Die Alte Zentralwerkstatt soll als Pilotprojekt zum sozio-kulturellen Zentrum umgebaut werden - und auch das Q1 aufnehmen. Foto: Thomas Merkenich

Eigentlich sollte der Gleispark auf dem Zanders-Gelände in diesem Jahr eröffnet werden, jetzt rechnet die Stadt allenfalls mit einer Teil-Fertigstellung. Auch sonst passiert für die Öffentlichkeit wenig: auf dem Gohrsmühlen-Platz gibt es ein Streetfood-Festival, die Stadt lädt zu einem großen Bürgerforum ein, die Regionale 2025 stellt Ergebnisse vor.

In den Planungsbüros der neuen Zanders-Gesellschaft wird mit Hochdruck an der Konversion des gesamten Geländes gearbeitet, einzelne Projekte wie der Umbau der Zentralwerkstatt zum soziokulturellen Zentrum gehen voran und sogar das Projekt einer Atelier-Etage lebt neu auf. Doch die Hoffnungen der Bergisch Gladbacher:innen, das Gelände in diesem Sommer intensiver nutzen zu können, werden enttäuscht.

Der zentrale Gleispark sollte eigentlich in diesem Jahr eröffnet werden, doch auch hier wurden die Zeitpläne gestreckt. Mit einem Baubeginn werde jetzt im Frühsommer gerechnet, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zum Tag des offenen Denkmals im September könne vielleicht ein Zwischenstand präsentiert werden.

Die Eröffnung in 2024 war einst die Hoffnung, nun wird der Gleispark wohl erst 2026 eröffnet werden.

Der Abschluss der Baumaßnahmen werde voraussichtlich im Spätherbst erfolgen, eine feierliche Eröffnung und dauerhafte Nutzung des Gleisparks daher „wahrscheinlich eher im Frühjahr 2026“. Und auch das, formuliert die Stadt vorsichtig, seien „vorläufige Annahmen“.

Hoffnungen hatte auch die Ankündigung eines privaten Veranstalters geweckt, der für den 11. bis 13. April ein „Streetfood-Festival“ angekündigt hatte. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Veranstaltung auf dem Gohrsmühlen-Platz vor der Halle 1B – und damit vor dem eigentlichen Zanders-Gelände.

Dort hatten schon vor zwei Jahren erste Flohmärkte stattgefunden, die vom Veranstalter aus organisatorischen Gründen wieder eingestellt wurden. Seither wird der Platz so gut wie nicht genutzt.

Der Platz vor der Halle 1b ist frei zugänglich, wird aber wenig genutzt. Foto: Thomas Merkenich

Hintergrund: Bei der Sitzung des Zandersauschusses am 20.3. geht es im öffentlichen Teil nur um zwei Punkte: die Errichtung eines Schmutzwasserhauptsammlers sowie um den Finanzbericht für das Projekt. Alle Infos im Ratsinformationssytem

Oliver Brügge ist seit Jahresanfang als Geschäftsführer der neuen Urbane Zukunft Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH (UZZE) im Amt, will sich aber erst nach Ablauf einer 100-Tage-Frist öffentlich äußern. Mehr Infos zur Person

Unter dem Titel „Weiter geht’s auf dem Zanders Areal“ kündigt die Stadt eine eigene Veranstaltung für den 10. Mai an. Dabei handelt es sich um das bereits bekannte Format „Bürgerforum“, mit einem dichten eintägigen Programm.

An diesem „Tag der Städtebauförderung“ können sich Bürgerinnen und Bürger von 11 bis 19 Uhr über Projektfortschritte, aktuelle Planungen und anstehende Baumaßnahmen informieren.

Zum ersten Mal ist dann die Alte Zentralwerkstatt zentraler Veranstaltungsort, das als erste öffentliche Einrichtung auf dem Gelände in den kommenden Jahren in ein soziokulturelles Zentrum umgebaut werden soll. Dafür werde die Werkstatthalle provisorisch hergerichtet, teilt die Stadt mit.

Das Programm für das Bürgerforum:

  • 11.15 Uhr: Podiumsdiskussion „Weiter geht’s! Das Zanders-Areal zwischen Zeitdruck und Aufbruchsstimmung“.
  • 13 Uhr: Das Kölner Büro nebel pössl architekten stellt Planungen für das erste Bauprojekt auf dem Zanders-Areal vor und erläutert das zukünftige Nutzungskonzept des entstehenden Quartierszentrums.
  • 13.45 und 16:00 Uhr: „Komm ins Gespräch mit uns“ – Mitarbeitende der Projektgruppe, der REGIONALE 2025-Agentur sowie der Stadtplanung laden dazu ein, sich auszutauschen.
  • 15:00 Uhr: Kabarettist Jürgen Becker präsentiert sein aktuelles Programm „Die Ursache liegt in der Zukunft“
  • 17.30 Uhr: Konzert der Coverband handerCover
  • Im Forum-Gebäude stellen Studierende Ideen, Entwürfe und Konzepte für einzelne Gebäude aus.
  • Im zukünftigen Gleispark erläutert das Planungsbüro MOLA die Gestaltung der Grünanlage. 
  • Eine Lichtinstallation setzt die Halle des Rollenzentrallagers in Szene.
  • Vor dem Museum können sich Kinder und Jugendliche unter der Anleitung eines Papiermachers in der „weißen Kunst“ des Papierschöpfens ausprobieren.

An den beiden Folgetagen wird die Regionale 2025 danach mit dem gleichnamigen REGIONALE-Kongress für geladene Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Am 12. und 13. Mai fällt mit der Fachveranstaltung, in deren Fokus das Thema ‚Umbau und Weiternutzung von Gebäuden und Arealen‘ steht, der Startschuss für den Präsentationszeitraum der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand unter dem Motto „Lust auf Zukunft!“, dessen größtes Einzelprojekt die Konversion des Zanders-Areals ist.

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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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