Fotos: Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.

Seit Oktober 2023 erinnert der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft 
Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V. jede Woche mit seiner Mahnwache an die aus Israel verschleppten Geiseln. In dieser Woche war die Aktivistin, Politikerin und Juristin Karoline Preisler zu Gast.


Wir veröffentlichen einen Beitrag des Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft 
Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.

Am Dienstag fand in Bergisch Gladbach die 79. Mahnwache des Ganey Tikva Vereins statt. Seit dem 7. Oktober 2023 erinnern Mitglieder, Unterstützer und Freunde des Vereins jeden Dienstag an die Geiseln, die an diesem Tag aus Israel in den Gazastreifen verschleppt wurden.

Karoline Preisler, Petra Hemming

Die 79. Mahnwache war in besonderer Weise geprägt durch die Teilnahme der Berliner Aktivistin, Politikerin und Juristin Karoline Preisler. Gemeinsam mit Petra Hemming, der Vorsitzenden des Vereins, moderierte sie die Veranstaltung auf dem Trotzenburgplatz.

Im Anschluss zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mahnwache zum Konrad-Adenauer-Platz vor das Rathaus. Dort hielt Karoline Preisler im voll besetzten Großen Saal einen eindrucksvollen Vortrag zum Thema „Demokratie aushalten? Demokratie verteidigen!“. Über 80 Gäste verfolgten über eine Stunde lang aufmerksam ihre Ausführungen.

Preisler gewährte persönliche Einblicke in ihr politisches Engagement, ihre Werte und ihren unermüdlichen Einsatz für die Demokratie. Offen sprach sie darüber, wie sie mit öffentlichen Anfeindungen, Bedrohungen und körperlichen Angriffen umgeht – und woher sie die Kraft und Entschlossenheit nimmt, dennoch weiterzumachen.

„Demokratie hat Mut verdient“, so ihr eindringlicher Appell. Das Schild mit der Aufschrift „Believe Israeli Women“ und ein Strauß Sonnenblumen begleiten Karoline Preisler bei ihren öffentlichen Auftritten, so auch in Bergisch Gladbach. Beides ist zu einem Symbol ihres Engagements geworden.

Die Veranstaltung war ein starkes Zeichen für Solidarität, Zivilcourage und demokratische Werte – und ein Höhepunkt in der Reihe der Mahnwachen des Ganey Tikva Vereins.

Am Ende der Veranstaltung wurden Spendendosen für den Kibbuz Nir Oz aufgestellt, die Gelder gehen ohne Umwege an die Waisenkinder des Kibbuz und für Projekte des Wiedeaufbaus.

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  1. Ich möchte dem Wesen und dem Zweck von Mahnwachen näher kommen. Auf meine zu einem anderen Artikel geäußerten diesbezüglichen Fragen habe ich leider keine Antworten erhalten und versuche es daher hier erneut.

    Auf den Transparenten lese ich unter anderem: “Bring them home now”. An wen richtet sich diese Forderung? Mutmaßlich an Entscheidungsträger in Israel bzw. Gaza, denn wer sonst könnte dies bewirken? Auf welche Weise erfahren diese Entscheidungsträger von Ihrer konkreten Forderung?
    Oder wird die Forderung durch Sie lediglich in Bergisch Gladbach vorgebracht, ohne die richtigen Adressaten zu erreichen?

    Wen und zu welchem Zweck “erinnert der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V. jede Woche mit seiner Mahnwache an die aus Israel verschleppten Geiseln”? Was kann damit tatsächlich bewirkt werden?

    Nur zur Klarstellung: Es geht mir nicht darum, irgendein Verhalten zu kritisieren. Ich möchte lediglich nachvollziehen können, weshalb Menschen an Mahnwachen teilnehmen und was sich dadurch ändert – vielleicht auch, damit ich mein eigenes Verhalten entsprechend anpassen kann.

    1. Stellen Sie diese Frage auch an die Arbeiter von Ford oder die Stahlwerker in Duisburg?
      Ernsthaft?

      1. Ja, ernsthaft.
        Es interessiert mich, was Menschen in meiner Stadt tun, was sie antreibt und was sie erreichen möchten.

      2. Naja, ein Großteil der Arbeiter hat ihr Schicksal in den letzten Jahren an der Urne selbst gewählt. Und die Gewerkschaften waren ganz vorne mit dabei. Ist nicht wirklich vergleichbar.

    2. Die Mahnwache ist bereits erfolgreich, wenn dadurch auch nur ein paar Bürger wieder an das aktuelle Leid erinnert werden.
      Vieles hört man dazu bei all den anderen Krisen aktuell ja leider nicht mehr.

    3. 1. Ziel: Befreuung der Geiseln. Darunter waren auch Kinder und Babys, so wurden inzwischen bekannterweise die Mutter Kind und Baby der Bibas Familie zu Tode gewürgt.
      Noch gibt es rund 50 Geiseln bei Palästinensen in Gaza, 20 noch am Leben?
      2. Angesprochen werden nicht nur die israelische Regierung und die Entführer, die damit den Krieg ausgelöst und nun verlängern, sondern auch die Deutsche Regierung.
      Viele der Entführten sind deutsche Bürger.
      Was diesbezüglich erfolgte bzw. eher nicht erfolgte ist recht enttäuschend.
      Ich hoffe damit die Frage beantwortet zu haben?