Was aus Bergisch Gladbachs City noch werden könnte

Städtebaulicher Leitplan 02 2014. Zum vergrößern anklicken.

Städtebaulicher Leitplan 02 2014. Zum vergrößern anklicken.

Im Alltag der Stadtplaner geht es vor allem um kleinteilige Bebauungspläne und den großen Flächennutzungsplan. Doch dazwischen gibt es eine weitere Ebene, auf dem die informelle „städtebauliche Rahmenplanung“ angesiedelt ist. Hier werden alle Projekte und Vorhaben zusammengefasst und im Idealfall auf einen Nenner gebracht.

Und hier zeigt sich auch, wie viele Flächen und Räume sich allein in der Innenstadt von Bergisch Gladbach (mehr oder weniger) verbergen – und was man aus ihnen machen könnte. Am Dienstag billigte der Stadtentwicklung- und Planungsausschuss die aktuelle Fortschreibung des Rahmenplans – und eine Bürgerbeteiligung für die nächsten Schritt.

Damit Sie sich aber schon jetzt einmal ein Bild machen können, dokumentieren wir die Inhalte des Rahmenplans in Auszügen. Den gesamten Text finden Sie hier zum Download.

Aktuelle Projekte, Ideen und Vorhaben, die sich in diesen Rahmenplan einfügen müssen, gibt es derzeit einige. Die Stadtplaner zählen auf:

  • Bebauungswünsche in der Buchmühle (u.a. Projekt „Mehrgenerationenwohnen“)
  • eine bauliche Entwicklung auf dem Kopfgrundstück am Bahnhof (Thema „Neubau städtischer Verwaltungsgebäude“)
  • die Neuordnung des Areals der jetzigen Stadthäuser und Rückseiten der Gohrsmühle
  • die Anfrage zur Errichtung einer großen Veranstaltungshalle am Rande der Stadtmitte in dem ehemaligen Köttgen-Gelände
  • Nutzungs- und Bebauungsüberlegungen des Evangelischen Krankenhauses im östlichen Bereich der Stadtmitte (Quirlsberg/ u.a. Areal „Alte Feuerwache“)
  • Umbau der Schnabelsmühle zu einem Kreisverkehr – auf dem Weg zu einem möglichen ampelfreien Stadtboulevard
  • Ausbau des Verkehrsknotenpunkts Odenthaler Straße/ Hauptstraße unter Translozierung des Baudenkmals „Waatsack“

Teilräume und potenzielle Entwicklungsflächen

Potenzielle Entwicklungsflächen. Zum vergrößern anklicken.

Potenzielle Entwicklungsflächen. Zum vergrößern anklicken.

1. Ehemaliges Köttgengelände – Kalköfen Cox

Der Bebauungsplan Nr. 2119 – Kalköfen Cox – ist seit 11/ 2005 rechtsverbindlich und schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine mehrgeschossige mischgenutzte Bebauung (Wohnen, gewerbliche Nutzungen, Dienstleistungen) entlang der Paffrather Straße und der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße. Eine Umsetzung des Bebauungs- und Nutzungskonzeptes ist bislang nicht erfolgt.

Im Rahmen der Überplanung und Entwicklung des unmittelbar angrenzenden ehem. Köttgen- Geländes zu einem zentrumsnahen neuen Stadtquartier sollte der angrenzende Bereich „Kalköfen Cox“ („Cox-Gelände“) mit einbezogen und das seinerzeit erstellte, bislang aber nicht umgesetzte Bebauungs- und Nutzungskonzept überprüft werden.

Bereits in der Version 02 des städtebaulichen Leitplans (2011) wurde die Entwicklungsperspektive ür das ehem. Köttgen-Gelände eingehend diskutiert. Dabei hat der Stadtentwicklungsausschuss (ASSG) am 01.03.2011 der stadtentwicklungspolitisch weitreichendsten Entwicklungsperspektive – Schaffung eines neuen, zentrumsnahen Stadtquartiers für Mischnutzungen(Wohnen, Gewerbe, Büros und Dienstleistungen) – gegenüber den Alternativszenarien „Ausweitung Fachmarkzentrum“ (in Anlehnung an den bestehenden Heimwerkermarkt und diversen Autohäusern/ Interessenlage des Hauptgrundstückseigentümers) sowie „Ausweitung Sport- und Freizeitsektor“ (in Anlehnung an die bestehenden Sport- und Spieleinrichtungen vor Ort) Vorrang eingeräumt.

Für den Bereich des ehem. Köttgen-Geländes liegt der Verwaltung eine Anfrage aus 2013 für die Errichtung einer Mehrzweckhalle/ Veranstaltungshalle (3.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF)) mit Anbindung an die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße vor. Die Nutzung einer großmaßstäblichen Veranstaltungshalle mit den einhergehenden Nutzungsabläufen (Verkehr, Lärm) würde den bisherigen Zielsetzungen für den betreffenden Innenstadtbereich widersprechen  insbesondere was die Entwicklung eines stadtzentrumsnahen Wohnquartiers angeht.

2 . Kopffläche Bahnhof und Bahnflächen Jakobstraße

Das Kopfgrundstück. Links Stationsstraße, S-Bahnhof, rechts die Jakobstraße.

Das Kopfgrundstück. Links Stationsstraße, S-Bahnhof, rechts die Jakobstraße.

Mit der Neugestaltung des öffentlichen Raumes in der westlichen Stadtmitte wurde unter Verwendung von Städtebaufördermitteln neben der Fußgängerzone insbesondere der Bahnhof mit seinem Umfeld aufgewertet, das Erscheinungsbild verbessert und die Ankommenssituation in das Stadtzentrum attraktiviert. Weitere Maßnahmen, wie z.B. die Verlängerung der Fußgängerzone „Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße“, der Umbau des Verkehrsknotens „Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße/ Jakobstraße“ oder die Gestaltung der Vorfläche „Kalköfen Cox“ (Baudenkmal) sollen im Rahmen der Städtebauförderung noch folgen.

Der Bahnhof bedarf aber nicht nur der Aufwertung öffentlicher Freiflächen und Freiräume, sondern erfordert auch die städtebauliche Neuordnung seines Umfeldes.  Die ehemals bahnbetrieblich genutzten, mittlerweile brach gefallenen Flächen am Kopf des Bahnhofes sowie entlang der Jakobstraße wurden vor Jahren von der Stadt erworben. Trotz eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens konnte bislang kein Investor für eine Projektentwicklung am Kopf des Bahnhofes gewonnen werden. Mittlerweile gibt es Überlegungen, die bestehenden städtischen Verwaltungsgebäude an der Gohrsmühle/ Schnabelsmühle nicht aufwändig zu sanieren, sondern die Verwaltungseinrichtungen in einem neu zu errichtenden Gebäude am Kopf des Bahnhofes unterzubringen.

Lesen Sie mehr: Alle Beiträge zum Thema Stadthaus

Die Unterbringung städtischer Verwaltungseinrichtungen am Kopf des Bahnhofes wird im Idealfall eine Initialwirkung für die Entwicklung der umgebenen Bereiche an der Jakobsstraße, auf dem „Köttgen-Gelände“ sowie auf dem „Cox-Gelände“ auslösen.

3.  Areal Röntgenstraße (Paffrather Straße/ Dr.-Robert-Koch-Straße/ Röntgenstraße)

Areal rund um die Röntgenstraße. Quelle: Google

Areal rund um die Röntgenstraße. Quelle: Google

Der rückwärtige Bereich der Paffrather Straße sowie der Dr.-Robert-Koch-Straße wird derzeit als Garten- oder als Parkplatzfläche genutzt. Das westliche Areal zur Röntgenstraße hin ist bestandsgebunden und wird durch eine heterogene Bebauungsstruktur (u.a. KITA) geprägt.

Der zurzeit überwiegend unbebaute Bereich rückwärtig der Paffrather Straße am Fuße des Marienbergs grenzt unmittelbar an die Stadtmitte an und bietet sich – zumindest teilweise – für eine (Wohn)Bebauung an.

Städtebauliches Ziel ist die Schaffung von innenstadtnahem Wohnraum. Für den betreffenden Bereich gilt es, im Einklang mit den freiraumplanerischen Zielsetzungen für den Marienberg sowie mit den bestehenden unterschiedlichen Nutzungsinteressen (Grundstückseigentümer) ein städtebaulich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept zu erarbeiten, auf dessen Basis dann ein Bebauungs- und Nutzungskonzept für den Bereich “Röntgenstraße” konkretisiert werden kann. Im Rahmen der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Marienberg sind ebenso die Entwicklungsperspektiven und ggfls. Erweitungsbedarfe der vielen kirchlichen Einrichtungen (u.a. Marien-Krankenhaus) zu prüfen und nach Bedarf zu berücksichtigen.

4 . Areal Löwencenter

Das Löwencenter. Foto: Engelbert Müller

Das Löwencenter von der Rampe Stationsstraße gesehen. Foto: Engelbert Müller

Das Areal des Löwencenter wird derzeit durch den großvolumigen Baukörper des Warenhauses (Shop in Shop-System) geprägt. Das Gebäude ist “in die Jahre gekommen” und wirkt mit seinem äußeren Erscheinungsbild wenig attraktiv. Das Obergeschoss des Gebäudes ist mit einem großflächigen Fitness-Center belegt (längerfristiges Mietverhältnis).

Das Bestandsgebäude bedarf sowohl in dem Hauptzugangsbereich von der Hauptstraße (FGZ) sowie von der Rückseite (Stationsstraße) einer baulichen Veränderung, um das Erscheinungsbild nachhaltig zu verbessern. Dies umfasst nicht nur die Zugänge, sondern ebenso die Tiefgaragenzufahrt und den Anlieferbereich.

Das Loewencenter von der Hauptstraße aus. Foto: Klaus Hansen

Das Loewencenter von der Hauptstraße aus. Foto: Klaus Hansen

Ein Umbau oder eine Erweiterung (Aufstockung) des Baukörpers ist städtebaulich vertretbar, soweit die Zugangsbereiche aufgewertet und das Erscheinungsbild insgesamt verbessert wird. Der Standort des bestehenden Löwencenters in der ” 1a-Lage” der Stadtmitte (Fußgängerzone) hat aufgrund seiner exponierten Lage auch für Nachfolgenutzungen ein großes Entwicklungspotenzial.

In Abhängigkeit von den langfristigen Interessenlagen der Eigentümer und Betreiber der Bestandsimmobilie sollte für den exponierten Standort inmitten des Stadtzentrums ein nachhaltiges Nutzungs- und Bebauungskonzept entwickelt werden. Neben den städtebaulichen Aspekten sind dabei die Interessen der Eigentümer- oder Investorenseite zu berücksichtigen und im Zuge der planerischen Qualifizierung zu integrieren.

5.  Areal Stationsstraße/ Poststraße

Das Grundstück an der Ecke Stationsstraße/ Poststraße sowie die Nachbargrundstücke (Stationsstraße) sind derzeit überwiegend unbebaut (Gartennutzung) oder mit Nebengebäuden bestanden.

Die Grundstücke sind untergenutzt und sollen aufgrund ihrer exponierten Lage unmittelbar in der Stadtmitte langfristig einer Bebauung (Kerngebiet – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) geführt werden. Die zukünftige Bebauung/ Baukörper sollten in Anlehnung an die Nachbarbebauung – im Einklang mit den Belangen des Denkmalschutzes (Baudenkmal Gebäude Hauptstraße Nr. 133) – konzipiert werden.

6 . Hauptstraße West (Fußgängerzone (FGZ)/ Driescher Kreuz)

Mast für das künftige Parkleitsystem am Driescher Kreisel

Die Rückseite der Hauptstraße, von der Gohrsmühle aus gesehen

Die Grundstücke am westlichen Ende der FGZ Hauptstraße (Driescher Kreuz) gegenüber der Rhein-Berg Galerie sind derzeit mit zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden bestanden. Die Rückseiten der Gebäude mit ihren Anbauten und Nebengebäuden treten von der Straße An der Gohrsmühle aus derzeit negativ in Erscheinung.

Langfristig sollten die Grundstücke am westlichen Ende der FGZ zwischen der Hauptstraße und der Gohrsmühle einer Neuordnung und einer Neubebauung zugeführt werden. In Abhängigkeit der Interessenlagen der verschiedenen Eigentümer ist eine gemeinschaftliche bauliche Entwicklung anzustreben, um attraktive Standorte für weitere Geschäfte zu schaffen und den westlichen Teil der FGZ zusätzlich zu beleben.

7.  Gohrsmühle (Bereich Poststraße – Trotzenburgweg)

Der alte Gohrsmühle-Schriftzug am Werk von Metsä Board Zanders

Der alte Gohrsmühle-Schriftzug am Werk von Metsä Board Zanders

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) entlang des Trotzenburgweges und der Gohrsmühle sind z.T. be- und unterbaut; überwiegende Bereiche der Grundstücke sind untergenutzt und werden als private Stellplatzfläche genutzt. Das eingeschossige Post- und DHL-Gebäude sowie infrastrukturelle Einrichtungen der Telekom (OVSt) prägen das derzeitige Erscheinungsbild.

Kurzfristiges Ziel ist es, nach der Umsetzung der Wettbewerbsplanung „West“ (Gestaltung des öffentlichen Raumes – Stadtmitte West) die Übergangsbereiche zu den privaten und öffentlichen Grundstücksflächen in ein Gestaltungskonzept einzubinden. Somit soll das derzeit z.T. negative Erscheinungsbild der rückwärtigen Grundstücksbereiche zeitnah verbessert werden.

Langfristig ist städtebauliches Ziel, die untergenutzten Grundstücksflächen im Bereich entlang der Gohrsmühle zwischen der Poststraße und dem Trotzenburgweg einer baulichen Nutzung (Kerngebietsnutzungen – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) zuzuführen und damit langfristig eine „Stadtkante“ entlang der Gohrsmühle herzustellen.

Nach Vorliegen eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für eine zukünftige Bebauung entlang des Straßenzuges An der Gohrsmühle (“Stadtkante Gohrsmühle”) ist ein Bebauungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung für den betreffenden Bereich zu konkretisieren. Dabei sind die derzeitigen Post- und DHL-Nutzungen sowie die infrastrukturellen Einrichtungen der Telekom (OVSt) zu überprüfen und ggfls. zu integrieren. Darüber hinaus sind die Erschließungsfunktionen (Andienung) für die Bebauung rückwärtig der FGZ Hauptstraße zu berücksichtigen.

8.  Gohrsmühle (Bereich Trotzenburgweg – Stadthaus/ Schnabelsmühle)

Die Rückseite der Hauptstraße, von der Schnabelsmühle gesehen. Foto: Klaus Hansen

Die Rückseite der Hauptstraße, von der Schnabelsmühle gesehen. Foto: Klaus Hansen

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) entlang der Gohrsmühle zwischen Trotzenburgweg und Stadthaus sind überwiegend unbebaut, untergenutzt und werden als private Stellplatzfläche genutzt. Die großflächigen, z.T. mit Leitplanken abgegrenzten Parkplatzflächen wirken unattraktiv und treten in Verbindung mit den baulichen Rückseiten der Geschäftsbebauung Hauptstraße derzeit negativ in Erscheinung. Das Eckgrundstück zur Schnabelsmühle hin ist derzeit mit den „Stadthäusern“ bestanden. Im Falle einer angedachten Verlegung der städtischen Verwaltungseinrichtungen z.B. an den Kopf des Bahnhofes in der Stadtmitte stehen auch diese Grundstücksfl.chen für eine Überplanung zur Verfügung und sollten in die planerische Qualifizierung – „Ausprägung und Gestaltung einer Stadtkante“ – miteinbezogen werden.

Kurzfristiges Ziel ist es, nach der Umsetzung der Wettbewerbsplanung West (Gestaltung des öffentlichen Raumes – Stadtmitte West) die Übergangsbereiche zu den privaten und öffentlichen Grundstücksflächen in ein Gestaltungskonzept einzubinden. Parallel zu Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum soll erwirkt werden, dass die derzeitige Stellplatzsituation neu geordnet und auch die privaten Parkierungsflächen gestalterisch aufgewertet werden. Hier bedarf es eines Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes, welches zusammen mit den Eigentümern entwickelt wird.

Den Zielvereinbarungen der Akteursbeteiligung (Phase II) entsprechend sollen zunächst Sondierungsgespräche mit den betroffenen Eigentümern zur Abfrage der jeweiligen Interessenlage unter Mitwirkung der ImmobilienStandortGemeinschaft (ISG) Stadtmitte durchgeführt werden. Langfristig ist städtebauliches Ziel, die untergenutzten Grundstücksfl.chen im Bereich entlang der Gohrsmühle zwischen dem Trotzenburgweg und dem Stadthaus einer baulichen Nutzung (Kerngebietsnutzungen – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) zuzuführen und dort langfristig eine bauliche „Stadtkante“ entlang der Gohrsmühle zu errichten.

Nach Vorliegen eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für eine zukünftige Bebauung entlang des Straßenzuges An der Gohrsmühle (“Stadtkante Gohrsmühle”) ist ein Bebauungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung für den betreffenden Bereich zu konkretisieren. Dabei sind die Interessenlagen der verschiedenen Eigentümer (Stellplätze) sowie die Erschließungsfunktionen (Andienung) für die Bebauung rückw.rtig der FGZ Hauptstraße zu berücksichtigen.

9.  Forum-Park Nord (Rückseite Hauptstraße)

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) im Forum-Park sind unbebaut, untergenutzt und werden teilweise für die Zufahrt privater Stellplatzflächen genutzt. Das Erscheinungsbild wird derzeit von den Rückseiten der Bestandsgebäude FGZ Hauptstraße geprägt.

Der derzeit unbebaute, untergenutzte Bereich rückwärtig der FGZ Hauptstraße bietet sich für eine bauliche Arrondierung an. Das betreffende städtische Grundstück, welches langfristig einer hochbaulichen Nutzung (Kerngebietsnutzung – kleinstrukturierter Einzelhandel, gewerbliche Nutzungen, Büros und Dienstleistungen) zugeführt werden soll, wird von mehreren aktuellen Planungen tangiert.

Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt.

Auf Basis der vorliegenden Planungen (Strukturkonzept – östliche Stadtmitte, Wettbewerbsentwurf “Ost” – Freiräume entlang der Strunde, hochbaulicher Testentwurf) ist ein Bebauungs- und Nutzungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung zu konkretisieren. Im Rahmen der Erstellung eines Bebauungskonzeptes ist die Errichtung einer privaten Tiefgarage unter Mitbenutzung der bestehenden öffentlichen TG-Zufahrt zu prüfen.

1o. Forum-Park Süd (Rückseite Schnabelsmühle)

Der Parkplatz zwischen Paas und Bergischen Löwen

Der Parkplatz zwischen Paas und Bergischen Löwen. Foto: Klaus Hansen

Die Flächen rückwärtig der Gohrsmühle im Forum-Park sind derzeit teilweise bebaut oder werden als private Stellplatzfläche genutzt. Das Erscheinungsbild in dem betreffenden Bereich wird von dem Baudenkmal “Gasthaus Paas”, seinen Anbauten (Nebengebäude) sowie den vorgelagerten, ungeordneten Stellplatzflächen geprägt.

Der derzeit unbebaute, untergenutzte Bereich rückwärtig der Gohrsmühle bietet sich für eine bauliche Arrondierung an. Das betreffende private Grundstück, welches langfristig einer hochbaulichen Nutzung (Kerngebietsnutzung – Gastronomie, gewerbliche Nutzungen, kulturelle Einrichtungen, Büros und Dienstleistungen) zugeführt werden könnte, wird von der beabsichtigen Umgestaltung des Forum- Parks tangiert.

Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt. Die zur Umgestaltung anstehenden öffentlichen Bereiche grenzen unmittelbar an die vorgenannte potenzielle Baufläche.

11.  Forum-Park Ost (Grundstück Stadtbibliothek)

Die Stadtbücherei am Forumpark

Die Stadtbücherei am Forumpark

Das Grundstück am Ende der östlichen FGZ Hauptstraße und am Rande des Forum-Parks ist mit dem ehem. Forumgebäude (jetzt Stadtbibliothek) bestanden. Das städtische Bibliothekgebäude ist “in die Jahre” gekommen und hat insbesondere bauliche und funktionale Mängel (Barrierefreiheit, Rettungswege).

Kurzfristiges Ziel ist die „.Überprüfung“ des Bestandsgebäudes (Gebäudezustand, Nutzung) in Bezug auf die beabsichtigte Umgestaltung des Forum-Parks. Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt. Die zur Umgestaltung anstehenden öffentlichen Bereiche grenzen unmittelbar an die bestehende Stadtbibliothek.

Langfristig ist ein Um- bzw. Neubau auf dem städtischen Grundstück in exponierter Lage am “Stadtzugang Ost”(FGZ Hauptstraße) denkbar. Eine zukünftige hochbauliche Entwicklung muss jedoch im Einklang mit der Umgestaltung des Forum-Parks sowie mit den Planungen für eine zukünftige Umgestaltung der östlichen Stadtmitte insgesamt (Verkehrsführung, Quirlsberg, Alte Feuerwache) stehen.

12.  Fronhof (Innenbereich/ Parkplatzfläche)

Dem Beratungsergebnis der städtebaulichen Rahmenplanung Stadtmitte im Stadtentwicklungsausschuss am 01.03.2011 entsprechend soll die bestehende Parkplatzanlage zwischen der Laurentiuskirche und dem zukünftig umgestalteten Innenbereich der Buchmühle – zumindest mittelfristig – erhalten bleiben (siehe Darstellung im städtebaulichen Leitplanentwurf).

Die im Rahmen der Erstellung des Strukturkonzeptes für den östlichen Stadtmittebereich (“StadtKulturGarten”) in 2008 empfohlene zukünftige Bebauung des rückwärtigen Innenbereiches und Ersatz der bestehenden Parkplätze in Form einer Tiefgarage soll als langfristige Entwicklungsperspektive beibehalten werden. Der Bereich hinter der Kirche St. Laurentius ist demgemäß in der Auflistung von Potenzialflächen (siehe Kapitel „Anforderungsprofil für potenzielle Entwicklungsflächen“) enthalten.

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) und Laurentiusstraße im Innenbereich des Fronhofes sind derzeit unbebaut und werden überwiegend als private und öffentliche Stellplatzfläche genutzt. Die überwiegend privaten Grundstücke grenzen an den zentralen öffentlichen Parkplatz im Fronhof.

Kurzfristiges Ziel ist es, im Zuge der Umsetzung der Wettbewerbsplanung “Ost” (Freiräume entlang der Strunde) die fußläufige Verbindung zwischen dem Konrad-Adenauer Platz und dem zukünftig als Freiraum umgestalteten Innenbereich Buchmühle zu verbessern und durch eine Umgestaltung des bestehenden Parkplatzes hinter der Laurentiuskirche zu attraktivieren.

Langfristig ist jedoch denkbar, den derzeit unbebauten Innenbereich einer baulichen Nutzung zuzuführen, um zum einen die baulichen unattraktiven Rückseiten der Bestandsbebauung einzufassen und zum anderen neue stadträumliche Qualitäten (Passagen – oder Gassenbildung) zu schaffen. Die neuen Baukörper inmitten der Stadtmitte könnten für ergänzende Kerngebietsnutzungen und/ oder für kirchliche und kulturelle Einrichtungen konzipiert werden.

13.  Buchmühle Süd (Rückseite Hauptstraße)

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße im Innenbereich der Buchmühle sind z.T. bebaut und werden als Freiflächen (Stellplatzfläche) genutzt. Die privaten und städtischen Grundstücke grenzen an den ungeordneten öffentlichen Parkplatz im Innenbereich der Buchmühle. Das städtische Areal der ehemaligen Turnhalle neben der VHS wird derzeit – bis zu einer baulichen Verwertung – ebenfalls als bewirtschaftete Parkplatzfläche genutzt.

Der Innenbereich der Buchmühle ist bereits weitgehend einer Freiraumgestaltung zugeführt worden (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wurde die Strunde offen gelegt und gewässerbegleitende Fuß- und Radwege angelegt. Nach Fertigstellung der Parkpalette hinter der „Alten Realschule Odenthaler Straße“ wird kurzfristig ein größerer Spielplatz an der Strunde angelegt.

Städtebauliche Zielsetzung ist, im Übergangsbereich zu den bebauten Bereichen an der Hauptstraße und ggfls. der Laurentiusstraße zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten (für Wohnnutzungen) zu schaffen. Dem vorliegendem Strukturkonzept für die östliche Stadtmitte (u.a. Buchmühle) entsprechend soll der Innenbereich der Buchmühle für eine innenstadtnahe Wohnbebauung (“Wohnen am Park bzw. Wohnen an der Strunde”), z.B. in Form von Mehrgenerationenwohnen, aufgeschlossen werden.

14.  Buchmühle Nord (Rückseite Laurentiusstraße)

Panoramaansicht des Buchmühlen-Geländes

Panoramaansicht des Buchmühlen-Geländes

Die Flächen rückwärtig der Laurentiusstraße im Innenbereich der Buchmühle sind bis auf ein Einfamilienhaus unbebaut und werden als private Gartenfläche genutzt. Die privaten Grundstücke grenzen an den ungeordneten öffentlichen Parkplatz im Innenbereich der Buchmühle.

Der Innenbereich der Buchmühle ist bereits weitgehend einer Freiraumgestaltung zugeführt worden (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wurde die Strunde offen gelegt und gewässerbegleitende Fuß- und Radwege angelegt. Nach Fertigstellung der Parkpalette hinter der „Alten Realschule Odenthaler Straße“ wird kurzfristig ein größerer Spielplatz an der Strunde angelegt.

Städtebauliche Zielsetzung ist, im Übergangsbereich zu den bebauten Bereichen an der Hauptstraße und ggfls. der Laurentiusstraße zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten (für Wohnnutzungen)

zu schaffen. Dem vorliegendem Strukturkonzept für die östliche Stadtmitte (u.a. Buchmühle) entsprechend soll der Innenbereich der Buchmühle für eine innenstadtnahe Wohnbebauung (“Wohnen am Park bzw. Wohnen an der Strunde”) aufgeschlossen werden. Neben einer Wohnbebauung sollen Teilbereiche derzeit rein privater Garten- und Parkflächen einer öffentlich nutzbaren Freiraumgestaltung zugeschlagen werden.

15.  Areal Alte Feuerwache/ Zillertal/ Quirlsberg

Die Alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße

Die alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße.

Das Grundstück der alten Feuerwache mit seinen aufstehenden Gebäuden ist brach gefallen. Nach  vorübergehender Zwischennutzung der Bebauung stehen die Gebäude derzeit leer. Das Grundstück wurde mittlerweile von dem Evang. Krankenhaus (EVK) gekauft und soll zunächst als Mitarbeiterparkplatz zwischengenutzt werden. Mittelfristig ist die Bebauung des Grundstücks für kirchliche, diakonische, krankenhaus- bzw. gesundheitsspezifische Nutzungen geplant.

Das EVK hat zukünftige Erweiterungsbedarfe des Krankenhauses sowie des Parkhauses aufgrund des bestehenden Parkdrucks vorgetragen.

Die Umgebungsbebauung (Bebauung entlang der Hauptstraße) ist heterogen, das Erscheinungsbild des östlichen Stadtmittebereiches wird von den Baudenkmälern “Gnadenkirche”, “Kulturhaus Zanders” und “Gasthaus Waatsack” geprägt.

Lesen Sie mehr: Alle Beiträge zur Alten Feuerwache

Das Areal “Alte Feuerwache” mit seinem Umfeld soll einer städtebaulichen Neuordnung zugeführt werden. Im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung sind – die Interessenlage des Evang. Krankenhauses berücksichtigend – zunächst grundsätzliche Fragen zur Erschließung des Areals zu klären und ein Bebauungs- und Nutzungskonzept als Entwicklungsperspektive mit dem evang. Krankenhaus/ der evang. Kirche sowie den übrigen Anliegern zu entwickeln.

Auf Basis der Entwicklungsperspektive ist dann, im Einklang mit den freiraumplanerischen Zielsetzungen für den Quirlsberg, den Zielsetzungen einer zukünftigen Verkehrsführung sowie mit den Nutzungsinteressen der Grundstückseigentümer insbesondere des evang. Krankenhauses -, ein städtebaulich- verkehrlich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Waatsack und Kulturhaus Zanders an der Ecke Odenthaler / Hauptstraße

Waatsack und Kulturhaus Zanders an der Ecke Odenthaler / Hauptstraße. Foto: Schlade

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen ist die Änderung des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes erforderlich. In dem anstehenden Bauleitplanverfahren werden die Erschließung des Grundstücks bzw. zukünftiger Baugebiete und eines erweiterten Parkhausgebäudes sowie die Anbindung des Grundstücks an die Hauptstraße bzw. an den Verkehrsknoten „Odenthaler Straße/ Hauptstraße“ einen elementaren Planungsschwerpunkt bilden.




Presseschau 23.6.2014

Evangelische Kirche will alte Feuerwache kaufen und abreißen
Die alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße wird an die Evangelischen Kliniken Rheinland verkauft. Nach dem Abriss soll dort das EVK um Gebäude für die Diakonie und für kulturelle Einrichtungen erweitern werden. Bis dahin könnte die Feuerwache für Kulturzwecke zwischengenutzt werden, doch ist das seit 1999 leerstehende Gebäude sehr marode. Die Gnadenkirche überlegt laut Pfarrer Thomas Werner, das leerstehende Haus Heuser (neben dem Quirls) für Kulturzwecke nutzbar zu machen. Quellen: BLZ, KSTA, s.a. iGL 19.6.2014
Weitere Informationen: Alle Beiträge zur alten Feuerwache

Offener Ganztag: Lücke in der Inklusion
Ein siebenjähriges geistig behindertes Kind kann dank Schulbegleitung eine Regelschule und den Offenen Ganztag besuchen. Allerdings zahlt der Rheinisch-Bergische Kreis die Schulbegleitung in der OGT nicht in den Schulferien; damit fehlen 3600 Euro in der Finanzierung. Quelle: KSTA
Weitere Informationen: Alle Beiträge zur Inklusion

In eigener Sache: Die Presseschau erscheint werktags um 7 Uhr als Newsletter „Der Tag in BGL“ und wird erst nachmittags auf der Website freigeschaltet. Hier können den Newsletter bestellen. Wenn Ihnen eine tägliche Mail zuviel ist, Sie aber nichts verpassen möchten, können Sie den Newsletter „Die Woche in BGL“ bestellen, der Samstags mit den wichtigsten Beiträge der Woche erscheint.

Bergische Köpfe

  • Patrick Paffrath aus der A-Jugend soll SV 09 in der Mittelrheinliga verstärken und gilt bereits als Hoffnungsträger, fupa.net
  • Iris Baugatz (39) aus Bergisch Gladbach leitet die neue Berliner Luxusherberge „Hotel am Steinplatz“, Welt
  • Tan Chun Seang (28), Badmintonspieler aus Malaysia, spielt in der nächsten Saison für den TV Refrath, KSTA
  • Wolfgang Bosbach (MdB) bricht CDU-Tabu und will mit Bernd Lucke (AfD) öffentlich diskutieren, Welt

Berichte der Samstags- und Montagsausgaben

  • Nach Doppelmord in Schildgen hat Kölner Haftrichter Haftbefehl wegen Mordes gegen 52-jährigen Verdächtigen erlassen; Am Klutstein kehrt der Anschein von Normalität zurück, iGL, BLZ, KSTA
  • Bergisch Gladbacher Schadstoffmobil darf Schadstoffe von Rösrathern verweigern, bekräftigt Verwaltung, KSTA
  • Schloss Bensberg hat nach Ansicht der Experten des Unesco-Club Region Bonn ein Chance, zum Kulturwelterbe zu werden, BLZ
  • Naturschützer und Landschaftsbeirat fürchten, dass Allee zwischen Herkenrath und Spitze für Gewerbegebiet Spitze geopfert wird, BLZ
  • Max Baermann GmbH fertigt in Moitzfeld komplexe Dauermagnete, die in Autos oder Kühlschränken Unfälle verhindern, KSTA, Website
  • Acht Schüler des DBG machen parallel zum Abitur auch die französische Abschlussprüfung, KSTA
  • Bergisch Gladbacher Jugendliche stellen mit 29 Projekten die stärkste Fraktion beim Jugendkulturpreis NRW, iGL
  • Jugendfeuerwehren aus dem Kreis trainieren beim Zeltlager in Leverkusen, BLZ
  • Spezialisten des IB (Internationaler Bund) im Jobcenter der Agentur für Arbeit kümmern sich um Jugendliche, die im Lehralltag Probleme haben, BLZ
  • 59. Internationalen Deutschen Schnauferl-Rallye startete im Schloss Benberg, KSTA
  • Sankt Laurentius bedankt sich bei 300 Aktiven mit Ehrenamtsfest auf dem Hebborner Hof, KSTA
  • THEAS Theaterschule startet Casting für neue Produktion des Jungen Ensembles, iGL
  • Ausstellung “Zwischen Wurzeln und Verzweigungen” zeigt in der Begegnungsstätte Mittendrin Werke zum Thema Baum, BLZ
  • Verein „Mein Tier mit Dir“ bildet Therapiehunde-Teams aus, iGL

Beiträge aus der Literaturszene

  • Das Auge der Stadt – Kurzgeschichte aus Bergisch Gladbachs Rathaus von Manfred E. Müller, iGL
  • Hier bin ich gern, hier kauf ich ein – Gedichte von Marina Linares, iGL

Nachgetragen

Das bringt der Tag (und der Rest der Woche)

  • Montag, 10 Uhr: Ökumenischer Einführungsgottesdienst zur zweiten Amtszeit von Bürgermeister Lutz Urbach, Laurentiuskirche
  • Montag, 11 Uhr: Offenen Redaktionssitzung des Bürgerportals, Cafe Leichtsinn, mehr Infos
  • Montag, 19 Uhr: 2. Zukunftswerkstatt der SPD zum Thema Verkehr, Gemeindesaal der Gnadenkirche, alle Infos
  • Montag, 19:30 Uhr: Eröffnung der Sommer-Ausstellung “Kunst im TBG” unter dem Titel „thin red line“, Technologiepark Moitzfeld
  • Dienstag, 12 Uhr:  KIDS (Korfball in der Schule)-Turnier für die weiterführenden Schulen, Sporthalle der IGP
  • Donnerstag, 17:30 Uhr: Stadtführung durch die Gladbacher Innenstadt, Awo-Bildungswerk, Anmeldung: 02202 245296
  • Freitag, ab 15:30 Uhr: 1. Bergisch Gladbacher Mukoviszidose-Lauf, Saaler Mühle, alle Infos
  • Alle Termine




Presseschau 20.6.2014

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Polizei nimmt nach Doppelmord in Schildgen Verdächtigen fest
Am Mittwochnachmittag war in einem Einfamilienhaus in der Straße am Klutstein am westlichen Rand von Schildgen eine 84-Jährige tot gefunden worden, die alarmierte Polizei entdeckte die Leiche der 58-Jährigen Tochter. Beide Opfer wiesen schwere Kopfverletzungen aus. Die Polizei nahm noch am Abend einen 52-Jährigen Tatverdächtigen fest. Nach Informationen des WDR und der Bild-Zeitung hatte der Mann, ein arbeitsloser Dachdecker, als Handwerker für die Frauen gearbeitet und Schulden in Höhe von 1600 Euro bei ihnen. Der Verdächtige wird heute einem Haftrichter vorgeführt.
Quellen: iGL, WDR, KSTA, BLZ, Express, Bild

Alte Feuerwache weichte einem Diakonie- und Kulturzentrum
Bei einer Podiumsdiskussion des Kulturnetzwerkes Stadtmitte hat Pfarrer Thomas Werner angekündigt, dass in wenigen Tagen die alten Feuerwache an die Evangelischen Kliniken Rheinland verkauft wird. Nach dem Abriss soll dort ein Diakonie- und Kulturzentrums entstehen. Auch das marode Haus Heuser neben dem Quirls soll gerettet und für Kunstausstellungen genutzt werden.
Quelle: iGL

Bergische Köpfe

  • Franz Miebach hat in Keller und Schuppen einen alten Altarbausatz aufgespürt, den Schlossermeister Aloys Rodenbach in den 60er Jahren gebaut hatte und der bei der Fronleichnahmprozession von St. Laurentius jetzt wieder zum Einsatz kam, BLZ
  • Lutz Urbach, Bürgermeister, hat für die neue Amtszeit zwar einen Wunschpartner, will ihn aber noch nicht verraten, KSTA
  • Lars Spohr (38) war in Kerpen Stadtverordneter und bereitet sich als Diakon jetzt in St. Laurentius auf das Priesteramt vor,  KSTA

Weitere Berichte

  • Landschaftsbeirat spricht sich mit 3:2 Stimmen bei sechs Enthaltungen nur knapp für eine Ausnahmegenehmigung für den Bau von Parkflächen im Lerbacher Wald durch die Kreisverwaltung aus, BLZ
  • 50 Anfragen hat Frank Samirae (Bürgerpartei GL) bereits an die Stadtverwaltung gerichtet und auf der Website der Partei dokumentiert, BGL
  • Prominente Paten unterstützten die Trauergruppe des DRK für Kinder und Jugendliche, iGL
  • Ballettschule Sonja Bjerke führte mit ehr als 300 junge Akteure “Peter Pan” im Bergischen Löwen auf, KSTA
  • Zum 50. Geburtstag zeigen Schüler des DBG die Musical-Revue „DBGLegenden”, BLZ
  • Amtsgericht Bensberg verurteilt Paar zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, dass am S-Bahnhof einen 17-Jährigen verprügelt hatte, KSTA
  • Beim Sturm vor einer Woche fielt gewaltige Linde auf Haltestellenhäuschen auf der Margarethenhöhe, BLZ
  • GGS Herkenrath feiert Schulfest auf Gelände des Papiermuseum Alte Dombach, KSTA

Nachgetragen

Das bringt der Tag (und der Rest der Woche)

  • Freitag, 14:30 Uhr: Neurologe David Svoboda und Parkinson-Experte Alexander Rzesnitzek halten Vortrag zum Umgang mit Parkinson, Bergischer Löwe
  • Freitag, 16 Uhr: Frauenlauf des TS 79 an der Saaler Mühle, alle Infos
  • Freitag, 19 Uhr: Vortrag von Birgitta Hoppen “Gymnasium NCG 1943-53″, Bergische Geschichtsverein in der VHS Buchmühle
  • Freitag, 20 Uhr: “Rosa geht weg – Die ganze Story”, Theas Theaters, Jakobstraße 103
  • Samstag, 11 Uhr: Vernissage der Ausstellung „Zwischen Wurzeln und Verzweigungen” mit Arbeiten der Malgruppe Mittendrin unter Leitung von Marina Linares, Begegnungsstätte Mittendrin, Hauptstraße 249
  • Samstag und Sonntag, 14 Uhr: “Reaktiv – Das Kunstlabor” mit einem Graffitiworkshop in der Villa Zanders, (ausgebucht), alle Infos
  • Samstag, 17 Uhr: Konzert des Männer-Quartetts Herkenrath “Unsere liebsten Melodien”, Schulzentrum Herkenrath.
  • Samstag, 18 Uhr: Integrative Theatergruppe des Café Leichtsinn zeigt “Tierische Wartezone”, Theas, mehr Infos
  • Samstag, 18 Uhr: Florian Noak spielt Werke von Schuman, Franz-Liszt-Akademie, Refrath
  • Sonntag, 14 Uhr: Eistütenfest im ZAK Jugendzentrum, Bensberg
  • Sonntag, 17 Uhr: Quirl’s Open Air, vor der Gnadenkirche
  • Sonntag, 18 Uhr: Integrative Theatergruppe des Café Leichtsinn zeigt “Tierische Wartezone”, Theas, mehr Infos
  • Alle Termine




Bei der alten Feuerwache geschieht etwas

Die Alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße

Die alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße

„Gehen wir jetzt in die dritte Runde? Wird das Rad noch mal neu erfunden?“ Diese Frage stellten sich einige Teilnehmer bei der Podiumsdiskussion am Mittwoch in der Volkshochschule Haus Buchmühle unter dem sperrigen Titel „Kulturnetzwerk: Zwischennutzungslösungen in der Kreativwirtschaft“.

Um es vorweg zu nehmen: Es handelt sich zwar tatsächlich um den dritten Anlauf für eine bessere Stadtplanung in der Innenstadt. Aber im Gegensatz zu den beiden ersten Anläufen zeichnen sich nun erste sehr konkret Ergebnisse ab.

VHS-Leiterin Birgitt Killersreiter hatte die Idee der Initiative Kultur-Netzwerk Bergisch Gladbach zur Vernetzung von Kultur- und Wirtschaftsinteressen aufgegriffen und eingeladen. Schon vor 15 Jahren gab es ehrgeizige Pläne für die Kreisstadt, der Stadtverband Kultur wurde gegründet, im Rahmen der Regionale 2010 wurde ein städteplanerischer Entwurf für einen Stadtkulturgarten in enger Zusammenarbeit mit den Kulturschaffenden geschaffen.

Der verschwand aber in der Schublade, als Bergisch Gladbach in den Nothaushalt geriet. Umgesetzt wurde bekanntlich nur die Neugestaltung der Fußgängerzone und der Offenlegung der Strunde.

Kulturnetzwerk trifft auf große Resonanz

Als Killersreiter im Herbst 2013 das Konzept von Stadtplaner Ralf Ebert bei einer gemeinsamen Veranstaltung noch mal „aus der Schublade“ geholt hatte, entstand daraus kurz danach das Kultur-Netzwerk Bergisch Gladbach. An die 500 Menschen folgten dem Aufruf der Initiatoren für ein „neues Denken für unsere Stadt“. Sie fordern Visionen für eine lebenswerte Stadt, in der sich Kultur- und Wirtschaftsinteressen miteinander vernetzten und sich das Bewusstsein für Stadtentwicklung nicht nur auf neue Straßen und Parkplätze beschränkt.

Nein, am Mittwoch gab es keine Neuauflage der Diskussionsrunden der vorigen Jahre und Jahrzehnte, sondern ein klares Bekenntnis zum Thema Kultur und erste Ergebnisse:

Workshop mit Politikern, Stadtplanern und Kulturschaffenden: Birgitt Killersreiter stellt die Volkshochschule als Veranstaltungsort zur Verfügung. Dies wird der zweite Workshop zum Thema sein. Die VHS-Leiterin fordert, Pläne und Forderungen sollten konkret formuliert und in Anträgen an Politik und Verwaltung weiter gereicht werden.

Interfraktioneller Arbeitskreis: Mit im Boot sitzt die Kulturausschussvorsitzende Birgit Bischof (CDU), die einen erneuten Vorstoß für einen interfraktionellen Arbeitskreis in Sachen Kulturarbeit im Rat unternehmen wird. „Es gibt keine Checkliste, keinen Kulturdezernenten­ – der Stadtverwaltung fehlt ein gewisses Kulturverständnis“, stellte die Mitinitiatorin des Max-Bruch-Festivals 2013 fest.

Alte Feuerwache: Pfarrer Thomas Werner stellte den Verkauf der Alten Feuerwache an die Evangelischen Kliniken Rheinland nach jahrelangen Verhandlungen in Aussicht – in den nächsten Tagen. In Planung ist der Abriss und Neubau eines Diakonie- und Kulturzentrums. Der rennomierte Städteplaner Dieter Prinz erarbeitet ein Konzept für das Areal.

Haus Heuser neben dem Quirl an der Gnadenkirche: Werner informierte, dass das marode Gebäude mittlerweile als sanierungsfähig angesehen werde. Eine Nutzung als Ausstellungsfläche für Künstler sei interessant. Das ist Wasser auf die Mühlen der Initiative fenex (Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach AdK) die seit Jahren versucht, Kunst in leerstehenden Ladenlokale zu zeigen. Angestrebt ist eine engere Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel und der Immobilienwirtschaft.

Pfarrer Werner will sich intensiv dafür einsetzen, den Gebäudekomplex rund um den Quirl als Kultur- und Gemeindezentrum zu entwickeln. Wunschtraum: Das Backsteingebäude hinter Haus Heuser als Haus der bildenden Kunst entwickeln.

Kreativwirtschaft als Identifikationsfaktor

Offensichtlich genau zum richtigen Zeitpunkt hatte sich die Initiative Kultur-Netzwerk Bergisch Gladbach mit ihrem Konzept auf den Weg gemacht und kompetente Mitstreiter gefunden – dies wurde bei der Diskussion in der VHS überaus deutlich.

In Zukunft wird es nicht mehr nur um Trassen, Kreisel, Pflastersteine gehen bei der Stadtplanung. Kultur- und Kreativwirtschaft wirkt als Identifikationsfaktor mit dem Standort Bergisch Gladbach, belebt Innenstadt und Stadteilzentren, macht Wohnen im Zentrum attraktiv, belebt den Einzelhandel, schafft neue Kommunikationsorte – dies zu vermitteln und in Forderungen zu artikulieren, ist Aufgabe der Netzwerker im Schulterschluss mit der Politik.

„Kultur muss deutlich machen, was sie braucht. Stadtplanung ist mehr als Flächenverbrauch“, bestärkte auch Peter Baeumle-Courth (Die Grünen/Bündnis’90) die Initiatoren. (Baeumle-Courth berichtet selbst in diesem Beitrag über die Veranstaltung.)

„Wir haben die Chance, etwas für die zukünftigen Generationen zu entwickeln“, formulierte Mitinitiator Klaus Hansen. „Die Aussage, wir haben kein Geld’, ist Synonym für ‚wir haben keine Visionen’.“

Udo Krause, Stadtplaner bei der Stadt Bergisch Gladbach, forderte, Ideen und Gruppierungen gründlich durchzumischen: „Die letzten 15 Jahre waren nicht umsonst. Es gilt, mit neuen Strukturen am Thema dran zu blieben.“

Erste Ziele wurden bei dieser Diskussion gesteckt, auch wenn der unaussprechbare Titel der Veranstaltung „Zwischennutzungslösungen in der Kreativwirtschaft im Laurentiusviertel“ zunächst keine visionären Vorstellungen ausgelöst hatte.




Presseschau 25.11.2010

Kulturhaus in der alten Feuerwache ohne Chance
Der Vorsitzende des Stadtkulturverbandes, Kurt Hechts, hatte dem Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport vorgeschlagen, die alte Feuerwache in ein „Haus der Kultur“ umzubauen. Das Gebäude sei gar nicht so baufällig wie immer behauptet – hingegen würde ein Abriss des massiven Mauerwerks sehr teuer werden. Das Konzept:  Die Stadt stellt das Gebäude Künstlern und Vereinen in Erbpacht zur Verfügung stellen, die wiederum eine Eigentümergemeinschaft bilden. Keine Schlechte Idee – fand die Verwaltung. Nur dürfe das ganze nicht nichts kosten, die Stadt müsse auch einen “angemessenen Betrag” aus dem Projekt erlösen. Zudem würde die Stadt die Feuerwache wohl lieber an die benachbarte evangelische Kirchengemeinde abgeben. Der Ausschuss vertage die Sache voerst.
Quelle: BLZ

Theater für alle: Cassiopeia Theater zeigt “Kleiner Drache, flieg!”
Diesen Theaterbesuch (Samstag, 14.30 Uhr im Bergischen Löwen) können sich wirklich alle Familien leisten. Wer im Kindergarten oder im Offenen Ganztag der Grundschule keinen gesetzlichen Elternbeitrag zahlen muss oder wessen Einkommen unter 30.000 € liegt, erhält die Eintrittskarte für 1 Euro pro Person. Dies ist möglich, weil der Verein BÜRGER FÜR UNS PÄNZ, der Bergische Löwe und das Jugendamt der Stadt den Kindertheaterbesuch für alle Pänz und ihre Eltern möglich machen wollen. Karten gibt es heute von 9 bis 12 Uhr und von 14  is 18 Uhr sowie am Freitag (9 bis 12 Uhr) im Jugendamt, Stadthaus An der Gohrsmühle 18, Zimmer 249.
Quelle: Cityweb

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