03Mrz19:00Frauen im geteilten DeutschlandVernissage

Termindetails

Mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung wirken die Folgen
der Teilung noch immer nach, auch in den Bildern und Zuschreibungen, mit
denen Frauen aus Ost- und Westdeutschland konfrontiert sind. Was ist dran an
diesen Klischees? Waren Frauen in Ostdeutschland tatsächlich emanzipierter als im
Westen? Und haben westdeutsche Frauen wirklich den Großteil ihres
Lebens „hinterm Herd“ verbracht? Woher stammen diese Bilder und lassen sich
Lebensentwürfe von Frauen in Ost und West überhaupt so eindeutig voneinander
trennen?
Die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung zur
Aufarbeitung der SED-Diktatur geht diesen Fragen nach. Sie beleuchtet die
unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR
der 1970er und 1980er Jahre. Ein Balanceakt zwischen Erwerbsarbeit und Familie,
politischem Anspruch und persönlicher Selbstbestimmung.
Ergänzt wird die historische Ausstellung durch zeitgenössische künstlerische
Positionen von Künstlerinnen und Autorinnen aus Ost- und Westdeutschland. Diese
Arbeiten öffnen neue Perspektiven auf bis heute wirksame Narrative, Brüche und
Kontinuitäten und laden dazu ein, tradierte Bilder zu hinterfragen und gegenwärtige
Erfahrungen sichtbar zu machen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation des Kulturamts und der Gleichstellungsstelle
des Rheinisch-Bergischen Kreises und wird im Rahmen des des Internationalen
Frauentags sowie des Forums Ost-West präsentiert.

Eintritt frei

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