Vertreter:innen von SPD und Grünen applaudieren Marcel Kreutz. Foto: Thomas Merkenich

Die Wahl von Marcel Kreutz zum Bürgermeister war zwar knapp, wird von SPD und Grünen aber dennoch als klares Mandat gewertet, „die gute Arbeit der vergangenen Jahre fortzuführen“. Das könne nur zusammen mit der CDU gelingen. Kreutz setzt nun auf „gute Gespräche mit den demokratischen Parteien“.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung von Grünen und SPD

Mit 50,4 % der Stimmen ist Marcel Kreutz zum Bürgermeister von Bergisch Gladbach gewählt! BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD sehen dies als klares Mandat, die gute Arbeit der vergangenen Jahre fortzuführen.

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„Vielen Dank an alle Wählerinnen und Wähler für das große Vertrauen! Das Wahlergebnis zeigt: Die Menschen in Bergisch Gladbach wünschen sich weiter Fortschritt, sei es für gute Schulen, sicheren Verkehr oder gute Kinderbetreuung. Als Bürgermeister werde ich alles geben, diese wichtigen Themen zur Umsetzung zu bringen. Dabei setze ich auf gute Gespräche mit den demokratischen Parteien, um zu einer guten Umsetzung zu kommen”, erklärt der frisch gewählte Marcel Kreutz.

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Joshua Vossebrecker, Co-Sprecher der GRÜNEN unterstreicht die Bedeutung verlässlicher Kommunalpolitik: “Unabhängig von Parteipräferenz hat der Wahlkampf gezeigt: Die Menschen in unserer Stadt wünschen und verdienen eine verlässliche Politik. Wir müssen jetzt im neuen Rat und in den Ausschüssen offen in Verhandlungen gehen und uns um eine schnelle Umsetzung unstrittiger Themen kümmern.”

Gemeinsam mit der CDU

Im Vordergrund muss nun die pragmatische Entwicklung von Lösungen stehen, die unmittelbar den Bürger*innen der Stadt zugutekommen. Das kann nur gemeinsam mit der CDU gelingen. Diesem politischen Gegenüber möchten SPD und GRÜNE offen und kooperativ, aber mit klaren Vorstellungen und Zielen begegnen.

Der SPD-Vorsitzende Volker Schiek bekräftigt: „Lange vor der Wahl haben SPD und GRÜNE versprochen, auch nach der Wahl weiter zu kooperieren. Dabei bleiben wir selbstverständlich. Diese Konstellation gibt die Chance, Lösungen für Bergisch Gladbach zu erarbeiten, die auf einem breiten Fundament demokratischer Mehrheiten stehen.”

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In Zeiten, in denen die Demokratie immer wieder unter Druck steht, ist das besonders wichtig. Marcel Kreutz sieht eine zentrale Aufgabe darin, das Vertrauen in demokratische Prozesse zu stärken: „Ich werde Bürgermeister für Alle in Bergisch Gladbach sein. Ich möchte, dass alle erkennen können: ‘Ja, in Bergisch Gladbach geht es gut voran, und das merke ich selbst in meinem Leben hier in der Stadt!’”

GRÜNE und SPD bedanken sich bei Marcel Kreutz für seinen großen Einsatz als Kandidat für die Menschen in Bergisch Gladbach. Elisabeth Watzlawek, Co-Sprecherin der GRÜNEN: „Marcel ist ein Vorbildpolitiker. Einer, der lieber zuhört als spricht, der sich nicht mit einfachen Scheinlösungen zufrieden gibt und der die Fähigkeit hat, Menschen zusammenzubringen und zu begeistern. Vielen Dank für diesen Einsatz für unsere Stadt!”

Die Fraktionen von GRÜNE und SPD stehen bereit, die dringenden Herausforderungen der Stadtentwicklung, des Klimaschutzes und der sozialen Gerechtigkeit in Bergisch Gladbach gemeinsam mit allen demokratischen Kräften anzugehen.

Hier werden gemeinsame Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD in Bergisch Gladbach veröffentlicht.

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  1. Einen 0,8% Vorsprung ein “klares Mandat der Bevölkerung” zu nennen, ist schon fast Selbstbetrug. Und dann noch in Verbindung mit den abgestraften Grünen, scheint mir Realitätsverlust anzudeuten. Die Bevölkerung Bergisch Gladbachs kann nur hoffen.

    1. “Die Bevölkerung Bergisch Gladbachs kann nur hoffen.”
      Darf man fragen worauf Sie persönlich “hoffen”?

  2. Sieht das die SPD wirklich so oder die Grünen, die noch schnell ihre Macht sichern möchte, bevor sie mit der AfD in der Opposition sitzt?
    Als Wahlverlierer, und das muss man bei den Grünen im Vergleich zur letzten Wahl so sehen, sollte man etwas Demut zeigen und keine Ansprüche stellen.
    Ich kann nur hoffen, dass sich die SPD emanzipiert und mit dem Bürgermeister zusammen eine schwarz-rote Mehrheit, die ausreichend ist, eingeht.

    Der SPD würde auch ein neuer Fraktionsvorstand gut tun, mit mehr Biss und Charisma als bei Herrn Waldschmidt.

    1. Ich persönlich würde mich als CDU nicht auf eine Dreier-Koalition einlassen, wenn auch nur ein Partner für eine Mehrheit reichen würde. Dann sollen SPD und Grüne weiterhin in der Minderheit Ihre Politik versuchen zu gestalten, weitere Jahre Stillstand können wir scheinbar locker verkraften.

  3. Gut, dass wir wieder mal explizit darauf hingewiesen werden, wo dieses Portal politisch zu verorten ist.

    1. Herr Schiffer,
      das ist eine Pressemitteilung von der SPD und den Grünen. Ebenso werden hier von anderen Parteien Pressemitteilungen veröffentlicht. Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Sie müssen das ja nicht lesen. Sie haben tatsächlich die Wahl!

    2. Haben Sie auch kommentiert, als gleich zwei Mal in den Tagen vor der Wahl CDU-Pressemitteilungen veröffentlicht wurden, welche die überraschende Neuigkeit verkündeten, dass die CDU die Wahl des CDU-Kandidaten empfiehlt?