Erneuter Anstieg der Corona-Fälle durch Reise-Rückkehrer

Mit sechs Corona-Fällen sorgen Reise-Rückkehrer für einen erneuten Anstieg bei den Corona-Fällen. Die Urlauber kehrten wieder von Reisen in Südeuropäische bzw. Balkanstaaten zurück, meldet der Kreis.

Heute sind sieben weitere bestätigte Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis bekannt geworden, davon vier in Bergisch Gladbach, einer in Leichlingen und zwei Wermelskirchen. Zwei weitere Personen seien genesen, heißt es beim Kreis. Es befänden sich 172 Personen in Quarantäne, das seien 8 Personen mehr als am Vortag.

Bei einem der neuen Fälle läge der Infektionsursprung im familiären Umfeld. Bei 6 neuen Fällen sei der Infektionsursprung im Rahmen von Reisen in Südeuropäische bzw. Balkanstaaten zu sehen.

Der gestern im Luchtenberg-Richartz-Haus in Burscheid bekannt gewordene Fall ziehe nach umfangreichen Ermittlungen des Kreisgesundheitsamtes nur einen kleineren Testumfang nach sich, der sich zielorientiert an den nur wenigen Kontaktpersonen orientiere. Er habe keine Auswirkungen auf Besuchsregelungen in der Pflegeeinrichtung.

Das vorbildliche Hygieneverhalten der Mitarbeitenden und die Arbeit unter entsprechender Schutzkleidung ermögliche, dass vorsorglich nur die wenigen engen Kontaktpersonen getestet würden. Die Testergebnisse lägen noch nicht vor.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 4 256 16 223 17
Burscheid 0 24 0 22 2
Kürten 0 24 0 24 0
Leichlingen 1 45 0 43 2
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 0 46 2 42 2
Rösrath 0 54 0 52 2
Wermelskirchen 2 69 3 57 9
RheinBerg 7 542 22 486 34

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle durch Reise-Rückkehrer

Vor allem Reise-Rückkehrer haben für einen deutlichen Anstieg bei den Corona-Fällen im Kreis auf insgesamt zehn Personen gesorgt. Bei sechs der heute neu gemeldeten Fälle handelt es sich um Urlauber, die aus Destinationen im Balkan und Spanien zurückgekehrt sind.

Von den zehn bestätigten Corona-Fällen im Rheinisch-Bergischen Kreis würden sechs auf Bergisch Gladbach und jeweils ein Fall auf Burscheid, Leichlingen, Rösrath und Wermelskirchen fallen, meldet der Kreis. Bei zwei Fällen handele es sich um Einzelfälle mit unklarem Infektionsursprung. Bei einem neuen Fall werde der Infektionsursprung im beruflichen Umfeld gesehen.

Mehr Corona-Fälle durch Urlaub

Bei insgesamt sechs neuen Fällen handele es sich jeweils um Reise-Rückkehrer, so der Kreis. Sie kämen aus den Ländern Kosovo, Albanien, Kroatien, Mazedonien und der Region Katalonien in Spanien. Dies zeige, dass sich jetzt auch im Rheinisch-Bergischen Kreis die Reise-Rückkehrer im Anstieg der Corona-Fälle bemerkbar machen würden.

Bei dem in Burscheid bekannt gewordenen Fall sei laut Kreis eine Burscheider Pflegeeinrichtung betroffen. Eine Person aus der Mitarbeiterschaft sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der Infektionsursprung sei unbekannt.

Abstrich-Aktion

Die Kontaktpersonen aus dem beruflichen und privaten Umfeld würden ermittelt und abgestrichen sowie entsprechend ihres Kontaktstatus unter Quarantäne gesetzt. Die infizierte Person habe mit entsprechender Schutzkleidung gearbeitet. Dennoch werde das Gesundheitsamt in der Pflegeeinrichtung vorsorglich eine größere Abstrich-Aktion durchführen.

Im Zusammenhang mit dem in einer Physiotherapiepraxis in Wermelskirchen bekannt gewordenen Fall lägen alle Testergebnisse vor, diese seien alle negativ.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 6 252 16 222 14
Burscheid 1 24 0 22 2
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 1 44 0 43 1
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 0 46 2 42 2
Rösrath 1 54 0 52 2
Wermelskirchen 1 67 3 57 7
RheinBerg 10 535 22 484 29

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Corona: Kreis klärt über Tests für Reiserückkehrer auf

Heute ist ein weiterer Corona-Fall im Rheinisch-Bergischen Kreis bekannt geworden. Zudem weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass Corona-Tests von Reiserückkehrern nicht von der Kreis-Behörde durchgeführt werden – sondern von den Hausärzten.

Am Mittwoch ist ein weiterer bestätigter Corona-Fall in Bergisch Gladbach bekannt geworden, meldet der RBK. Bei dem neuen Fall handele es sich um einen Einzelfall mit unklarem Infektionsursprung.

Klare Regelung für Tests von Reiserückkehrern

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises weist zudem darauf hin, dass Corona-Tests von Reiserückkehrern durch die Hausärzte beziehungsweise in den von den Kassenärztlichen Vereinigungen eingerichteten Testzentren durchgeführt würden, beispielsweise an den Flughäfen Köln/Bonn oder Düsseldorf, und ausdrücklich nicht vom Gesundheitsamt.

Dies habe inzwischen das Bundesministerium für Gesundheit in einer Presseinformation klargestellt. Die irreführende Aussage war zunächst aufgrund einer nicht eindeutigen Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums irrtümlich entstanden. Zahlreiche Medien hätten daraufhin berichtet, die Tests für Reiserückkehrer würden von den Gesundheitsämtern durchgeführt. Das sei jedoch ausdrücklich nicht der Fall, so der Kreis.

Corona-Tests von Reiserückkehrern werden ausdrücklich nicht vom Gesundheitsamt durchgeführt, Foto: Rainer Prang auf Pixabay

Beschwerden am Bürgertelefon

Auch am Bürgertelefon des Kreises habe es daher in den vergangenen Tagen viele Beschwerden von Urlaubsrückkehrern gegeben, die vom Kreisgesundheitsamt eine Testung verlangt hatten.

Die Mitarbeitenden des Bürgertelefons hätten die Anrufenden richtigerweise an ihre Hausärzte verwiesen und seien daraufhin teilweise wüsten Beschimpfungen ausgesetzt gewesen.

Im Interesse der betroffenen Urlaubsrückkehrer und aller Beteiligten stellt das Kreisgesundheitsamt eindeutig klar: Für die Testung von Urlaubsrückkehrern seien die Hausärzte zuständig und hierüber erfolge auch die Kostentragung.

Diese Entscheidung geht zurück auf eine vom Bundesministerium für Gesundheit erlassene Rechtsverordnung, die kostenlose Tests für alle Reiserückkehrer ermöglicht.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 1 246 16 221 9
Burscheid 0 23 0 22 1
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 0 43 0 43 0
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 0 46 2 40 4
Rösrath 0 53 0 52 1
Wermelskirchen 0 66 3 57 6
RheinBerg 1 525 22 481 22

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Kreis bündelt Online-Angebote der Gleichstellungsstelle

Beratung für Frauen und Mädchen: Die Gleichstellungsstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises unterstützt bei beruflichen Fragen, genderpolitischen Themen oder persönlichen Krisen und Nöten. Die Webseite des Kreises fasst die Angebote nun zentral zusammen.

Unter dem neuen Menüpunkt „Gleichstellung“ auf der Website des Kreises sind nun Ansprechpartner und Beratungsstellen zu den Bereichen „Unterstützung in Krise und Not“, „Beruf, Wiedereinstieg und Bildung“ sowie „Mädchenberatung“ übersichtlich gebündelt. Damit stehen Informationen sowohl für persönliche, berufliche oder familiäre Lebenssituationen niederschwellig zur Verfügung.

Ansprechpartnerinnen des Kreises sind die Gleichstellungbeauftragte Anja Möldgen und ihre Stellvertreterin Süheyla Bas. „Wer auf der Suche nach Unterstützung und Informationen ist, findet auf unserer Website jetzt die richtigen Anlaufstellen. Frauen und Mädchen sind zudem willkommen, sich bei jeglichen Fragen und Nöten persönlich an mich oder Süheyla Bas zu wenden“, betont Anja Möldgen.

Gleichstellungsbeauftragte Anja Möldgen und ihre Stellvertreterin Süheyla Bas initiierten den neuen Auftritt der Gleichstellungsstelle auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises, Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger

Ziele der Gleichstellungsstelle

Das Ziel der Gleichstellungsstelle ist es, die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in allen Lebensbereichen zu verwirklichen. Dafür unterstützen die Mitarbeiterinnen Frauen und Mädchen bei Fragen und Anliegen in allen Lebensbereichen. Wichtige Aufgaben der Gleichstellungsstelle sind zum Beispiel die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, traditionelle Rollenbilder aufzulösen oder sich gegen häusliche Gewalt zu engagieren.

Darüber hinaus agiert die Gleichstellungsstelle in Arbeitsgruppen und Netzwerken oder arbeitet eng mit Vereinen, Initiativen, Unternehmen oder Gleichstellungsbeauftragen aus der gesamten Region zusammen. Auch organisiert sie verschiedene Informationsveranstaltungen, Aktionen oder Seminare, um Verbesserungen bei der Gleichberichtigung von Frauen und Männern zu erzielen.

Frauen und Mädchen können sich persönlich, per E-Mail an gleichstellung@rbk-online.de oder telefonisch unter der Nummer 02202 13 2750 an Anja Möldgen und unter 02202 13 2350 an Süheyla Bas wenden.

Alles rund um das Thema Gleichstellung gibt es auf www.rbk-direkt.de unter dem Stichwort „Gleichstellung“. Hier wird auch auf das Familienportal verlinkt, das viele Informationen zu den Themen „Unterstützungsleistungen für die Familie“, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Erholung und Freizeit“ sowie „Wohnen und Leben“ anbietet.

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Zweiten Lockdown verhindern: “Disziplin aller ist gefragt”

Der Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises registriert mittlerweile wieder vermehrt Corona-Neuinfektionen. Kreisdirektor Dr. Erik Werdel appelliert daher an die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Neben dem Gesundheitsschutz gelte es einen zweiten, lokal begrenzten Lockdown zu verhindern.

„Bitte übernehmen Sie Verantwortung, zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutze Ihrer Familien und Freunde!“

Mit einem eindringlichen Aufruf, weiterhin die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten, wendet sich der Kreisdirektor des Rheinisch-Bergischen Kreises, Dr. Erik Werdel, an Bürgerinnen und Bürger.

Weit entfernt von Vor-Corona

Insgesamt ziehe Werdel, der auch Leiter des Krisenstabs ist, bislang eine positive Bilanz aus der Corona-Krise, meldet der Kreis am Freitagnachmittag: „Alle zusammen haben wir diese Zeit gut gemeistert. Das war nicht selbstverständlich und hat gezeigt, dass der menschliche Zusammenhalt im Rheinisch-Bergischen Kreis immer wieder gut funktioniert.“ Dennoch schränkt Werdel ein, man sei weit entfernt von dem Leben vor Corona.

Der Krisenstab des Kreises registriere mittlerweile wieder vermehrt Neuinfektionen, heißt es. Es handele sich dabei vor allem in den vergangenen Tagen häufig um Kontaktpersonen nachweislich Infizierter. Dies zeige, dass die Einhaltung von Abstandsgebot und Hygieneregeln auch und gerade im Familien- und Freundeskreis enorm wichtig sind, so Werdel.

Der Kreisdirektor weiter: „Ich appelliere deshalb dringend an Sie: Bitte halten Sie sich immer, zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz Ihrer Familien, Ihrer Freunde, Ihrer Bekannten und Kollegen, an die geltenden Empfehlungen. Übernehmen Sie auch weiterhin die Verantwortung.“

Die Abstands- und Hygieneregeln sollten nach wie vor eingehalten werden, Bild von Klaus Hausmann auf Pixabay

Alle tragen Risiko der Ansteckung

Werdel erinnere in diesem Zusammenhang an neuere Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Covid-19-Erkrankungen, schreibt der Kreis: „Heute wissen wir: Wir alle tragen das Risiko der Ansteckung, des Krankwerdens, des schweren Verlaufs und der Spätfolgen. Niemand kann sicher sein, nicht schwer zu erkranken. Bitte stellen Sie sich nur einen Moment lang vor, Sie würden zutiefst um das Leben Ihrer Partnerin oder Ihres Partners bangen, um Ihre Kinder, Eltern oder besten Freunde. Und jetzt machen Sie sich bewusst, dass es vielleicht an Ihnen liegt, ob es bei diesem kurzen Moment bleibt.“

Zusätzlich zum Gesundheitsschutz gelte es auch, einen zweiten, lokal begrenzten Lockdown zu verhindern. „Er würde unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft sicherlich noch härter treffen als die strengen Maßnahmen im Frühjahr“, gibt Werdel zu bedenken und appelliert an Bürgerinnen und Bürger: „Es gibt deshalb über das persönliche Umfeld hinaus so viele Menschen, die auf Ihr Mitwirken angewiesen sind. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden über die Zahlen und Fakten. Halten Sie sich bitte an die Hygieneempfehlungen!“

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Zwei weitere Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis

Heute sind zwei weitere bestätigte Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis bekannt geworden, einer in Bergisch Gladbach und einer in Wermelskirchen. Fünf weitere Personen gelten als genesen.

Bei dem neuen Wermelskirchener Fall handele es sich nach Angaben des RBK um eine Person, die aus einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zurückgekehrt sei und am Zielflughafen einen Abstrich mit positivem Ergebnis erhalten habe. Der neue Bergisch Gladbacher Fall sei ein Einzelfall mit unklarem Infektionsursprung.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 1 243 16 221 6
Burscheid 0 23 0 22 1
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 0 43 0 43 0
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 0 46 2 38 6
Rösrath 0 53 0 52 1
Wermelskirchen 1 66 3 53 10
RheinBerg 2 522 22 475 25

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Sprachpaten unterrichten geflüchtete Kinder online

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet mit seinen Sprachpat:innen ein neues Programm zum Deutschlernen für Schüler:innen mit Migrationshintergrund. Bereits 16 Kinder und Jugendliche aus 12 Ländern nehmen an dem Lernen per Videokonferenz teil.

Innerhalb kurzer Zeit kontaktierte das KI in den vergangenen Wochen zahlreiche Kinder und Familien mit entsprechendem Förderbedarf, heißt es beim Kreis. Zeitgleich seien Patinnen und Paten für eine besondere Art des Fernunterrichts gewonnen worden: Qualifizierte Ehrenamtliche, vor allem Lehramtstudierende mit praktischen pädagogischen Erfahrungen, unterrichten die Schülerinnen und Schüler während der Sommerferien online.

Die Sprachpatinnen und Sprachpaten würden häufig die Herkunftssprache der Kinder als Mutter- oder Zweitsprache beherrschen. Das KI unterstütze die Ehrenamtlichen mit individuellem Unterrichtsmaterial und stelle Unterrichtsmappen zusammen.

Beim ersten Kennenlernen über Skype tauschen sich Patin und Schülerin über einfache Themen aus, Foto: Kreis

„Es ist sehr schön, dass wir so konkret und schnell helfen können“, sind sich die Projektleiterinnen Gabriele Cremer und Barbara Grünjes-Zeilinger vom Rheinisch-Bergischen Kreis einig. Das Onlineangebot bleibe so lange bestehen, bis alle Kinder und Jugendlichen wieder regelmäßig die Schule besuchen würden.

Der IT-gestützte Unterricht beginne in der Regel mit einem ersten Kennenlernen via Skype, erklärt der Kreis. Es würden Fragen und Erklärungen zum Lerninteresse und gemeinsamen Vorgehen folgen. Die Ferien, die ersten Eindrücke von Deutschland oder Hobbys böten erste Gesprächsanlässe, die den Patinnen und Paten Anhaltspunkte zum Kenntnisstand der Kinder gäben. Diese einfachen Themen würden dem Gegenüber ermöglichen, Sprachhemmungen abzulegen und den Wortschatz zu erweitern.

Die ersten 16 vermittelten Kinder und Jugendlichen kommen nach Angaben aus dem kreis aus zwölf Ländern, zum Beispiel Syrien, Iran, Türkei, Ukraine, Kasachstan, Bangladesch, Somalia, Argentinien und Rumänien.

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Neue Notfall-Software optimiert Rettungseinsätze per GPS

Mit dem neuen System “Emergency Eye” kann die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises bereits seit Mai 2020 Notrufende schneller orten. Anfahrtswege können per GPS bestimmt werden. Rettungskräfte gelangen so schneller zum Einsatzort.

Um die Ortung der Anrufenden zu starten, sendet die Leitstelle per SMS einen Link auf das Handy der Notrufenden. Beim Öffnen des Links muss der Lokalisierung zugestimmt werden. Danach erfolgt per GPS eine schnelle Ortung.

„Wir haben bereits sehr gute Erfahrung mit Emergency Eye gemacht. Obwohl die Einsatzzahlen in der Corona-Zeit insgesamt gesunken sind, nutzen wir das System bisher durchschnittlich dreimal die Woche. Ich gehe davon aus, dass wir bald täglich damit arbeiten werden“, so der stellvertretende Leiter der Leitstelle Werner Eichholz.

Weitere Funktionen

Um die Notlage besser einschätzen zu können, kann sich die Leitstelle zusätzlich auf die Handykamera des Anrufenden schalten und ein Live-Video starten. Sollte sich die Leitstelle mit Anrufenden aufgrund von sprachlichen Barrieren nicht verständigen können, kann über das System zudem eine Chat-Verbindung mit Echtzeit-Übersetzungen aufgebaut werden.

Derzeit werden zehn Sprachen vom System erkannt, darunter Englisch, Französisch, Türkisch, Arabisch, Hebräisch und Russisch.

Werner Eichholz, stellvertretender Leiter der Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises, zeigt die Funktionen der neuen Software „Emergency Eye“ auf den Einsatzmonitoren, Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger

So geht´s

Eine Vorinstallation auf dem Smartphone ist nicht notwendig. Das Gerät muss jedoch eine Verbindung zum Internet haben. Das System funktioniert auch bei einer geringen Geschwindigkeit.

Sollte die Verbindung dennoch bei einem Einsatz nicht ganz einwandfrei funktionieren, wird der telefonische Kontakt zur Leitstelle nicht beeinflusst. Für die Notrufenden fallen selbstverständlich keine Kosten durch die Datenübertragung an.

„Ich freue mich, dass mit der Nutzung auch die Sicherheit auf unseren Wander- und Fahrradwegen steigt. Damit wird die Qualität der touristischen Freizeitgestaltung im Bergischen Land weiter verbessert“, so Kreisdirektor Dr. Erik Werdel.

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Weiterer bestätigter Corona-Fall in Overath

Der Rheinisch-Bergische Kreis meldet einen weiteren Corona-Fall: In Overath wurde eine neue Infektion bestätigt. Dies nimmt der Kreis zum Anlass, um nochmals auf die Bedeutung der Vorsichtsmaßnahmen auch im engeren sozialen Umfeld hinzuweisen.

Drei weitere Personen gelten nach Angaben aus dem Kreis als genesen. Es befänden sich 132 Personen in Quarantäne, das seien 11 Personen mehr als gestern.

Der heute bekannt gewordene Fall aus Overath stehe ebenfalls in Zusammenhang mit den in den vergangenen Tagen in Overath bekannt gewordenen Fällen. Es handele sich wiederum um eine bereits zuvor unter Quarantäne stehende Kontaktperson des Ursprungsfalles. Dies mache wiederum deutlich, dass soziale Kontakte nach wie vor risikobehaftet seien und Vorsichtsmaßnahmen auch im engeren sozialen Umfeld sehr wichtig seien.

Im Zusammenhang mit dem gestern in einer Physiotherapiepraxis in Wermelskirchen bekannt gewordenen Fall seien alle möglicherweise als Kontaktpersonen in Frage kommenden Personen inzwischen durch das Gesundheitsamt kontaktiert und unter Quarantäne gesetzt worden. Sie wurden bereits bzw. würden zurzeit abgestrichen. Testergebnisse lägen hierzu noch nicht vor.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 0 242 16 219 7
Burscheid 0 23 0 22 1
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 0 43 0 43 0
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 1 46 2 37 7
Rösrath 0 53 0 52 1
Wermelskirchen 0 65 3 52 10
RheinBerg 1 520 22 471 27

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Zwei weitere Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis

Heute sind zwei weitere bestätigte Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis bekannt geworden, einer in Wermelskirchen und einer in Rösrath. Für Aufatmen sorgen die Ergebnisse an der OGS: Die Testergebnisse der drei abgestrichenen Mitarbeitenden der Offenen Ganztagsschule in Bergisch Gladbach Herkenrath sind alle negativ.

Der in Wermelskirchen bekannt gewordene Fall steht in Zusammenhang mit einer Physiotherapiepraxis in Wermelskirchen. Eine Person, die dort tätig ist, wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Diese hat mit Schutzkleidung gearbeitet.

Die Kontaktpersonen aus dem beruflichen und privaten Umfeld wurden ermittelt bzw. sind in Ermittlung und werden abgestrichen sowie unter Quarantäne gesetzt. Die direkten Kontaktpersonen können hier alle vollständig ermittelt werden und sie werden zurzeit bzw. sehr kurzfristig vom Gesundheitsamt kontaktiert. Entsprechend ihres Kontaktstatus werden sie unter Quarantäne gesetzt.

Wer als mögliche Kontaktperson in Betracht kommt, erhält jetzt gerade zurzeit oder in aller Kürze einen Anruf des Gesundheitsamtes. Die Praxis hat vorübergehend geschlossen.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 0 242 16 217 9
Burscheid 0 23 0 21 2
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 0 43 0 43 0
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 0 45 2 37 6
Rösrath 1 53 0 52 1
Wermelskirchen 1 65 3 52 10
RheinBerg 2 519 22 468 29

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Zahl der Infektionen im Kreis wächst kontinuierlich

Mit drei neuen Corona-Fällen steigt die Zahl der Infizierten weiter an, wenn auch auf niedrigem Niveau. Letzte Ergebnisse der Tests in der St-Antonius OGS stehen noch aus.

Drei weitere bestätigte Corona-Fälle seien heute im Rheinisch-Bergischen Kreis bekannt geworden, erklärte das Gesundheitsamt. Zwei seien in Bergisch Gladbach aufgetreten, einer in Overath.

Zwei weitere Personen würden als genesen gelten. Mit 111 Personen befänden sich sechs Personen mehr als gestern in Quarantäne.

Die Testergebnisse der 3 gestern abgestrichenen Mitarbeitenden der Offenen Ganztagsschule St. Antonius in Bergisch Gladbach stehen nach Angaben des RBK noch aus.

Die aktuellen Zahlen im Überblick:

Ort neue Fälle Infektionen Tote Genesen Infiziert
Bergisch Gladbach 2 242 16 217 9
Burscheid 0 23 0 21 2
Kürten 0 24 0 23 1
Leichlingen 0 43 0 43 0
Odenthal 0 24 1 23 0
Overath 1 45 2 37 6
Rösrath 0 52 0 52 0
Wermelskirchen 0 64 3 52 9
RheinBerg 3 517 22 468 27

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

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Verleihsystem „Bergisches e-Bike“ startet in Bensberg und Gladbach

An zehn Standorten in allen acht Kommunen des Kreises können e-Bikes ausgeliehen, wieder abgestellt und aufgeladen werden. Jetzt geht das neue System auch in Gladbach und Bensberg an den Start, mit zwei Probewochen ab Anfang August.

An den Stationen des neuen E-Bike-Verleihsystems findet in allen acht Kommunen des Kreises in den nächsten zwei Wochen eine „Proberadeln-Aktion“ des Rheinischen-Bergischen Kreises statt. Dabei erklärt ein Team der Kreisverwaltung, wie die Ausleihe der „Bergischen e-Bikes“ funktioniert und stellt diese zum Testen zur Verfügung.

Termine im Stadtgebiet Bergisch Gladbach
Bensberg, U-Bahnhof / Busbahnhof: Samstag, 1. August, 14 bis 17 Uhr 
Gladbach, S-Bahnhof: Samstag, 8. August, 14 bis 17 Uhr

„Das Bergische e-Bike hat sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Nirgendwo sonst in der Republik gibt es ein solches Angebot, das einen ganzen Kreis abdeckt“, berichtet Landrat Stephan Santelmann.

Das zusätzliche Verkehrsmittel verbessert nicht nur die eigene Mobilität. Der Umstieg auf das Rad hält zugleich fit, ohne zu überfordern, trägt zu einem besseren Klima bei und entlastet nicht zuletzt auch den Verkehr. „Wer jetzt noch nicht vom Bergischen e-Bike überzeugt ist, dem möchten wir gerne die Gelegenheit geben, die Fahrräder kostenlos zu testen und sich das Ausleihsystem erklären zu lassen“, so Daniela Zeller, zuständige Projektmanagerin des Kreises.

Als Corona-Schutzmaßnahme werden die genutzte Fahrräder und Helme nach jeder Testfahrt gründlich desinfiziert und Abstandsregeln eingehalten.  

Kreisweit flexibel nutzbar

Das E-Bike-Verleihsystem der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) ging diesen Sommer im Rheinisch-Bergischen Kreis an den Start. An insgesamt zehn Standorten in allen acht Kommunen können die Fahrräder flexibel ausgeliehen, wieder abgestellt und aufgeladen werden:

In Bergisch Gladbach am S-Bahnhof, am Bensberger U-Bahnhof/Busbahnhof, am Raiffeisenplatz in Burscheid, im Zentrum von Kürten und Odenthal, an den Bahnhöfen in Overath, Leichlingen und Rösrath sowie am Busbahnhof in Wermelskirchen. Hiervon sind lediglich die Ladestationen an den Standorten in Burscheid und Odenthal-Altenberg noch im Aufbau.

Die E-Bike-Verleihstation am Rösrather Bahnhof: Hier stehen 12 Fahrradständer zur Verfügung, an denen die Akkus der E-Bikes wieder aufgeladen werden. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/Eva Burger

Die vorgesehenen 81 Leih-Pedelecs des Dienstleisters nextbike sind mittlerweile alle in Betrieb. Ein ausgeliehenes Fahrrad kann an jeder beliebigen Station wieder abgestellt werden. Zusätzlich zu den zehn festen Stationen gibt es weitere 20 virtuelle Stationen. Auch hier kann das ausgeliehene Rad wieder abgegeben werden.

Die genauen Standorte der virtuellen Stationen werden in der nextbike-App angezeigt und vor Ort durch ein Schild signalisiert. Im nächsten Jahr werden zudem drei weitere feste Standorte eingerichtet, am Busbahnhof in Burscheid, in Leichlingen-Witzhelden und im Zentrum von Rösrath-Hoffnungsthal.

Alle Informationen zum Bergischen e-Bike, der Funktion und den Gebühren gibt es unter www.nextbike.de/bergisches-ebike

Erster Baustein der Mobilstationen

Die E-Bike-Stationen sind der erste Baustein der 20 kreisweiten Mobilstationen, die derzeit sukzessive aufgebaut werden. An den Stationen treffen verschiedene Mobilitätsangebote aufeinander, die geschickt miteinander verknüpft werden können. Die Stationen befinden sich immer an einer Bus- oder Bahnstation und enthalten je nach Standort Bausteine wie das E-Bike-Verleihsystem, E-Carsharing-Angebote, Park & Ride-Anlagen, Fahrradabstellanlagen und Fahrradboxen.  

Weitere Test-Termine im Rheinisch-Bergischen Kreis

Burscheid, Raiffeisenplatz Sonntag, 2. August, 14 bis 17 Uhr 
Kürten, Zentrum,Samstag, 1. August, 9 bis 12 Uhr 
Leichlingen, Bahnhof, Sonntag, 2. August, 9 bis 12 Uhr 
Odenthal, Zentrum, Donnerstag, 6. August, 9 bis 12 Uhr
Overath, Bahnhof, Sonntag, 9. August, 9 bis 12 Uhr 
Rösrath, Bahnhof, Sonntag, 9. August, 14 bis 17 Uhr
Wermelskirchen, BusbahnhofSamstag, 8. August, 9 bis 12 Uhr

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Hilfe für den Schulstart: Kostenlose Broschüren und Beratung beim RBK

Der Schulpsychologische Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises (RBK) stellt kostenlose Broschüren zur Einschulung und zum Schulalltag zur Verfügung. Wir sagen welche Themen behandelt werden, wo Sie die Broschüren erhalten und welche Angebote der Schulpsychologische Dienst noch bietet.

Hintergrund des Angebotes: Schulwechsel, Mobbing oder Schulverweigerung stellen Eltern, Kinder und Lehrkräfte vor viele Fragen und Herausforderungen. Der Schulpsychologische Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet daher in seinen Broschüren Hilfestellung und vielfältige Beratungsangebote.

Dabei werden Themen wie „Angst vor der Klassenarbeit“, „Rechenschwierigkeiten“ oder „Wahl der weiterführenden Schule“ aufgegriffen. Um Unterstützung zu geben, beziehen die Psychologinnen und Psychologen die Perspektiven aller an der Fragestellung Beteiligten mit ein. Ziel dieses und weiterer Informationsangebote ist es, Kinder und Jugendliche in ihrem Schulalltag umfassend zu unterstützen sowie Eltern und Lehrkräften wertvolle Tipps an die Hand zu geben.

Bernhard Winkelmann, Leiter des Schulpsychologischen Dienstes, Foto: Joachim Rieger

„Wir haben uns für die Broschüren das Ziel gesetzt, die Erfahrungen und das Wissen aus langjähriger Beratungspraxis kompakt und verständlich zusammenzufassen. Manchmal sind es kleine Ideen oder Veränderungen, die zum richtigen Zeitpunkt viel bewirken können. Gerade jetzt in den Ferien findet der ein oder andere vielleicht eher die Zeit zum Lesen, bevor dann das neue Schuljahr startet“, so Bernhard Winkelmann, Leiter des Schulpsychologischen Dienstes.

Die überarbeiteten und aktualisierten Broschüren behandeln folgende Themen und sprechen verschiedene Zielgruppen an: 

  • Angst vor der Klassenarbeit
  • Chancen und Grenzen von Diagnostik und der AO-SF bei neu zugewanderten Kindern
  • Die Wahl der weiterführenden Schule – eben keine „Glückssache“
  • Ewig Ärger mit den Hausaufgaben
  • Fragen rund um das Thema Einschulung
  • Gezieltes Rechtschreibtraining
  • Hochbegabung und besondere Begabung
  • Keine Angst vor dem Schulpsychologen / Informationen zur Anmeldung beim Schulpsychologischen Dienst
  • Lesen – Erlesen, Lesefertigkeit, Leseverständnis
  • Matheprobleme – mal ganz anders betrachtet
  • Mobbing
  • Nachhilfe – weit verbreitet, manchmal notwendig, oft voller Tücken
  • Rechenschwierigkeiten
  • Schrift und Schreibgerät – ein Blick auf ein „nebensächliches“ Feld
  • Schriftgestaltung am Computer
  • Überspringen eines Schuljahres – Möglichkeiten – Chancen – Risiken

Hier geht´s lang: Die Broschüren stehen zum kostenlosen Download auf diesen Webseiten des RBK zur Verfügung.

Der Schulpsychologische Dienst berät bei Schulschwierigkeiten unterschiedlichster Art und orientiert sich dabei an den bundesweiten Richtlinien für Schulpsychologie. Neben Eltern werden auch Lehrkräfte von den Psychologinnen und Psychologen beraten und fortgebildet.

Aber auch der Umgang mit schulischen Krisen, Fragen des Kinderschutzes oder die Integration neu Zugewanderter werden angefragt. Gerade hier spielen auch Maßnahmen der Prävention eine wichtige Rolle. Die Beratungsangebote des Schulpsychologischen Dienstes sind kostenlos, freiwillig, unabhängig und vertraulich.

Weitere Informationen finden Eltern, Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und mit der Schule verbundene Fachkräfte auf www-rbk-direkt.de unter „Bildung & Arbeit“. 

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Landschaftsverband fördert Kulturprojekte

Im laufenden Jahr fördert der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in RheinBerg vier Kulturprojekte, zum Beispiel im Kunstmuseum Villa Zanders. Jetzt können Anträge für 2021 gestellt werden; das Kulturamt des Kreises berät Antragsteller.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es zahlreiche Akteure, die das kulturelle Leben für Groß und Klein mit ihren Projekten und Angeboten nachhaltig bereichern. Um diese Angebote weiterhin zu bewahren und zu fördern, unterstützt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) die Vereine, Initiativen und Kultureinrichtungen aus der Region.

Um einen Förderantrag zu stellen, können Institutionen, gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen sowie Vereine sich beim Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises melden. Dieses berät die Antragsstellenden im Vorfeld und leitet die digitalen Anträge anschließend an den LVR weiter.

Die Anträge müssen über das Online-Portal des LVR beim Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises bis Ende Februar eines jeden Jahres immer für das Folgejahr digital eingehen. Die zuständige Mitgliedskörperschaft leitet die Anträge dann an den LVR weiter. 

Im Jahr 2020 wurden vier Projekte mit 61.000 Euro vom LVR gefördert. So konnten sich

  • der Burscheider Schützenverein 1864 e.V.,
  • die Paul-Luchtenberg-Stiftung Burscheid,  
  • galerie+Schloss e.V. Bergisch Gladbach/Kunstmuseum Villa Zanders
  • die Gruppe 48 e.V. Rösrath

über eine Förderung freuen.

„Ich ermutige die Kulturschaffenden bei uns in der Region, sich beraten zu lassen und Anträge einzureichen“, so Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch. Um Anträge und Projektideen zu besprechen, sollte frühzeitig ein Termin beim Kulturamt vereinbart werden. Mehrere Akteure haben dieses Angebot bereits angenommen und für das Jahr 2021 Anträge eingereicht. Diese wurden an den LVR weitergeleitet. 

Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises unter dem Stichwort „Kulturförderung“. Das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises berät und begleitet die Antragstellenden gerne. Die Mitarbeitenden sind telefonisch unter 02202 13-2770 beziehungsweise per E- Mail an kultur@rbk-online.de erreichbar. Die entsprechenden Links sind auch auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises eingestellt.




Kreis bietet Freiwilliges Soziales Jahr im Kulturamt

Wer zur Orientierung oder als Überbrückung ein Freiwilliges Soziales Jahr plant, hat noch Chancen beim Kulturamt im Rheinisch-Bergischen Kreis. Bewerbungen für das FSJ sind bis zum 31. August möglich. Interessenten lernen u.a. 26 Kultureinrichtungen der Region kennen.

Kulturelle Veranstaltungen mitgestalten, eigene Ideen einbringen und die vielfältige Kulturszene des Bergischen kennenlernen – das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) beim Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises (RBK) ist mehr als eine Überbrückung zwischen Schule und Ausbildung.

„Das Bildungsjahr ist eine tolle Chance, Berufserfahrungen im Kulturbereich zu sammeln. Die FSJlerin oder der FSJler kann sich durch praktisches Arbeiten ausprobieren und spannende Projekte begleiten. Für uns wiederum ist der frische Blickwinkel der jungen Kulturinteressierten ein großer Gewinn“, freut sich Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch auf die Verstärkung.

Bewerbung: So geht´s

  • Start: Das FSJ startet zwischen dem 1. September und 1. Oktober 2020
  • Dauer: Das Bildungsjahr dauert zwölf Monate.
  • Bewerbung: Ab sofort können sich Interessierte bei der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Arbeit, Bildung und Kultur NRW e.V. unter diesem Link für das FSJ Kultur bewerben.
  • Teilnehmer: Die Altersgrenze für das FSJ liegt bei 25 Jahren.
  • Bewerbungsfrist: Die Bewerbungsfrist ist der 31. August 2020.
  • Informationen: Telefonisch im Kreiskulturamt unter 02202 13 2770 sowie per E-Mail an kultur@rbk-online.de oder Kulturscouts@rbk-online.de.

Das FSJ im Kreiskulturamt

Das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet in diesem Jahr zum fünften Mal das Freiwillige Soziale Jahr Kultur an. Dabei lernen die FSJlerinnen und FSJler die Arbeit im Kulturamt als auch das Projekt der KulturScouts kennen.

Die jungen KulturScouts bei der jährlich stattfindenden Veranstaltung „KulturScouts FORUM – Mitmischen ist wieder angesagt“. Bildquelle: Franziska Schardt

Das Kulturamt des Kreises fördert und berät zum Beispiel Kulturschaffende oder organisiert verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen – oft gemeinsam mit regionalen Akteuren der Kulturszene. Das Format KulturScouts Bergisches Land bietet Schulklassen die Möglichkeit, Kulturorte vor der eigenen Haustür kennenzulernen.

Mit dabei sind 26 Kultureinrichtungen, so zum Beispiel das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach und das LVR-Industriemuseum Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen.

Einstieg in Kultur als Beruf

Daneben lernen die jungen Mitarbeitenden theoretische Grundlagen zur Kulturarbeit bei mehrtägigen Workshops der Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit Bildung Kultur NRW e.V. Hier kommen viele FSJlerinnen und FSJler aus dem Großraum Köln zusammen, um gemeinsam zu lernen und sich auszutauschen.

Das Freiwillige Soziale Jahr ist ein hervorragender Einstieg in die Berufswelt „Kultur“, wie die ehemaligen FSJlerinnen des Kulturamtes beweisen, die den Weg in diese Richtung weitergingen. Sie studieren nun unter anderem Museologie oder Veranstaltungsmanagement.

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Spiele programmieren – im MINT-Summercamp

Für Schüler:innen der Oberstufe biete die Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach wieder einen Programmierkurs für Spiele an. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber eine Anmeldung ist wichtig.

In den Sommerferien organisieren das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg und die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch Gladbach wieder einen Programmier-Kurs zur Spieleentwicklung für Jugendliche. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird das Camp in digitaler Form angeboten.

Vom 27. bis 31. Juli 2020 lernen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, wie sie Spiele mit der frei zugänglichen Software Python programmieren können. Der Kurs findet täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr statt, unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten der FHDW.

Die Teilnehmenden benötigen dafür einen onlinefähigen PC oder Laptop mit Mikrofon und Kamera. Vorkenntnisse im Programmieren sind nicht erforderlich. Es geht vor allem darum, den Spaß am Programmieren zu entdecken und sich mit den Perspektiven von technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern auseinanderzusetzen.

Anmeldung: Interessierte können sich bis zum 23. Juli 2020 per E-Mail an careerservice-bg@fhdw.de anmelden.

Weitere Informationen finden Schülerinnen und Schüler auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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Fröbel-Schule: Angelika Hoffzimmer verabschiedet

Als Schulleiterin der Friedrich-Fröhel-Schule hat Angelika Hoffzimmer viele erfolgreiche Projekte verwirklichen können. Jetzt wurde sie von Landrat Stephan Santelmann in den Ruhestand verabschiedet.

Mehr als 100 Mitarbeitende mit verschiedenen pädagogischen und therapeutischen Schwerpunkten sind an der Friedrich-Fröbel-Schule beschäftigt, um den individuellen Förderbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Als Schulleiterin der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung gelang es Angelika Hoffzimmer mit großer Offenheit, alle beruflichen Gruppen einzubinden und eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gestalten.

Dabei ging sie auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ein und behielt die pädagogischen Ziele stets im Blick. Jetzt verabschiedeten die Schülerschaft, das Kollegium, Landrat Stephan Santelmann und Dezernent Markus Fischer die engagierte Schulleiterin – aufgrund der Corona-Bestimmungen in kleinem Rahmen – in den Ruhestand.

„In enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis als Schulträger und der Schulaufsicht haben Sie die Friedrich-Fröbel-Schule 12 Jahre lang erfolgreich geführt und viel bewegt. Die hervorragende pädagogische Arbeit wurde 2012 sogar mit sehr guten Ergebnissen bei der ‚Qualitätsanalyse‘ der Bezirksregierung Köln belohnt“, betonte Landrat Stephan Santelmann bei der Verabschiedung.

Großes Engagement und viele Projekte

An mehrere besondere Highlights ihrer Zeit als Schulleiterin erinnert sich Angelika Hoffzimmer gern, beispielsweise an die Projektwoche „freitags für die Zukunft“ Anfang März 2020, in der Schüler und Schülerinnen aller Entwicklungsstufen durch viele praktische Angebote Erfahrungen zur Gestaltung einer nachhaltigeren Lebensweise sammeln konnten.

Das Sportfest zum Thema „Feuer, Wasser, Erde, Luft“, das die Friedrich-Fröbel-Schule als Gastgeberin im Mai 2019 ausrichtete, bot den eingeladenen Schülerinnen und Schülern aus insgesamt fünf Förderschulen vielseitige Eindrücke zum Thema Natur.

„Gemeinsam mit dem Förderverein, den Eltern und den Schülerinnen und Schüler haben wir an St. Martin 2014 ein tolles Fest zum Thema Klangwelten mit einem bunten Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Das war besonders für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für alle anderen Gäste, ein einmaliges Erlebnis“, erinnert sie sich. 

Kletterwand und Tablets

Mit viel Engagement widmete sich die Rektorin auch weiteren Projekten, die dank der Kooperation zwischen Schule, Schulträger und dem Förderverein gemeinsam umgesetzt wurden.

So errichtete die Friedrich-Fröbel-Schule 2013 eine schuleigene Outdoor-Kletterwand. Das zusätzliche Bewegungsangebot ist für die Schülerinnen und Schülern eine aufregende Erfahrung und ermöglicht es ihnen, Mut zu beweisen, Erfolge zu erleben und durch das gegenseitige Sichern Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Eine weitere Errungenschaft dieser Kooperation war die Anschaffung von Tablets für die Schülerinnen und Schüler. Damit wurden bereits zu einem frühen Zeitpunkt die Voraussetzungen für digitales Lernen und Medienkompetenz geschaffen.

„Friedrich”, der Bus

Mit dem schulvereinseigenen Bus „Friedrich“ erfüllte der Förderverein der Schule einen großen Wunsch. „Friedrich“ fährt die Schülerinnen und Schülern regelmäßig zu kleinen Ausflügen oder zum Einkaufen, eine Übung, die Bestandteil des lebenspraktischen Unterrichts der Schule ist. Nur dank der engagierten Schulleitung, der tatkräftigen Elternschaft und großer Offenheit auf beiden Seiten ließen sich solche Angebote realisieren.

Kooperation mit dem Gymnasium Herkenrath

Das Kooperationsprojekt „Biologie“ der Friedrich-Fröbel-Schule mit dem Gymnasium Herkenrath in Bergisch Gladbach im Jahr 2014 ist ein Beispiel für gelungene Inklusionsarbeit. Schülerinnen und Schüler beider Schulen lernten hierbei gemeinsam über das gleiche Unterrichtsthema, jede und jeder im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.

Der Unterricht fand dabei abwechselnd in den Räumen der Friedrich-Fröbel-Schule und des Gymnasiums statt. Durch dieses Projekt konnten emotionale Barrieren abgebaut werden. Viele Abiturientinnen und Abiturienten des Gymnasiums Herkenrath, die zum Teil auch an diesem Projekt teilgenommen hatten, absolvierte nach ihrem Schulabschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr an der Friedrich-Fröbel-Schule.  

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Berufsfelderkundung – Azubis zeigen Schülern die Arbeitswelt

Berufsfelderkundung hilft den Schülern der Abschlussklassen, sich über die gewünschten Berufe zu informieren. In diesem Jahr geschieht das digital. Azubis und Studierende zeigen Acht- und Neuntklässlern ihre Arbeitswelt in Selfievideos.

Direkt vor Ort im Unternehmen einen Beruf hautnah erleben: das ist das Einzigartige der Berufserkundungen. Dabei starten Schülerinnen und Schüler aus den 8. und 9. Klassen ihre ersten Schritte in der Arbeitswelt. Ziel ist es, die eigenen Erwartungen an einen Beruf einem ersten Realitätscheck im Alltag zu unterziehen.

Durch das Auftreten des Coronavirus ist diese wichtige Orientierung und der damit verbundene spannende Blick hinter die Kulissen nicht in den Unternehmen möglich, da der Berufsfelderkundungstag im Juni nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Um den Jugendlichen dennoch die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Berufe kennenzulernen und etwas von der Atmosphäre in Werkstätten, Produktionshallen, Verkaufsräumen und Büros zu schnuppern, hat das Koordinierungsbüro „Übergang Schule-Beruf“ des Rheinisch-Bergischen Kreises die erste digitale Berufsfelderkundung organisiert und dafür verschiedene Videos produziert.

„Die Corona-Pandemie hat uns in vielen Bereichen vor große Herausforderungen gestellt und auch in der kreisweiten Berufs- und Studienorientierung waren schnelle, sichere und kreative Lösungen gefragt. Dies ist uns mit der digitalen Berufsfelderkundung gelungen“, freut sich Kreisdirektor Dr. Erik Werdel. Schulamtsdirektorin Barbara Gerhards-Engels weiß, dass die Schulen das „Angebot mit Freude annehmen, um die so wichtigen berufsorientierenden Maßnahmen durchzuführen.“  

Videos stellen Berufe vor

Insgesamt werden 17 verschiedene duale Ausbildungsberufe und vier Studienberufe auf dem YouTube-Kanal des Rheinisch-Bergischen Kreises von Auszubildenden oder Studierenden sowie Ausbildungsverantwortlichen und Dozentinnen und Dozenten vorgestellt.

Die Azubis und Studierenden gehen dabei auf die Dinge ein, die aus Sicht der potenziellen Auszubildenden wichtig sind. Dabei geht es nicht nur um Berufswahl, Praktikum, Ausbildung, Berufsschule, Karrierechancen, sondern auch um Aspekte, die bei den Jugendlichen nicht ganz so hoch im Kurs stehen, trotzdem aber zu den jeweiligen Berufen dazugehören. So entsteht ein sehr ehrlicher und authentischer Einblick in die noch größtenteils unbekannten Berufe.

Am Ende werden die Clips von Expertinnen und Experten der Agentur für Arbeit kommentiert und zusätzlich alternative Berufe aufgezeigt. Insgesamt erstrecken sich die digitalen Berufsfelderkundungen über die letzten beiden Schulwochen vor den Ferien.

In der ersten Woche konnten sich die Jugendlichen bereits drei Berufe aus den insgesamt 21 Selfievideos der Auszubildenden und Studierenden auswählen. Darin stellt der Azubi sich und seinen Arbeitsplatz kurz vor. Danach stehen den Jugendlichen dann Interviews mit den Azubis, Ausbildungsverantwortlichen und Beratungsfachkräften der Agentur für Arbeit zur Verfügung.

„Die digitale Berufsfelderkundung ermöglicht den Schülerinnen und Schülern authentische und wichtige Einblicke in die noch größtenteils unbekannte Arbeitswelt. Insbesondere die Selfie-Videos und die Interviews mit den Auszubildenden kommen bei den Jugendlichen sehr gut an. Die digitale Berufsfelderkundung ist, in Zeiten von Corona, eine tolle Alternative zur klassischen Berufsfelderkundung“, lobt Andrea Laufenberg, Lehrerin an der Ganztagsrealschule Odenthal das Angebot. Die Berufsorientierung ist in diesen zwei Wochen in den Unterricht eingebettet.   

Spannende Berufsfelder entdecken

„Durch die digitale Berufsfelderkundung gelangen die Werkstätten, Produktionshallen, Verkaufsräume und Büros im Rheinisch-Bergischen Kreis in die Zimmer der Schülerinnen und Schüler. Die Jugendlichen sind damit praktisch live dabei und erhalten wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt“, sieht Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, einen großen Mehrwert in der Berufsorientierung für die Jugendlichen.

Auch Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln, lobt das Format: „Die digitale Berufsfelderkundung ist eine tolle Idee. Dies sehen auch die Betriebe und Unternehmen so und haben ihre Azubis und Räumlichkeiten gerne zur Verfügung gestellt, damit die Jugendlichen im Rheinisch-Bergischen Kreis spannende Berufe über digitale Kanäle kennenlernen können.“

Alle knapp 40 allgemeinbildenden Schulen mit circa 5.000 Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 8 und 9 im Rheinisch-Bergischen Kreis haben die Gelegenheit mitzumachen. Auf dem YouTube-Kanal des Rheinisch-Bergischen Kreises lassen sich zu ganz unterschiedlichen Berufsfeldern Clips anschauen und spannende Tätigkeiten kennenlernen.

Dazu zählen Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizung-, und Klimatechnik, Automobilkaufmann/-frau, Biologielaborant/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/frau im Einzelhandel, Mediengestalter/in Ton und Bild, Kaufmann/frau für Büromanagement, Kfz-Mechatroniker/in, Mechatroniker/in, Orthopädietechnik-Mechaniker/in, Technische/r Produktdesigner/in, Verwaltungsfachangestellte/r, Werkzeugmechaniker/in, Zerspanungsmechaniker/in, Kaufmann/-frau für IT-System-Management, Immobilienkaufmann/-frau, Polizist/in, Psychologe/in, Wirtschaftsinformatiker/in und Betriebswirtschaftslehre.  

Die verschiedenen Videos sind auf YouTube unter den folgenden Links erreichbar: https://t1p.de/1tlj und https://t1p.de/7kyz.




Stadtradeln 2020 gut gestartet

Die Aktion STADTRADELN ist schon zur Hälfte vorbei. Die Teilnehmer haben bereits eine bemerkenswerte Kilometerleistung erbracht. Wer jetzt noch mitradeln und Kilometer für die Region sammeln will, kann immer noch einsteigen.

Nach ungefähr der Hälfte des STADTRADELN-Aktionszeitraums kann bereits eine positive Bilanz gezogen werden: Im gesamten Kreisgebiet radeln rund 1.250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese fuhren bislang 152.104 Kilometer mit dem Rad und sparten 22 Tonnen COein. Auf diese Zahlen können die Radlerinnen und Radler stolz sein, denn die Zahlen übertreffen die Zwischenbilanz aus dem vergangenen Jahr.

Zusätzlich nehmen dieses Jahr vier STADTRADEL-Stars im Rheinisch-Bergischen Kreis teil: Marcel Kreutz aus Bergisch Gladbach, Ulrike Müller aus Burscheid sowie Mathias Müller und Hajo Hamacher aus Wermelskirchen.

Die Stars gehen während des Aktionszeitraums vom 7. bis 27. Juni 2020 noch einen Schritt weiter als alle anderen Radlerinnen und Radler: für 21 Tage dürfen sie kein Auto von innen sehen – auch nicht als Mitfahrerin oder Mitfahrer. Beim STADTRADELN versuchen die vier Stars also, möglichst viele Wege, ob beruflich oder privat, mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Alle Stars sind von der autofreien Zeit begeistert. „Nachhaltig zu sein, indem ich etwas tue, was mir Freude macht, ist Radfahren für mich. Das bedeutet nicht Verzicht, sondern Gewinn an Lebensqualität“, sagt Mathias Müller, der bereits zum zweiten Mal als Star teilnimmt. 

207 Teams machen mit – auch die Kreisverwaltung ist dabei

Insgesamt sind derzeit 207 Teams im Kreisgebiet unterwegs. Dazu gehört auch das Team der Kreisverwaltung, das mit 49 angemeldeten Radlerinnen und Radlern so groß ist wie noch nie. „Es ist schön zu sehen, wie motiviert die Kolleginnen und Kollegen in der Kreisverwaltung sind und dass so viele Spaß am Fahrradfahren haben“, freut sich Landrat Stephan Santelmann.

Das Team des ADFC in Bergisch Gladbach steht mit insgesamt 9.537 geradelten Kilometern aktuell kreisweit an der Spitze.

Der Rheinisch-Bergische Kreis nimmt bereits zum dritten Mal an der Aktion teil. „STADTRADELN hat das Ziel, möglichst viele Menschen für das Fahrradfahren zu begeistern und so einen Beitrag für Klima und Umweltschutz zu leisten. Denn Radfahren ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern vermeidet gleichzeitig CO2“, so Lara Wagner, Mobilitätsmanagerin des Kreises.

Die Kampagne wird deutschlandweit vom Klimabündnis organisiert und findet von Mai bis Oktober je nach Kommune in einem festgelegten Zeitraum von 21 Tagen statt. Die Aktion läuft noch bis zum 27. Juni 2020. Anmeldungen sind jederzeit im Internet oder in der STADTRADELN-App möglich. Die seit dem 7. Juni 2020 gefahrenen Kilometer können nachgetragen werden




Kreis legt Infos zu Kita- und Grundschulöffnung nach

Zwar ist der Regelbetrieb an Kitas und Grundschulen bereits angelaufen. Dennoch fasst der Kreis zentrale Infos nochmals zusammen: Wie läuft der Unterricht, was geschieht an weiterführenden Schulen, was passiert bei Corona-Verdachtsfällen und wann erfolgen Reihentestungen.

Seit dem 15. Juni läuft in den Grundschulen wieder der Regelbetrieb. Dennoch gilt es für Eltern, Kinder sowie Personal von Kitas und Schulen einiges zu beachten. Damit die Tage bis zum Beginn der Sommerferien für alle Beteiligten gut zu bewältigen sind, veröffentlicht das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises zum Start häufig gestellte Fragen. Ein Überblick:

Wie funktioniert täglicher Unterricht für alle Grundschüler unter Hygienegesichtspunkten?

Alle Grundschüler sollen seit dem 15. Juni bis zu den Sommerferien (Beginn: 29. Juni) an allen Wochentagen die Schule besuchen. Auch der Offene Ganztag soll seinen Betrieb wiederaufnehmen. Unterrichtet wird im Klassenverbund, Anwesenheit und Gruppenzusammensetzung müssen dokumentiert werden. 

Abstandsgebot oder Maskenpflicht bestehen aufgrund dessen laut Schulministerium nicht. Empfohlen werden hingegen Hygieneregeln innerhalb der Schulen wie regelmäßiges Lüften des Klassenzimmers und Ausstattung zur persönlichen Hygiene wie Seifenspender und Händedesinfektionsmittel.

Wird vor den Sommerferien auch der Regelbetrieb an weiterführenden Schulen aufgenommen?

Voraussichtlich nicht. Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen verweist auf einen gemeinsamen Beschluss mit dem Kanzleramt: Demnach sei das Infektionsrisiko bei Kindern im Grundschulalter so gering, dass ein Regelbetrieb an Grundschulen gerechtfertigt sei. Weiterführende Schulen hingegen unterrichten weiterhin eingeschränkt.

Grundschulen haben seit dem 15. Juni wieder geöffnet. Der Schulbetrieb an den weiterführenden Schulen – wie im NCG – bleibt jedoch bis zu den Ferien eingeschränkt

Das Kind oder seine Angehörigen haben Vorerkrankungen – muss das Kind trotzdem in die Grundschule?

Haben Kinder Vorerkrankungen oder leben sie mit vorerkrankten Personen in einem Haushalt, so sollen die Eltern – ggf. nach ärztlicher Absprache – entscheiden, ob ihr Kind die Schule besuchen kann. Soll ein Kind vorübergehend von der Schulpflicht befreit werden, ist in Zweifelfällen ein ärztliches Attest vorzulegen.

Bestehen beim Kind oder seinen Angehörigen keine nachweislichen gesundheitlichen Risiken, unterliegt das Kind der normalen Schulpflicht. Allein die Sorge vor Ansteckung ist kein Grund für eine Befreiung vom Präsenzunterricht.

Müssen die Kinder in der Schule eine Maske tragen?

In Klassen-/Kursräumen ist es ausreichend, wenn durch Bildung fester Gruppen, Einhaltung fester Sitzordnungen und eine entsprechende Dokumentation Abstandsregeln eingehalten werden. Wo dies nicht eingehalten werden kann, muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

In Grundschulen wird in festen Lerngruppen ohne Maskenpflicht unterrichtet. Auf dem Schulweg in Bus, Bahn und an Haltestellen herrscht indes die Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen

Gelten Hygieneregeln auf dem Schulweg?

In Bus und Bahn herrscht Maskenpflicht, ebenso wie an den Haltestellen. Beim Ein- und Aussteigen sollten auch Kinder auf den Mindestabstand achten, ebenso wie beim gemeinsamen Schulweg. Darüber hinaus gelten weiterhin die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, wie das Husten und Niesen in die Ellenbeuge sowie das gründliche Händewaschen sofort nach Betreten des Schulgebäudes. Eltern sollten ihre Kinder hierfür sensibilisieren.

Welche Hygieneregeln gelten in den Kitas?

Kinder dürfen seit dem 8. Juni wieder – mit gewissen Einschränkungen – in Kitas oder von Tageseltern betreut werden. Einschränkungen sind dabei:

  • Von der bislang gebuchten Betreuungszeit stehen derzeit jeweils zehn Stunden pro Woche weniger zur Verfügung
  • Kinder, die irgendwelche Krankheitssymptome aufweisen – auch andere als die klassischen Erkältungsanzeichen wie Atemwegsbeschwerden und Husten – sind von der Betreuung ausgeschlossen
  • Eltern sollen ihre Kinder möglichst im Außenbereich an der Tür zur Kita abgeben und das Gebäude nicht betreten. Dabei ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen
  • Kinder sollen nur von einer Person gebracht und abgeholt werden

Seit vergangenem Montag ist in den Kitas der Stadt – wie hier auf dem Quirlsberg – wieder mehr Betrieb

Gibt es Kitas im Rheinisch-Bergischen Kreis, die von Corona betroffen waren?

Es gab bislang eine Kita im Kreisgebiet, bei der ein Ansteckungsfall mit SARS-CoV-2 vorlag. Derzeit sind keine weiteren Kindertagesstätten im Rheinisch-Bergischen Kreis betroffen.

Was geschieht, wenn das Corona-Virus in einer Einrichtung festgestellt wird?

Die betroffene Gruppe/Klasse wird geschlossen. Alle Kontaktpersonen werden vorbeugend in Quarantäne geschickt. Werden nach Ablauf von 14 Tagen keine weiteren Infektionen festgestellt, kann der Betrieb wiederaufgenommen werden.

Wird es vorbeugende Reihentestungen in Gemeinschaftseinrichtungen geben?

Seit einer neuen Testverordnung können in Deutschland prinzipiell alle Personen einer Gemeinschaftseinrichtung getestet werden, wenn dort ein Corona-Fall aufgetreten ist. Ob ein Reihentest tatsächlich auch durchgeführt werden muss oder nicht, entscheidet das Gesundheitsamt.

Nach einer ersten Einschätzung des Falles in einer Kita im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde eine großflächige Testung in Erwägung gezogen. Das Gesundheitsamt entschied jedoch nach umfangreichen Recherchen im Rahmen der Kontaktpersonen-Nachverfolgung, keine Tests bei den Kontaktpersonen durchzuführen.

Die asymptomatischen Kontaktpersonen der Kategorie 1 werden in eine 14-tägige Quarantäne gesetzt. Dies entspricht exakt den Kriterien, die das Robert-Koch-Institut den Gesundheitsämtern vorgibt.

Wie lange dauert es im Ernstfall, bis Maßnahmen ergriffen werden?

Generell liegt für das Gesundheitsamt die höchste Priorität bei der sofortigen Kontaktpersonen-Ermittlung. Nur durch dieses konsequente Vorgehen kann die Unterbrechung der einzelnen Infektionsketten erreicht werden.

Das Gesundheitsamt befindet sich im Rahmen der Hygieneüberwachung in einem engen Austausch mit den Gemeinschaftseinrichtungen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Jedem Verdachtsfall wird an sieben Tagen in der Woche nachgegangen, um ein sich anbahnendes Infektionsgeschehen zeitnah zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Herrscht Maskenpflicht in Kitas?

Für Kinder gilt keine Maskenpflicht. Ob Erzieherinnen und Erzieher im Umgang mit den Kindern einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, entscheiden die Kita-Träger.

Im Umgang mit anderen Erwachsenen – egal, ob es sich um Eltern oder anderes Personal handelt – herrscht dann eine Maskenpflicht, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, etwa während der Bring- und Abholzeiten.




Wachsam bleiben: Feuerwehr bittet um Unterstützung

Die Pandemie belastet auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Sie können entlastet werden, wenn alle Bürger ein paar Regeln einhalten. Beim Grillen und Rauchen – aber auch darüber hinaus. Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden erklärt, was jede und jeder tun kann.

Seit der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus im Rheinisch-Bergischen Kreis nehmen die Mitarbeitenden von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz in der Region ihre Aufgaben unter strengen Schutzvorkehrungen wahr, berichtet Wolfgang Weiden.

„Bewährte Strukturen mussten in der jüngster Zeit umgestellt werden, Alarmierungs- und Einsatzpläne geändert, Übungsdienste eingestellt und Wartungsarbeiten auf das Nötigste begrenzt“, erklärt der Kreisbrandmeister. Er ist im Krisenstab verantwortlicher Koordinator und Gesamteinsatzleiter für die gesamte sogenannte nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr in der Corona-Lage.

Seine Überlegungen drehen sich zurzeit darum, im Zuge der Lockerungen des öffentlichen Lebens auch den Dienstbetrieb außerhalb des Einsatzgeschehens in eingeschränkter Form allmählich wieder zu normalisieren.

Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden, Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/Joachim Rieger

„Wir müssen langsam, aber vor allem kontrolliert und sicher in eine ‚neue Normalität‘ zurückkehren“, erklärt der Kreisbrandmeister. Das sei insofern eine Herausforderung, als die Ansteckungsgefahr durch die allgemeinen Lockerungen wieder zunehme.

„Somit steigt auch die Gefahr für Einsatzkräfte erneut, sich im Einsatz, aber auch im privaten Umfeld unbemerkt anzustecken. Das erfordert Handlungsanweisungen, die auch für erfahrene ‚Retter‘ große Einschnitte in den Alltagsdienst und teilweise auch ins private Umfeld mit sich bringen“, sagt Weiden.   

Dank an Führungs- und Einsatzkräfte

Für die Erarbeitung und die Umsetzung aller notwendigen Maßnahmen steht dem Kreisbrandmeister ein Führungsstab zur Seite. Dieser behält ständig die aktuelle Lage sowie die Erfordernisse der Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Auge, um kurzfristig reagieren zu können. 

Mögliche Änderungen der kreisweiten Vorgaben werden etwa im Zwei-Wochen-Rhythmus in einer Videokonferenz mit den Leitern der Feuerwehren sowie dem Führungsdienst der Hilfsorganisationen besprochen.

„Ich bin allen beteiligten Führungskräften und unseren Einsatzkräften sehr dankbar, dass sie in diese schwierigen und außergewöhnlichen Zeit so verständnisvoll und vorbildlich mit all diesen Veränderungen im Dienstbetrieb umgehen“, betont Weiden.

Einhaltung der Hygiene- und Kontaktauflagen

Er wirbt deshalb darum, dass Bürgerinnen und Bürger nun soweit wie möglich Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis unterstützen sollen: „Wir tun alles, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten. Und wir sind dankbar, wenn sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin an Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen halten. Das senkt das Infektionsrisiko auch für Einsatzkräfte.“

Waldbrandgefahr

Überhaupt, sagt der Kreisbrandmeister, wäre die Vermeidung von Einsätzen derzeit die größte Hilfe. „Die Wälder zum Beispiel sind extrem trocken momentan. Mit richtigem Freizeitverhalten tragen alle dazu bei, riskante Einsätze der Feuerwehr zur reduzieren.

Das fängt beim Grillen auf Grünflächen an und hört auf beim Rauchen im Wald oder der Zigarette, die man unterwegs aus dem Autofenster wirft.“ Auch das Abflämmen von Unkraut, insbesondere an windigen Tagen, berge ein enormes Gefahrenpotenzial, so Weiden.

Feuer und Grillen

„Wir bitten einfach die Bevölkerung, mit Feuer derzeit ganz besonders verantwortungsvoll umzugehen und, wo immer es möglich ist, darauf zu verzichten.“

Das schließe auch das Abbrennen von so genannten Nutzfeuern mit ein. Diese seien zwar genehmigungspflichtig, für die sichere Durchführung sei aber am Ende eben jeder Mensch selbst verantwortlich. Grillen in der Öffentlichkeit ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ohnehin aktuell noch untersagt.  

Die Vermeidung von Einsätzen wäre derzeit die größte Hilfe für die Einsatzkräfte

Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden hofft nun, dass Bürgerinnen und Bürger die Einsatzkräfte in der weiterhin schwierigen Lage unterstützen: „Wir sind bis heute im Rheinisch-Bergischen Kreis durch vorausschauendes Handeln des Krisenstabs, des Gesundheitsamts und der gesamten Gefahrenabwehr überdurchschnittlich gut durch diese Krise gekommen. Wir sollten jetzt durch verantwortungsvolles Handeln und eine ausreichend maßvolle Rückkehr zur Normalität das Erreichte dauerhaft sichern.“




Kreis schafft feste Stelle für Klimamanager

Langer Atem für das Klima: Der Kreis setzt ein Zeichen für nachhaltiges Engagement im Klimaschutz und entfristet die Position des Klimamanagers. Er soll künftig auf einer festen Stelle agieren, weiter als Ansprechpartner für die Kommunen dienen und die Arbeit im Kreis lenken und bündeln.

Derzeit ist die Position im Klimaschutzmanagement durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert und befristet bis März 2021. Als Klimaschutzmanager des Rheinisch-Bergischen Kreises agiert Martin Beulker. Um die ehrgeizigen Klimaschutzziele des Kreises auch weiterhin erfolgreich umzusetzen, hat der Ausschuss für Umwelt und Planung jetzt einstimmig beschlossen, eine feste Stelle zu schaffen.

Friedhelm Weiß (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hob dabei die zentrale Bedeutung der Position für den Kreis hervor: „Wir wollen uns auch in Zukunft weiter für den Klimaschutz stark machen. Der Klimaschutzmanager ist hierfür zu einem wichtigen Ansprechpartner der Kommunen und weiterer Akteure geworden; er lenkt und bündelt die Arbeit im Kreisgebiet.“

Der Klimaschutzmanager legte dem Ausschuss seinen Bericht über die Arbeit des vergangenen Jahres sowie die Vorhaben für 2020 vor. Rainer Deppe (CDU) lobte die detaillierten Ausführungen. Er machte darauf aufmerksam, dass der Kreis bereits lange sehr aktiv für den Klimaschutz ist: „Die Kreisverwaltung wurde im Jahr 2019 für ihr Engagement im Klimaschutz sogar mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet. Diese Zertifizierung ist ein Ansporn, auch weiterhin so eine gute Arbeit zu leisten.“

Haben Sie Fragen zum Thema Klimaschutz? Sie können sich direkt an Martin Beulker wenden:
– Telefonnummer: 02202 13 2361
– E-Mail: klimaschutz@rbk-online.de.

Integriertes Klimaschutzkonzept

Für die Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele wurde ein Integriertes Klimaschutzkonzept mit Maßnahmen erstellt, welche die Treibhausgas-Emissionen des Kreises senken sollen. Die Aufgaben des Klimaschutzmanagements liegen darin, praktische Lösungen für Energieeinsparungen und Energieeffizienz zu finden und gemeinsam mit den Kommunen sowie regionalen Partnern umzusetzen.

Im Jahr 2019 konnte Klimaschutzmanager Martin Beulker viele Ziele des Kreises erfolgreich abschließen. Gemeinsam mit der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderung und der Effizienzagentur NRW hat der Klimaschutzmanager als „Gewerbeparkranger“ eine Maßnahme zur CO2-Bilanzierung für Unternehmen begleitet. Mit der Organisation und Durchführung der Mobilitätskampagne „Stadtradeln“ wird ein Beitrag dazu geleistet, Menschen für klimaneutrale Verkehrsmittel zu begeistern.

Mobilstation, Heizen mit Holz, Fachtagung

Das Klimaschutzmanagement koordinierte zudem das EFRE-Förderprojekt „Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis“. Dort sollen verschiedene Verkehrsmittel verknüpft werden, um eine nachhaltige Mobilität zu schaffen. Zudem steht die Erreichung eines weiteren Meilensteins kurz bevor: Der Aufbau einer digitalen Klimakarte des Kreisgebiets, die regionale Klimaschutzprojekte auf interaktive Weise aufzeigt. 

Daneben wurden viele Veranstaltungen durchgeführt, die wichtige Impulse im Bereich Klimaschutz gaben. In Zusammenarbeit mit dem Holzcluster- und Bioenergiemanagement Bergisches Land wurde die gut besuchte Infoveranstaltung zum Thema „Heizen mit Holz“ im Bergischen Energiekompetenzzentrum am Innovationsstandort :metabolon in Lindlar durchgeführt.

Um junge Zielgruppen zu erreichen, veranstaltete der Klimaschutzmanager Martin Beulker Workshops für die Themen Umwelt, Ressourcen und Energieformen der Zukunft. Bild von andreas160578 auf Pixabay

Gemeinsam mit der EnergieAgentur.NRW, dem Bistum Aachen, dem Erzbistum Köln, der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem Institut für Kirche und Gesellschaft organisierte das Klimaschutzmanagement die 15. Energiefachtagung für Kirchengemeinden.

Kostenfreie Energieberatung

 Für das laufende Jahr sieht das Konzept des Kreises vor, alle kommunalen Akteure bei der Umsetzung von Maßnahmen für den Klimaschutz noch besser zu vernetzen sowie die energetische Gebäudesanierung und den Einsatz innovativer Techniklösungen verstärkt zu fördern. Dazu sind Netzwerktreffen in Form von Facharbeitskreisen mit den Kommunen angedacht, bei denen sich zu Best-Practice-Beispielen ausgetauscht wird.

Das anlaufende Kooperationsprojekt „Smart Village“ des Kreises, der RheinEnergie und vielen weiteren lokalen Akteuren hat zum Ziel, Dörfer oder Wohnquartiere durch innovative Techniken möglichst klimaneutral mit Strom und Wärme zu versorgen und damit erneuerbare Energien im ländlichen Raum zu fördern.

Auch soll verstärkt die Werbetrommel gerührt werden für die kostenfreien Energieberatungsangebote des Bergischen Energiekompetenzzentrums und die Energieberatungen der Verbraucherzentrale, die vom Kreis bezuschusst werden.

Hintergrund: Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt sich seit 1997 mit zahlreichen Projekten und verschiedenen Themenschwerpunkten aktiv für den Klimaschutz im Kreisgebiet ein. Dazu zählen beispielsweise das Solarpotenzialkataster, Beratungsangebote zur energetischen Gebäudesanierung oder der Weg zu einer Mobilität mit Zukunft im Kreisgebiet. Im Dezember 2018 hat der Kreistag mit dem fortgeschriebenen Integrierten Klimaschutzkonzept ambitionierte Ziele und eine Grundlage für die zukünftigen Bemühungen verabschiedet.




Heiße Phase für Bewerbungen bei der Polizei startet

Schüler, die sich für eine Laufbahn bei der Polizei interessieren, können sich jetzt per Telefon-Hotline beraten lassen. 2500 Studienplätze warten auf Bewerber für die Studiengänge ab September.

Die „heiße Phase” für die Bewerbungsannahme für das Jahr 2021 hat begonnen! Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass ungefähr 50 Prozent der Bewerbungen erst gegen Ende des Bewerbungszeitraums eingehen.

„Die cleveren interessierten jungen Leute warten aber nicht, sondern bewerben sich frühzeitig, um dementsprechend schnell eine Einladung zum Einstellungstest zu bekommen. Deshalb bieten wir auch zum jetzigen Termin, also circa zwei Wochen vor den Sommerferien, einen Infoabend an. Allerdings nicht – wie sonst üblich – mit persönlichem Kontakt bei Vortragsveranstaltungen, sondern in Form einer Telefonhotline”, so Peter Tilmans, Einstellungsberater bei der Kreispolizeibehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Wer sich für einen der 2500 Studienplätze für den Bachelorstudiengang zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar bei der Polizei NRW interessiert, kann sich am 09.06.2020, in der Zeit von 16:00-19:00 Uhr unter den unten angegeben Telefonnummern melden und ausgiebig informieren.

Das Team der Personalwerbung beantwortet alle Fragen zu den Bewerbungsvoraussetzungen für den nächstmöglichen Studienbeginn am 01.09.2021, zum Ablauf des Studiengangs und den Karrierechancen bei der Polizei NRW.

Telefon: 02202 205 – 545 oder 02202 205 – 116 oder 02202 205 – 117

Informationen gibt es auch unter www.genau-mein-fall.de oder per Mail an personalwerbung.rheinisch-bergischer-kreis@polizei.nrw.de oder peter.tilmans@polizei.nrw.de




Vorgestellt: Die Corona-Helfer für Pflege und Soziales beim Kreis

Seit Beginn der Corona-Krise sind beim Rheinisch-Bergischen Kreis hunderte Mitarbeitende im Sondereinsatz. Schwierig wird es, wenn Angebote für die Menschen an Grenzen stoßen, die durch die Krise besonders gefährdet sind. Dann sind die Corona-Helfer für Pflege und Soziales gefragt. Die Kreisverwaltung gibt einen Blick in den Alltag dieser Mitarbeiter.

Wer beschäftigt sich aktuell beim Rheinisch-Bergischen Kreis eigentlich mit jenen Menschen, die sich auch ohne Infektionsgeschehen in besonderen Lebenslagen befinden? Hier kommt die Krisenstabsfunktion „SMS – Soziales“ (Ständiges Mitglied Soziales) ins Spiel. Dort kümmern sich die Mitarbeiter der Kreisverwaltung um alle Themen rund um den Bereich Pflege und Eingliederung.

Dabei ist das Amt für Soziales und Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises in die Krisenstabsarbeit involviert und unterstützt Menschen, die durch die Krise ganz besonders gefährdet sind: Ältere Menschen, vorerkrankte Personen, Wohnungslose oder Opfer von häuslicher Gewalt.

Im Gespräch mit Mitarbeitenden wird mehr über über Organisationstalent und Fingerspitzengefühl deutlich. Über täglich neue Herausforderungen und die Diskriminierung Betroffener.

Claudia Materne ist Leiterin des Amtes für Soziales und Inklusion für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Behörde mit Sitz im Kreishaus Gronau betreut in der Krise Menschen mit besonderen Bedarfen. Fotos: Joachim Rieger

Claudia Materne, Leiterin des Amtes für Soziales und Inklusion: Zu Beginn des Infektionsgeschehens im Rheinisch-Bergischen Kreis wurde unser Amt kurzfristig teilumgewidmet, von sozialen Themen hin zu Corona-bedingten Aufgaben. In mittlerweile neun Arbeitsgruppen betreuen 50 unserer Mitarbeitenden Betroffene und Einrichtungen, wenn die bestehenden Rahmenbedingungen und Angebote an ihre Grenzen stoßen. Das kann trotz aller Sorgfalt vorkommen.

Und trotz allem kommen wir auch den regulären Aufgaben weitestgehend nach. Es ist unglaublich, was meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Wochen möglich gemacht haben!

Annika Möller ist Sozialgerontologin, also Alterswissenschaftlerin, des Amtes für Soziales und Inklusion.

Annika Möller, Sozialgerontologin / Arbeitsgruppe „Niedrigschwellige Angebote“: Pflegebedürftig, alt, wohnungslos oder von Gewalt betroffen zu sein sind definitiv keine Schwächen. Besonders durch meinen alterswissenschaftlichen Blick denke ich, dass lebensältere Menschen nicht stigmatisiert werden sollten als gebrechlich oder hilfebedürftig.

In der Wissenschaft nennt man die Diskriminierung älterer Menschen „Ageism“ – dagegen setzen wir uns als Amt ein. Die Lebensphase Alter hat viele Facetten.

Das Coronavirus hebt im so genannten vorpflegerischen Bereich, also bei der Altenhilfe und in der Seniorenarbeit, Arbeitsfelder ans Licht, die allseits bekannt sind, doch deren Bedeutung erst durch die Krise noch einmal besonders bewusst werden. Schlagworte sind hier Digitalisierung, aber auch Einsamkeit im Alter beziehungsweise soziale Teilhabe und Nachbarschaftshilfe. 

Die Bürgerinnen und Bürger im Kreis haben sich selbst am meisten geholfen. Innerhalb weniger Wochen gründeten sich im gesamten Kreisgebiet über 80 Initiativen, die sich rund um die Corona-Lage für die Unterstützung ihrer Mitmenschen einsetzen. Das Engagement ist bewundernswert und zeigt die Solidarität zwischen den Generationen.

Die AG niedrigschwellige Angebote hat die Initiativen in einer Liste gebündelt und online gestellt und die ehrenamtlichen Gruppierungen unter anderem mit einem Handzettel zu Verhaltensregeln in der praktischen Arbeit der Nachbarschaftshilfe unterstützt. Das Engagement und die Hilfsbereitschaft haben uns hier im Amt sehr beeindruckt.

Innerhalb kurzer Zeit richteten wir für die ambulanten Dienste und stationären Einrichtungen sowie für Privatpersonen, also Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und so weiter, eine Hotline für Fragen und Mängel in der pflegerischen Versorgung ein. Wir haben persönliche Schutzausstattung beschafft und an die Einrichtungen sowie an die häusliche Pflege ausgeben können. Zusätzlich bauten wir Sondereinrichtungen für die zusätzlichen Pflegebedarfe auf; von administrativen und internen Prozessen ganz zu schweigen.

Sie beschaffen auch Schutzausrüstung?

Bastian Mumme von der Arbeitsgruppe „Sachmittel“ beschaffte in der Hochzeit der Corona-Krise Schutzausrüstung, unter anderem für Pflegeeinrichtungen. Bild: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger

Mumme: Natürlich sind auch wir am Anfang an Grenzen gestoßen. So viel Material, wie benötigt wurde, hatte niemand auf Vorrat. Und wir konnten und können immer nur so viel an Material herausgeben, wie unsere Lagerbestände es zulassen. Nach kurzer Zeit entspannte sich die Situation aber. Dann konnten wir neben den Einrichtungen auch die so genannte häusliche Pflege mit Schutzmaterial versorgen, also Pflegebedürftige und die pflegenden Angehörigen in ihrem privaten Zuhause.

Woher weiß man in Krisenzeiten im Vorhinein, wie viel benötigt wird?

„Man weiß im Vorhinein nie, was fehlen wird.“ Ralf Oberheim, Arbeitsgruppe „Mangelversorgung“, wappnet das Amt mit festgelegten Strategien für eine mögliche zweite Welle. Bild: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger

Ralf Oberheim, Arbeitsgruppe „Mangelversorgung“: Nun, mit Sicherheit wissen kann man es nicht. Aber wir in der AG Mangelversorgung haben verschiedene Szenarien der Krisenstabsarbeit des Amts betrachtet und entsprechende Abläufe entwickelt, abgestimmt und dargestellt. Hier geht es insbesondere um Problemstellungen von Einzelpersonen und Trägern beziehungsweise stationären Einrichtungen. 

Werden uns so genannte Mangelversorgungslagen gemeldet, dann durchlaufen diese Meldungen in der ambulanten oder stationären Versorgung bestimmte Prozesse, bis die Bedarfslage behoben ist. Wir haben diese Prozesse genau festgelegt und Schnittstellen bei der Abstimmung zu anderen Akteuren in der Krisenarbeit definiert. So ist das Amt gewappnet für einen möglichen neuen Anstieg der Fallzahlen und sofort handlungsfähig.

Wie bleibt man handlungsfähig, wenn sich Vorgaben so rasch ändern wie zurzeit? 

Andrea May, Heimaufsicht/WTG-Behörde – „Die ständig neu hinzukommenden Empfehlungen und Richtlinien für die Bereiche der Pflege und Eingliederungshilfe stellen die Routinen auf den Kopf.“ Bild: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger

Andrea May, WTG-Behörde: Die ständig neu hinzukommenden Empfehlungen, Richtlinien und letztlich die Corona-Allgemeinverfügungen für die Bereiche der Pflege und Eingliederungshilfe stellen natürlich die Routinen auf den Kopf. Mit Arbeitshilfen und Merkblättern versuchten wir, den Einrichtungen das Wichtigste kompakt mit auf den Weg zu geben und bei der Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen.

Leicht ist die Corona-Lage insbesondere für die erwähnten Einrichtungen nicht, da dort viele Personen aus der so genannten Risikogruppe aufeinandertreffen. Diese gilt es zu schützen! Um die besondere Situation bedarfsgerecht stemmen zu können, müssen also Alternativen möglich gemacht werden. Darunter dürfen die Qualität der Pflege und die Versorgung der Menschen aber nicht leiden.

Das stellt die Heimaufsicht beziehungsweise die Behörde des Wohn- und Teilhabegesetzes sicher. Wir, also meine Kolleginnen und Kollegen und ich von der WTG-Behörde, sind übrigens erst zu Beginn des Aprils zum Amt für Soziales und Inklusion gewechselt.

Es müssen Menschen neu in Einrichtungen aufgenommen werden. Wie funktioniert das, ohne Infektionen zu riskieren?

Gabi Schmidt kümmert sich in der Arbeitsgruppe „Sonderplätze“ darum, Menschen, die pflegebedürftig werden, aus deren Zuhause oder aus dem Krankenhaus risikofrei in einem Pflegeheim unterzubringen. Bild: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger

Gabi Schmidt, Arbeitsgruppe „Sonderplätze“: Da setzen wir an, die AG Sonderplätze. Bei uns kommen Dienstleister, zum Beispiel aus der ambulanten und stationären Versorgung, Immobilienbesitzer und Einrichtungen wie Tagungsstätten, Rehakliniken, Hotels sowie Träger und Verbände aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und Umgebung an einen Tisch.

Alle beraten gemeinsam, wie die pflegerische Versorgung unterstützt werden kann. Denn obwohl die Pflegeheime viel Erfahrung mit infektiösen Erkrankungen haben und unermüdlich ihre Arbeit leisten: Eine derartige Situation hat es bisher nicht gegeben. Es ist schwierig, Menschen, die plötzlich pflegebedürftig sind, aus ihrem Zuhause oder aus dem Krankenhaus risikofrei in einem Pflegeheim aufzunehmen – ohne die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner oder die Mitarbeitenden zu gefährden.

Hier setzt die AG Sonderplätze an. Gemeinsam mit den oben genannten Akteuren und den Pflegekassen werden alternative Versorgungsformen entwickelt und so genannte Sondereinrichtungen möglich gemacht – als Entlastung für die Pflege und die Eingliederungshilfe. 

„Sondereinrichtungen“ bedeutet „Quarantäneeinrichtungen“?

Thomas Beier, Quarantänepflege.

Thomas Beier, Quarantänepflege: Ja, auch. Die eingerichteten Sonderplätze werden vom Team der so genannten Quarantänepflege zugewiesen. Wir hatten einige Fälle, in denen die Versorgung nicht gesichert war und Menschen wortwörtlich auf der Straße standen. Doch in Kooperation und in regelmäßigen Gesprächen mit Einrichtungen, Angehörigen und Trägern konnten bisher immer Lösungen erarbeitet werden, die den Bedürfnissen der betroffenen Menschen gerecht wurden.

Dafür ist eine intensive Koordination und die Klärung vieler Fragen notwendig: Wurde die aufzunehmende Person getestet? Wie ist das Ergebnis? Ist eine Quarantäne oder Isolation notwendig? Welche weiteren medizinischen Bedarfe bringt die Person mit? 

In der derzeitigen Krisensituation ist zum Beispiel die Unterbringung von Menschen mit auffälligen demenziellen Erkrankung eine große Herausforderungen für uns. Mit fortgeschrittenem Krankheitsverlauf können viele Demenzerkrankte nicht mehr verstehen, was es mit „Corona“ und den Schutzmaßnahmen auf sich hat. Die persönliche Schutzbekleidung der Mitarbeitenden der Krankenhäuser, stationären Einrichtungen oder Transportdienste wirken beängstigend oder bedrohlich – hier ist besonderes Fingerspitzengefühl bei der Organisation der Unterbringung gefragt.

Wer arbeitet eigentlich in den Sonderplätzen?

„Personalnot macht erfinderisch“: Dirk Osadnik, Arbeitsgruppe „Personal“

Dirk Osadnik, Arbeitsgruppe „Personal“: Nein, das müssen getrennte Gruppen sein. Werden Sondereinrichtungen geplant, müssen diese aber natürlich auch von fachlich versiertem Personal geführt werden. Und das Thema Pflegefachkraftmangel beziehungsweise der generelle Fachkräftemangel in sozialen Berufen stellt auch die AG Personal der Krisenstabsarbeit des Amtes vor Herausforderungen.

Über das Helferportal auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises können sich seit einigen Wochen Personen eintragen, die in medizinischen, pflegerischen oder sozialen Berufen ausgebildet sind. Die Freiwilligen vermitteln wir dann an Einrichtungen, die Personalbedarf anmelden.

Der Rheinisch-Bergische Kreis stellt online Unterstützung für den Bereich Pflege und Soziales bereit:

Helferportal

Initiativen und ehrenamtlichen Gruppierungen der Nachbarschaftshilfe
 
Verhaltensregeln in der praktischen Arbeit der Nachbarschaftshilfe

Die Personalnot macht erfinderisch und fragen kostet bekanntlich ja nichts. Wir haben sogar die Bundeswehr nach verfügbarem Personal mit pflegerischer Ausbildung angefragt und siehe da: Die Bundeswehr stellt dem Rheinisch-Bergischen Kreis zur Versorgung der Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen Personal zur Verfügung.

Das ist aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um die Pflegebedürftigen im Kreis zu unterstützen. Auch örtliche Anbieter von ambulanten Leistungen, zum Beispiel für junge Menschen mit Behinderungen in den Schulen, stellen ihre Fachkräfte zur Verfügung.

Und wenn man dann einen Platz im Pflegeheim hat? Wer bezahlt es, wenn Menschen in die stationäre Pflege wechseln?

„Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen ist gefragt.“ – Inge Röhrig, Sachgebiet Stationäre Leistungen (Pflege), muss mit Betroffenen zuweilen heikle Finanzlagen klären.

Inge Röhrig, Sachgebiet Stationäre Leistungen (Pflege): Das kommt darauf an. Zunächst einmal kommen die Menschen selbst für ihre Versorgung auf. Wenn die Renteneinkünfte aber zum Beispiel aufgrund von durchbrochenen Erwerbsbiografien oder wegen Kindererziehungszeiten nur gering sind und das einzusetzende Vermögen aufgebraucht ist, ist der Weg zum Amt für Soziales und Inklusion unvermeidlich. Bei uns kann man finanzielle Unterstützung für die neue Wohnform erfragen. 

Diese Unterstützungsanfragen nehmen generell zu, wenn aufgrund einer epidemischen Lage die häuslichen Versorgungsstrukturen wegbrechen und vermehrt stationäre Aufenthalte – kurzzeitig oder dauerhaft – notwendig werden. Angehörige, die ihre Eltern bereits längere Zeit zu Hause gepflegt haben, befinden sich oft in einer emotionalen Ausnahmesituation.

Hier ist dann von den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen gefragt, um eine angenehme und auch zielführende Beratung zu schaffen.




Der Wander- und Fahrradbus fährt wieder

Ab Pfingstsamstag sind der Bergische WanderBus und der Bergische FahrradBus wieder unterwegs. Bis November machen die beliebten Busse die Attraktionen des Bergischen Landes erfahrbar.

Nach der Zwangspause durch den Ausbruch des Coronavirus starten der Bergische FahrradBus und der Bergische WanderBus jetzt wieder. Die Busse für Wander-Fans und Radler fahren ab dem Pfingstsamstag an allen Wochenenden und Feiertagen bis zu Allerheiligen am 1. November.

Bergischer WanderBus

Der Bergische WanderBus rollt zusätzlich am 12. Juni, dem Brückentag am Fronleichnamswochenende, durch die Region an Eifgen und Dhünn.

„Nachdem wir im ÖPNV schon seit einigen Wochen wieder mit dem regulären Fahrplan unterwegs sind, setzen wir jetzt auch die Saison von WanderBus und FahrradBus fort. Nach den Lockerungen im Gastronomie- und Tourismusbereich wollen wir den Menschen wieder ein hochwertiges Naherholungsangebot bieten und nicht zuletzt damit ein Stück Normalität zurückgeben“, sagt Landrat Stephan Santelmann.

Zwischen Odenthal und Wermelskirchen-Eifgen verkehrt der Bergische WanderBus an den Betriebstagen kurz nach 10 Uhr zum ersten Mal, die letzte Fahrt zurück startet um 19.10 Uhr. Am Anfang und Ende eines Tages führt die Route des WanderBusses von Rösrath über Bensberg und Bergisch Gladbach ins Wandergebiet. Damit können Gäste von außerhalb das Wanderbus-Angebot ganz ohne eigenes Auto nutzen.

In dem Kleinbus ist üblicherweise Platz für 24 Passagiere. Am ersten Wochenende ist allerdings ein Gefährt im Einsatz, das nur über 16 Plätze verfügt. Auf die Reise geschickt wird der Bergische WanderBus vom Rheinisch-Bergischen Kreis, der Gemeinde Odenthal und der Stadt Wermelskirchen. Die Linie wird von der RVK gefahren.

Bergischer FahrradBus

Der Bergische FahrradBus verkehrt von Leverkusen-Opladen über Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth nach Marienheide. Partner sind die Stadt Leverkusen, der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis. Wie beim WanderBus kann eine Strecke bequem mit dem Bus zurückgelegt werden und auf dem anderen Weg die wunderschöne bergische Landschaft mit dem Bike entdeckt werden.

Los geht die erste Fahrt in Opladen um 9 Uhr, der letzte Rücktransfer startet im Oberbergischen um 16.15 Uhr. Das Angebot bestreiten wupsi, RVK und OVAG gemeinsam.

Linie 430 als „Zubringer” ab Busbahnhof

Auch die Linie 430 der wupsi fährt ab dem Pfingstwochenende wieder mit einem Fahrrad-Anhänger. Dann kann am S-Bahnhof in Bergisch Gladbach ab 9.20 Uhr gestartet werden über Odenthal nach Burscheid Bahnhof. Dort kann direkt auf der attraktiven Balkantrasse losgeradelt werden.

Hygienemaßnahmen

Es gibt keine Einschränkungen, wie auch im gesamten ÖPNV, hinsichtlich der Fahrgastzahlen. Im Fahrradbus helfen die Fahrer beim Beladen und Entladen der Räder in den Anhänger. Sie tragen dabei Mundschutz, Handschuhe und sind mit Desinfektionsmitteln ausgerüstet.

Für die Passagiere der von Fahrrad- und WanderBus gelten die Regeln des ÖPNV, es muss daher eine Maske während der Fahrt und an den Haltestellen getragen werden.

Tickets

Für beide Linien gilt der VRS-Tarif. Fahrkarten für den Bergischen WanderBus und den Bergischen FahrradBus können derzeit nur im Internet oder per App als E-Ticket oder in den Kundencentern der Verkehrsunternehmen gekauft werden.
Ergänzend zum EinzelTicket muss bei der Mitnahme des Bikes im FahrradBus noch ein FahrradTicket erworben werden. Eine Reservierung für die Fahrt ist nicht möglich.Internet: www.bergischerwanderbus.dewww.bergischerfahrradbus.de

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Blaumeisenseuche erreicht den Kreis

Nachdem das Kreisveterinäramt schon Anfang Mai mögliche Fälle von Blaumeisenseuche untersuchen ließ, hat sich der Verdacht nun bestätigt: Die Seuche hat RheinBerg erreicht. Eine entsprechende Untersuchung war positiv. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist das Bakterium für den Menschen ungefährlich sie sollten aber einige Hinweise berücksichtigen.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis gibt es einen bestätigten Fall des sogenannten Blaumeisensterbens. Dies ergab die Untersuchung im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld, wohin das Veterinäramt des Kreises eine verendete Blaumeise geschickt hatte. In einem Speziallabor wurde das Bakterium Suttonella ornithocola als Todesursache festgestellt.

Eine Bürgerin aus Odenthal hatte das Tier zuvor in ihrem Garten ohne offensichtliche Krankheits- oder Verletzungsanzeichen tot aufgefunden und die Blaumeise zum Veterinäramt gebracht.

Seit Anfang März werden in ganz Deutschland zunehmend tote Blaumeisen gefunden. Auch erkrankte Tiere, die taumeln, orientierungslos und zum Teil handzahm sind sowie sich aufplustern, werden beobachtet.

Die Tiere leiden unter einer Lungenentzündung und vereinzelt an Erkrankungen des Darms. Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu dem Erreger steht die Forschung aber noch ganz am Anfang.

Die Krankheit tritt nach derzeitigen Erkenntnissen insbesondere im Frühjahr auf. In erster Linie scheinen davon Blaumeisen betroffen zu sein, aber auch andere Meisenarten können wohl erkranken.

Auf Futterstellen und Vogeltränken sollte derzeit im Garten verzichtet werden, dort könnte die Blaumeisenseuche übertragen werden. Foto: NABU

Verendete Blaumeisen zum Veterinäramt

Auch ist unklar, wie das Bakterium übertragen wird. „Es spricht einiges dafür, dass Blaumeisen sich über infektiöse Sekrete gegenseitig anstecken. Die Tiere haben während der Balz und Fortpflanzungsphase im Frühjahr vermehrt Kontakt untereinander.

Auch liegt es nahe, dass gemeinsame Futter- und Tränkestellen hier der Erkrankung Vorschub leisten können“, so Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig. „Damit wir unser Wissen über die Erkrankung weiter verbessern können, bin ich für jede zum Veterinäramt gebrachte tot aufgefundene Blaumeise dankbar.“

Das sollten Sie tun

Aufgrund des Ausbruchs der Seuche im RBK rät der Kreisveterinär zu folgenden Verhaltensregeln:

  • Auf Fütterung und Aufstellen von Vogeltränken verzichten
  • Erkrankte und geschwächte Vögel suchen diese Orte öfter auf und übertragen dort das Bakterium an Artgenossen
  • Wer die Tiere dennoch versorgen möchte, sollte alle Futterstellen und Tränken möglichst häufig mit kochendem Wasser gründlich reinigen

Erreger für Menschen ungefährlich

Das Bakterium wurde bereits 1996 in England für ein massives Meisensterben verantwortlich gemacht. Im Jahr 2018 wurde der Erreger zum ersten Mal auch in NRW nachgewiesen.

Bisher wurden dem Veterinäramt fünf Blaumeisen zur Untersuchung überbracht. In den anderen Fällen konnte der Erreger bisher nicht nachgewiesen werden oder das Untersuchungsergebnis steht noch aus.

Es gibt bisher keine Hinweise, dass der Erreger für anderen Vögel, Tiere oder den Menschen gefährlich ist. Dennoch sollten verendet aufgefundene Vögel grundsätzlich nicht mit der bloßen Hand angefasst werden.

Auf den Webseiten des Nabu gibt es ebenfalls Hinweise, was beim Fund verendeter Blaumeisen zu tun ist. Dazu detaillierte Informationen und Kartenmaterial zum Ausbruch und Verlauf der Seuche.

Bild von ray jennings auf Pixabay




Das Stadtradeln geht in die dritte Runde

Zum dritten Mal nehmen der Kreis und die Kommunen an der Fahrradkampagne Stadtradeln teil. Radfahren hält fit, schont das Klima und ist eine attraktive Freizeitbeschäftigung für die es in der Kampagne auch noch eine Belohnung gibt.

Auf den Sattel, fertig, los! Der Rheinisch-Bergische Kreis nimmt auch in diesem Jahr wieder an der Fahrradkampagne STADTRADELN teil. Die Aktion soll dazu motivieren, mehr Freizeit- und Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Denn Fahrradfahren hält fit, trägt zu einem besseren Klima bei und ist gerade in Zeiten von Corona sowohl ein gutes Verkehrsmittel als auch eine schöne Freizeitbeschäftigung.

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen mitzumachen und im Zeitraum vom 7. bis zum 27. Juni 2020 auf dem Bike fleißig Kilometer zu sammeln. Für die Aktionen können alle radeln, die im Rheinisch-Bergischen Kreis wohnen, arbeiten, die Schule besuchen oder einem Verein angehören. Begleitende Veranstaltungen und Aktionen können in diesem Jahr aufgrund der bestehenden Abstandsregeln jedoch leider nicht stattfinden.

„Auch wenn in diesem Jahr vieles anders ist – das Fahrradfahren an der frischen Luft fördert nicht nur die Gesundheit, sondern ist auch ohne engen Kontakt mit anderen Menschen möglich. Lassen Sie uns also mitmachen und gemeinsam für das Klima in die Pedale treten“, ruft Landrat Stephan Santelmann zum Mitmachen auf.

Und so funktioniert es im Detail: Die Radkilometer dürfen überall zurückgelegt werden, egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder auf Touren durch das Bergische Land und Freizeitzielen außerhalb Rhein-Bergs. Die Kilometer können nach einer Registrierung sowohl per GPS über die Smartphone-App STADTRADELN getrackt als auch manuell in der App oder auf der Website eingetragen werden.

Die Ergebnisse werden dann der Kommune und dem Kreis zugeschrieben. Die Kilometer können sowohl alleine als auch in Teams gesammelt werden. Mitradeln lohnt sich zudem gleich doppelt: Denn auf die Radlerinnen und Radler mit den meisten gefahrenen Kilometern warten als Belohnung Gutscheine für Fahrradgeschäfte im Kreisgebiet.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 297.006 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt und somit von den 1.511 Teilnehmerinnen und Teilnehmern rund 42.000 kg CO2 vermieden. „Das sind bereits tolle Ergebnisse. Lassen Sie uns nun gemeinsam auf die Fahrräder steigen und die Kilometer vom letzten Jahr noch übertreffen“, wirbt auch die Mobilitätsmanagerin des Rheinisch-Bergischen Kreises, Lara Wagner, für die Aktion.

An STADTRADELN nehmen neben dem Rheinisch-Bergischen Kreis auch die meisten Kommunen teil (Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath, Wermelskirchen). Weitere Informationen zur Kampagne gibt es auf der Website “Stadtradeln” des Rheinisch-Bergischen Kreises. Fragen können per E-Mail an lara.wagner@rbk-online.de gerichtet werden.




Diese Frauen und Männer managen den Kampf gegen Corona

In der Corona-Krise nimmt die Kreisverwaltung mit Krisenstab, Lagezentrum und Gesundheitsamt die zentrale Stelle ein. Sie informiert Infizierte und ermittelt die Kontaktpersonen, sie sammelt eine Fülle von Daten. Dafür hat der Kreis viel Personal zusammengezogen. Jetzt erlaubt er einen Blick hinter die Kulissen – und stellt die handelnden Personen vor.

Krisenstab – wo alle Fäden zusammenlaufen

Markus Fischer leitet als Dezernent unter anderem die Bereiche Familie, Jugend, Soziales, Gesundheit sowie Feuerschutz und Rettungswesen.

Gebraucht werden alle Informationen im Krisenstab. Dezernent Markus Fischer ist eine jener Personen, bei denen dort alles zusammenläuft:

„Das Dezernat III, welches ich leite, umfasst die Bereiche Schulen, Sport und den Schulpsychologischen Dienst, aber auch Familie, Jugend, Soziales, Gesundheit sowie Feuerschutz und Rettungswesen. Daher ist das Dezernat auch besonders von der Corona-Krise betroffen.“

Fischer koordiniert derzeit das Lagezentrum im Rheinisch-Bergischen Kreis. „In dieser besonderen Situation halte ich dort den Gesamtüberblick über die Themenfelder, bewerte relevante Daten und entscheide in Abstimmung mit den anderen Mitgliedern über Maßnahmen zum Umgang mit dem neuartigen Corona-Virus.“ Hierfür, so Fischer, seien aktuelle, gut strukturierte Informationen unerlässlich.

Der Leiter des Krisenstabs ist Kreisdirektor Eric Werdel. Er hatte bereits im Podcast mit dem Bürgerportal berichtet, wie seine Arbeit in diesen Wochen aussieht.

Innerer Dienst – Drehscheibe für Informationen

Krisenmanagement ist auch ihr normaler Job: Cassandra Staehler wertet im Krisenstab Informationen aus, verteilt sie und überwacht die Umsetzung von Maßnahmen.

Eine Schaltzentrale der Informationen im Krisenstab ist Cassandra Staehler. Staehlers Aufgabe nennt sich „Innerer Dienst“, was bedeutet, dass sie Meldungen, Mitteilungen, Daten und sämtliche Neuigkeiten auf möglichen Handlungsbedarf für den Rheinisch-Bergischen Kreis auswertet: „Ich erhalte alle Informationen aus Lagezentrum und Krisenstab und verarbeite sie für die Zwecke des Krisenstabes.“

Beschließt der Krisenstab bestimmte Maßnahmen, überwacht Cassandra Staehler die Umsetzung:

„Ich habe als geschäftsführende Stelle des Krisenstabes viele organisatorische Aufgaben. Ich sehe, wer welche Informationen benötigt und stehe dabei in enger Zusammenarbeit mit Leitung und Geschäftsführung. Ich kann rechtliche Prüfungen veranlassen, stelle sicher, dass Aufträge erteilt werden und organisiere zum Beispiel Technikausstattung.“

Im „normalen Leben“ hat Staehler unter anderem die Stabsstelle Krisenmanagement inne. Als solche, erklärt Staehler, sei es ihre Aufgabe, auch zu normalen Zeiten immer für mögliche Krisenfälle vorauszuplanen. „Deshalb hatte ich bereits vor Corona eine Liste mit Mitarbeitenden, die freiwillig für Sonderaufgaben zur Unterstützung des Krisenstabes zur Verfügung stehen“, sagt Staehler. Als das neuartige Corona-Virus begann, sich im Rheinisch-Bergischen Kreis auszubreiten, organisierte Staehler deshalb zum Beispiel auch die Einrichtung des Bürgertelefons im Lagezentrum.

Gesundheitsamt – sehr wachsam

„Wir sind sehr wachsam.“ – Dr. Sabine Kieth ist die neue Leiterin des Gesundheitsamtes für den Rheinisch-Bergischen Kreis, zu dem derzeit auch das Lagezentrum gehört.

Das Lagezentrum ist jener neu geschaffene Teil des Gesundheitsamtes, der ausschließlich mit der Erfassung und Betreuung von Corona-Betroffenen und deren Kontaktpersonen beschäftigt ist. Die Informationen laufen dort wiederum aus unterschiedlichen Quellen zusammen: Der Hauptdatenfluss stammt aus den Telefonaten mit Bürgerinnen und Bürgern.

Die daraus resultierenden Angaben, also positive, negative und noch ausstehende Testergebnisse sowie Quarantäneanordnungen, werden gefiltert und ausgewertet, erklärt Dr. Sabine Kieth, neue Leiterin des Gesundheitsamtes:

„Anhand dieser Daten entwickeln wir ein Szenario, was uns demnächst bevorstehen könnte. Die Besonderheit dabei ist, dass zwischen Ist-Zustand und schlimmstem Fall derzeit leider eine große Differenz möglich ist.“

Szenarios, so Kieth, seien deshalb eingeschränkt aussagefähig, sie gäben nur Anhaltspunkte. Dr. Sabine Kieth ist ebenfalls Mitglied des Krisenstabs und hat die Situation stets im Auge:

„Keine Kurve ist vor Ausreißern gefeit. Und Ausreißer kann man nicht vorausberechnen. Was heute noch relativ entspannt ist, kann morgen schon ganz anders aussehen. Deshalb sind wir sehr wachsam.“

Bereits seit Mitte März unterstützt Dr. Sabine Kieth, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin, das Gesundheitsamt des Kreises. „Dienstbeginn wäre der 1. April gewesen. Aber in Zeiten von Corona konnte das Gesundheitsamt schon früher Unterstützung gebrauchen“, so die Nachfolgerin von Dr. Cornelia Scherzberg, die das Amt seit 2013 leitete.

Prognosen – vom Best- zum Worst-Case

Erstellt aus den Corona-Daten tagesaktuelle Prognosen: Katharina Hörstermann, die normalerweise für Statistiken in der Sozialplanung zuständig ist.

Vorausberechnungen sind eines der wichtigsten Werkzeuge im Umgang mit SARS-CoV-2. Anhand der Entwicklung der positiv getesteten Personen, also dem möglichen Behandlungsbedarf, und der Anzahl aktuell in den Kliniken vor Ort behandelten Covid-19-Patienten errechnet beim Rheinischen-Bergischen Kreis eine Mitarbeiterin die Prognosen für die kommende Zeit: Katharina Hörstermann.

Die Krankenhäuser in der Region melden täglich den Umfang an freien und belegten Betten, die Auslastung der Intensivstationen sowie der Beatmungsplätze. „Aus den Zahlen, die wir bekommen, können wir natürlich keine feste Zukunftsaussage treffen“, erklärt auch Hörstermann. „Wir berechnen Spannbreiten, vom besten Fall bis zum Worst-Case-Szenario.“

Besonders im Blick, erklärt Hörstermann, habe man dabei den Bedarf an Betten auf Intensivstationen. „Wenn sich abzeichnet, dass der geschätzte Bedarf in der Mehrzahl der berechneten Prognosemodelle oberhalb der vorhandenen Kapazitäten liegt, müssen wir frühzeitig reagieren können.“

Die Prognosen sind stets tagesaktuell und werden ans Dezernat, an die Krankenhäuser und an den Krisenstab gemeldet. „Nun müssen wir abwarten, wie sich die Lockerungen bemerkbar machen.“

Nachrichtenzentrale – auch am Wochenende

„Als großes Team zusammenarbeiten“ – Pia Puczynski, die normalerweise bei der Unteren Landschaftsbehörde tätig ist, unterstützt derzeit die Nachrichtenzentrale im Lagezentrum.

Zu diesem Zweck schließlich sind die Daten aus der Bevölkerung sowie die Testergebnisse aus den Laboren entscheidend. Damit sie alle richtig ankommen, verfügt das Lagezentrum – ebenso wie der Krisenstab – über eine Nachrichtenzentrale mit sogenannten Sichtern.

Die Sichter verteilen eingehende Post, insbesondere E-Mails von den verschiedensten Stellen, an die richtigen Ämter und Adressen. So müssen nicht alle Mitglieder jede einzelne E-Mail lesen, sondern erhalten alle relevanten Nachrichten vorsortiert.

Die Nachrichtenzentrale ist täglich von 8 bis 20 Uhr in zwei Schichten besetzt – auch am Wochenende.

„Unsere Hauptaufgabe besteht in der Koordination, Erfassung und Verteilung der Post im Lagezentrum sowie der Bearbeitung und Weiterleitung von E-Mails und Faxen des Gesundheitsamtes. Wir sind somit eine wichtige Schnittstelle zwischen den einzelnen Abteilungen des Lagezentrums“, berichtet Pia Puczynski. Sie ist normalerweise bei der Unteren Landschaftsbehörde tätig und derzeit im Lagezentrum im Einsatz.

„Wir geben täglich die Angaben von getesteten Personen in das interne Erfassungstool ein. Darüber hinaus sichten und erfassen wir die Testergebnisse der Labore und leiten diese entsprechend der Ergebnisse an das Team „Negativ“ oder das Team „Positiv“ weiter, die sie den Getesteten dann per Telefon mitteilen“, berichtet Puczynski.

Corona-Datenbank

Mit Daten wirkungsvoll gegen Corona vorgehen: Evelyn Arnold vom Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises hat die Datenbank mitentwickelt und wertet die Informationen aus.

Das interne Erfassungstool, salopp „Corona-Datenbank“ genannt, wurde von IT-Service und Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises speziell für die Erfassung von SARS-CoV-2-Infektionen in der Region entwickelt. In der Datenbank notieren die Mitarbeitenden an den Telefonen persönliche Angaben, Testergebnisse und Maßnahmen.

Aber auch viele andere Informationen müssen erfasst werden: Entwickelt eine Person Symptome, muss sie in einem Krankenhaus behandelt werden? Wer sind Kontaktpersonen, wo wohnen und arbeiten sie? Wann wurde ein Abstrich genommen, wann eine Quarantäne angeordnet? Insgesamt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Lagezentrum an sieben Tagen in der Woche damit beschäftigt, die Antworten in das Computersystem einzugeben.

„Wir brauchen viele Angaben, um wirkungsvoll gegen die Ausbreitung der Krankheit vorgehen zu können“, sagt Evelyn Arnold. Sie arbeitet im Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, hat bei der Entwicklung der „Corona-Datenbank“ mitgewirkt und wertet die Daten aus. Knapp 4000 Personen sind darin verzeichnet. „Das war ganz schön viel Arbeit“, erklärt Arnold.

Trotz der Anstrengungen mache die Arbeit an der Datenbank Freude: „Die Menschen haben viel Verständnis. Und wir arbeiten natürlich nach den Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung.“

Die meisten Angaben im System stammen von den Menschen selbst: Wer getestet wird, füllt einen so genannten Anamnesebogen aus, also einen Fragebogen zur medizinischen Vorgeschichte. Zudem telefoniert das Gesundheitsamt mit allen Betroffenen persönlich und erfragt dabei, wenn nötig, noch fehlende Einzelheiten.

Bestmögliche Betreuung für Menschen im RBK

So erreicht im Laufe jedes einzelnen Tages eine Flut von Daten und Informationen den Rheinisch-Bergischen Kreis – die für den Umgang mit dem neuartigen Corona-Virus entscheidend sind.

Dezernent Markus Fischer resümiert: „Die Datenbasis gibt maßgebliche Anhaltspunkte für unsere derzeitige Arbeit, beispielsweise für Logistik, Materialbeschaffung und die Steuerung von Maßnahmen für alle Einrichtungen in unserem Verantwortungsbereich. Denn unsere Aufgabe ist es, die bestmögliche Betreuung für alle Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis sicherzustellen, die mit dem Thema Corona in Berührung kommen.“

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Kreis baut Beschränkungen im Service ab 4. Mai ab

Auch der Rheinisch-Bergische Kreis weitet seinen Bürgerservice wieder aus. Ab dem 4. Mai sind persönliche Termine im Kreishaus möglich, nach vorheriger Vereinbarungen und unter Einhaltung bestimmter Regeln.

Seit Mitte März bearbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Angelegenheiten der Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis in erster Linie telefonisch, elektronisch oder postalisch – auf direkte Treffen in den Dienststellen musste aus Gründen des Infektionsschutzes weitgehend verzichtet werden.

„In den letzten Wochen konnten wir unsere Dienstleistungen aufgrund der schwierigen Situation nicht wie gewohnt anbieten, was auch zu Beschwerden geführt hat. Das werden wir jetzt konsequent aufarbeiten. Ein wichtiger Schritt dabei ist es, das wieder persönliche Treffen nach Terminabsprachen möglich sind, denn manche Dinge lassen sich nur schwer telefonisch oder online klären“, erklärt Landrat Stephan Santelmann. „Selbstverständlich steht dabei die gesundheitliche Sicherheit von allen Beteiligten im Mittelpunkt.“

Mit Ausbruch des Corona-Virus hat die Kreisverwaltung im Gesundheitsamt unter großem Personaleinsatz ein Lagezentrum eröffnet, um die vielfältigen Herausforderungen zu bewältigen. Dazu zählt beispielsweise die schnelle und konsequente Ermittlung von Kontaktpersonen, um Infektionsketten zu unterbrechen, was weiterhin geschieht.

Straßenverkehrsamt, Ausländerbehörde, Bauamt

Nun kann durch organisatorische Anpassungen der Service für die Bürgerinnen und Bürger in verschiedenen Ämtern, wie beispielsweise dem Straßenverkehrsamt, der Ausländerbehörde oder dem Bauamt, wieder ausgeweitet werden.

Die Kontakte der verschiedenen Dienststellen finden Sie hier.

Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen

Die vereinbarten Termine finden selbstverständlich unter den strengen Vorgaben des Infektionsschutzes statt. Zur Vermeidung von Ansteckungen mit dem Corona-Virus müssen Besucherinnen und Besucher der Dienststellen des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie die Mitarbeitenden dabei eine Alltagsmaske tragen.

Der Gast wird am Eingang der Dienststelle von seinem Gesprächspartner abgeholt. Der Termin selbst findet dann in geeigneten Räumlichkeiten statt und natürlich werden die nötigen Abstandsregeln von zwei Metern gewahrt.

Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die Abstandsregeln von zwei Metern zur nächsten Person konsequent einzuhalten und die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände.

Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen.

Seit Montag, dem 27. April, ist es zudem Pflicht, im Öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel eine Alltagsmaske zu tragen. Dies muss selbstverständlich beachtet werden, wenn die Anreise zu den Dienststellen mit dem Bus oder der Bahn erfolgt.




Unterschätzen ältere Menschen Corona?

Viele ältere Menschen schätzen das eigene Risiko, an COVID-19 zu erkranken, geringer ein, als es tatsächlich ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Daher appelliert das Gesundheitsamt an die Senior:innen, Corona nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Nach den Ergebnissen der Cosmo-Studie schätzten 52 Prozent aller Befragten im Alter von 65 bis 74 Jahren ihre Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, als „extrem unwahrscheinlich“ oder „eher unwahrscheinlich“ an. Bei den 18 bis 29 Jährigen liegt der Prozentsatz im Vergleich bei 35 Prozent.

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises ruft deshalb insbesondere ältere Einwohnerinnen und Einwohner auf, die aktuelle Situation nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

„Seniorinnen und Senioren sind erheblich gefährdeter als junge, gesunde Menschen“, betont die neue Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Sabine Kieth. „Sie stehen ebenso im Fokus wie Menschen mit Vorerkrankungen, beispielsweise mit Asthma, Diabetes oder Bluthochdruck.“

Sabine Kieth leitet das Gesundheitsamtes RheinBerg

Zwar seien grundsätzlich auch bei jungen, gesunden Personen schwere Krankheitsverläufe jederzeit möglich, so Kieth. „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Ältere und gesundheitlich Angeschlagene schwerer erkranken, ist deutlich höher.“ Bislang haben sich im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 406 (Stand: 12. April 2020) Personen erkrankt, 13 Infizierte starben. Alle Verstorbenen waren älter und vorerkrankt. 

Hohe Resilienz

Das Ergebnis der Studie könnte der Nebeneffekt einer eigentlich vorteilhaften inneren Einstellung sein: So fühlten sich Seniorinnen und Senioren derzeit insgesamt psychisch widerstandsfähiger, weniger belastet und weniger einsam als Jüngere.

Diese sogenannte Resilienz, also die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen seelisch einigermaßen schadlos zu überstehen, sei bei Menschen über 60 Jahren besonders ausgeprägt. Doch resiliente Menschen nähmen auch das Risiko, sich anzustecken als geringer wahr und seien der Meinung, eine Infektion leichter verhindern zu können.

„Natürlich ist es wichtig, in diesen Zeiten zuversichtlich zu bleiben“, betont Krisenstabsleiter Dr. Erik Werdel. „Trotz der Öffnung weiterer Geschäfte, gelten die bestehenden Kontaktbeschränkungen nach wie vor und sollten unbedingt eingehalten werden. Daher appelliere ich an die größtmögliche Eigenverantwortung, gerade von älteren Menschen, danach zu handeln. Damit kann jede und jeder Einzelne zur Eindämmung des Virus beitragen“.

Hintergrund: COSMO-Studie

Die COSMO-Studie ist eine Serie von Erhebungen, die Einblick in die Gemütslage der Bevölkerung geben sollen. Anhand der Ergebnisse wollen die Verantwortlichen feststellen, welche Informationen Bürgerinnen und Bürgern brauchen, um sich richtig zu verhalten und Falschmeldungen zu erkennen.

Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener öffentlicher Einrichtungen wie der Universität Erfurt, dem Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Befragt wurden 1030 Menschen zwischen 18 und 74 Jahren in insgesamt sieben Durchgängen.

An den Durchgängen nahmen jeweils verschiedene Personen teil. Die Verteilung in Alter, Geschlecht und Wohnort entspreche dabei, so die Verantwortlichen, in etwa dem Durchschnitt der deutschen Bevölkerung.

Weitere Informationen zur Studie.

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Achtung, Waldbrandgefahr

Die Waldbrände bei Gummersbach haben deutlichen gemacht, wie hoch die Gefahr in den trockenen Wäldern schon jetzt ist. Die Feuerwehr gibt Tipps für richtiges Verhalten.

Die Brandentwicklung des Feuers im Wald bei Gummersbach und weitere Waldbrände in der Region haben in den vergangenen Tagen die Brandgefahr für die Wälder im Kreis verdeutlicht. „Die Feuerwehren bitten alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich darum, große Vorsicht walten zu lassen und sich möglichst aus den Wäldern fernzuhalten. Ein durch Wind schnell laufendes Feuer in trockenen Beständen kann zur Lebensgefahr werden“, so Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden.

Laut Weiden sorgen verschiedene Faktoren aktuell für eine extrem hohe Walbrandgefahr. Aufgrund von zu wenigen Niederschlägen sind Wald und Vegetation derzeit sehr trocken. Zudem sorgt der Borkenkäferbefall dafür, dass viel Totholz in den Wäldern liegt. Hinzu kommen starke Windböen, die dazu führen, dass sich einmal entfachte Waldbrände sehr schnell ausbreiten. 

„Ich appelliere daher an alle darauf zu achten, dass sich keine Brände entfachen können. Sie sollten kein Feuer entzünden, im Wald nicht rauchen und keine Glasscherben im Wald liegen lassen. Zudem sollten Autofahrerinnen und Autofahrer ihr Fahrzeug nur auf befestigtem Untergrund parken und nicht in den Grünstreifen oder an den Waldrand fahren“, rät Weiden.




Neue Beauftrage für Gleichstellung nimmt Arbeit auf

Anja Moeldgen ist die neue Gleichstellungsbeauftragte beim Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für sie ein zentrales Thema.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt Anja Moeldgen, der neuen Gleichstellungsbeauftragten des Rheinisch-Bergischen Kreises, besonders am Herzen. „Wir sind beim Kreis schon gut aufgestellt“, macht die Nachfolgerin von Gabi Ammann, die als Leiterin ins Personalamt gewechselt ist, deutlich, „ich möchte dafür sorgen, dass Frauen bei der Kreisverwaltung noch besser ihr Know-how und ihre Fähigkeiten einbringen können.“

Dazu zählen für sie nicht zuletzt die Weiterentwicklung der Kompetenzen und die Möglichkeit, auch in Teilzeit Führungsaufgaben zu übernehmen. Damit rennt sie bei Landrat Stephan Santelmann offene Türen ein.

„Ich wünsche mir bei uns noch mehr Frauen in Führungspositionen“, erklärt der Verwaltungschef Stephan Santelmann und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Gleichstellungsbeauftragten, die am 1. April ihre neue Stelle antrat. Nicht zuletzt durch flexible Arbeitszeiten sei der Rheinisch-Bergische Kreis ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen, da sich Familie und Beruf damit „besser vereinbaren lassen würden“, wie Santelmann deutlich macht.

Rollenbilder auflösen

Zuletzt war Anja Moeldgen im Personalamt des Rheinisch-Bergischen Kreises für die Personalentwicklung zuständig. Dabei erarbeitete sie unter anderem Angebote für die Entwicklung von Führungskräften oder konzipierte das Fortbildungsprogramm. Zuvor war die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern unter anderem im Umweltamt tätig. Dabei nutzte sie die Möglichkeiten der Teilzeitarbeit und konnte so Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren. 

Eine weitere wichtige Aufgabe sieht die 47-Jährige darin, einen Beitrag zu leisten, um die traditionellen Rollenbilder aufzulösen. „Es liegt selten an den körperlichen Voraussetzungen, dass Mädchen und Frauen bestimmte Berufe nicht ergreifen, sondern vielmehr an der gesellschaftlichen Akzeptanz“, blickt sie über den Tellerrand ihrer Aufgaben beim Rheinisch-Bergischen Kreis hinaus.

Als Gleichstellungsbeauftragte möchte sie sich an verschiedenen Stellen einsetzen, um auch in diesem Bereich nachhaltige Verbesserungen zu schaffen. Dazu setzt sie nicht zuletzt auf Netzwerkarbeit.

Ebenfalls liegt ihr stark am Herzen, sich gegen häusliche Gewalt zu engagieren. Mit Gleichstellungsbeauftragten aus der gesamten Region will sie eng zusammenarbeiten, um Verbesserungen zu erzielen.

„Gleichberechtigung von Mann und Frau bleibt so lange ein Thema, bis nicht mehr darüber gesprochen werden muss“, sagt Anja Moeldgen, wenn einmal dieser Punkt erreicht sei, „ist Gleichberechtigung selbstverständlich.“ 




Fachkräfte bieten Kliniken Hilfe an

68 Fachkräfte haben sich über das Helfer-Portal der Krankenhäuser und der Kreisverwaltung gemeldet. Weitere Helfer mit pflegerischen oder medizinischen Kenntnissen werden gesucht.

Die GFO Kliniken Rhein-Berg, das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach und das Krankenhaus Wermelskirchen hatten gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis ein Online-Helferportal für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen auf die Beine gestellt. Ziel ist es, möglichen Personalengpässen vorzubeugen. „Noch kommen wir klar. Doch für den Fall der Fälle brauchen wir Unterstützung“, so Jörg Zbick, Leiter der Unternehmenskommunikation der GFO Kliniken Rhein-Berg.

Das Helferportal ist seit einer Woche online und es haben sich bereits 68 Freiwillige, die überwiegend in medizinischen und pflegerischen Berufen qualifiziert sind, angemeldet.

Folgende Berufsgruppen bieten bisher ihre Unterstützung an: Ärzte und Ärztinnen (9), Ärzte und Ärztinnen intensiv (4), Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger (9), Medizinische Fachangestellte (10), Rettungsassistenz (3), Altenpflegerinnen und Altenpfleger (3), Pflegeassistenz (3), Pflegefachkräfte intensiv (2), Sozial- und Heilpädagoginnen sowie -pädagogen (7), Lehrkraft (1), Studierende der Medizin (7), Handwerker (1), Sonstige (9).

Die Mitarbeitenden im Amt für Soziales und Inklusion der Kreisverwaltung haben die Kontaktdaten der Helferinnen und Helfer an die Krankenhäuser im Kreis übermittelt. Diese greifen auf die Fachkräfte zu, sobald Bedarf besteht. Der Kreis vermittelt zusätzlich auch an Einrichtungen und ambulante Dienste.

Die Kreisverwaltung sammelt jetzt die möglichen Helferinnen und Helfer, um später schnell handeln zu können. Die ärztlichen Direktoren und Pflegedirektoren der vier Kliniken rufen die Bürgerinnen und Bürger, die medizinisch oder pflegerisch geschult sind, daher auch weiterhin dazu auf, sich bei der zentralen Helferbörse anzumelden.

Über eine Eingabemaske auf der Website des Kreises können Bürgerinnen und Bürger, die in pflegerischen, medizinischen oder sozialen Berufen geschult sind, ihre Daten und ihre fachliche Qualifikation hinterlegen. 

Das Helferportal ist über die Website des Rheinisch-Bergischen Kreises unter 
www.rbk-direkt.de/helferportal.aspx  zu erreichen.




Krankenhäuser suchen freiwillige Helfer

Die vier Krankenhäuser in RheinBerg und der Kreis bringen ein Helfer-Portal an den Start, um sich für die Herausforderungen der Corona-Krise noch breiter aufzustellen. Gesucht werden Freiwillige, die in medizinischen, pflegerischen oder sozialen Berufen ausgebildet sind. Das können Ärzte oder Pflegekräfte sein, die sich in Elternzeit befinden. Oder Studenten.

Die GFO Kliniken Rhein-Berg, das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach und das Krankenhaus Wermelskirchen haben gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis ein Online-Helferportal für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen auf die Beine gestellt.

Die ärztlichen Direktoren und Pflegedirektoren der vier Kliniken rufen die Bürgerinnen und Bürger, die medizinisch oder pflegerisch geschult sind, dazu auf, sich bei dieser zentralen Helferbörse zu registrieren.

Der Appell richtet sich an Freiwillige der Region die in medizinischen, pflegerischen oder sozialen Berufen ausgebildet sind, wie beispielsweise Ärztinnen und Ärzte oder Pflegekräfte die sich in Elternzeit befinden oder Studierende der Medizin. 

Enge Kooperation zwischen Kreis und Kliniken

Die Krankenhäuser im Rheinisch-Bergischen Kreis und die Kreisverwaltung kämpfen Schulter an Schulter gegen die Erkrankung Covid-19. „Allerdings nur sinnbildlich“, schmunzelt Birgit Bär vom Krisenstab des Kreises. Denn schließlich ginge es nach wie vor darum, dass die Menschen Abstand voneinander halten. „Das hält uns allerdings nicht von der Arbeit ab.“

In unzähligen Telefonaten und Videokonferenzen werden derzeit alle Kräfte gebündelt. Und dazu gehört auch eine gute Kommunikation des Krisenstabes mit den Verantwortlichen in den Krankenhäusern der Region. „Wir sind ständig im Dialog und tauschen uns intensiv aus“, ergänzt die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Sabine Kieth.

„Für den Fall der Fälle brauchen wir Unterstützung”

Die Kreisverwaltung sammelt jetzt die möglichen Helferinnen und Helfer, um später schnell handeln zu können. Aus den Kliniken heißt es dazu: „Noch kommen wir klar. Doch für den Fall der Fälle brauchen wir Unterstützung“, so Jörg Zbick, Leiter der Unternehmenskommunikation der GFO Kliniken Rhein-Berg.

Die Verantwortlichen der Krankenhäuser stehen täglich im Kontakt. Es finden ständig Videokonferenzen zwischen den Häusern, den Reha-Einrichtungen und dem Kreis statt. Einige niedergelassene Ärzte, die den Kliniken seit Jahren eng verbunden sind, haben bereits ihre aktive Mitarbeit in den Krankenhäusern angeboten.

Über eine Eingabemaske auf der Website des Kreises können Bürgerinnen und Bürger, die ihre Fachkompetenz – in Voll- oder Teilzeit – zur Verfügung stellen möchten, ihre Daten und ihre fachliche Qualifikation hinterlegen. Die Mitarbeitenden im Amt für Soziales und Inklusion der Kreisverwaltung übernehmen die Vermittlung der Fachkräfte an die Krankenhäuser, Einrichtungen und ambulanten Dienste im Kreis.

Das Helferportal ist über die Website des Rheinisch-Bergischen Kreises unter  zu erreichen.




Sind Schutzmasken sinnvoll?

Inzwischen sieht man sie häufiger im Stadtbild, einige Leute fangen an, sie selbst zu nähen. Aber sind Mundschutzmasken überhaupt sinnvoll? Das Gesundheitsamt ist skeptisch.

Um sich oder andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, kaufen und tragen aktuell viele Menschen Mundschutzmasken. Im Internet gibt es zudem vermehrt Anleitungen dazu, wie sich diese Mundschutzmasken selbst nähen lassen.

Das Robert-Koch-Institut sieht das Tragen von Mundschutzmasken für Bürgerinnen und Bürger im Alltag jedoch skeptisch. Das Tragen solcher Masken in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, könne ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen.

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer anderen Form der Barriere dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten werden oder die Händehygiene nicht mehr umgesetzt wird.

Eine Maske hilft nur dann, wenn die anderen Regeln des Schutzes trotzdem eingehalten werden. Es sollte nicht sein, dass das Tragen einer Mundschutzmaske zu risikobereiterem Verhalten führt und dies in der Summe Risiken erhöht.

Tipps zur Frage Mundschutz ja / nein gibt das Robert-Koch-Institut unter diesem Link.

Um sich oder andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, sind die wichtigsten Maßnahmen weiterhin Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Wichtig sind zudem das Husten und Niesen in ein Einmal-Taschentuch oder in die Armbeuge anstatt in die Hand und das konsequente Abstandhalten von zwei Metern zu anderen Personen.

Händeschütteln und sich ins Gesicht fassen gilt es zu vermeiden.




Gesundheitsexpertin des Kreises nimmt Stellung

Am 1. April tritt Sabine Kieth ihr Amt als Leiterin des Kreisgesundheitsamtes an. Schon jetzt unterstützt die Fachärztin das Team im Lagezentrum im Kreishaus – und beantwortet eine Fülle von medizinischen Fragen rund um Corona.

Dr. med. Sabine Kieth ist Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin mit Promotion über Ausbruchsmanagement im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu einer Erkrankung in Gemeinschaftseinrichtungen und auch hygienebeauftragte Ärztin. Seit Mitte März unterstützt sie die bisherige Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Cornelia Scherzberg. 

„Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit habe jetzt schon aktiv zu unterstützen und finde sehr gute Strukturen im Rheinisch-Bergischen Kreis vor“, so Sabine Kieth, welche die Leitung zum 01. April 2020 übernimmt. „So haben wir die wichtige Position der Leitung auch personell verstärkt.“

Was sind Corona-Viren?

Corona-Viren sind eine Familie von Viren, die meist Erkältungssymptome auslösen. Das neuartige Corona-Virus gehört dazu und trägt den Namen SARS-CoV-2. „SARS“ ist die Abkürzung für “Schweres Akutes Atemwegssyndrom”. 

Was sind die Symptome von COVID-19?

Die Krankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, heißt Covid-19 (“Corona Virus Disease 2019”, zu Deutsch „Corona Krankheit 2019“). Die häufigsten Symptome sind Fieber, trockener Husten, Abgeschlagenheit, Halskratzen sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Gelegentlich leiden Betroffene unter Übelkeit und Durchfall.

In sehr seltenen Fällen – meist, wenn Betroffene älter oder geschwächt sind – kann es auch zu Komplikationen wie einem Atemstillstand oder Organversagen kommen. Beim aktuellen Corona-Typ sind deshalb besonders Senioren gefährdet und Menschen mit Vorerkrankungen wie Krebs, Bluthochdruck, Herzschwäche, Asthma oder ähnlichem.

Grippewellen gibt es jedes Jahr. Was soll denn hier das Problem sein?

Der Influenza kann durch Impfung vorgebeugt werden kann, was bei dem neuartigen Corona-Virus noch nicht der Fall ist. Das Virus trifft zudem auf Menschen, für die das Virus komplett neu ist. Es muss erst „lernen“ darauf zu antworten.

Das Corona-Virus ist überdies bereits in der Inkubationszeit hoch ansteckend. Zu diesem Zeitpunkt weisen viele Menschen noch keine Krankheitsanzeichen auf und wissen gar nicht, dass sie infiziert sind. Manche Betroffene entwickeln gar keine Symptome und verbreiten deshalb den Erreger in der gesamten Zeit intensiv weiter.

Über die Gefährlichkeit anhand der Sterberate sind Fachleute uneinig. Sicher ist aber: Es erkranken derzeit extrem viele Menschen gleichzeitig. So gibt es auch mehr schwere Fälle, die alle gleichzeitig in den Kliniken versorgt werden müssen.

Dr. med. Sabine Kieth ist Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen und Allgemeinmedizin und neue Leiterin des Gesundheitsamtes RheinBerg

Wie kann man sich anstecken?

Vor allem über die so genannte Tröpfcheninfektion: Beim Niesen und Husten, aber auch beim ganz normalen Sprechen gelangen winzige Speichel-Tröpfchen aus Rachen, Luftröhre oder Lunge an die Luft. Sie werden von anderen Menschen eingeatmet. Tröpfchen sinken in der Luft rasch ab und werden somit nur bis zu einer Distanz von gut einem Meter übertragen.

Deshalb empfehlen Experten, zu anderen Menschen etwa 2 Meter Abstand zu halten. Dann ist man vor den großen Tröpfchen schon einmal sicher.

Speichel-Tröpfchen können übrigens auch an Gegenständen haften, an Türklinken, Einkaufswagen und ähnlichem. Wer verunreinigte Flächen anfasst und anschließend sein Gesicht berührt, kann Viren in Mund, Nase oder Augen bringen.

Laut Robert-Koch-Institut besteht die Möglichkeit, dass das Virus bis zu 6 Tage auf Oberflächen, wie Metall, Glas oder Plastik überleben kann. Deshalb ist Händewaschen so wichtig. 

Wie lange dauert es von der Ansteckung bis zum ersten Symptom?

Diese Zeit nennt man Inkubationszeit. Laut der Weltgesundheitsorganisation dauert sie meist 5 bis 6 Tage, es können aber auch bis zu 14 Tage sein.

Wie schütze ich mich und andere vor Ansteckung?

Helfen Atemschutzmasken und Händedesinfektionsmittel?

Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel sollten dort zum Einsatz kommen, wo sie dringend gebraucht werden: In Arztpraxen und Krankenhäusern, wo viele Menschen und Krankheiten zusammentreffen.

Für „Otto-Normal-Verbraucher“, die nicht pausenlos mit Kranken in Kontakt kommen, reicht gründliches Händewaschen, also mindestens 20 Sekunden mit Seife.

Am wichtigsten sind richtiges Husten und Niesen (in die Armbeuge anstatt in die Hand) und das konsequente Abstandhalten von 2 Metern zu anderen Personen, kein Händeschütteln, sich nicht ins Gesicht fassen.Mehr Infos gibt es unter infektionsschutz.de.

Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr während der Schwangerschaft?

Schwangere scheinen nach bisherigen Erkenntnissen weder ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung, noch für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.

Hilft eine Grippeimpfung, dass eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus milder verläuft?

Leider nein. Sie ist aber trotzdem eine gute Sache. Die Grippeimpfung senkt nämlich das Risiko einer zusätzlichen Grippeerkrankung, die es ja leider auch noch gibt. Gibt es zudem weniger Grippekranke, entlastet das Arztpraxen und Kliniken, die sich um Corona-Fälle kümmern müssen.

Dasselbe gilt übrigens auch für die Pneumokokkenimpfung. Diese ist derzeit nur noch sehr eingeschränkt verfügbar und wird voraussichtlich ab Mai wieder nachgeliefert

Was mache ich, wenn Familien- oder WG-Mitglieder krank sind oder husten?

Wenn jemand hustet, bedeutet es nicht automatisch, dass er oder sie vom neuartigen Corona-Virus betroffen ist. Prüfen Sie weitere Symptome wie Fieber, trockener Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und nur falls diese auftreten, kontaktieren Sie Kinder- oder Hausarzt.

Was mache ich, wenn sich Familien- oder WG-Mitglieder angesteckt haben?

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten Sie sich sofort an das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises wenden. Es ist dabei egal, ob Sie Symptome haben oder nicht.

Für medizinische Fragen und Termine für Abstriche ist das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreis unter der Nummer 02202 13 13 13 geschaltet. Dieses ist werktags von 8 bis 18 Uhr besetzt. Am Wochenende ist das Bürgertelefon von 10 bis 16 Uhr erreichbar.

Ich fühle mich auch schon ganz komisch. Was mache ich, wenn ich keine Symptome habe, aber vermute infiziert zu sein?

Wenn Sie persönlichen Kontakt zu jemandem hatten, der laut Labortest erkrankt ist, melden Sie sich beim Gesundheitsamt.

Falls Sie sich in einem vom Robert-Koch-Institut  ausgewiesenem Risikogebiet aufgehalten haben, sollten Sie unnötige Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben.

Falls Sie sich in einer Region aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach der Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie, nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 116 117.

Ich habe Symptome, bin aber nicht mobil. Was kann ich tun?

Wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, der bzw. die einschätzt, ob eine COVID-19-Erkrankung vermutet wird. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116 117 an.

Der Test

Wer entscheidet, ob ein SARS-CoV-2 Test durchgeführt wird?

Wer getestet wird, entscheiden derzeit die Kliniken und Hausärzte. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden allein reichen demnach nicht aus. Betroffene müssen außerdem Kontakt zu einer infizierten Person gehabt oder sich in einer Region aufgehalten haben, in der das Virus flächendeckend nachgewiesen wurde.

Wo kann ich mich testen lassen?

Wenn Sie vermuten sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ärztin oder rufen die 116 117 an. Dann wird entschieden, ob Sie getestet werden müssen und man bespricht mit Ihnen die weiteren Schritte. 

Ich will einen Test! Warum wird nicht bei allen ein Test veranlasst, die mit einer infizierten Person in Kontakt standen?

Es kommt darauf an, wann man sich angesteckt hat. Während der frühen Phase der Inkubationszeit kann es sein, dass ein Testergebnis fälschlicherweise negativ ausfällt, obwohl Betroffene infiziert sind. Zu diesem Zeitpunkt ist SARS-CoV-2 noch nicht zuverlässig nachweisbar. Zudem würden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.

Folglich gilt:

Ein Test ist medizinisch nicht sinnvoll, wenn man Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder in einem Risikogebiet war und

  • es weniger als 14 Tage her ist und
  • man keine Symptome hat.

Dann ist es besser, sich bis zum Ende der Inkubationszeit zuhause aufzuhalten und Kontakte zu meiden.

Ein Test ist medizinisch sinnvoll, wenn man Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte oder in einem Risikogebiet war und man innerhalb von 14 Tagen Symptome aufweist. Diese Personen sollten telefonisch das Gesundheitsamt kontaktieren.

Wer Kontakt zu jemandem hatte, der oder die wiederum Kontakt zu einem im Labor bestätigten Corona-Fall hatte, muss sich zunächst keine Sorgen machen. Man muss nicht in Quarantäne.

In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19 Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Bei Anzeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich testen lassen.

Darf ich überhaupt zum Arzt gehen?

Ja. Bitte melden Sie sich vorher unbedingt (!) telefonisch in der Praxis. Viele Praxen haben getrennte Bereiche für Patienten mit Infektionskrankheiten und Patienten ohne Symptome.

Wie wird eine Ansteckung festgestellt?

Es wird mit einem Wattestäbchen schmerzlos eine Probe aus den Atemwegen genommen. Das kann etwa Hustenschleim sein. Diese Probe wird dann im Labor auf das Virus untersucht.

Wieso dauert es so lange, bis ich ein Ergebnis bekomme?

Zurzeit müssen die Tests noch recht aufwendig in Laboren ausgewertet werden. Und es werden viele Menschen gleichzeitig getestet. Daher kann es aktuell bis zu eine Woche dauern bis die Ergebnisse vorliegen.

Nach dem Test

Okay, ich bin positiv getestet: Was mache ich jetzt?

Kontakte vermeiden, zu Hause bleiben, und: Hygiene, Hygiene, Hygiene! Meiden Sie auch zuhause körperlichen Kontakt zu anderen. Sind die Beschwerden stark? Dann rufen Sie am besten noch einmal Ihren Hausarztes oder Ihre Hausärztin an und lassen sich beraten.

Leben in Ihrem Haushalt Personen der Risikogruppe (mit Vorerkrankungen? Immunsupprimiert)? Versuchen Sie hier räumlich Abstand zu halten, bzw. dieselben Räumlichkeiten nicht zeitgleich zu nutzen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei einem positiven Test?

Bei einem positiven Text kann man abwarten, ob Symptome auftreten. In den allermeisten Fällen verläuft eine Corona-Erkrankung sehr milde. Viele Betroffene haben gar keine Krankheitsanzeichen. Gibt es Symptome, sind sie meist gut behandelbar, zum Beispiel durch den Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes. Problematischer als das Corona-Virus selbst sind oft eher Begleitinfektionen. Entstehen sie durch Bakterien, kann zum Beispiel ein Antibiotikum verabreicht werden. Gegen das Virus selbst gibt es kein Medikament. 

Bei einem schweren Verlauf kann die Behandlung in einem Krankenhaus erforderlich sein.

Ist man nach 14 Tagen wieder gesund?

Innerhalb von 14 Tagen, nachdem Sie mit jemandem Kontakt hatten, der bereits an COVID-19 erkrankt ist, können Symptome auftreten. Der Krankheitsverlauf ab dem Auftreten von Symptomen bei COVID-19 ist individuell verschieden. .

Klingt vielleicht seltsam, möchte man aber trotzdem wissen:

Kann das Virus über die Toilette in den Wasserkreislauf gelangen?

Ob Viren über den Stuhlgang übertragen werden können, ist nicht hinreichend erforscht. Man geht derzeit davon aus, dass sich SARS-CoV-2 vor allem über Tröpfcheninfektion überträgt.

Kann man sich über Produkte anstecken, die in China hergestellt wurden?

Nein.

Bargeld, Stechmücken??

Nein, nein.

Überträgt mein Haustier das Corona-Virus?

Die Weltgesundheitsorganisation schreibt, dass es keine Belege dafür gibt. Sie rät aber grundsätzlich dazu, sich die Hände zu waschen, nachdem man ein Haustier berührt hat.

Ich habe noch ganz viele andere Fragen!

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02202 13 13 13 erreichbar.