Februar, 2020

13Feb19:00Gestatten, ich bin ein SiedlerFilm über die Westbank

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„Wir haben Fakten gesucht“, sagt die Berliner Regisseurin, Ilona Rothin, die im Auftrag der „Sächsischen Israelfreunde e.V.“ eine Dokumentation über die Westbank drehte. „Fakten und Antworten auf die Frage, wie die Menschen in der Westbank leben? – Wenn man mit dieser Einstellung durch die Westbank fährt,“ so die Filmemacherin, „öffnen sich Türen“.

Israelis im Westjordanland – davon gibt es inzwischen 600 000, gestatteten in der Doku private Einblicke in ihre Welt, die sonst Kameras scheut. Arbeiter, – Juden wie Palästinenser – in der Kuchenfabrik ACHVA in Ariel, die die Filmemacherin in ihren Fertigungshallen besuchten, scherzten über den historischen Nahost-Konflikt, der seit Jahrzehnten die Welt bewegt.

„Wir machen den Frieden jetzt schon“, so ein palästinensischer Arbeiter in einer von Israelis geführten Fabrik. Es entstanden ungewöhnliche Bilder – Palästinenser und Juden gemeinsam auf Betriebsausflügen, bei Grillabenden oder Kinderfesten. Viele Palästinenser vertreten mittlerweile die Meinung, dass ihrem Volk zwar Unrecht geschehen sei. Man könne aber das Leid nicht ungeschehen machen und wolle deshalb nach vorn blicken.

Genau diese Entwicklung stört die palästinensische Führung, denen das Volk in der Westbank wegläuft. Und deshalb, so zeigt der Film, versucht die Hamas aus dem Gaza-Streifen auch Einfluss im Westjordanland zu gewinnen. Gegen die Terror-Organisation schützen meterhohe Mauern, Stacheldraht und Grenzanlagen, die die Gebiete durchziehen. Kein Kindergarten, keine Schule, keine Fabrik, die nicht durch Gitterzäune geschützt werden müssen.

Für die Sicherheit in der Westbank trägt die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) Verantwortung. Zum ersten Mal öffnet eine Einheit der IDF in der Westbank für ein deutsches Filmteamihre Tore.

Rothin zieht das Fazit: „Jeder, der mit offenen Augen durch die Westbank fährt, sieht, es hat sich etwas verändert. Das Klischee von der „Besatzungsmacht Israel“ funktioniert nicht mehr.“ Diese Meinung teilen schon längst viele Experten, die in dieser Dokumentation zu Wort kommen, wie z.B. Prof. Michael Wolffsohn oder der Publizist Alex Feuerherdt.

Der in Israel lebende deutsche Schriftsteller Chaim Noll sagt: „Die alltägliche mediale Berichterstattung in Deutschland über die Westbank und über das Zusammenleben von Juden und Palästinensern geht vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Da stimmt eigentlich nichts.“ Was stimmt denn dann? Diese Frage beantwortet die Film-Doku „Gestatten, ich bin ein Siedler!“,  die Regisseurin Ilona Rothin wird anwesend sein.

Zeit

(Donnerstag) 19:00

Ort

TAT

Vürfels 58, Bergisch Gladbach

Veranstalter

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva - Bergisch Gladbach e.V.

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