Foto (Archiv): Thomas Merkenich

Brennende Balkone, Verletzungen durch Böller und wetterbedingte Unfälle – die Feuerwehr Bergisch Gladbach  stellt sich auch zum Jahreswechsel 2025/26 auf eine erhöhte Zahl von Einsätzen ein. Sie bittet um einen umsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern und gibt acht Hinweise für einen sicheren Übergang.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der Feuerwehr GL

„Helfen Sie mit: Jede vermeidbare Verletzung entlastet den Rettungsdienst und
ermöglicht schnelle Hilfe dort, wo sie wirklich benötigt wird”, appelliert Jörg
Köhler, Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach, an die Bevölkerung.

Um in der Silvesternacht bestmöglich vorbereitet zu sein, werden neben den
regulär besetzten Feuer- und Rettungswachen ab 18:00 Uhr zusätzliche
Einsatzkräfte und Fahrzeuge bereitgestellt:

  • Ehrenamtliche Einheiten besetzen die Feuerwehrhäuser in der Stadtmitte, Herkenrath und Paffrath/Hand.
  • Die Einheiten Refrath und Schildgen stellen jeweils eine Staffel in Rufbereitschaft von zu Hause.
  • Ein zusätzlicher Einsatzführungsdienst (B-Dienst) steht in Bereitschaft.
  • m Rettungsdienst wird von 19:30 Uhr bis 7:30 Uhr ein weiterer Rettungswagen (RTW) in Dienst gestellt.

Gefahren durch Feuerwerkskörper

Ein Großteil der Silvestereinsätze ist vermeidbar. Brände und Verletzungen
entstehen häufig durch unsachgemäßen oder unachtsamen Umgang mit Feuerwerk.
Besonders gefährlich sind illegale oder selbst gebaute Böller. “Erwachsene
tragen hier eine besondere Verantwortung und haben eine klare Vorbildfunktion.
Sprechen Sie mit Kindern und Jugendlichen über die Risiken”, so Köhler.

Acht Tipps für ein sicheres Silvester

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach bittet darum, folgende Hinweise zu beachten:

  • Jugendschutz beachten: Feuerwerkskörper sind Sprengstoff. Die Nutzung ist erst ab 18 Jahren erlaubt.
  • Gebrauchsanweisung lesen: Herstellerhinweise beachten. Feuerwerk darf nicht in geschlossenen Räumen gezündet werden.
  • Erlaubte Orte nutzen: Kein Zünden in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Altenheimen sowie Fachwerk- oder Reetdachhäusern.
  • Sicherheitsabstand einhalten: Niemals auf Menschen zielen. Blindgänger nicht erneut entzünden.
  • Kein illegales Feuerwerk: Nur geprüfte Feuerwerkskörper verwenden, keine Eigenbauten.
  • Richtige Lagerung: Feuerwerk sicher aufbewahren, nicht körpernah in Taschen tragen.
  • Wohnung sichern: Brennbare Gegenstände von Balkonen entfernen, Fenster und Türen schließen.
  • Notruf 112: Bei Brand oder Unfall unverzüglich den Notruf wählen.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern einen
sicheren und unfallfreien Start ins Jahr 2026. Vielen Dank, dass Sie mit
umsichtigem Verhalten dazu beitragen, unsere Einsatzkräfte in der Silvesternacht
zu entlasten.

Elmar Schneiders, Pressesprecher der Feuerwehr Bergisch Gladbach

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  1. Liebe Bürger,
    Ich höre immer wieder: ,,Mehrheit der Deutschen für Verbot von XY´´.
    Seltsam. Ich wurde nie gefragt. Ich denke da wird immer das treuste Publikum von ARD befragt.
    Wir sind Weltmeister im Verbieten und seitdem geht unsere Wirtschaft den Bach runter. Glühlampen Verbot – 20.000 Arbeitsplätze weg.
    Verbrenner-Verbot der EU- Die größte Industrie Deutschland fast kaputt und hunderttausende Bürger bangen um ihren Job.
    Wir haben hunderte banalste Dinge verboten. Sogar der Deckel einer Plastikflasche muss genau geregelt werden.
    Kurzstreckenflugverbot, Karnevalsverbot wegen Abfall, Böllerverbot, Fleischverbot, Bargeldverbot. Im übrigen waren die Händler die Ich gefragt haben gegen diese neuen Bargeldlos Parkuhren. Aber sie wurden mal wieder nicht gefragt.
    Politker waren mal wieder groß im schreiben ,,Mehrheit der Händler will XY´´. Ja ne ist klar.

    Ich glaube nicht das immer die Mehrheit der Bürger für ein Verbot für alles ist. Sonst wären die Supermärkte nicht voll von Fleisch. Unsere Urlaube nicht in Mallorca und Silvester wäre eine große Knallerei. Und unsere Autos sind immer noch zum größten Teil Benziner. Oh und Social Media will man ja auch verbieten für Jugendliche. Na super.

    Und die Niederländer sind es gerade die hunderte Kilometer fahren nur um ein paar kleine Feuerwerke zu kaufen.
    Das Problem ist das sich einige nicht benehmen können. Und das eine kleine reiche Wohlhabende Schicht von Bürgern immer von sich aus sagt, sie ist die Mehrheit um alles zu verbieten.
    Sie sind es ja nicht deren Arbeitsstelle in Gefahr ist. Sie haben ihre dicken Jets und Limosinen. Wenn sie ein Feuerwerk sehen wollen dann fliegen sie nach Monacco.

    Und dann wird sich über ein paar Jugendliche beschwert die ein Tag zu früh böllern. Ja ne. Überall schließen die Jugendzentren, Jugendeinrichtungen gehen kaputt und die Schulen zerfallen.
    Ich denke nicht das es ein Problem ist das da mal ein paar junge Leute so paar Dinger anzünden.
    Ich freue mich über jede Rakete am Himmel an Silvester und über ein geselliges Jahr. Und in meinem Leben habe Ich noch nie einen Verletzten gesehen durch Böller. Dabei war Ich immer in den Hotspots. :)
    Die Medien verzerren auch schnell mal die Einschätzung von gefühlter Gefahr und Tatsächlicher Gefahr. Ziel ist es ganz klar das man in den nächsten Jahren wegen Tierschutz, Müll und Lärm Karneval und Silvester verbietet. Und da ziehen die Medien jedes Register.
    Sicher an Silvester ist viel los und es passiert viel schlimmes. Doch die Medien übertreiben auch gerne mal. Und keiner erwähnt das schöne:
    Die vielen Millionen Menschen die sich freuen über Feuerwerk.

    Solange man Spaß hat und die anderen in Frieden lässt sollte es euch gut gehen. Bleibt sicher und gönnt euch. Das Leben ist zu kurz um bei Soja-Milch und Porridge das neue Jahr ausklinken zu lassen.
    Ich wünsche euch ein Frohes Fest :) Viel Gesundheit, Viel Liebe und viel Spaß. Mit oder Ohne Raketen. Mit oder ohne Alkohol :)

    1. Lieber Herr Flosbach,

      da haben Sie ja jetzt den großen Rundumschlag vorbereitet… Immerhin sind sie am Ende versöhnlich unterwegs, sodass mir ein Diskurs mit Ihnen als durchaus gut möglich erscheint.

      Ich versuche es mal runterzubrechen…. Gesellschaftliche Veränderungen sind oft schleichend, aber wenn es dann Mehrheiten gibt, ist eben ein Handeln der Politik notwendig.
      Gutes Beispiel ist hier die Ehe für alle. Die damalige Kanzlerin war lange dagegen, hat aber dann die gesellschaftliche Strömung richtig gedeutet und verstanden, dass die Mehrheit dafür ist. Zum Glück ist es mittlerweile das normalste der Welt, dass auch gleichgeschlechtliche Ehen möglich sind.
      Denken Sie an die Anschnallpflicht. Darüber jetzt noch zu diskutieren erscheint eigentlich lächerlich. Der Nutzen ist nachweisbar hoch.
      Das Rauchverbot war ein großer Einschnitt für viele Raucher. Aber es war der beste Gesundheitsschutz, der an der Mehrzahl von Nichtrauchern geleistet wurde. Absolut sinnvoll und niemand will das zurück.

      Starten wir doch mit einem Böllerverbot. Niemand braucht Sprengstoff in der Hand. Die Raketen sind da das kleinere Problem, oder Batterien. Böller sind jedoch das dümmste, was man Kindern in die Hand geben kann.
      Übrigens ist es für die Feuerwehr und den Rettungsdienst die mit Abstand arbeitsreichste Nacht des Jahres.

      Glühlampenverbot ? Da kann ich sagen, dass die Große Koalition damals die Solarbranche und Windbranche in Deutschland, die die besten der Welt waren, an die Wand gefahren haben. Das sind politische Entscheidungen… Glühlampen vermisst keiner. Das Verbot war einer der einfachsten Hebel für den Klimaschutz überhaupt. LED Technologie regelt.

      Wer verbietet denn Fleisch und Kurzstrecke? Keiner. Aber vielleicht sollte man mal zur Kenntnis nehmen, dass Privatflugzeuge in Deutschland so viel genutzt wurden, wie noch nie je zuvor. Warum also nicht die Millionäre mal mit ner Luxussteuer belegen? Juckt die sowieso nicht.

      Sie sagen, dass überall Jugendeinrichtungen schließen… Unser neuer Bürgermeister ist auch damit angetreten, keine Einrichtungen schließen zu wollen, keine Mittel in dem Bereich zu kürzen. Hier in GL wird schon einiges für die Jugend gemacht aktuell. Glücklicherweise gibt es nicht so viele Frankenforster Bürgervereine, die Jugendarbeit aktiv verhindern wollen (Skateanlage).

      Zum Abschluss: Karneval verbieten? Guter Witz! Wo haben Sie das denn her ? ;)
      Kommen Sie gut ins Jahr 2026. Veränderungen sind nicht immer schlecht!

    2. Es ist sehr gut, dass Herr Flosbach das Thema Alkohol anspricht. Ich persönlich fände ein Sektverbot viel schlimmer als ein Verbot von privatem Feuerwerk. In den Tipps der Feuerwehr fehlt das Theam Alkohol allerdings.
      Man sollte aufnehmen:
      – Nicht betrunken Feuerwerk zünden
      – Großen Sicherheitsabstand von Betrunkenen halten, die Feuerwerk zünden

      1. Danke für die sachliche Diskussion, Herr Brings. Ihnen auch einen guten Rutsch.

        Und was Herr Christian-Andreas sagt:
        Da stimme Ich Ihnen nun wieder voll und ganz zu. Ich finde böllern und Feuerwerk unter Einfluss von Alkohol sollte verboten sein.
        Ich meine ist ja beim Autofahren oder Maschinen benutzen ja auch. Dann beim Feuerwerk erst recht.
        Jeder sollte sich entscheiden: Böllern oder Trinken.

        Die meisten Unfälle passieren wenn Ihr mich fragt durch unsachgemäßen Gebrauch oder durch die illegalen aus dem Ausland. Und dagegen bin Ich auch. Klar die sind viel zu gefährlich.
        Guten Rutsch :)

  2. Schon drei Tage vor Silvester böllern Jugendliche Tag und Nacht und ich sehe kein Ordnungsamt oder Polizei. Es ist illegal, aber es scheint die Behörden nicht zu interessieren. Das finde ich sehr frustrierend, weil ich große Nachteile durch das Böllern habe.

    1. Um 20.00 Uhr schon von der ganzen Nacht zusprechen, spricht für sich.
      Aber wenn Mann nie jung war und scheinbar verbittert ist….

    2. Wie sollen die Behörden das auch unterbinden? An jede Ecke einen Polizisten oder einen Mitarbeiter des Ordnungsamts stellen? Das ist schlicht unmöglich. Und wenn man die Polizei ruft, weil man es knallen hört, sind die Verursacher längst über alle Berge, ehe die Behörden anrücken.

      Hier knallt es auch immer mal wieder (und ich bezweifle, dass das nur Jugendliche sind). Das ist eben so, die haben ihren Spaß und ein bisschen Nervenkitzel wegen des Verbots – besser, als wenn sie echte Straftaten begehen. Die gesetzliche Beschänkung, Feuerwerk der Klasse F2 für Privatleute nur am 31.12. und am 1.1. zu erlauben, folgt wohl einem ähnlichen Prinzip wie Tempo 80 in Autobahnbaustellen – das steht auch nur deshalb da, damit die Leute wenigstens nicht schneller als 100 fahren.

      1. Außerhalb der erlaubten Zeit zu böllern ist auf jeden Fall besser, als echte Straftaten zu begehen. In der Silvesternacht ist allerdings zu befürchten, dass irgendwo echte Straftaten mit Böllern begangen werden. Natürlich nicht von den gleichen Leuten. Die Leute, die im beschaulichen Refrath ordnungswidrig böllern, würden bei einem Privatböllerverbot wie in den Niederlanden selbstverständlich auch nicht auf “echte Straftaten” umsteigen. Persönlich wäre ich für so ein Verbot offen. Bei den weichen Drogen hat man sich den Niederlanden ja auch angenähert. Gerade jungen Leuten macht Böllern natürlich viel Spaß. Ich selbst hatte Glück, dass noch alle Finger dran sind.