Die Schulen - wie hier die IGP - bieten oft viel Raum für Sport und Begegnung. Foto: Redaktion

Bergisch Gladbach fehlt es an Orten, an denen in der Freizeit Sport getrieben werden kann und an Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN möchten Orte für Bewegung mehr fördern und bestehende Orte öffnen, damit in jedem Viertel niedrigschwellige Freizeitmöglichkeiten bestehen. Dazu haben sie in ihrem Wahlprogramm konkrete Ideen vorgestellt.

Wir veröffentlichen einen Beitrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Zu den Kernforderungen der GRÜNEN zählt die Öffnung von Schulhöfen außerhalb der Unterrichtszeiten für Sport- und Freizeitaktivitäten. „Wir wollen prüfen lassen, welche Schulhöfe für eine Öffnung geeignet sind, um zusätzliche Spiel- und Sportmöglichkeiten in den Quartieren zu schaffen. So nutzen wir vorhandene Orte, anstatt neue bauen zu müssen“, erklärt David Kirch, Co-Spitzenkandidat der GRÜNEN.

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Das am 20. August eröffnete Schwimmbad am Mohnweg in Refrath, das auch Schulen und Vereinen zur Verfügung steht, wird von den GRÜNEN als richtungsweisend für die künftige Stadtentwicklung angesehen. „Das Mohnwegbad ist ein Leuchtturm, der zeigt, wohin die Reise gehen muss: zu mehr Sport- und Bewegungsmöglichkeiten in Bergisch Gladbach“, so Rainer Dettmar, Mitglied im Sportausschuss für die GRÜNEN und Stadtratskandidat in Refrath-Nord. „Jedes Kind und jeder Erwachsene in Bergisch Gladbach soll die Möglichkeit haben, schwimmen zu lernen!“ Tragische Unglücksfälle in letzter Zeit haben gezeigt, wie wichtig das ist.

Die GRÜNEN betonen die gesellschaftliche Bedeutung der 70 Sportvereine mit ihren 24.000 Mitgliedern in Bergisch Gladbach: „Unsere Vereine sind nicht nur Orte körperlicher Aktivität und des Wettkampfs, sondern auch der Teilhabe und Gemeinschaft. Der städtische ‚Pakt für den Sport’ muss deshalb weiterentwickelt werden, um Sport allen zugänglich zu machen – nachhaltig, inklusiv und zukunftsorientiert”, fordert Dettmar. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband, der seit einem Jahr Beratungsrecht im Sportausschuss genießt, solle dafür weiter gestärkt werden.

Weitere Forderungen der GRÜNEN sind:

  • Bessere Verzahnung von Schule, Sport- und Freizeiteinrichtungen: Besonders die Ganztagsbetreuung benötigt mehr Sportangebote für Kinder und Jugendliche.
  • Zügiger Baubeginn des Skateparks und des Multicourts an der Saaler Mühle.
  • Ausbau niedrigschwelliger Bewegungsräume in den Stadtteilen: Nach dem Mehrgenerationenpark in Refrath, dem Skatepark und dem Ausbau der Sportanlage in Katterbach sollen weitere Bewegungsorte geschaffen werden – auch und gerade im künftigen Herzen unserer Stadt: auf Zanders.
  • Gezielte Sanierung von Spielplätzen mit Blick auf naturnahe Bewegungsmöglichkeiten und Barrierefreiheit. Eltern und Kinder sollten grundsätzlich in jede Spielplatz-Planung einbezogen werden.
  • Instandsetzung und bessere Pflege vorhandener Bolzplätze sowie deren Erweiterung für weitere Sportarten wie Basketball, Tischtennis oder Tennis.

Dettmars Ziel für die kommenden fünf Jahre: „Wir wollen Bergisch Gladbach zu einer Stadt machen, in der Bewegung und Begegnung im öffentlichen Raum für alle Generationen selbstverständlich sind.“

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  1. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Es wäre schön, wenn man die Sportflächen am Schulzentrum Saaler Mühle nach dem Abbau der Container der GGS Bensberg wieder öffnen könnte. Das restliche Schulgelände bietet wenig Anreiz, aber gerade der Bolz- bzw. Gummiplatz sollte wieder allen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden. Der Basketballplatz weiter unterhalb soll ja bald einem neuen Schulgelände weichen, nicht schön, aber offenbar nicht anders lösbar. Im Zuge dessen wäre es schön, wenn man die Zaunlandschaft so umgestalten könnte, dass es einen Zugang zum Bolzplatz gibt, auch wenn man den Rest des Geländes einzäunt lassen möchte.

    Auch wenn es den Skatepark irgendwann tatsächlich mal geben sollte, so fehlt dann immer noch ein Bolzplatz für größere Gruppen, denn der geplante Multicourt auf am Skatepark wird deutlich kleiner und auch noch mit den Basketballspielern geteilt.

  2. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wenn über Projekte (siehe Zirkusprojekt an der Krea) berichtet wird oder wie hier Ideen vorgestellt werden, um mehr Plätze für Kinder und Jugendliche zu öffnen, als erstes über Müll, Säuberung, Lärm, vorgeschobener Naturschutz usw. diskutiert wird. Kinder und Jugendliche als Störenfriede!?!?
    Wenn wir ihnen keine Plätze anbieten, dann dürfen wir uns auch nicht wundern und schon gar nicht darüber aufregen, dass sie sich welche suchen und dann sind das dann halt Haltestellen, Parkhäuser, Einkaufszentren und der Vorplatz zu Kirchen und städtischen Einrichtungen.
    Übrigens: Es gibt schon Schulhöfe die auch ausserhalb der Schulzeiten offen stehen und da wurde noch nie von einem überbordenden Müllproblem berichtet.

    1. Sehr geehrter Herr Talmon,
      ich bin ganz bei Ihnen, dass wir Angebote für Kinder und Jugendliche machen müssen und auch entsprechende Räume schaffen müssen.
      Leider kenne ich aber auch die andere Seite als Stellvertretender Schulleiter des NCG. Wir hatten in den vergangenen Jahren leider sehr häufig damit zu kämpfen, dass auf unserem Schulhof in den Abend- und Nachtstunden Alkohol und Drogen konsumiert wurden oder dass unsere Gebäude durch Graffiti verunstaltet wurden.
      Es kam nicht selten vor, dass unsere Hausmeister am Montagmorgen erst einmal eine Stunde damit zubringen mussten, Flaschen (intakte, aber häufig auch in großen Mengen zerschlagene) aufsammeln mussten. Und ja, nicht immer waren es Jugendliche, die sie abends auf dem Gelände angetroffen haben, sondern auch Erwachsene, die lärmten und tranken.
      Das hat dazu geführt, dass wir uns als Schulgemeinde gewünscht haben, dass im Rahmen der Sanierung unserer Schule das Gelände umzäunt und abends verschlossen wird.
      Faktisch sind die Probleme deutlich zurückgegangen, seit während der Sanierung das Gelände wegen der umfangreichen Baumaßnahmen komplett mit Bauzäunen umgeben ist.
      Es ist sicherlich traurig, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muss. Aber eine andere Lösung gibt es vermutlich bezogen auf unsere Schule nicht.
      Herzliche Grüße
      Jörg Schmitter

      1. Eine Öffnung der Schulhöfe über 24 Stunden täglich ist sicher nicht zielführend, und eine Schließung am Abend ist vollkommen nachvollziehbar.

        Wenn ich den Text oben richtig verstehe, wird die generelle Öffnung rund um die Uhr aber auch nicht gefordert, sondern es soll geprüft werden, welche Schulhöfe für die Öffnung geeignet sind (und dabei naturgemäß auch, wie lange, denn eine nächtliche oder spätabendliche Öffnung würde zum geschilderten Zweck wenig beitragen). Die Schulleitungen wären meiner Ansicht nach an entsprechenden Beschlüssen im Vorfeld sinnvollerweise zu beteiligen.

      2. Hallo Herr Schmitter,

        ich bin der Meinung, dass man sich genau anschauen sollte, woher die Probleme kommen. Sie schreiben ja auch von teilweise Erwachsenen die die Probleme verursachen.
        Es gibt ja auch Städte die diese Öffnung durchgeführt haben (Essen, Leipzig, Pinneberg usw.). Dresden als deutlich größere Stadt im Vergleich zu Bergisch Gladbach hat da sogar eine positive Bilanz gezogen: https://www.tag24.de/dresden/lokales/pilotprojekt-dresdner-schulhoefe-sollen-auch-am-wochenende-oeffnen-3312096?
        Die Schulhöfe müssen ja auch nicht die komplette Nacht offen stehen und wenn man bei der Planung von Sanierung und Neubau diese Nutzung direkt mitbedenken würde, könnte man auch nur Teilbereiche mit Bewegungsangeboten offen halten.

  3. Schulhöfe öffnen? Und wer säubert die abends? Die Grünen? Niederschwellige Bewegungsräume? Sind Wohnungen, wenn dann Flächen zur Verfügung stehen, nicht wichtiger? Naturnahe Bewegungsmöglichkeiten? Sollen unsere Wälder noch mehr vermüllt werden? Erweiterung der Bolzplätze? Für 5/6 weitere Sportarten, um weiteren Bewuchs gr0ßflächig abzuholzen?

    1. Prima, dass Sie auch dieser Bürgerportal-Diskussion bereichern, Herr Havermann. Und das mit so interessanten Assoziationen: Sport- und Bewegung = Müll und Abholzung – da muss man erst mal drauf kommen. Nein, ich kann Sie beruhigen: Wenn es Ihnen wirklich gegen Vermüllung und für den Erhalt von Grünflächen geht, sind wir Grünen nach wie vor auf Ihrer Seite.