haben wir in dieser Zeit immer wieder mit dem Elternrat und auch der Elternschaft das Gespräch gesucht, versucht, unsere missliche Lage (ungeplante Unterbesetzung durch Erkrankung von Mitarbeiterinnen, Urlaubsansprüche und Überstundenabbau) zu erklären und nach Wegen für eine gemeinsame Lösung zu suchen. Je länger aber die Lage anhielt und die Stabilität bei aller Anstrengung nicht hergestellt werden konnte, wurde die Unzufriedenheit bei den Eltern größer. Als Träger verstehen wir durchaus den großen Druck, den Eltern haben, ihre Kinder aus beruflichen Gründen in eine verlässliche Betreuung zu geben und ebenso den absolut berechtigten Wunsch für ihr Kind eine möglichst positive Zeit in der KiTa zu bekommen.

Wir gehen heute davon aus, dass diese fortschreitende Instabilität zu weiteren Kündigungen geführt hat. Es kommt erschwerend dazu, dass der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich durch die Einführung von KiBiz mittlerweile so exorbitant ist, dass so gut wie keine neuen qualifizierten Kräfte gewonnen werden können. Auf der anderen Seite ist es leicht für Mitarbeitende, sich neue Stellen zu suchen.

Die Coachingmaßnahmen konnten z.T. dann ebenfalls nicht mehr fortgeführt werden, weil dafür einfach keine Kapazität blieb. Sie sind jedoch nach wie vor im Blick und sollen fortgeführt werden. Als Träger wollen wir keine Möglichkeit auslassen, die Lage zu verbessern. Dazu gehören und gehörten, in dieser besonderen Lage, dicht getaktete Gespräche mit der Leitung, die wir zu jedem Zeitpunkt als sehr kompetente Ansprechpartnerin wahrgenommen haben, inklusive zugeordnetes Coaching und Supervision durch Fachkräfte, um sie in ihrer Rolle in dieser besonderen Lage zu stärken und zu beraten.  Des Weiteren sind wir von Anfang an in engem Austausch mit dem Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach, dem Landschaftsverband und unserer evangelischen Fachberatung und sprechen unsere Maßnahmen jeweils eng und vertrauensvoll ab. Wir sind z.Zt. dabei, Notfallpläne abschließend zu formulieren, sowie ein Konzept zur Kommunikation und zum Beschwerdemanagement einzuführen.

Ein weiterer perspektivisch entlastender Blick wird sein, dass wir uns gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Bergisch Gladbach entschlossen haben, die Gruppenstärke der KiTa im neuen Kindergartenjahr von 4 auf 3 Gruppen zu senken. Damit reduziert sich die Anzahl der zu betreuenden Kinder von derzeit ca. 70 auf zukünftig ca. 52 Kinder.

Wir freuen uns, dass wir auf die ausgeschriebene Stellen Bewerbungen erhalten und hoffen, dass wir trotz der in die Öffentlichkeit getragenen Schwierigkeiten in der KiTa gute Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter finden werden.

Wir können die Not der Eltern verstehen und bemühen uns so gut es geht, die Sachlage zu wenden. Für uns als Träger ist es wichtig, in allem Handeln ein klares Konzept zu behalten, ein Ziel, auf dass wir zum Wohl der Kinder hinarbeiten können, auch wenn die bedrängende Tagesaktualität im Moment eine andere Sprache spricht. Dazu gehört aber unbedingt, dass wir alle das Vertrauen aller Beteiligten zueinander in angemessener Weise wiederherstellen können.

Bereits in der vergangenen Woche haben wir dem Elternrat mitgeteilt, dass wir kurzfristig einen Informationsabend für die Eltern einberufen werden, in dem wir Lösungsoptionen miteinander besprechen möchten.




„Talk & Texte” bringt vielseitige Literatur ins Rathaus

In der Reihe „Talk & Texte – Literatur im Rathaus“ ging es nicht nur um Intrigen am Königshaus, vielmehr auch um zarte, fröhliche, besinnliche und hoffnungsvolle Texte aus Lyrik und Prosa.

Es war ein unterhaltsamer Abend, zu dem der Förderverein der Stadtbücherei Bergisch Gladbach und die Autorengruppe Wort & Kunst e.V. in den Saal des Bensberger Rathauses eingeladen hatten.

Szenen in denen sich die Zuhörerinnen und Zuhörer wiederfanden. Momente, die viele selbst kennen gelernt, durchlebt haben. Und es stellte sich heraus, eine positive Grundeinstellung hilft dunkle Wolken zu vertreiben.

Renate Beisenherz-Galas, Heinz-D. Haun, Hildegard Tillmann

Renate Beisenherz-Galas und Hildegard Tillmann stellten Lyrik- und Prosa-Werke vor. Eine Gedankenwelt – in wunderbare Worte gefasst – die viel über das Leben an sich bündelte.

Spannung baute der Bergisch Gladbacher Autor und Musiker Oliver Buslau auf. Der Gastautor las aus seinem historischen Kriminalroman „Schatten über Sanssouci“, der 2011 im Emons Verlag erschienen ist.

Der Roman spielt in der Zeit, als Potsdam durch die Herrschaft Friedrich des Großen geprägt war. Im neuen Schloss Sanssouci fördert der König Kunst und Musik. Johann Joachim Quantz, Kammermusiker und Flötenlehrer Friedrichs II, fühlt sich sehr wohl am Hofe des Königs, wird aber zum „Mittelpunkt einer geheimnisvollen Intrige“ und gerät sogar unter Mordverdacht. Und die Spannung steigt … .

Buslau wurde 1962 in Gießen geboren, studierte in Köln und Wien (MA). Er lebt seit 27 Jahren in Bergisch Gladbach. Zwei berufliche Leidenschaften bestimmen sein Leben: Das Schreiben und die Musik. Er verfasste zahlreiche Kriminalromane, wobei fünf einen besonderen Bezug zur Musik haben. Ferner spielt er in verschiedenen klassischen Musikensembles (Bratsche), aber auch seit 2011 in einer Krimi-Rockband.

Aktuell ist Oliver Buslau auch mit „Gero Gladberg“ unterwegs. Das Bürgerportal Bergisch Gladbach startete mit dem Autor eine lokale Krimiserie zum Lesen, Anhören und Mitmachen: Jeden Monat löst Gero Gladberg einen neuen Fall, derzeit läuft „Gero Gladberg und der Deal an der Strunde”.

Über ihre Berufung zum Schreiben, sprach Heinz-D. Haun (Autorengruppe Wort & Kunst) mit den Autorinnen Renate Beisenherz-Galas und Hildegard Tillmann.

Die einzelnen Programmpunkte begleitete Silvia Nitsche-Mayr mit ihrem Spiel auf der Querflöte. Zu ihrem Repertoire zählte auch eine Komposition, die eine Verbindung zu Joachim Quantz, dem Kammermusiker am königlichen Hofe, aufbaute. Das Gespräch mit Oliver Buslau führte Petra Christine Schiefer (Autorengruppe Wort & Kunst)

Eine große Runde verfolgte die abwechslungsreiche Lesung in der Reihe „Talk & Texte“

Die Autorinnen:

Renate Beisenherz-Galas, die 2017 im Heider Verlag ihren Gedichtband „Ungereimtheiten und Gereimtes“ veröffentlichte, gab in diesem Jahr zusammen mit Günter Helmig die Anthologie „Vom Bleiben und Schwinden“ (Heider Verlag) heraus. Sie ist vielen Gladbachern als stellvertretende Bürgermeisterin bekannt, die immer sehr im Bereich Literatur und Theater engagiert war. Inzwischen ist sie Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbücherei Bergisch Gladbach und der Autorengruppe. Die gebürtige Hamburgerin studierte Germanistik und Theologie, wurde Gymnasiallehrerin und lebt seit über 40 Jahren in Bergisch Gladbach. Die Autorin stellte am Freitag eine Auswahl aus ihrer Lyrik und Kurzprosa vor.

Hildegard Tillmann wurde in Bergisch Gladbach geboren und lebt seit ihrer Kindheit in dieser Stadt. Sie war lange berufstätig und widmete sich anschließend ihrer Familie, 2002 machte sie in Köln das Abitur nach. Sie entdeckte vor Jahren ihre Lust am Schreiben, veröffentlichte in mehreren Anthologien Lyrik und Prosa und ist aktives Vorstandsmitglied im Förderverein der Stadtbücherei. Ihre zweite Leidenschaft ist das Gärtnern, was sich aus manchen Texten erschließen lässt.