Die Initiative des Integrationsrats, einen Platz auf dem Zanders-Areal den „Gastarbeit*innen“ zu widmen stößt bei der Linken auf Kritik. Wertschätzung brauche „die richtigen Worte“.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Linken Bergisch Gladbach

Der Integrationsrat Bergisch Gladbach hat beschlossen, dem Stadtrat vorzuschlagen, einen Platz auf dem Zanders-Gelände „Platz der Gastarbeiter*innen“ zu nennen. Die Linke internationale Liste – LIL im Integrationsrat Bergisch Gladbach begrüßt die grundsätzliche Idee, mit einem Platznamen die Geschichte und Verbundenheit von Menschen mit internationaler Herkunft sichtbar zu machen. Gleichzeitig spricht sich die Partei dafür aus, einen anderen Begriff zu wählen – denn „Gastarbeiter“ ist aus ihrer Sicht ausdrücklich nicht geeignet, um Wertschätzung und Zugehörigkeit zu vermitteln.

Die Linke begründet ihre Kritik damit, dass der Begriff „Gastarbeiter“ bis heute verwendet wird, um Menschen zu bezeichnen, die im Rahmen von Anwerbeabkommen nach Deutschland kamen. Doch dieser Begriff ist alles andere als harmlos: Er ist historisch belastet und ausgrenzend.

In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde er bewusst geprägt, um Migration als vorübergehendes Phänomen darzustellen – obwohl viele der damals angeworbenen Menschen dauerhaft in Deutschland blieben. Diese Realität und Hintergrund wird durch den Begriff bis heute verschleiert.

Zudem reduziert er Menschen auf ihre ökonomische Funktion als Arbeitskräfte und erkennt sie nicht als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft an. Viele Betroffene berichten, sich durch diese Bezeichnung rassistisch abgewertet, ausgegrenzt und nicht zugehörig gefühlt zu haben – ein Gefühl, das auch in der zweiten und dritten Generation weiterlebt.

Der Begriff ist auch sprachlich widersprüchlich: Ein Gast wird eingeladen, willkommen geheißen und respektvoll behandelt. Wer jedoch als „Gastarbeiter“ kam, wurde oft lediglich als billige Arbeitskraft wahrgenommen – ohne echte Einladung, ohne Anerkennung, ohne Perspektive auf Teilhabe.

Diese Sprache zeigt deutlich: Der Begriff „Gastarbeiter“ war nie neutral. Er diente dazu, gesellschaftliche Ausgrenzung und strukturelle Ausbeutung zu überdecken. Es ist höchste Zeit, diese tatsächlichen Fakten klar zu benennen – und den Begriff kritisch zu hinterfragen.

Aylin Aydogan, Bürgermeisterkandidatin 2025 für Die Linke, zeigt sich überrascht darüber, dass ausgerechnet der Integrationsrat Bergisch Gladbach diesen Begriff gewählt hat, um Respekt ausdrücken zu wollen. „Menschen mit vergleichbarem Hintergrund wie mein Großvater, der in Deutschland lebte, wurden vielfach mit dieser Bezeichnung konfrontiert. Derartige Zuschreibungen werden häufig als Ausdruck einer stigmatisierenden Gruppenzuweisung verstanden. Das verletzt Menschen. Die Idee, einen Platz zu benennen, ist sicher gut gemeint und zeigt den Wunsch, Wertschätzung auszudrücken. Doch die Wahl des Begriffs wirkt aus meiner Sicht unüberlegt und trifft nicht den richtigen Ton. Es wäre wünschenswert, wenn der Stadtrat das Anliegen aufgreift – aber mit einer Formulierung, die niemanden verletzt oder ausschließt. Ein Name, der die gemeinsame Geschichte würdigt und von allen mitgetragen werden kann, würde der Idee besser gerecht werden. Bei der Benennung von Straßen und Plätzen sollte das Ziel immer sein, möglichst breite und einvernehmliche Zustimmung und gegenseitigen Respekt zu fördern.“

Hale Santillan-Bagherzadeh, das einzige Mitglied des Integrationsrats ohne deutsche Staatsangehörigkeit, hatte für Die Linke erfolglos den Vorschlag eingebracht, den Platz stattdessen „Platz der internationalen Arbeiter:innen“ oder „Platz der internationalen Arbeiter:innensolidarität“ zu nennen, um eine mögliche rassistische Implikation ausdrücklich zu vermeiden.

Sie betont: „Mein Vorschlag hätte sichtbar gemacht, worum es wirklich geht: um die Anerkennung geleisteter Arbeit, die Würdigung von Migrationsgeschichten und den Kampf für gerechte Arbeitsbedingungen. Solche Bezeichnungen betonen das Miteinander statt die Ausgrenzung – und bieten einen anderen Blick auf ein negatives Kapitel deutscher Geschichte. Das ist längst überfällig.“

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  1. Die hier angestoßene Diskussion ist nicht zielführend, da sie sich in Begrifflichkeiten zerstreitet und das eigentliche Ziel aus den Augen verliert.

    Ein Platz, der Migrant*innen, Gastarbeiter*innen oder Vielfalt der Stadt Bergisch Gladbach würdigt, ist eine wunderbare Idee! Diese sollte nicht durch Diskussionen um den Namen verhindert werden, bevor die grundlegende Idee umgesetzt wird.

    Am Begriff “Gastarbeiter*innen” gibt es verständliche Kritik. Aber schadet es, dies als Arbeitstitel zu nehmen, bis ein fertiger Name gefunden wurde, mit dem alle einverstanden sind? Es wäre zu schade, wenn der Vorschlag allgemein zerpflückt wird, weil zuerst über die Details und dann über den Grundsatz diskutiert wird.

  2. Herr Santillan,
    habe Ihren Unsinn erst jetzt gelesen. Wenn jemand behauptet, ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen, dann hat diese Person nicht verstanden, dass für mich das Wort “Gastarbeiter” durchaus positiv besetzt ist. Und die Diskussion über Begriffe, Worte und Bezeichnungen, wie sie die Linke auch hier wieder ankurbelte, lässt sich vergleichen mit der Forderung, die “Mohrenstraße” in Köln, den Begriff “Mohrenkopf” und sonstige angeblich andere Menschen diskriminierende Begriffe zu ändern. Ich finde das lächerlich.

    Mitte der 60er Jahre arbeitete ich in einer Firma in Bensberg, in der auch Italiener, Griechen und Türken beschäftigt waren. Diese Frauen und Männer bemühten sich, so weit es ihnen möglich war, sich den Umständen anzupassen, was besonders bei Betriebsfesten etc. deutlich wurde. Da wurde zusammen gelacht, gesungen und ja, auch gesoffen. Da konnten die deutschen Kollegen die Speisen kosten, die aus anderen Ländern kamen und sehr zum Gelingen eines solchens Festes beitrugen. Außerdem brachten die Menschen von jenseits unserer Grenzen sehr oft Produkte aus dem Heim-Urlaub mit, um sie voller Stolz ihren deutschen Kollegen anzubieten, die davon sehr begeistert waren.

    Der Begriff “Gastarbeiter” hat erst mit Duskussionen wie dieser von Menschen wie Ihnen einen negativen Touch bekommen, weil Sie immer danach wühlen, wie man denn noch als Linke oder als Santillan ins Rampenlicht kommen könnte. Der Begriff mag nicht allen gepasst haben, sicher auch nicht allen Deutschen, aber was Sie und Ihresgleichen daraus machen mutet an wie die Suche nach neuen Skandalen, die man politisch ausschlachten kann.”

    1. Das ist doch nichts Neues: Wer sich anmaßt, Begriffe zu tabuisieren, will die Deutungshoheit darüber erlangen. Und indem man anderen vorschreibt, wie sie zu sprechen haben, versucht man ihnen vorzuschreiben, wie sie zu denken haben. Und das ohne jegliche eigene Kompetenz außer dem unbedingten Willen, den Diskurs zu dominieren.

    2. @Herrr Havermann;

      In der Diskussion wurden viele interessante Beiträge vorgebracht, und es gab unterschiedliche Perspektiven, die ich in weiten Teilen nachvollziehen kann. Leider gehörte Ihre persönliche Bemerkung und direkt Beschimpfung gegen mich nicht zu den konstruktiven Beiträgen, die diese Debatte weiterbringen. Ihr Kommentar ist vielmehr ein Beispiel für Erfahrungen, die ich – wie viele andere – seit meiner Kindheit mache und die sich in unterschiedlicher Form immer wieder zeigen.

      Lassen Sie uns sachlich beginnen: “Deutsche” im Sinne des Grundgesetzes sind alle Staatsbürger:innen – unabhängig von Herkunft oder Einbürgerungsjahr. Auch jene Menschen, die einst als sogenannte “Gastarbeiter:innen” hierher kamen und längst Teil unserer Gesellschaft sind und eingebürgert wurde, gehören selbstverständlich dazu. Wenn Sie durch Ihre Wortwahl eine explizite Unterscheidung vornehmen, grenzen Sie diese Menschen sprachlich vom Staatsvolk aus. Das ist ein Beispiel für einen weit verbreiteten Mechanismus des Alltagsrassismus – oft unbewusst, oft unbeabsichtigt, aber dennoch wirkungsvoll.

      Solche Aussagen begegnen mir regelmäßig. Ich bin damit aufgewachsen, habe gelernt, damit umzugehen – und doch berühren sie und verletzen mich jedes Mal aufs Neue. Bei Ihnen kommt hinzu, dass Ihre Kritik von einer grundlegenden Ablehnung gegenüber gesellschaftlichem Wandel begleitet zu sein scheint.

      Das zeigt sich zum Beispiel in der idealisierenden Rückschau auf eine vermeintlich “bessere Zeit”, die Sie romantisieren und zur Abwehr gegen Veränderung nutzen. Das ist nicht ungewöhnlich, aber dennoch problematisch, weil es die Gegenwart und die Leistungen vieler Menschen verzerrt darstellt.

      Der Antrag aus dem Integrationsrat, um den es inhaltlich geht, verfolgt ein anderes Ziel: Es geht nicht um Folklore oder kulinarische Exotik, sondern um Anerkennung und Sichtbarkeit. Die Antragsteller:innen möchten den Beitrag würdigen, den Menschen mit Einwanderungsgeschichte für unsere Stadt geleistet haben – weit über die exostische Küche und Lebensmittel hinaus. Diese Leistungen gehören zu Bergisch Gladbach und prägen unsere gemeinsame Kultur.

      Ein besonders sensibler Punkt ist nach wie vor der Straßenname “Mohrenstraße”. Er steht exemplarisch für eine größere gesellschaftliche Debatte, wie wir sie auch im Zusammenhang mit anderen Begriffen wie dem N-Wort oder dem Z-Wort kennen. Meine Haltung dazu ist eindeutig – und das gilt sicherlich auch für viele andere. Doch unabhängig von der individuellen Meinung wird deutlich: Solche Begriffe spalten mehr, als sie verbinden. Sie stehen einem friedlichen Miteinander oft im Weg. So verhält es sich auch mit dem Begriff: “Gastarbeiter”.

      Gerade deshalb sollte der Stadtrat alles tun, um solche Spaltungen nicht zu vertiefen. Eine vielfältige Stadtgesellschaft sollte sich zum Ziel setzen, dass Straßen- und Platznamen niemanden ausgrenzen oder verletzen. Das gilt nicht nur für jene, die Sie als “Deutsche” bezeichnen, sondern auch für die vielen anderen Menschen, die in dieser Stadt leben – mit unterschiedlichsten Hintergründen und Geschichten. Denn wir alle sind Teil dieser Stadtgesellschaft. Und genau um diese eigene Geschichte und und um die Geschichte dieser Stadt und Zanders geht es doch. Eine kleine Gedenktafel, die weder auf einem Stadtplan, noch in Google-Maps oder den Visitenkarten der an dem Platz angesiedelten unternehmen auftauchen wird, kann das nicht leisten.

      Sie selbst machen das Thema zu einem angeblichen Skandal, der keiner ist, werfen aber anderen vor etwas zu skandalisieren, um eine inhaltliche Diskurs zu verhindert und zu blockieren.

      Ich lade Sie daher ein, die Kritik, die unter anderem von der Partei Die Linke formuliert wird, als einen demokratischen Beitrag zu verstehen – als Teil einer offenen und vielfältigen Debatte. Ziel sollte es sein, am Ende ein Konzept und vielleicht auch einen neuen Namen zu finden, hinter dem möglichst ALLE Menschen in Bergisch Gladbach stehen können: ganz gleich, ob sie sich selbst als “Deutsche”, “Nicht-Deutsche” oder “Noch-nicht-Deutsche” verstehen. Genau darum geht es und genau darauf zielt dir Pressemitteilung von “Die Linke internationale Liste – LIL” im Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach.

      Der Linke Diskussionsbeitrag zeigt Wirkung: Die fünf Antragsteller sind inzwischen von ihrem ursprünglich sehr konkreten Namensvorschlag, wie er im Antrag eindeutig formuliert war,deutlich sichtbar abgerückt (siehe KStA). Herr Tollih beschreibt den Antrag nun als eine Arte Denkanstoß – und nicht mehr als verbindlichen Vorschlag.

      Genau diese offenen Diskurs, den Die Linke mit ihrer Kritik begonnen, hat auch Herr Tollih begrüßt, Sie wurde maßgeblich von Die Linke angestoßen und mit angeregt und lassen sie uns nun damit beginnen eine gute Lösung für eine gute eigentliche Intention zu finden.


      Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  3. Sehr geehrter Herr Faber,
    Ich werde mit ihnen nicht weiter diskutieren. Sie diskutieren nicht, sie halluzinieren.
    Ich will das an diesem Vorwurf deutlich machen: „….halten Sie Herr Schneider an einem aus der Sicht von vielen Migrant:innen ungeeigneten Begriff betonfest, verklären ihn verbrämt nostalgisch und verteidigen ihn weiterhin mit Händen und Füßen.“
    Hätten sie meine Kommentare gelesen und auf ihre Aussagen überprüft, dann hätten sie festgestellt, dass ich an keiner Stelle und mit keinem Wort den Vorschlag des Integrationsrates befürwortet habe. Der Grund ist, dass ich mir zu der Namensgebung noch kein abschließendes Urteil gebildet habe. Allerdings entschieden zurückweise, dass es sich bei dem Wort „Gastarbeiter*innen“ um einen rassistischen Begriff handelt und demnach der Integrationsrat einen rassistischen Beschluss gefasst habe. Sie scheinen die Leser ihrer Kommentare für beschränkt zu halten, wenn sie sich trauen, so haltlos und unverschämt zu lügen.

    1. Herr Schneider,
      Sie geben mit Ihren Beiträgen ein deutliches Beispiel für Ihren Diskussionsstil: Sie arbeiten mit unbelegten Tatssachenbehauptungen und direkten Angriffen, stellen nachweislich falsche Behauptungen auf und reagieren auf begründete Kritik, indem Sie sich in eine Verteidigungshaltung zurückziehen und nicht mehr reden wollen – als hätten Sie all dies gar nicht gesagt. Dass Sie offenbar Ihre eigenen Kommentare nicht mehr nachvollziehen können oder wollen, ist bedauerlich – aber, um ehrlich zu sein, überrascht mich diese Reaktion nicht.

      Was mich allerdings irritiert, ist, dass die Moderation des Bürgerportals Ihre sehr polemischen Angriffe in dieser Form zulässt.

      Das ist der Punkt, an dem ich mich dazu veranlasst sehe, ein klares Urteil über Ihr Verhalten zu fällen: Aus meiner Sicht sprechen Ihre Beiträge nicht für ein antifaschistisches Engagement, sondern eher dafür, dass Sie gezielt provozieren und inhaltliche Auseinandersetzungen vermeiden wollen.

      Wenn Sie ankündigen, auf meine Antwort nicht weiter einzugehen, respektiere ich das – und halte es in diesem Fall tatsächlich für eine gute Entscheidung. Eine konstruktive Diskussion scheint unter diesen Voraussetzungen ohnehin kaum noch möglich, aber das wollen sie ja auch nicht, wie sie bekunden.

    2. Herr Schneider,
      In meinem letzten Kommentar habe ich ganz vergessen, das wohl bekannteste Zitat Ihres grünen Parteifreundes und einstigen Vorzeigeministers Josef Fischer zu erwähnen – aber ich denke, das spare ich mir an dieser Stelle lieber.

      1. Und schon wieder halluzinieren sie Herr Faber. Wie kommen sie dazu, mir eine Parteizugehörigkeit anzudichten?

        An Tatsachen sind sie nicht interessiert. Sie sind skrupellos, wenn es ihr krudes Weltbild erfordert. Und damit beende ich die Kommunikation mit ihnen.

  4. “Die sogenannten „Gastarbeiter*innen“ leben hier in der dritten und vierten Generation. Es waren nie Gäste.”
    Man hat sie aber (liebevoll) so genannt, weil man davon ausging, dass sie irgendwann in ihre Heimat zurückkehren möchten. Immerhin kamen “rund 14 Millionen Arbeitsmigrantinnen und -migranten nach Deutschland, von denen 11 Millionen wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehrten”.

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/glossar-migration-integration/270369/gastarbeiter/

    Schlimm und ausgrenzend finde ich die Personenbezeichnung/-beschreibung “mit Migrationshintergrund”. Wie lange behält man eigentlich dieses Makel?

    Wenn nunmehr der Bezeichnung “Platz der Gastarbeiter” hier totdiskutiert wurde, wie wäre es, wenn man ihn nach dem/der “Gastarbeiter*in” benennt, der/die auf dem Zandersgelände als erstes bei der Arbeit ums Leben/zu Schaden kam bei seinem “Gastgeber”.

    1. @Ulla

      Ein wirklich spannender Vorschlag – denn das stellt die Menschen selbst in den Mittelpunkt, nicht einen Begriff, der sie auf ihre Arbeitskraft reduziert und ihre Erfahrungen mit Ausbeutung und Rassismus damit unsichtbar machen würde und in die Stadt unwiderruflich als Platznamen einbrennt. Da würde auch keine Erklärungstafel nutzen.

      Ein gutes Beispiel für einen anderen, reflektierten Umgang mit Erinnerungskultur ist die Gedenktafel am Ottoplatz in Köln-Deutz. Dort wird ganz bewusst andere vorgegangen und die Gedanktafel den „Einwanderern“ gewidmet – so steht es auch wörtlich auf dem Schild, was auf dem Foto im *Kölner Stadt-Anzeiger* deutlich zu erkennen war. Oben ist erst ein Foto, dann ein NAme zu sehen.. Entgegen anderslautender Aussagen aus dem Integrationsrat ist diese Differenzierung also keineswegs zufällig, sondern Ausdruck einer bewussten Entscheidung und nicht eine abstrakte Darstellung.

      Das Kölner Beispiel zeigt, wie man Klarheit schaffen kann – während in der aktuellen Debatte in Bergisch Gladbach leider vieles vermischt und beschönigt wird. Tatsächlich wird dahinter viele der Hintergründe unsichtbar, auch wenn es nicht die Intention der Antragsteller war.

      Im Kern sollte es immer um Menschen, ihre Lebensrealitäten und ihre Geschichten gehen – und nicht um Begriffe, die diese Erfahrungen vereinfachen oder verklären. Genau dieser ehrliche, differenzierte und auch historischer Blick fehlt bislang in der Diskussion – und wäre dringend notwendig.

      Wenn du magst, kann ich noch eine emotionalere oder eine sachlichere Variante formulieren.


      Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  5. Sind wir eigentlich in 2025 immer noch nicht über die Diskussion hinweg? Die sogenannten “Gastarbeiter*innen” leben hier in der dritten und vierten Generation. Es waren nie Gäste. Gäste lässt man nicht arbeiten. Gästen reicht man ein kühles Getränk und rollt ihnen den Teppich aus. Das Wort Gast wurde damals gewählt, um zu suggerieren, dass diese Menschen nicht dazugehören und es auch nie werden. Diese Menschen sollten hier “benutzt” werden und dann bitte wieder gehen. Sie hatten zu arbeiten, aber keine Ansprüche zu stellen. Es ist respektlos, ausgenzend und einfach menschlich daneben die ehemaligen Arbeitsmigrant*innen in 2025 noch als Gastarbeiter*innen zu bezeichnen. Es wurde damals versäumt diesen Menschen die Hand zu reichen und selbst nach so langer Zeit signalisiert dieser Begriff nur eines “ihr werdet niemals zu dieser Gesellschaft dazu gehören”. Und wenn die Intention hinter der Platz-Benennung Wertschätzung sein soll, dann kann ich nur sagen: das Gegenteil wird mit diesem Begriff kommuniziert. Wie eine Stadt so eine Entscheidung überhaupt treffen konnte, zeugt von der mangelnden Auseinandersetzung und der Ignoranz gegenüber der Lebensrealität dieser Menschen. Es wirkt wie eine leere Geste ohne echte Empathie. Haben wir drei, vier Generationen später etwa immer noch nicht verstanden, dass dieses Land die Heimat dieser vermeintlichen “Gäste” ist? Und haben wir denn immer noch nicht anerkannt, dass wir ihnen bis heute eine Chance schuldig sind, sich hier zuhause und zugehörig zu fühlen? Wenn überhaupt, dann ist es der “Platz unserer Einwander*innen.” Noch besser “Platz der Integration und Freundschaft”…. einem fallen viele bessere Namen ein.

    1. „Wie eine Stadt so eine Entscheidung überhaupt treffen konnte, zeugt von der mangelnden Auseinandersetzung und der Ignoranz gegenüber der Lebensrealität dieser Menschen.“

      Sie lesen aber auch nicht, bevor Sie kommentieren, oder? Die Stadt hat in der Sache keinerlei Entscheidung getroffen, und ob sie es jemals tut, steht in den Sternen. Der Integrationsrat hat diesen Vorschlag gemacht, die Stadt müsste sich überhaupt erst einmal damit befassen. So, und jetzt dürfen Sie sich über den Integrationsrat aufregen.

  6. „In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde (der Begriff Gastarbeiter) bewusst geprägt, um Migration als vorübergehendes Phänomen darzustellen – obwohl viele der damals angeworbenen Menschen dauerhaft in Deutschland blieben. Diese Realität und Hintergrund wird durch den Begriff bis heute verschleiert.“

    Verschleiert und ideologisiert wird hier in der Stellungnahme der LINKEN. Die damals Angeworbenen kamen zum größten Teil in der Absicht, sich hier das Startkapital für eine Existenz in ihrer Heimat zu schaffen. Die mir zur Verfügung stehenden Quellen bestätigen das, aber auch meine vielfältigen persönlichen Erfahrungen.

    Ich erinnere mich an meine allerersten Kontakte zur ersten Generation der italienischen Einwanderer, die sich ein Leben in Deutschland nicht vorstellen wollten und konnten. Und wer kennt nicht die (entsprechendes Alter vorausgesetzt) Heerscharen von Transits der Kölner Türkencommunity, die sich jeden Sommer auf den Weg machten, ihre zu Hause erworbenen oder errichteten Häuser mit Hausrat auszustatten. Den Begriff Gastarbeiter als sozusagen von oben verordnet darzustellen, ist eine Verschwörungstheorie, die wohl andeuten soll, dass „Remigration“ schon damals geplant war.

    Die LINKE beklagt, der Begriff Gastarbeiter reduziere „Menschen auf ihre ökonomische Funktion als Arbeitskräfte und erkennt sie nicht als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft an“.

    Gleichzeitig schlägt sie vor, den Platz „Platz der internationalen Arbeiter:innen“ oder „Platz der internationalen Arbeiter:innensolidarität“ zu nennen. Finde den Fehler!

    1. Herr Schneider kritisiert wiederholt Antifaschist:innen und DIE LINKE – statt sachlich über die Themen zu diskutieren. Statt Argumente zu liefern, greift er lieber an und führt seine persönlich motivierten Fehde weiter fort. Damit lenkt er von wichtigen Debatten ab, z. B. über Rassismus oder faire Erinnerung an die Vergangenheit.

      Seine Verteidigung des GA-Worts als legitimen Begriff ist problematisch. Das Wort ist nicht nur altmodisch, sondern verschweigt die Wahrheit: Die Politik holte damals Menschen aus dem Ausland, um sie als billige Arbeitskräfte auszubeuten. Auch wenn viele blieben, wurden sie weiter benachteiligt – z. B. durch Rassismus, schlechte Wohnviertel oder kein Wahlrecht. Den Menschen wurden drei Fragen gestellt: „Woher kommst Du? Wie lange bleibst du? Wann gehst du wieder?“

      Herr Schneider erzählt verklärt die die Geschichte so nostalgisch, als seien diese Menschen freiwillig gekommen und gegangen. Doch viele hatten keine Wahl und litten unter harten Bedingungen. Das Wort „Gastarbeiter“ macht sie zu Gästen, nicht zu Menschen mit Rechten. Ein besserer Begriff wäre „internationale Arbeiter:innensoliddarität“, der ihre Leistungen und Kämpfe würdigt. Statt dies anzuerkennen, nennt Herr Schneider das eine „Verschwörung“ – und setzt damit auf unbewiesene und unbelegte Tatsachenbehauptungen.

      Seine Sicht verdreht die Fakten: Ausbeutung wird normalisiert, echte Aufarbeitung lächerlich gemacht. So ignoriert er, was Forscher:innen und Betroffene seit Jahren sagen – und verletzt damit die Menschen, die damals für ihre Rechte kämpften. Wer wie er behauptet, alles sei „historisch richtig“, setzt sich der Kritik aus, dass es nicht um Rassismus gehen könnte – sondern darum diesen unsichtbar zu machen.

      1. Sehr geehrter Herr Faber,
        ich staune, was sie glauben in meinem kurzen Kommentar gefunden zu haben. Ich betrachte ihre Ausführungen nicht als Argument, eher als Selbstauskunft über ihre Phantasien.
        Und sie kommen wieder mit Rassismus. Sie wissen nicht, was Rassismus ist, sie verwenden diesen Begriff beliebig als Totschlagsargument. Die LINKE unterstellt dem Integrationsrat, einen rassistischen Beschluss gefasst zu haben. Das ist ungeheuerlich. Interessant ist allerdings, dass dort die Vertreterin der LINKEN durch ihr Abstimmungsverhalten einen einstimmigen “rassistischen” Beschluss ermöglicht hat. Nachträglich wurde dann daraus ein Wahlkampfthema für die LINKE. Allerdings mit heißer Nadel. Siehe die zwei letzten Absätze meines Kommentars, über die sie natürlich hinweggelesen haben, weil es so peinlich ist.
        Mit antifaschistischen Grüßen

      2. Herr Schneider

        Der einzige, der hier bislang jemandem etwas unterstellt hat, sind Sie – indem Sie behaupten, DIE LINKE kritisiere einen „rassistischen Beschluss“. Wenn Sie den betreffenden Text aufmerksam lesen würden, sähen Sie, dass DIE LINKE ausdrücklich nicht die Idee des Integrationsrat kritisiert, sondern sich ausschließlich auf das GA-Wort bezieht, das DIE LINKE als rassistisch einstuft. Im Gegenteil: Im Text wird betont, dass die Intention des Namensantrags grundsätzlich begrüßt wird. Genau deshalb haben sich wohl die Vertreter:innen von DIE LINKE enthalten, wie ich Herrn Santillan an anderer Stelle im Namen von DIE LINKE verstanden habe.

        Zum GA-Wort selbst: Während der Vorsitzende des Integrationsrats inzwischen einen Rückzug auf Raten vom ursprünglichen Namensvorschlag signalisiert, diesen sogar als Denkanstoß relativiert und herunterspielt (siehe Stadt-Anzeiger) und Gesprächsbereitschaft mit DIE LINKE zeigt, deren inhaltlichen Kritik ja sogar begrüßt, halten Sie Herr Schneider an einem aus der Sicht von vielen Migrant:innen ungeeigneten Begriff betonfest, verklären ihn verbrämt nostalgisch und verteidigen ihn weiterhin mit Händen und Füßen.

        Ich bleibe daher bei meiner Einschätzung: Ihr Verhalten wirkt eher wie eine persönliche und emotionale Auseinandersetzung mit DIE LINKE als eine sachliche und politische Auseinandersetzung mit dem Thema. Und ergänzend sei gesagt: Wer antifaschistische Grüße verteilt, sollte sich auch antifaschistisch verhalten – das erkennen ich in Ihrem Vorgehen jedoch nicht.

  7. So langsam wird es absurd, wie manche Oberlehrer einiger politischer Parteien uns das Sprechen und Schreiben neu beibringen wollen.
    Muss man sich nicht wundern wie gewisse Rechte Parteien dies ausnutzen und die Menschen mit Erfolg anders ansprechen.

    Und ja, mein Berufsleben in den 70ziger Jahren war geprägt von den portugiesischen, italienischen, griechischen und spanischen Gastarbeitern.
    Wir lernten als neugierige junge Leute die Mentalität und Menschen kennen. Für uns waren die Gastarbeiter das Tor zur weiten Welt.

    Nicht nur ich habe viele Freundschaften geschlossen und Einladungen bekommen, die Heimat der Gastarbeiter kennen zu lernen.
    Wir spielten zusammen Fußball und waren zusammen in Vereinen. Wir haben zusammen gekocht, gelacht und Spaß gehabt.

    Aus lieben Gästen wurden oft Einheimische und Freunde die unser Leben mit ihrer Kultur bereicherten und bunter machten.

    Noch heute kaufe ich mein Obst und Gemüse am liebsten beim Marokkaner dessen Eltern in den 70zigern meine Arbeitskollegen waren.

    Wir damals jungen Leute wären nie auf die Idee gekommen, dass der Begriff Gastarbeiter Ausgrenzung bedeutet.
    Für uns waren es Menschen die unser junges Leben bereichert haben und mit denen wir Freundschaften teilweise sogar Ehen schlossen.
    “Platz der internationalen Arbeiter:innensolidarität”
    Habt ihr eigentlich keine anderen Probleme

  8. Das N-Wort, das Z-Wort und der Begriff „Gastarbeiter“ (GA-Wort) haben eine zentrale Gemeinsamkeit: Sie spiegeln ausgrenzende gesellschaftliche Machtverhältnisse wider. In allen drei Fällen werden Menschen nicht als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt, sondern abgewertet, exotisiert oder als „Fremde“ markiert.

    Diese Begriffe sind Ausdruck einer Perspektive, die soziale Ungleichheit sprachlich festschreibt – ob bewusst oder unbewusst. Sprache prägt unser Denken und unser gesellschaftliches Zusammenleben. Deshalb ist ein sensibler und kritischer Umgang mit solchen Begriffen unerlässlich.

    Bezeichnungen, die diskriminierende ubd rassistische Sichtweisen transportieren, haben auf den Schildern unserer Straßen und Plätze oder als Namen von Denkmälern keinen Platz.

    1. Ich stelle mir gerade vor, der Integrationsrat hätte Platznamen wie: „Platz der N-Wort“ oder „Platz der Z-Wort“ mit Gendersternchen vorgeschlagen, um ihre kulturelle Bedeutung zu würdigen und wie Kölner Stadtanzeiger und das Bürgerportal darüber berichtet hätten …

  9. Ob der Begriff tatsächlich eine “rassistische Abwertung” bedeutet(e), kann ich nicht beurteilen. Unbestritten war damit jedoch die Vorstellung verbunden, dass Menschen nur vorübergehend als ‘Gäste’ hier wohnen – und wieder verschwinden, sobald sie das Rentenalter erreichen oder ihre Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird. Der Namensvorschlag scheint mir daher sehr unglücklich gewählt.

    Alternativvorschlag: “Platz mit Migrationshintergrund”
    Der Name würde sicher nicht Allen gefallen und immer wieder für Diskussionen sorgen.
    Gut so – denn genau so geht Erinnerung!

    1. „Platz mit Migrationshintergrund“ – Von wo ist denn der Platz zugewandert? AUA!

    2. Lieber @U. Kleinert,

      um die Herkunft und Bedeutung des Begriffs „Gastarbeiter“ besser zu verstehen, braucht es keine umfangreiche Fachliteratur. Ein kurzer Blick in den Wikipedia-Artikel zum Thema hätte völlig ausgereicht.

      Diese einfache Recherche wäre sicherlich auch all jenen zu empfehlen gewesen, die – offenbar ohne jedes historische Feingefühl – diesen unsäglichen Vorschlag für einen Platznamen in die Welt gesetzt haben und darüber in den Medien unbedarft berichtet haben. Ein Mindestmaß an Reflexion hätte hier viel Schaden und heftigen Glaubwürdigkeitsverlust verhindern können.

      Dein Namensvorschlag für einen „Platz mit Migrationshintergrund“ ist vielleicht gut gemeint, verfehlt aber die eigentliche Intention. Statt die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, um die es gehen sollte, wird ein abstraktes Merkmal betont – eines, das in der Realität oft zur Ausgrenzung führt, nicht zur Anerkennung.

      Gerade das zeigt: Schnellschüsse helfen in dieser Frage nicht weiter. Was es braucht, ist eine ernsthafte gesellschaftliche Debatte – eine, die wirklich dazu beiträgt, Rassismus zu überwinden, statt ihn durch Begriffe und symbolische Gesten ungewollt zu verfestigen oder zu reproduzieren und auf Straße und Plätzen in dieser Stadt einzuschreiben.


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      1. Die erwartbare (und z.T. berechtigte) Kritik am Namensvorschlag zeigt, dass dieser geeignet ist, kontroverse Debatten im Sinne einer kontinuierlichen Erinnerungsarbeit auszulösen. Genau das ist die Intention. :-)

      2. Lieber @U.Kleinert,

        so sehr ich Deinen Wunsch nach einer positiven Interpretation teilen möchte, fällt es mir schwer, die von Dir vermutete Intention im Antrag klar zu erkennen. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. In Punkt 1 des vorliegenden Antrags für eine Namengebung wird eben nicht nur “angeregt”, über eine mögliche Benennung nachzudenken – es wird ein ganz konkreter Namensvorschlag gemacht, die der Stadtrat so beschliessen soll: „Platz der Gastarbeiter:innen“. Das ist in einen formelle Antrag an den Stadtrat so formuliert, keine bloße Anregung für eine “kontroverse Debatte”. Dies als bloßen Denkimpuls zu interpretieren, greift daher aus meiner Sicht zu kurz und entspricht den nicht den Fakten bei der Entstehung des Antrags.

        Wenn es tatsächlich nur als Anstoß gemeint war, wäre es jetzt konsequent, den Antrag zurückzuziehen oder zumindest entsprechend zu überarbeiten. Andernfalls müsste der Stadtrat über eine missverständliche oder unglücklich formulierte Vorlage entscheiden, die angeblich nicht so gemeint war, aber so geschrieben wurde. Es bleibt eine unbeabsichtigte Verletzung (aber eine Verletzung) und eine gewisse Provokation, die aber noch ins Positive gewendet werden könnte.

        Um die Diskussion auf eine sachliche Grundlage mit Belegen zu stellen, hier der direkte Link zum öffentlich einsehbaren Dokument im Ratsinformationssystem.
        https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=34575
        Deutlicher kann einen Antrag kaum formuliert sein, wenn eine bestimmter Name gefordert wird – es lohnt sich, das im Original nachzulesen.

        Ich sehe es als einen Erfolg der kritischen Begleitung von Die Linke an, dass der Vorsitzende des Integrationsrats inzwischen Gesprächsbereitschaft signalisiert hat und eine gewisse Distanz zum ursprünglichen Namensvorschlag erkennen lässt. Er spricht nun auch von einer notwendig Diskussion, der er vorher ausgewichen ist. Tatsächlich wurde es viel zu wenig diskutiert, sondern wegen nicht vorhanden angeblichen Zeitdruck durchgestimmt.

        Viele Menschen mit internationaler Geschichte empfinden diesen Begriff als unglücklich gewählt oder sogar verletzend – und lehnen ihn deshalb in aller Deutlichkeit ab. Es besteht darüber eindeutig kein Einvernehmen oder auch keine Einigkeit, wie manche versucht herbeizudichten.

        Der Begriff “Gastarbeiter” spaltet und darf kein Platzname in Bergisch Gladbach werden, Da hilft euch keine erläuternde Tafel, die weder auf Stadtplänen, in Google-Maps oder auf den Visitenkarten der Anwohner:innen und anliegenden Firmen auftauchen wird und einen sehr fragwürdigen Begriff in die Stadt einbrennen würde. Ich befürchte, dass diese Tafel am Ende nur ein peinlichen Feigenplatt sein könnte, so wie das Schild am “Hindenburgplatz” in Bensberg. (Siehe Foto im Bürgerportal hier: https://in-gl.de/wp-content/uploads/2020/07/2-Hindenburgplatz.jpg
        Das wäre ein deutlicher Rückschlag für die Bestrebung für mehr Demokratie & Vielfalt und eine Erinnerungskultur in unserer Stadt, die sich mit der eigenen Geschichte aktiv und kritisch auseinandersetzt.

        Dein Anliegen, mit “kontroversen Debatten eine lebendige und kontinuierliche Erinnerungsarbeit zu fördern”, unterstütze ich ausdrücklich. Genau das wäre auch früher schon möglich gewesen – vorausgesetzt, die Antragsteller:innen wären mit etwas mehr Feingefühl und Transparenz an die Sache herangegangen, um ihre gut gemeinden Idee auf breite Füße zu stellen. Das war aber leider nicht die Intention des Antrags, auch wenn das nun vorgeschoben wird, um einen Ausweg aus der Kontroverse zu finden.

        Diese Auslegung sollten wir aber nun anerkennen und Die Linke ist jedenfalls bereit, konstruktiv an einer Lösung und einem guten Namen mitzuwirken: an einem neuen Namen, der niemanden ausschließt, der sensibel formuliert ist und der breiten Rückhalt in der Stadtgesellschaft finden kann.


        Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

  10. Wer im Begriff “Gastarbeiter” bereits einen Rechtsruck sieht, scheint gegenüber den Verhältnissen in den 50er und 60er Jahren verblindet. Damals war es eine win/win Situation. Hunderttausende Deutsche Männer kamen nicht uas dem Krig zurück und fehlten als Arbeitskräfte. Die ins Land gebetenen Menschen aus Ländern hinter nahen Grenzen gelegen sahen die Möglichkeit, hier den Unterhalt für ihre Familien zu verdienen, was sie zuhause nicht vermochten. Diese Menschen wurde ja nicht durch Drohungen oder mit Gewalt nach Deutschland gezwungen.

    Warum wird nicht auch für ein Denkmal für die sogenannten “Trümmerfrauen” – sicher wieder ein toxischer Begriff – geworben, die fast ohne Männer die Trümmer des Krieges wegräumten. Ohne Lohn?

    Mir scheint, dass bestimmte Gruppen geradezu süchtig danach sind, immer neue Möglichkeiten zu finden, andere Menschen zu bedauern. Da wird diese menschliche Ader zum Selbstzweck und damit verwässert.

    1. @Rolf Havermann

      Sie vergleichen Äpfel mit Birnen – und übersehen dabei, dass die eine Frucht vergiftet ist. Der Begriff „Gastarbeiter“ trägt für sehr viele Menschen (wenn auch offenbar nicht für alle) eine eindeutig rassistische und negative Konnotation. „Trümmerfrauen“ hingegen sind im kollektiven Gedächtnis positiv besetzt – Heldinnen des Wiederaufbaus, wie man so schön sagt. Ich bin mir sicher, mit ihrem Vorschlag würden Sie auf breiten stadtgesellschaftlichen Konsens stoßen – zumindest überall dort, wo diese Begriffe nicht wie von ihnen wahllos durcheinandergerührt würde. Ihre Vermischung bleibt daher, höflich gesagt, rätselhaft.


      Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

      1. Wenn der Begriff eine „eindeutig rassistische und negative Konnotation“ trägt, warum kommt dann der Vorschlag aus dem Integrationsrat und damit aus der Mitte dieser Menschengruppe?

      2. @Drucker

        Das ist eine sehr berechtigte Frage. Aber tatsächlich sollten Sie sie denjenigen stellen, die diesen Vorschlag eingebracht haben. Offenbar empfinden diese den Begriff „Gastarbeiter“ nicht als rassistisch – oder sie legen den Begriff Rassismus schlicht anders aus. Ich möchte das nicht weiter bewerten, denn ich will diesen Personen ausdrücklich nicht vorwerfen, sie seien Rassist:innen, da nur der Begriff rassistisch ist und nicht sie als Menschen.

        Ich orientiere mich bei der Definition von Rassismus an den Vereinten Nationen und der “International Convention on the Elimination of All Forms of Racial Discrimination (ICERD)”. Dort heißt es in Artikel 1:
        „Rassendiskriminierung“ bezeichnet jede Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung aufgrund der Rasse, Hautfarbe, Abstammung, nationalen oder ethnischen Herkunft, die zum Ziel oder zur Folge hat, die Anerkennung, den Genuss oder die Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten \[…] zu beeinträchtigen oder zu vereiteln.”

        Gemessen an dieser Definition erfüllt der Begriff „Gastarbeiter” zahlreiche Merkmale rassistischer Zuschreibungen. Schon “Gast” reicht aus, um zu belegen, was damit beabsichtigt war und ist

        Auch die Verwendung andere Definitionen und Variationen führt zum gleichen Ergebnis und verdichtet das Bild.

        Es gibt gute Gründe dafür, dass dieser Begriff in der Fachliteratur heute kritisch bis eindeutig ablehnend betrachtet wird – und entsprechend konsequent dort nur noch in Anführungszeichen oder im historischen Kontext Verwendung findet.

        Was hier aber zusätzlich ins Gewicht fällt: Es geht nicht nur um theoretische Definitionen, sondern um ganz reale Gefühle und Erfahrungen. Ich persönlich empfinde sowohl den Begriff als auch den Vorschlag als verletzend. Das mag zunächst subjektiv erscheinen – wäre da nicht die Tatsache, dass sehr viele Menschen in unserer Stadt diesen Vorschlag ebenfalls als völlig „daneben“ und in Teilen als persönlichen Angriff empfinden.

        Wenn ein Vorschlag bereits in der Diskussion zu so viel Ausgrenzung, Ablehnung und Verletzung führt – und zwar genau bei den Menschen, die damit angesprochen werden sollen –, dann sollte das ein mehr als deutliches Signal sein. Mindestens reicht das aus, um diesen Vorschlag als das zu behandeln, was er ist: spalterisch, unüberlegt und ungeeignet – und damit ein klarer Fall für den Giftschrank, nicht für den Stadtrat.


        Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

      3. Ist es nicht ein eherner Grundsatz aller Identitätsideologien, dass die Wertung von Begrifflichkeiten allein der Gruppe Betroffener zusteht? Und dass diese Gruppen allein die Definitionshoheit innehaben? Wenn Sie schon mit definitionsunscharfem Kampfvokabular um sich werfen, dann sollten Sie doch zumindest die allgemeinen Spielregeln des Wokismus beherzigen.

        Oder geht es Ihnen nur darum, in einem Akt der bevormundenden Aneignung politisch von einem herbeigeredeten Skandal zu profitieren?

      4. @Drucker

        Im Zusammenhang mit Identitätspolitik stellen sie eine spannende Frage zur Definitionsmacht. Als selbst Betroffener würde ich mir nicht anmaßen, eine allgemeingültige Definition etwa von Rassismus festzulegen. Vielmehr spreche ich aus der Perspektive persönlicher Erfahrungen – Erfahrungen mit Rassismus und den damit verbundenen Verletzungen, bis heute!

        Diese persönlichen Erlebnisse setze ich in Beziehung zu wissenschaftlichen und anerkannten Definitionen und internationalen Beschlüssen, etwa jenen der Vereinten Nationen. Dabei zeigen sich beim Begriff “Gastarbeiter” bemerkenswerte Übereinstimmungen. Es geht also nicht nur um subjektive Deutungshoheit, sondern auch um das Zusammenspiel individueller Erfahrung und kollektiver Erkenntnis.

        Intersektionalität wird häufig sehr weit und uneinheitlich verwendet. Die daraus resultierenden Analysen können zwar interessante Einsichten liefern, sollten aber auch kritisch hinterfragt werden. Statt solidarische Kämpfe zu bündeln, führt der intersektionale Ansatz oft zur Aufspaltung politischer Bewegungen in immer kleinere Gruppen – „Minderheiten innerhalb von Minderheiten“. Dadurch wird der Blick auf gemeinsame Interessen geschwächt, und strukturelle Probleme geraten aus dem Fokus, weil sie auf individuelle Erfahrungsberichte reduziert werden.

        Ein weiterer Kritikpunkt ist die unzureichende Berücksichtigung von Klassenverhältnissen. Diese werden meist nur als eine Diskriminierungsform unter vielen behandelt, wodurch die ökonomischen Grundlagen gesellschaftlicher Ungleichheit in den Hintergrund treten. Im ungünstigsten Fall kann das sogar dazu führen, dass verschiedene Formen von Diskriminierung gegeneinander ausgespielt werden – was politische Handlungsfähigkeit eher lähmt als fördert.

        Verstehen Sie mich nicht falsch: Der intersektionale Blickwinkel kann wertvoll sein. Aber „Wokismus“ – verstanden als ein oft moralisierender und identitätsfixierter Diskurs – ist nur eine Perspektive unter vielen. Für eine wirksame und gerechte Gesellschaftsanalyse genügt mir das nicht.

        Von einem „Skandal“ war nie die Rede, und es wird auch niemand persönlich angeklagt. Vielmehr geht es um eine sachliche, dezidierte Kritik und einen inhaltlichen Diskurs. Im Zentrum steht der Widerstand gegen die Verharmlosung rassistischer Begriffe und Worte – auf Grundlage soziologischer und historischer Erkenntnisse, die in der Fachliteratur belegt und nachvollziehbar sind, bislang jedoch kaum Beachtung fanden.


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      5. @Drucker

        Ihre Frage zur “Definitionsmacht” in der Identitätsdebatte ist wichtig. Als jemand, der selbst Diskriminierung fast täglich erlebt: Ich würde nie behaupten, für alle festlegen zu können, was genau Rassismus ist. Ich erzähle einfach, was ich erfahren habe – wie Rassismus mich verletzt hat, bis heute.

        Meine persönlichen Erlebnisse vergleiche ich mit Forschungsergebnissen und internationalen Regeln und Defintionen (z. B. von der UNO). Dabei passt vieles zusammen – etwa sehr genau beim Begriff “Gastarbeiter”. Mir geht es nicht darum, wer “Recht hat”, sondern wie eigene Erfahrungen und gemeinsames Wissen sich ergänzen.

        Zum Thema Intersektionalität:
        Dieses Konzept wird sehr unterschiedlich genutzt. Es kann nützlich sein, aber man sollte es auch hinterfragen. Ich beobachte: Oft teilt es Gruppen in immer kleinere Teile (“Minderheiten in Minderheiten”). Dadurch gehen gemeinsame Ziele verloren, und große Probleme werden nur noch als Einzelschicksale gesehen.

        Ein weiteres Problem:
        Die Bedeutung von Armut und Reichtum wird oft unterschätzt. Wenn wir finanzielle Ungleichheit nur als eine von vielen Diskriminierungsformen behandeln, übersehen wir ihre tiefen Ursachen. Schlimmstenfalls werden dann verschiedene Benachteiligungen gegeneinander ausgespielt – das schwächt unseren Kampf für Gerechtigkeit.

        Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Intersektionale Sichtweisen sind wertvoll! Aber “Wokismus” – also Diskussionen, bei denen die eigene Identität ganz im Mittelpunkt steht – ist nur ein Werkzeug von vielen. Für eine gute Gesellschaftsanalyse brauchen wir mehr.

        Es geht hier nicht um “Skandale” oder persönliche Angriffe. Mein Ziel ist eine sachliche Diskussion. Forschung zum Begriff „Gastarbeiter“ zeigt klar: Wir müssen aufhören, rassistische Begriffe zu verharmlosen – damit unsere Sprache respektvoll bleibt.


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  11. Als ich letzte Woche lesen musste, was im „Integrationsrat“ beschlossen werden soll – jenem Gremium, das mich als Migrant*in eigentlich vertreten soll –, lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken.

    Wenn der Rechtsruck schon in jene Räume vordringt, die für Teilhabe, Integration und Vielfalt stehen sollen – was kommt als Nächstes?

    Danke an Die Linke in Bergisch Gladbach, dass sie in dieser Zeit nicht schweigt. Danke, dass diese beiden Frauen so klar und konsequent gegen Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung stehen – und für Demokratie, Menschenrechte und eine solidarische Gesellschaft.

    1. @Ayse Aksoy

      Wirklich bitter – um nicht zu sagen: ein Hohn – ist, dass dieser für viele Menschen zutiefst verletzende Vorschlag ausgerechnet aus den Reihen des Integrationsrats vorgeschlagen wurde. Jenem Gremium also, das eigentlich für Teilhabe, Sensibilität und Integration stehen sollte. Stattdessen hat sich eine Mehrheit entschlossen, formulierte Kritik geflissentlich zu ignoriere, auszugrenzen und den Beschluss trotz bekannter Widersprüche und Herkunft des Begriffs durchzusetzen. Integrationsförderung à la „Tür zu, wir diskutieren und beschließen ohne euch“? Eigentlich sollten Namen von Plätzen die Menschen verbinden und von der Stadtgesellschaft breit getragen werden. Ein “Platz der Gastarbeiter*innen” kann das nicht leisten.


      Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.

    2. @Ayse Aksoy

      Es ist schwer nachvollziehbar, dass ein Vorschlag, der von vielen Menschen als verletzend empfunden wird, ausgerechnet aus dem Integrationsrat kam – einem Gremium, das für Teilhabe, Sensibilität und gegenseitiges Verständnis stehen sollte.

      Statt auf die geäußerte Kritik einzugehen, wurde der Vorschlag mehrheitlich beschlossen – trotz der bekannten Problematik des Begriffs und seiner historischen Bedeutung. Das hinterlässt bei vielen Beteiligten den Eindruck, dass ihre internationalen Perspektiven nicht gehört oder ernst genommen wurden.

      Gerade bei der Benennung öffentlicher Orte sollte es darum gehen, Menschen zu verbinden und Namen zu finden, die gemeinsam getragen werden können. Der Begriff „Platz der Gastarbeiter*innen“ wird diesem Anspruch umfassend und eindeutig nicht gerecht – im Gegenteil, er spaltet und schließt aus, anstatt zu integrieren.

      — Um dem „Disclaimer“ der Redaktion zuvorzukommen, stelle ich fest, dass auch dieser Kommentar eine rein private und menschliche (ohne KI geschriebene) Meinungsäußerung und keine Pressemitteilung einer Partei ist. Über meine aktive Rolle bei der Partei Die Linke in der Region können sie sich durch Klick auf den Namen über den Kommentar umfassend inkl. Ämter, Mandate, politischen Lebenslauf und Daten informieren.