Der Rohbau des neuen Klasssenhauses für das DBG ist fertig. Foto: Redaktion

Mit einem Richtfest haben Stadt, Schulbaugesellschaft und Baufirmen den Baufortschritt für das neue Klassenhaus des DBG gefeiert. Der Zeitdruck bleibt hoch, denn ab dem Sommer braucht die Schule dringend zusätzliche Räume für die Rückkehr zu G9. Der Neubau steht allerdings nur für begrenzte eine Dauer zur Verfügung.

Es wird eine Punktlandung. Das hofft der Schulleiter zumindest: Mit Beginn des neuen Schuljahres im Sommer soll das neue Klassenhaus für das Dietrich‑Bonhoeffer‑Gymnasium (DBG) bezugsfertig sein. Gerade rechtzeitig, denn dann gibt es wegen der Rückkehr des Abiturs nach neun Jahren (G9) einen zusätzlichen Jahrgang an den Gymnasien. 

+ Anzeige +

„Ohne das neue Gebäude könnten wir das nicht stemmen. Wir sind schon jetzt voll ausgelastet, alle Räume sind belegt“, sagte Schulleiter Frank Bäcker beim Richtfest am Mittwoch. 880 Schüler:innen besuchen das DBG aktuell, 1000 sollen es ab dem kommenden Schuljahr sein. 

Rückkehr zu G9

Die Punktlandung habe Bäcker und die Schulgemeinschaft „viele Nerven gekostet“. Seit 2018 seien die Umstellung auf G9 und der Zeitpunkt bekannt, „seitdem waren wir mit der Stadt in Gesprächen“, so Bäcker.

Nun endlich ist also der Rohbau in Heidkamp fertig – und der Schulleiter „total zufrieden“, wie er sagte. „Das Gebäude ist so schön geworden. Man sieht, dass es voran geht.“

Und das in hohem Tempo, wie die Beteiligten beim Richtfest betonten. Das liegt an der im Schulbau bereits bewährten modularen Bauweise: Nach dem Spatenstich im August 2025 wurden die 54 im Werk vorgefertigten Holzmodule ab Oktober vor Ort montiert und gestapelt. Daher spricht man im Modulbau von einem Stapelfest statt von einem Richtfest, wie Sebastian Rolko, Geschäftsführer der Schulbaugesellschaft, erklärte.

Bürgermeister Marcel Kreutz und Sebastian Rolko (Mitte mit Hammer) beim symbolischen letzten Hammerschlag, flankiert von Mitarbeiter:innen der Verwaltung, Baufirmen und Schulleiter Frank Bäcker (ganz rechts). Foto: Redaktion

In Sichtweite des bisherigen Standorts des DBG, auf dem Gelände des Sportvereins Jan Wellem, ist ein Gebäude mit drei Etagen und einer Bruttogeschossfläche von 1500 Quadratmetern entstanden. Abgesehen vom Fundament und dem Treppenhaus besteht das Gebäude komplett aus Holz. 

Mehr zum Thema

Das neue Klassenhaus am DBG nimmt bald Gestalt an

Die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG) schreiten voran: Die Montage der vorgefertigten Holzmodule startet in den nächsten Tagen. Die Zeit drängt, denn spätestens zum Sommer 2026 muss das Gebäude in Betrieb gehen, weil dann für die Rückkehr zu G9 weitere Räume gebraucht werden.

Klassenhaus für die Oberstufe

In dem neuen Bau, das unter anderem Platz für acht Klassenräume bietet, sollen nach den Sommerferien Oberstufenschüler:innen der Jahrgänge 12 und 13 unterrichtet werden. Fachräume mit besonderer Ausstattung etwa für Naturwissenschaften oder Kunst sind laut Schulleiter Bäcker nicht vorgesehen. 

Dafür aber Freiflächen zwischen den Klassenräumen. Dort sollen die Schüler:innen etwa für Gruppenarbeiten zusammenkommen. „Das passt gut zu unserer Idee des selbstregulierten Lernens“, sagte Bäcker. Bei der Planung des Gebäudes sei die Schule beteiligt worden.

Bei einem Rundgang schwärmte der Schulleiter vom Blick auf den Sportplatz und der großen Offenheit des Gebäudes, die durch die Fenster von den Klassenräumen zu den Fluren hin verstärkt werde. Auch das komme dem pädagogischen Konzept zugute. „Ich kann mir schon richtig gut vorstellen, dass Schüler in den Fensternischen mit einem Buch oder Tablet sitzen.“ 

In seiner Rede lobte Bürgermeister Marcel Kreutz die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schulbaugesellschaft, dem Sportverein Jan Wellem und den beteiligten Firmen. Er dankte außerdem dem Stadtrat, der für das „architektonisch hochwertige Gebäude“ mit moderner Ausstattung Kosten in Höhe von 9 Millionen Euro bewilligt hat. „Das ist eine Menge Geld. Aber gut investiertes Geld in Bildung.“

Visualisierung des neuen Klassenhauses. Foto: werk.um Architekten Darmstadt, Bearbeitung Schulbau GmbH Bergisch Gladbach

Zwischenlösung für 15 Jahre

Der Neubau steht dem DBG als Interimsgebäude nur für 15 Jahre zur Verfügung. „Weil sich an diesem Standort eine Kaltluftschneise befindet, muss das Gebäude nach 15 Jahren wieder abgebaut werden. Das war seit Beginn der Planungen klar“, erklärte Rolko. Der Vorteil der modularen Bauweise sei, dass die Module an anderer Stelle wieder aufgebaut werden könnten. 

In den nächsten Jahren müssen auch Bestandsgebäude des DBG saniert werden. „Dafür braucht es kluge Konzepte“, so Rolko. Das neue Klassenhaus schafft laut Verwaltung „dringend benötigten Raum, um den Schulbetrieb auch während weiterer Baumaßnahmen am Hauptstandort sicherzustellen“.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.